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Kampf um Himmels Willen 8

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1 Kapitel - 7.954 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.750 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Über Kritik, positiv oder negativ wäre ich sehr dankbar!

    1
    ¬¬Hirngespinste?


    Eine Stimme aus dem Flur durchbrach meinen Gedankengang.
    „Das ist doch die Höhe!“, brüllte jemand und gleichzeitig wurde die Tür heftig aufgestoßen.
    Ich wirbelte herum und starrte einem erhitzten und vor Zorn rot gewordenen Ron ins Gesicht.
    „Was ist los?“, fragte ich verwundert.
    „Was los ist!“, wiederholte Ron verärgert und kein bisschen leiser.
    „Ich bin so wütend, ich könnte spucken!“
    Ich wischte mir mit einem Finger vorsichtig den Spucketropfen von meiner Wange.
    „Äh, okay, das wäre erledigt“, meinte ich lässig.
    Uah, war das eklig.
    „Ich hasse Malfoy“, fuhr Ron unbeirrt fort, nicht mehr so laut wie vorher, aber immer noch sichtlich erbost.
    Das war doch nichts Neues.
    Wer tat das nicht?
    Außer natürlich Catherine.
    Ich mochte Malfoy genauso wenig - okay, Ron mochte Malfoy noch viel weniger, es gab auch offenbar niemanden, der Rons Hass auf Malfoy übertrumpfen konnte - aber Malfoy stand immerhin und glücklicherweise auf unserer Seite.
    Jedenfalls soweit ich wusste.
    „Er mag ja noch so viel Ahnung von Zauberei haben und uns vom Nutzen sein, aber seine dämliche Arroganz, vollkommen ungerechtfertigte Selbstsicherheit und seine bescheuerten Ideen bringen uns noch alle ins Verderben!“
    Rons Augen funkelten vor Wut.
    „Aber von nun an werde ich dafür sorgen, dass er in den Abgrund der „Hölle“ gucken wird!“
    Ich verdrehte die Augen.
    Ron bluffte natürlich wieder, er drohte Malfoy mit allerhand, begnügte sich aber letztendlich nur mit gelegentlichen Prügeleien.
    „Und nicht nur in den Abgrund der Hölle, nein, noch viel, viel tiefer! Ich werde-“
    Schon klar, red nur.
    „Ron“, unterbrach ich ihn dennoch sanft, aber bestimmt.
    „Schlag' ihm einfach eine aufs Maul und gut is', okay.“, schlug ich ihm vor.
    Ron verstummte und sah mich an, als ob er mich erst jetzt registrieren würde.
    Ich sah, wie seine Wut langsam, aber allmählich verrauchte.
    „Und denk‘ dran, er steht auf unserer Seite und wir benötigen jeden Zusammenhalt“, fuhr ich fort.
    Wir dürfen nicht zulassen, dass Streit und Wut unser Bündnis gegen „du-weißt-schon-wen“ zerstören.“
    „Jaah“, gab Ron zu.
    „Du hast ja Recht. Aber Malfoy bleibt trotzdem Malfoy. Er hat den Erstklässlern gestern erzählt, wie wichtig Reinblütigkeit wär‘ und daraufhin haben sie Hermine angepöbelt. Hat Hermine mir gerade erzählt.“
    „Die Kleinen haben - was?“, fragte ich verblüfft.
    „Sie haben-“
    „Ich hab dich schon verstanden“, winkte ich ungeduldig ab.
    Omann, wie konnte Harry ihn nur den ganzen Tag lang aushalten…
    „Malfoy muss wohl recht überzeugend gewesen sein“, erzählte Ron weiter, „aber Hermine und Neville haben sie wieder auf die richtige Bahn lenken können.“
    Ich schüttelte den Kopf.
    „Malfoy spinnt ja total.“
    „Sag ich doch. Und er fand das natürlich alles wahnsinnig witzig“, grollte Ron.
    „Gibt es was Neues von Harry? Oder meinen Eltern?“, wechselte er abrupt das Thema.
    Ich blinzelte.
    Woher sollte ich das wissen?
    Harry pflegte keinen regelmäßigen Kontakt mit mir.
    Seit ich und Wood…
    „Nein“, sagte ich schließlich.
    „Ihnen scheint es wohl gut zu gehen, ihr Versteck scheint sicher zu sein.“
    Ron nickte zufrieden.
    Dann drehte er sich um, ging Richtung Tür, und sagte:
    „Komm, lass uns zu Hermine gehen, die wartet auf mich.“
    „Wieso?“
    „Keine Ahnung, aber komm doch einfach mit.“
    Ich nickte.
    „Also, gut“, sagte ich und folgte ihm.
    Wir fanden Hermine zusammen mit Seamus Finnigan, Dean Thomas und Catherine in einem Burgsaal, der zu einem Beratungsraum erkoren worden war.
    Hermine ging nervös auf und ab, während Seamus und Dean lässig in den kleinen Sesseln am langen Tisch in der Mitte des Raumes saßen und Hannah mit dem Rücken an eine Wand gelehnt stand und sich gelangweilt umschaute.
    „Hallo, was geht“, fragte Ron, als ich mit ihm den Raum betrat.
    „Na endlich“, sagte Dean.
    Alle sahen zu uns herüber, Hermine unterbrach ihr Auf und Abgehen und schaute Ron etwas ungeduldig an.
    „Gut, dass du endlich da bist. - Hallo Silvia“, fügte sie einen Augenblick später hinzu und klang dabei abweisend.
    Sie hatte mir noch nicht ganz verziehen, dass ich ihrem besten Freund das Herz gebrochen hatte.
    „Hallo“, antwortete ich in die Runde.
    „Was'n los“, wollte Ron gleichzeitig wissen.
    Hermine begann wieder, nervös auf und ab zu laufen.
    „Das wollen wir auch endlich wissen“, beschwerte sich Dean und machte eine verärgerte Miene.
    „Hermine – erzähl es endlich!“
    „Genau, sonst gehen wir wieder“, stimmte Dean maulend zu.
    Hermine rollte mit den Augen.
    „Seid nicht so ungeduldig. Es fehlt immer noch mehr als die Hälfte... wo bleiben die denn!“
    In diesem Augenblick kamen Katie Bell und Pansy Parkinson (was machte die denn hier!) und Luna hereingestürmt.
    „Tschuldigung“, rief Katie.
    „Habens beinahe vergessen.“
    Bei der wunderte mich gar nichts.
    Unter Hermines tadelndem Blick setzten sie sich an den Tisch.
    Ich ließ mich nun ebenfalls auf einem freien Platz nieder.
    Auch Ron hatte sich inzwischen hingesetzt.
    Währenddessen kamen noch ein paar Schüler, die mit uns im gleichen Schuljahr waren... gewesen wären.
    Ernie Macmillan, Lisa Turpin, Sally-Anne Pertes, Morag McDonald und kurze Zeit später Terry Boot, Mandy Brocklehorst und Blaise Zabini.
    Von den fünfzig Jugendlichen, die sich hier versteckt hielten, waren nur sehr wenige Slytherins dabei... fünf oder sechs.
    Darunter eben Blaise, der mich immer so komisch ansah und Pansy.
