Pokemon Lost Silver

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1 Kapitel - 3.786 Wörter - Erstellt von: Kokoa-Chan - Aktualisiert am: 2012-06-15 - Entwickelt am: - 8.242 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.25 von 5.0 - 8 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Sein Atem kam stoßweise aus seinem Mund und das Geräusch der schnellen Atemzüge kam schallend zu ihm zurück. Er schaute auf und bemerkte die hölz
    Sein Atem kam stoßweise aus seinem Mund und das Geräusch der schnellen Atemzüge kam schallend zu ihm zurück. Er schaute auf und bemerkte die hölzerne Decke, die sich über ihn ausstreckte und ins Leere zog. Dieser Raum besaß weder Zugang, noch einen Ausweg. Er war gefangen – und genau diese Offenbarung war es, die ihn dazu veranlasste, sich zu fragen:

    Wie kam er nur hierher?

    Er griff nach seinem PokéGear, klappte es auf und blätterte zur Karte. Aber anstatt Landmassen und Städte, anstatt Johto oder Kanto zu zeigen, begrüßte ihn nur ein schwarzer Bildschirm. Ein schwarzes Nichts, das auch seinen Standort nicht zu identifizieren vermochte.

    Er überprüfte seine Kontakte, und alles was er fand, war eine leere Liste. Nichts. Weder die Nummer von seiner Mutter, noch von Lind oder Eich waren mehr vorhanden. Keine von den unzähligen Trainern, gegen die er sich durchgesetzt hatte und die immer anwesend gewesen waren, wenn er ein Rematch wollte.

    Mit angehaltenem Atem wechselte er zum Radio. Es musste doch noch irgendein Programm da sein, das lief. Aber… nein… Seine einzige Hoffnung zerbrochen und verschenkt. Das Radio gab kein Signal ab… es war tot.

    Mit einem resigniertem Seufzer steckte er den PokéGear wieder in seine Tasche zurück und widmete sich nun wieder seiner Umgebung zu, um sich ein genaueres Bild davon zu machen, wo er sich befand. Diese Architektur… kein Zweifel… erinnerte ihn an den Knofensa-Turm; diese Säule in der Mitte des Raumes – eine Szene, nein, eine Erinnerung an damals, als er ins Abenteuer zog. Früher… viel früher…

    Gab es hier noch andere Trainer außer ihm? Oder vielleicht Pokémon? Er musste bereit sein zu kämpfen, denn Champions, die Titel und Geschicklichkeit in sich vereinten, würden nie lange allein gelassen.

    Er überprüfte seine Pokémon… er hatte nur eines…

    Ein dunkler, unheimlicher Vorhang schien auf ich herabzukommen und hüllte ihn ein. Seine Sinne gerieten in Alarmbereitschaft, und er schaute auf seine Pokémon… er hatte plötzlich mehr als eines… Konnte das sein? Er schien überzeugt, aber als er mit zitternden Händen hastig nach den Pokébällen griff, hatte er nur einen in den Händen. Nur einen? Aber was? ... Die anderen waren nur eine Illusion gewesen.

    Aber welches Pokémon hatte er nun in Händen. Welches befand sich in dieser einsamen Kugel? Vielleicht Tornupto?

    Er warf den Ball in die Luft, als er sich öffnete und ein Licht auf ihn warf. Ein Feurigel entstand vor seinen Augen. Aber was er sah… oh Gott. Das Pokémon atmete in kurzen Zügen, als bekäme es aus Erschöpfung keine Luft. Das Fell war glatt und mit Blut verschmiert. Und als es den kleinen Kopf hob und den Trainer anschaute, drang aus den schweren Augenlidern ein dunkler trauriger Blick.

    Es schien etwas sagen zu wollen…. „Beeil dich!“

    Was war hier los? Irgendwas stimmte nicht; das war einfach nicht richtig – das einzige Feurigel, das er je besessen hatte, war längst entwickelt; war längst zu Tornupto geworden. Aber wo war Tornupto? Er konnte sich nicht erinnern, und das machte ihm Angst.

    Er hielt den Ball auf das Pokémon gerichtet, mit der Absicht die Feuer-Maus wieder zurücksenden zu lassen, aber etwas Unerwartetes trat ein. Der Pokéball reagierte nicht. Und so sehr er versuchte, dass Pokémon wieder in den Ball zu schicken, es ging nicht. Auch dieses Signal blieb stumm. ... Was zum? Wer hatte jemals von einem Pokéball gehört, dass sein Pokémon nicht akzeptierte?

