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Slyclaw Teil 3

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3 Kapitel - 4.885 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-01 - Entwickelt am: - 1.765 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier der dritte Teil!

    1
    Wer bin ich wirklich?

    Draco Malfoy

    Ich öffnete den Brief, den mir gerade eine rabenschwarze Eule gebracht hatte. Er war von meinem Vater. Was der wohl wieder wollte? Ich öffnete den Umschlag und zog ein Stück Pergament heraus. Ich saß am Kamin im Gemeinschaftsraum, wo ich schon so manche wundervolle kalte Winterabende mit meiner Freundin Catherine verbracht hatte. Es war Samstag und noch sehr früh. Ich war allein im Raum. Die anderen schliefen noch. Ich sah aus dem Fenster: es regnete. Heute war ein grauer Novembertag. Durch den Gryffindor Gemeinschaftsraum heulte wahrscheinlich gerade James Blunt einen Song nach den anderen. Und Potter saß in der Ecke und wartete darauf bemitleidet zu werden. Wie ich diesen Kerl hasste. Er hielt sich für den Größten. Er war ja der Außerwählte. Der Lieblingsschüler von Dumbledore. Pah! Blutsverräter!
    Ich wandte mich wieder meinem Brief zu:

    „Mein Sohn, du musst wissen… dank glücklicher Zufälle… Veränderungen… dunklen Lord danken… deine Tante Bellatrix frei“

