Kampf um Himmels Willen 35

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1 Kapitel - 5.122 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 902 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Neue Freunde ebenfalls!

    1
    Warum Weaslebe aus ihrem Winterschlaf erwachte


    Ich saß in dem Zaubergeschichteklassenzimmer und langweilte mich zu Tode.
    Flitwick faselte da vorn irgendetwas über irgendwen unbedeutenden in der Zauberergeschichte und niemand, aber auch wirklich niemand schenkte ihm Beachtung.
    Nicht mal Hermine, die sonst förmlich an seinen Lippen klebte, passte auf.
    Die war viel zu sehr beschäftigt, Ron dazu zu bewegen, nicht einzuschlafen.
    Der hatte den Kopf in den Händen versunken und sabberte schon fast auf den Tisch.
    „…außerdem ging es den Muggeln nicht nur darum, sämtliche für Hexen gehaltenen Menschen auszurotten und verbrennen zu lassen, sondern auch, das auszulöschen, was sie nicht kannten. Und wir wollen uns heute damit beschäftigen, wie sie sich die Hexenkunst in ihren Mitteln und Sprüchen bis zum Mittelalter verändert hat.
    Früher hat man Steinkreise gebildet und mit Äpfeln und Kräutern versucht, Dämonen und böse Geister fernzuhalten.
    Später dann mit Sprüchen, die für uns vielleicht ein wenig seltsam klingen mögen, aber….“
    Und so weiter und sofort.
    Bevor ich noch einschlafen würde, würde ich mir einen kleinen Spaziergang gönnen.
    „Professor Flitwick?“, unterbrach ich den kleinen Mann und der schaute mich konfus an.
    „Äh…ha?“, fragte er verwirrt und völlig aus dem Konzept gebracht und überflog uns mit seinem Blick, um zu sehen, wer ihn angesprochen hatte.
    Schließlich blieb sein Blick an mir hängen.
    „Dürfte ich kurz auf die Toilette?“
    „Ja-Natürlich, aber beeilen Sie sich. Der Stoff, den wir behandeln ist von äußerster Priorität und essentiell wichtig.“
    Ich nickte kurz und machte mich dann auf den Weg nach draußen.
    Ich öffnete die Tür und wäre beinahe mit jemandem zusammengestoßen.
    Kurz sah ich auf und konnte Leo erkennen
    „Je suis desolée, mais isch muss disch zu Gabriel bringen. Es ist trés majeur.“, erklärte er nur kurz, nahm meine Hand und zog mich mit sich.

    „Das ist doch ganz einfach, man. Du musst doch nur e im Quadrat nehmen und dann den Schnittpunkt der beiden Parallelen mit der Asymptote ausrechnen. Dann bestimmst du noch die Krümmung und schon bist du fertig!“
    Gildert sah mich erwartungsvoll an.
    „Aha!“, entgegnete ich und sah auf mein Blatt, das voll mit Zahlen und Graphen war, die ich in keinster Weise nachvollziehen konnte.
    Es war so erniedrigend, das ausgerechnet er mir den Stoff erklären sollte.
    „Du hast es schon immer noch nicht verstanden, oder?“, er konnte sich ein kleines triumphierendes Lächeln nicht verkneifen.
    „Nein!“, knurrte ich.
    Ich musste das Jahr mit einem „Ohne Gleichen“ oder wenigstens mit einem „Annehmbar“ bestehen, sonst sah es eventuell schlecht aus.
    Bald standen die UTZ-Prüfungen vor der Tür, wenn diese dieses Jahr überhaupt stattfinden würden.
    Ich war mir da mittlerweile nicht so sicher.
    „Was bekommt man dann raus?“, fragte mich Gildert genervt und klopfte mit seiner Feder auf das Blatt an die Stelle, an der eigentlich mein Ergebnis stehen sollte.
    Ich hatte doch keine Ahnung von diesem Fach und das wusste der Spinner ganz genau.
    Irgendwann im sechsten Schuljahr hatte auch Vector kapiert, dass ich in Arithmatik eine absolute Niete war und da Gildert der beste im Kurs war, wurde er dazu verdonnert mich wenigstens durch die UTZ Prüfung zu bekommen.
    Der war wenig begeistert gewesen, doch Vector war hart geblieben.
