Kampf um Himmels Willen 11

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1 Kapitel - 3.102 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.351 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Und weiter geht es!

    1
    Wer die Wahrheit hören will…


    Am frühen Abend klopfte ich an Dracos Schlafzimmertür an.
    „Was“, ertönte seine Stimme im genervten Tonfall. Aber leiser als sonst.
    Ich öffnete die Tür und trat mit Hermine und Ron zusammen ein.
    Draco stand an seinem Fenster, das sich genau gegenüber von der Tür befand, und starrte hinaus.
    Ich sah zu seinem Bett, in dem Catherine friedlich schlief.
    Sie war in letzter Zeit ständig müde, doch hielt sie sich den Umständen entsprechend immer recht tapfer.
    „Seid leise! Sie ist gerade erst eingeschlafen!“, herrschte uns Draco an.
    Selbst, wenn er flüsterte, klang er bedrohlich.
    Wir nickten.
    Ich traute mich erst gar nicht, was zu sagen.
    Die untergehende Sonne tauchte den blauen Himmel in scheinbar unnatürlichen Farben und ließ ihn erleuchten. Vögel schienen ihr entgegenzufliegen.
    Ron schloss vorsichtig die Tür und Draco drehte sich zu ihnen um.
    Die letzten Sonnenstrahlen schienen direkt durch das Burgfenster und ließen nur die Silhouetten Dracos erkennbar.
    „Sieht aus, als ob ihr eine Verschwörung planen würdet“, ließ er nun von sich vernehmen, seine Stimme war voller Spott.
    Hermine, Ron und ich konnten nur die Umrisse seines Gesichtes sehen, das rote Sonnenlicht machte genauere Beobachtungen unmöglich.
    „Eine Verschwörung gegen wen?“, fragte Hermine belustigt.
    „Eine Verschwörung gegen den Weltherrscher.“
    Der Spott aus Dracos Stimme war verschwunden, er klang kühl und unberechenbar und es war offensichtlich, dass er sich mit Weltherrscher meinte.
    Und wovon träumte der nachts?
    Ich fing an, nervös zu lachen, war aber recht schnell wieder still.
    Ron schnaubte bloß.
    Nur Hermine verzog keine Miene.
    „Was wollt ihr?“, wollte Draco nun wissen.
    „Und was ist - „, er deutete auf die Phiole in Hermines Hand,
    „damit?“
    „Das ist eine Phiole.“
    „Das sehe ich auch, Granger“, höhnte Draco.
    Hermine warf Ron einen Blick zu, woraufhin dieser langsam zu Dracos Couch schlenderte und kurz davor stehen blieb. Sie stand rechts von der Tür in der Mitte an der Wand und zeigte in den Raum hinein.
    „Wir wollen dir was zeigen“, erklärte Hermine und deutete Draco an, sich auf sein Sofa zu setzen.
    „So?“
    Draco klang eindeutig misstrauisch und machte nicht die geringsten Anstalten, sich vom Fenster fortzubewegen.
    „Angst?“, fragte Hermine spöttisch und kalt zugleich.
    Endlich trat Draco vom Fenster weg, die milden Sonnenstrahlen blendeten mich etwas, doch wenigstens konnte ich Draco wieder klar beobachten.
    Draco hatte seinen Zauberstab gezückt und war auf seine Couch zugegangen, wo Ron stand. Zwei Schritte davor blieb er stehen, so, dass er uns alle drei im Auge haben konnte.
    „Was soll der Zauberstab, Malfoy?“, fragte Hermine.
    Sie versuchte, ihre Nervosität zu verbergen, doch sie schaffte es nicht ganz.
    Ich merkte sie ihr genau an.
    „Ich traue euch nicht“, entgegnete Draco lauernd und in seinen eisgrauen Augen flackerte es gefährlich auf.
    „Angst“, stellte Ron genüsslich fest und grinste.
    Draco richtete seinen Zauberstab auf Ron.
    Rons Grinsen erstarb und binnen einer Sekunde hatte er ebenfalls seinen Zauberstab gezückt. „Wenn ich dich gleich in eine kleine, miese Ratte verwandele, werden wir sehen, wer hier von uns Angst hat“, warnte Draco verächtlich.
    Wie konnte Catherine bei diesem Lärm schlafen?
    Ich sah zu ihr hinüber.