    Was? Meine Tante Bellatrix war anscheinend aus Askaban ausgebrochen oder befreit worden oder wie auch immer. Super, jetzt hatte ich die auch noch am Hals. Meine Tante war eine sehr treue Dienerin Voldemorts und würde für ihn sterben. Im Gegensatz zu mir. Meine komplette Familie war so drauf. Sie waren alle Todesser. Dienten alle dem dunklen Lord. Das war auch mein Schicksal. Ich sollte auch bald ein Todesser werden. Viel zu bald, wenn man mich fragen würdest. Aber das tat natürlich keiner. Mein Vater hatte schon einen Weg für mich bereitet. Mein Schicksal war besiegelt. Wahrscheinlich schon seit meiner Geburt. Mit Ausnahme von Sirius Black hat sich in meiner Verwandtschaft noch keiner für einen anderen Weg entschieden. Man erwartete das einfach von mir, dass ich tat was sie mir sagten. Was anderes kam für sie gar nicht in Frage. Ich wurde nie gefragt, ob ich das überhaupt wollte. Was ich wollte interessierte die anderen nicht. Meinem Vater war das scheißegal. Er war der Kompass, er wies mir die Richtung. Ich hatte keine Entscheidungen zu treffen. Das übernahm mein Vater für mich. Ich war es leid. Meine Familie kotzte mich an. Wie auch immer. Jetzt hatte ich auch noch Bella am Hals. Und die würde sich sicher dafür einsetzten, dass ich schnellstmöglich ein Todesser wurde. Und das musste ich jetzt wirklich nicht haben. Ich überlegte kurz, ob ich meinem Vater antworten sollte, ließ es dann aber. Was sollte ich auch schon schreiben? Wenn ich ganz ehrlich war, hatte ich es sogar besser gefunden, als Bella noch hinter Askabans Gittern war. Ich ließ meine Hände sinken und starrte ausdruckslos ins Feuer des Kamins.
    Manchmal überkam mich der Drang einfach alles hinzuschmeißen. Ich könnte mir Catherine schnappen, ein paar wichtige Sachen einpacken und dann könnten wir uns auf einer Mittelmeerinsel absetzen. Nur wir beide. Weg von all dem. Doch so schnell wie er immer gekommen war verwarf ich diesen Gedanken auch wieder. Mein Vater würde mich umbringen, wenn er von diesen Gedanken wüsste. Und er erst recht. Er würde mich eh töten, wenn ich meine Aufgabe nicht erfüllte. Der dunkle Lord fackelte nicht lange. Jeder, der seinen Pflichten nicht nachging, verdiente es nicht zu leben. Er wurde einfach getötet. Er würde mich töten. Was sollte ich nur machen? Ich kam aus dem Schlamassel nicht so schnell wieder raus. Außer… Nein das konnte ich nicht tun. Ich stand auf und war den Brief ins Feuer. Ich sah noch zu, wie die Flammen ihn verschlangen und verließ dann den Gemeinschaftsraum. Ich wanderte im leeren Schloss umher. Die meisten Schüler schliefen noch und die Lehrer waren nicht da, da sie bei einer Krisensitzung mit dem Ministerium in London waren. Sie diskutierten über die Sicherheit in Hogwarts. Es waren gefährliche Zeiten. Voldemort und seine Gefolgsleute hielten sich zwar zurzeit zurück aber irgendwann würden sie wieder angreifen und Hogwarts war bestimmt eines ihrer Ziele. Und da kam ich ins Spiel. Mit mir hatten sie einen perfekten Spion in Hogwarts. Ich sollte ihnen Informationen über Dumbledore und das Schloss liefern und außerdem nach einem Weg suchen, wie sie in das Schloss eindringen konnten. Sie würden kommen und alles zerstören. Es würde viele Tote geben. Bestimmt auch einige aus meinem Jahrgang. Vielleicht würde auch Catherine diese Nacht nicht überleben. Das wäre die Hölle. Wenn dann alle Hindernisse beseitigt waren, sie alle getötet hatten, die sich ihnen in den Weg stellten, würden sie Potter finden. Sie würden ihn zu Voldemort bringen. Er würde ihn töten. Auch wenn ich Potter nicht besonders gut leiden konnte, das wollte ich sicher nicht. Ich durfte das nicht zulassen. Aber was sollte ich tun? Ich konnte es nicht aufhalten. Wenn ich ihnen die Informationen nicht beschaffen würde und ihnen somit der Weg ins Schloss versperrt bliebe, würden sie auch mich als ihren Feind ansehen. Sie würden einen anderen Weg finden. Sie würden mich töten. Es hatte keinen Sinn. So oder so, am Ende war Potter immer tot und ich auch. Entweder sie töteten meinen Körper oder mein freier Wille, meine Seele musste dran glauben. Es gab nie ein Happy End. Ich versuchte mit diesen Gedanken mein Gewissen zu beruhigen. Potter konnte ich eh nicht helfen. Also konnte ich wenigstens dafür sorgen, dass ich überlebte. Oder?
    Oman, ich hielt es nicht mehr aus. Das war einfach alles zu viel für mich. Ich steuerte auf die Jungentoilette zu. Ich stülpte die Ärmel meines Hemdes zurück und lockerte meine Krawatte. Dann drehte ich den Wasserhahn auf. Ich stützte meinen Oberkörper auf das Waschbecken und betrachtete mich im Spiegel. Ich sah ein bleiches Gesicht, leere Augen starrten mir entgegen. Was war nur los mit mir? Ich hielt das alles nicht mehr aus. Das war einfach zu viel für mich. Ich formte meine Hände zu einer Schale und lies das eiskalte Wasser hineinlaufen. Ich spritzte es in mein Gesicht. Das tat gut. Ich schwitzte und das Wasser kühlte meine Haut. Mein Körper war völlig erhitzt, es fühlte sich an, als würde mein Blut kochen. Als würde mein ganzer Körper wie heißes Wasser verdunsten. Es war grauenvoll. Als ich mich wieder halbwegs beruhigt hatte, ging ich wieder zurück in meinen Schlafsaal und wickelte mich in die Decke meines Bettes. Ich schloss die Augen und schlief bald wieder ein.