    Und natürlich Malfoy.
    Die meisten anderen Slytherins waren auf der Seite von Voldemort, niemanden wunderte es.
    Die Tür öffnete sich wieder und Nevilles Kopf lugte herein.
    „Bin ich zu früh?“
    „Nein, zu spät“, antwortete Hermine eisig.
    „Uups.“
    Schnell hastete Neville auf einen freien Platz.
    Omann.
    „Okay, fangen wir ohne Malfoy an“, sagte Hermine laut.
    Stimmt, der war überhaupt nicht da.
    Naja, Catherine würde ihm nachher eh alles erzählen, da war ich mir ziemlich sicher…
    Obwohl es komisch war, immerhin führte er ja ebenfalls eine Widerstandsgruppe und sollte sich solche Treffen eigentlich nicht entgehen lassen…
    Es wurde ruhig und alle sahen gespannt zu Hermine.
    Hermine, Draco und ich leiteten zusammen die gesamte Gruppe von Schülern, die sich hier versteckt hielt.
    Man hatte darüber abgestimmt und es war gut so, dass man uns drei gewählt hatte.
    Logisch.
    Ich lächelte, während ich zu Hermine sah.
    Sie war nervös, sie sah blass aus, fiel mir plötzlich auf und ich fing an, mir Sorgen zu machen.
    „Also... nun, wir - wir haben euch etwas mitzuteilen“, fing Hermine plötzlich stotternd an und suchte immer wieder hilflos Rons Blick, der ihr aber auch nicht weiterhalf.
    Sie rang nach Worten.
    „Überall treffen sie sich, jeder in seiner Gruppe-“
    Ich sah sie fragend an.
    Mit einem Blick auf die anderen wusste ich, dass es ihnen nicht besser erging.
    „Mit Affodill und Wermut, wisst ihr“, fuhr Hermine zusammenhanglos fort und raufte sich die Haare.
    Verwirrtes Gemurmel entstand.
    „Ich spreche wohl für alle, wenn ich sage: Was bitte?“, ertönte eine schleppende, gelangweilte Stimme mit nicht zu überhörbarem Spott im Unterton.
    Ich und die anderen blickten zur Tür.
    Klar, es war Malfoy.
    Ich nahm mir das erste Mal in meinem Leben Zeit, ihn genauer zu betrachten
    Ein blasser Junge mit schlanker Figur und einem feingeschnittenem Gesicht stand dort, lässig am Türrahmen gelehnt.
    Sein silbrig-blondes, aus der Stirn gekämmtes Haar schimmerte und hob sich von dem Schwarz seines bodenlangen Umhangs ab.
    Er hatte eine kalte, unnahbare Ausstrahlung und in seinen eisgrauen Augen lag stets ein arroganter, feindseliger Blick, der seine Gegenüber verwirren ließ.
    Allein deswegen mochte ich ihn schon nicht.
    Seamus und Dean hatten bei Dracos Spruch laut aufgelacht.
    „Malfoy, schön, dass du auch mal vorbeischaust“, entgegnete Hermine etwas wütend.
    Draco grinste, löste sich vom Türrahmen und schlenderte langsam zum Tisch.
    „Wieso regst du dich so auf, Granger, ich hab ja nichts verpasst.“
    Er gab Catherine einen flüchtigen Kuss zur Begrüßung und ließ sich in einen der Sessel fallen.
    „Oder willst du mir weismachen, dass jemand aus deinem verwirrten Gestotter schlau geworden ist“, fügte er höhnisch hinzu und streckte seine langen Beine aus.
    „Ach, halt‘s Maul, Malfoy“, giftete Ron ihn an, der ja sowieso schon Groll gegen Malfoy hegte.
    Was ihm in dieser Sekunde wirklich nicht zu verübeln war.
    Dieser Kerl war einfach unausstehlich.
    Aber schließlich mussten wir uns fügen und mit ihm auskommen.
    Und wer weiß vielleicht, würde er sich ja ändern…
    Allerdings musste ich unwillkürlich lächeln.
    Wie oft bekam Malfoy diesen Spruch von Ron wohl zu hören...
    „Was ist denn nun mit dem Trank der Lebenden Toten?“, fragte Draco, wohl nicht im Entferntesten daran denkend, sein Maul zu halten.
    „Mit dem Trank der Lebenden Toten?“, wiederholte Ron perplex.
    „Mit dem Trank der Lebenden Toten“, bestätigte Draco gelassen.
    „Was soll damit sein?“, wollte ich wissen.
    „Was soll womit sein?“, fragte Ron dümmlich, der offenbar nicht zugehört hatte.
    Omann, der machte mich noch wahnsinnig.
    Wie konnte Hermine nur mit diesem Trottel zusammen sein!
    „Mit dem Trank der Lebenden Toten soll etwas sein“, antwortete Dean auf Rons Frage.
    Ich grinste über das verständnislose Chaos.
    „Herrgott noch mal, mit Affodill und Wermut bekommt man einen Schlaftrank, so stark, dass er, wie Malfoy schon sagte, als der Trank der Lebenden Toten bezeichnet wird!“, herrschte Hermine die anderen gereizt an.
    „Das solltet ihr wissen! Und... und“, sie suchte wieder nach Worten,
    „und Dumbledore... ihm wurde dieser Trank eingeflößt und... und er ist gefangen genommen worden-“
    Hermines Stimme brach.
    Fassungslose Stille brach urplötzlich hervor.
    Nein, das darf doch wohl nicht wahr sein…
    „Wie?“, fragte Draco schließlich.
    Hermine zuckte mit den Achseln.
    „Oh nein“, hauchte Katie.
    „Hat ein Verräter ihm den Trank eingeflößt, jemand, den Dumbledore traute?“, fragte Catherine.
    „Ein - was?“
    „Ein Verräter, Ron.“
    „Jah, ich hab das schon verstanden!“
    „Wir wissen es nicht“, sagte Hermine.
    „Muss ja so gewesen sein, niemand kann Dumbledore anders besiegen.“, meinte ich.
    „Und wenn der Verräter ihm den Trank untergejubelt hat, konnte er ihn einfach zum Dunklen Lord bringen.“
    „Woher willst du das so genau wissen, Neville?“
    „Mensch, Dean, ich rate nur, man.“
    „Bist du dir da hundertprozentig sicher, Hermine?“
    „Hundertprozentig“, erwiderte sie.
    Dumbledore - einer der mächtigsten Zauberer unserer Zeit – gefangen!
    „Voldemort hat ihn bestimmt als Geisel“, schlussfolgerte Malfoy.
    Mehrere zuckten zusammen, als er den Dunklen Zauberer bei Namen nannte.
    „Niemand weiß, wo, und eigentlich weiß auch niemand, ob er überhaupt noch lebt... McGonagall hat uns eine Nachricht zukommen lassen, in der stand, dass sie davon ausgeht, dass er noch lebt.“
    „Dumbledore ist zu wichtig, auch für Voldemort“, fügte Hermine noch hinzu.
    „Er würde ihn nicht töten.“
    Hoffentlich.
    Hatten wir ohne ihn überhaupt eine Chance!
    „Die anderen haben gerade auch ein Treffen“, fuhr Hermine fort.
