Ein Baby, das jeden zum Schmunzeln bringt

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1 Kapitel - 3.564 Wörter - Erstellt von: HPFan2 - Aktualisiert am: 2012-07-01 - Entwickelt am: - 4.979 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.88 von 5.0 - 8 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Zabini bekommt ein Baby zum Sitten! Meine erste kurze Geschichte, seid nicht zu hart. Weiter werde schnell folge, da ich beschlossen habe, meine Sammlung hier zu veröffentlichen!

    1
    Ein schreiendes Baby, das jeden zum Schmunzeln bringt-
    Scorpius amüsante Art und Weise

    „Jetzt wach doch endlich auf!“, ich wurde unsanft aus meinem wohlverdienten Schlaf gerissen und hatte es schwer, meine Augen zu öffnen.
    Verdammt, wer wollte denn jetzt schon wieder was von mir?
    Ich mein, mir war ja klar, dass ich heißbegehrt war, aber das sollte nicht heißen, dass irgendwer mich aus meinem Schönheitsschlaf wecken durfte.
    Wenn es irgendetwas unwichtiges sein würde, wegen dem ich aufstehen musste, dann würde ich dem oder derjenigen aber den Kopf abreißen.
    Das konnte schneller gehen, als es manchen Leuten bewusst war.
    „Zabini, jetzt beweg endlich deinen Hintern aus‘m Bett, ich glaub’s ja nicht!“, fuhr mich eine entnervte Stimme an.
    Notgedrungen öffnete ich meine Augen und sah einem verärgerten Draco ins Gesicht.
    „Verdammt, was ist denn los?“
    Konnte man denn nicht mal am Wochenende seine Ruhe haben.
    „Was los ist? Es ist schon halb zehn, ich hab dir vorgestern gesagt, du sollst den Vormittag auf Scorpius aufpassen und zwar ab 9, aber du bist ja einfach nicht aufgetaucht!“, ging mich Draco an und wiegte den kleinen Scorpius, der seelenruhig in seinen Armen schlief, hin und her.
    Och, bitte nicht schon am frühen Morgen.
    „Ja und? Dann leg ihn da hin!“, knurrte ich und wollte mich wieder zurück in meine Kissen fallen lassen.
    „Nein, tu ich nicht, ich lege doch meinen Sohn nicht einfach so auf deine versiffte Couch, nur Gott weiß, was du da schon getrieben hast!“, schnauzte mich Draco an.
    Anscheinend wurde es ihm langsam zu bunt.
    „Was geht denn mit dir bitte? Was ich da schon getrieben hab, sag mal was denkst du eigentlich von mir?“, herrschte ich ihn nicht minder unfreundlich an.
    „Nur das schlechteste!“, antwortete er und zog mir die Decke weg.
    „Sag mal spinnst du?“, rief ich erbost.
    „Nein, aber du. Du nimmst jetzt gefälligst deinen Patensohn und passt auf ihn auf, ich war geduldig genug. Um drei bringst du ihn dann zu meinen Eltern.“, und damit legte er mir Scorpius in den Arm und wandte sich zum Gehen.
    „Aber...“, schrie ich ihm hinterher, doch da hörte ich auch schon die Tür knallen.
    Wie war der eigentlich hier reingekommen?
    Scheiß Flüchebrecher.
    „Und was mach ich jetzt mit dir?“, fragte ich den kleinen Kerl, aber der nuckelte nur weiter an seinem Daumen und schlief tief und fest.
    Ich legte ihn auf mein Bett und ging erst mal duschen.
    Ich zog mir ein frisches Hemd an und setzte mich dann wieder neben meinen Patensohn.
    Ich nahm ihn auf den Arm und er öffnete langsam die Augen.
    Er erkannte mich, strahlte mich an und versuchte mit seinem kleinen Händchen mein Gesicht zu berühren.
    „Morgen Kleiner!“, sagte ich und als Antwort spuckte er mich an.
    Und das war erst der Anfang.
    Schon bald wusste ich, was meine Freunde ihm wohl heute Morgen zum Frühstück gegeben hatten, denn sein gesamter Mageninhalt befand sich auf meinem teuren Armani Hemd.
    „Na das fängt ja gut an!“, seufzte ich, nahm Scorpius hoch und trug ihn ins Badezimmer, als mir ein unangenehmer Geruch in die Nase stieg.
    Scorpius schenkte mir sein freudigstes Lächeln.
