Erster Schultag

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1 Kapitel - 3.372 Wörter - Erstellt von: HPFan2 - Aktualisiert am: 2012-07-01 - Entwickelt am: - 3.057 mal aufgerufen - User-Bewertung: 2.83 von 5.0 - 6 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Erster Schultag als Lehrerin in Hogwarts!

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    Erster Schultag


    „Morgen Schatz!“, lächelte mich Harry an, als ich meine Augen aufschlug.
    „Der ist aber noch ganz schön früh!“, seufzte ich und schloss müde wieder meine Lider.
    „Ändert aber nichts an der Tatsache, dass du jetzt aufstehen musst. Du weißt doch, heute ist dein erster Tag als frisch gebackene Lehrerin!“, erklärte mein Freund und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
    Ich zog mir meine Decke über den Kopf.
    Ich war doch viel zu müde um aufzustehen.
    „Wie viel Uhr ist es?“, murmelte ich.
    „9!“
    „Das ist doch unmenschlich!“, stöhnte ich und schlug die Decke zurück und setzte mich auf.
    Harry war schon geduscht und angezogen.
    „Ich habe schon Frühstück gemacht und einen starken Kaffee für dich gekocht!“, grinste er mich schelmisch an.
    „Ich weiß ja, dass du den vertragen kannst!“
    „Danke, du bist wirklich ein Schatz!“, sagte ich, als ich aufstand, Harry im Vorbeigehen einen Kuss auf die Wange drückte und dann im Bad verschwand.

    Als ich kurze Zeit darauf in die Küche kam, war tatsächlich schon ein komplettes Frühstück angerichtet.
    Der Duft von Kaffee und frischen Semmeln stieg mir in die Nase.
    Harry war einfach perfekt.
    „Und was ist, wenn die Kinder mich nicht mögen? Oder wenn ich eine schlechte Lehrerin bin?“
    „Das ist doch Quatsch, du wirst eine fantastische Lehrerin sein! Alle werden dich schätzen, weil du einfach freundlich und geduldig ihnen gegenüber sein wirst, glaub mir!“, bekräftigte mich Harry und gab mir einen zärtlichen Kuss.
    Ich erwiderte ihn zwar, war mir aber nicht so sicher, ob ich wirklich mit einer Horde Kinder fertig werden würde.
    „Was hast du heute vor?“, wechselte ich das Thema und Harry griff sich die Marmelade.
    „Habe um 11 einen Termin im Ministerium. Wegen der Einteilung und so!“
    „Welche Einteilung?“, fragte ich und sah auf die Uhr.
    Mist, es war schon dreiviertel 10.
    „Erklär’s mir heute Abend, ich muss los, bin schon viel zu spät dran!“, meinte ich hastig, sprang auf, gab Harry einen Abschiedskuss und verließ zusammen mit meiner Tasche und meinem Besen die Wohnung.
    Ich begab mich in die nächste Seitengasse und apparierte nach Hogsmeade, von wo ich nach Hogwarts weiterflog.

