Slyclaw Teil 2

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3 Kapitel - 4.717 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-01 - Entwickelt am: - 1.716 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier schon der zweite Teil, habe meinen Computer durchforstet! Kommentare sind gerne willkommen!

    1
    Harry Potter

    Harry war stinksauer. Als ob das, was er vor fünf Minuten gesehen hatte nicht schon zum Kotzen gereicht hätte. Jetzt musste er auch noch diesem schleimigen Vatersöhnchen begegnen. Würg. Er war …wütend war schon gar kein Ausdruck mehr. Er kochte, war kurz davor, zu explodieren. Und er war verletzt. Wie konnte dieser Mistkerl nur? Was hatte er was er nicht hatte? Wieso musste eigentlich immer er die Arschkarte ziehen. Konnte nicht einmal alles nach Plan verlaufen? Na anscheinend nicht. Harry beschloss, die nächste Stunde zu schwänzen. In diesem Zustand konnte er keine Minute ruhig sitzen. Und um so zu tun, als würde ihn das, was Trelawney so von sich gab faszinieren, war er jetzt auch nicht in der Lage. Muss sie sich diese Stunde wohl jemand anderen suchen, den sie den Tod voraussagt.
    “ Ich sehe den Grimm, er verfolgt dich mein Junge. Du schwebst in großer Gefahr…“ Ich scheiß auf den Grimm, dachte Harry. Soll sie doch sehen wo sie mit ihren dämlichen Voraussagen bleibt, die alte Tante. Soll sie doch mal diesen Wood, dessen Kopfinhalt wahrscheinlich auch aus Holz bestand, den Tod vorhersagen. Harry bog um eine Ecke, Richtung Gemeinschaftsraum. Plötzlich sah er ein großes, gelbes Etwas vor sich. „Aus dem Weg, Strohballen“, fauchte er. Das war eine sehr schlechte Angewohnheit von ihm. Wenn er wütend war, konnte er nicht zu jedem nett sein, besonders nicht zu denen, die seinen Geduldsfaden mit ihrer Dummheit und Ignoranz schon mehrmals überstrapaziert hatten. „Hi Harry!“, rief Theresa. „Weist du wo‘s nach unten geht? Ich muss zu Snape und Draco hat gesagt, ich müsse nach unten. Weil er meinte, die Kerker wären im Keller, also unten. Hast du das gewusst? Also ich nicht. Und sag mir doch bitte, wie ich nach unten komme“ Bei Merlins Bart! Wie lange war die jetzt schon hier? Sechs Jahre! Und da weiß sie immer noch nicht, wo „unten“ ist. Also, wie doof kann man denn bitte sein. Die könnte sich ja glatt mit Dudley messen. „Unten ist da, wo nicht oben ist“, fauchte Harry. Er zückte seinen Zauberstab, räumte damit Theresa aus dem Weg und setzte seinen hektischen Gang zum Gemeinschaftsraum fort. Hinter sich hörte er noch ein verzweifeltes Murmeln: „Ja wo is denn jetz unten!“

    2
    „50 Punkte Abzug für Gryffindor“

    Es klingelte. Endlich! Ich nahm meine Bücher und versuchte mich möglichst als Erste durch die Tür zu quetschen. Geschichte der Zauberei war nicht gerade mein Lieblingsfach. Draco ’s wohl auch nicht, denn der kam als letzter aus dem Zimmer, da ihn Professor Binns erst darauf aufmerksam machen musste, dass die Stunde jetzt aus war, und machte somit meine Bemühungen, dem hektischen Treiben auf den Gängen zu entgehen, zunichte. Somit ging der Kampf erneut los.

