Kampf um Himmels Willen 9

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1 Kapitel - 3.864 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.104 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier das nächste Kapitel, nicht so lang wie das letzte!

    1
    Ein Zauberstein, das wär fein!


    „Wo ist Malfoy?“, fragte Hermine beim Frühstück.
    „Muss ihm was sagen.“
    Ron zuckte mit den Achseln.
    „Draußen“, sagte Catherine zögernd.
    Wir sahen sie fragend an.
    „Ich hab ihn heute früh rausgehen sehen... mit seinem Besen.“
    Hermine stöhnte auf, während die anderen sie fragend und alarmiert zugleich anschauten.
    „Mit dem Besen?“, fragte Ron und runzelte missmutig mit der Stirn.
    „Malfoy macht häufiger Ausflüge mit dem Besen“, erklärte Catherine.
    Die musste es ja schließlich wissen.
    Auch wenn sie äußerst besorgt dreinblickte.
    „Was! Das ist gefährlich, verdammt!“, entrüstete sich Ron.
    „Jemand könnte ihm unauffällig folgen!“
    „Draco passt schon auf“, verteidigte Zabini ihn.
    „Malfoy ist ein Angeber, genau das wird er nicht tun“, entgegnete Ron böse-
    „Draco“, sagte Catherine lauernd, „ist ein besserer und intelligenterer Zauberer als du, Weasley. Er würde niemals zulassen, dass ihn jemand verfolgt.“
    Da hielt ich mich lieber fein raus.
    „Was'n los?“, fragte Seamus gähnend, der soeben an den Tisch angeschlürft kam.
    „Ach, Slytherin gegen Gryffindor mal wieder“, lachte Dean.
    Mein Gott, war der witzig.
    Ron schnaubte und Zabini warf Dean einen typischen wie- witzig- Blick zu, während die anderen in Deans Lachen mit einstimmten.
    Das Frühstück ging von nun an ruhiger weiter, bis schließlich Draco die Halle betrat.
    Alle Köpfe wandten sich ihm entgegen.
    „Malfoy“, rief Ron ihm feindselig entgegen,
    „was fällt dir eigentlich ein, einfach so mit dem Besen herumzudüsen und uns in Gefahr zu bringen, hä, du Großkotz?“
    „Geht dich 'nen scheiß Dreck an, was ich tue und was nicht“, entgegnete Draco kalt, während
    er sich neben Catherine setzte.
    „Das geht mich sehr wohl etwas an!“, entrüstete sich Ron.
    „Wo warst du denn, hm?“, fügte er im lauernden Ton fort.
    Draco sah ihn aus seinen eisgrauen Augen an.
    In ihnen funkelten Hohn und Spott.
    „Bei Voldemort. Du wirst der Nächste sein, den ich ihm ausliefere, Weasley.“
    Ich grinste.
    Hermine allerdings nicht.
    „Damit macht man keine Scherze, Malfoy“, tadelte sie ihn und sah ihn verärgert an.
    Ron hatte die Fäuste geballt und nur der harte Griff Seamus und Ernies, die ihn auf seinen Sitz drückten, hielten ihn davon ab, aufzuspringen und sich mit Draco zu prügeln.
    Catherine verdrehte die Augen und erntete ebenfalls böse Blicke von ihm.
    „Malfoy, wir haben einen Auftrag für dich“, sagte Hermine nun.
    „Das heißt, wenn du ihn annehmen willst...“
    „Erzähl!“ Draco klang gelangweilt.
    „Im Verbotenen Wald soll irgendwo ein Zauberstein versteckt sein.“
    Was für ein Zauberstein denn bitte!
    Draco sah auf einmal sehr interessiert aus, während die meisten gar nicht mehr hinhörten.
    „Den könntest du suchen und hierher bringen. Sirius hat mal davon erzählt, könnte sehr wichtig für uns im Kampf gegen Voldemort sein. Du hast schon mal davon gehört?“
    „Ja, habe ich“, sagte Draco im angespannt - aufgeregten Ton.
    „Ich weiß was du meinst. Klar, den Auftrag nehme ich an.“
    Hermine nickte zufrieden.
    Sie zeigte in letzter Zeit sehr, dass sie auch ohne Harry an ihrer Seite ihren Posten gut bedeckte.
    „Gut, danke. Am besten, jemand begleitet dich...“
    Draco verzog das Gesicht, während Hermine seinen Blick durch die Halle schweifen lief.
