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Lyra Smith - FanFiktion zu Harry Potter Teil 3

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1 Kapitel - 798 Wörter - Erstellt von: Flora2 - Aktualisiert am: 2012-06-15 - Entwickelt am: - 2.256 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Danke noch einmal für das treue Lesen und die tollen Bewertungen! Hier kommt auch schon Teil 3!

1
Als Lyra auf den Korridor trat, war bereits das ganze Schloss in Aufruhr. Lichtblitze schossen von A nach B, es dröhnte und polterte und krachte. Nur wenige Meter von ihr entfernt duellierten sich Ginny Weasley und ein stämmiger Todesser, der sein Gesicht unter einer Kapuze verbarg. Der Mann hatte sie an eine Wand gedrängt. Lyra war sofort klar: In wenigen Sekunden würde er sie töten. Reflexartig zog sie ihren Zauberstab, Weinstock und Phönixfeder, elfeinhalb Zoll, aus ihrem Ärmel und richtete ihn mit einem lauten,, Stupor!” auf den Angreifer. Der Todesser stolperte zurück und stieß mit dem Rücken gegen eine steinerne Brüstung, die mit einem lauten Knacken nachgab. Beide trudelten in die Tiefe.
Ginnys Augen waren groß wie Untertassen. Stotternd brachte sie hervor:,, Ich dachte, du wärst… Ach, nicht so wichtig!” Sie stürzte sich wieder ins Kampfgetümmel.
Ärgerlich legte Lyra die Stirn in Falten. Wann würden die Leute endlich aufhören, ihr wegen ihrem Haus zu misstrauen? Aber jetzt war nicht die richtige Zeit, um sich zu ärgern. Sie musste schließlich eine Schlacht gewinnen!
Auf einmal sprang ihr aus dem Nichts eine Todesserin mit roten Haaren und bleichem Gesicht vor die Füße. Der Mund der Frau öffnete sich zu einem breiten Grinsen, das schiefe, schwarze und gelbe Zähne entblößte, und Mordlust glitzerte in ihren Augen. Mord?, dachte Lyra, Kannst du haben. Aber ich hoffe für dich, dass du vorher dein Testament verfasst hast.
Mit einem Avada Kedavra eröffnete die Todesserin das Duell. Mit Leichtigkeit schaffte es Lyra, Protego zu rufen und dem Tod zu entgehen. Bunte Lichtblitze in allen Farben schossen aus den Zauberstäben, wunderschön, aber gefährlich. Die Todesserin war für Lyra eine schwere Gegnerin. Sie begann zu Schwitzen. Lange würde sie es nicht mehr durchhalten. Fieberhaft kramte sie in ihrem Gedächtnis nach einem Zauber, der geeignet war, vernichtend und überraschend zugleich. Dann kam ihr die rettende Idee.
,, Petrificus Totalus!”, schrie sie mit aller Kraft. Mit einem so schlichten Fluch wie der Ganzkörperklammer hatte die Todesserin nicht gerechnet. Sie versteifte sich, ihr Zauberstab flog durch die Luft und sie knallte hart auf dem Fliesenboden auf. Mit einem Tritt beförderte Lyra den zu Boden geflogenen Zauberstab aus dem Fenster. Erst dann trat sie näher an ihre Gegnerin heran.
Sie konnte die Verzweiflung in ihren Augen erkennen, die Frau hatte Angst. Todesangst. Jemanden, der wehrlos am Boden lag, konnte Lyra nicht töten. Sie ließ den Zauberstab sinken.
Plötzlich bog jemand um die Ecke. Es war Neville Longbottom, ein weiterer Gryffindor. Er hatte ein halbes Dutzend Zauberstäbe in der Hand, die er wahrscheinlich besiegten Todessern abgenommen hatte. Als er Lyra sah, hellte sich sein Gesicht auf. Lyra selbst konnte nicht anders, sie lächelte zurück. Neville kam langsam auf sie zu und beugte sich über die Todesserin, deren Augen noch immer ängstlich hin und herhuschten. Lyra kniete sich neben ihn und betrachtete ihre ehemalige Gegnerin genauer.,, Ganzkörperklammer?”, fragte Neville leise. Lyra nickte nur. Neville erzählte:,, Hermine hat mir auch mal eine Ganzkörperklammer verpasst, im ersten Schuljahr. Ich wollte sie und Harry und Ron daran hindern, nachts hinauszuschleichen. Sie wollten den Stein der Weisen vor Voldem- äh, ich meine, Du-weißt-schon-wem, retten, nur wusste ich nichts davon. Aber es hat Gryffindor die entscheidenden Punkte eingebracht, die nötig waren, um Slytherin den Hauspokal wegzuschnappen.” Erst, als es heraus war, bemerkte er, was er da gesagt hatte. Betreten schwieg er. Lyra spürte das, sie sagte:,, Ich hasse Slytherin.” Dann beugte sie sich wieder über die Todesserin. Plötzlich spürte sie, wie Neville ihr zaghaft auf die Schulter tippte. Sie wandte sich um.

Der Kuss war viel zu kurz.

Als sie sich wieder voneinander lösten, hauchte Lyra leise:,, Ich kann sie einfach nicht töten.” Neville nickte.,, Das mache ich. Du musst dir das nicht anschauen.” Lyra stand auf und ging. Bevor sie ging, warf sie Neville noch einen sehnsüchtigen Blick zu. Dann verschwand sie hinter der Ecke.
Sie flüsterte so leise, dass es niemand hören konnte, das berühmte Zitat von Dumbledore.
,, Es sind unsere Entscheidungen, die entscheiden, wer wir sind.”

Kommentare (2)

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Sona14 (51284)
vor 1025 Tagen
Oh, das ist fieß! Wieso?
Shizorou (01361)
vor 1124 Tagen
So schön und doch so traurig