Kampf um Himmels Willen 6

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1 Kapitel - 2.326 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 2.097 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Kaptel 6! Über Kommentare würde ich mich sehr freuen!

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    Friss oder Stirb


    „Hey, wartet gefälligst!“, rief ich meinen Freunden zu, nachdem ich sie auf einer der Treppen eingeholt hatte.
    Draco, der gerade wohl in ein Gespräch mit Zabini vertieft gewesen war, drehte sich zu mir um und ich bekam ein belustigtes Grinsen geschenkt.
    „Na, wie ich sehe, lebst du noch!“, stellte er amüsiert fest.
    „Sehr witzig!“
    „Tja, du warst eben einfach zu langsam!“, stellte Sarahnicht weniger gut gelaunt fest.
    Nur weil sie den Klauen dieser Hexe entkommen war.
    „Dich wird sie auch noch drankriegen, ich glaube nicht, dass sie dich vergessen wird!“, teilte ich ihr daraufhin mit und ihr Grinsen verschwand aus dem Gesicht.
    „Sie wird dir doch hoffentlich nicht den süßen Hintern versohlen!“, flüsterte Zabini Sarahgenau so laut zu, dass es jeder verstehen konnte und kniff ihr dabei in den eben genannten.
    „Grabscher weg von Harrys Freundin!“, schrie Ron, den ich bis jetzt noch gar nicht bemerkt hatte.
    Jetzt wo Harry weg war, verteidigte er eisern dessen Revier.
    „Hey, chill mal, Weasley. Haste Angst, dass Potter sein Mädchen nicht halten kann, hm?“, kam es gelassen von Zabini.
    Dieser erntete hasserfüllte Blicke von Ron, der jetzt dazu überging seine Hände besitzergreifend um Hermines Taille zu legen.
    „So ists richtig, Weasley, immer schön festhalten, sonst läuft sie noch weg. Ich seh doch in ihren Augen, dass Granger sich lieber in meine starke Arme flüchten würde, als sich von einer verfressenen Karotte umschlingen zu lassen!“
    „So, jetzt ist es aber genug!“, schimpfte Hermine, während sie hochrot, den vor Wut kochenden Ron ins Klassenzimmer zog.
    Draco und Zabini grinsten den beiden breit hinterher und mein Freund klopfte Zabini auf die Schulter und warf ihm bedeutungsschwere Blicke zu.
    Ich verdrehte die Augen.
    „Naja, wir sollten vielleicht auch langsam gehen, wenn der Kerl auch nur halb so schlimm ist, wie die eben, dann sollten wir ihn nicht zusätzlich reizen, indem wir zu spät kommen!“, stellte Sarahfest und ich nickte.
    Zabini und Draco folgten uns und wir machten uns auf in Richtung Klassenzimmer.



    Als wir den Raum für Verteidigung gegen die dunklen Künste betraten, die Türe war leider schon zu gewesen, schaute ein unsympathisch aussehender Mann uns mit kleinen Scheinsäuglein verächtlich an.
    „So, dann wäre die Klasse jetzt wohl fast komplett!“, stellte er hämisch fest.
    „Die Strafe für ihr unerlaubtes Zuspätkommen wird natürlich noch folgen, aber jetzt nehmen Sie endlich Platz und stehen sie nicht so dämlich in der Gegend rum!“, wies er uns an.
    Malfoy schnappte empört nach Luft, fügte sich dann allerdings und wir suchten alle unsere Plätze auf.
    Es war noch fünf Plätze frei, doch die durften wir uns auch nicht frei wählen.
    „Sie setzten sich so hin, dass jeweils zwei Mädchen neben zwei Jungen sitzen. Logische Konsequenz daraus ist, dass jeder Schüler einen weiblichen und einen männlichen Nachbarn neben sich vorzufinden hat!“
    Blöderweise bekam ich den Platz zwischen Catherine und Ron, während mir zwei Plätze weiter Zabini diabolisch zu nickte.
