Slyclaw

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 2.343 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-01 - Entwickelt am: - 2.139 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hallo Leute,

hier nach schon kurzer Zeit der erste Teil des zweiten "Buchs". Slyclaw ist quasi das Parallelbuch zu Silprodigy mehr aus der Sicht von Catherine.

    1
    Prolog

    Es war ein wunderschöner Morgen. Die Sonne brannte bereits vom Himmel herunter und hätte jedes Eis sicher in weniger als zwei Minuten zum Schmelzen gebracht. Die Vögel, die wie immer keine Rücksicht auf die Leute nahmen, die an diesem Sonntag ausschlafen wollten, zwitscherten schon seit fünf Uhr. An diesem wunderschönen Morgen saß Herr Kensick in seiner lichtdurchfluteten Küche. Er hatte gerade den Gang zum Briefkasten hinter sich und sah seine Post durch: Rechnung, Rechnung, Verwarnung, lästige Verwandtschaft, Rechnung, herzliche Grüße aus dem Dschungel sendet Martin, Rechnung…
    Ah was haben wir denn hier! Herr Kensick hielt einen dünnen Briefumschlag mit einem roten, großen Siegel in den Händen. Er war an seine Tochter adressiert. Bei genauerem Betrachten fiel ihm das große H in der Mitte des Siegels auf. Er lächelte zufrieden. Dieser Brief konnte nur von Hogwarts, der Schule für Zauberei, sein. Zwar war es eigentlich selbstverständlich, dass seine Tochter dort angenommen wurde und er hatte ja auch schon sehnlichst auf den Brief gewartet, aber dennoch freute er sich. Er war schon auf ihr Gesicht gespannt, wenn sie den Brief sah.

    Mit einem leisen Knarzen ging die Tür auf. Wenn man vom Teufel spricht…
    Catherine kam in die Küche. Sie sah noch sehr verschlafen aus und ihre Augen waren kaum geöffnet. Sie murmelte ein „Guten Morgen“ und machte sich Frühstück. Herr Kensick beobachtete sie während sie aß, aber sie schien das gar nicht wahrzunehmen. Als sie fertig war, wollte sie wieder in ihr Zimmer gehen, doch Herr Kensick bat sie noch hier zu bleiben. Sie sah in fragend an, blieb aber auf ihrem Stuhl sitzen. „Du hast Post bekommen“, sagte er und überreichte ihr den Umschlag. Catherine öffnete ihn und las vor:

    „Sehr geehrte Miss Kensick,
    wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie ab nächstem Jahr ein Schüler der Zauberschule Hogwarts sein werden. Erreichen können Sie diese…“

    Catherine freute sich riesig. Nach ihren Geschwistern und Eltern durfte nun auch sie nach Hogwarts gehen. Sie hatte schon vieles über Hogwarts gehört, es jedoch noch nie gesehen. Freudig sprang sie umher und ging gleich zu ihrer Freundin Sarah, um ihr davon zu erzählen. Und als sie erfuhr, dass diese auch einen Brief von Hogwarts erhalten hatte, war ihre Freude noch größer.