    „Was glaubst du, war vorher mit Harry los?“, setzte ich zu einem Gespräch an. Draco rieb sich verschlafen die Augen und gähnte. „Keine Ahnung, vielleicht hat ja Dumbledore einen neuen Lieblingsschüler.“ „Jetzt mal im Ernst“, sagte ich. „Ich weiß es wirklich nicht. Aber der ist doch zurzeit öfter seltsam drauf. Also noch seltsamer als sonst. Ich dachte immer, das wäre gar nicht möglich…“ Draco konnte nicht einen Satz über Harry verlieren, indem er ihn nicht irgendwie niedermachte. Aber da ich das ja von mach anderen Leuten auch nicht konnte, soll ihm das verziehen sein. „Frag doch diese Sarah. Die sollte doch wissen, was unseren Potti bedrückt“, meinte Draco. Eigentlich war das gar keine so schlechte Idee, aber ich hatte mich schon lange nicht mehr mit Sarah gesprochen. Unser Verhältnis war zurzeit nicht gerade das Beste. Ein Grund dafür waren wahrscheinlich unsere Freunde und die Tatsache, dass diese sich auf den Tod nicht ausstehen konnten. „Ne, ich glaub das lass ich lieber. Wir sind im Moment nicht gerade die besten Freunde.“, sagte ich zu Draco, auf dem anscheinend immer noch die Müdigkeit, die ihn ihm Geschichtsunterricht überkommen hatte, lastete und mir gar nicht richtig zuhörte.
    „Ich weiß nicht, wo wir jetz hinmüssen Catherine“, murmelte er. „Hey Crabbe! Was haben wir jetz?“, schrie er über die Köpfe der anderen Schüler hinweg. „Zaubertränke!“, kam es wieder zurück. Also machten wir uns auf den Weg zu den Kerkern, wo Snape Zaubertränke unterrichtete. Oder anders ausgedrückt, wir gingen nach „unten“. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch auf den Grund, wieso Harry vorhin so sauer war. Oliver Wood und Sarah bogen gerade Hand in Hand in unseren Gang ein. Draco schien sie nicht zu bemerken. Er hatte genug damit zu tun seinen bleischweren Körper durch die Gänge zu schleppen und seine Augen so weit offen zu halten, dass er noch so viel sah um Snapes Klassenzimmer zu erreichen ohne mit etwas oder jemanden zu kollidieren. Aber er war nicht der Einzige, der etwas länger brauchte um die Anwesenheit anderer zu bemerken. Auch Wood und Sarah nahmen uns erst war, als wir uns direkt gegenüberstanden. „Oh, hi“, meinte Sarah verlegen. „Hallo Sarah. Hallo Oliver.“ Ich stieß Draco sanft meinen Arm ins Becken. “Äh, ja hallo”, murmelte er ohne seine Augenlieder zu bewegen. “Jetzt war auf einmal alles glasklar. Natürlich war Harry sauer, wenn Sarah jetzt mit Wood zusammen war. Er liebte sie sehr, das merkte jeder Blinde, selbst ein schlafender Draco. Es musste die Hölle für Harry sein, sie zusammen zu sehen. Da konnte er einen ja schon fast wieder richtig leidtun. Aber nur fast. Schließlich war es Harry Potter, der Erzfeind meines Freundes Draco. Der Harry, mit dem sich Draco schon seit der ersten Klasse rumstritt. Sein häufigster Gegner, wenn er mal wieder an einem Streetbattle teilnahm.
    Wir starrten uns verlegen an. „Äh, wir gehen gerade zu Zaubertränke.“, brach ich schließlich das peinliche Schweigen. „Ja wir auch“, meinte Wood. Wir beschlossen zusammen hinzugehen, was sich aufgrund des gemeinsamen Ziels ja auch irgendwie nicht vermeiden ließ. Nicht, dass ich Sarah nicht mochte. Aber ich wusste einfach nicht, worüber ich mit ihr rede sollte. Irgendwie war nicht mehr so viel von unserer Freundschaft übrig. Wir waren eher Bekannte, die eben die selbe Schule besuchten und ein paar Kurse zusammen hatten. Nach ein paar Minuten, die wir mit Smalltalk füllten, kamen wir nun endlich beim Klassenzimmer an. Harry war überraschenderweise auch da. So, wie er vorher drauf war, hätte ich nicht geglaubt, ihn hier vorzufinden. Ich glaubte nicht, dass es eine gute Idee von ihm war, jetzt Snapes Unterricht zu besuchen. Der würde ihn nur noch mehr zum Kochen bringen mit seiner provokanten Art. Aber anscheinend sah Harry das nicht so, denn er betrat mit ernster Miene den Raum. Sarah lächelte ihn unsicher an und setzte sich neben Hermine. Gott sei Dank sitzt Ron neben Harry, ansonsten hätte diese Stunde neben ihm sehr unangenehm werden können, dachte ich. Wood sah Harry entschuldigend an und setzte sich auf seinen Platz. Harry betrachtete ihn abfällig und warf ihm einen kalten Blick zu. Wenn Blicke töten könnten… Na das konnte ja nur lustig werden.