    „Wie wäre es mit... Terrence?“
    Damit war Draco wohl einverstanden.
    „Gut, dann wäre das ja erledigt“, grinste Hermine, stand auf und ging.
    „Was ist das für ein Zauberstein, Draco?“, fragte ich.
    Jetzt da Hermine weg war, blieb nur noch er, der den Stein kannte.
    „Welche Kräfte besitzt der Zauberstein?“, wrde ich deutlicher, da Draco nicht den Anschein besaß mir zu antworten.
    Was bildete der sich eigentlich ein?
    Catherine stieß ihm in die Seite und er seufzte.
    Er erklärte mir die Wirkung des Steins und seine Kräfte mit mehr oder weniger geduldiger Stimme.

    Ich wartete geduldig in der Eingangshalle auf Terrence.
    Es war schon längst nach zehn und ich wurde immer ungeduldiger.
    Ich hatte ihm gesagt, er sollte um 10 auftauchen.
    Pünktlich.
    Aber anscheinend war es ihm herzlich egal.
    Ich war schon seit einer haben Stunde fertig, hatte mich von meiner Freundin verabschiedet und tippte nun ungeduldig mit dem Fuß auf und ab.
    Wie konnte er mich warten lassen!
    Wenn er nicht eine hieb und stichfeste Entschuldigung hatte, dann…
    „Sorry Draco, ich hatte noch kurz was zu erledigen!“, kam es von Terence, der gerade angehetzt gekommen war.
    Na endlich.
    So würde mir der Kerl allerdings nicht davon kommen.
    „Wo warst du?“
    „Wie gesagt, ich hatte noch was zu erledigen!“, wiederholte er und grinste mich unverschämt an.
    Naja, wenigstens musste ich nicht irgendeinen der anderen mitschleppen, da war er noch die beste Wahl gewesen.
    Außer natürlich Blaise und Catherine, aber die konnten ja nicht mit.
    „Komm“, sagte ich eisig zu ihm.
    Wir setzten uns auf unsre Besen und stießen uns in die Höhe.
    „Musst du immer so hetzen!“, beschwerte sich Terrence.
    „Kannst ja hier bleiben“, kommentierte ich ungerührt, während wir dem schwarzen, von unzähligen Sternen übersäten Nachthimmel entgegenflogen.
    Mein Begleiter rollte mit den Augen.
    Ich flog direkt zum Verbotenen Wald.
    Ich wollte keine Zeit verlieren, schließlich wollte ich meine Freundin nicht allzu lang alleine lassen.
    Wer weiß, was in meiner Abwesenheit passieren würde.
    Nicht auszudenken, wenn…
    „Was hat es jetzt eigentlich mit dem Stein auf sich?“, unterbrach Terrence meine Gedanken.
    „Erklär ich dir später!“, speiste ich ihn an und setzte zur Landung an und sekundenspäter stand ich auf dem Boden.
    Terrence tat es mir nach.
    Vor dem kleinen Pfad, der sich durch den Wald schlängelte, blieben wir stehen.
    Es war ruhig.
    Gnadenlose Stille herrschte hier.
    „Ehrfurcht? Oder einfach nur Angst?“, hörte ich Terrence Stimme.
    „Quatsch!“; sagte ich und schritt voran.
    „Komm!“; knurrte ich und Terrence grinste mich amüsiert an.
    Dem würde schon noch sein Grinsen vergehen.
    Ich hielt meinen Besen in der rechten und meinen Zauberstab in der linken Hand, atmete noch einmal tief durch und betrat mit Terrence den Wald.
    „Also, was... ist das denn nun für ein Zauberstein?“, fragte Terrence mich erneut.
    Dafür, dass er erstens zu spät gekommen war und zweitens angefangen hatte, sich über mich lustig zu machen, würde ich ihn noch ein bisschen schmoren lassen.
    Und für den Umstand, dass er sich vor ein paar Monaten schamlos an meine Freundin rangemacht hatte, sowieso.
    „Geht dich nichts an“, lautete also meine tonlose Antwort.
    „Pff“, machte er verärgert.
    „Und woher willst du bitte schön wissen, wo du diesen gottverdammten Zauberstein in diesem gottverdammten Wald finden sollst?“
    Abrupt blieb ich stehen und sah Terrence unverwandt an.
    Außerdem hatte Hermine mir ausdrücklich verboten, Terrence davon zu erzählen.
