Kampf um Himmels Willen 10

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1 Kapitel - 3.367 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.307 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die runde 10!

    1
    Neue Pläne,
    neue Hoffnungen


    Oliver stürmte förmlich in die große Halle hinein und hetzte zu meinem Tisch.
    Dem Tisch der Langschläfer.
    Schließlich war Samstag und schon Mittag.
    Warum sollte ich samstags früh aufstehen!
    Das sah mein Freund wohl genauso.
    „Kaffee“, stieß er hervor, als sei es eine Droge, die er jetzt dringend brauchte.
    Er küsste mich und ließ sich dann gegenüber von mir nieder.
    „Oh süßer Saft der Leben weckt.“
    Ich sah ihn grinsend an.
    Schnell goss Oliver sich eine Tasse Kaffee ein und nahm gierig einen Schluck, um ihn sofort danach wieder in die Tasse hineinzuspucken.
    „Bah, koffeinfrei!“
    „Iiihh, Oliver“, quiekte Pansy, feines Mädchen von gutem Hause.
    Ich verschluckte mich beinahe an dem Kürbissaft vor Lachen.
    Mein Freund starrte die Kaffeekanne erbost an.
    „Und kalt. Ein doppelter Fehler. So was sollte man verbieten.“
    Ich lachte amüsiert.
    Er holte seinen Zauberstab hervor und tippte die Kanne einmal an, wobei er etwas murmelte. Dann nahm er sich eine neue Tasse, goss sie sich voll und trank sie mit einem Zug leer. Natürlich hätte er genauso gut Weck-mich-auf trinken können, aber nein, manchmal musste es eben Kaffee sein.
    Genauso wie bei mir.
    Diese Muggelangewohnheit hatte er wohl von mir übernommen.
    „Die Nacht durchgemacht?“, fragte Malfoy, der gerade zu uns gestoßen war und grinste schelmisch.
    Oliver sah mich liebevoll an.
    Und grinste dann Malfoy an.
    „Natürlich!“
    Malfoy nickte abwesend.
    Wahrscheinlich hörte er schon gar nicht mehr zu.
    Unhöflicher Kerl.
    Hermine hatte vorhin angekündigt, dass wir uns erneut treffen sollten.
    Also machte ich mich nach dem sehr verspäteten Frühstück gemeinsam mit Oliver Hand in Hand auf den Weg, während Malfoy immer noch nicht fertig war.
    Ich legte keinen Wert auf seine Gesellschaft, also forderte ich ihn auch nicht auf, sich zu beeilen und wir verließen ohne den Platinblonden den Saal.


    „Wo ist Malfoy?“, fragte Hermine.
    „Der frühstückt noch!“, gab ich bereitwillig Auskunft.
    „Aber er müsste jeden Augenblick kommen“, fügte Catherine hinzu, die gerade den Raum betreten hatte.
    „Na endlich, Malfoy“, stöhnte Hermine genervt, als Malfoy den Raum betreten hatte.
    „Und nun erzähl', wieso hast du den Stein nicht gefunden?“ Ron klang hart.
    So kannte ich ihn gar nicht.
    „Wieso?“, wiederholte Draco höhnisch.
    „Weil er nicht da war, Idiot.“
    „So schwer kann es doch nicht sein, den Stein zu finden“, entgegnete Hermine beharrlich. „Wir hatten zu viele Informationen darüber, als das wir ihn nicht finden konnten.“
    „Wir? Dann geh doch selbst und such danach“, forderte Draco lauernd.
    Catherine nahm beruhigend seine Hand.
    „Du weißt ganz genau, dass du ihn viel leichter finden würdest, als wir“, mischte ich mich trotzig ein.
    „Dann soll Granger so etwas nicht sagen.“
    „Und was sollen wir nun tun?“, fragte Ron.
    „Hast du auch die ganze Zeit dazu genutzt, den Stein zu finden? Hast du überall geguckt?“ Hast du - „
    „Granger!“, unterbrach Malfoy Hermine mit kalter Stimme.