    Dort angekommen suchte ich als erstes das Büro von McGonagall, die mich an meinem ersten Tag einweisen sollte.
    Ich klopfte an und nachdem ich ein „Herein“, entnehmen konnte, trat ich zögerlich ein.
    „Mrs. Krens, Sie wissen, dass sie eine Viertelstunde zu spät dran sind?“, begrüßte sie mich und ich sah sie entschuldigend an.
    „Tut mir leid, wird nicht wieder vorkommen.“, antwortete ich kleinlaut.
    „Das will ich doch hoffen, aber da das hier ja Ihr erster Tag ist, werde ich noch einmal ein Auge zu drücken. Nehmen Sie doch Platz!“, wies sie mich an und ich setzte mich auf den Stuhl vor ihr, den ich noch aus Schülertagen allzu gut kannte.
    „Wie wäre es, wenn wir uns duzen würden? Schließlich sind wir ja schon bald Kollegen!“, bot mir McGonagall an und ich nickte.
    „Minerva!“, sagte sie entschlossen und hielt mir ihre Hand hin.
    „Silvia!“, entgegnete ich und schüttelte ihre Hand.
    „Also gut Silvia, ich hoffe, Sie wissen, worauf Sie sich hier einlassen!“, McGonagall lächelte.
    „Naja, wird ja wohl nicht so schlimm werden!“, meinte ich und erwiderte ihr Lächeln.
    McGonagall lachte.
    „Na das wirst du schon noch sehen. Ich denke, als erstes werde ich dich rumführen. Ich weiß natürlich, dass du dich hier schon bestens auskennst, aber aus der Perspektive eines Lehrers ist das doch alles ganz anders, glaub mir, das musste ich auch schon feststellen!“, erklärte sie und stand auf.
    Ich folgte ihr und sie drehte sich zu mir.
    „Für den Anfang werden wir mal in die große Halle schauen. Ich muss noch kontrollieren, ob da alles mit rechten Dingen zugeht und alles für die Ankunft der Erstklässler vorbereitet ist. Heute Abend wirst du deine neuen Schüler schon kennen lernen, oder zumindest beobachten können.“, sie grinste amüsiert.
    „Als stellvertretender Schulleiter ist es eigentlich Mr. Evens Aufgabe Feste zu planen und die Aufsicht über die Vorbereitungen zu führen, aber da das ebenfalls sein erster Tag an der Schule ist, werde ich das für ihn übernehmen. Hast du mit ihm schon Bekanntschaft geschlossen?“, McGonagall sah mich fragend an.
    „Nein, leider nicht. Wer ist das?“
    „Er ist der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste und eben der neue stellvertretende Schulleiter. Wenn ich mich recht erinnere, dann war er 4 Jahrgänge über dir, Eric Evens heißt er!“
    „Sagt mir nichts!“, überlegte ich.
    „Du wirst ihn schon noch kennen lernen…oh die Hauselfen haben ja gute Arbeit geleistet!“, stellte sie beim Eintreten in die große Halle fest.
    Es war alles fertig geschmückt und die Tische waren aufgestellt.
    Auch in der Küche lief alles auf Hochtouren.
    Die Elfen waren so in ihre Arbeit vertieft, dass sie nicht einmal bemerkten, wie wir in die Küche kamen, um zu schauen, ob alles nach Plan lief.
    McGonagall ließ ihren prüfenden Blick noch einmal über das ganze Geschehen schweifen und wandte sich dann an mich.
    „Ich bin froh, dass alles dieses Jahr so gut klappt, damit nicht wieder dasselbe passiert, wie vor drei Jahren, als Dumbledore leere Teller aus dem nichts auftauchen lassen musste. Das war zwar ein Einzelfall gewesen, aber seitdem kontrolliere ich lieber alles doppelt und dreifach!“, sie zwinkerte mir zu.
    Irgendwie hatte ich mich an das neue freundschaftliche Verhältnis mit meiner ehemaligen Verwandlungs-Lehrerin noch nicht ganz gewöhnt und es war mir immer noch ein bisschen unheimlich.
    „In einer Stunde werden die Erstklässler hier sein! Ich werde mich dann mal fertig machen, du kannst dich ja noch in aller Ruhe umsehen, wir treffen uns dann bestimmt in der großen Halle!“, ich nickte und McGonagall ließ mich in dem Korridor alleine.
    Auf dem Weg nach draußen stieß ich fast mit Trelawney zusammen.
    „Äh entschuldigen Sie, Mrs.-?“
    „Krens!“, ergänzte ich.
    „Entschuldigung, Mistress. Ich kann mir nur sehr schwer Namen merken. Wissen sie, dass geht mir bei allen im Schloss so.“, sie sah mich zerstreut an.
    „Wo habe ich denn jetzt- ach nein!“, sie strich sich ihre Haare aus dem Gesicht und warf mir einen konfusen Blick zu.
    „Dann machen Sies mal gut!“, setzte ich an und wollte mich schnellstmöglich aus dem Staub machen.
    „Selbstverständlich! Dann genießen wir mal das Fest.“
    „Hm!“, gab ich ihr zur Antwort und suchte schleunigst das Weite.
    Ich sah mich auf dem Platz um, an dem ich morgen meine erste Flugstunde unterrichten würde.
    Ich konnte mir das alles noch gar nicht so richtig vorstellen.