    So hatte ich wenigstens eine Begründung für mich, dass ich mich daran hielt.
    Auch wenn ich sonst auf Grangers Verbote wenig gab.
    „Higgs, hör' auf Fragen zu stellen, auf die ich dir keine Antwort geben darf - ähm, kann meine ich -“
    Ich brach ab und biss mir ärgerlich auf die Unterlippe.
    Verdammt, so wollte ich das eigentlich nicht formulieren.
    Da war meine Klappe wohl wieder schneller, als mein Verstand gewesen.
    „Du darfst es mir nicht sagen?“, horchte Terrence auf.
    „War es das, weswegen du dich mit Hermine gestritten hast?“
    Wann hatte er das mitbekommen!
    „Ich lass' mir nichts von Granger sagen“, lautete also meine feindselige Antwort.
    „Das ist hier kein Vergnügungstrip, Higgs! Entweder du folgst mir oder du kannst jetzt sofort einen Abgang machen!“
    Obwohl mir die erste Variante lieber war.
    Ich wollte nicht, dass er auf dem Schloss war, wenn sich zeitgleich Catherine dort aufhielt.
    Du das in meiner Abwesenheit.
    Das würde ich bestimmt nicht zulassen.
    Er war wütend. Terrence Augen waren fast schwarz vor Aufruhr.
    Er fühlte sich wohl wie ein kleines Kind.
    Tja, mit einem Malfoy legte sich eben niemand an.
    Und man nahm ihm schon gleich dreimal nicht die Freundin weg.
    Oder versuchte es überhaupt nur.
    Ich ging wieder weiter und beachtete ihn kaum.
    Schnell folgte er mir, doch diesmal lief er schweigend neben ihm her.
    Alles war still, alles war dunkel. Der silberne Mondschein tauchte den Wald hier und da in ein geheimnisvolles Licht.
    „Welche Wesen bevölkern den Wald?“, fragte Terrence und sah mich von der Seite an.
    „Hm... Arguswölfe, Riesenspinnen, Vampire...“, zählte ich unbekümmert auf, ohne ihn anzusehen.
    „Und Othas - „
    Das fing mir langsam Spaß an, Spaß zu machen.
    Obwohl Terrence ein paar Jahre älter war, hatte er wohl doppelt so viel Angst wie einer von uns.
    „Was sind Othas?“, fragte er nach.
    „Das sind Mischlinge, bestehend aus Trollen und Kobolden. Haben immer Hunger auf Menschenfleisch.“, gab ich ihm bereitwillig Auskunft und grinste nun ihn unverschämt an.
    Er fröstelte.
    „Trolle und Kobolde selbst und dann gibt es noch Walddämonen und Zentauren, die uns wahrscheinlich auch über den Weg laufen werden.“
    „Meinst du?“, er sah mich fragend an.
    Ich sah ihn flüchtig an.
    „Ja, meine ich. Diese verfluchten Sterne anbetenden Halbpferde laufen hier doch einem immer über den Weg.“, antwortete ich ihm.
    „Du warst schon öfter hier?“, fragte Terrence nach.
    „Ja“, antwortete ich einsilbig.
    Das wollte ich jetzt bestimmt nicht ausführen.
    Glücklicherweise fragte er nicht weiter, da er wohl ahnte, dass ich ihm sowieso keine Auskunft geben würde“
    „Und wieso magst du die Zentauren nicht?“
    Ich antwortete nicht.
    „Malfoy?“
    „Halt die Klappe, Higgs“, wies ich ihn kalt zurecht.
    Ich wollte jetzt nicht darüber sprechen. Ich dachte, das hätte ich ihm klar gemacht.
    „Du bist echt ein Idiot, Malfoy. Nur weil du dich hier anscheinend auskennst und dich wie zu Hause fühlst, was. Gott, du kotzt mich echt an!“
    Ich beschloss einfach nichts zu sagen.
    Ich schritt einfach mit gleichmütiger Miene weiter und beobachtete lieber weiter die Umgebung.
    Wir gingen jetzt bestimmt schon eine Ewigkeit durch den Wald.
    Jetzt könnten wir aber doch langsam mal da sein.
    Wir mussten durch Gestrüpp und dann ging etwas bergab, bis wir schließlich zu einer kleinen Lichtung kamen.