    „Kleiner du stinkst!“, sagte ich nur.
    Er legte den Kopf schief und schaute mich mit großen Augen an.
    „Ja so ist das.“, sagte ich und er fing wieder an zu lachen.
    Ich legte ihn auf den Wickeltisch, den ich eigens für ihn gekauft hatte und versuchte ihm mit einer Hand den Strampler auszuziehen.
    Die andere brauchte ich ja, um meine Nase zuzuhalten.
    Ich machte die Windel auf, und musste erst mal einen Schritt zurücktreten, sonst wäre ich wohl sofort in Ohnmacht gefallen.
    „Heiliger Bimbam!“, entfuhr es mir.
    Ich griff die Windel mit zwei Fingerspitzen und beförderte sie in den Mülleimer.
    Dann hob ich Scorpius hoch und setzte ihn in die Badewanne.
    Dort planschte er fröhlich herum, während ich mir mein Hemd auszog.
    Ich wusch ihn ab und er lachte unaufhörlich.
    Dann seifte ich ihn ein und plötzlich hielt er inne.
    Und dann schrie er.
    Er schrie wie am Spieß und ich zuckte zusammen.
    Was war denn jetzt passiert?
    Anscheinend hatte er Seife in die Augen bekommen, denn er rieb sie sich unaufhörlich.
    „Ganz ruhig, Scorpius, ich wasch sie dir schon aus!“, versuchte ich ihn zu beruhigen, doch er brüllte einfach weiter.
    Ich gab mein bestes das Brennen in seinen Augen zu stoppen und hob ihn dann aus dem Wasser.
    Ich rubbelte ihn mit dem Handtuch ab und das schien ihm wieder zu gefallen. Wenigstens hörte er auf, das ganze Viertel zusammenzuplerren.
    „Alles wieder gut?“, ich strich ihm über den Kopf.
    Scorpius nickte und ich atmete erleichtert aus.
    „Gugu“, sagte er und ich sah ihn fragend an.
    Was wollte er mir denn damit sagen?
    Ich ließ es auf sich beruhen und wickelte ihn, ehe ich ihm den frischen Strampler anzog.
    Draco hatte mein Badezimmer komplett umgeräumt, als Scorpius das erste Mal bei mir war. Alles was ein Kinderherz beglückte, war nun hier zu finden. Das letzte Mal war allerdings noch meine Hauselfe dagewesen, dem ich leider Urlaub erlaubt hatte.
    Das erste Mal und bestimmt das letzte Mal.
    Jetzt konnte ich ja sehen, was ich davon hatte.
    „Und was machen wir beide jetzt?“, fragte ich Scorpius, nachdem ich mir ein neues Hemd angezogen hatte und er mich erwartungsvoll ansah.
    Da fiel mir ein, dass heute der letzte Abgabetermin für meine neue Kolumne war.
    Und die hatte ich noch nicht ansatzweise fertig.
    Wenn ich sie aber nicht heute abgab, würde mich mein Chef umbringen, heute war die Deadline, die ich rausgehandelt hatte, nachdem ich ihm beichten musste, dass ich zu dem vereinbarten Termin noch nicht fertig geworden war. Aber da kam eben Rachel dazwischen.
    Allerdings konnte ich zuhause nicht arbeiten, außerdem brauchte Scorpius bestimmt frische Luft.
    Ich packte also seine Tasche, meinen Laptop und natürlich ihn unter den Arm und verließ meine Penthouse Wohnung.
    Da sie zentral in New York lag, was die perfekte Lage schlechthin und sie gar unbezahlbar machte, hatte ich zu keinem Ort, den ich täglich brauchte einen langen Weg und konnte mir sowohl das apparieren, als auch die öden Taxifahrten sparen.
    Um die Ecke war mein Lieblingscafé und ich betrat es.
    Ich suchte mir einen ruhigen Platz, ließ für Scorpius einen Kinderstuhl bringen und klappte meinen Laptop auf.
    Bevor ich die ersten Zeilen schreiben konnte, hatte Scorpius auch schon seine Finger direkt auf mein Marmeladenbrot gepatscht und schmierte und manschte fröhlich drauf rum.
    „Scorpius, lass das!“, warnte ich ihn, stellte meinen Teller weit von seinen Patschehändchen weg und machte ihm die Finger mit der Serviette sauber.
    Wie konnte man sich nur freiwillig Kinder antun.