    Ich öffnete meine Augen. Ich sah einen Himmel, der vollkommen mit grauen, zum Teil schwarzen Wolken überdeckt war. Es war kein einziger Sonnenstrahl zu sehen. Ich setze mich auf. Mein Hemd war feucht. Ich lag im kalten Gras auf irgendeiner Lichtung im Verbotenen Wald. Wie zum Henker war ich hier her gekommen? Es war ziemlich dunkel und der Nebel unterstrich die düstere Stimmung nur noch. Ich versuchte aufzustehen, doch ein stechender Schmerz lies mich zusammenzucken. Ich sah an meinem Körper hinunter. Mein Hemd war voller Blut, das noch immer langsam aus meinem Bauch floss. Außerdem tat mein Bein höllisch weh. Es musste gebrochen sein. Ich versuchte erneut aufzustehen, scheiterte aber wieder. Ich musste wohl einsehen, dass es zwecklos war. Ich sah mich um. Kein Mensch weit und breit. Nur der Nebel und die Bäume. Mühsam robbte ich zu einem großen, alten Baum. Als ich ihn endlich erreicht hatte, war ich total fertig. Erschöpft lehnte ich mich gegen den Stamm. Ich schloss meine Augen und legte meine Hände auf meine Wunde. Mir war eiskalt. Ich überlegte, wie ich wohl hier hergekommen war. Plötzlich durchbrach eine schrille Stimme die unheimliche Stille: „Draco, da bist du ja!“ Energische Schritte kamen auf mich zu. Schließlich blieben sie stehen. Meine Augen waren noch immer geschlossen. Plötzlich fühlte ich eine Hand in meinem Gesicht. Ich riss meine Augen auf und sah meinen Vater und Bellatrix, die mich besorgt ansahen. „Da bist du ja endlich! Wir haben uns große Sorgen gemacht. Der dunkle Lord ist sehr verärgert“, sagte mein Vater mit kühler Stimme. „Oh!“ Bella hatte soeben meine Verletzungen bemerkt. Sie sprach einen Zauber über mein Bein und ich konnte es wieder bewegen. Anschließend sah sie sich meine Wunde am Bauch an. „Da hat dir dieser Potter ganz schon zugesetzt“, meinte mein Vater. Ich sah ihn an. Bis jetzt hatte ich noch kein Wort gesagt. „Du bist zu schwach, mein Junge.“ Das war anscheinend alles, was er für seinen verletzten Sohn übrig hatte. Bella heilte meine Wunde und half mir auf. „Komm Draco. Es ist an der Zeit, deine Aufgabe zu erfüllen“, sagte sie zu mir. Ich war verwirrt. Anscheinend war es zum Kampf zwischen Potter und mir gekommen und er hatte mich übel erwischt. Ich musste mich wohl in den Wald geschleppt haben und dort umgefallen sein. Ich überlegte wegzulaufen, doch auf einmal wurde alles schwarz.
    Ich sah drei Gestalten mit langen schwarzen Mänteln. Die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Sie gingen energisch auf Hogwarts zu. Bald hatten sie es erreicht. Doch das, was sie gerade betraten, hatte nicht mehr viel mit dem einst so prächtigen Schloss zu tun. Die Hälfte stand noch, der Rest war Ruinen. Auf dem Boden lagen Leute. Ich sah mir ihre Gesichter an. Einige von ihnen kannte ich. Ich sah Weaslybe, Flint, Goyle, Chang, John aus Ravenclaw, Bell, Lupin, Hagrid, Diggory und Granger.
    Sie waren tot. Alle waren sie tot. Ich schluckte. Was zur Hölle war hier vorgefallen? Doch diese Frage erübrigte sich eigentlich. Voldemort und seine Anhänger waren ins Schloss eingedrungen und hatten alles und jeden vernichtet, der sich ihnen in den Weg gestellt hatte. Die drei Gestalten waren kurz stehen geblieben, gingen jetzt aber weiter. Ich folge ihnen. Plötzlich erblickte ich Catherine. Sie starrte eine der Gestalten traurig an. Die Gestalt richtete ihren Zauberstab auf sie. „Nun mach schon!“, schrie der größte von den dreien. Ich musste Catherine helfen. Ich rannte zu ihr, fiel aber hin, da ich über die Leiche von Oliver Wood stolperte. „Avada Kedavra!“, schrie jemand und Catherine ging zu Boden. Die Person drehte sich um und ich konnte einen kurzen Blick auf ihr Gesicht erhaschen. Ich war es. Ich hatte gerade Catherine getötet!