    Und erst jetzt sah ich die Steine, die an den Ecken des Bettes verteilt waren.
    Draco hatte wohl einen Schutzzauber über sie oder das Bett gelegt, sodass weder Lärm noch irgendwas anderes eindringen konnte.
    Jedenfalls nur in Maßen.
    Wie paranoid war Draco eigentlich?
    In seinem eigenen Schlafzimmer einen Schutzzauber.
    Aber er war wohl einfach besorgt.
    Und wenn ich mich recht entsann, waren wir das doch alle.
    Alle um jeden.

    Ron machte Anstalten, etwas auf Malfoys Drohung zu erwidern, doch dann schüttelte er nur die Faust.
    Er wollte sich wohl lieber nicht auf einen Duell mit Draco einlassen, solange dieses auf Zauberei beruhte.
    Hermine ging nun langsam auf Draco zu.
    „Malfoy, wir wollen dir was zeigen, okay? Und nicht irgendwelche Zauberduelle spielen, um zu wissen, wer der Bessere ist.“
    Und wieso macht ihr so schuldbewusste Gesichter?“, fragte Draco gefährlich leise.
    „Ich mache kein schuldbewusstes Gesicht“, empörte sich Ron.
    „Okay, mit Ausnahme von Weasley...“, räumte Draco ein.
    „Sei leise!“, zischte Draco und warf einen Blick auf seine Freundin.
    „Ganz einfach“, fuhr Hermine fort.
    Sie stand etwa einen Meter von Draco entfernt, Ron zwei.
    Ich hielt mich lieber im Hintergrund.
    Hermine lächelte Draco vorsichtig an, was dieser mit zu Schlitzen verengten Augen wahrnahm.
    Ich stand immer noch schweigend vor der Couch und beobachtete die anderen.
    „In dieser Phiole ist ein Trank, den wir für Voldemort zusammengebraut haben“, fuhr Hermine fort.
    Ron kam einen Schritt näher, während Draco die Phiole nun interessierter als zuvor, betrachtete.
    Dabei wendete er den Blick von Hermine und mir ab - und schon stürzte sich Ron auf Draco. Draco keuchte auf, weil er damit nicht gerechnet hatte und taumelte unter Rons Gewicht rückwärts.
    Doch ich war mit einem Sprung hinter Draco herbeigehechtet und schubste den sich wehrenden Draco aufs Sofa.
    Ich hatte schnell wieder losgelassen.
    Draco und Ron hatten so viel Schwung drauf, dass sie auf der anderen Seite der Couch wieder runterfielen, und sie wälzten sich auf dem Boden, doch Ron war der Stärkere. Nach einigem Gerangel und Beschimpfungen saß Ron auf Draco, der der Länge nach auf dem Rücken lag, und drückte dessen Arme brutal auf den Boden.
    Mit der Ruhe war es nun endgültig vorbei.
    Dracos Zauberstab rollte aus seiner linken Hand.
    „Verdammt, was soll das“, keuchte Draco nun.
    Hermine und ich knieten sich neben ihn hin.
    „Ein kleines Spiel“, lächelte Hermine.
    „Tut mir leid, dass ich dich angelogen habe.“
    Und ehe Draco darauf etwas erwidern konnte, hielt er Dracos Nase zu.
    Dracos Gegenwehr wurde heftiger, doch Rons Griff war eisig.
    Hermine schraubte schnell den Verschluss der Phiole auf und wartete.
    Dracos Augen waren fast schwarz vor Aufruhr und hektisch blickte er zu Phiole.
    Da er keine Luft bekam, röteten sich seine sonst so blassen Wangen, und endlich öffnete er den Mund, um zu atmen.
    Genau in diesem Moment hielt Hermine die Phiole an Dracos Mund und gerade, als er den Kopf wegdrehen wollte, floss die Flüssigkeit in ihn herein.
    Draco wollte die Flüssigkeit wieder ausspucken, doch seine Lunge verlangte nach Sauerstoff und aus Reflex schluckte er es runter, um endlich wieder Luft zu kriegen.
    Ron ließ wieder los und sah Draco gespannt an.
    „Es müsste sofort wirken“, sagte Hermine.
    „Was war das für ein Zeug“, stieß Draco hervor.
    „Ein Wahrheitstrank. Weißt du noch? Haben wir bei Snape gelernt“, antwortete Hermine listig, während Ron in höhnisches Gelächter ausbrach.