    Das Feurigel rief.

    Er zuckte zusammen und schaute auf das arme Pokémon. Er musste es wohl oder übel mit der Hand tragen, und er musste schnell sein. Es befand sich in einem kritischen Zustand und er war dazu verpflichtet ihm zu helfen. Und auch wenn es nicht sein Pokémon sein sollte, er war nicht herzlos.

    Also nahm er es sanft in seine Arme.

    Eine schnelle Bewegung stach ihm in die Augen und er starrte erschrocken auf das Schauspiel, welches sich ihm bot. Fünf Icognitos tanzten in der Luft über ihn – erst sehr hoch, dann immer tiefer, bis sie schließlich um ihn herum kreisten. Ihre Augen…. sie strahlten eine krankhafte Freude aus. Ihre Körper schienen alle kein erkennbares Muster zu haben, was es umso schwerer machte, ihre Botschaft zu entziffern. Er hatte viel früher schon einmal Icognitos gesehen, aber nicht solche und es dauerte einen Moment, bis er ihre Worte entschlüsselt hatte:

    „Leave…. Verlassen“, las er leise. Was war das? Eine Warnung? Vielleicht…

    Er leckte sich die trockenen Lippen und schaute sich um. Leichter gesagt als getan – es gab keinen Ausweg.

    Und als ob sie seine Unsicherheit gespürt hätten, stoben die Icognitos auseinander und flogen ins Zentrum des Raumes auf die Säule zu und verschwanden in ihr. Er starrte auf die Stelle, die Zeit verging. Zögernd setzte er seine Schritte auf, bewegte sich auf den soliden Pfeiler zu und eh er sich versah, verschwand auch er in ihr…. und verlor den Boden unter den Füßen.

    Er fiel nicht sehr tief, doch undurchdringbare Finsternis verschluckte ihn. Angst überkam ihn. Er vermisste sein geliebtes Ampharos, aber es war nicht bei ihm. Er brauchte es, um hier sehen zu können. Wie sollte es gehen, was könnte er verwenden? Doch da erinnerte es sich an das schwache Pokémon in seinen Armen.

    „Blitz“ befahl er leise und sah weg.

    Ein schwacher Schein, der immer intensiver wurde, überflutete den Raum. Und nun wünschte er sich, er hätte es nicht getan, denn pures Entsetzen breitete sich in ihm aus und ließ ihn würgen. Die Wände waren mit einer dunklen, blutigen Farbe lackiert und direkt vor ihm erstreckte sich eine Halle, die sich bis in alle Ewigkeit zu strecken schien.

    Gänsehaut breitete sich auf seiner Haut aus – er musste in Bewegung, durfte nicht stehen bleiben. Er musste sich beeilen. Mit wohl überlegten Schritten, ging er den Flur entlang.

    Der Boden war aus festem Stein, da war er sich sicher, und doch war es seltsam, denn keiner seiner Schritte war zu hören. Er versuchte es mit mehr Druck, stampfte fester auf, aber auch das zeigte keine Wirkung. Die Halle war stumm, totenstill – und dann…. begann eine schiefe erstickte Melodie zu spielen, ganz leise. Und er erkannte sie. Er erkannte sie als die versteckten Funksignale, als er einmal in den Ruinen von Alph gewesen war. Das war vor langer Zeit und die Erinnerungen an die dunklen, schrecklichen Nächte erfüllten ihn.

    Er presste sich an die Wand, als das Licht immer schwächer wurde. Jede Sekunde, in der er sich durch diese Spirale aus Dunkelheit und Zeit kämpfte, wurde es dunkler. Und als eine Ewigkeit vergangen war, konnte er kaum noch die Umrisse seiner eigenen Hand sehen, aber er hatte das Ende der Halle erreicht. Ein kleiner Raum offenbarte sich ihm und in seiner Mitte war ein Zeichen zu sehen.

    Er begann es zu lesen: „Kehre nun zurück.“




    Er drehte sich um und schaute in den Flur, aus dem er gekommen war. Aber er war nicht mehr da. Das Licht erlosch nun vollständig und er wurde wieder in schwarze Finsternis gehüllt. Ganz leise, kaum hörbar, drang wieder Musik in seine Ohren. Auch dieses Lied erkannte er – die Poké-Flöte. Was? Träumte er nur? War das hier nur eine Art von krankem Alptraum?

    „Wach auf“, sagt er zu sich selbst.