    2








    „Nein!“ Erschrocken fuhr ich hoch. Ich atmete schwer und sah mich um. Ich lag in meinem Bett im Gemeinschaftsraum. „Nur ein Traum, alles nur ein Traum“, murmelte ich. Plötzlich bemerkte ich Catherine, die auf meiner Bettkante saß. Besorgt sah sie mich an. „Hey, was ist los?“, fragte sie und nahm meine Hand. Ich sah sie bestürzt an. Ich wollte ihr so gerne alles erzählen. Aber ich konnte nicht. Sie würde mich hassen und meinen Lage nicht verstehen. Ich schluckte. „Nichts, nur ein schlechter Traum“, sagte ich. „Draco du bist in letzter Zeit öfter sehr seltsam. Dein Blick ist immer so abwesend und du siehst immer so traurig aus, wenn nicht sogar verzweifelt. Irgendetwas stimmt doch nicht. Was ist es? Du kannst mir alles sagen.“ Catherine blickte mir verständnisvoll in die Augen. Ich wich ihrem Blick aus. „Ich sagte doch nichts. Es ist alles in Ordnung, es geht mir gut!“, sagte ich unfreundlich und stand auf. „Draco“, setzte sie erneut an. „Es geht mir gut!“, fuhr ich Catherine an. Konnte sie es nicht einfach dabei belassen. Ich konnte es ihr nicht sagen. „Hey, ich bin deine Freundin, du kannst mir vertrauen. Aber das tust du anscheinend nicht.“ Langsam wurde sie wütend und ich auch. „Catherine es gibt nun mal Dinge, die dich nichts angehen.“ „Achso, die Probleme meines Freundes gehen mich nichts an! Dann geh ich dir also auf die Nerven, wenn ich mich um dich sorge! Dann frag ich mich aber, wieso ich überhaupt mit dir zusammen bin!“ „Es ist besser so glaub mir.“ „Nein ist es nicht. Wieso kannst du mir nicht vertrauen? Langsam fange ich wirklich an zu glauben, du liebst mich gar nicht. Vielleicht bin ich für dich ja nur eine nette Bettbekanntschaft und mehr nicht!“ „Catherine, bitte.“, stöhnte ich. Ich hatte jetzt wirklich nicht die Kraft und Nerven mich mit ihr zu streiten. „Weißt du was Draco, mir reichts! Geh nur deinen eigenen Weg, denn das tu ich ab sofort auch!“ Sie sah mich enttäuscht an und verließ den Raum. Das war mehr als deutlich.
    Ich zog mir ein frisches Hemd an und machte mich auf den Weg nach Hogsmeade. Toll, genau das konnte ich jetzt gebrauchen. Das einzige Mädchen, das ich jemals geliebt hatte, hatte mich soeben verlassen. In Hogsmeade angekommen, steuerte ich auf den tropfenden Kessel zu. Ich betrat das Pub und suchte mir einen Platz direkt an der Bar. Ich bestellte mir einen Whiskey. Anscheinend hatten alle Angst vor meinem Vater und meiner Tante, da ich tatsächlich welchen bekam, obwohl ich erst 17 war. Ich trank ihn unter den missmutigen Blicken des Wirts auf ex. „Nochmal das gleiche“, murmelte ich und schob dem Wirt mein leeres Glas entgegen. Dieser füllte es tatsächlich wieder mit Whiskey und so ging das die nächste halbe Stunde weiter. In der Zwischenzeit war ich aber auf Bier umgestiegen, da der Wirt sich nun doch weigerte, mir noch mehr von dem Hochprozentigen einzuschenken. Wenn er meinte, inzwischen lag ich eh schon mehr oder minder auf den Tresen und war nicht mehr wirklich Herr meiner Sinne. Mühsam hob ich meinen Kopf. Alles drehte sich. Ich sollte wohl besser wieder gehen. Doch da ging die Tür auf und Potter betrat das Pub. Er sah ziemlich fertig aus. Ich musste wohl schon ziemlich betrunken gewesen sein, da ich ihn zu mir winkte. „Na Potter, wass slos?“ sagte ich und bestellte zwei Whiskeys für uns. „Darüber werde ich bestimmt nicht mir dir reden“, sagte er ließ sich aber dennoch auf dem Platz neben mir nieder.