    „Die von den unteren Jahrgängen!“
    Wenn es etwas zu besprechen gab, plante jeder Jahrgang für sich ein Treffen.
    „Und was machen wir jetzt?“, fragte Ron.
    „Keine Ahnung“, gestand Hermine.
    „McGonagall und die anderen Professoren, die noch leben, planen etwas, aber wir wissen nicht was.“
    „Aber was wir machen können, ist uns in Magie zu stärken, den anderen mehr beibringen, andere mobilisieren“, schlug Hermine vor.
    „Damit wir zurückschlagen können.“
    „Wir sind immer damit beschäftigt, zu fliehen, wir sollten erst mal unsere Sicherheit in den Griff kriegen, ehe wir uns mit Gegenschlägen beschäftigen“, warf Catherine stirnrunzelnd ein.
    „Wir haben aber keine Zeit“, entgegnete Hermine.
    „Wir müssen eben beides zeitgleich hinbekommen.“
    „Täglich werden Muggel und Muggelfreunde angegriffen und getötet“, sagte ich.
    Ich bekam durch meine Eltern, vor allem durch meinen Vater, viel mit.
    „Wir haben wirklich keine Zeit.“
    „Deren Pech“, murmelte Draco, laut genug, dass wir es hören konnten.
    „Draco“, zischte Catherine warnend.
    Ron drohte Draco mit der Faust.
    Die anderen nahmen keine Notiz von Dracos Bemerkung, sie waren solche Sprüche gewohnt.
    Dass der Kerl sich auch einfach nicht zusammenreißen konnte...
    Auch wenn Draco auf unserer Seite stand.
    Ich seufzte innerlich.
    Es gab Dinge, die man nicht gemeinsam erleben konnte, ohne dass Vertrauen wuchs, und der Kampf gegen Voldemort gehörte eben dazu. Malfoy hatte uns erheblich geholfen.
    Er hatte viele von uns vor den tödlichen Flüchen bewahrt, also gehörte er irgendwie dazu.
    Er hatte Informationen für uns gesammelt, den Spion für uns gespielt.
    Das mag das Ausschlaggebende gewesen sein.
    Von da an vertraute man Draco - und Draco vertraute uns.
    Zumindest ging ich vom Letzteren so aus.
    Und da er der Freund meiner, vielleicht ehemals, vielleicht auch noch jetzigen besten Freundin war, ging es ohnehin nicht ohne ihn.
    Sogar Ron akzeptierte Draco in seinen Reihen... auch wenn es nur dabeiblieb und er Draco weiterhin hasste, wie je zuvor.
    Vor allem nach Ginnys Tod…
    Trotz allem war es mit Draco natürlich nicht besser geworden.
    Obwohl er sich ein wenig geändert hatte, seit Catherine von ihm ein Kind erwartete.
    Harry und Ron mochten ihn trotzdem nicht, und er mochte sie nicht, genauso wenig wie er alle Muggelfreunde nicht mochte - aber weswegen auch immer wollte er Voldemort nicht dienen und hatte sich auf die Seite der Weißen Magie geschlagen.
    Also unsere Seite.
    Draco war ein ungewöhnlich begabter Zauberer und wir konnten jeden guten gebrauchen.
    „Jeder denkt sich bis übermorgen Pläne aus, was wir alles tun könnten, der Sicherheit und der Gegenschläge willen, dann treffen wir uns um dieselbe Uhrzeit wie heute“, schloss Hermine die Sitzung ab.
    „Wir müssen stark sein“, fügte sie hinzu.
    „Voldemort hat Dumbledore, ja, aber“
    „Was können wir denn schon gegen den Dunklen Lord ausrichten, wenn sogar Dumbledore besiegt wurde“, warf Zabini besorgt ein und sprach allen aus der Seele.
    „Gerade deswegen dürfen wir nicht die Hoffnung verlieren“, entgegnete Hermine.
    „Zusammen sind wir stark, zusammen schaffen wir es - müssen es schaffen! Voldemort darf nicht siegen.“
    Die anderen nickten zögernd, mehrere waren wieder kurz zusammengezuckt, als Hermine den Namen des feindlichen Zauberers aussprach.
    Ich nicht.
    Ich sprach ihn ja selber aus und hatte keine Angst davor.
    Warum sollte ich vor einem Namen Angst haben?
    Vor Voldemort natürlich, aber nicht vor seinem Namen…
    Die anderen waren alle sehr blass und sahen schockiert aus.
    Kein Wunder, bei dieser Nachricht.
    Ich selber sah wahrscheinlich auch nicht besser aus.
    Wer hätte schon gedacht, dass sogar Dumbledore gefangen genommen werden konnte!
    „Uns bleibt ja wohl keine andere Wahl“, murmelte Katie.
    Sie stand auf, die meisten taten es ihr nach.
    „Wir geben schon nicht auf“, sagte Dean.
    „So leicht machen wir es ihr-wisst-schon-wem nicht“, stimmte Seamus zu.
    Allmählich leerte sich der Raum, zum Schluss saßen nur noch Draco, Catherine und ich am Tisch und Hermine stand immer noch.
    Ich sah Hermine an und versuchte, sie aufmunternd anzulächeln.
    Ron starrte vor sich hin.
    Hermine sah, wie Dracos Mund sich zu einem spöttischen Grinsen verzog, als er den scheinbar geistig völlig abwesenden Ron beobachtete.
    „He, Weasley!“, riss er Ron wieder in die Wirklichkeit zurück.
    „Mmh?“
    „Schockiert?“
    „Mhm.“
    „Tja, Weasley... so ist das Leben am Schlund der Hölle.“
    Hermine sah Draco missbilligend an, aber er ignorierte sie.
    „Findest es wohl witzig, was Malfoy“, grummelte Ron, Draco einen vernichtenden Blick zuwerfend.
    Draco erhob sich immer noch grinsend vom Sessel, dann verblasste sein Grinsen und seine kalten Augen schienen Ron zu durchbohren.
    „Wenn es an der Zeit ist, werden wir siegen, Weasley.“
    Draco wartete, bis auch Catherine sich erhob, die es seit sie schwanger war, nicht mehr so leicht hatte, mit der Bewegung.
    Er nahm ihre Hand und sie verließen das Zimmer.
    Die Zeiten waren schlecht, um eine Familie zu gründen.
    Das wussten die beiden bestimmt gut genug.
    Ich starrte noch lange auf die Tür, durch die Draco mit seiner Freundin hinausgegangen war.


    Ich begleitete Catherine, die ziemlich müde zu sein schien, in mein Zimmer.
    Sie sollte sich hinlegen.
    Das ließ sie auch bereitwillig zu.
    Die Schwangerschaft und die neuen Ereignisse schienen sie ziemlich fertig zu machen und sie machte einen traurigen, sowie geschafften Eindruck.
    Sie legte sich in mein Bett und ich deckte sie zu.
    „Ich liebe dich!“, flüsterte ich und strich ihr übers Haar.
    Ich gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn und ließ sie dann allein.
    Ich hatte noch anderes zu tun.
    Ich war gerade in der Eingangshalle angekommen, als ich Schritte hinter mir vernahm.