    Nach einer Weile ging ich wieder zurück in die Eingangshalle, aber statt McGonagall fand ich nun einen alt bekannten Mann vor, der sich die schwarzen fettigen Haare aus dem Gesicht strich, um mich finster zu mustern.
    „Guten Abend, Mrs. Krens. Haben Sie sich verlaufen?“, fragte er mich mit einem süffisanten Grinsen.
    „Nein, die Eingangshalle war mein Ziel!“, antwortete ich und musterte ihn abfällig.
    „Wie ich hörte, sind Sie nun auch in Hogwarts angestellt?“
    Ich nickte nur.
    „Dann wünsche ich Ihnen keine Schüler, die auch nur im entferntesten Sinne so sind wie Sie und ihre Freunde waren!“, lästerte er munter drauf lass.
    Ich warf ihm giftige Blicke zu.
    „Na da haben sich die neuen Kollegen ja schon untereinander vorgestellt?“, konnte ich hinter mir eine dunkle Stimme vernehmen.
    Ich drehte mich um und sah einen gutaussehenden schwarzhaarigen Mann mit einem Dreitagebart, der mich freundlich angrinste.
    „Severus!“, er nickte Snape zu.
    „Und wer sind Sie?“, erkundigte er sich.
    „CarlaKrens, die neue Fluglehrerin!“
    „Ach dann sind Sie auch neu? Ich bin auch Frischfleisch. Eben erst aus Schweden eingereist und der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste!“, erklärte er mir einem sympathischen Grinsen.
    „Ach dann sind Sie der neue stellvertretende Schulleiter? Eric Evens?“, fragte ich froh darüber, Snapes Klauen entkommen zu sein.
    „Sie sind ja gut informiert. Ach seien wir doch nicht so förmlich, ich bin Eric!“
    „Silvia!“, erwiderte ich und ergriff seine Hand.
    Snape neben uns stöhnte, als hätte er Kopfschmerzen.
    „Haben Sie etwas, Severus?“
    Snape beäugte uns noch einmal abschätzig und zog dann von Dannen.
    „Was hat der denn?“, Eric sah mich fragend an.
    „Der ist immer komisch drauf!“, antwortete ich leichthin und lächelte Eric an.

