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Kampf um Himmels Willen 17

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1 Kapitel - 1.985 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.202 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier die Fortsetzung des letzten Kapitels!

    1
    „Ja“, bahnte sich seine knappe Antwort einen Weg durch meine Gedanken.
    Natürlich war es so, das hätte ich eigentlich gar nicht fragen brauchen.
    Warum sonst klang seine Stimme verzerrt.
    „Warum trägst du sie?“
    „Um mein Gesicht zu verbergen.“
    Ach nee.
    „Vor mir?“
    „Vor allen.“
    „Auch vor Voldemort?“
    „Er kennt mein Gesicht, aber ich trage sie auch bei ihm meistens.“
    „Warum willst du denn dein Gesicht verbergen?“
    „Um mich zu schützen.“
    Ich hätte nicht gedacht, dass er mir so viele meiner Fragen beantworten würde, auch wenn sie allesamt relativ unbedeutend schienen.
    Ich schwieg nachdenklich.
    „Welchen Sinn soll das denn haben?“, fragte ich schließlich.
    „So kann ich mein wahres Ich verbergen. So kann mir niemand meine Reaktionen ablesen, die mein Gesicht und meine Augen verraten würden.“
    Ich staunte erneut über seine Offenheit.
    Dann stand ich auf und näherte mich dem
    Fremden und blieb vor dem Gitter aus Eisenstangen stehen.
    Ich versuchte, die Maske unter der Kapuze zu erkennen, doch die Kapuze verstand es, sie zu verbergen und alles, was ich wahrnahm, war nur ein silberner Schimmer.
    „Außerdem trägt jeder eine Art Maske, ganz gleich, wie sie ausschaut. Selbst du, indem du versuchst, deine Gefühle zu verbergen, ganz gleich welcher Art, und ganz gleich wann, aber in jenem Augenblick trägst du eine Maske, und diese stellt dein verlogenes Ich dar“, fuhr der Fremde fort.
    Bitterkeit schwang in seiner verzerrten Stimme
    Meine Augen sahen genau dorthin, wo sie die seinen vermutete.
    „Nein“, sagte ich bestimmt.
    „Wir sind nicht die Masken, die wir tragen. Aber wenn wir sie aufsetzen, werden wir ihnen dann nicht gleich?“
    Ich konnte seine Verwirrtheit förmlich spüren.
    Ich konnte spüren, wie er mich anstarrte und als er einen Schritt zurückwich, wusste ich, dass ich einen wunden Punkt getroffen hatte.
    Ich hoffte bloß, dass ich nicht zu weit gegangen war.
    Wer weiß, was er mit mir anstellen würde…
    Hallende Schritte ließen mich zusammenfahren.
    Ich schaute in die Richtung, aus der die Schritte kamen und schon bald erschien ein Mann, der schwarzen, langen Umhang wehte bauschend hinter ihm her.
    Schnell machte der Junge einen Satz nach vorne, stieß mich mit dem Arm durch die Gitter zurück, so plötzlich und heftig, dass ich zurücktaumelte und zu Boden stürzte.
    Im Gegensatz zu dem anderen war die Kapuze des neu dazu kommenden Mannes zurückgeschlagen, er trug auch keine Maske und sein bleiches, leicht verzerrtes Gesicht war zu erkennen.
    Es war ein ältlicher Herr mit sehr strengen und harten Zügen. In seinen kalten braunen Augen lag ein grausamer Ausdruck.
    „Viperius“, begrüßte er den Jungen mit dem verborgenen Gesicht.
    Seine Stimme klang gefühllos und gefährlich.
    „Wie geht es dir?“
    „Bist du gekommen, um dich nach meinem Wohlergehen zu fragen, Yaxley?“, höhnte Viperius.
    Yaxley schenkte dem Jungen ein unechtes Lächeln.