    In den letzten Monaten war ich noch paranoider als sonst geworden.
    „M-Malfoy, hast du meine Kröte gesehen?“, fragte jemand hinter mir.
    Ich drehte mich um und erblickte Neville, der hilflos auf dem Flur stand und ihn vorsichtig ansah.
    „Deine Kröte“, wiederholte ich langsam.
    „Meinst du diese kleine, grüne Kröte, mit einem kleinen schwarzen Band um das rechte Bein, diese Kröte, die immer abhauen will?“
    „Ja, du kennst doch Trevor, du weißt schon“, antwortete Neville hoffnungsvoll.
    „Ähm, ja, ich hab sie aufgegessen.“
    Ich wollte meine Zeit nicht mit Neville vertrödeln.
    Ich wandte ich wieder ab und ging weiter.
    „Du hast-“, hörte ich Nevilles ängstliche Stimme hinter mir sagen und grinste.
    „Malfoy! Du kannst doch nicht-“
    „Ich kann was nicht“, sagte ich kühl und drehte mich dabei wieder zu Neville um.
    „D-du du, ich meine-“, stotterte Neville, bleich vor Furcht im Gesicht, aber dann nahm er seinen ganzen Mut zusammen und holte tief Luft.
    „Du willst mich doch nur verarschen, Malfoy! Sag' mir endlich, wo meine Kröte ist!“
    Ich grinste kurz.
    Dann sagte ich:
    „Longbottom, woher soll ich wissen, wo deine verdammte Kröte ist, hm!
    Ich gebe mich nicht mit Kröten ab“, ich sah Neville verächtlich an, dann wandte ich mich endgültig ab.
    In Wahrheit hatte ich diesen blöden Trevor heute Morgen im hohen Bogen quer durch sein ganzes Zimmer geschleudert, als ich beim Aufwachen bemerkte, dass die Kröte auf meinem Bauch saß und mich aus seinen hässlichen Glubschaugen beobachtete. Aber das sagte ich Neville nicht.
    Vor allem nicht, weil Catherine mich mindestens 10 Minuten lang ausgelacht hatte.

    Ich ging in den Gemeinschaftsraum.
    Wir hatten für jede Jahrgangstufe einen Gemeinschaftsraum, aber ohne in die vier verschiedenen Häuser aufzuteilen, dafür waren wir einfach zu wenige, als dass es sich lohnen würde.
    Der Gemeinschaftsraum für meinen Jahrgang war der von Gryffindor.
    Ernie und Hannah saßen dort, miteinander tuschelnd, Dean und Seamus unterhielten sich laut über Quidditsch und Katie und Pansy diskutierten über die neusten Schminkmethoden.
    Ich bemerkte sofort, dass sie sich nur mit aller Macht versuchten, abzulenken.
    Abzulenken von der Schreckensnachricht, die sie vorhin erhalten hatten.
    Ich setzte mich abseits von den anderen hin und starrte ins Kaminfeuer, aber ich blieb nicht lange allein.
    Zabini betrat den Raum und strebte sofort meine Richtung an.
    „Hallo Draco“, sagte er und setzte sich neben mich hin.
    „Hi.“
    Ich blickte nicht auf.
    „Es ist zum Verzweifeln“, gestand er mir.
    Nun löste ich meinen Blick vom Kaminfeuer und sah ihn an.
    Blaise war schon ewig mein bester Freund.
    „Das mit Dumbledore“, fragte er tonlos, obwohl er die Antwort kannte.
    „Er ist ein alter Narr.“
    „Wie kannst du so etwas sagen“, fuhr er mich entrüstet an.
    Seit wann mochte Blaise den Greis!
    „Ich hab doch bloß gesagt, dass er ein alter Narr ist, und nicht ein dummer, alter Narr. Oder findest du ihn nicht verrückt?“, ich zog die Augenbrauen hoch.
    „Hm, ja schon, ein bisschen. Aber er ist mächtig.“
    „Ja. Und? Er hat sich trotzdem von Voldemort fangen lassen. Wir dürfen uns nicht immer nur auf seine Macht verlassen.“
    „Du hast ja Recht“, gab Blaise zu.
    „Ich weiß, wie immer“, grinste ich.
    „Das hättest du wohl gern!“, grinste Zabini süffisant zurück.
    Ich zuckte zusammen.
    Ich sah in Gedanken plötzlich scheinbar zusammenhanglose Bilderfetzen, die ich nicht kannte, aber die mich an etwas zu erinnern schienen.
    Nebel.
    Ein Mädchen. Es lächelte.
    „Was-“, murmelte ich. Ich war verwirrt.
    „Draco?“, hörte ich Zabinis Stimme, sie klang wie aus weiter Ferne.
    Weitere Bilder schossen mir durch den Kopf.
    Ein strahlendes Lächeln... Zu strahlend.
    Finsternis. Überall.
    „Überall“, flüsterte ich.
    Nebel, es verschluckte das Mädchen.
    „Was ist überall?“, fragte Blaise perplex.
    Ich saß ganz erstarrt in dem Sessel und starrte in die Leere.
    Nur, es war keine Leere, ich sah die Bilderfetzen, immer und immer wieder, sie kamen ganz schnell und gingen ganz schnell, gerade so, dass ich sie registrieren konnte.
    Schwärze.
    „Draco!“
    Überall.
    Und plötzlich waren die Bilderfetzen verschwunden.
    Ganz verdutzt nahm ich die Leere wahr, die sich vor mir auftat.
    Und langsam kam ich in die Wirklichkeit zurück.
    Erst jetzt bemerkte ich, wie Blaise mich an der Schulter gepackt hatte und mich leicht schüttelte.
    „Lass mich los“, beschwerte ich mich.
    Sofort ließ er mich los.
    „Was zum Teufel ist los mit dir?“, Blaise sah mich besorgt an.
    „N-nichts.“, antwortete ich ihm.
    „Nichts“, wiederholte Zabini in einem Ton, der mir klar machte, dass er es mir natürlich nicht abnahm.
    „Schon okay, es ist nichts“, versicherte ich ihm und lächelte ihn, als wäre nichts, an.
    Natürlich würde ich ihm nichts von diesen merkwürdigen Bilderfetzen erzählen, von denen ich nicht wusste, was sie zu bedeuten hatten und wieso sie mir durch den Kopf geschossen waren.
    Zabinis Augenbrauen zogen sich misstrauisch zusammen.
    Er sagte zwar nichts mehr dazu, aber ich wusste, dass er es nicht vergessen würde.
    Naja, ich machte mich auf den Weg zum Zaubertränkelabor, das ich vorhin aufsuchen wollte.

    Ich war immer noch mit Hermine und Ron im Beratungsraum.
    „Wer hat es den Kleinen gesagt?“, fragte Ron.
    Damit meinte er die Elfjährigen, die in der ersten Klasse gekommen wären. Bei weitem natürlich nicht alle, in der Burg hielten sich etwa 10 Erstklässler auf.
    Schließlich hatten sie sich in mehreren, kleinen Gruppen aufgeteilt, die sich an verschiedenen Orten versteckt hielten.