    Wir rechneten schon mindestens eine halbe Stunde an der Aufgabe, aber ich hatte nicht den blassesten Schimmer, wie ich sie lösen könnte.
    „Dann hör mir wenigstens zu, wenn ich mich schon dazu herablasse, meine Zeit mit dir zu verschwenden.“, schnauzte er mich an.
    Ich warf ihm böse Blicke zu, doch diese steckte er mit einem überlegenen Grinsen weg.
    Er wusste, dass meine Note von ihm abhängig war.
    Aber nicht mit mir.
    „Mach dich mal locker, Gildert. Bist du immer noch nicht drüber hinweg?“, ich grinste ihn süffisant an.
    Na gut, vielleicht war das eine schlechte Taktik, doch dieser arrogante Kerl trieb mich einfach regelrecht in den Wahnsinn.
    „Weißt du was Malfoy? Mach deinen Scheiß doch alleine!“, fluchte er und packte seine Sachen zusammen.
    Sämtliche Leute drehten sich zu uns um und grinsten belustigt.
    Da kam auch schon Vector und baute sich zu seine r vollen Größe vor uns auf.
    Und die war beachtlich.
    „Was ist denn hier schon wieder los? Mr. Gildert und Mr. Malfoy, was soll denn das? Können Sie sich nicht mal eine Stunde lang vertragen und sich wie zivilisierte Menschen benehmen? Das ist doch kaum zu glauben. Von Ihnen hätte ich mehr Ausdauer erwartet!“, er fixierte Gildert.
    Der schaute ihn finster an und stand langsam von seinem Platz aus.
    „Schönen Tag noch!“, fuhr er Vector an und verließ dann das Zimmer.
    „Jonathan Gildert, das können Sie nicht machen. Ich werde Sie aus meinem Kurs schmeißen!“, schrie Vector, doch Gildert drehte sich nicht einmal um.
    Er wusste wohl genau, dass ohne ihn der Kurs ohnehin nicht laufen würde.
    Ich sah ihm ebenfalls hinterher und konnte plötzlich Gabriel sehen, der an der Tafel stand und mir bedeutete, mit ihm zu gehen.
    Naja, was Gildert kann, kann ich ja schon lange.
    Ich stand ebenfalls auf.
    „Mr. Malfoy, was haben Sie vor?“, Vector sah mich scharf an.
    „Ich gehe?“
    „Bevor Sie nicht alle Aufgaben gelöst haben, die auf ihrem Blatt Pergament stehen, gehen Sie nirgendwo hin, ganz einfach.“, schloss er und haute zur Bekräftigung mit seinem Lineal auf mein Pult.
    „Ist ja schon gut!“, entgegnete ich gereizt und ließ mich wieder auf meinen Platz fallen.
    Ich zuckte mit den Schultern und Gabriel sah mich wütend an.
    Was sollte ich denn machen?
    Meine UTZ Prüfungen waren auch wichtig, sonst konnte ich eine gute Arbeit später vergessen.
    Und zu Gabriel konnte ich auch noch nach der Stunde.
    „Draco, wir brauchen dich!“
    „Verschwinde!“, erwiderte ich barsch.
    Vector sah mich unwirsch an.
    „Wie war das?“, fragte dieser scharf.
    „Sie waren nicht gemeint! Ist schon gut und jetzt könnten Sie mich bitte alleine lassen, damit ich die Aufgaben rechnen kann!“
    Er warf mir noch argwöhnische Blicke zu, machte sich dann aber wieder auf den Weg zur Tafel, ließ mich aber für den Rest der Stunde nicht mehr aus den Augen.

    Leo zog mich mit sich hinter die nächste Ecke.
    „Und hast du drüber pensé mon amour?“
    „Worüber?“, fragte ich und sah ihn verwundert an.
    „Über uns!“, flüsterte er und legte seine Hand an meine Wange.
    Dann drückte er mich ein wenig an die Wand und legte seine heißen Lippen auf die meinen.
    Ich war überrascht und erwiderte dennoch seinen Kuss.
    Der wurde immer verlangender und ich schlang meine Arme um seinen Hals.
    In diesem Moment verloren wir das Gleichgewicht und stürzten unsanft zu Boden.
    „Verdammt noch mal!“, konnte ich John fluchen hören.