    „Wenn du mir nicht traust, dann geh ihn, wie schon gesagt, selber suchen! Ich habe getan, was in meiner Macht stand und ja, ich habe überall gesucht, wo er hätte gewesen sein können und ja, ich habe die ganze Zeit dafür genutzt - außer zum Schluss, wo ich Terrence retten musste“, fügte er verächtlich hinzu.
    „Dann müssen wir einen anderen Ausweg finden“, seufzte Catherine.
    „Ein Glück“, sagte Hermine und ich stellte erstaunt fest, dass sie erleichtert klang.
    „Äh, Malfoy, wo willst du hin?“
    „Die Besprechung ist zu Ende, wie ich sehe“, antwortete Draco gelassen.
    „Nein, das - „, die Tür wurde von Malfoy heftig zugeschlagen.
    Ich sah Catherine fragend an, doch die zuckte nur mit den Schultern.
    „So ein Arschloch“, stieß Ron abwertend aus und ich musste unwillkürlich grinsen.
    „Tja, hoffentlich kommen gleich bei den Beratungen gute Ideen zu Tage“, meinte Hermine und klang missmutig.
    „Ich geh mal kurz nach Draco sehen!“, meinte Catherine und stand auf.
    Hermine nickte und sie verließ den Raum.
    „Vielleicht holt sie ihn zurück und dann können wir endlich mit der Beratung an sich anfangen!“, meinte ich hoffnungsvoll.
    Manchmal war nämlich selbst Malfoy zu was gebrauchen.
    „Wir werden sehen, aber nun lasst uns anfangen!“, antwortete Hermine.
    „Hat jemand Ideen, wie man gegen Voldemort angehen könnte?“, ich schaute in die Runde.
    Doch ich sah nur betretene Gesichter.
    Ich seufzte innerlich.
    War es denn ein Wunder? Nein, das war es nicht.
    Wer konnte schon gegen Voldemort etwas ausrichten, etwas, was wirklich Wirkung zeigte... so oft hatten wir schon versucht, Spione einzuschleusen, doch das endete meistens damit, dass sie waghalsige Rettungsversuche starten mussten, um eben diese zu retten, weil jede Tarnung sofort aufflog.
    Die von Draco hatte sich zwar relativ lang gehalten, aber im Nachhinein war das auch der einzige.
    „Verdammt, die meisten von uns sind Gryffindors, ja, und an Mut fehlt es uns hier wirklich nicht, aber wir kennen leider den Krieg nicht, sind nicht gewohnt, taktisch ausgeklügelte Strategien zu entwickeln, um diese gegen einen Zauberer und seine Anhänger anzuwenden, die List und Tücke mit der Muttermilch aufgesogen hatten! Und doch... wir sind schließlich nicht dumm... irgendwie musste es doch einen Weg geben!“, sagte Hermine entschlossen.
    Da gab ich ihm Recht.
    „Einen weiteren Spion zu schicken, hat wohl wenig Sinn, was“, ließ Blaise zögernd von sich hören.
    Ron schüttelte den Kopf.
    „Das wird nichts bringen.“
    „Aber anders geht es nicht“, wandte ich ein.
    „Wie oft haben wir diesen Versuch gestartet?“, fragte Hermine rhetorisch, sie erwartete von mir keine Antwort.
    „Und Malfoy scheidet aus, der hatte seinen Versuch.“
    „Was ist mit Snape?“
    Ich sah Seamus mit großen Augen an. Snape... der war eine Sache für sich.
    „Snape?“, wiederholte Hermine gedehnt und seine Augenbrauen zogen sich missmutig zusammen.
    „Dumbledore hat ihm vertraut“, fuhr Seamus fort.
    „Und wir sollten es auch tun“, fügte Theresa hinzu.
    Was machte die denn hier?
    Wer hatte die denn hier reingelassen?
    Alle Augen richteten sich verwundert auf sie und sie zog den Kopf ein.
    „Er kann trotzdem ein Feind sein“, wandte Hermine schnell ein.
    „Hermine, Dumbledore hat ihm vertraut, verstehst du das nicht?“
    Seamus beugte sich über die Tischplatte und sah Hermine eindringlich an.
    Hermine seufzte - diesmal laut.
    „Ich traue Snape aber nicht“, erwiderte Hermine, nur mühsam beherrscht.