    Irgendwie fand ich die ganze Sache doch nicht mehr so toll wie vor einer halben Stunde.
    „Was ist hier los?“, konnte ich nun Catherines Stimme vernehmen.
    Ich sah zu ihr rüber und sie blickte mich mit fragend an.
    Dann sah sie Draco am Boden und stand rasch auf.
    „Was macht ihr mit ihm?“, schrie sie Hermine an und kam auf uns zu.
    Dracos Gegenwehr brach abrupt ab, und er versuchte das Zittern zu unterdrücken.
    „Alles in Ordnung, Liebling. Sorg dich nicht!“, presste er hervor.
    Doch pure Verzweiflung stand in Dracos Augen geschrieben, die übliche Kälte war verschwunden.
    „Nichts ist in Ordnung!“, meinte Catherine wütend.
    „Lasst ihn sofort los!“, fuhr sie Hermine an.
    „Erst wenn er uns ein paar Fragen beantwortet hat!“, Ron blieb anscheinend standhaft.
    „Sie haben ihm nur ein Veritasserum eingeflößt!“, versuchte ich zu vermitteln.
    „Achso, nur ein Veritasserum. Ich glaub, ich spinn.“, kam es abweisend von Catherine, die Draco besorgt musterte.
    Dieser fing ihren Blick ein und holte tief Luft.
    „Dafür werde ich mich rächen!“, brüllte er plötzlich los, voller Zorn und Hilflosigkeit.
    „Sei still, verdammt“, fuhr Hermine ihn nur an.
    „Also, von wem hast du die Informationen?“, fuhr sie unbeirrt fort.
    Draco starrte sie an, als stünde der Weltuntergang bevor.
    „Das geht dich nichts an“, würgte er, gegen den Trank in seinem Körper ankämpfend.
    „Von wem hast du die Informationen?“, wiederholte Hermine erbarmungslos und Ron verstärkte seinen Griff.
    Draco keuchte auf, sein Atem ging unregelmäßig, die Röte aus seinem Gesicht verschwand und seine Blässe trat hervor. Schweißperlen standen auf seiner Stirn, die Augen weit aufgerissen.
    Catherine starrte uns finster an.
    Doch wusste sie, dass sie wenig ausrichten konnte.
    Doch würde ich ihre Wut bestimmt noch die nächsten Tage zu spüren bekommen.
    Man sah Draco an, dass er einen vergeblichen Kampf führte, einen Kampf gegen einen Zaubertrank, der den Körper schon längst besiegt hat und jetzt seinen letzten Funken des seelischen Widerstandes brach.
    In meinem Gesicht stand nun Besorgnis.
    Vielleicht hatten wir zu viel von dem Trank genommen?
    Wir hatten schon sowieso mehr genommen, als die übliche Dosis, damit Dracos Wille auch wirklich gebrochen wurde, aber...
    „Von meiner Mutter“, presste Draco gegen seinen Willen hervor.
    „Von - wow“, rief Hermine erstaunt aus.
    „Wir dachten schon, es wäre dein Vater gewesen, der dich wieder auf seine Seite zu locken versucht. Und wieso triffst du dich mit ihr?“
    Draco verzog das Gesicht vor Schmerz, inzwischen war sein Haar nass vor Schweiß und sein Atem ging immer unregelmäßiger.
    „Weil sie keine Gefahr darstellt.“
    Ich sah ihn mitleidig an.
    „Sie steht nicht auf Voldemorts Seite?“
    „Granger“, stieß Draco verzweifelt aus.
    „Gib mir den Gegentrank.“
    „Erst, wenn du uns die Fragen beantwortet hast.“ Hermine blieb unnachgiebig.
    „Steht sie nicht auf Voldemorts Seite?“
    „Nein“, stöhnte Draco und biss sich kurz darauf auf die Unterlippe.
    „Wo triffst du dich mit ihr?“
    „Verschieden.“
    „Und wieso hast du uns nichts davon erzählt?“, fragte sie weiter.
    „Um sie nicht in Gefahr zu bringen.“
    Dracos Atem wurde flacher. Seine Gegenwehr hatte völlig aufgehört.
    „Und ihre Informationen sind absolut sicher?“ Ich sah Draco durchdringend an.