    „Pass doch auf!“, setzte er noch nach und sah uns sauer an.
    „DU bist in uns reingelaufen, nicht andersrum, also pass doch selber auf!“, entgegnete ich sauer.
    „C’est sûr!“, pflichtete mir auch Leo zu, während er sich den Staub vom Umhang wischte und mir dann die Hand hinstreckte, um mich hochzuziehen.
    John schnaubte, richtete sich in Windeseile auf und ging eilig davon.
    Ich schüttelte den Kopf und Leo sah mich fragend an.
    „Der war auch schon mal netter!“, stieß ich aus und Leo lächelte mich amüsiert an.
    „Was ist los?“, fragte ich ihn, doch er zog mich nur an sich.
    „Du bist einfach unbeschreiblich jolie, mineuse, fabouleuse, ach je ne peux pas trouver rischtige Wort!“
    Ich schenkte ihm eines meiner schönsten Lächeln.
    „Aber nun wir müssen uns beeilen!“, sagte er, gab mir noch einen flüchtigen Kuss und nahm wieder meine Hand.
    „Du musst mir jetzt völlig vertrauen! Okay?“, sagte er bestimmt.
    „Gut!“
    „Na dann!“, sagte er, holte Luft und plötzlich fühlte ich, wie sich mein Körper aufzulösen schien.
    Ich sah helle blaue Funken und ein Gefühl der Wärme und Liebe überkam mich.
    Ich schloss meine Augen und als ich sie wieder öffnete, fanden wir uns auf der altbekannten Lichtung wieder, die ich und Malfoy mittlerweile schon kannten.
    Doch von dem war weit und breit keine Spur, ich konnte nur das laute Räuspern von Gabriel und ein paar anderen Engeln in weißen Gewändern sehen, die anscheinend missbilligten, dass Leo meine Hand immer noch hielt.
    „Wir sehen alles!“, meinte der Schwarze, dessen Namen ich immer noch nicht wusste und sah Leo missbilligend an.
    Wir gingen auf die Ansammlung zu.
    „Es steht uns nicht zu!“, wisperte eine Frau, die jetzt neben Leo stand.
    Der nickte nur kurz, aber seine Miene zeigte keinerlei Verständnis.
    „Malfoy konnte ich nicht mitnehmen, er wird nachkommen.“
    Bevor ich fragen konnte, was ich überhaupt hier machte, tauchte auch schon Malfoy auf.
    Er stieg von seinem Besen und ließ ihn genervt wie immer ins nasse Gras fallen.
    Apparieren konnte man von Hogwarts aus ja nicht.
    „Was sollen wir denn heute schon wieder hier?“, fragte er und gesellte sich zu uns.
    „Du solltest dich wirklich in Geduld üben!“, kam es von Gabriel.
    „Schon klar, also?“
    „Wir haben uns hier im Namen Gottes versammelt, weil wir….“
    „Können wir nicht einfach kurz und knapp die Information haben?“
    Gabriel verdrehte die Augen.
    „Wir müssen heute besprechen, wie die Suche nach dem Stein ablaufen wird!“, erklärte eine Frau mit langen blonden Haaren, die sich uns als Melinda vorstellte.
    „Ob ihr beide es versuchen werdet und wer euch begleiten wird!“
    „Besteht die Chance, dass nur einer von uns geht?“, fragte Malfoy und ich sah ihn kühl an.
    Der dachte doch nicht wirklich, dass ich dahin gehen würde und er in Hogwarts in Sicherheit bleiben würde.
    „Das kannst du vergessen!“, raunte ich ihm zu.
    „Es wird ohnehin nicht gehen, dass einer von euch bleibt. Melinda hat es falsch ausgedrückt. Ihr beide müsst euch auf jeden Fall auf den Weg machen, doch es gibt einen Teil der Mission, den gegebenenfalls nur einer von euch beiden bestreiten musst, aber das-“, er schaute kurz in den Himmel- „steht noch in den Sternen geschrieben!“, wandte Gabriel ein.
    „Soso!“
    „Ja, so sieht es aus. Allerdings könnt ihr beide ja nicht allein gehen, deshalb haben wir eine Auswahl getroffen, wer mit euch gehen wird. Schon Monate vorher haben wir uns erkundigt, was auch der Grund war, warum wir eine unschuldige Seele auf die Erde zurückbefördert haben!“
    „Ginevra Weasley!“, stieß Malfoy langsam aus und der Schwarze nickte bestätigend.