    Ich nahm die Hand von Draco, der im Moment eher einem Zombie glich als meinem Freund, dirigierte uns zu unseren Plätzen und lies mich auf meinen Stuhl fallen. Zaubertränke. Was für ein spannendes Fach! Und dann auch noch bei Snape. Meinem Lieblingslehrer. Snape hatte so ein dunkles, auf manche einschüchterndes, Auftreten. Zwar bevorzugte er die Slytherins sehr, vor allem Draco, und tat alles um Harry das Leben schwer zu machen, aber dennoch konnte ich ihn nicht leiden. Und da war er auch schon. Er brauste ins Klassenzimmer und sein schwarzer Umhang wehte hinter ihm her.
    „Guten Tag. Heute werden wir den Babbling Beverage Trank brauen. Dieser Trank bewirkt, dass alle, die ihn trinken, Unsinn daherreden. Die Anweisungen dafür findet ihr im Buch. Seit 196. Ihr habt 40 Minuten.“ Hermine schlug gleich eifrig ihr Buch auf und las aufmerksam das Rezept durch. „2 Froschschekel,…. 200 g Schneckenschleim, … 1 l flüssige Baumrinde…“
    „Ey Wood, steck mal deinen Kopf unter den Pürierstab“, sagte Harry abfällig, als Hermine die Baumrinde erwähnte. Wood schaute Harry böse an und schnaubte wütend „Tut mir leid Potter, aber den brauche ich wohl noch für meine Freundin.“ Harry funkelte ihn böse an. Na das konnte ja heiter werden. Draco, den die Stichelei gegen Harry offenbar geweckt hatte, musste sich natürlich wieder einmischen. Er nutzte die Gelegenheit und stellte sich sofort auf Woods Seite. „ Potter war eben so damit beschäftigt, sich beim Schulleiter einzuschleimen, dass er nicht mehr auf seine Freundin aufpassen konnte“, sagte er grinsend. „Ruhe!“ Snape funkelte Harry mit seinen dunklen Augen an. „In meinem Unterricht wird nicht geredet Mister Potter.“ Er drehte seinen Kopf und sah nun auch zu Wood und Draco. „Das gilt auch für Mister Wood und Mister Malfoy!“ Draco schimpfte noch leise vor sich hin, wandte sich dann aber wieder seinem Buch zu. „Entschuldigen Sie mich. Ich bin gleich wieder zurück. In meiner Abwesenheit werden Sie weiter an Ihrem Trank brauen.“, sagte Snape nach ein paar Minuten. Mit wehendem Umhang verließ er den Raum.
    „Wo der wohl hinmuss?“, wunderte sich Ron. „ Vielleicht erträgt er den Holzkopf in der ersten Reihe nicht mehr, den er wegen seines Platzes leider immer in seinem Blickfeld hat.“ Harry sah Wood mit einem giftigen Blick an. „Ach halt die Klappe Potter.“, meinte Wood. „Nur weil du gekränkt bist, das sie dich verlassen hat und stattdessen einen Kerl gewählt hat, der es auch zu etwas bringt, musst du dich hier nicht aufführen wie ein Zauberer, der gerade den Kindergarten besucht.“ Wood sah ihn genervt an. „Tja Potter, musst du dir wohl ne Neue suchen, die auf dein scharfes Brillengestell abfährt.“, kam es von meiner Linken. Draco war unmöglich. Doch Harry reagierte nicht, er starrte nur mit eisiger Miene Wood an. Dieser sagte“ Und püriert oder ganz – mein Kopf ist immer wertvoller und schöner anzusehen als deiner. Narben sind out, Potter!“ „Wood“, zischte Harry. „Schenk mir doch ein Bild von dir, ich häng es an die Kerkertür, damit es auch die Ratten sehn und nie mehr in den Kerker gehn!“ „Ey Potter!“, rief Draco „Wenn du dein gebrochenes Herz nicht mehr länger mit dir herumtragen kannst, kannst du dich ja von dem stinkenden Hagrid zertrampeln lassen. Ich hab gehört, der soll heute im Schloss zu Abend essen.