    In der Mitte der Lichtung stand eine riesige Eiche, die so mächtig wirkte, dass man beinahe fühlen konnte, wie sie hier seit uralten Zeiten stand und jedes Wesen aus ihrem unsichtbaren Auge beobachtete. Es war der einzige Baum, der auf der Lichtung stand, doch dafür wurde die Lichtung von vielen, schlanken und hohen Bäumen kreisförmig umringt.
    Feiner Nebel umringte die Eiche, nicht stark, sehr sanft, und der silbrige Mondschein bahnte sich einen Weg durch das dichte Blätterdach und tauchte die Eiche in ein mysteriöses Licht.
    Die Lichtung wirkte geheimnisvoll und schön, aber auch gefährlich und... ja, unheimlich.
    Na endlich waren wir da.
    Terrence sah die Lichtung ehrfürchtig an.
    Ich konnte ihn verstehen.
    Hinter der Eiche sah ich ein Einhorn.
    Das konnte doch nicht sein.
    Was machte es hier?
    Es dürfte gar nicht hier sein. Einhörner lebten am See und nicht an diesem Ort.
    Das versuchte ich auch Terrence klar zu machen, der aber immer noch gebannt zu dem wunderbaren Wesen starrte.
    „Und wieso nicht?“, fragte er.
    „Spürst du es nicht?“, fragte ich ihn.
    Ich war verunsichert.
    „Ich... ich fühle, dass es mit dieser Lichtung irgendetwas auf sich hat... sie ist so mysteriös, so schön und unheimlich zugleich... aber es liegt irgendwie etwas Gefährliches darin, etwas, was ...“ Terrence verstummte.
    „Es ist kein Ort für Einhörner“, sagte ich schlicht.
    „Ich muss jetzt zur Eiche, und entweder du folgst mir und bleibst dicht hinter mir, oder du wartest hier auf mich“, sagte ich nun.
    „Ich komme mit.“, sagte er nur.
    Ich war erleichtert.
    Ich war angespannt und nervös.
    Mit so was hatte ich nicht gerechnet.
    Hoffentlich waren die Konsequenzen nicht so weitreichend.
    Wir betraten die Lichtung.
    Ich berührte mit meiner linken Hand den Baum.
    Ich hörte das Flüstern einer gefährlich sanften und verlockenden Stimme.
    Der Fluch Slytherins,
    uralt genannt und nie eingetroffen,
    wer du bist, o fremder Besucher,
    unwichtig,
    ich spüre es in dir,
    und du bekommst,
    was dein Herz begehrt,
    der Fluch Slytherins,
    uralt genannt und nie eingetroffen,
    wird sich bald erfüllen.
    Das Flüstern wurde leiser und verschwand, und es hinterließ wie auch sonst eine dunkle Leere.
    Ich tat, was zu tun war und sah ich nach Terrence um.
    Jedenfalls wollte ich es tun.
    Aber der Stein war nicht da.
    So ein Mist.
    „Der Stein ist nicht hier. Wir müssen wieder zurück“, sagte ich also.
    „Zurück? Aber Hermine - „
    „Granger hat uns gebeten, nach dem Stein zu suchen, er ist aber nicht hier, somit können wir ihn nicht mitnehmen“, fiel ich ihm scharf ins Wort.
    Terrence gab nach. Und wir machten uns erneut auf den Weg nach Hogwarts.
    Jedenfalls wollten wir das.
    Doch bevor wir abheben konnten, konnten wir ein Jaulen vernehmen.
    „Verdammte scheiße“, fluchte ich leise vor mich hin.
    Die Wölfe…
    „Was ist das für ein Jaulen?“, fragte Terrence heiser.
    „Wir fliegen“, befahl ich, ohne auf seine Frage einzugehen.
    „Beeil dich, verdammt noch mal, Higgs!“, fuhr ich ihn an.
    Endlich setzte er sich ebenfalls auf seinen Besen.
    Doch ehe wir losfliegen konnten, kamen auf einmal und ohne Vorwarnung Tiere aus allen Seiten herangesprungen.
    Es waren die Wölfe, pechschwarz und mit glühenden Augen, die sie umzingelt hatten und böse anknurrten. Das Jaulen war verklungen.
    „Flieg!“, brüllte ich Terrence zu, und hatte meinen Zauberstab noch immer in der Hand, warnend auf die Wölfe gerichtet, während ich mich bereits in die Höhe stieß.
    Terrence tat es mir nach, das anklagende Jaulen begann wieder und in dem Augenblick, in dem sie sich in Sicherheit wähnte, sprang einer der Wölfe empor, so gewaltig und geschmeidig zugleich, und schnappte nach Terrence.