    Viele Gläser Whiskey später…

    „Weißßt du Podder, dass Leben iss scheißße“, lallte ich. Potter war inzwischen auch schon so betrunken, dass er anfing, sich mit mir zu unterhalten. „Wwem ssagggst du dass! Vorhin warr ich grad auf dem Weg zum Frühtück und wer läuft mir da übern Weg? Silivia und dieser goddv verdammte Wooud! Sie iss ja so glücklisch mit diesem Ho Holzkopf. Ich bin anschneinend nicht gut genuuug für sssie!“ Er nahm sein Glas und trank es in einem Zug leer. Wir waren inzwischen auf größere Gläser umgestiegen. Ich fragte mich, wie viel ich noch trinken konnte, bevor ich tot vom Stuhl fiel. Aber das war mir inzwischen auch egal. „Jaa Podderr, dass wunderd mich nich. Wer nimmt schon einen verletzten, einsammen Jungen, wenn er den starken Huter und Trainer der Quidditchmannschaft haben kannn.“ „Ach leck mich Draco“, sagte Harry. „Geh doch zu Weaselbisel, der würde es wahrscheinlich noch machen.“, sagte ich. „Du hasst nur das Prolem, einen Ko Kon Korrukenten zu habben. Ich habb Proleme mit meiner Famille und soll etwas tun was ich nicht tun will und kann. Und ich kann Venera nicht von meinen Porleben erzählen, sonst töten sie mich. Und jetz had sie mich verhassen, weil sie glaubt ich lieb sie nicht mehr. Aber ich liebe sie doch und wie! Ich glaube sie ist die Lübe meines Lebens.“ „Wieso erzählst du ihr dann nicht einflach von deinem Prolem Draso?“ Sag mal, war der wirklich so dämlich, oder hörte er mir einfach nicht zu. „Weil ich s einfach nicht kann, Po Poll ..“ Verdammt, wie heiß er doch gleich? „Häärry“ Wir blieben noch eine Weile im tropfendem Kessel und tranken noch sehr viel. Schließlich machte uns Tom darauf aufmerksam, dass er bald schließen würde. Ich fragte mich gerade, wie ich in diesem Zustand das Schloss heil erreichen sollte, als plötzlich Crabbe und Goyle vor mir standen. Sie erinnerten mich daran, dass ich ihnen gesagt hatte, dass sie mich suchen sollten, wenn im um eins noch nicht wieder zurück sein sollte. Waren die dämlich, die waren tatsächlich mitten in der Nacht aufgestanden, nur weil ich es ihnen gesagt hatte. Harry dachte wohl das Selbe. „Wiebiel macht das?“, fragte ich den Wirt. Ich überlegte wo ich noch einmal mein Geld hatte. Ah ja in meiner Hosentasche. Ich suchte meine Hosentasche und als ich sie endlich gefunden hatte, holte ich mein kleines Säckchen Geld heraus. Ich fing an zu zählen. „Einss, Sehn, Funfsehn, äh“ In diesem Zustand konnte ich definitiv nicht mein Geld zählen. Da ich keine Geduld und noch dazu das dringende Bedürfnis mich zu übergeben hatte, stellte ich dem verdutzten Wirt einfach das ganze Säckchen hin. „Stimmt so“, sagte ich und stand auf. Gott, war mir schwindlig. Ich wusste nicht mehr, wo rechts und links war. Ich merkte, dass der wankende Boden immer näher kam. Anscheinend fiel ich gerade um, aber da Goyle gleich zu Stelle war und mich auffing landete ich mehr oder minder sanft in seinen monströsen Armen. Ich befahl Crabbe sich um Harry zu kümmern. „Hä, um wen?“ Meine Fresse war der dämlich! „Na um Potter.“ „Achso, sags doch gleich“, meinte Crabbe wich aber meinem verärgerten Blick aus. Harry grinste. Viel bekam ich vom Nachhauseweg nicht mehr mit. War aber wahrscheinlich auch besser so. Irgendwann hievte mich Goyle in mein Bett und ich lag sicher und völlig fertig unter meiner Decke. Harry fing neben mir schon an zu schnarchen und ich schloss meine Augen und wenige Sekunden später schlief ich auch schon ein.