    So waren sie nicht zentral und die Todesser hatten es schwerer, sie zu finden und wenn ein Versteck gefunden und angegriffen wurde, war die Zahl der Opfer somit kleiner, als würden sie sich alle zusammen verstecken.
    Sie waren ungefähr an die Zweihundert Widerstandskämpfer. Es klang nach viel, aber mehr als die Hälfte suchten nur ihren Heil in der Flucht und wollten nicht wirklich kämpfen.
    Und wenn man Voldemorts Anhängerschaft betrachtete, schienen ihre Zweihundert in ein Nichts zusammenzuschrumpfen.
    „Marie und Steven, zwei aus Ginnys Jahrgang, haben das übernommen“, antwortete Hermine.
    „Hast du eigentlich was von Fred und George gehört?“, fragte ich Ron.
    Ich bedauerte es, dass Fred und George in einer anderen Gruppe waren und sich woanders versteckt hielten. Waren die beiden mit ihrem unübertrefflichen Humor doch witzig und ließen Depressionen bei allen nie zu.
    Ron schüttelte den Kopf. „Zuletzt vor drei Wochen, haben ein sicheres Versteck mit den anderen aus Hogwarts. Sie meinen aber, dass sie gegen September wieder zu uns stoßen werden, um uns zur Seite zu stehen!“
    Hermine nickte.
    „Und was ist mit Bill und Charlie?“
    „Okay, nehme ich an.“
    „Und Percy?“, fragte ich.
    „Percy?“, wiederholte Ron und seine Miene verdüsterte sich etwas. Dann zuckte er mit den Achseln.
    „Weißt du, wo er ist oder ob er ein gutes Versteck hat?“, fragte nun auch Hermine.
    „Wo soll Percy denn schon sein“, sagte Ron unwillig. „Dort, wo die Macht ihr zu Hause hat.“
    „Ach Ron, sprich nicht so über deinen Bruder“, wandte Hermine ein.
    „Hermine, wir sind ihm ganz egal. Er ist nur auf seine Karriere fixiert, die eigentlich schlecht laufen sollte, da du-weißt-schon-wer die Macht inne hat, aber - „
    „RON!“, rief Hermione entrüstet.
    „Percy ist euer Bruder, er würde euch nie etwas antun. Ihr seid seine Familie!“
    „Sag das mal Percy“, hörte ich eine neue Stimme.
    Ich sah zur Tür und erblickte Terrence.
    „Terrence“, sagte ich.
    „Hallo.“, antwortete er.
    Terrence war im selben Alter, wie Percy und seinerseits ein Freund von ihm gewesen.
    Er Sucher der Slytherins gewesen, war aber ebenfalls auf unserer Seite.
    Doch seit Percy sich…
    „Wie meinst du das?“, unterbrach Hermine meinen Gedankengang und sah ihn fragend an.
    „Das mit Percy? Wie ich es gesagt habe.“
    Er klang überraschend kühl.
    Ich sah ihn etwas erstaunt an.
    „Percy ist Percy, hören wir auf, über Percy zu reden, okay“, hörte ich Ron etwas genervt sagen.
    Ich sah, wie Hermine sich dem fügte und er musste unwillkürlich grinsen.
    Hermine fügte sich selten irgendetwas...
    „Wie geht es jetzt weiter?“, fragte Terrence.
    „Wie zuvor“, lautete Hermines knappe Antwort.
    „Wir gehen eben nur intensiver vor. Wir müssen die Schwachstelle von Voldemort finden und sie knacken“, ergänzte ich.
    „Hm“, machte Terrence.
    „Als ob das so leicht wäre.“
    „Wir wissen, dass es schwer ist, aber wir werden unser Bestes geben“, sagte Ron ungeduldig.
    „Das Problem ist doch, dass wir jetzt keinerlei Spione mehr haben“, meinte ich.
    „Du hast Recht“, seufzte Hermine. „Dann muss es solange eben ohne gehen.“
    „Nicht mal mit Malfoy hat es geklappt“, erinnerte ich mich.
    „Naja, ich sehe schon, ihr seid noch nicht weit mit Plänen“, sagte Terrence nun.
    „Aber übermorgen, hoffentlich“, entgegnete Hermine.
    Terrence nickte. „Is' gut. Bis nachher beim Abendessen.“
    „Ciao, bis nachher“, antworteten ich, Ron und Hermine durcheinander.
    Ich seufzte.
    Hoffentlich hatten wir übermorgen Pläne.
    Wir durften keine Zeit mehr verlieren.
    Ich hasste Voldemort aus tiefstem Herzen und wollte ihn endlich ins Reich des Jenseits katapultieren.
    Sowie fast jeder hier.



    „Wo ist er?“
    Seine Stimme klang kalt. Grausam. Unmenschlich.
    Pettigrew zuckte zusammen, wie jedes Mal, wenn die Stimme erklang.
    Und er bebte vor Respekt, Ehrfurcht und Angst zugleich, als Voldemort auf ihn zukam. Wie jedes Mal, wenn er ihn sah.
    Voldemorts rotglühenden Augen richteten sich auf Pettigrew und schienen seine gesamte, verdorbene Seele zu durchleuchten.
    „MyLord, ich habe ihn in den Kerker gebracht. Er ist in einen der alten Verliese“, sagte er ergeben.
    „Angekettet?“
    „Aber natürlich, MyLord, wie Ihr es befohlen habt.“
    „Gut. Begleite mich zu ihm.“
    „Wie Ihr befiehlt, MyLord.“
    Pettigrew eilte voraus, um Voldemort die Tür zu öffnen.
    Sie gingen eine schmale, dunkle, um sich windende Steintreppe hinunter, hinein in die Finsternis.
    Unten befanden sich die alten Verliese, und Pettigrew führte Voldemort zu dem Verlies, wo sich Dumbledore befand.
    Er war mit Armen und Beinen an der Wand angekettet und sogar um seinen Hals war ein Eisenring geschlungen worden, an dessen Ring eine Kette zur Wand führte. Dumbledores Haare waren zerzaust und dreckig, so wie der Bart, und im Gesicht waren Spuren getrockneten Blutes zu sehen.
    „Dumbledore“, sagte Voldemort eisig lächelnd, als er vor der Gittertür stehen blieb und in das Verlies hineinsah.
    Dumbledore sah auf und Pettigrew sah, wie seine blauen Augen trotz der Qualen und des Schmerzes ungewöhnlich wach waren und leuchteten.
    Doch der freundliche Blick, der immer in ihnen lag, so wie Pettigrew es von seiner Zeit aus Hogwarts kannte, war verschwunden. Kein Deut mehr von Güte, nur Härte und Kälte. Und etwas, was er nicht deuten konnte.
    „Mit meinem Tod wird sich trotzdem nichts ändern, Voldemort. Das solltest du wissen. Es wird immer noch Zauberer und Hexen geben, die sich gegen dich auflehnen werden und sie werden siegen. Früher oder später.“
    „Wer hat gesagt, dass ich dich töten möchte?“, fragte Voldemort spöttisch zurück.
    „Du bist viel zu wichtig, um getötet zu werden, auch wenn du ein alter Narr bist. Und nun verrate mir, wo sich Potter und seine Freunde aufhalten.“
    Der Spott aus Voldemorts Stimme war so schnell verschwunden, wie er gekommen war.