    Stille… er wartete in dieser ohrenbetäubenden Stille; wartete, bis er sich nicht mehr sicher war, ob er überhaupt existierte. Doch dann verschob sich etwas in seinen Händen, und er erinnerte sich plötzlich wieder an das Feurigel. Er bewegte sich, als ob es laufen würde. Es war immer noch zu dunkel. Und der einzige Weg, diesem Alptraum zu entkommen, war zu warten… ihn so lange zu ertragen, bis das Feurigel seine Bewegungen beendete. Aber er brauchte Licht.

    „Blitz“, sagte er wieder.

    Doch dann ertönte ein schwacher Schrei. Eine halbe Sekunde verging und so schnell er ihn vernommen hatte, so schnell verschwand er auch wieder. Das Feurigel verschwand aus seinen Armen, und nur das Gefühl von seinem warmen, glatten Blut verweilte bei ihm. Er war sprachlos… er war alleine…

    „Feurigel?“, fragte er mit leicht erhobener Stimme… „Wo bist du?“. Sein rasender Schrei hallte verloren in der Dunkelheit.

    Ein weicher Gesang erfüllte erneut seine Ohren. Er wirbelte augenblicklich herum und sah das Gebilde vor sich. In der unendlich schwarzen Finsternis schwammen sechs Icognitos umher, jedes für sich in ein surreales Purpurrot getaucht. Diesmal bildeten sie andere Worte…

    Er fing an zu lesen: „He died… er starb“…

    Aus ihren Augen brach plötzlich ein starkes Licht, welches ihn für einen Moment zu blenden schien. Als er seine Augen wieder öffnete, fand er sich in einem kleinen Raum wieder, welches von transparenten Wänden umschlossen war. Über die unsichtbaren Mauern hinaus sah er ein Meer von Gräbern… Noch nie hatte er von irgendwelchen Massengräbern gehört, geschweige welche gesehen – mit einer Ausnahme: der Turm in Lavender Town. Aber auch das ist lange her, denn dort steht heute ein Radioturm.

    Er näherte sich der klaren Barriere und als er seine Hand an das Glas halten wollte, stellte er fest, dass sich ihre Umrisse verflüchtigt hatten… er hatte keine Hände mehr… keine Arme… Das Blut an seinen Händen, Feurigels Blut, war fortgespült… und dann erinnerte er sich wieder, wer dieses Feurigel war. Es war der Nachkomme seiner harten Arbeit, der Nachkomme seines Tornuptos. Es war die brennende Fackel all seiner bestandenen Prüfungen… Aber Feurigel war verschwunden… und mit ihm all seine Erfolge und Misserfolge. Es war so, als ob er nie ein Abenteuer bestanden hätte, als ob er nie Arme gehabt hätte, um mit ihnen alles zu beginnen.

    Irgendetwas regte sich in der Schwärze unter seinen Füßen, und plötzlich wurde er in diese Leere zurückgezogen. Krallenartige Auswüchse gruben sich in seine Beine und zogen ihn weiter nach unten. Ein verzweifelter Schrei drohte seiner Kehle zu entweichen, aber er unterdrückte ihn, als er sah, dass er sich im selben Raum wie vorher befand… den Raum mit der Säule in der Mitte. Aber dieser Raum war nicht mehr aus Holz. Alles war rot. Rot wie Blut.

    Und so, wie auch seine Arme nicht mehr da waren, so waren nun auch seine Beine fort. Er war nichts mehr, als ein in der Luft schwimmender Torso.

    Er dachte nach, er wusste immer noch, wer er war, auch wenn die Erinnerungen fehlten, auch wenn die Details nicht vorhanden waren. Und doch… es störte ihn nicht mehr als vorher auch… denn der hoffnungsvolle Reiz, es könnte sich hier um einen einfach Alptraum handeln, beruhigte seine beanspruchten Nerven.

    Etwas streifte leise seinen Kopf. Er wandte sich um und sah ein Celebi. Und von all seinen Abenteuern wusste er, dass es eine Seltenheit unter den Pokémon war. Ja, sogar eine Seltenheit unter den Legendären. Es war ein glänzendes Celebi, eines der größten Trophäen unter den Legendären, welches ein Trainer nur haben kann.

    Aber dieses Celebi… es war wie er…. Nur die Hälfte von ihm war vorhanden. Wo seine Arme und Beine hätten sein sollen, waren nur Stümpfe. Auf seinem gequälten Gesicht prangte nur ein Auge und auf seinem Kopf war nur eine Antenne zu sehen.