    Ich war mir sicher, sie hasste Snape. Ich glaubte sogar, sie hasste Snape von ganzem Herzen.
    Genauso wie Harry…
    Warum war er nicht da?
    Er wüsste bestimmt, was zu tun wäre…
    Seamus lehnte sich wieder zurück, die Augen zu Schlitzen verengt.
    „Ach so. Die kluge Hermine Granger hat gesprochen.“
    Gemurmel wurde laut, einige stimmten Seamus und Dean zu, einige Hermine.
    So wie ich.
    „Wir sollten abstimmen“, schlug ich vor.
    „Snape hat schon einmal zur dunklen Seite gehört! Wer sagt, dass er es nicht wieder tun würde? Wieder zu Voldemort gehen würde?“, stieß Hermine erhitzt hervor.
    Ihr Gesicht war leicht errötet - vor Zorn, und sie starrte mich ärgerlich an.
    Ich fiel ihr doch nicht in den Rücken…ich wollte hier nur nicht ewig sitzen…
    Ich und Oliver wollten später noch…
    „Und wer sagt, dass er jemals wieder auf die dunkle Seite zurückkehren würde?“, unterbrach Dean meine Gedanken.
    „Dumbledore hat Snape geglaubt“, stimmte Seamus ihm zu.
    Hermine merkte, dass Seamus und Dean dieses Gespräch vorher geübt hatten. Sie waren gut eingespielt und hatten sofort Gegenargumente auf Lager.
    Oliver, der sich bis jetzt zurückgehalten hatte, schlug mit seiner Hand so heftig auf den Tisch, dass Hermine zusammenzuckte.
    Verstört sah sie ihn an.
    Gute Idee.
    Ich lächelte meinen Freund dankbar an.
    „Abstimmen!“, forderte er grinsend.
    Hermine biss sich auf die Unterlippe und starrte alle wütend an.
    „Okay“, begann Ron.
    „Stimmen wir ab... Wer ist dafür, dass wir Snape vertrauen sollten?“
    Seamus' und Deans Hand schossen in die Höhe, und auch Oliver hob seine Hand.
    Ich sah ihn perplex an, doch er zuckte nur mit den Schultern.
    Hermine schnaubte, sagte aber nichts.
    Es ergab ein Unentschieden.
    „Wir sind für Snape“, ertönte eine schleppende Stimme von der Tür her.
    Ich drehte mich erst gar nicht um, es war ja klar, dass Malfoy, Blaise und Catherine gekommen waren.
    Langsam schlenderten die drei auf ihre freien Plätze zu und setzten sich.
    Draco grinste Hermine fies an.
    „Damit wäre das ja wohl klar entschieden, Granger.“
    „Es war abzusehen, dass sich die Slytherinbrut auf die Seite eines Todessers schlägt“, zischte Hermine.
    Catherine sah ihn empört an.
    „Was geht denn mit dir!“, fragte sie Hermine erstaunt.
    Das fragte ich mich aber langsam auch.
    Dracos Grinsen erstarb, doch dann lächelte er. Ein Lächeln, was er immer lächelte und das nie seine Augen erreichte.
    „Dein und Harrys Freund Dumbledore hatte darüber wohl eine andere Meinung. Wenn du einen Kampf gewinnen willst, Granger, solltest du deine persönlichen Gefühle außer Acht lassen.“
    Hermine schnappte nach Luft. „Das hat nichts mit - „
    „Jetzt hört doch mal auf“, mischte sich Oliver genervt ein.
    „Lasst uns lieber weiterplanen. Die Mehrheit hat sich dafür entschieden, Snape zu vertrauen. Schön und gut, aber wie sollen wir es angehen? Wo befindet er sich, was tut er und wie viel weiß er überhaupt? Vielleicht befindet er sich ja selber auf der Flucht und weiß so wenig, wie wir?“
    „Er ist in Malfoy Manor.“
    Hermine und ich starrten Draco an.
    „So viel zum Thema Vertrauen“, kommentierte sie sarkastisch.
    „Woher weißt du das, Malfoy?“, fragte Ron lauernd.
    „Geht dich 'nen scheiß Dreck an.“, kam es kalt von ihm.