    „Ich wollte nach der neuen Gefangenen schauen. Es ist Sarah Meier, habe ich gehört.“
    Er sah durch die Gitter und grinste mich spöttisch an. „Voldemort ist sehr froh darüber, sie hier zu haben.“
    Ich fröstelte erneut, als sein grausamer Blick mich traf.
    So durchbohrend, als wolle er es aus mir herausziehen, wieso ich für Voldemort offenbar so wichtig war.
    „Dann hast du sie ja jetzt gesehen und kannst wieder gehen.“
    Yaxley löste seinen Blick von mir und wandte sich wieder Viperius zu.
    Plötzlich zückte er seinen Zauberstab.
    „Gönne mir ein wenig Spaß“, sagte er listig und grinste irre.
    Yaxley richtete den Zauberstab auf mich.
    Ich erstarrte, und in diesem Augenblick wich Viperius zurück, griff gleichzeitig unter seinem Umhang und zog - zu meiner Überraschung - ein Schwert, lang und blendend silbrig, an dessen verziertem Schlangengriff ein roter Rubinstein funkelte und das Auge jenes listigen Tieres darstellte.
    Viperius setzte die scharfe Klinge an Yaxleys Hals an.
    Yaxley erstarrte und schielte Viperius aus den Augenwinkeln an.
    „Ich habe sie schon gefoltert und nur Voldemort und mir steht es zu, sie zu foltern... habe ich mich klar ausgedrückt?“
    Yaxley senkte seinen Zauberstab und bewegte vorsichtig seinen Kopf, sodass er den Jungen anschauen konnte.
    „Maßt du dir nicht zu viel an, junger Freund?“, presste er hervor, mehr aus ohnmächtiger Wut, denn aus Respekt.
    „Du bist derjenige, der sich zu viel anmaßt, Yaxley“, entgegnete Viperius schroff.
    „Ich werde es Voldemort melden und - „
    „Dann tu es“, schnappte Viperius und wischte Yaxleys Worte mit einer ungeduldigen Handbewegung fort.
    Das Schwert presste er fester an seinen Hals, sodass seichtes Blut über die Klinge lief.
    „Aber verschwinde von hier und wage es nicht, dich Gefangenen zu nähern, die dir nicht zustehen.“
    „Streit?“, mischte sich eine neue, unmenschliche Stimme ein und ich hätte beinahe aufgeschrien.
    Voldemort trat näher und betrachtete Viperius und Yaxley amüsiert.
    „Ihr wisst doch, dass ich keinen Streit in meinen eigenen Reihen dulde“, fuhr er fort und seine Stimme senkte sich zu einem leisen, lauernden Ton herab.
    „MyLord, Viperius hat mich bedroht und beleidigt“, würgte Yaxley hervor, versucht, Voldemort anzusehend, aber Viperius Klinge an seiner Kehle verhinderte dies.
    „Du musst Viperius verzeihen, Yaxley. Er ist manchmal so besitzergreifend“, ließ Voldemort verlauten, immer noch leise und gefährlich lauernd.
    Ich lauschte atemlos dem Gespräch.
    „Viperius“, bellte Voldemort nun im selben Ton fortfahrend. „Senke dein Schwert. Sofort.“
    Viperius zögerte, doch dann fügte er sich dem Willen des dunklen Lords und senkte das Schwert.
    Einen Augenblick lang sah es so aus, als ob Yaxley sich auf Viperius stürzen würde, aber offenbar hielt ihn die Anwesenheit Voldemorts ihn zurück.
    Sein Körper bebte vor Zorn.
    „Diese Schmach werde ich nicht so einfach hinnehmen, Viperius“, zischte Yaxley.
    Viperius, das Schwert in der Hand haltend, mit der Schwertspitze nach unten, sah ihn regungslos an.
    „Wunderbar... ein Duell“, sagte Voldemort.
    „Das wird ein unterhaltsamer Abend.“
    Er trat auf die Gitterwand zu, stellte sich somit zwischen Yaxley und Viperius und musterte mich.