    Kurze Zeit später, ich hatte mich gerade sehr nett mit Eric unterhalten, stieß McGonagall zu uns.
    „Jetzt müssten die Erstklässler eigentlich gleich eintreffen, die anderen sind mit den Kutschen schon vorhin vorgefahren, aber die Boote müssten bald ankommen!“, verkündete sie und nach ein paar Minuten Wartens, öffnete sich das große Eichenportal.
    Die Schülerschar war angekommen und ging mit den Vertrauensschülern vorbei an uns in die Große Halle. Als der letzte Schüler verschwunden war, herrschte wieder Stille in der Eingangshalle, von der Großen Halle her hörte ich das Gerede der Schüler und meine Aufregung stieg, obwohl ich eigentlich nichts zu tun hatte.
    Weitere Minuten vergingen in Stille, bis das Eichenportal erneut geöffnet wurde und quietschend gegen die Wand schlug.
    Das mussten die Erstklässler sein.
    In der Tür stand eine riesenhafte Gestalt mit langen schwarzen Haaren und einem zotteligen Bart, es war Hagrid, mein einstiger Lehrer in Pflege magischer Geschöpfe.
    „Tschuldigung, Professor“
    „Ist schon okay, Hagrid“, antwortete Minerva.
    „Die Erstklässler“ erwiderte er.
    „Danke, ich nehme sie dir ab“.
    Ich sah Hagrid in die Große Halle verschwinden.
    Zurück blieben die Erstklässler, die allesamt vor Nässe trieften, als wären sie in den See gefallen.
    Wir führten die Erstklässler in eine kleine Kammer nahe der Großen Halle.
    „Willkommen in Hogwarts“, sprach sie zu den Schülern.
    „Das Bankett zur Eröffnung des Schuljahres beginnt in Kürze, doch bevor ihr eure Plätze in der Großen Halle einnehmt, werden wir feststellen, in welche Häuser ihr kommt. Das ist eine sehr wichtige Zeremonie, denn das Haus ist gleichsam eure Familie in Hogwarts. Ihr habt gemeinsam Unterricht, ihr schlaft im Schlafsaal eures Hauses und verbringt eure Freizeit im Gemeinschaftsraum. Die vier Häuser heißen Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin.
    Jedes Haus hat seine eigene, ehrenvolle Geschichte und jedes hat bedeutende Hexen und Zauberer hervorgebracht. Während eurer Zeit in Hogwarts holt ihr mit euren Leistungen Punkte für das Haus, doch wenn ihr Regeln verletzt, werden eurem Haus Punkte abgezogen. Am Ende des Schuljahres erhält das Haus mit den meisten Punkten den Hauspokal, eine große Auszeichnung. Ich hoffe, jeder von euch ist ein Gewinn für das Haus, in welches ihr kommt.
    Die Einführungsfeier, an der auch die anderen Schüler teilnehmen, beginnt in wenigen Minuten. Ich komme zurück, sobald alles für euch vorbereitet ist. Bitte bleibt ruhig, während ihr wartet.“
    Sie verließ die Kammer und ich schloss mich ihr an.
    Wir klopften dreimal an das Tor der großen Halle und warteten.
    Einen Moment später wurde sie geöffnet und Argus Filch kam zum Vorschein.
    „Es ist alles vorbereitet, Professor“
    „Danke, Argus“
    „Bringst du bitte die Erstklässler hierher?“, wandte sie sich an mich.
    „Natürlich“, antwortete ich und holte die Erstklässler.
    Als wir wieder zurück waren, wies McGonagall sie an.
    „Ihr stellt euch der Reihe nach auf und folgt mir!“
    Wir gingen zurück in die Eingangshalle und betraten durch die Doppeltür die Große Halle.
    Tausende schwebende Kerzen erleuchteten die Halle und die Tische waren mit schimmernden Goldtellern und –kelchen gedeckt.
    Minerva führte die neuen Schüler vor den Lehrertisch und stellte schweigend einen vierbeinigen Stuhl vor die Erstklässler.
    Auf den Stuhl legte sie den Sprechenden Hut, verschlissenen und dreckig wie eh und je.
    Dann stellte sie sich wieder zu den Erstklässlern und schwieg.
    Der Hut begann zu wackeln und ein Riss tat sich auf.
    Während er zu singen begann, setzte ich mich auf meinen Platz an den Lehrertisch und Eric, der neben mir Platz genommen hatte, lächelte mich freundlich an.
    „In welchem Haus warst du?“, flüsterte er mir zu.
    „Gryffindor! Und selber?“
    „Ravenclaw!“
    „Da war meine Freundin Mona auch!“, sagte ich und er legte die Stirn in Falten.
    „Mona Vogl?“, fragte er nach.
    „Du kennst sie?“
    „Nicht direkt, aber sie ist mit einem meiner Freunde befreundet. Ich glaub, sie waren sogar mal zusammen!“, gab er mir Auskunft.
    „Meinst du John Gildert?“
    „Ja genau, ist ein Freund von mir, außerdem mein Cousin.“
    Bevor er weitererzählen konnte, warf uns McGonagall mahnende Blicke zu und ich fühlte mich in die vierte Jahrgangsstufe zurückversetzt.
    Also parierten wir und folgten dem Geschehen aufmerksamer.
    Der Hut sang immer noch vor sich hin.