    Und da erkannte er, nur ganz schwach, dass dieses Celebi sein eigenes war. Er hatte sich nicht sofort auf den ersten Blick erinnert, aber langsam kehrten die verblassten Erinnerungen zurück. … eine schicksalhafte Begegnung im Steineichenwald… Wann?

    Hinter sich hörte er ein vertrautes Geräusch. Er dreht sich langsam um und blickte auf die zurückgekehrten Icognitos. Dieses Mal waren es fünf in der Zahl, die vor ihm schwebten. Und als sie langsam nacheinander verschwanden, bildeten sie eine klare Botschaft:
    Sie hieß: „Dying…. Sterben“…

    Er fragte sich, wer im Sterben lag. Das Celebi? Oder er selbst?

    Celebi gab ihm mit einem gedämpften Blick, einem stillen Drang, zu verstehen, dass er weiter gehen sollte. Und ja, er hatte keine andere Wahl als sich zu fügen. Was hätte er sonst tun sollen? Seine nicht vorhandenen Beine trugen ihn vorwärts. Und wieder einmal kam ihn ein leiser Verdacht auf, dass dieses Erlebnis nicht als Alptraum bezeichnen konnte. Es war schlimmer. Und er hielt verzweifelt daran fest, dass er hier raus wieder erwachen wird…

    Und dann traf er auf geisterhafte Männer und Frauen. Und als er in ihre Gesichter blickte, glaubte er, sie zu kennen. Sie kamen ihm bekannt vor, ohne sie wirklich jemals wirklich gekannt zu haben.

    „Wer bist du?“, fragte er den ersten von ihnen. Er bekam keine Antwort, nur eine Träne aus Blut.

    Auch er spürte schwach, wie die blutigen Tränen aus seinen Augen drangen. Das Celebi zerrte an seinem Kopf und deutet nach unten an das Ende des Raumes. Er strengte seine Augen an und konnte tatsächlich eine Gestalt ausmachen… und mit einem gewissen Maße an Überraschung sogar identifizieren.

    „Rot“, hauchte er. Die einstige Legende selbst weiß und blass wie alle anderen auch. Und als er genau hinschaute, sah er, dass er keine Augen hatte. Sein Gesicht war so leer, wie der Raum, in dem sie sich befanden.

    Als er näher kam, gab es keinen Austausch von Worten. Rot hatte nie viel gesagt, ihn so lange nicht mehr gesehen, und auch jetzt würde er nichts sagen. Es gab nur einen gemeinsamen Blick der Trainer und dann spürbare Leere. Und dann sah er plötzlich die Wahrheit dahinter. Nämlich, dass diejenigen, die immer höher steigen, auch irgendwann fallen müssen. Das sollte sein Schicksal sein, das sollte Rots Schicksal werden. Und so schickte Rot sein einziges Pokémon vor. Die Schlacht begann.

    Ein Pikachu erschien vor ihm, das Gesicht mit einem verlassenen, traurigen Ausdruck. Er spürte die Abneigung Pikachus für das Kämpfen und er sah auch, dass Rot genauso empfand.



    Er tauschte einen stillschweigenden Blick mit Celebi aus – es war sein einziges Pokémon. Aber es zog für ihn in den Kampf. Er war sich sicher, mit diesem Pokémon Herr über die Schlacht zu werden. Und doch konnte er nur zu sehen.

    Pikachu setzte „Fluch“ ein, und nun wusste er nicht einmal, ob Pikachu überhaupt in der Lage war, diese Attacke zu erlernen. Celebi setzte „Abgesang“ ein. Er wusste, dass er dann den Kampf verlieren würde – entweder ging Pikachu noch vorher K.O. oder sie beide würden nach der dritten Runde ohnmächtig.

    Als Vergeltung setzte Pikachu Dreschflegel ein, aber Celebi sang einfach weiter. In seiner Not setzte Pikachu Frustration ein und stampfte Celebi mit dem Schwanz in den Boden.

    Vergeblich versuchte Celebi sich in dieser Position zu rühren. Geschwächt und von einer seltsamen Aura umgeben, verwendete Celebi sein Item „Schmerz-Splitter“ – es teilte sein Leid mit dem Feind und konnte sich dadurch von Pikachu befreien. Pikachu konterte noch mit „Horrorblick“, sodass Celebi nicht fliehen konnte…

    Doch die drei Runden waren um…. Die Zeit war um…

    Celebi stellte seine Bewegungen ein und fiel mit einem dumpfen Knall nach hinten. Dort blieb es liegen und starb leise…
    Und Pikachu….. War es Abgangsbund?