    „Sie könnte vielleicht eine Schlüsselrolle spielen, wir sind uns da relativ sicher!“
    „Relativ, aaaja!“, sagte ich, denn ich war von der Idee mich mit Ginny auf den Weg, scheißegal wohin zu machen, wenig bis hin zu überhaupt nicht begeistert.
    Ich hasste dieses Mädchen.
    Und vor allem seit sie sich an Harry ranzumachen versuchte.
    Von mir aus hätte sie niemand zurückholen müssen.
    „Warum denn ausgerechnet sie?“, fragte Malfoy.
    „Du hast sie umgebracht! Glaub nicht, wir wüssten davon nichts. Ihre Seele wurde durch deine Hand in den Himmel geschickt und wir haben deine Tat rückgängig gemacht. Wir haben die Umstände genau untersucht und haben uns dazu entschlossen Gnade weilen zu lassen. Ginevra wurde zurückgeschickt und wir sind uns auch, wenn das alles nie passiert wäre, sicher, dass diese unschuldige Seele uns zu unserem Sieg verhelfen wird. Sie war das Opfer und ist nun die Erlöste. Wir haben uns beraten und die Schuld von dir genommen, in gewisser Weise sind wir auch ein bisschen dankbar.“
    Und da war Malfoy ziemlich baff.
    „Ich habe einen Menschen getötet und ihr seid mir dankbar?“, rief er ungläubig und ich meinte ein bisschen Abscheu in seiner Stimme zu hören.
    „In gewisser Weise, du wirst auf deinem Weg lernen zu verstehen! Aber das ist jetzt nicht von großer Relevanz. Wir haben ein paar Personen zusammengestellt, die euch begleiten werden, talentierte und tapfere junge Zauberer.“
    „Und wer sind die?“, hakte ich nach.
    Ich ahnte böses.
    „Wie gesagt, Ginevra Weasley, John Gildert“, bei diesem Namen zuckte Malfoy zusammen und sein Blick wurde finster.
    „Und Cedric Diggory!“
    Ich stöhnte.
    „Warum ausgerechnet die?“
    „Alle Häuser wurden vereint. Auch alle Kräfte!“
    „Und vielleicht wird noch Hermine Granger zu euch stoßen!“
    „Nicht die auch noch!“, stöhnte Malfoy.
    „Da werdet ihr nicht drum rumkommen! Findet euch bitte Sonnabend gegen 20 Uhr hier auf der Lichtung ein. Ihr könnt die anderen Beteiligten informieren, aber wenn es nicht unbedingt nötig ist, dann verschweigt bitte unsere Existenz!“, ordnete Gabriel an.
    „Und wie sollen die uns glauben? Die halten uns doch für verrückt!“
    Da konnte ich Malfoy nur Recht geben.
    „Das werdet ihr schon hinbekommen!“, sagte der Schwarze und löste sich in kleine blaue Funken auf.
    Die anderen machten es ihm ohne große Worte zu verlieren nach.
    Ich sah Leo drohend an, doch der blickte mich nur entschuldigend an.
    Dann löste auch er sich in kleine blauen Funken auf.
    „Na toll und wie soll ich jetzt nach Hogwarts kommen?“, schimpfte ich und kickte sauer einen Stein weg.
    „Wie bist du denn hergekommen?“
    „Mit Leo.“
    Malfoy sah mich argwöhnisch an.
    „Läuft da was zwischen dir und diesem Kerl?“, fragte er und er klang dabei ziemlich abfällig.
    „Das geht dich ja wohl überhaupt nichts an.“, giftete ich ihn an.
    „Also ich bin mit dem Besen da!“, grinste er mich süffisant an und hob jenen vom Boden auf.
    „Schön für dich!“, giftete ich.
    Malfoy stieg auf seinen Besen.
    „Ja, worauf wartest du? Dass du eine exklusiv Einladung bekommst?“, fragte er mich belustigt.
    Ich gab mich geschlagen und stieg hinter ihn auf den Besen.
    „Festhalten musst du dich schon!“
    Gezwungenermaßen legte ich meine Hände an seine Seiten und da hoben wir auch schon ab.