    „Ihr denkt, ich bin ein alter Hut,
    mein Aussehen ist auch gar nicht gut.
    Dafür bin ich der schlauste aller Hüte,
    und ist’s nicht wahr, so fress ich mich, du meine Güte!
    Alle Zylinder und schicke Kappen
    Sind gegen mich doch nur Jammerlappen!
    Ich weiß in Hogwarts am besten Bescheid
    Und bin für jeden Schädel bereit.
    Setzt mich nur auf, ich sag euch genau,
    wohin ihr gehört – denn ich bin schlau.
    Vielleicht seid ihr Gryffindors, sagt euer alter Hut,
    denn dort regieren, wie man weiß, Tapferkeit und Mut.
    In Hufflepuff dagegen ist man gerecht und treu,
    man hilft dem andern, wo man kann, und hat vor Arbeit
    keine Scheu.
    Bist du geschwind im Denken, gelehrsam auch und Weise,
    dann machst du dich nach Ravenclaw, so wett ich, auf die
    Reise.
    In Slytherin weiß man noch List und Tücke zu verbinden,
    doch dafür wirst du hier noch echte Freunde finden.
    Nun los, so setzt mich auf, nur Mut,
    habt nur Vertrauen zum Sprechenden Hut!“


    Nachdem er geendigt hatte, brach ein Beifallssturm los, in den wir mehr oder weniger freiwillig miteinstimmten.
    Nun trat Minerva vor, in der Hand eine Pergamentrolle; die Namensliste.
    „Wenn ich euch aufrufe, setzt ihr den Hut auf und nehmt auf den Stuhl Platz, damit euer Haus bestimmt werden kann.“
    „Alistan, Evie!“
    Ein Mädchen mit schwarzen Zöpfen trat vor.
    „HUFFLEPUFF!“, rief der Hut.
    „Bennetton, Lily!“
    „HUFFLEPUFF!“, rief der Hut abermals.
    Waren die arm dran.
    „Bennester, William!“
    „RAVENCLAW!“
    „Gute Wahl!“, raunte mir Eric zu.
    „Brocklehurst, George!“
    „Gryffindor!“
    Ich freute mich innerlich.
    „Eine bessere!“, ich grinste ihn triumphierend an und er erwiderte es.
    „Conen, Amelia“ wurde eine Slytherin, „Finch, Joshua“ wurde ein Hufflepuff und „Jonneson, Grace“ wurde die nächste Gryffindor.
    „Leffter, Jospeh“ wurde auch Gryffindor, stolperte beim Aufruf seines Namens und vergaß am Ende den Hut abzusetzen.
    Ich lachte und erntete wieder scharfe Blicke.
    „McDougal, Samuel“ wurde ein Ravenclaw und dann trat „Lestrange, Sophie“ vor.
    Sie hatte das gleiche fahle Gesicht ihrer Mutter und die dunklen Haare und eine spitze Nase, ebenso den gleichen irren Blick Bellatrix.
    Ich erwartete das Ergebnis, dennoch wusste ich es schon.
    „SLYTHERIN!“ rief der Hut und bestätigte mich nur.
    Die Runde der Erstklässler, die noch übrig waren, hatte sich nun stark verkleinert.
    Nach ein paar weiteren Namen, die nicht sonderlich spannend gewesen waren, rollte McGonagall die Namensliste zusammen uns setzte sich an den Lehrertisch, zwei Plätze weiter.
    „Halten Sie jetzt nicht noch die Willkommensrede?“, fragte ich sie im Flüsterton und sie schüttelte den Kopf.
    „Nein, dafür habe ich wen ganz besonders eingeladen. Er wird die Schüler begrüßen!“, lächelte sie verstohlen und ich ließ meinen Blick zum Rednerpult schweifen und konnte einen alten Mann sehen.
    Es war Dumbledore, der sich dort für eine seiner eigenartigen Reden bereit machte.
    Der war doch gar nicht mehr an der Schule.
    Seltsam.

