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Mikata Teil 2

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12 Kapitel - 12.123 Wörter - Erstellt von: Metina - Aktualisiert am: 2012-06-15 - Entwickelt am: - 1.406 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

So, trotz Prüfungsstress ist die Geschichte nun fertig!

1
Beinahe drei Wochen war es nun schon her, dass Sayuri und ich uns begegnet waren. Das war mitten in meinen Ferien gewesen, und morgen würde die Schule wieder anfangen. Beim Abendessen versuchte ich, Sayuri dies zu erklären.
„Wenn du morgen früh aufwachst, wirst du alleine sein.“, begann ich, „Wie du ja weißt, gehe ich normal zur Schule – sozusagen als Tarnung. Morgen sind meine Ferien vorbei.“
„Aber Yamaya … du bist doch verletzt!“, wandte Sayuri besorgt ein. Ich lächelte.
„Deshalb muss ich trotzdem zur Schule. Es wird schon gehen. Zum Mittagessen bin ich wieder da, okay?“
Sayuri nickte, aber zufrieden war sie nicht damit.
„Pass bitte auf dich auf.“, bat sie. Ich gab ihr das Versprechen, mich nicht zu überanstrengen.
Irgendwie war es ein seltsames Gefühl, wieder zur Schule zu gehen. Mir war es schon immer wichtig gewesen, mein äußeres Image aufrechtzuerhalten. Doch Sayuri hatte es geschafft, dass mir andere Dinge bedeutsamer geworden waren.
Kaum auf dem Schulhof, wurde ich von allen Seiten gegrüßt und stand schon bald mitten in einer Gruppe Mädchen meiner Klasse.
„Und, Yamaya, was hast du so in den Ferien gemacht?“
Ich überlegte einen Moment, was ich antworten sollte. Mein Leben als Kämpferin konnte ich ihnen nicht offenbaren; und es war allgemein bekannt, dass ich allein war. Doch jetzt gab es Sayuri …
„Nichts Besonderes.“, sagte ich gespielt gelangweilt, „Viel geschlafen und wenig getan. Und ihr?“
Während die anderen lautstark mitteilten, wer in welchem fantastischen Land gewesen war und wessen Urlaub mit Sicherheit der beste gewesen sei, gingen wir in unser Klassenzimmer. Ich setzte mich allein, wie jedes Jahr. Und keiner wagte es, sich neben mich zu setzen. Sayuri hätte sich wortlos lächelnd neben mich gesetzt, schoss es mir durch den Kopf. Warum musste ich plötzlich an Sayuri denken?
„Hey, Yamaya!“, rief jemand, „Hast du schon gehört, dass vor einigen Tagen ein Kampf zwischen Turako und Metina stattgefunden haben soll?“
Diese beiden Namen waren in der ganzen Stadt und darüber hinaus bekannt. Natürlich ahnte niemand, dass ihre bewunderte Yamaya Sato selbst ein Teil „Metina“ war. Genauso wenig ahnten sie, dass Metina aus zwei Personen bestand. Aber scheinbar wussten sie über Turako Bescheid …
„Nein“, sagte ich so beiläufig wie möglich, „Ich hab nur mal die Namen aufgeschnappt. Wer ist denn Turako?“
„Nicht wer, sondern was.“, verbesserte mich einer der Jungs, „Es ist eine ganze Organisation, die den Namen ihres Kopfes trägt. Der Drahtzieher hinter all dem heißt mit Nachnamen Turako.“
Diese Neuigkeit erschreckte mich. Dann konnten Turakos Nachrichten, die ich erhielt, ja von verschiedenen Abgesandten dieses Mannes kommen! Ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen.
„Eine ganze Organisation?“
„Ja, ziemlich krumme Sache. Das sind dunkle Geschäfte, die von Turako ausgehen, das glaub mir mal.“
„Du scheinst dich auskennen.“, bemerkte ich, „Kannst du mir auch sagen, wer Metina ist?“
„Du weißt nicht, wer Metina ist?“
Ich schüttelte den Kopf, da ich wissen wollte, wie gut meine Mitschüler informiert waren.
„Naja … niemand kennt die Person, die dahintersteckt. Es ist der Deckname eines Kämpfers, der gegen Ungerechtigkeit vorgeht. Und gegen Turako.“
„Es ist ein Mann!“, stellte jemand fest.
„Nein, ich bin sicher, es ist eine Frau!“, rief ein anderer. Ich lehnte mich scheinbar gelangweilt zurück und schloss die Augen.
„Es könnten auch zwei Personen sein.“, sagte ich ruhig, „Oder vier oder sieben. Oder vielleicht eine ganze Organisation, so wie Turako.“
„Glaubst du?“
„Ich weiß nicht. Wir werden es ja eh nie erfahren.“
Damit war das Thema erledigt. Für den Rest des Tages sprach niemand mehr darüber.
In der letzten Stunde hatten wir Sport. Ich ahnte schon vorher, dass das nicht gutgehen würde, denn mit einem verletzten Fuß war sportliche Betätigung nicht gerade die beste Idee. Da ich diese Verletzung jedoch nicht gut erklären konnte, beschloss ich, es zu versuchen – und das sollte sich als Fehler erweisen. Nach nicht einmal der Hälfte der Sportstunde verließ mich mitten im Sprung über die Hochsprungstange plötzlich die Kraft, ich fiel vorüber zu Boden und landete knapp neben der Matte. Mit einem Schrei sank ich zu Boden, und sofort kam mir das Gespräch mit Sayuri wieder in den Sinn. Hatte ich nicht versprochen, mich nicht zu überanstrengen? Hatte sie mich nicht gebeten, unverletzt zurückzukommen?

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