    „Finde es selber heraus.“
    Pettigrew wusste, was jetzt kommen würde.
    Voldemort richtete seinen Zauberstab durch die Gitter auf Dumbledore.

    „Crucio.“
    Dumbledore zuckte zusammen. Mehr geschah nicht.
    „Crucio.“
    Dumbledore zuckte erneut zusammen. Mehr aber auch nicht.
    In Pettigrew kam gegen seinen Willen Bewunderung für den alten Zauberer auf.
    Wie stark er sein muss…
    „Crucio!“ Voldemort wurde mittlerweile zornig.
    Diesmal krümmte sich Dumbledore zusammen und keuchte auf.
    „Crucio!“
    Die Ketten hinderten den Fall zu Boden, Dumbledore hing nur noch in ihnen, vor Schmerzen stöhnend.
    „Ich würde eher sterben, als Harry zu verraten“, presste Dumbledore hervor, sein Blick starr auf Voldemort gerichtet.
    Voldemort schien ihm zu glauben, denn er steckte seinen Zauberstab ein.
    Doch er schien nicht wütend zu sein.
    Pettigrew wusste, wann Voldemort wütend war.
    Wahrscheinlich wollte er Dumbledore nur quälen.
    „Ich weiß, dass du leichtsinnig bist, Dumbledore“, hörte er Voldemort lauernd sagen.
    „Das brauchst du mir nicht immer wieder zu demonstrieren.“
    Pettigrew kam die Idee, Dumbledore mit dem Imperius-Fluch zu belegen, doch er schlug es nicht vor. Voldemort wird natürlich auch drauf gekommen sein, dachte er sich, nur Dumbledore würde sich von dem Zauberspruch nicht bezwingen lassen.
    Allmählich verstand Pettigrew, wieso Voldemort vor knapp siebzehn Jahren Dumbledore nicht angegriffen hatte, aus Respekt vor Dumbledores Macht. Dass Dumbledore diesmal gefangen genommen werden konnte, hatten sie nur dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass sie in den Reihen der Revoluzzer einen Spion hatten. Einen Spion, der so gut getarnt war, dass niemand ihn verdächtigte.
    Bedauerlich nur, dass jener Spion Potters Aufenthalt nicht kannte... noch nicht kannte. Zumindest behauptete er das. Voldemort schien seinem Spion wohl nicht so recht glauben, dass er tatsächlich so unwissend war, dass hatte er ihm gegenüber mal angedeutet.
    Obwohl Pettigrew in Harrys Schuld stand, wollte er, dass Voldemort endlich die Revoluzzer endgültig besiegte... nur...
    Wollte er das wirklich?
    Ja, das wollte er.
    Er hatte keine andere Wahl mehr, es gab für ihn kein Zurück mehr, sosehr er es auch wollte. Für ihn war es zu spät, er war für immer auf die Seite des Dunklen Lords verbannt, und das seit knapp siebzehn Jahren, seit er seine besten Freunde verraten hatte...



    Die Schwärze der Nacht senkte sich über die kleine Burg und es wurde still.
    Ich konnte nicht schlafen.
    Ich sah zu Catherine, die neben mir lag und tief und fest schlief.
    Ich gab strich ihr noch einmal über die Wange und stand dann leise auf.
    Ich zog mir meinen Umhang über und schnappte mir meinen Zauberstab.
    Man konnte in der Burg nicht apparieren, dafür hatten sie gesorgt, so ging ich aus seinem Schlafraum, quer über den Gemeinschaftsraum, hinunter zur Eingangshalle.
    Wenigstens aus Hogwarts raus konnte ich das.
    Allerdings auch nur ich, Sarahund Potter.
    Und vielleicht auch Granger, das wusste ich nicht so genau.
    Ich ging hinaus und setzte mich am Fuße der Treppe auf die steinernen Eingangsstufen und sah gen Himmel.
    Sterne funkelten und verwandelten den Nachthimmel in ein funkelndes Meer. Sie waren so unendlich weit und verbargen ihre Geheimnisse und doch schienen sie so nah, dass man den Arm ausstrecken wollte, um nach ihnen zu greifen.
    Schade, dass Catherine nicht da war.
    Ich verfolgte den Lauf einer Sternschnuppe, sie war so schön, bedeutete sie doch den Tod eines sterbenden Sterns.
    Der Tod schien sich oft in verlockende Schönheiten zu verkleiden, und obwohl er zum Leben dazugehörte, gab es doch ohne den Tod kein Leben und ohne das Leben keinen Tod, fürchteten sich die Meisten vor ihm und hielten ihn für grausam.
    Ich nicht. Ich hatte keine Furcht vor dem Tod noch fand ich ihn grausam.
    Das versuchte ich mir immerhin einzureden.
    Plötzlich hörte ich, wie die hiesige Tür hinter ihm geöffnet und Sekunden später wieder geschlossen wurde.
    Ich griff nach meinem Zauberstab, auch wenn ich wusste, dass es kein Feind sein konnte.
    „Lumos“, flüsterte jemand.
    Ich wandte mich um und sah eine schlanke, zierliche Gestalt, die auf mich zukam.
    „Malfoy!“, rief Granger erstaunt.
    „Granger“, sagte ich gelangweilt, wandte mich wieder ab und steckte meinen Zauberstab zurück.
    „Was tust du denn hier?“, fragte sie mich, die letzte Stufe hinuntergehend.
    Dann stellte sie sich vor mich hin.
    Das Licht des Zaubererstabes erhellte ihr Gesicht.
    „Wohl das Gleiche wie du“, antwortete ich und maß sie aus meinen eisgrauen Augen.
    „Ich konnte nicht schlafen und wollte mich hier hin setzen, aber... „, Granger verstummte und ich sah, wie sie sich auf die Unterlippe biss.
    „Aber?“, wiederholte ich spöttisch.
    Ein eisiger Blick aus ihren hellbraunen Augen traf mich.
    Sie sagte nichts, dann setzte sie sich zögernd auf dieselbe Stufe hin, wo ich saß, ließ aber mindestens einen Meter Abstand zwischen uns.
    War mir recht.
    Wir saßen schweigend nebeneinander.
    Und ich dachte nicht im Entferntesten daran, mich mit Granger zu unterhalten, mir entging aber nicht, wie sie hin und wieder einen schnellen Blick aus dem Augenwinkel zu mir warf.
    „Hast du schon einen Plan?“, brach sie schließlich das Schweigen.
    Ich blickte zur Seite, direkt in ihre Augen.
    „Vielleicht.“
    „Wenn, was für einen?“, fragte sie geduldig und neugierig zugleich.
    „Ich bin der Ansicht, dass wir einfach zuschlagen sollen. So schnell wie möglich, scheinbar willkürlich, einen nach dem anderen aus dem Weg räumen und - „
    Ich brach abrupt ab, als ich Grangers erschrockenen Blick bemerkte.
    Ich hatte wohl zu hasserfüllt geredet.
    Der Schrecken in ihren Augen verblasste und die Abneigung, die immer in ihren Augen glänzte, wenn sie mit mir sprach oder ansah, erschien wieder.