    3
    Dracos Schicksal ist besiegelt

    „Hey jetz warte doch mal!“ Ich ging gerade mit Sarah durch die Gänge des Schlosses und lies mich über Draco aus. Ich hatte wohl unabsichtlich an Tempo zugelegt und Sarah war drei Meter hinter mir. Ich verlangsamte meinen Schritt und fuhr fort. „Was sollte ich denn machen? Ich mein, ich liebe Draco. Aber wie sollen wir eine Beziehung führen, wenn er mir nichts erzählt. Ich weiß genau, dass ihn irgendetwas bedrückt, das merkt doch jeder Blinde. Aber er will es mir nicht sagen. Vertraut er mir etwa nicht? Ich bin mir nicht einmal sicher, ob er mich überhaupt liebt.“ „Sag so was nicht. Natürlich liebt Draco dich. Vielleicht sind seine Probleme ja doch größer und er will dich nicht in irgendetwas hineinziehen.“, meinte Sarah. Ich überlegte. Wir waren gerade bei der Mädchentoilette im oberen Stockwerk angekommen. „ Du glaubst doch nicht, dass es etwas mit Voldemort zu tun hat. Ich mein seine ganze Familie sind seine Anhänger. Aber das kann doch nicht sein oder?“ Diesen Gedanken hatte ich öfter, aber ich hatte ihn bis jetzt noch nie weiter ausgeführt oder jemanden mitgeteilt. Sarah wollte gerade etwas sagen, als plötzlich ein hässliches Mädchen über unsere Köpfe flog. Es war die maulende Myrthe. Die hatte uns gerade noch gefehlt. „Uhhh, habt ihr Probleme? Ihr seht ja scheiße aus“ „Danke, reizend wie immer.“, murmelte ich. „Hmm, aber ich glaube nicht, dass Draco sich ihnen anschließen wird. Ich denke er ist stark genug, sich seinem Vater zu wiedersetzten. Außerdem hat er doch dich als Halt.“ „Ja aber das ist es ja. Ich hab mit ihm Schluss gemacht. Ich glaube das war ein Fehler.“ „Wieso redest du nicht einfach noch einmal mit ihm. Es wird sich sicher alles wieder zum Guten wenden. Er liebt dich und er braucht dich. Ich bin mir sicher, er wird dir alles erzählen. Er vertraut dir. Ganz sicher.“ Ich gab Sarah recht. Es war blöd von mir, zu denken Draco würde mich nicht mehr lieben. „Ich glaube, du hast Recht. Ich werde nachher zu ihm gehen und mich mit ihm unterhalten. Aber jetzt zu deinem Problem.“ Sarah sah mich verdutzt an. „Wie kommst du darauf, dass ich ein Problem habe?“ „Na ich bin deine Freundin. Ich merke so etwas. Außerdem sahst du in den letzten Tagen immer so bedrückt aus. Also was ist los?“ „Naja, es ist wegen Oliver. Ich mein, ich finde diesen Kerl echt klasse und ich glaub ich liebe ihn. Aber ich fühl mich immer so unwohl, wenn ich Harry seh.“ „Kann ich verstehen“, sagte ich. „Nein, ich mein… ich glaube ich liebe ihn immer noch.“ Ich war verwirrt. „Ich dachte du liebst Wood.“ „Ja, nein, na ich weiß es nicht. Ich mein, die Beziehung mit Wood ist kein Fehler oder so, aber ich glaube ich liebe Harry und Wood liebe ich einfach nur. Verstehst du?“ „Nein, nicht wirklich.“

    „Zwei Männer
    Beide sind der Renner
    Harry und Oliver
    Beide mag sie sehr.
    Doch wie soll sie sich entscheiden?
    Sie sollte die Liebe einfach meiden!
    Dann gehört der knackige Oliver mir
    Und Harry, der…“