    Er schaute Rot an… sein Ruhm, sein Intellekt und seine Leistungen… alles vernachlässigt. Der Abgangsbund zog sich um Rot und seinen Körper. Und da lag er dann mit enthauptetem Körper auf den Boden. Die Umgebung um ihn herum verzerrte sich, er schloss die Augen. Sein Herz wurde ihm eng in der Brust und sein Atem pochte ihm laut in den Ohren.

    Und als er sich wagte, sie wieder zu öffnen, befand er sich an einem Ort der Vertrautheit, … er war Zuhause. Sein Zimmer immer noch gut gepflegt. Auf seinem Bett lagen saubere Leinentücher ausgebreitet und mit einem Blick zum PC sah er trotz seiner längeren Abwesenheit nur eine leichte Staubschicht. Es war, als hätte er dieses Zimmer nie verlassen, als wäre er nie auf Reisen gegangen.

    Erschrocken und überwältigt zugleich fiel er auf die Knie – oder auf das, was seine Knie hätten sein sollen. Ein Kopf war alles, was von ihm übrig geblieben war.

    Und dann kamen die Icognitos wieder zu ihm zurück.

    Er las ab: „No More…. Nie wieder.”

    Hoffnungslos starrte er in ihre Augen, während aus seinen eigenen rote Tränen tropften. Er unterdrückte ein Schluchzen, stand auf und blickte zur Tür. Der Türknauf fühlte sich in seiner Hand einst immer kalt an, wenn er ihn berührte, doch nun ging die Tür einfach knarrend auf und offenbarte die Treppe, die in die Dunkelheit führte. Langsam… sorgfältig bahnte er sich seinen Weg nach unten, eine Schleife von Gedanken trübte seinen Geist.

    Er hatte angenommen, dass dies hier kein Alptraum war. Aber es gab auch keine süße Realität, aus der er erwachen könnte… denn das hier, das alles war seine Wirklichkeit. Eine Metapher, die sein Leben umschrieb und ein Spiegel, der es wiedergab. Er begann alles miteinander zu verknüpfen: sein Vermächtnis, seine Leistungen, seine Reisen… all das ging verloren.

    Das Erdgeschoss war so, wie er es erwartet hatte: schwach beleuchtet und mit Schmutz und Spinnenweben bedeckt – ein starker Kontrast zu seinen Zimmer. Er ging zu dem Tisch, blieb aber kurz vorher stehen und überprüfte ihn. Es gab vier Stühle, von denen zwei nie benutzt wurden. Er stellte mit einem melancholischen Ausdruck fest, dass einer der anderen Stühle schief stand. Dort pflegte seine Mutter immer zu sitzen, von dort begrüßte sie ihn jedes Mal, wenn er nach Hause kam, mit einer warmen Mahlzeit und einer noch wärmeren Umarmung. Wo aber war sie jetzt?

    Ihre Abwesenheit hatte eine eindringliche Wirkung auf ihn und die Einsamkeit darauf folgte schnell. Er war verzweifelt bemüht, diese Lücke der Leere zu füllen.

    „Willkommen zurück“, grüßte er leise für sie.
    Er antwortete für sich selbst: „Ich habe dich vermisst, Mama.“

    Diese Worte, die er aufbringen konnte, waren ihm nicht mehr vertraut, aber sie waren das einzige, an das er sich noch erinnern konnte.

    Er drehte seinen schweren Kopf in Richtung der offenen Eingangstür. Wie erwartet gab es nur Vergessenheit jenseits der Tür, und als er in die schwarzen Schatten trat, ließ er seinen Blick noch einmal durch den Raum schweifen. Er überlegte, ob es noch vorhanden war… Neuborkia. Er konnte sich nicht erinnern. Dann ging er weiter, die Stunden dehnten sich…

    Die Leere, die sich auf seinem Weg hinweg zog, bot dem müden Pilger keine Atempause… aber das war in Ordnung. Andere sind diesen Weg vor ihm gegangen – und er fand, je weiter er ging, dass er sich schwächer und schwächer, dass er sich alt und abgenutzt fühlte. Er spürte, wie er in jeder Sekunde zu Staub verfiel. Jeder Schritt schien ihm von seiner Jugend abgezogen zu werden – Und plötzlich war er der älteste Junge der Welt…

    Die Botschaften der Icognitos wurden ihm immer klarer:

    Er starb. Sowohl er als auch das Feurigel…
    Sterben. Das Celebi und seine Erinnerungen an ihn…
    Nie wieder. All dessen was er bekundet hat, alles was er war.