    Der Idiot hatte mich heute schon genug genervt.
    Ich warf ihm böse Blicke zu und wendete mich wieder dem Geschehen an der Tafel zu.
    Der Kerl war mir schon gestern in der großen Halle aufgefallen, als er neben seiner kleinen hässlichen Schwester gesessen hatte und alle anderen gehässig angegrinst hatte.
    Ich sah auf den Platz neben mir, auf dem eigentlich Harry sitzen sollte und Ron sah mich fragend an.
    Allerdings hatte ich keine Zeit, mir über meinen Freund Gedanken zu machen, denn Carrow räusperte sich gerade auffällig.
    „So meine Damen und Herren, wir werden uns in diesem Schuljahr noch öfter sehen, da ich das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten habe und ich kann Ihnen garantieren, wir werden eine Menge Spaß zusammen haben!“
    „Da bin ich mir nicht so sicher!“, raunte mir Catherine zu und ich bestätigte das mit einem Nicken.
    „Meine Schwester haben Sie ja bereits kennen gelernt und ich hoffe, sie hat Ihnen eine gewisse Vorstellung von Disziplin und Respekt vermitteln könne, falls die jedoch noch nicht angekommen ist, werde ich mich damit noch eingehend beschäftigen!“
    Ein Raunen ging durch die ganze Klasse.
    „Jetzt will ich aber nicht mehr lang um den heißen Brei herumreden, fangen wir doch endlich mal mit der Praxis an! Malfoy, Kensick, Meier und Zabini, Paradebeispiele für das Fehlen jeglicher Disziplin, die es nicht für nötig halten, wenigstens in der ersten Stunde höflich zu sein. Es ist natürlich vollkommen klar, dass jeglicher Verstoß gegen die Regeln umgehend bestraft wird und mag das Vergehen noch so klein sein. Da trifft es sich ja ganz gut, dass wir heute bereits mit dem ersten Zauber anfangen, der durchaus nützlich sein wird.
    Ich warf Catherine einen fragenden Blick zu und die zuckte mit den Schultern.
    „Dem Cruciatus nämlich!“, stieß Carrow fast freudig aus.
    Ich riss die Augen auf und sah ihn perplex an.
    Das konnte doch nicht sein Ernst sein, das war einer der schlimmsten Flüche.
    „Ich dachte, das soll hier Verteidigung gegen die dunklen Künste sein und nicht Aneignung jener?“, fragte John Gildert.
    „Werden wir wohl aufmüpfig oder was? Sie gehören wohl auch zu den Leuten, denen man noch Respekt vor einer Autoritätsperson einprügeln muss!“, zischte Carrow ihm zu.
    „Versuchen Sies doch!“, erwiderte der zähneknirschend und Hermine zog den Kopf ein.
    „Natürlich, fehlen von jeglicher Einsicht- diese werden Sie spätestens nach dieser Stunde definitiv haben, seien Sie sich dessen versichert! Will noch jemand seine Meinung, die im Übrigen keinerlei Einfluss auf irgendetwas, was in diesem Saal geschieht, loswerden?“, er schaute höhnisch in die Klasse.
    Die meisten hatten den Kopf eingezogen und nicht mal Malfoy oder Zabini gaben irgendeinen Laut von sich.
    Carrow zog ein Glas mit einer Spinne aus seiner Tasche und öffnete den Deckel.
    Ich konnte nicht an mich halten und stieß einen spitzen Schrei aus.
    Carrow sah ich mit scharfen Augen an, ehe er mich süffisant angrinste.
    Er packte die Spinne bei einem ihrer Beine, schritt zu meinem Tisch und ließ das fette schwarze Ding langsam und genüsslich direkt vor meinem Gesicht rumbaumeln.
    „Tun Sie sie weg, tun Sie sie sofort weg!“, schrie ich und sprang von meinem Stuhl, während ich Ron neben mir vor Angst zittern sah.