“, giftete Draco, der allmählich sauer war, weil Harry nicht auf ihn einging und ihn keines Blickes würdigte. Er konzentrierte sich voll und ganz auf Wood. Er starrte ihn förmlich an. Als wartete er nur darauf, dass er tot vom Stuhl fiel. „Wenn du das nächste Mal deine Klamotten wegwirfst, weil du beim Quidditch mal wieder vom Besen und in den Schlamm gefallen bist, dann lass sie doch bitte an“, fauchte Harry. Wood kniff seine Augen zusammen. Ich kam mir vor wie in einem Muggelkindergarten. „Weist du was Potter! Ich glaube wir sollten das hier beenden, nicht das noch Dumbledore kommt um seinen Schoßhund zu beschützen und ich dann den ganzen Ärger bekomme. Er spürt sicher, wenn sein Harrylein Hilfe benötigt. Ist ja kein Wunder, wenn man immer am Rockzipfel von jemandem hängt, entwickelt dieser irgendwann einen sechsten Sinn um ihm jederzeit zur Seite stehen zu können. Aber das wird sicher noch dauern, ich meine der Mann ist inzwischen auch nicht mehr der Jüngste. Wir haben, sagen wir mal, noch zwei Minuten, Potter. Sag mir doch alles was du weißt.“, nörgelte Wood. Harry schluckte. Wieso sah in nur jeder als Liebling von Dumbledore? „Und, hat man inzwischen schon einen Trank gegen deine Anfälle erfunden?“, griff Draco Harry erneut an. Das war echt fies von ihm, da es eine Anspielung auf eine Geschichtsstunde vor drei Wochen war, in der Harry energisch den Raum verlassen hatte und ohnmächtig aufgefunden wurde, da Voldemort versucht hatte, in seinen Geist einzudringen. „Halt doch den Mund Malfoy.“ Ich sah Draco an, der zufrieden lächelte, da er jetzt endlich wieder wahrgenommen wurde. „Das ist eine Sache, die dich nichts angeht. Und du solltest dich nicht überall einmischen. Nur weil dein Vater, der ein Todesser war, nicht den Mumm und die Intelligenz besitzt sich den Guten anzuschließen und denkt, er sei der Größte mit seiner blondierten Haarpracht und deshalb seine extrem hässliche Nase immer überall hineinsteckt, musst du das noch lange nicht tun.“ Draco zog die Luft ein. Er war stinksauer. „Potter“, knurrte er mit zusammengebissenen Zähnen, „Deine Eltern baten dich bestimmt mehrmals darum, von zu Hause wegzulaufen. Oh, ich vergaß, sie sind ja tot.“ Draco verzog sein wutverzerrtes Gesicht zu einem selbstgefälligen Grinsen. „Ach halt dich die Klappe Malfoy. Das, was da raus kommt, ist mindestens genau so dämlich, wie Theresa Haare am Kopf hat.“, meinte Wood, dem die ganze Situation nur noch unangenehm war. „Im Kampf gegen Voldemort bist du so effektiv, wie Weaslbes kaputter Zauberstab.“, fuhr Draco unbekümmert fort. „Der kann sich ja keinen Neuen leisten, genauso wenig wie man ein anderes Leben als deins riskieren möchte!“ Ich funkelte Draco böse an. Damit ging er wirklich zu weit. Doch der würdigte mich keines Blickes und grinste Harry selbstgefällig an. „Ach Malfoy. Wäre nur dein Gehirn so so schnell wie deine Zunge, dann…“
    „Na Potter, schon fertig? Anscheinend haben Sie sich ja schon ein paar Schlucke des Babbling Beverage Trank genehmigt!“ Snape war wieder da. Er schritt an Harrys Pult heran und beugte sich über seinen Kessel. Zufrieden lächelte er ihn an. „Hab ich mir doch gedacht. 50 Punkte Abzug für Gryffindor.“, sagte er fast freudig. Harry sah ihn erbost an und öffnete seinen Mund. „Ja Potter? Wollen Sie noch etwas dazu sagen?“, fragte Snape hinterhältig. Harry schluckte seine Wut herunter und murmelte „nein, Sir, nichts.“ Wenigstens war er klug genug, jetzt seine Klappe zu halten. Hätte er jetzt laut gesagt, was er vermutlich dachte, wäre das für Snape gefundenes Fressen gewesen. Und wer weiß wie viele Punkte er den Gryffindors noch abgezogen hätte.