    „Dann ist Snape eben unser Spion“, schlug Seamus vor.
    „Klar“, entgegnete Ron ironisch.
    „Und wer schleicht sich nach Malfoy Manor zu Snape, um ihm zu sagen: Hey, Alter, haste Bock unser Spion zu sein?“
    Pansy und Theresa kicherten los.
    „Das mit Snape ist eine schlechte Idee“, sagte Blaise.
    „Wieso?“, fragte Dean.
    „Weil er selbst vorsichtig sein muss“, antwortete Catherine für Blaise.
    Blaise nickte.
    „Die Tatsache, dass er sich bei den Malfoys befindet, bedeutet, dass er Voldemort soweit überzeugen konnte, auf seiner Seite zu stehen“, fügte er lässig hinzu.
    „Aber Voldemort wird vielleicht ahnen, dass Dumbledore Snape vertraut hatte und selbst ein Auge auf Snape werfen. Ein Fehltritt und - „
    Blaise schnipste mit ihren Fingern, wobei er gefährlich lächelte.
    „Snape gehört der Vergangenheit an.“
    „Ihr Slytherins habt ein Talent, Gefährliches so sorglos rüberzubringen“, spottete Ron.
    „Na toll, und wieso haben wir groß abgestimmt“, maulte Seamus.
    „Das war ja nicht umsonst“, erwiderte ich.
    „So wissen wir, dass wir mehrheitlich Snape vertrauen sollen, falls wir mal schnell handeln müssen. Aber... ansonsten stehen wir wieder am Anfang.“
    Hermine hatte nichts mehr zum Thema Snape gesagt, aber sie machte wieder ein zufriedenes, zumindest normales, Gesicht, als sie feststellte, dass vorläufig keine Aktionen mit Snape geplant würden.
    „Und nun?“, fragte ich.
    Wieder herrschte betretenes Schweigen.
    Hermine merkte, wie Catherine Draco anstieß und er mit dem Kopf schüttelte.
    Dann flüsterte Catherine Draco etwas ins Ohr, worauf er sie verärgert anschaute. Kühl erwiderte sie seinen Blick. Draco flüsterte etwas zurück, worauf Catherine ihn in die Rippen boxte.
    Dann wisperte sie ihm wieder etwas zu, er rollte mit den Augen und schließlich sah er in die Runde.
    „Wir... wir sollten irgendwelche feindliche Aktionen einfach vermasseln“, begann Draco schließlich zögernd.
    Ich sah ihn halb erwartungsvoll, halb verwirrt an.
    Erwartungsvoll, weil er eine Idee zu haben schien, verwirrt, weil er unsicher klang.
    Und Malfoy klang normal nie unsicher.
    „Wenn wir von Voldemorts Plänen hören, wo er wann etwas zu tun gedenkt, er oder seine Anhänger, dringen wir vor und vereiteln ihre Vorhaben“, fuhr Draco fort.
    Er gewann sein übliches Selbstvertrauen zurück.
    „Wenn zum Beispiel eine Gruppe Gefangener getötet werden soll, befreien wir diese und so weiter. So schwächen wir, langsam zwar, aber wirksam, Voldemort.“
    „Okay, aber das Problem ist doch, wie kommen wir an solche Informationen ran?“, fragte ich.
    „Eben, wir haben doch keine Spione“, stimmte Oliver ihr zu.
    Draco lächelte sie arrogant an.
    „Morgen Abend soll zum Beispiel auf dem Friedhof Salt Lice in London eine Gruppe von gefangener Hexen und Zauberern liquidiert werden. Die genaue Uhrzeit weiß ich nicht, aber auf jeden Fall wird dies nicht vor elf geschehen. Wir könnten hin und diese versuchen zu befreien.“
    Ich starrte Draco an. Alle starrten Draco an. Mit Ausnahme von Catherine und Blaise.
    „Wa - Wa - Was?“, stotterte Theresa.
    „Woher weißt du davon?“, rief Ron ungläubig und misstrauisch zugleich.
    „Das wird er uns sicher erklären“, lächelte Hermine und lehnte sich in den Sessel zurück.
    „Nein, das werde ich nicht“, lächelte Draco zurück.
    Dann verschwand sein Lächeln.