    Ich wusste, dass sie mich hasste.
    Für das, was er ihr und den Weasleys in Hogwarts angetan hatte... nämlich sie grenzenlos verspottet und beleidigt. Was sie auch verdient hatten, waren sie doch eine arme, muggelfreundliche Familie...
    Blutsverräter waren sie.
    Und Granger ein Schlammblut.
    Aber das unverzeihlichste war, dass ich Ginny getötet hatte.
    Wusste sie das?
    Das wusste ich leider nicht.
    Aber wahrscheinlich hatte Ron es ihr erzählt…
    „Was ist mit der Sicherheit?“, fragte sie scheinbar unbeirrt weiter.

    Ich lächelte spöttisch.
    „Was soll mit der schon sein, Granger. Wer dumm genug ist, einen Kampf anzufangen, von dem er nicht sicher ist, dass er ihn auch gewinnen wird, hat es wohl dann einfach nur verdient, vom Feind erledigt zu werden.“
    „Aber wie redest du denn da“, fuhr sie mich wütend an.
    „Realistisch, Granger.“
    Granger stieß hörbar empört Luft aus.
    „Du meinst - „
    „Ich meine“, unterbrach ich sie,
    „wer gut genug ist und sich des Sieges sicher ist, braucht nicht so scheiße penetrant auf die Sicherheit aller zu achten. Damit verlieren wir nur Zeit, Zeit in der Voldemort mächtiger wird!“
    Sie war bei dem Namen „Voldemort“ zusammengezuckt.
    Gott, wie unbrauchbar.
    Ich stand auf.
    Ohne ein weiteres Wort an Granger zu verlieren, stieg ich die Treppe hoch und ging wieder hinein.
    Als ich den Gemeinschaftsraum betrat, kam mir plötzlich Ron entgegen.
    „Was machst du denn um diese Uhrzeit noch hier?“, fragte Ron mich misstrauisch.
    „Schlafen gehen.“
    „Weißt du wo Hermine ist? Katie hat gesagt, dass sie einfach - „
    „Draußen.“, antwortete ich knapp.
    „Draußen?“
    „Draußen.“, wiederholte ich und ging weiter.
    Ich hörte noch, wie Ron mir hinterherlief.
    Gerade, als Ron mich an der Schulter packte, wirbelte ich herum.
    „Was?“, zischte ich leise.
    „Woher weißt du, dass Hermine draußen ist? Und wieso, verdammt noch mal, lässt du sie alleine draußen? Draußen ist es gefährlich!“
    „Granger ist siebzehn, Weasley. Alt genug, um auf sich selbst aufzupassen.“
    „Du - „, setzte Ron an, um einen Schwall Schimpfwörter über mich ergehen zu lassen, doch ich fiel ihm ins Wort.
    „In Wirklichkeit habe ich sie entjungfert, da du das ja nicht hinbekommen hast und dann aufgegessen, Weasley. Und nun gute Nacht.“
    Ich warf Ron noch einen spöttischen Blick zu und ging zu seinem Schlafraum.
    „Darüber reden wir noch, Malfoy, du arrogantes Arschloch!“, rief Ron mir erbost hinterher.
    Jaja, schon gut, Weasley.
    Ich hörte noch, wie er aus dem Gemeinschaftsraum lief, wohl, um Granger reinzuholen.
    Ich öffnete leise die Tür und betrat vorsichtig mein Schlafzimmer.
    Ich legte meinen Umhang ab, versteckte seinen Zauberstab unter seinem Kissen, wie ich es immer tat und legte mich zu meiner Freundin ins Bett.
    Es dauerte nicht mehr lange und ich versank ins Reich der Träume.

    Ein helles, freundliches Licht. Doch plötzlich Dunkelheit.
    Gnadenlose Dunkelheit. Geliebte Dunkelheit.
    Ich sah sich um, und erkannte nur schemenhafte Schatten.
    „Komm herein, komm herein, wenn du dich traust“, ertönte eine fiese, leise Stimme im lauerndem Unterton aus dem Nirgendwo.
    Ich wollte nach meinem Zauberstab greifen, aber ich hatte ihn nicht mit.
    Gehetzt sah ich mich um.
    Plötzlich sah ich eine Tür.
    „Geh dorthinein, geh hinein, wenn du dich traust“, fuhr die fiese, leise Stimme aus dem Nichts fort.
    Ich schritt durch die Dunkelheit auf die Tür zu, zögernd. Dann blieb ich stehen.
    „Bist du ein Slytherin? Kannst du List und Tücke miteinander verbinden? Spielst du das Spiel des Lebens, ohne dich an die Spielregeln zu halten?“
    Die Stimme lachte leise.
    „Wer bist du?“, fragte ich laut.
    Ein Kichern war die Antwort, ein irres Kichern.
    „Geh durch die Tür, o Slytherin, geh durch die Tür.“
    „Wieso sollte ich?“
    „Willst du nie an Macht erlangen? Willst du nie Ruhm und Ehre ernten? Willst du nie die Welt besitzen?“
    Ich wollte zu einer Antwort setzen, doch die Stimme wollte sie offenbar nicht hören.
    „Geh, geh durch die Tür, hinein. Wahrheit und Lüge wirst du sehen, Leben und Tod, Glück und Verderben. Bist du denn kein Slytherin?“
    „Natürlich bin ich einer.“
    „Dann betrete das Reich. Los, trau dich, geh hinein, geh doch einfach...GEH HINEIN!“
    Die Stimme hatte sich zu einem fürchterlichen Kreischen enthoben, und wissend, dass es eine Falle sein könnte, trat er auf die Tür zu und öffnete sie.
    Neugier beherrschte jeden Menschen und Macht verlockte sie.
    Ein wirbelnder Windstoß ergriff mich und zerrte mich mit hinein.
    Die Tür schlug hinter mir zu und ich spürte, wie der Wind ihn losließ.
    Ich schrie, als ich fiel.
    Überall war es finster und ich fiel und fiel, dem bodenlosen Boden entgegen, aber ich fiel nicht schnell, sondern ungewöhnlich langsam, wie in Zeitlupe.
    Ich hörte auf zu schreien.
    Gottverdammt, wo war ich? Was passierte hier?
    Und plötzlich, ohne Vorwarnung, schlug ich am Boden auf.
    Mir schwindelte, ich sah Sternchen, der plötzliche Aufprall hatte mir die Luft aus der Lunge gepumpt und ich keuchte.
    „Da bist du ja“, sagte eine helle Stimme und ich sah auf.
    Ein Mädchen stand vor ihm.
    Ich kannte es, das wusste ich, aber jetzt schien es mir unmöglich zu sagen, wer sie war.
    Sie glich einem Engel mit ihrer Anmut und trotz der Schmerzen verlor ich mich in ihrer grenzenlosen Schönheit.
    Ich stemmte mich in die Höhe und blieb auf unsicheren Beinen stehen.
    Sie sah mich unter ihren dichten Wimpern an und sie lächelte.
    Ihr Lächeln war so süß. Freundlich, strahlend.
    Zu strahlend.
    Ich wollte etwas sagen, als ihr Lächeln sich verzerrte und in ihrem Gesicht Schmerz und Trauer geschrieben stand.