    Der hässliche Wicht grinste spöttisch und ließ sie auf meinen Tisch fallen, die Spinne richtete sich sofort auf und krabbelte in hohem Tempo auf mich zu.
    Ich schrie hysterisch wie am Spieß und Gott sei Dank, fing sie Zabini ein, der mir am nächsten war und beförderte sie so schnell wie möglich wieder in ihr Glas.
    Ich atmete tief ein und aus.
    Dafür war ich ihm einen Gefallen schuldig.
    Ich nahm langsam wieder auf meinem Blick zu und starrte Carrow wutentbrannt an.
    Das würde er noch büßen.
    Doch der grinste nur bösartig zurück.
    Der Kerl war durch und durch böse.
    Nachdem der hässliche Wicht lang und breit den Cruciatus Fluch erklärt hatte, und diesen ausführlich an der Spinne, die fast schon anfing, mir leid zu tun, demonstriert hatte, wandte er sich wieder uns zu.
    Jeder von Ihnen wird einzeln nach vorne kommen und den Zauber ausprobieren!“, ordnete er an, doch niemand regte sich.
    „Los, ihr Waschlappen, bewegt euch. Freiwillige vor!“, polterte er mit Nachdruck.
    „Ich mach das!“, bot sich Crabe sofort an und erntete dafür entgeisterte Blick, selbst von Malfoy.
    „Gut, Mister Crabe, kommen Sie nach vorne und beweisen sie Ihr Talent!“, Carrow nickte zufrieden.
    Welches Talent….
    Crabe hievte sich nach vorne, richtete seinen Zauberstab auf die Spinne und rief „Cruzio!“
    Sofort verkrampften sich die Beine des kleinen Tiers und sie zappelte schmerzerfüllt rum.
    Crabe fing an stolz zu grinsen und holte sich bei Carrow die Bestätigung.
    Gott, wie widerten mich diese Gestalten an.
    „Will noch einer?“
    Betretenes Schweigen herrschte und niemand sah Carrow direkt an.
    „Na wenn Sie alle meinen, Sie können das auch so, dann zücken Sie jetzt bitte alle ihre Zauberstäbe und üben Sie den Spruch“-er vermied immer das Wort Fluch- „trotzdem an dem vor ihnen stehenden Objekt weiter!“
    „Aber vor uns steht kein Objekt!“, warf Hermine ein.
    „Sehr wohl.“, korrigierte Carrow, zeigte auf die jeweiligen Nachbarn.
    Niemand der Anwesenden rührte sich einen Millimeter, alle starrten ihn nun fassungslos an.
    „Nun gut, da wir hier ja niemand unschuldigen diesen höllischen Schmerzen aussetzen wollen, greifen wir doch, auf die uns freundlich zur Verfügung gestellten Testpersonen zurück. Da hätten wir ja schon mal die Kandidaten mit der fehlenden Pünktlichkeit und den Herrn mit dem mangelnden Respekt! Das wär dann gut die Hälfte, so bekommt jeder einen geeigneten Partner der Rest schaut zu und lernt, denn warum sollen immer nur die Lehrer bestrafen, jetzt sind mal die Schüler an der Reihe!“, schob er mit einem gehässigen Grinsen hinterher.
    Er teilte uns auf die anderen Personen selbst ein, da niemand auch nur Anstalten machte, seinem Befehl zu folgen.
    „Malfoy zu Granger, Zabini und Weasley, Kensick und Crabe, Meier zu Goyle und … zu Parkinson!“, ordnete er vehement an.
    Wir rührten uns immer noch nicht von der Stelle und langsam wurde Carrow ungeduldig.
    „Und jetzt sofort, sonst werden Sie ihr blaues Wunder erleben!“, bellte er.
    Crabe, der jetzt anscheinend voller Tatendrang war, blitzte Catherine und richtete ihren Zauberstab auf sie, während die anderen wortlos ihr Gegenüber anstarrten.