    Ihm wurde alles so klar, und er wollte einfach nur aufgeben und sich hinlegen – wollte all das Blut aus seinen Augen tropfen lassen, bis er daran ertrank.

    Aber dann sah er ihn… ein Junge stand vor ihm. Golds Augen starrten zurück. Seine Hände waren in seinen Taschen verborgen und trotz seines feierlichen Ausdrucks, schien sich eine Spur Arroganz in sein Gesicht zu schleichen. Er trug seine Kappe nach hinten gezogen, als wollte er sich von den anderen, die dieselbe Kappe tragen würden, unterscheiden.

    Er studierte diesen Jungen – verpflichtete sich, jedes Detail an ihm aufzunehmen. Denn ihm war, als ob es das letzte Mal sein würde, dass er hier jemanden sah. Die beiden standen sich gegenüber, und als dieser sprach, schienen Jahrhunderte vergangen zu sein.

    „Auf Wiedersehen.“

    Der Junge nickte: „Auf Wiedersehen… für immer….“

    Und dann löste er sich auf, bis nichts mehr von ihm zu sehen war.





    „R.I.P….. Ruhe in Frieden“, lautete die Inschrift.

    Darauf folgte keine Verherrlichung, denn auf dem Grabstein war nur eine obligatorische Gravur von Worten eingebettet; Worte für gesichtslose Männer und Frauen, die über alle Zeiten hinweg, wiederholt werden. Doch an diesem Abend konnte man im Todesschweigen einen leisen Gesang hören…. Sechs Icognitos tanzten um das Grab und sandten ihre letzte Botschaft:

    „Im dead… Ich bin tot.“

    Aber wer war „Ich“?

    Einst hatte er sich einen Namen gemacht… für all die tausenden Schritte, die er während seiner Reise durch die Regionen gelaufen war…. für all die Kämpfe und Herausforderungen, die er gemeistert hatte… für all seine Leistungen der Champion zu werden…. und für das Fangen des glänzenden Celebi… für all dies… und dennoch war sein Name für immer verloren.

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1338965104
Pokemon Lost Silver
Pokemon Lost Silver
Bitte das hier lesen es gibt das nämlich auch im Game
http://www.testedich.de/quiz30/quiz/1338965104/Pokemon-Lost-Silver
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2012-06-06
407H
Pokemon

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LibbyPokemon ( 48161 )
Abgeschickt vor 487 Tagen
Wow.Wow

Das ist einfach...

Worte ausgegangen
Sirene ( 97473 )
Abgeschickt vor 1063 Tagen
Hehehehehe
Also Gut ^^"
Pain:Ok. Lasst uns draußen kämpfen
Alle :*Kämpfen*
Sirene :*sitzt auf einem Baum und mampf popcorn *

@HALLO YUMI
wenn du mitmachen willst, gern ^^
Aber eins sag ich dir :
Ärgere tenchi und Jeshika nicht
es könnte schlecht für dich ausgesehen *grins*
Und Naja ich BIN die normalster hier ^^
Sirene ( 97473 )
Abgeschickt vor 1063 Tagen
O.o okey das ist.......Äh.....
So...OMG!!!!
Und ich mein Wow*_______________*
und irgendwie O_____________O
SomeRandomGuy ( 06684 )
Abgeschickt vor 1065 Tagen
Alter die Geschichte ist voll creepy. Ich hab sie mir schon mal auf Englisch durchgelesen und bin es grade am Spielen, aber DAS ist wirklich creepy.
Bewertung für das Creepysein (Creepysein?? Was'n das?): 2000/10
Mika Tamaki ( 64337 )
Abgeschickt vor 1208 Tagen
Ach du meine Güte, das ist ja mal ne krasse GeschichteO_o Ich kenn des Spiel, Lost Silver, aber das man so eine Geschichte aus einem Spiel machen kann ist einfach nur total krass und beeindruckend! Ich hab es echt genossen diese Geschichte zu lesen. Ich hab sogar schon leicht gezittert und hab gespannt auf die Sätze und Wörter geschaut die ich leise laß*-* Sowas sollte echt als Buch in den Markt kommen!!