    „Ja, sind sie.“
    „Weiß sie irgendetwas von uns?“
    „Sie stellt nie Fragen, außer nach meinem Wohlergehen.“
    „Wieso hast du dich auf unsere Seite geschlagen?“, fragte Ron plötzlich grinsend.
    In Dracos Augen flackerte es auf, war es Furcht?
    „Weasley, du - „, presste Draco mühsam hervor.
    Doch plötzlich klopfte es und die Tür wurde aufgestoßen und Blaise trat herein.
    „Draco, haben du und Catherine jetzt - „, er sah alarmiert aus und als er Draco auf dem Boden liegen sah, Ron auf seinem Magen sitzend, und Hermine und mich daneben, stieß sie einen empörten Schrei aus.
    Hermine sprang auf und rannte zur Tür und schlug sie zu.
    „Blaise“, fing sie hastig an und wollte sie festhalten, doch Blaise rannte schon zu Draco.
    „Zum Glück bist du da!“, meinte Catherine und sah ihren Freund dankbar an.
    Blaise nickte ihr zu und stieß Ron herunter, verpasste ihm eine schallende Ohrfeige.
    „Au!“
    Wütend rieb Ron sich die Wange, während er sich wieder aufrappelte.
    „Draco?“, fragte Blaise besorgt.
    Draco setzte sich mühsam auf, sein Atem ging immer noch unregelmäßig und er zitterte auch weiterhin.
    „Was habt ihr mit ihm gemacht?“, fuhr Blaise die anderen an, er wirkte ruhig, aber sein bebender Körper bewies, dass er zornig und empört war.
    „Ihn mit dem Wahrheitstrank gezwungen, seine Informationsquelle zu nennen“, antwortete Hermine müde.
    Blaise schnappte nach Luft.
    „Ihr hättet ihn auch vernünftig fragen können!“, wandte der Slytherin ein.
    „Oh ja“, Hermine lachte kurz auf.
    „Und er hätte uns auch vernünftig geantwortet“, entgegnete sie sarkastisch.
    „Wo ist der Gegentrank?“, wollte Blaise wissen und schaute Hermine böse an.
    „Hier.“ Schnell holte Hermine eine zweite Phiole hervor und gab sie Blaise.
    Dieser öffnete sie und gab sie Draco.
    Mit zitternder Hand nahm er sie, setzte sie an seine Lippen und trank die Flüssigkeit mit einem Zug leer.
    Wieder rann brennende Flüssigkeit durch seinen Körper und ließ ihn stärker erzittern, als zuvor.
    Dann war alles wieder okay, langsam regenerierte sich sein Körper anscheinend wieder, sein Atem wurde allmählich normal und das Zittern hörte auf.
    „Ihr spinnt ja total, was sollte das?“, polterte Blaise schließlich los.
    Er stand auf und blitzte Hermine, Ron und mich aus seinen grünen Augen erbost an.
    „Ständig predigt ihr von Zusammenhalt und was macht ihr? Ihr ignoriert eure eigenen Wörter und fällt über Draco her! Das wird ein Nachspiel haben, ihr werdet als Anführer oder was auch immer abgewählt, dafür werde ich sorgen!“
    Blaises Stimme hatte einen zornigen Ton angenommen und Hermine und Ron machten sich allmählich Sorgen.
    Ich ohnehin.
    Sind wir wirklich zu weit gegangen?
    Ohne, dass die anderen es bemerkten, griff Draco nach seinem Zauberstab.
    „Granger?“, fragte er mit schwacher Stimme und machte sich erst gar nicht die Mühe, aufzustehen.
    Alle sahen zu Draco herab.
    In seinen eisgrauen Augen stand eine derartige Kälte, die Ich nie zuvor gesehen hatte.
    Catherine kannte offenbar den Ausdruck in Dracos Augen. „Lass es, Draco…“
    Draco richtete seinen Zauberstab langsam auf Hermine.
    „Draco! Das bringt jetzt nichts, du - „, sie hielt ihren Freund verzweifelt am Arm.
    „Crucio“, murmelte er.
    Eine Welle des Schmerzes traf Hermine und sie fiel keuchend in die Knie.
    Catherine redete nun unaufhörlich auf Draco ein.
    Ich eilte bestürzt zu Hermine.
    Sie wand sich auf dem Boden.
    „Malfoy“, brüllte Ron los und ich nahm es wie aus einer unerreichbaren Ferne wahr, und Ron stürzte sich auf den Jungen.