    „Ich habe so meine Quellen, die ich nie, niemals, nennen werde und entweder, wir planen jetzt, wie wir sie morgen befreien können, oder aber ihr könnt für den Rest eures Lebens darüber nachdenken, wieso ihr nicht den Mut dazu hattet, Gleichgesinnte das Leben zu retten.“
    „Seit wann geht es dir um Moral?“, fragte Hermine gehässig.
    „Wann habe ich jemals behauptet, dass es mir um Moral geht?“, fragte Draco zurück und sah sie spöttisch aus seinen eisgrauen Augen an.
    „Mir geht es nur darum, Voldemort zu schwächen. Im Grunde sind mir sogar diese Hexen und Zauberer, die morgen ihren Tod erwarten, gleichgültig.“
    „Tzz“, machte Hermine erbost. „Das glaub ich dir sogar.“
    „Arschloch“, fügte Ron mit blitzenden Augen hinzu, was Draco ein gemeines Grinsen entlockte.
    Catherine starrte ihren Freund wütend an.
    Tja, so was würde Oliver nie sagen.
    Ich sah von den beiden wieder in die Runde.
    Niemand wandte ein, dass Dracos Information falsch sein könnte, wir alle glaubten ihm, auch wenn Ron sich offenbar alle Mühe gab, ihm nicht zu glauben, so sagte er doch dazu nichts mehr.
    „Und wie sollen wir vorgehen?“, fragte Oliver.
    Catherine holte eine Skizze hervor, auf der der Friedhof eingezeichnet war.
    „Ihr seid ja gut vorbereitet“, amüsierte sich Dean.
    Blaise schaute ihn kalt an.
    „Im Gegensatz zu euch brauchen wir uns nicht darum zu kümmern, gut auszusehen, weil wir es nämlich tun, und können uns somit anderen Dingen zuwenden.“
    Draco grinste, während Pansy - und sämtliche andere Mädchen, wie Katie Bell - Blaise zornig anstarrten.
    Ich runzelte bloß die Stirn.
    Von Blaise war man ja nichts anderes gewohnt…
    Blaise benahm sich oft... launisch.
    Blaise tippte die Skizze mit ihrem Zauberstab an, murmelte etwas und die Skizze schwebte in die Höhe, nach vorne, so dass alle die Skizze sehen konnten.
    Blaise murmelte wieder etwas und die Skizze vergrößerte sich.
    „Dort,“ Blaise deutete mit seinem Zauberstab auf die Skizze und ein roter, leuchtender Punkt erschien auf der Mitte des Friedhofs und deutete auf einen kreisrunden Platz,
    „sollen die Gefangenen getötet werden. Voldemort wird nicht erscheinen, dafür etwa zehn seiner Anhänger“, erzählte Blaise nüchtern und auf eine Art, als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt, dass Hexen und Zauberer auf dem Friedhof um Mitternacht hingerichtet werden.
    „Wir müssen vor elf Uhr da sein, der Friedhof gebietet viele Orte, wo man sich verstecken kann. Durch Zufall sind wir an einem Tarnumhang gekommen.“
    „Soso, Zufall also!“, warf Ron verächtlich ein.
    Doch Blaise ignorierte ihn einfach und fuhr unbeirrt fort.
    „Zwei von uns verstecken sich am Ort des Geschehens darunter, und erscheinen dann, wenn die Todesser die Hinrichtung vollziehen wollen, um sie so abzulenken. Der Rest stürzt hervor und befreit die Gefangenen.“ Blaise schaute kurz in die Runde, ehe er weitersprach.
    „Wir müssen mit den gefährlichen Flüchen rechnen, also kommen nur die mit, die diese abwehren können. Die Gefangenen nehmen wir zu einem Zwischenstopp mit, wir können nicht sofort zur Burg zurück, man könnte unsere Spur verfolgen.“, vollendete Catherine die Ansprache.
    „Also scheidest du schon mal aus!“, wandte sich Draco an seine Freundin.
    Die zog die Augenbrauen zusammen.
    „Ich kann euch doch nicht alleine lassen!“, empörte sie sich.
    Draco nahm ihre Hand und durchbohrte sie mit seinen eisgrauen Augen.