    „Ja ja das reicht schon wieder.“ Dieser blöde Geist regte mich echt auf. „Also, es ist so, dass ich…“ „Jaja die Lie ie be“ „Halt die Klappe Myhrte!“ „Also ich glaube ich mach mit Oliver Schluss. Ich mein, ich hab ihn echt gern. Aber eher so als Freund oder leidenschaftliche Affäre, weißt du. Und Harry, ich glaube Harry ist die Liebe meines Lebens. Aber er will mich wahrscheinlich gar nicht mehr. Ich mein, ich hab ihn im Stich gelassen.“ Sarah war sehr geknickt. „Hey komm. Harry liebt dich. Geh zu ihm und rede mit ihm, wenn du dir sicher bist. Und stell das mit Oliver klar. Er wird sicher verletzt sein, aber ich denke ihr könnt im Guten auseinander gehen.“ Sarah seufzte. „Wieso is immer alles so kompliziert“, lachte sie. „Naja wenn das Leben einfach wäre, wärs ja langweilig.“, meinte ich. Wir redeten noch ein wenig und machten uns über die maulende Myhrte lustig, bis wir dann schließlich wieder gingen.
    Wir beschlossen in den Gemeinschaftsraum von Ravenclaw zu gehen und uns dort noch ein wenig zu unterhalten. Wir bogen gerade um eine Ecke, als wir plötzlich einer Frau gegenüberstanden. Es war Bellatrix Lestrange.
    Ich hatte im Tagespropheten gelesen, dass sie ausgebrochen war. Ich sah Sarah fassungslos an. Diese stand starr neben mir. Ich musterte Bellatrix feindselig und diese schenkte mir auch nicht gerade ein freundschaftliches Lächeln. Sie schritt langsam auf mich zu. Ich hasste diese Frau, genau genommen mochte ich keinen von Dracos Familie so wirklich. Vor allem nicht seinen Vater, Lucius. Sarah sah mich verwirrt an. „Warum denn so feindselig, Kleine?“ erwiderte Bellatrix meinen abfälligen Blick. Ich hasste sie! Leider begegnete ich ihr nicht zum ersten Mal. Ich hatte sie kennengelernt, als ich noch gar nicht mit Draco zusammen war. Sie war damals ausgebrochen und Harry, Ron, Hermine und ich hatten sie gesehen, als sie sich unbemerkt in der heulenden Hütte einquatieren wollte. Wir hatten gegen sie gekämpft und schließlich hatte sie verloren, da nach einiger Zeit auch noch Professor Lupin zu uns gestoßen war. Ich hatte mitgeholfen, sie wieder nach Askaban zu bringen. Kein Wunder, dass sie mich nicht leiden konnte. Aber da ich ja jetzt mit ihren Neffen zusammen war, durfte sie mir eigentlich nichts tun. Aber was war mit Sarah? Und ich bezweifelte, dass sie auf Draco Rücksicht nehmen würde, wenn sie die Gelegenheit hat sich zu rächen. „Wie kommst du hier rein? Ich dachte für Leute, wie dich, wäre Hogwarts ein unzugänglicher Ort?“, sagte ich trotzig und umfasste mit zitternden Fingern meinen Zauberstab. Sie belächelte mich. „Ich komm überall rein, wenn ich nur will. Und nicht nur ich, meine Liebe. Bald werden hier alle sein und du und deine kleinen Freunde werdet mal erleben, was anständige Magie ist, nicht der Kleinkinderkram, den ihr hier veranstaltet.“ Sie musterte uns mit abschätzigem Blick. Dann wendete sie sich wieder hasserfüllt mir zu. „Wie geht es denn überhaupt meinem kleinen Lieblingsneffen? Ich hoffe, er hat dir schon alles beigebracht, was du über unsere Seite wissen musst, sonst können wir dir leider nicht helfen und du musst mit all den anderen wertlosen Schlammblütern verrecken.“ Unsere Seite. Draco. Was sollte das denn bedeuten? Doch nicht etwa, dass sich Draco der dunklen Seite angeschlossen hatte. Ich war fassungslos, verbarg es aber. Stattdessen überlegte ich mir, was ich jetzt sagen wollte. „Lieber sterbe ich, als mich solchen Leuten wie euch anzuschließen!“, funkelte ich sie wütend an. „Ach Kindchen, es ist nur noch ein Frage der Zeit, bis du dich deinem geliebten Freund anschließt und deinen Ahnen alle Ehre machst.“ „Was meinst du damit? Mich Draco anschließen?“ Ich musste es einfach wissen. Bellatrix Gesicht verzog sich zu einem fiesen Grinsen. „Soso, hat dich Draco also im Dunkeln gelassen? Er hat dich nicht mal gefragt, ob du mit ihm zusammen seine Aufgabe erledigst? Hat er so wenig Vertrauen zu dir, dass er dich noch nicht mal um Hilfe gebeten hat? Er muss dich wirklich so wenig lieben, wie ich denke. Du glaubst doch nicht etwa, dass er irgendwelche Gefühle für dich hat, oder?“ Ich schluckte. Das konnte doch nicht sein. Draco würde nie…
    Plötzlich hob Sarah ihren Zauberstab. Ich wollte sie gerade zurückhalten, als plötzlich Oliver Wood um die Ecke bog. Er sah überrascht aus, erkannte die Situation und handelte schnell. Bellatrix, die immer noch dabei war mich schadenfroh anzugrinsen, bemerkte ihn nicht. Gott sei Dank! „Sectum Sempra!“ Blöderweise verfehlte der Zauber sie und sie richtete nun ihre voll Aufmerksamkeit auf ihn. Mein Gott konnte dieser Wood denn nicht richtig zielen? Oje das war definitiv nicht gut. Bellatrix hob ihren Zauberstab, doch bevor sie etwas sagen konnte, hob Sarah den ihren und sprach den Schutzzauber „Protego“. Bellatrix schrie „Avada Kedavra“ und Oliver brach zusammen. Zum Glück hatte Sarah so schnell gehandelt, ansonsten wäre Wood jetzt wahrscheinlich tot. Ihr Schutzzauber hatte den Todeszauber abgeschwächt und er war „nur“ schwer verletzt. Er lag am Boden und rührte sich nicht mehr. Sarah sah mich entsetzt an. Nun, da sie Wood außer Gefecht gesetzt hatte, wandte sich Bellatrix wieder uns beiden zu. Ich sah Wood an und bekam langsam Angst, dass ich ihm gleich auf dem Boden Gesellschaft leisten würde. „Dann zeig ich dir mal, wie laut deine Freundin schreien kann, wenn sie den Cruzio zu fühlen bekommt!“ War sie jetzt denn komplett übergeschnappt. Ich mein, was sollte das? Sie kann doch nicht in der Gegend herumlaufen und einfach Leute töten oder mit dem Crucio - Fluch belegen. Sie grinste mich an. „Oder soll ich ihn eher für vorlaute Gören wie dich aufheben? Ach nein, ich nehm dein Freundin!“, meinte sie mit Seitenblick auf Sarah, während sie mich hämisch angrinste. Wehe, das würde sie nicht wagen, dieses Miststück. Sarah ignorierte ihre Drohungen. Ihr war Wood wohl wichtiger. Bestürzt kniete sie sich zu ihm. Sie drehte ihn auf den Rücken und lag seinen Kopf auf ihre Knie. Sie sah mich hilflos an und ich hatte schon Angst, dass sie Bellatrix gleich an die Gurgel springen würde. Doch sie rührte sich nicht vom Fleck. Bella grinste amüsiert. „So, Schluss mit dem Geturtel, es wird Zeit, dass hier ein bisschen Stimmung reinkommt. Sectum sempra!“ Sarah ging neben Wood zu Boden. Aus ihrem Körper strömte Blut. Ich war außer mir. O Gott, was hatte sie getan?