    Mein Gott.
    Der Wolf schlug mit seiner Tatze nach seinem Besen, fiel wieder zu Boden, Terrence verlor an Gleichgewicht - und stürzte samt Besen hinab.
    „Neeeeeeiiiiiiiiiinnnnnn“, schrie er.
    Der Aufprall klang hart.
    Doch schnell rappelte er sich auf und erstarrte noch mitten in der Bewegung.
    Das Jaulen starb ab und die Wölfe kamen knurrend näher, den runden Kreis, den sie bildeten, nicht verformend.
    Der Wolf, der sie vom Besen geholt hatte, stand als einziger nicht im Kreis, sondern direkt vor ihr und funkelte sie aus seinen grausamen und wilden Augen stumm an. Er war viel größer als die anderen.
    Ich landete notgedrungen wieder neben Terrence.
    Das hatte mir gerade noch gefehlt.
    „Was wollt ihr“, sagte ich mit eiserner Stimme, meinen Zauberstab auf den Wolf gerichtet.
    In diesem Augenblick fiel Terrence wohl aus seiner Trance heraus und stand hastig auf.
    Schnell holte er ebenfalls seinen Zauberstab hervor und richtete ihn genauso auf den Wolf, traute sich jedoch nicht, zu bücken, um nach seinem Besen zu greifen.
    „Dreh dich um und halt die anderen im Schach“, zischte ich leise.
    Terrence tat, was ihm gesagt wurde.
    „Euer Leben“, war die klare, aber sehr unangenehme Antwort des Wolfes.
    Er musste der Anführer des Rudels sein.
    Ich lächelte kühl und beherrscht.
    Ich würde doch nicht vor einem Wolf einknicken.
    „Und wieso, wenn ich fragen darf?“
    „Das wisst Ihr genau.“
    Der Wolf stieß ein lautes Knurren aus, in das die anderen Wölfe einstimmten.
    „Ach?“, meinte ich spöttisch und hob eine Augenbraue.
    In diesem Augenblick verstummte das Knurren wieder.
    „In dem Augenblick, in dem deine Wölfe sich auf uns stürzen, wirst du sterben“, drohte ich mit einem unglaublich gelassenen Ton.
    Wenn ich eins konnte, dann das.
    „Vielleicht ist mir dieser Preis es wert?“, entgegnete der Wolf.
    Das Glühen in seinen kalten, wilden Augen flammte förmlich auf.
    Ich tat lässig einen Schritt zu Terrence, so dass wir ganz dicht beieinander standen und uns berührten.
    „Hör' mal zu, du kleiner Möchtegernwolf, zieh Leine und lass uns in Ruhe“, sagte ich im gleichen Ton der Gelassenheit, wie zuvor.
    Das ließ ich mir doch nicht von so einem Vierbeiner bieten.
    Ich war schließlich ein Malfoy.
    „Spinnst du?“, flüsterte Terrence angespannt.
    Der konnte mich mal.
    Die Wölfe fingen wieder an, wild zu knurren und kamen näher.
    „Wenn wir dein Revier unerlaubterweise betreten haben und du hier einen auf Besitzerinstinkt machst, so geht es mir echt am Arsch vorbei... und nun, leb wohl.“
    Mit diesen Worten setzte ich mich mit einer solch unglaublichen Schnelligkeit auf dem Besen, packte Terrence, der das alles noch gar nicht realisierte, am Arm, drückte ihm seinen Zauberstab in die Hand, zerrte ihn vor mich auf meinen Besen, die Wölfe sprangen nun herbei, wollten sich auf uns stürzen, doch ich stieß mich mit meinem Besen schon in die Höhe, so gewaltig, dass wir beinahe wieder runtergepurzelt wären, doch wir fanden schnell unser Gleichgewicht wieder und flogen in sichere Höhe.
    Ich war einfach brillant.
    Die Wölfe sprangen uns nach, doch wir waren schon zu hoch.
    Ich balancierte meinen Besen vorsichtig durch die Bäume.
    Ich merkte einfach, dass ich es nicht gewohnt war, zu zweit auf einem Besen zu fliegen
    und mehr als einmal wären wir beinahe direkt in die Baumkronen geflogen.
    Das reine Glück schien auf unserer Seite zu stehen.
    Die feinen Äste peitschten Risse in mein Gesicht.