    Draco wendete den Zauberstab von Hermine ab, keuchend stützte diese sich mit den Händen auf dem Boden ab, Catherine wollte Draco seinen Zauberstab entreißen, doch er hielt sie warnend zurück.
    Ich rannte weiter zu Hermine, während Draco seinen Zauberstab auf Ron richtete.
    Gerade, als Ron sich auf ihn stürzen konnte, wiederholte er den Fluch.
    „Crucio“, sagte er kalt.
    Diesmal war es Ron, der vor Schmerz niedersank und das gleiche empfand, wie Hermine gerade eben zuvor.
    Ich kreischte wieder auf und wollte zu Draco rennen, um ihn seinen Zauberstab aus der Hand zu schlagen, doch Catherine war schneller.
    Sie schlug ihrem Freund den Zauberstab aus der Hand, ehe ich da war und funkelte ihn böse an.
    „Wie konntest du nur!“, schrie sie ihn an und Blaise hielt sie zurück.
    Draco ließ sich nur auf die Knie fallen und rieb sich die Schläfen.
    Draco stand endlich auf, er hatte immer noch Schweißperlen auf der Stirn und wirkte ausgezerrt und sah sowohl seinen besten Freund, als auch seine Freundin traurig an.
    Ron hatte sich anscheinen inzwischen wieder weitegehend erholt und er schnaufte tief.
    In diesem Moemnt ging die Tür auf und Wood und die anderen stürmten ins Zimmer.
    Wahrscheinlich hatte sie der Lärm angelockt.
    „Was ist hier los?“, fragte Oliver, als er die Bescherung sah.
    „Granger, Weasley und Meier haben Draco gewaltsam gezwungen, den Wahrheitstrank zu trinken, nur, damit er seine Informationsquelle preisgibt“, erklärte Blaise eisig.
    „Silvia“, empörte sich Oliver.
    Ich sah ihn geschafft an.
    Ich würde später mit ihm über alles reden.
    Immerhin hatten wir ja nichts Böses im Sinn gehabt.
    „Und, wer ist es?“, fragte Seamus begierig.
    „Seine Mutter“, seufzte Hermine.
    „Hört mal, Catherine und Blaise“, wandte sie sich an die beiden.
    „Was hätten wir denn tun sollen? Auf einmal weiß Malfoy Dinge, die er nicht hätte wissen dürfen und da wir für uns alle verantwortlich sind, mussten wir ihn ja irgendwie austricksen! Uns fielen 'ne Menge Typen ein, die seine Quellen hätten sein können, Typen, die wir lieber tot als lebendig sehen und - „
    „Ihr vertraut Draco nicht?“, unterbrach Blaise Hermine mit lauernder Stimme.
    „Doch, Blaise, sonst wäre er nicht hier.“ Hermine maß sich zur Geduld.
    „Trotzdem mussten wir die Lage abchecken, das hätte Malfoy ebenso getan, so wie du auch.“
    Blaise biss sich auf die Unterlippe und Catherine verzog keine Miene.
    „Außerdem sind wir quitt“, fuhr Hermine fort.
    „Er hat bei uns den Cruciatus- Fluch angewendet.“ Sie warf Draco einen wütenden Blick zu, den dieser mit gnadenloser Kälte standhielt.
    „Verschwindet aus meinem Schlafzimmer, ehe ich den Fluch noch einmal verwende“, sagte Draco schließlich leise.
    Im nächsten Augenblick waren der Rest der Neuankömmlinge hinausgestürmt, aber nur, um im Türrahmen stehen zu bleiben, jederzeit bereit, in Deckung zu gehen.
    „Das ist also der vielgerühmte Mut der Gryffindors“, spottete Blaise.
    „Vergessen wir die Sache einfach?“, fragte Hermine und blickte zu Draco.
    Zum Überraschen aller nickte er.
    Auch Blaise und Catherine sagten nichts dazu, offenbar fanden sie Hermines Erklärung einleuchtend.
    „Okay, dann können wir ja jetzt gehen“, verkündete Ron, sah Draco noch einmal bitterböse an, ehe er hinausschlenderte, gefolgt von Seamus und Dean.
    „Sorry, Malfoy, ich hoffe du kannst es nachvollziehen“, sagte Hermine, ehe sie den anderen hinterhereilte.



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