    Ich biss in meine zweite Scheibe Brot, die noch unversehrt war und nahm einen Schluck Kaffee.
    Ein ordentliches Frühstück hatte ich mir nach diesem Morgen redlich verdient.
    Ich gab Scorpius seinen Teddy zum Spielen, bevor er noch auf dumme Gedanken kam und ließ dann meine Finger über die Tastatur meines Rechners flitzen.
    Ich versuchte mich trotz des Lärms, den Scorpius verursachte, indem er mit dem Teddy auf die Karte einschlug, zu konzentrieren. Es gelang mir kurzzeitig, doch dann fing mein liebster Patensohn wieder an herzzerreißend zu schreien.
    Er schluchzte und weinte und ich klappte seufzend mein Notebook zu.
    Ich hob ihn aus dem Stuhl und nahm ihn auf den Arm.
    Ich wiegte ihn hin und her, doch nichts nützte.
    Kein Streicheln, flüstern, spielen, kitzeln, nichts.
    Er brüllte gnadenlos weiter.
    Das komplette Café hatte sich schon zu uns umgedreht.
    „Noch nie ein schreiendes Baby gesehen, oder was?“, fauchte ich und warf den gaffenden Leuten giftige Blicke zu.
    Die drehten sich schnell wieder um und ich wendete mich wieder Scorpius zu, dessen Kopf inzwischen knallrot angelaufen war.
    „Versuchen Sie doch mal ihn hochzunehmen, vielleicht muss er ein Bäuerchen machen!“, schlug eine Stimme hinter mir vor.
    Ich drehte mich um und sah eine hübsche Brünette hinter mir, die mich lächelnd ansah.
    Ich warf ihr ratlose Blicke zu und sie kam näher.
    „Darf ich?“, fragte sie und nahm Scorpius auf den Arm.
    Binnen Sekunden war er still und lächelte seelenruhig.
    „Danke!“, stieß ich aus und rieb mir die Schläfen.
    „Dieses Geschrei bringt mich noch um!“
    Die Frau ließ sich neben mir auf einen Stuhl nieder und sah mich aufmunternd an.
    Scorpius spielte mir ihrer Kette und lachte vergnügt.
    „Das wird schon, Sie sind noch nicht lange Vater oder?“
    „Ich Vater? Oh nein, das ist nicht mein Sohn. Nur mein Patenkind!“, antwortete ich schnell.
    Sie schenkte mir ein Lächeln.
    „Haben Sie Kinder?“, fragte ich sie und betete still zu Gott, dass sie „nein“ sagen würde.
    „Nein, noch nicht. Aber irgendwann!“, sie hielt verträumt inne.
    „Und Sie? Wollen Sie überhaupt Kinder?“
    „Kinder? Bestimmt nicht, bevor ich vierzig bin.“, kam es mir so schnell über die Lippen, dass ich meine Antwort fast schon wieder bereute.
    Ich hoffte, ich hatte meine Chance bei ihr nicht vertan.
    „Warum denn nicht? Kinder sind ein Geschenk, sie bereichern unser Leben!“
    „Ich denke, ich bin einfach noch nicht bereit dafür!“, erwiderte ich.
    „Will Ihr Freund denn Kinder?“
    Hoffentlich hatte sie keinen.
    „Ich habe derzeit keine Beziehung!“, entgegnete sie und wirkte unglücklich.
    Na das würde sich ja ändern lassen.
    „Schlecht für Sie, gut für mich!“, ich grinste sie an.
    „Wenn Sie das sagen!“, sie lächelte.
    „Geben Sie mir denn Ihre Nummer, falls ich noch einmal Schwierigkeiten mit dem Kleinen haben sollte?“
    Ich setzte einfach alles auf eine Karte.
    „Duzen wir uns doch. Ich bin Joanne.“, antwortete sie und streckte mir eine Karte hin.
    „Und das ist meine Nummer!“
    „Danke. Ich bin Blaise.“, ich nahm die Karte entgegen und grinste breit.
    Nummer 3 diese Woche und es war gerade mal Donnerstag.
    „Naja, ich muss dann mal. Hab noch einen langen Arbeitstag vor mir!“, sie richtete sich auf und zog sich ihre Jacke an.
    Dann strich sie Scorpius, den sie wieder in seinen Stuhl gesetzte hatte, über den Kopf und reichte mir die Hand.