    Mit Snapes Rückkehr war nun endlich wieder Ruhe eingekehrt und jeder arbeitete weiter an seinem Trank. Restendlich brachte es aber nur Hermine fertig ihn fehlerlos zu brauen und die anderen verließen, nachdem Snape uns noch auf unsere Unfähigkeit hingewiesen hatte, mit einem Berg Strafaufgaben den Raum. Gott sei Dank war das die letzte Stunde für heute!

    3
    Witzeabend

    Erschrocken fuhr ich hoch. Ich war so vertieft in meine Hausaufgaben gewesen, dass ich Goyle, der hinter mir stand und mir auf die Schulter geklopft hatte, gar nicht bemerkt hatte. Anscheinend faszinierte mich dieses Kapitel über die Hexenverbrennung sehr, denn Goyle konnte man eigentlich nicht überhören. Man konnte fast meinen ein Gebirgstroll sei im Anmarsch, selbst wenn er versuchte sich anzuschleichen. Armer Junge. Ich konnte ihn nicht leiden, genauso wenig wie seinen Freund Crabbe. Aber da sie leider die Handlanger von Draco waren und dachten jeder der sein Freund war, war auch ihrer musste ich sie mehrmals die Woche ertragen. „Hey, es ist 7. Zeit fürs Abendessen.“, grunzte er. Konnte dieser fette Mehlsack denn an nichts anderes denken, als an Essen. Der war ja schlimmer als Ron Weasley. Ich warf Goyle einen abfälligen Blick zu. Ich sollte meine Hausaufgaben in Zukunft nicht mehr so oft im Slytherin Gemeinschaftsraum machen, sondern bei John und Tracey. Doch da ich meine Zeit gerne mit Draco verbrachte und der in keinem anderen Gemeinschaftsraum gern gesehen wurde, musste ich mich wohl mit diesem Proleten herumschlagen.
    Apropos Draco, wo war der eigentlich schon wieder. Er hatte vor wenigen Minuten noch neben mir auf einem Stuhl gesessen. Suchend schaute ich mich im Raum um. Ich sah Jack und Jill, die knutschend in einer Ecke saßen, Flint, der versuchte einen Aufsatz zu schreiben, aber da er genauso dämlich war, wie seine Visage hässlich, bezweifelte ich, dass er das heute noch hinbekam und Crabbe, der seinen Vor-dem-Abendessen- Snack einnahm. Keine Spur von Draco.
    Plötzlich hörte ich einen leisen Schnarcher. Ich sah auf den Boden und da lag Draco und schlummerte dort auf seinen Hausaufgaben vor sich hin. Er war wohl eingeschlafen und von seinem Stuhl gefallen. Herrgott was war denn heute los mit ihm. Wir hatten in der letzten Nacht beide nicht viel geschlafen, da wir schönere Dinge zu tun hatten, aber so müde konnte er doch nicht sein. Außerdem hatte er seinen Schlaf heute in den Schulstunden nachgeholt. Wieso war der Kerl immer noch so müde? Ich beugte mich zu ihm runter.