    Verdammt noch mal.
    Ich hörte, wie die Wölfe uns vom Boden aus folgten, wild knurrend und jaulend, aber nach und nach ließen wir sie zurück.
    Merlin sei Dank.
    Es war noch dunkel, aber weit im Osten dämmerte es schon, wenngleich auch nur sehr sanft, und ließ den Tag langsam andeuten.
    Catherine stand mit verschränkten Armen in der Eingangshalle und hatte unsere Ankunft wohl erwartet.
    Sie redete gerade mit Hermine und Silvia.
    Dann sah sie mich und eilte, sofern es ihr möglich war, zu mir hin.
    „Gott sei Dank ist dir nichts passiert!“, schluchzte sie, als sie mich umarmte.
    Bald bekam ich keine Luft mehr.
    Seit sie in den letzten Monaten der Schwangerschaft war, hatte sie ständig diese extremen Gefühlsausbrüche.
    „Ich hatte solche Angst um dich, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen!“, meinte sie und hatte wohl nicht vor, mich die nächsten paar Minuten loszulassen.
    Ich lächelte.
    „Es war doch alles gar kein Problem!“, beruhigte ich sie und strich ihr über die Locken.
    Ich hob ihren Kopf an, sodass sie mir in die Augen schauen konnte.
    „Es ist doch alles gut, Liebling!“, sagte ich noch einmal und küsste sie sanft.
    Sie legte den Kopf an meine Brust und schien anscheinend überglücklich mich unversehrt wieder zu haben.
    Konnte ich ihr ja nicht verdenken.
    Dann löste sie sich wieder von mir, hielt allerdings noch meine Hand fest umklammert.
    „Was ist mit deinem Besen passiert?“, fragte Catherine Terrence.
    Stimmt, den gab es ja auch noch.
    „Oh, den werden die Arguswölfe, die uns fressen wollten, zerrissen haben“, ertönte Terrencess schleppende Stimme.
    Catherine sah mich panisch an.
    Ich legte beruhigend den Arm um ihre Schultern und zog sie wieder zu mir hin.
    „Kommt doch erst mal rein“, mischte sich Sarahein.
    „Habt ihr -?“, fragte Hermine unbeirrt weiter.
    Ich schüttelte den Kopf und Hermine machte einen enttäuschten Gesichtsausdruck.
    „Was ist mit deinem Gesicht passiert?“, fragte SarahTerrence.
    Und mein Gesicht interessierte wieder niemanden.
    „Es sind nur ein paar Kratzer.“, antwortete dieser gelassen.
    Es gefiel ihm, im Mittelpunkt zu stehen.
    Eben ein echter Slytherin.
    Wir gingen in einen der Gemeinschaftsräume und setzten uns, um unseren Bericht abzugeben.
    Catherine ließ meine Hand nicht los, und ich verfestigte meinen Griff.
    Schließlich war ich ebenfalls froh, dass ich heil wieder daheim bei ihr war.
    Als ich und Terrence endeten, war es still.
    Als Terrence die abenteuerliche Flucht vor den Wölfen beschrieb und beendet hatte, herrschte zunächst wieder Stille im Raum.
    „Wow“, sagte Ron schließlich. „Hammer!“
    „Gut gemacht, Malfoy“, gab Hermine zu.
    Was hatte sie denn gedacht.
    Auch Sarahwarf mir anerkennende Blicke zu.
    Ich winkte lässig ab.
    Dann stand ich auf.
    „Noch Fragen?“
    Hermine schüttelte den Kopf.
    „Alles weitere besprechen wir morgen“, wobei sie mich und die anderen nach der Reihe nach ansah.
    Ich nickte, zog Catherine hoch und verließ mit ihr zusammen den Raum, um endlich schlafen zu gehen.
    „Wenn du ihn nicht gefunden hast, werden die anderen ihn erst recht nicht finden!“, stellte Catherine besorgt fest, als wir in meinem Zimmer angekommen waren.
    „Ich weiß!“, antwortete ich und strich ihr über die Wange.
    „Der Stein wäre eine große Hilfe gewesen!“, sagte sie und ließ sich auf dem Bett nieder.
    „Ich weiß!“, sagte ich wieder und setzte mich neben sie.
    Sie sah mich an.
    In ihren Augen lagen Kummer und Angst.
    „Aber wir werden es auch ohne dein Stein schaffen!“, versicherte ich ihr und nahm sie in den Arm.



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