    „War nett dich kennengelernt zu haben!“, und damit verabschiedete sie sich.
    Ich sah ihr nach, wie sie das Café verließ und ließ meinen Blick dann zu meinem Patensohn wandern.
    „Vielleicht sollte ich dich öfter ausleihen. Du bist ja ein richtiger Frauenmagnet!“, stellte ich grinsend fest.
    Ich schrieb meinen Artikel fertig und Scorpius gab überraschenderweise Ruhe.
    Als ich mein Notebook endgültig zugeklappte hatte, war er eingeschlafen.
    Vorsichtig hob ich ihn aus seinem Stuhl und verließ mit ihm samt Gepäck das Café um mich in Richtung Verlag aufzumachen.


    Ich ging an Lucy vorbei, die mich irritiert ansah.
    „Sind Sie Vater geworden?“, fragte sie mich und ein leichter Hauch Enttäuschung schwang in ihrer Stimme mit.
    Seit ich einmal mit ihr geschlafen hatte, wollte sie eine feste Beziehung und war seitdem in mich verliebt gewesen.
    Ich hatte ihr zwar versucht klar zu machen, dass ich nichts Festes wollte, aber sie ließ sich nicht mehr davon abbringen.
    „Nein Lucy, ist nur mein Patensohn!“
    Sie atmete erleichtert aus und ich nickte ihr noch einmal zu, bevor ich meinen Weg fortsetzte.
    „Mein Gott ist der süß“, quiekte Lisa auf, als ich durch die Tür ihres Gemeinschaftsbüros trat.
    „Schaut mal, wie goldig der lächelt.“, stimmte auch Charlotte in das aufgeregte Hühnern mit ein.
    „Und so knuffig!“, kam es von Isabell.
    „Ist das deiner? Ich wusste gar nicht, dass du so einen reizenden Jungen zustande bringen kannst!“, Amy sah mich entzückt an.
    „Sehr witzig, nein das ist nicht meiner!“
    „Wessen Sohn ist es dann? Und wie heißt er?“, fragte Lexi und strich dem Kleinen über den Kopf.
    „Scorpius Malfoy!“
    „Malfoy? Ist das etwa der Sohn von Draco Malfoy?“
    Ich nickte.
    „Ach Gottchen. Und der hat ihn dir zum Sitten gelassen? Ist der noch ganz bei Trost?“
    Schon wieder Amy.
    Die hatte mir nie verziehen, dass ich sie nicht mehr angerufen hatte.
    „So, Knuddelstunde ist jetzt leider vorbei, ich muss noch zum Chef!“, ich griff mir Scorpius und trug ihn unter den enttäuschten Blicken der halben Belegschaft weg.
    Der Zwerg war wirklich wie eine Fliegenfalle.
    Ich klopfte an das Büro von Mr. Shelton und vernahm ein genervtes „Herein“.
    Das war der Standardton bei ihm.
    „Hallo. Ich wollte ihn nur kurz meinen Artikel vorbeibringen!“, ich kramte umständlich in meiner Tasche.
    „Darf ich ihn mal kurz da hinsetzen?“, ich deutete auf den freien Stuhl vor mir.
    „Wenn‘s nicht anders geht!“, murrte Shelton.
    „Danke!“, ich setzte Scorp ab und suchte weiter nach meinem USB Stick.
    Da hatte ich ihn auch schon gefunden und überreichte ihn Shelton, der ihn missgelaunt entgegennahm.
    „Na endlich. Ich hoffe, die Kolumne ist fertig und vor allem gut, Zabini, sonst wird das ihr letzte gewesen sein. Und gewöhnen Sie sich endlich Pünktlichkeit an. Und dass das hier mit ihrem Baby nicht zur Gewohnheit wird, wir sind hier eine Zeitung und kein Kinderhort!“, blaffte er mich an.
    „Selbstverständlich, Mister Shelton!“, erwiderte ich nur kurz, schnappte mir dann den Kleinen und verließ mit einem „Schönen Tag noch!“ das Büro.
    Mich mit Shelton anlegen, hatte ich schon längst aufgegeben.

    Da ich nicht den geringsten Schimmer hatte, was ich mit dem Kleinen Schreihals anfangen sollte, entschied ich mich für den Zoo.
    Da konnte er wenigstens die Tiere anschauen.
    Irgendwas Gutes hatten die Muggel doch fertiggebracht.