    „Hey Draco. Wach auf“, sagte ich sanft. Keine Reaktion. Ich rüttelte an seiner Schulter. „Draco.“, sagte ich laut. Doch er rührte sich immer noch nicht. Oman. „Ey Draco! Wach auf, es gibt essen!“, schrie Goyle und trat Draco nicht gerade unsanft zwischen die Rippen. Dieser Trampel war unmöglich. Draco riss die Augen auf und fuhr in die Höhe. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt er sich die Hüfte. „Welcher Idiot war das?“, rief er wütend. „Äh, du hast geschlafen und es gibt Essen und ich wollte nicht zu Spät kommen, weil sonst dieser Weasley schon alles Gute weggefressen hat.“ Goyle hatte sichtlich Angst vor Draco. Dieser funkelte ihn mit seinen grauen Augen böse an. „ Dann musst du mir doch nicht gleich alle Knochen brechen. Und wieso bist du eigentlich nicht einfach zum Essen gegangen. Du wirst ja wohl im Stande sein ohne mich da hinzugehen. Oder nicht?“ Goyle war verwirrt. „Du hast ja nicht gesagt, dass ich da ohne dich hingehen soll.“ Draco seufzte. „Brauchst du jetz schon eine Anweisung von mir, um etwas zu essen oder was!“ „Nein“, stotterte Goyle „aber ich wusste nicht, dass du mir das erlaubst. Ich dachte ich soll nicht ohne dich da hingehen.“ Oman, wie dämlich war dieser Trottel eigentlich. Ich versuchte nicht zu lachen. „Goyle, du bist ein selbstständiger Mensch. Schnapp dir Crabbe und geh mit ihm zum Essen.“ Goyle nickte und machte sich mit Crabbe in Richtung Große Halle davon. „Ich hab sie wohl zu unselbstständigen, dämlichen Trotteln erzogen.“, meinte Draco zu mir, als sie weg waren. Ich half ihm auf. „ Diese Tonne hätte mir fast meinen Brustkorb zertrümmert“, schimpfte er. Draco übertrieb mal wieder maßlos, obwohl in Goyle wirklich hart getroffen hatte, und er an der Seite noch in der nächsten Woche total blau und grün war.











    „Wieso bist du eigentlich so müde? Den ganzen Unterricht hast du verschlafen und du rennst schon den ganzen Tag wie ein Schlafwandler durchs Schloss.“, fragte ich ihn. „Weiß nicht. Letzte Nacht war wohl zu viel für mich.“, sagte er grinsend. „Nachschub gefällig?“ Ich lächelte ihn an und wir küssten uns.
    „Goyle, Crabbe und Weaslbe haben sich wahrscheinlich schon viermal durchs ganze Buffet gefressen“, meinte Draco als wir auf dem Weg zur großen Halle waren. Ich lachte. „Und, was machen wir nach dem Essen?“ Draco sah mich erwartungsvoll an. Eigentlich wollte ich ja vorschlagen, dass wir uns irgendwo zurückzogen und da weiter machten wo wir letzte Nacht aufgehört hatten, doch dann fiel mir ein, dass ich ja schon etwas geplant hatte für heute. Ich war vorhin noch einmal Sarah begegnet und sie hatte mich und mehr oder weniger auch Draco eingeladen, nach dem Essen in den Gryffindor Gemeinschaftsraum zu kommen. Da das eine gute Gelegenheit war unser Verhältnis wieder zu bessern, hatte ich zugestimmt. Jetzt musste ich nur noch Draco überzeugen, mich zu begleiten. Ich erzählte ihm von meinem Vorhaben. „Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich einen Abend in der Gesellschaft dieser inkompetenten Waschlappen verbringe.“ „Ach komm schon, es gibt auch nette Gryffindors“, wandte ich ein. „Ja wer denn? Granger, dieses Schlammblut, Wood diesen seltsamen Kerl, der wahrscheinlich ein wenig zurückgeblieben ist und nicht zu vergessen die verfressenen Weaslbes, bei denen es kein Wunder ist, das sie einer Inzest-Beziehung entstammen, da sie sich kein Haus leisten können, indem jeder sein eigenes Zimmer hat. So, dann bleibt nur noch der Potter Fanclub übrig“, lästerte Draco. „Ach komm schon, das wird schon nicht so schlimm“, sagte ich. „Ich hör mir doch nicht den ganzen Abend das Geheule von Potter an.“ Draco spukte Harry s Namen richtig aus. Es war echt nicht einfach ihn dazu bewegen, den heutigen Abend dort mit mir zu verbringen. „Jetz komm schon. Ich geb mich doch auch immer mit Crabbe und Goyle ab, um mit dir zusammen sein zu können. Dann kannst du doch einen Abend dort verbringen. Tu s für mich. Vielleichts wird s ja ganz lustig “ Ich sah ihn eindringlich an. „Ja wenn Potter merkt, dass seine Eltern umsonst gestorben sind, da er es ja wohl kaum noch zu etwas bringt in diesem Leben.“ Ich funkelte Draco böse an. Auch wenn ich Harry nicht besonders leiden konnte, das war echt nicht okay. Draco seufzte. Er wollte anscheinend keinen Streit mit mir anfangen. War auch besser so. „Okay, dann geh ich mit dir heute Abend eben in Dumbledores Luststall.“ Ich lächelte zufrieden. Das war schon einmal geschafft. Nun musste ich nur noch darum kümmern, dass dieser Abend in Begleitung meines sturen Freundes kein totales Fiasko wurde.