    Ich ging gerade zusammen mit Catherine zur Eulerei, als wir inne hielten.
    Wir sahen zum Himmel und konnten einen Besen sehen, der sich langsam näherten.
    Wie blieben stehen und schon landeten die Flieger am Boden.
    Ich schaute genauer hin und konnte Malfoy erkennen und hinter ihm Sarah, wie sie gerade abstiegen.
    Sarah hatte die Hände um Malfoys Taille geschlungen.
    Ich hörte Catherine neben mir empört nach Luft schnauben und langsam bemerkten uns auch die beiden.
    „Ich hoffe, ihr habt eine gute Erklärung!“, meinte sie und fixierte Malfoy.
    „Hallo Liebling! Gildert“, begrüßte Malfoy Catherine und wollte sie küssen, doch sie wich ihm aus.
    „Was ist los?“
    „Wo wart ihr?“, sie wandte sich nun auch an Sarah.
    „Wir waren zusammen bei…ähm…im Wald!“, stotterte sie und sah Catherine entschuldigend an.
    „Ich fass es nicht, meine eigene Freundin, das ist doch kaum zu glauben!“, rief Catherine und drehte sich auf dem Absatz um.
    Doch Malfoy packte sie am Arm und zog sie zurück.
    Sie drehte sich zu ihm um und musterte ihn eisig.
    „Es ist nicht so, wie du denkst!“, erklärte er.
    „Was denke ich denn?“, fragte sie lauernd und warf Sarah vernichtende Blicke zu.
    „Ich denke, ihr sollt in der Hölle schmoren!“, stieß sie aus und wollte sich losreißen, doch Malfoys Griff hielt Stand.
    „Lass mich los!“, fuhr sie ihn an.
    „Nein, nicht bevor wir dir die Sache erklärt haben!“, meinte nun auch Sarah.
    „Na da sind wir ja gespannt!“, mischte ich mich ein.
    Wenn dieser Mistkerl es gewagt hatte, Catherine zu betrügen, dann würde ich ihn…
    „Wir können dir nicht genau sagen, wo wir waren oder was wir gemacht haben, aber du musst uns vertrauen!“, redete Sarah drauf los.
    „Ich würde dich niemals betrügen, eher würde ich sterben!“, bekräftigte Malfoy.
    Ich verdrehte die Augen.
    Was für ein Spinner.
    „Ihr sagt mir jetzt sofort wo ihr wart und was ihr gemacht habt, oder ich garantiere für nichts mehr! Meint ihr, ich merke nicht, dass ihr zwei ständig zusammengesteckt seid und immer zu zweit rausgegangen seid!“
    „Was heißt denn hier ständig?“
    Sarah sah Catherine verständnislos an.
    „Jedenfalls oft!“, bestätigte ich und bekam böse Blicke.
    „Wir können dir nichts sagen, versteh doch!“, setzte Malfoy wieder an.
    „Ich versteh überhaupt nichts!“
    Und mit diesen Worten stapfte nun endgültig wütend davon.
    „Wenigstens von dir hätte ich mehr erwartet!“, ich sah Sarah vorwurfsvoll an und lief dann Catherine hinterher.

    „Ich bring sie noch um, alle beide. Ich bring sie um!“, fluchte Catherine immer wieder.
    „Das sind die beiden doch gar nicht wert!“, entgegnete ich und legte ihr meine Hand tröstend auf die Schulter.
    Sie wandte sich zu mir und ich nahm sie in den Arm.
    „Wo soll ich dich hinbringen?“, fragte ich sie und sie blickte mich lange an.
    „Jedenfalls nicht in mein Zimmer, da ist bestimmt Draco!“, antwortete sie dann.
    Und sie vergrub ihren Kopf tiefer in meinem Hemd.
    „Jetzt komm erst mal mit!“, sagte ich, nachdem wir uns wieder voneinander gelöst hatten und zog sie an ihrer Hand in mein Zimmer.


    „Die wird sich schon wieder beruhigen.“, sagte Sarah schließlich.
    Ich hatte mit ihr bestimmt schon eine halbe Stunde lang rumdiskutiert.
    Über die Sache mit Catherine und wer was wem verkünden wollte.
    „Also ich geh sicher nicht zu Diggory!“, meinte ich vehement.
