Kampf um Himmels Willen 13

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1 Kapitel - 1.409 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.158 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Was sollen wir tun?

    Ich sah in weiter Ferne eine weiße Feuersalve in den Himmel zischen und war erleichtert.
    Die befreiten Kinder waren in Sicherheit.
    „Weg hier“, brüllte ich, mit dem Sonorus-Zauberspruch meiner Stimme einen lauten Klang verleitend.
    Ich schwang mich auf meinen Besen, viele meiner Freunde taten es mir nach und wir stießen uns in die Höhe.
    Die Todesser sahen uns erbost nach, wild umherblickend nach jenen, die nicht schnell genug waren.
    „Avada Kedavra“, zischte mein Vater kalt und ich sah einen grünen Lichtstrahl.
    Dann hörte ich Wood aufschreien und ich bemerkte, wie Katie Bell leblos vom Besen fiel.
    Es wurden wieder mehrere Todesflüche auf uns gehetzt, aber diesmal wurde niemand getroffen.
    „Neeeeiiiinnn“, schrie Wood, er wollte wieder landen, zu Bell laufen, doch ich packte ihn und hielt ihn zurück, während ich ihn zwang, in die Höhe zu fliegen.
    „Katiiiieee“, schrie Wood.
    „Avada Kedrava“, brüllte er, seinen Zauberstab blindlings auf einen Todesser richtend, aber es passierte nichts.
    „Oliver, es nützt nichts, wenn du jetzt stirbst, Katie hätte das nie gewollt“, brüllte Ron.
    Ich starrte hinunter, Hass stieg in mir auf, unstillbarer Hass.
    Die Todesser, ohne Besen, sahen uns von unten wütend zu, wie wir flohen, immer noch versuchend, uns zu töten, aber wir waren glücklicherweise schon bald in Sicherheit.
    Einige Todesser riefen mit <Accio> ihre Besen herbei, doch es würde etwas dauern, bis diese ans Ziel kamen.
    „Schnell, bevor ihre Besen ankommen“, rief Blaise.
    In rasendem Flug hetzten wir zur Flucht, es dauerte nicht lange, bis wir unseren Zwischenstopp erreicht hatten.
    Es war ein kleines, unterirdisches Höhlensystem in einem Wald.
    Die befreiten Kinder saßen schon in einer der Haupthöhlen und wurden von Pansy und Niebler gut zugeredet.
    „Oliver“, hörte ich Nieblers verzweifelte Stimme.
    Alarmiert rannten ich und die anderen in die Höhlen, Niebler kam uns schon entgegen.
    „Ist Sarah bei euch?“
    Sie war blass und ihre Augen waren weit aufgerissen.
    „Nein“, antwortete Wood und sah Niebler entsetzt an.
    Wood wurde noch blasser und starrte Pansy und Theresa abwechselnd an.
    „Wo ist sie?“, brüllte er los.
    Er stürzte hervor, packte Pansy und schüttelte sie.
    „Wood, lass ihn los“, rief ich energisch und riss Wood von Pansy los.
    Diese stolperte ein paar Schritte zurück und hatte immer noch den erstarrten, schockierten Ausdruck in ihren weit aufgerissenen Augen.
    „Sie war hinter uns, ich... ich hatte den Weg abgecheckt und gesichert und als ich... und als ich zurückkam, erzählte Theresa, Sarah wäre einfach davongerannt, so 'ner Gestalt entgegen, das muss... das muss ein Todesser gewesen sein“, erzählte sie hektisch.
    Wood heulte auf und Pansy ging schnell ein paar Schritte zurück.
    „Ich kann nichts dafür! Wir müssen sie suchen!“
    Seit wann war sie so loyal?
    Diesmal ging sie vor, wollte sich an Wood vorbeidrängeln, doch er hielt ihn fest.
    „Du bleibst hier!“, befahl er energisch.
    „Natürlich gehen wir sie suchen“, sagte Ron im gleichen Augenblick.
    „Das geht nicht“, mischte sich Blaise ein.
    „Was geht nicht?“, fragte Hermine, die zu den Kindern gerannt war und nichts mitbekommen hatte.
    „Sarah ist fort“, rief Wood verzweifelt.
    Hermine erstarrte und wurde blass.
    „Nein“, hauchte sie.
    „Niemand geht, wir dürfen nicht zurück, es würde noch jemand sterben!“, sagte Blaise mit einer Stimme, die keine Widerrede duldete.
    „Sarah ist nicht tot“, heulte Oliver wütend auf.
    Ich starrte ihn an.
    „Aber Katie Bell“, murmelte ich.
    Er war doch dabei gewesen.
    Es musste doppelt schlimme für ihn sein.
