Kampf um Himmels Willen 14

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 886 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.005 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Weiter geht es!

    1
    Maskierte Wunder

    Ich saß auf einem kleinen Hocker aus Holz in einem trostlosen, kalten Verlies.
    Drei Steinwände umringten mich, die vierte war eine Gitterwand aus dicken Eisenstangen, wo sich davor ein schmaler Flur schlängelte, ein Stuhl stand vor ihrem Verlies, verlassen und einsam - so wie ich.
    Ich zitterte und mein Herz klopfte wie verrückt.
    Kurz danach, nachdem ich Voldemort erkannte, war ich bewusstlos geworden.
    Ich erinnerte mich noch, wie Voldemort mich kalt und zufrieden anlächelte, seinen Zauberstab auf mich richtete und etwas sagte, dann nahm mir erbarmungslose Schwärze das Bewusstsein und als ich aufwachte, lag ich hier in dem dunklen Verlies auf dem kalten Boden.
    Ich wusste nicht, wieso man mich nicht getötet, sondern gefangenen genommen hatte, ich wusste nicht, was man mit mir vorhatte und ich mochte nicht daran denken.
    Ich hatte Angst.
    Furcht.
    Das Zittern wollte nicht aufhören und die düsteren Gedanken wollten nicht aus meinem Kopf verschwinden.
    Ich dachte an die anderen. Waren sie entkommen? Lebten sie noch?
    Ich hoffte es. Ich hoffte es so sehr...
    Was ist, wenn sie dachten, ich wäre tot?
    Ich sah Oliver, wie er sich der Verzweiflung hingab... nein... nein, das durfte er nicht denken!
    Aber wer sollte ihm schon sagen, dass ich noch lebte? Lebte und hoffte, er und die anderen würden kommen, um mich zu befreien?
    Ein lauter Schluchzer entfuhr mir, und dann legte ich den Kopf auf meine Knie und begann hemmungslos zu weinen.
    Leise und scheinbar bedächtig, doch mein Herz verkrampfte sich so sehr, dass ich am liebsten aufgeschrien hätte.
    „Hat das arme, kleine Mädchen Angst?“, spottete jemand plötzlich.
    Ich fuhr erschrocken hoch, blinzelte die Tränen aus meinen Augen, um klarer sehen zu können und sah durch die Gitter eine schlanke, hochgewachsene Gestalt im bodenlangen, schwarzen Umhang vor dem Verlies direkt neben dem Stuhl stehen, das Gesicht in eine weite Kapuze versteckt.
    Die jugendliche Stimme hatte verzerrt geklungen, aber die Kälte und der Spott waren nicht zu überhören gewesen.
    Es musste derjenige gewesen sein, der mich auf dem Friedhof verfolgt und gefangen genommen hatte.
    Schnell wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht.
    Ich stand nicht auf, ich starrte ihn nur an, nun froh, dass die Gitterwand uns beide voneinander trennte.
    Ich holte tief Luft und fasste meinen ganzen Mut zusammen.
    „Bist du gekommen, um dich an mein Leid zu ergötzen?“, fragte ich, versucht, sicher zu klingen und sah ihn aus einer Mischung aus Furcht und Verachtung an.
    Wobei die Verachtung überwog.
    „Vielleicht, aber es macht keinen Spaß“, gab ihr Gegenüber unverwandt zu.
    Die Verachtung für diesen vermeintlichen Todesser wuchs und wuchs.
    „Und wer bist du?“
    „Kein Todesser, wie du bestimmt angenommen hast.“
    Kein Todesser?
    „Aber ich arbeite für Voldemort.“
    Als ob das nicht das Gleiche wäre…
    „Und... und wieso bin ich gefangen genommen worden?“
    Der Fremde lachte leise, es war kein echtes Lachen, es war ein fieses und höhnisches Lachen.
    Abrupt hörte er damit auf.
    „Weil du ein Feind bist, was glaubst du denn sonst, wieso.“
    Ja, ach nee…
    Ich runzelte mit der Stirn.
    Ich fürchtete mich immer noch, aber ich verachtete den Fremden auch, so wie alle anderen, die für Voldemort arbeiteten und sich freuten, wenn sich ihre Gefangene hilflos und verzweifelt fühlten.
    „Ich dachte immer, eure Feinde würden getötet werden...“, wandte ich zögernd ein.
    Dann hielt ich den Atem an.
    Ich saß definitiv am kürzeren Hebel…
    „Werden sie auch“, erwiderte der Fremde mit seiner verzerrten und kalten Stimme.
    „Aber mit einigen haben wir noch etwas vor, ehe sie getötet werden.“
    Mein Herz stand kurz still, dann machte es einen Hüpfer vor Schreck.
    Ich konnte es förmlich spüren, dass er grinste, obwohl ich es nicht sehen konnte.
    Ich ermahnte mich, zu atmen.
    „Und... und was hat man mit mir vor?“, meine Stimme zitterte.
    „Das wirst du schon früh genug merken.“
    Das befürchtete ich auch.
    Dann schritt der Anhänger Voldemorts davon und Ich fragte mich, wieso er eigentlich gekommen war... wahrscheinlich, um sich wirklich an meinem Leid zu ergötzen.
    Ich versuchte mir vorzustellen, was man mit mir vorhaben könnte... ihr Informationen
    zu entlocken, selbstverständlich - und Panik ergriff mich.
    Nein... nein, ich durfte nichts verraten... ich durfte es nicht, aber würde ich der Folter standhalten? Sicherlich nicht... meine Gedanken kreisten in meinem Kopf herum und wurden zu einem Strudel, der mich erfasste und schwindelig werden ließ.
    Ich bekam nicht mehr mit, wie ich vom Hocker sank und sanft zu Boden glitt.

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.