    Hastig stand ich auf, wich zurück und versuchte, seinen Blick zu erwidern.
    Die Furcht ließ mich in Angstschweiß ausbrechen und ich schaffte es auch nicht, direkt in Voldemorts grausamen Augen zu blicken.
    „Du wolltest sie mit dem Cruciatus-Fluch belegen, Yaxley?“, fragte er ohne mich aus den Augen zu lassen.
    „Ähm, ja MyLord, wäre das falsch gewesen?“
    „Keineswegs.“
    Voldemort lächelte mich gefährlich an.
    Du widerlicher, mir fehlten angesichts dieser Erscheinung die Worte.
    Sämtliche Schimpfworte, die mir bekannt waren, waren zu harmlos, um Voldemort auch nur annähernd zu beschreiben.
    „Ich habe sie aber schon damit gefoltert“, mischte sich Viperius ein, einen Schritt nach vorne tretend.
    Ich versuchte ihr Erstaunen zu verbergen.
    Wieso behauptete er das?
    Schon, als er Yaxley angelogen hatte, war ich nahezu perplex gewesen... aber jetzt log er auch noch Voldemort an...!
    „Mh“, machte Voldemort.
    „Und sie steht Yaxley nicht zu“, fügte Viperius trotzig hinzu.
    Dieser schnappte nach Luft und wollte etwas erwidern, aber Voldemort hob die Hand und brachte ihn zum Schweigen.
    „Junge Leute können so unberechenbar sein“, sagte Voldemort und wandte sich nun Yaxley zu.
    „Ich überlasse Meier dem jungen Viperius, es würde dir keinen Spaß machen, jemanden wie sie zu foltern, glaube mir, Yaxley.“
    Der starrte Voldemort an.
    Voldemorts Augen verengten sich zu Schlitzen.
    „Du bist mit meinem Befehl nicht einverstanden?“, hakte er lauernd nach.
    Yaxleys Augen weiteten sich, dann senkte er schnell und ergeben den Kopf.
    „Doch, doch, MyLord, Euer Wunsch ist mir Befehl.“
    „Gut“, lächelte Voldemort.
    „Wie verläuft die Suche nach Potter?“
    Ich erstarrte.
    „Die Suchtrupps haben bisher nichts finden können“, erzählte Yaxley.
    „Soso“, machte Voldemort.
    „Sucht weiter, ich will Potter und seine Brut finden, ob tot oder lebendig ist mir gleich!“
    „Natürlich, MyLord.“
    „Wenn ihr sie nicht findet... nun denn, ich bin mir sicher, unser Plan wird aufgehen.“
    „Dessen bin ich mir auch sicher, es ist ein großartiger Plan“, versicherte Yaxley.
    „Wir werden heute Abend alles Weitere besprechen, nach deinem Duell mit Viperius.“
    Viperius ließ das Schwert fallen, das er in der Hand hielt.
    Es fiel mit lautem Geschepper zu Boden, so dass Voldemort und Yaxley und auch ich zu ihm herüberblickten.
    Voldemort runzelte die Stirn.
    „Ja, Viperius? Hast du etwas hinzuzufügen?“
    „Was ist mit dem Duell?“
    Voldemort starrte ihn an.
    „Das Duell mit Yaxley. Hast du vorhin nicht zugehört?“
    „Ich - „
    „Manchmal“, unterbrach Voldemort seinen „Schüler“, und sagte zu Yaxley, ohne den Blick von Viperius zu lassen,
    „ist er etwas unaufmerksam, so scheint es mir.“
    „MyLord, ich kann Viperius ja verstehen, ein Duell muss wirklich nicht sein. In seinem Alter hätte ich sicherlich auch so ungestüm gehandelt“, räumte Yaxley ein.
    Ich blinzelte über seinen plötzlichen Stimmungswandel.
    Hatte er etwa Angst gegen Viperius zu verlieren?