    Am nächsten Morgen machten sie sich gleich in die Winkelgasse auf, um die benötigten Schulutensilien zu kaufen. Ein ungepflegter Kerl, namens Hagrid begleitete sie. Das Highlight dieses Tages war für Catherine, der Kauf ihres Zauberstabes aus Weißdornholz bei Ollivander. Aber ihre braune Eule, die sie King taufte, fand sie auch nicht schlecht.
    Ein paar Tage später war es auch schon soweit. Sie stand mit Sarah auf dem Bahnsteig und beide waren verzweifelt. Sie sollten zu Gleis 9/3/4. „Wo zum Henker ist bitte Gleis 9/3/4?“, fragte Sarah genervt. Eigentlich hatte Hagrid sie ja begleitet, doch er war verschwunden, bevor er ihnen den Weg weißen konnte. „Verdammter Idiot“, murmelte Catherine erbost. Sie sahen sich verdutzt an und wirkten ein wenig verzweifelt, bis sie eine große Zaubererfamilie entdeckten, die durch die Wand zwischen Gleis 9 und 10 liefen und dahinter verschwanden. Catherine und Sarah taten es ihr nach und gelangten so an das richtige Bahngleis. Sie suchten sich ein leeres Abteil im Zug, doch es dauerte nicht lange, da setzten sich zwei Jungs zu ihnen. Der eine hieß Harry und der andere Ron. Es war faszinierend wie viel Ron in sich hineinschlang. Harry wusste auch noch nichts über die Zaubererwelt und Catherine und Sarah löcherten Ron nach allen Einzelheiten. Als sie dann angekommen waren, wartete Hagrid am Bahnsteig. Er brachte alle Erstklässler ins Schloss. Catherine war sprachlos. Der Anblick des Schlosses haute sie einfach um. Es war inzwischen Nacht und das prächtige, hell erleuchtete Schloss war nicht mehr weit entfernt. Schließlich waren sie angekommen und traten das erste Mal durch die riesigen, massiven Türen. Sie gelangten in eine große Halle, in der es vier sehr lange Tische gab, deren Enden sich jeweils gegenüber den Türen befanden. Am Ende der Halle stand, waagrecht zu den anderen Tischen noch einer, an dem die Lehrer saßen. Davor, ein Podest. Die Halle schien unendlich hoch zu sein und über ihren Köpfen schwebten tausende Kerzen, die den Raum wunderschön beleuchteten. Über den vier Tischen, die mit reichlich Essen gedeckt waren, hingen vier verschiedene Banner. Es waren die Banner der vier Häuser; Gryffindor, Ravenclaw, Slytherin und Hufflepuff.
    Nachdem sie alle die vielen neuen Eindrücke verarbeitet hatten, hieß es die Erstklässler sollen sich in einer Reihe aufstellen um ihrem Haus zugeteilt zu werden. Harry, Ron und Sarah waren vor Catherine an der Reihe. Sie kamen alle nach Gryffindor. Schließlich war Catherine an der Reihe. Ein alter, faltiger, hässlicher und etwas seltsam riechender großer Hut wurde auf ihren Kopf gesetzt. „Hmm“, überlegte er. „Wo stecke ich dich nur hin? Nach Slytherin vielleicht. Hmm“ Verunsichert starrte Catherine zu dem Slytherintisch rüber. Ihr begegneten feindselige und selbstgefällige Blicke. Doch einer übertrumpfte die anderen mit seiner Arroganz bei Weitem. Es war ein sehr blonder, kleiner Junge, der ihr im Zug schon durch sein dämliches Verhalten aufgefallen war.

    Wenn sie wüsste, dass sie später noch mit ihm zusammenkommen würde und das der Grund war, wieso sie sich immer weiter von Sarah entfernen würde. Catherine würde sich verändern und das würde eine Belastung für die Freundschaft von Catherine und Sarah sein, der sie nicht auf Dauer standhielt…
    Diese Geschichte erzählt von Catherines 7. Jahr in Hogwarts.
    Aber zuerst:
    „Raaavenclaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaaaaaaaaaaaaawww!“ schrie der verrückte, alte Hut schließlich. Er hatte sie in dieses Haus eingeteilt, weil sie so gelehrsam und weiße war. Catherine war zwar ein wenig enttäuscht, da sie dort noch niemanden kannte, war jedoch erleichtet, dass die endlich den gammelnden Hut von ihrer Lockenpracht entfernen konnte.