    Wir gingen von einem Gehege zum anderen und irgendwann waren wir bei den Affen angekommen.
    „Schau mal, die da hinten sehen aus wie Onkel Crabbe und Goyle!“
    Scorpius lachte ungehalten und schaute die Gorillas an.
    „Ugah ugah!“, machte er und sah mich erwartungsvoll an.
    Hatte er die Affen oder Crabbe und Goyle gemeint?
    Na das lässt sich ja rausfinden.
    „Affe?“
    Dafür entete ich verständnislose Blicke.
    „Gorilla?“
    Wieder nichts.
    „Crabbe?“
    „Ugah ugah!“, kam es wieder und wieder folgt eine belustigtes Kichern.
    „Goyle!“
    Scorpius grunzte und wiederholte beide Worte.
    Ich lachte.
    Was brachten ihm seine Eltern denn bitte bei?
    „Hermine Granger!“
    Scorpius schob seine magere Anzahl von Vorderzähnen auf seine Lippen und kaute drauf rum wie ein Bieber.
    „Ron Weasley!“
    Nun begann der kleine wild zu kauen und ich betrachte ihn amüsiert.
    „Harry Potter!“
    Scorp schob seinen Daumen in den Mund, nuckelte daran und schloss die Augen.
    Ich lachte wieder laut auf und Scorpius strahlte mich an.
    Da klingelte plötzlich mein Handy.
    Ich holte es aus meiner Hosentasche und tippte drauf rum.
    „Blaise Zabini?“, meldete ich mich.
    „Hier ist July. Ich hatte schon mehrere Anfragen von Mrs. Malfoy. Sie wünscht, dass sie umgehend bei ihr auftauchen!“
    July war meine Mitarbeiterin, die sich um sämtliche Nachrichten, Eulen und was auch immer an mich adressiert war, kümmerte.
    „Welche Mrs. Malfoy?“
    „Narzissa!“
    Ich sah auf meine Uhr und bemerkte, dass es schon halb 5 war.
    Um drei sollte ich Scorpius eigentlich bei seinen Großeltern abgegeben haben.
    „Ist gut, danke July. Ich kümmere mich drum!“
    „Mach‘s gut, Blaise!“, damit legte sie auf.
    Ich machte mich mit dem Kleinen auf in die nächste Seitengasse und apparierte von dort aus direkt nach Malfoy Manor.
    Das riesige Haus war mir nach den etlichen Jahren immer noch unheimlich und ich betrat nur zögernd den Weg hinter dem Tor nachdem ich dem Wasserspeier das Passwort gesagt hatte.
    An der Tür kam mir schon ein knochiger Hauself entgegen, der mich freundlich begrüßte und mir den Mantel abnahm.
    „Die Herrschaften erwarten Sie bereits im Salon!“, richtete er noch aus und ehe ich mich versah, fand ich mich in dem düsteren Wohnzimmer der Malfoys wieder.
    Scorpius klammerte sich erst noch fester an mein Hemd, als Narzissa auf mich zugestürmt kam.
    „Na da ist er ja, der kleine Lucas Scorpius!“, rief sie freudig aus und nahm ihn aus meinen Armen.
    Da tauchte auch Lucius hinter seiner Frau auf.
    „Du bist eineinhalb Stunden zu spät!“, begrüßte er mich kühl und ich nickte.
    „Hat sich nicht vermeiden lassen, Mr. Malfoy!“, erwiderte ich.
    Lucius warf mir einen eisigen Blick zu.
    „Hat der Kleine schon was zu essen bekommen?“, fragte mich Narzissa.
    „Nein. Also jedenfalls nicht in den letzten paar Stunden!“, antwortete ich wahrheitsgemäß.
    Er hatte ja auch nicht ausdrücklich danach verlangt.
    „Soso!“, Narzissa musterte mich vorwurfsvoll und auch Lucius machte Anstalten mir eine Predigt zu halten.
    Bevor er aber irgendetwas sagen konnte, kam auch schon der knittrige Hauself.
    „Darf ich den Herrschaften etwas zu trinken bringen? Kaffee? Tee?“
    „Einen Kaffee bitte. Schwarz, ohne Zucker und ohne Milch!“
    „Für mich und meine Frau ebenfalls!“, ergänzte Lucius.
    „Aber ich hätte ihn gerne mit Milch!“, bestellte Narzissa.
    Lucius warf ihr tadelnde Blicke zu.