    „So?“ Voldemort löste den Blick von Viperius und wandte sich zu Yaxley.
    „Nun denn... wie ihr es wollt, es ist mir gleich. Hauptsache... unser Plan geht auf. Und Viperius... entschuldige dich bei Yaxley.“
    Mit diesen Worten rauschte Voldemort davon, allerdings nicht ohne mir einen höhnischen und Viperius einen unheilverheißenden Blick zuzuwerfen.
    „Entschuldige, Yaxley“, sagte Viperius steif.
    Dieser lächelte kalt.
    „Aber das ist doch schon in Ordnung, Viperius“, sagte er freundlich, doch der Ausdruck in seinen Augen strafte seiner Freundlichkeit Lügen.
    Er klopfte Viperius väterlich auf die Schultern, dann schritt er davon.
    Schweigend musterte ich den Jungen, der in die Leere starrte und als die Schritte Yaxleys verklungen waren, trat ich wieder ans Gitter.
    Viperius bückte sich, hob sein Schwert auf und steckte es wieder unter seinem Umhang weg, sodass man es nicht mehr sehen konnte.
    „Warum hast du das getan?“, flüsterte ich, mit meinen Händen die Gitterstäbe umschließend.
    Es dauerte eine Weile, bis Viperius sich zu mir wandte.
    „Bist du etwa nicht froh, der Folter entkommen zu sein?“
    „Doch“, sagte ich hastig.
    „Doch“, wiederholte ich ruhiger.
    „Das bin ich... ich bin dir auch sehr dankbar dafür... auch wenn ich nicht weiß, welchen Plan du dabei verfolgst.“
    „Plan?“
    Ich war mir sicher, dass er unter seiner Maske und der Kapuze lächelte.
    Und das gar nicht mal so höhnisch, sondern vielleicht sogar…
    „Ausnahmsweise habe ich damit keinen Plan verfolgt“, gestand er.
    Ich legte den Kopf schief und musterte ihn noch forschender.
    Log er mich an oder meinte er es wirklich ehrlich?
    „D-danke“, murmelte ich unsicher.
    Ich war es nicht gewöhnt, mild gestimmte Anhänger von Voldemort vor mir zu haben.
    Viperius trat näher ans Gitter heran, und blieb ganz dicht davor stehen.
    Er schien mich aus seiner Maske anzustarren und bevor ich ihn genauer mustern konnte, drehte er sich um und eilte davon, mit flatterndem Umhang.

Kommentare (2)

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Amy Potter (68775)
vor 634 Tagen
Ich habe deine Ff jetzt ganz gelesen und echt SUPER
Trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
1. Es kommen Personen vor, die in den Büchern längst tot sind.
(Sirius ,Dumbeldore, Moody ...)
Wenn du dich nicht an das Buch hältst, schreib es dazu.
2.Du lässt Leute nochmal auftauchen, die du umgebracht hast.
( Diggory stirbt, aber danach wird er irgendwann noch einmal erwähnt. )
3. Das mit Ginny s "Wiederauferstehung" ist unlogisch.
4. Es wird immer unlogischer und schwerer zu verstehen.
5. (Ich weiß, dass ich das schonmal geschrieben habe)
Bitte schreib dazu, wessen Sicht es ist, man kommt echt durcheinander.
6. Deine ff verdient ein Ende.
Ich wusste am Ende gar nicht mehr, wer von deinen Charakteren eigentlich noch lebt. Wäre auch toll, wenn du erzählst, wie es mit den
(Haupt- ) Personen weitergeht.
z.B. Was wird aus Sarah und Harry/Oliver
Draco und Catherine
Amy Potter (29223)
vor 728 Tagen
Zwei Kritikpunkte:
1 Hermine und Ron sind mit Harry weg.
2 Es wäre toll wenn du Zeitpunkt und Sicht
hinschreibst ( 7. Jahr, VgddK. ... Sicht )
Ansonsten ♥♥♥