    Erst eine seiner besten Freunde und dann seine Freundin.
    „Tot?“, wiederholten die anderen fassungslos.
    „Und Sarah kann es auch sein, wenn wir sie nicht suchen“, zischte Wood.
    Er hatte Tränen in den Augen.
    „Oliver, dann töten sie uns!“, Hermine schrie schon fast.
    „Ich würde auch am liebsten sofort los und sie suchen, aber wir müssen abwarten! Sie könnte tot sein und wenn sie es wäre, würden wir es erfahren, wenn man sie gefangen genommen hat, würde man sie nicht töten, weil sie dann schon längst tot wäre, sonst hätte man sie nicht gefangen genommen!“
    „Oliver, sei vernünftig, es würde dein eigener Tod bedeuten“, redete Seamus auf ihn ein.
    Doch Wood schüttelte heftig den Kopf, wollte hinaus, doch Semaus und Dean stellten sich ihm in den Weg, packten ihn und zerrten ihn mit Gewalt in die Haupthöhle.
    Die anderen folgten ihnen rasch.
    Müde seufzte ich.
    „Was machen wir jetzt?“, fragte Blaise leise.
    Ich sah ihn an.
    „Sobald wir zurück sind, finden wir heraus, was mit Sarah passiert ist“, versprach ich.
    Ich wusste, dass er gewisse Gefühle für dieses Mädchen entwickelt hatte, auch wenn er sonst nicht der Typ für so was war.
    Und meine Freundin würde ausrasten, wenn ich heim kam und ihr erzählen würde, dass ihre beste Freundin gefangen genommen, oder gar tot war.
    Aber Sarah konnte tot sein, niemandem nützte es, wenn sie sich planlos und von Gefühlen verblendet, in die Gefahr stürzten.
    Ich ging mit Blaise zusammen in die Haupthöhle hinein.
    Die anderen saßen in Gruppen in der Höhle, bedrücktes Murmeln war zu hören, einige saßen bei den Kindern und befragten sie, Theresa weinte bitter und einige versuchten sie zu trösten, obwohl sie selber traurig waren.
    Drei Kinder eilten auf uns zu.
    „Du bist Draco Malfoy, nicht wahr?“, quiekte eines davon.
    Ich nickte.
    „Und wie ist dein Name?“
    „Ich bin Marlies. Ihr... ihr seid wahre Helden“, sagte das Mädchen und pure Dankbarkeit lag in ihren braunen Augen, erfüllt mit Ehrfurcht und Bewundern.
    „Danke“, fügte ein Junge mit blondem Haar hinzu.
    Er lächelte.
    „Wir wären gestorben, wenn ihr nicht voller Heldenmut gewesen wärt.“
    Ich lächelte traurig.
    Von einem Held war ich Welten entfernt.
    Doch für diese Kinder würden ich und meine Freunde immer Helden bleiben.
    Ich ließ Blaise bei den drei Kindern und eilte Granger, die an einer Höhlenwand gelehnt auf dem Boden saß, das Gesicht in ihre Hände vergraben.
    „Wieso“, murmelte Wood, der neben ihr saß.
    Hermine nahm seine Hand, während ihr still Tränen über das Gesicht liefen.
    Wood sah auf und ich blickte in weinende Augen.
    „Wieso?“, wiederholte er verzweifelt.
    „Vielleicht haben sie Sarah gefangengenommen... dann werden wir sie retten“, versuchte Hermine Wood Mut zu machen.
    „Das glaubst du doch selber nicht“, entgegnete dieser.
    „Machen wir uns nichts vor... Sarah ist tot, genauso wie Katie.“
    Schweigen.
    Ich hätte ja auch was gesagt, aber mir fiel einfach nichts ein.
    „Ich möchte hinaus und sie suchen, um Gewissheit zu finden! Um sie mitzunehmen“, fuhr Wood fort.
    „Aber das können wir jetzt nicht. Draußen herrscht Gefahr, gerade jetzt... wir müssen warten“, sagte Hermine leise.
    „Ich weiß. Und dafür hasse ich diese Welt. Ich hasse sie... ich hasse alles an ihr“, schluchzte Wood.
    Ich hatte die gleichen Gedanken und gerade diese erfüllten mich mit ohnmächtiger Wut und Verzweiflung, beides schon bald vom Hass übertrumpft.
    Hass auf Voldemort, der ihre Leben zerstören will, seine Freunde auseinandergerissen und Angst und Schrecken verbreitet hatte. Hass auf Voldemort und seine Anhänger, die Katie auf dem Gewissen hatten und Sarah!
    Hass auf meinen Vater.
    Hass auf mich, weil ich denen mal angehört hatte.
    Ich empfand nur noch Hass... und nichts anderes mehr.

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