    „Narzissa, Liebes du weißt doch, dass das nicht gut ist!“, gab er ihr zu Verstehen.
    Sie nickte und wiederrief dann ihre Anordnung.
    Ich beäugte die beiden kritisch.
    Gott sei Dank war Draco nicht so.
    Lucius verwickelte mich in ein Gespräch über irgendein langweiliges Reinblüterevent, während seine Frau mit ihrem Enkel spielte.
    „Wie macht der Augurey?“, jetzt imitierte sie ein magisches Geschöpf, dessen einzige Funktion es war, Regenwetter anzukündigen.
    „Wie macht der Crup?“
    Und sie versuchte zu bellen.
    Lucius sah sie missbilligend an, doch sie ließ sich dies eine Mal nicht von ihm beirren.
    Er wandte sich unzufrieden wieder mir zu.
    „Hast du auch von der Hochzeit von Potter gehört?“, fragte er und versuchte gleichgültig zu klingen.
    Das hatte ich.
    Sarah hatte sogar mit dem Gedanken gespielt mich einzuladen, aber Potter war wohl dagegen gewesen.
    „Wie macht der Grindeloh?“, kam es von der anderen Seite des Tisches und Narzissa fasste Scorpius am Arm.
    Dieser amüsierte sich prächtig, gluckste, strahlte und lachte in einem Fort.
    „Wirst du mit uns zu Abend essen?“, fragte sie mich dann und da ich heute Abend ausnahmsweise keine Verabredung hatte, willigte ich schließlich ein.
    Außerdem erinnerte ich mich an Monas Worte, die mir einmal eingeschärft hatte, Scorpius niemals mit seinen Großeltern alleine zu lassen.
    Falls sie rausfinden sollte, dass ich ihn jemals zu ihnen gebracht hätte, ohne ihr Bescheid zu sagen, hatte sie mir angedroht, mich zu erwürgen.
    Sie musste ja nicht wissen, dass ich ihn stattdessen meistens zu Sarah und Potter gebracht hatte.
    Da hatte ich ja noch nicht gewusst, was er für eine Wirkung bei Frauen hatte.
    In Zukunft würde ich raffinierter vorgehen.
    Während ich so meinen Gedanken nachhing, redete Lucius ununterbrochen auf mich ein und fragte mich über diverse Leute aus, Narzissa beschäftigte sich mit dem quiekenden Scorpius und der wiederum amüsierte sich prächtig.
    So ging der Abend überraschenderweise schnell vorbei und ehe ich mich versehen konnte, kamen auch schon Draco und Mona, um Scorpius abzuholen.
    Ich apparierte mit den beiden zu ihnen nach Hause und verbrachte den restlichen Abend bei meinen Freunden und meinem Patensohn, bevor ich mich endgültig und völlig fix und fertig in mein Bett fallen ließ.
    Kinder, insbesondere Babys waren eben doch an und für sich wahnsinnig anstrengend und laut und schmutzig und meistens stanken sie. Sie waren nervtötend.
    Außer natürlich wenn es mal meine eigenen sein würden, dann trifft das natürlich alles nicht zu.
    Und mit diesem Gedanken fiel ich in meinen wohlverdienten Schönheitsschlaf, den ich dringend nachholen musste

Kommentare Seite 1 von 1
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Theodora ( 45801 )
Abgeschickt vor 297 Tagen
Schöne Gescgicht nur ist Ginny die Frau von Harry und Astoria die von Draco
Kommentatorin ( 11772 )
Abgeschickt vor 466 Tagen
Die Geschichte war wirklich schön. Dieses Baby muss man einfach lieben :*
Blaise ist da echt sympathisch dargestellt.
Aber Sarah? Was ist mit Ginny passiert?
Mach weiter so:)
Selly ( 81647 )
Abgeschickt vor 647 Tagen
Schöne Geschichte ❤️
Und witzig :D
Hi ( 86876 )
Abgeschickt vor 692 Tagen
Hallo Draco & blaise
Hi ( 86876 )
Abgeschickt vor 692 Tagen
Ich finde sie etwas lang
----hey---- ( 74204 )
Abgeschickt vor 755 Tagen
Na ja.....Es geht...
Draco & Blaise *_* ( 10271 )
Abgeschickt vor 818 Tagen
Die war echt gut geschrieben!!
Shizorou ( 01361 )
Abgeschickt vor 1017 Tagen
Lustig und Schön.🆗📱