    2
    „Unten“

    Ich quetschte mich gerade Hand in Hand mit Draco durch die vollen Gänge. Die eine Stunde war aus und jeder machte sich auf zur nächsten um mehr oder weniger nützliches Wissen von den Lehrern zu bekommen. Einige Erstklässler rannten panisch durch die Gänge, da sie auf keinen Fall zu spät kommen wollten. Manche hatten, obwohl das Schuljahr vor 5 Wochen begonnen hatte, immer noch keinen Plan wo sie hinmussten. Verzweifelt kämpften sie sich durch die Menschenmasse und hielten mit großen Augen Ausschau nach den richtigen Klassenzimmern. Nicht wenige von ihnen verliefen sich letztendlich in dem großen Schloss und diejenigen, die klug genug waren einen älteren Schüler nach dem Weg zu fragen, kamen meistens nie an ihrem Ziel an, da sie von Fred und George Weasley oder von irgendeinem anderem Schüler, der gerade schlechte Laune hatte, in die falsche Richtung geschickt wurden und irgendwann vor lauter Gängen den Überblick verloren und oft noch schon lange nach Ende ihrer Stunde in Hogwarts umherirrten, bis sie schließlich auf Filch trafen, der ihnen zwar half die Orientierung wiederzufinden, sie jedoch so zur Schnecke machte, dass sie ihm auswichen, wenn sie ihn die nächsten Tage noch einmals sahen.
    Jeder Stundenwechsel war ein unerbittlicher Kampf. Man musste sich irgendwie zu seinem Kurs durchschlagen und aufpassen, nicht mit der Menge in die falsche Richtung getrieben zu werden. So war es auch an diesem Tag. „Man, geht doch mal zur Seite ihr dummen Gnome“, schimpfte Draco, der uns gerade mitten in eine Traube Erstklässler gelotst hatte. Die waren zwar von Dracos Bemerkung gekränkt, wichen aber wegen seines genervten und einschüchternden Blicks beiseite. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir schließlich schon mal das Stockwerk erreicht, in dem Geschichte der Zauberei unterrichtet wurde. Noch drei Gänge dann waren wir da. Zum Glück war es in diesem Stock nicht mehr so voll und man konnte sich wieder frei bewegen ohne irgendwelche Gliedmasen anderer Leute in seinem Rücken zu spüren. Draco war auch sichtlich erleichtert, denn er zog nicht mehr so fest an meiner Hand und hatte seinen finsteren Blick abgelegt. Auch rannte er jetzt nicht mehr so wie vorher. Im Gegenteil. Er blieb stehen und zog mich in seine Arme. Er lächelte mich an und ich sah verträumt in seine Augen. Ach, wie glücklich ich doch mit ihm war. Er hob seine Hand und fuhr sanft durch meine braunen Locken. Er zog mich noch näher an sich heran und senkte seine Stimme, die vorher noch laut und schallend Schimpfwörter durch die Gänge gebrüllt hatte, zu einem leisen flüstern. „Ich liebe dich“, raunte er mir ins Ohr. Ich war hin und weg. Wir küssten uns zärtlich. Es war wunderbar. Ich blendete die Stimmen der letzen paar desorientierten Erstklässler, deren verzweifelte Stimmen durch die Gänge hallten, aus und bemerkte auch nicht Neville, der an uns vorbei hetzte um es noch zu Wahrsagen zu schaffen. Es war alles so friedlich. Als säßen wir an einem wunderschönen Frühlingstag in einem Park, in dem gerade alles zu blühen begann. Als säßen wir dort auf einer Bank. Nur wir beide. Draco und ich. Die Sonnenstrahlen kitzelten leicht unsere Gesichter, die Vögel…