    „Dann gehst du aber zu Gildert, so wie der uns gerade angeschaut hat, möchte ich ihm die nächste Zeit nicht begegnen!“, hielt Sarah dagegen.
    „Nein danke!“
    Gildert war vielleicht noch schlimmer als Diggory.
    „Ernie ist sauer auf mich wegen der Sache mit Harry, zu dem musst auch du gehen, sei aber bitte netter als sonst und mach ihm nicht so eine Angst!“, fuhr Sarah fort.
    „Dann redest du mit Weaslebe!“
    „Auf keinen Fall!“, stieß Sarah aus.
    „Hey ich hab auch Diggory an der Backe!“
    „Ne, das kannst du vergessen. Hermine ist kein Problem, aber nein, Ginny machst schön du!“
    „Na von mir aus, ich habe jetzt auch keine Lust und Zeit mit dir rumzustreiten, ich muss zu Catherine!“, verkündete ich und ließ sie stehen.



    Ich sah in mein Zimmer und in ihres, aber keine Spur.
    Ich suchte alle Plätze ab, an denen sie sich normalerweise aufhielt, mit mir oder allein, aber ich konnte sie nirgends finden.
    Selbst eine Stange dämlicher Ravenclaw Hühner fragte ich, doch die konnten mir auch nichts sagen.
    Bis mir schließlich Tracey entgegenkam.
    „Hey Tracey, weißt du wo Catherine ist?“, fragte ich sie und sie warf mir giftige Blicke zu.
    „Dir würde ich es bestimmt nicht sagen!“, erwiderte sie unfreundlich.
    Warum hörte ich diesen Satz nur so oft?
    Sie wusste genau wo Catherine war und wollte gerade an mir vorbeistürmen, als ich sie am Handgelenk packte.
    „Fass mich nicht an!“, keifte sie und gab mir eine Ohrfeige.
    „Dass du dich nicht schämst deine Freundin in diesem Zustand zu betrügen!“, setzte sie noch eins drauf.
    „Ich würde sie niemals betrügen!“, setzte ich an und sie unterbrach mich komischerweise auch nicht.
    Ich versuchte sie, es so gut es mir möglich und auch erlaubt war, die Sachlage zu erklären und konnte meinen, so etwas wie Verständnis zu sehen.
    „Sie ist bei John!“, sagte sie nur kurz und verschwand dann schnell, als hätte sie ein schlechtes Gewissen.
    Das hätte ich mir auch gleich denken können.


    Ich machte mich auf den Weg zu John, um ihm die Sache zu erklären und ihn zu bitten, mit uns zu kommen, obwohl ich noch keinen blassen Schimmer hatte, wie ich das anstellen sollte.
    Schließlich stand ich vor seiner Tür und klopfte an.
    Nichts passierte.
    Ich klopfte noch stärker an die Tür und rief seinen Namen.
    „Wenn es nicht wichtig ist, verschwinde!“, kam es gedämpft von drinnen.
    Der wusste doch gar nicht, wer draußen ist.
    „Ich komm jetzt rein!“, rief ich und stürmte das Zimmer.
    Ich sah John auf seinem Bett sitzen, Catherine schien neben ihm zu schlafen.
    Als er mich sah verengten sich seine Augen zu Schlitzen.
    „Raus!“, sagte er scharf.
    „Nein, ich muss mit dir reden!“, ordnete ich an.
    „Sie ist gerade eingeschlafen!“, er übersäte mich mit vorwurfsvollen Blicken.
    „Ich muss aber jetzt mit dir reden, es ist wichtig und kann nicht warten!“, wiederholte ich noch einmal.
    „Aber nicht hier!“, flüsterte er und stand auf.
    Er kam zur Tür und schloss sie leise hinter uns beiden.
    „Was gibt es? Ich hab ehrlich gesagt keine sonderlich große Lust, mich gerade mit dir zu unterhalten. Weißt du eigentlich, was du getan hast!“
    „Du weiß offenbar nicht, was ich getan hab. Ich hab nichts getan, was ich bereuen würde und schon drei Mal hatte ich nichts mit Malfoy. Eher würde ich in den völligen Zölibat gehen, bevor ich mit dem was anfangen würde!“
    „DU in Zölibat! Ja klar!“, witzelte er und meine Sympathie für ihn sank von Sekunde zu Sekunde.