    Wenn Goyle auch nur daran denken würde, mich mit dem Cruciatus zu belegen würde ich ihm den Zauberstab aus der Hand schlagen und ihm gehörig in den Schritt treten, och der sah mich ohnehin nur komisch an.
    „Crucio!“, brüllte Crabe und Catherine sank zu Boden. Crabes Augen blitzten auf und er betrachtete zufrieden sein Werk.
    Was für ein kranker Psycho.
    In dem Moment stürzte sich Malfoy auf Crabe und warf ihn zu Boden.
    Catherine, die bis jetzt geschrien hatte, verstummte mit einem Mal und fing an zu keuchen.
    Da ich abgelenkt war, sah ich nicht, wie Goyle es seinem Freund nachtat und der Schmerz traf mich mit doppelter Härte.
    Ich ging ebenfalls zu Boden und krümmte mich vor Schmerzen.
    Der Schmerz war beinahe unerträglich und ich bekam nur noch verschwommen mit, wie Goyle der Zauberstab aus der Hand gerissen wurde und ich wieder auf die Beine gezogen wurde.
    „Alles gut?“, Ron musterte mich besorgt und ich nickte.
    Obwohl es mir alles andere als gut ging.
    „Soso, ein Briefchen meiner Schwester!“, stellte Carrow gerade fest und lachte hämisch.
    „Dann haben Sie die Strafe ja gleich doppelt und dreifach verdient!“, er brach das Siegel und faltete den Zettel auseinander.
    „Und sie natürlich auch, da hat es ja gerade die beiden richtigen erwischt!“, fügte der Widerling hinzu, als er den Text überflogen hatte.
    „Die Stunde ist für heute beendet. Ich hoffe, Sie behalten das heute Gelernte gut im Gedächtnis!“, schloss Carrow den Unterricht ab.
    „Wir sehen uns morgen!“, fügte er noch hinzu und schenkte jedem einzelne ein arrogantes Grinsen.
    „Und Sie, Mrs. Kensick, werde ich wohl die nächste Zeit beim Nachsitzen regelmäßig sehen!“, raunte er Catherine zu, die gerade von Malfoy gestützt den Raum verlassen wollte.
    Dankenswerterweise war ich kürzer dem Cruciatus ausgesetzt und mir ging es dementsprechend wesentlich besser. Doch nichtsdestotrotz kamen sofort einige Leute, die sich nach meinem Wohlbefinden erkundigten und mich besorgt musterten.
    Draußen auf dem Gang vernahm ich lautes Getummel und beeilte mich rauzukommen.
    Ich war gerade aus der Tür raus, als ich sah, wie Malfoy Catherine Zabini übergab und dann auf Crabe zu rannte, der versuchte sich eilig aus dem Staub zu machen.
    „Bleib sofort stehen und fetter Mehlsack!“, schrie er ihm erbost nach und hatte ihn mit Leichtigkeit eingeholt.
    Dieser zog schon in weiser Voraussicht den Kopf ein und sah Malfoy mit räudigem Blick an.
    „Wag es ja nicht, meiner Freundin noch einmal so etwas anzutun, töten müsste ich dich, wie konntest du nur!“, schrie er auf Crabe ein und drückte ihn mit dem Arm Gegen die Wand.
    Crabe starrte ihn entsetzt an und Malfoy musterte ihn verächtlich.
    „Das werde ich dir nie vergessen!“, zischte er noch einmal, bevor er von Crabe abließ und wieder zu Zabini und Catherine zurückkehrte.
    „Und das müssen wir noch ein ganzes Jahr überstehen!“, meinte Hermine, die neben mir stand, fassungslos.
    „Das wird der blanke Horror!“, antwortete Ron und ich konnte den beiden nur voll und ganz zustimmen.
    Das würde wirklich schlimm werden, vor allem da das heut ja erst die erste Stunde war, was würde dann noch folgen!
    Aber das würden wir wohl bald genug erfahren….


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