    „Ich glaube wir müssen jetzt wirklich los.“, unterbrach Draco diesen wunderbaren, nahezu perfekten Moment. Am liebsten wäre ich noch eine Ewigkeit in diesem Park geblieben, doch Draco hatte leider recht. „Gut lass uns gehen“, stimmte ich ihm zu. Aber bevor ich mich aus seiner Umarmung löste, blickte ich ihm noch tief in die Augen und sagte, dass ich ihn ebenfalls liebte. „Natürlich tust du das“, sagte er mit einem schelmischen Grinsen. „Was würdest du nur ohne mich, einem starken Mann an deiner Seite machen, der dich immer erfolgreich aus dem Strom Schüler rettet und dich sicher zur nächsten Stunde bringt!“ Draco war der arroganteste Mensch den ich kannte. „Naja, da wäre ja noch Harry Potter“, antwortete ich. Draco verzog das Gesicht. Tja, ich wusste eben wie ich ihn von seinem hohen Ross wieder herunterholen konnte. „Ich wusste gar nicht, dass du auf hilflose, arme Jungs, mit einem tragischen Schicksal, stehst, die sich beim Schulleiter einschleimen und mit ihrer Sehhilfe immer die neuesten Modetrends verfolgen?“, meinte Draco abfällig. „Stimmt, tut ich ja nich“, lachte ich.
    Inzwischen hatte Draco mich losgelassen, also nahm ich seine Hand und wir machten uns, mit der Hoffnung Professor Binns sei noch nicht da, auf den Weg zum Klassenzimmer. Ich zog Draco eilig durch den Gang. Wir bogen um eine Ecke und plötzlich sah ich etwas großes, gelbes auf mich zukommen. Ich versuchte auszuweichen, doch das blonde Büschel kam direkt auf uns zu. Da ich nicht an Draco, der immer noch an meiner Hand hing, gedacht hatte, krachte er voll mit dem Büschel zusammen. „Ah, was …“, schimpfte Draco, als er und das blonde Etwas zu Boden gingen. Verärgert rappelte er sich auf und bei genauerem Hinsehen konnte ich erkennen womit mein Freund da eben kollidiert war. Es war Theresa Kross. Ein sehr dürres, desorientiertes und zum Teil auch ignorantes Mädchen, das im selben Jahrgang war wie ich. Sie hatte sehr volumige, sehr seltsame und unbändige Haare, die einen seltsamen, gar unnormalen Gelbstich hatten.
    „Oh, tut mir leid. Aber ich bin spät dran. Könnt ihr mir sagen wos hier zu den Kerken geht? Ich habe Zaubertränke bei Snape“, keuchte sie, während sie sich aufrappelte. Draco, der gerade dabei war, seine Kleidung abzuklopfen funkelte sie böse an. „Ähm Theresa, du gehst jetzt schon seit sechs Jahre in diese Schule und weist immer noch nicht, wo Snapes Klassenzimmer ist!“ Ich war verwirrt. Hatte dieses Mädchen denn gar nichts im Hirn? „Ne, also wo muss ich hin?“, fragte Theresa. Sie schien anscheinend nicht bemerkt haben, wie ungläubig ich meine Frage gestellt hatte. „Hättest du nur Stroh in deinen Haaren, anstatt auch in deinem Kopf, würdest du sicherlich wissen, dass es zu den Kerkern nach unten geht. KERKER, verstehst du? Die sind immer UNTEN. Im KELLLER.“Das war ja mal wieder typisch für Draco. Aber ich musste ihm Recht geben. Dieses Mädchen lies mich jeden Keim Hoffnung an die intelligente Menschheit, sofort ersticken. Jeder Muggel würde sich schlauer anstellen, als sie. „Achso“, meinte Theresa. „Danke für die Auskunft. Also muss ich jetz wohl nach unten.“ Kopfschüttelnd nahm ich die Hand von Draco, der seinen Mund schon für einen weiteren sarkastischen Kommentar geöffnet hatte, und zog ihn mit mir. „Komm wir müssen los“, sagte ich und wir hasteten davon. Kurz vor dem Klassenzimmer begegnete uns noch ein Schüler. Es war Harry Potter. Wutentbrannt und mit verletztem Blick eilte er uns entgegen. „Na Potter, mal wieder vom Besen gefallen?“, rief Draco ihm hinterher. „Nun komm schon, Binns ist bestimmt schon seit 15 Minuten da“, sagte ich und begann zu rennen. Wenn dieses Schloss nur nicht so verdammt groß wäre und die Klassenzimmer alle in einem Flügel wären… Schließlich kamen wir endlich an. Ich öffnete die Tür und wir betraten das Zimmer, in dem der Unterricht schon vor zehn Minuten begonnen hatte.

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.