    In diesem Augenblick kamen Harry und Draco um die Ecke getorkelt. Sie sahen ziemlich fertig aus und waren anscheinend alles andere als nüchtern.
    Ehrlich gesagt, sahen sie beschissen aus. Aber was mich wunderte, wieso waren Harry Potter und Draco Malfoy zusammen in den Gängen von Hogwarts unterwegs und zwar ohne sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Wo gabs denn so was? Harry sah sehr verwirrt aus. Doch als er Sarah sah, spiegelte sich Entsetzen in seinem Gesicht wieder. Sofort ging er zu ihr. Ich ebenfalls. Wir beugten uns über sie. Wood wurde nicht beachtet. Armer Kerl. „Was ist passiert?“, fragte Harry fassungslos. Ich erklärte ihm, was vorgefallen war.
    Er erblickte Bellatrix und sah sie giftig an. Sie grinste ihn an. „Na Potter schön dich wieder zusehen. Wolltest du sehen wies deiner kleinen Freundin geht?“
    Harry schluckte und sah Bellatrix feinselig an. „Weißt du, der Lord meine, ich soll sie nur vor deinen Augen töten, damit du auch deinen Spaß hast.“ Harry stand auf und wollte sich wohl auf Bellatrix stürzen. Oje, das konnte nicht gut gehen.

Kommentare (4)

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Harry Potter Fan (47622)
vor 263 Tagen
Bitte bitte schreib weiter! Die Story ist so schön ❤
Sissi Lair (21033)
vor 544 Tagen
Schreib bitte noch weiter!!! 😇
irgentwas (93481)
vor 591 Tagen
Ich bin wirklich begeistert von deiner schreibweise ...ach was eigentlich von allem echt großes kompliment. Meine lieblingsstelle ist aufjedenfall die wo draco und harry sich gegenseitig von ihren proplemen erzählen ich musste mir da ein lachen echt verkneifen! Aber zurück zu deinem schreibstil: er ist echt gut, du hast wirklich talent und ich würde mich freuen wenn es bald noch einen 5. Teil gibt :)
Nele*-* (81103)
vor 1346 Tagen
Super Schreibweise hatse :D also, ich finds echt gut^^