    „Du würdest uns nicht viel helfen können und ich müsste mich ständig um dich sorgen, statt selbst zu kämpfen. Das Risiko können wir für das Baby nicht eingehen!“, sagte Draco bestimmt und für ihn war das Thema beendet.
    Catherine seufzte und fügte sich dann allerdings ihrem Schicksal.
    Es herrschte Schweigen, alle starrten auf die Skizze und dachten darüber nach.
    Doch es war längst klar, dass wir es durchführen würden.
    Draco hatte an unseren Mut appelliert, an unser Gewissen und niemand würde etwas gegen die Befreiungstat sagen.
    Und was Blaise als Vorgehensweise vorschlug, klang gut.
    „Sind alle damit einverstanden?“, fragte Hermine schließlich.
    Wir alle nickten, es gab keine Einwände.
    „Gut“, murmelte Hermine.
    „Dann müssen wir nur noch klären, wer alles mitfliegen soll.“
    „Blaise und ich sind auf jeden Fall dabei“, sagte Draco.
    „Ich auch“, riefen Seamus und Dean wie aus einem Munde.
    „Wir ebenfalls!“, verkündete ich und nahm Olivers Hand.
    „Wer wird sich überhaupt unter dem Tarnungsmantel verstecken?“, fragte dieser dazwischen.
    „Ich würde sagen Hermine und Silvia“, schlug Catherine vor.
    „Nehmen wir 'n paar Sechstklässler mit?“
    Und so diskutierten wir den ganzen Nachmittag lang, wer alles mitzukommen und wer wo seinen Platz hatte.
    Wir zeichneten auf der Skizze des Friedhofs ein, wer wo zu stehen hatte, wir besprachen die wirksamsten Zaubersprüche und wir einigten uns darauf, wo sich unser Zwischenstopp befinden würde.
    Wir holten ein paar Jüngere herbei, die mitkommen sollten, falls sie es wollten, nicht viele, nur vier, um genauer zu sein, darunter war auch Colin, der sich gut mit Heilkräutern für Verletzte auskannte, und wir planten alles bis ins kleinste Detail.
    Es war ein Plan, der in der Theorie perfekt war, doch uns war bewusst, dass es sich diesmal um einen Angriff, nicht um Verteidigung, geboren aus Verzweiflung, handelte und dieser Plan durch unsere Unerfahrenheit unser Ende bedeuten könnte.
    Aber wir waren entschlossen, wir verfolgten unser Ziel, wir wollten für unsere Ideologien und um vieles mehr kämpfen, wir hofften auf eine bessere Welt.
    Ja, wir wollten wieder leben und unsere Hoffnung sollte zuletzt sterben.

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Amy Potter ( 68775 )
Abgeschickt vor 516 Tagen
Ich habe deine Ff jetzt ganz gelesen und echt SUPER
Trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
1. Es kommen Personen vor, die in den Büchern längst tot sind.
(Sirius ,Dumbeldore, Moody ...)
Wenn du dich nicht an das Buch hältst, schreib es dazu.
2.Du lässt Leute nochmal auftauchen, die du umgebracht hast.
( Diggory stirbt, aber danach wird er irgendwann noch einmal erwähnt. )
3. Das mit Ginny s "Wiederauferstehung" ist unlogisch.
4. Es wird immer unlogischer und schwerer zu verstehen.
5. (Ich weiß, dass ich das schonmal geschrieben habe)
Bitte schreib dazu, wessen Sicht es ist, man kommt echt durcheinander.
6. Deine ff verdient ein Ende.
Ich wusste am Ende gar nicht mehr, wer von deinen Charakteren eigentlich noch lebt. Wäre auch toll, wenn du erzählst, wie es mit den
(Haupt- ) Personen weitergeht.
z.B. Was wird aus Sarah und Harry/Oliver
Draco und Catherine
Amy Potter ( 29223 )
Abgeschickt vor 610 Tagen
Zwei Kritikpunkte:
1 Hermine und Ron sind mit Harry weg.
2 Es wäre toll wenn du Zeitpunkt und Sicht
hinschreibst ( 7. Jahr, VgddK. ... Sicht )
Ansonsten ♥♥♥