    „Also, worum geht es jetzt?“, kam John wieder zum ursprünglichen Thema zurück.
    „Du musst mit uns zur einer Mission aufbrechen!“
    „Zu einer Mission?“, er musterte mich ungläubig.
    „Ja, so ist es. Es ist auch nicht so, dass du eine große Wahl hättest, das Schicksal von uns allen liegt in unsren Händen.“
    „Meinst du nicht, du spuckst ein bisschen zu große Töne?“, fragte er und zog seine Augenbrauen hoch und grinste mich amüsiert an.
    Hielt er das alles für einen Witz?
    „Nein, das denke ich nicht. Ich kann dir jetzt nicht genaues sagen, aber du wirst früh genug die Details erfahren! Sei bitte Sonnabend bereit, ich weiß nicht, wie lange wir weg sind!“
    Da fing John plötzlich an zu lachen.
    „Das ist doch ein Scherz. Also bitte, das soll doch wohl ein Witz sein!“, stieß er aus.
    „Meinst du ich pflege in diesen Zeiten zu scherzen?“, fauchte ich.
    „Das ist doch völliger Irrsinn.“
    „Wir haben uns nicht ausgesucht, dass du mitkommst!“
    „Wir? Wer wir?“, kam es von John, der ins seinem Lachen inne hielt.
    „Malfoy und ein paar andere!“
    „Ach deswegen steckt ihr immer beieinander?“
    „Ja“, antwortete ich nur knapp.
    „Weil ihr unseren kleinen Ausflug planen musstet?“, fragte er belustigt.
    „Es ist kein kleiner Ausflug und wenn ich du wäre, würde ich es nicht so auf die leichte Schulter nehmen!“, keifte ich ihn an.
    Langsam ging mir dieser Trottel auf die Nerven.
    „Und was soll ich überhaupt meiner Freundin Phoebe sagen, wo ich hingehe? Die wird sich doch fragen, was los ist!“
    „Das ist nicht mein Problem, erfind was. Ich hab meine eigenen Sorgen!“, erwiderte ich bestimmt.
    „Du meinst wohl, deine eigenen Männer!“, die Betonung lag auf dem Plural.
    „Du kannst mich mal!“, entgegnete ich kühl, drehte mich weg und ging mit erhobenem Haupt davon.


    Ich öffnete Gilderts Zimmer und trat ein. Die Tür war unverschlossen und ich kam ohne Probleme rein.
    Auf dem Bett sah ich Catherine liegen, die tief und fest zu schlafen schien.
    Ich ging zu ihr hin und legte ihr meine Hand an die Wange.
    Sie öffnete langsam die Augen und ich strich ihr über die Wange.
    „Alles ist gut, komm wir gehen ins Bett!“, flüsterte ich, legte meine Arme unter ihren Körper und hob sie hoch.
    „Aber du hast…“
    Ich legte meine Hand auf ihre Lippen.
    „Nichts habe ich. Ich liebe dich und das weißt du, du musst mir vertrauen und du weißt, du kannst mir vertrauen!“, erwiderte ich bestimmt und trug sie in mein Zimmer.
    „So einfach kommst du mir nicht davon!“, sagte sie, als ich sie sanft auf meinem Bett nieder ließ.
    „Das werden wir ja noch sehen!“, ich beugte mich über sie und gab ihr einen langen Kuss.
    Als ich mich schließlich neben sie legte und sie in meine Arme zog, lächelte sie mich an und ich küsste sie zärtlich.


    „Geh schon mal vor!“, sagte ich zu meiner Freundin, als ich die zwei Personen erblickte, die ich gesucht hatte.
    Catherine nickte und ging auf den Tisch zu, an dem bereits die anderen saßen.
    Ich dagegen ging zu einer Gruppe kichernder Mädchen hin und tippte Weaslebes Schwester auf die Schulter.
    Die drehte sich zu mir um und sah mich erschrocken und dann verwundert an.
    „Mitkommen!“, ordnete ich an und unter den mitleidigen Blicken ihrer Freundinnen trollte sie sich.
    Sie wollte anscheinend keine Szene machen.
    „McMillan!“, schrie ich und der Trottel, der gerade über seinem Abendbrotteller brütete, schreckte hoch und sah sich verpeilt um.
    „Herkommen!“, und so rief ich ihn auch gleich zu mir.