    Nebel schlich am Boden entlang und kletterte an ihr empor.
    „Nein“, rief ich und streckte die Hand aus, um nach ihr zu greifen, aber der Nebel hatte sie schon verschluckt.
    Finsternis. Überall Finsternis.
    Plötzlich sah ich eine rote Flüssigkeit von oben herabtropfen.. Auch von den Seiten tropfte es herein, und die Tropfen wurden immer stärker und stärker.
    Es rann mir entgegen, fassungslos starrte ich auf die rote Flüssigkeit, die langsam aber sicher den kompletten Boden eintauchte.
    Es roch nach Eisen und ich begriff, dass es Blut war.
    Ich sah nach unten, ich konnte meine Füße gar nicht mehr sehen und das Blut stieg und stieg.
    Ich wollte wegrennen, fliehen, aber seine Beine trugen ihn nicht davon.
    Wohin hätte ich auch fliehen können?
    „Das Bluuuut! Das Bluuuuuuuuuuuuut“, ertönte wieder diese fiese Stimme, diesmal laut und gehässig.
    Panisch sah ich sich um.
    „Das Bluuuuut derer, das Bluuuuuut deeeereeer!“
    Mittlerweile kam ein gesamter, blutiger Wasserfall von oben herab und stürzte auf mich ein, riss mich mit aller Macht zu Boden. Ich fiel in das Meer von Blut, verschluckte mich daran und würgte. Schnell rappelte ich mich wieder hoch, das Blut ging mir schon bis zum Bauch, kurz danach bis zum Hals.
    Ich war entsetzt.
    Ich versuchte auf der Oberfläche zu schwimmen.
    Es gelang mir und eine Zeit lang hielt ich mich so oben.
    Die vor Nässe schwer gewordene Kleidung wollte mich nach unten zerren, doch ich kämpfte dagegen an.
    Die schweren Blutmassen, die von oben hinabstürzten, wollten mich nach unten drücken, doch auch dagegen hielt ich an.
    Verzweiflung beherrschte mich.
    Und dann konnte ich schon die Decke sehen. Merkwürdigerweise kam von dort kein Blut, aber wovon dann?
    Schon bald hatten die Blutmassen den gesamten Raum unterwassert und für mich war kein Platz mehr.
    Das Blut ging bis zur Decke und ich bekam keine Luft.
    Ich musste tauchen, doch ich wusste, dass ich nicht mehr lange die Luft anhalten konnte.
    Und ich hatte keine Möglichkeit mehr, nach Luft zu schnappen.
    Die Lungen drohten allmählich zu platzen - gegen meinen Willen riss ich meinen Mund auf und Blut strömte hinein.
    Ich schmeckte das Blut, mir wurde schlecht, ich erstickte - alles drehte sich, alles wirbelte sich, er wurde durchgeschüttelt, richtig durchgeschüttelt -


    „Wach auf! Draco! Wach auf!
    Ich schoss erschrocken von meinem Bett hoch, die Augen weit offen.
    Ich war schweißüberströmt und atmete schwer.
    Ich hatte Blutgeschmack im Mund.
    Verdammt, was war das denn!
    Verwirrt sah ich Catherine an, die mich wohl aus dem Schlaf gerüttelt hatte.
    „Na endlich!“, seufzte sie und strich mir über die Stirn.
    Ich blinzelte, ich war noch in den Fängen des Albtraumes gefangen und brauchte eine Zeit, um zu realisieren, dass ich wach war.
    Blut.
    Hastig sah ich mich nun um - Gott sei Dank, ich befand mich in meinem eigenen Bett und keine Blutmassen drohten mich zu ertränken.
    Ich fuhr mir mit der Hand durch mein Haar, das nass vor Schweiß war und auf meiner Stirn klebte und beruhigte mich allmählich.
    Bescheuerter Albtraum.
    „Du zitterst ja“, stellte Catherine fest und strich mir eine Haarsträhne aus der Stirn.
    Sie saß aufrecht im Bett und starrte mich an.
    Ich schaute wieder meine Freundin an und realisierte.
    „Du hast immer von Blut geredet.“, sagte sie besorgt.
    Ich schloss meine Augen und ließ meinen Kopf an ihre Brust sinken.
    Sie streichelte meinen Rücken.
    „Willst du nicht darüber reden?“
    Solange ich nicht wusste, was diese Träume zu bedeuten hatten, auf keinen Fall.
    Ich schüttelte müde den Kopf.
    „Es war doch nur ein Albtraum.“, beruhigte ich wohl mehr mich selbst, als meine Freundin.
    Ich hob meinen Kopf und sah Catherine an.
    Ihre besorgten Blicke ruhten immer noch auf mir.
    „Mach dir keine Sorgen, Liebling!“, sagte ich und nahm sie in den Arm.
    „Es ist alles gut!“, flüsterte ich.
    Catherine nickte nur, wendete aber ihren Blick nicht ab.
    Ich legte mich wieder hin und zog meine Freundin mit zu mir runter.
    Sie legte den Kopf an meine Brust und versuchte wohl wieder, einzuschlafen.
    Das Blut derer.
    Ja, aber das Blut von wem?
    Mir war die Finsternis in meinem Traum bewusst geworden.
    Der gesamte Traum war die ganze Zeit über mit nahezu greifbarer Finsternis erfüllt, das war mir keineswegs entgangen.
    Und das Mädchen und jene Dunkelheit waren dieselben wie bei den Bilderfetzen, die mir heute Nachmittag willkürlich durch den Kopf geschossen waren.
    Ich gab normalerweise nichts auf Träume, Träume waren Hirngespinste, Illusionen.
    Dann schloss ich die Augen und fiel in einen traumlosen Schlaf.


Kommentare (2)

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Amy Potter (68775)
vor 722 Tagen
Ich habe deine Ff jetzt ganz gelesen und echt SUPER
Trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
1. Es kommen Personen vor, die in den Büchern längst tot sind.
(Sirius ,Dumbeldore, Moody ...)
Wenn du dich nicht an das Buch hältst, schreib es dazu.
2.Du lässt Leute nochmal auftauchen, die du umgebracht hast.
( Diggory stirbt, aber danach wird er irgendwann noch einmal erwähnt. )
3. Das mit Ginny s "Wiederauferstehung" ist unlogisch.
4. Es wird immer unlogischer und schwerer zu verstehen.
5. (Ich weiß, dass ich das schonmal geschrieben habe)
Bitte schreib dazu, wessen Sicht es ist, man kommt echt durcheinander.
6. Deine ff verdient ein Ende.
Ich wusste am Ende gar nicht mehr, wer von deinen Charakteren eigentlich noch lebt. Wäre auch toll, wenn du erzählst, wie es mit den
(Haupt- ) Personen weitergeht.
z.B. Was wird aus Sarah und Harry/Oliver
Draco und Catherine
Amy Potter (29223)
vor 816 Tagen
Zwei Kritikpunkte:
1 Hermine und Ron sind mit Harry weg.
2 Es wäre toll wenn du Zeitpunkt und Sicht
hinschreibst ( 7. Jahr, VgddK. ... Sicht )
Ansonsten ♥♥♥