    Schließlich betraten wir nach einem kleinen Zwischenstopp in einer Besenkammer die große Halle. Als wir auf den Weg zu unseren Plätzen waren, sah ich zu den Gryffindors hinüber. Weasley stopfte fleißig viel Essen in sich hinein. Eigentlich müsste er fett sein wie Crabbe und Goyle zusammen. Hermine sah ihn missbilligend an. Sie hatte wahrscheinlich den gleichen Gedanken wie ich. Ich ließ meinen Blick weiterschweifen und sah Sarah, die sehr verzweifelt wirkte. Sie saß neben Wood, den Harry permanent und sehr böse anstarrte. Den schien das ziemlich auf den Geist zu gehen. „Audorzia“, flüsterte ich. „Und wie viel zahlst du ihr?“, giftete Harry Wood an. Oman, hoffentlich geht das heute Abend nicht auch so. Draco folgte meinen Blick und sah den zerknirschten Harry, der gerade mit allen Mitteln versuchte Wood zu beleidigen. „Na, kriegt Potter seine Flasche nicht auf?“; meinte er abfällig. Ich wandte mich von den Gryffindors ab und ging zu dem Ravenclaw Tisch. Ich setzte mich auf meinen Platz zwischen John und Tracey und lies den neuesten Klatsch und Tratsch über mich ergehen.
    Nach dem Essen und nachdem John mir freundlicherweise angeboten hatte, meine Hausaufgaben zu machen – es gab eben doch noch tolle Kerle auf dieser Welt – machte ich mich mit Draco auf den Weg zum Gryffindor Gemeinschaftsraum. Unterwegs trafen wir auf Cedric Diggory aus Hufflepuff. „Hey Diggory, heute mal ohne dein Schlitzauge unterwegs?“, rief Draco ihm entgegen. Cedric öffnete gerade seinen Mund, um zu kontern als plötzlich Dumbledore um die Ecke bog.
    Also war er lieber still und begnügte sich mit einem giftigen Blick. „Und ich dachte immer, der würde sein Büro nie verlassen“, raunte Draco mir zu. „Naja außer um seine schwachsinnigen Reden zu halten.“, meinte ich. „Hey, der is ja sogar ohne Gehstock unterwegs.“, sagte Draco. Ich grinste.
    „Hallo Miss Kensick, Hallo Mister Malfoy.“, begrüßte Dumbledore uns. Wir grüßten zurück. „Und wohin seid ihr gerade unterwegs?“ Was ging ihn das an? „Wir gehen zu den Gryffindors um mit ihnen den Abend zu verbringen.“; sagte ich dennoch. „Soso“, murmelte Dumbledore. „Das ist schön. Gemeinschaft und Freundschaft sind wichtige Dinge. Auch unter den Häusern. Freundschaft vervielfacht die Freude und teilt das Leid auf. Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. Falsche Freunde gleichen unseren Schatten: Sie halten sich dicht hinter uns, solange wir in der Sonne gehen, verlassen uns aber sofort, wenn wir ins Dunkel geraten.“ Manchmal kam es mir so vor, als hätte er bei Google „Sprüche zum Nachdenken eingegeben“ und würde diese einfach nur sinnlos aneinanderreihen. Draco sah ihn unverwandt an. Dumbledore starrte ins Leere, als würde er über sein Gesagtes nachdenken. „Äh, ja wir müssen dann auch weiter. Schönen Abend noch“, meinte ich und wir suchten hastig das Weite.