    Das erledigte ich am besten zusammen, dann musste ich nicht alles zwei Mal sagen.
    „Hast du gehört?“, wiederholte ich laut, als er immer noch nicht bei mir war.
    „Komm ja schon!“; konnte ich ihn maulen hören und er erhob sich widerwillig.
    Als er endlich angetanzt war und mich Weasley mit ihren fragenden Blicken schon fast ganz gelöchert hätte, konnte ich also beginnen.
    „Samstagabend sollt ihr euch bereit machen, dass ihr gemeinsam mit ein paar anderen Leuten, unter anderem auch mir“-ich legte eine eindrucksvolle Pause ein- „einen Auftrag erledigen müsst! Wie gesagt, nächsten Sonnabend brechen wir auf. Ich weiß nicht wohin, wie lange es dauert oder was passieren kann, also fragt mich erst gar nicht.“
    Die zwei starrten mich baff an und ich konnte mir ein süffisantes Grinsen nicht verkneifen.
    „Ist es ein Auftrag von Dumbledore?“, fragte Weasley nach einer Weile.
    „Nein“, antwortete ich kurz.
    „Von wem dann?“
    „Keine Fragen, hatte ich gesagt, ihr habt keine Wahl, ihr müsst mitkommen. Allerdings kann niemand für euer Wohlergehen garantieren. Guten Appetit!“, und damit verabschiedete ich mich und drehte mich um.
    „Hier geblieben!“, McMillan, der noch gar nichts gesagt hatte, hielt meinem gereizten Blick stand.
    „Was soll das alles? Warum wir?“
    „Das wirst du schon noch früh genug erfahren. Übe dich in Geduld!“, entgegnete ich und ging mit einem Grinsen auf den Lippen hastig davon.

    „Was wolltest du von den beiden?“, fragte mich Catherine, als ich mich neben sie gesetzt hatte.
    „Nichts wichtiges!“
    „Ach!“, stieß sie nur kurz aus und ich drückte ihre Hand unter dem Tisch.
    Sie und Gildert warfen sich schnelle Blicke zu und ich sah sie beide fragend an.
    „Was war das denn?“, mein Ton klang wohl etwas zu misstrauisch.
    „Ach nichts!“, antwortete Catherine, grinste mich triumphierend an und lächelte dann Gildert an.
    „Und schon Fortschritte mit deinen Aufgaben in Arithmatik gemacht?“, fragte mich Gildert und grinste mich überlegen an.
    „Das weißt du doch ganz genau!“, giftete ich ihn an und holte mir eine Semmel.
    „Wenn du mich drum bitten würdest, würde ich dir vielleicht helfen!“
    Ich durchbohrte ihn mit einem eisigen Blick.
    „Catherine, sag doch auch mal was. Dein schöner Freund erpresst mich!“
    „Tja Liebling, deine Arithmatik Aufgaben gehen mich überhaupt nichts an!“, erwiderte die nur und schob sich einen Löffel Suppe in den Mund.
    „Wir brechen übrigens morgen auf!“, informierte sie mich und nahm einen Schluck von ihrem Kürbissaft.
    „Wohin?“, ich musterte sie irritiert.
    „Na die magischen Wesen suchen!“, erklärte sie wie beiläufig und nicht so, als würde sie mir gerade eröffnen, dass sie sich ab morgen ohne mich in Lebensgefahr bringen werde.
    „Wir haben das doch alles schon durchgesprochen!“, stöhnte sie, als ich immer noch nichts dazu gesagt hatte.
    „Jaja schon gut!“, seufzte ich.
    Ich hatte sowieso keine Chance, ich hatte mich ja nicht das erste Mal wegen dieser Sache mit ihr gestritten und da sie ja ohnehin sauer war, wegen der Geschichte mit Sarah….
    Und dann würde ich ihr wenigstens nicht erklären müssen, warum ich Samstagabend schon wieder mit Sarah weg musste.
    Ich ließ ihre Hand los, legte sie um ihren Nacken und zog sie zu mir hin.
    Und während ich sie küsste, konnte ich hören, wie Gildert aufstand.
    „Ich werde dann mal, gut Nacht!“, waren das letzte, was ich von ihm diesen Abend hörte.
















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((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.