    Dumbledore blickte durch seine Halbmondbrille und die Runde.
    „Willkommen“, rief er.
    „Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts. Nun, ich hoffe ihr habt Hunger!“
    Er nahm wieder Platz und alle klatschten und jubelten.
    Nun waren auch die Tische mit allerhand Essen überladen.
    Das war alles?
    Ich sah fragend zu Eric, doch der zuckte nur mit den Schultern und fing dann gleichgültig an zu essen.
    Ich schüttelte belustigt den Kopf und tat es ihm aber dann gleich.

    Nach dem Nachtisch erhob sich nun McGonagall um die typischen Anweisungen als Schulleiter für das kommende Jahr zu erteilen.
    „Jetzt, wo alle voll mit Delikatessen sind, nur noch ein paar Worte. Die Erstklässler sollten beachten, dass der Wald auf unseren Ländereien für alle Schüler verboten ist. Und einigen von den älteren Schülern möchte ich nahe legen, sich daran zu erinnern.
    Außerdem hat mich Mr. Filch, der Hausmeister, gebeten, euch zu sagen, dass alle magischen und nichtmagischen Scherzartikel in Hogwarts verboten sind. Außerdem ist das Zaubern in den Korridoren untersagt. Ich möchte euch Professor Eric Evens vorstellen, euer neuer Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste und neuer stellvertretender Schulleiter.“
    Eric war aufgestanden und verbeugte sich majestätisch vor den Schülern.
    „Außerdem begrüßen wir Mrs. Krens als neue Lehrkraft für die Besenflugstunden und Professor Longbottom konnten wir für Krauterkunde gewinnen!“
    Ich und Neville, den ich bis jetzt noch gar nicht bemerkt hatte, standen auf und erhielten ebenfalls unseren Applaus.
    „Zum Schluss noch, die Quidditch- Auswahl findet in der zweiten Woche des Schuljahres statt. Und nun in die Betten!“
    Nachdem das Bankett beendet war und ich mich von meinem neuen Lehrerkollegiat verabschiedet hatte, machte ich mich erschöpft auf den Weg nach Hause.
    Dort war schon alles dunkel.
    Leise öffnete ich die Tür zu unserem Schlafzimmer und sah Harry auf seiner Seite des Bettes lesen.
    „Na Schatz, wie war‘s?“, fragte er mich und beugte sich rüber, um mir einen Begrüßungskuss zu geben.
    Ich zog mich schnell um und setzte mich dann auf die Bettkante.
    „Eigentlich ganz in Ordnung. Die Erstklässler sehen alle ganz erträglich aus, nur die kleine Begegnung mit Snape hätte ich lieber nicht gehabt!“, erzählte ich und ließ mich von meinem Freund in die Arme nehmen.
    „An den wirst du dich wohl gewöhnen müssen. Den wirst du jetzt wahrscheinlich öfter zu Gesicht bekommen! Schließlich seid ihr jetzt Kollegen!“, grinste Harry und gab mir noch einen Kuss, ehe ich etwas giftiges erwidern konnte.
    „Jetzt bin ich einfach froh, wieder daheim zu sein!“, sagte ich und legte meinen Kopf an seine Brust.
    Er nahm mich in seine Arme und ich schlief binnen weniger Minuten ein.




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Osi123 ( 92.64 )
Abgeschickt vor 898 Tagen
Super gut ;D lang und spannend