    Schließlich waren wir bei dem Portrait der Fetten Dame und somit auch beim Gemeinschaftsraum der Gryffindors angekommen. „So und wie kommen wir jetz da rein? Anklopfen oder was?“, fragte ich. Draco grinste mich an und sagte „Fortuna Major“. Die Tür sprang auf. „Woher weißt du das Passwort der Gryffindors?“ Ich war verwirrt. „Naja, eines Abends hab ich mal meine Handlanger losgeschickt, um mir so ein Stück Pergament zu besorgen, das die Weasly Zwillinge immer mit sich rumschleppen. Und man glaubt es kaum, sie konnten es ihnen sogar klauen. Ich weiß ja nicht, was an einem Pergament so wertvoll ist, aber wahrscheinlich sind die paar Galleonen, die sowas kostet, ein Vermögen für sie. Auf jeden Fall haben sie mir Longbottoms Buch gebracht, um es wiederzubekommen. Und da dieser Neville ja so selten dämlich ist, hat er eine Liste, auf der die Passwörter für das komplette Jahr stehen, damit er sie nicht immer vergisst. Und die hab ich jetzt.“ Das war mal wieder typisch Draco.
    Wir kletterten durch das Portraitloch und hörten schon das Lachen der Gryffindors. Anscheinend erzählten Fred und George gerade einen Witz:

    „Na gut, weiter: Ihr habt jetzt 3 Wünsche frei!", sagte der Ginny zu ihnen. Als erstes sagte Crabbe:“ Ich will wieder nach Hause!", plopp im Nu war Crabbe wieder zu Hause. „Ich will auch nach Hause!", sagte Goyle, und so landete auch er im Nu wieder zu Hause. Als Draco an die Reihe kam jammerte er:" Och man, jetzt bin ich ganz alleine, ich wünsche mir, Crabbe und Goyle wären wieder hier!". Und schon waren sie wieder zu dritt auf der Insel.

    Alle Gryffindors konnten sich nicht mehr halten vor Lachen. Ich fand das jedoch nicht so lustig. Ich musterte Sarah, die mich gerade bemerkt hatte mit einem kalten Blick und wandte mich von ihr ab. Das musste ich echt nicht haben. Auf so eine Freundin konnte ich verzichten.
    „Tja Weaslbe, wenigstens habe ich Gelegenheit auf einer Insel Urlaub zu machen, während du mit deiner Blutsverräterfamilie Ferien auf dem Bauernhof, bei all euren Gleichgesinnten im Stall macht.“, sagte Draco abfällig. Er legte den Arm um mich und zog mich weg. „Ich hab dir doch gleich gesagt, dass das hier keinen Sinn hat, bei den ganzen Proleten.“, meinte er eiskalt. Er zog mich durch das Portraitloch. Als wir einige Gänge zurückgelegt hatten, blieben wir stehen. Draco schimpfte noch immer über die Gryffindors: „…nichts als ein Haufen unfähiger Trottel. Und dann diese Weasleys. Eine Trampel Familie vom Lande wie aus dem Bilderbuch. Anscheinend haben die Gehirne bei der Erschaffung von Zauberern auch Geld gekostet und die konnten sich natürlich keine leisten. Kein Wunder das es mit dem Ministerium bergab geht, wenn da ihr Vater arbeitet.“ So schimpfte er noch lange vor sich hin. Ich war enttäuscht. Ich hatte auf einen spaßigen Abend in relativ guter Gesellschaft gehofft, an dem ich mich mit Sarah wieder –sagen wir mal- vertragen konnte. Und jetzt das. Aber ich musste zugeben, der Witz hatte was – wenn er nicht gegen meinen Freund wäre. Ich war stinksauer. Nachdem Draco und ich uns beruhigt hatten, gingen wir in unsere Gemeinschaftsräume und legten uns schlafen.

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Harry Potter Fan ( 88.51 )
Abgeschickt vor 11 Tagen
Bitte bitte schreib weiter! Die Story ist so schön ❤
Sissi Lair ( 12.94 )
Abgeschickt vor 292 Tagen
Schreib bitte noch weiter!!! 😇
irgentwas ( 50.34 )
Abgeschickt vor 339 Tagen
Ich bin wirklich begeistert von deiner schreibweise ...ach was eigentlich von allem echt großes kompliment. Meine lieblingsstelle ist aufjedenfall die wo draco und harry sich gegenseitig von ihren proplemen erzählen ich musste mir da ein lachen echt verkneifen! Aber zurück zu deinem schreibstil: er ist echt gut, du hast wirklich talent und ich würde mich freuen wenn es bald noch einen 5. Teil gibt :)
Nele*-* ( 22.92 )
Abgeschickt vor 1094 Tagen
Super Schreibweise hatse :D also, ich finds echt gut^^