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Zwei Gesichter - Teil 10

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2 Kapitel - 2.107 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2012-05-15 - Entwickelt am: - 3.750 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 6 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Kurzer Rückblick zu Teil 9:


"Dankeschön, es war wirklich ein schöner Ausflug"

Ich meine, dass er lächelte als er sich mit einem Nicken verabschiedete.



Ich schaute ihm noch einen Moment hinterher bis er verschwunden war, schloss die Tür und lies mich daran hinunter gleiten.

Was für ein Tag.

Ich war wirklich zu alt für so viel Trubel in so kurzer Zeit.

1
Von Lügen und Geheimnissen

"Oh schau da, lass uns da schauen gehen, die haben sicherlich tolle Sachen für heute Abend".
Kopfschüttelnd kam Jiraiya mir nach.
"Tausende Sachen kaufst du ein aber an das Abendessen denkst du nicht um das du dich kümmern wolltest." macht er sich abermals über mich lustig.
Ein wenig zerknirscht und verlegen schaute ich ihn an.
Es war ja zum Glück noch nicht zu spät irgendwo etwas zu beschaffen und der Tag war so aufregend, dass man ja auch mal etwas vergessen konnte.
Es dauerte nicht lange ehe wir mit einigen Tüten wieder den Rückweg antraten.
"Jiraiya lass uns doch einen kleinen Umweg machen und du zeigst mir ein wenig von der Umgebung ja?" frage ich ihn.
Er nickt und wir gingen schweigend durch die mir noch unbekannten Straßen.

Wir kamen an einem großen Haus vorbei.
"Dort oben wohnt Naruto" zeigte er auf das etwas ungepflegte Haus.
"Alleine?" fragte ich ihn mit großen Augen.
"Ja, du weißt doch, dass er keine Familie hat und die Leute ihn meiden."
Mitleid überkam mich abermals.
Nachdem mir Jiraiya schließlich einmal Narutos Geschichte in allen Einzelheiten schilderte und auch von ihren gemeinsamen Erlebnissen berichtete, waren wir schon weit entfernt von seinem Haus.
"Hier wohnen Kakashi, Yamato und auch Kurenai." und zeigte auf eine weitere Siedlung.
"Wer bitte?" fragte ich ihn etwas verdutzt.
"Kakashi kennst du ja wohl." lachte er. "Kurenai ist die Frau die bei deinem Kampf heute Morgen dabei war. Wenn mich nicht alles täuscht wirst du ein wenig auf ihr Team achten müssen. Sie sind eigenständige Ninjas, dennoch schadet auch ihnen ein Training nicht oder eine erfahrene Führungskraft. Yamato ist neben Kakashi Narutos Sensei. Der braun haarige mit dem irren Blick wie du ihn nennst" lacht er abermals.
"Ach so." gedankenverloren starrte ich auf die vielen Häuser. Da wohnte also irgendwo Kakashi.
Bestimmt las er gerade wieder in seinem Buch und freute sich einen Ast.
Unwillkürlich musste ich anfangen zu lachen und schimpfte scherzend mit Jiraiya:
"Du bist wirklich der Wahnsinn, Jiraiya, aber dass du anständige Ninjas so verdirbst ist eine Katastrophe."
Er schien zunächst nicht zu verstehen bis er auf einmal doch anfing zu grinsen als auch er noch einmal auf diesen Teil der Stadt schaute und die hell erleuchteten Fenster sah.

Wir unterhielten uns über seine Bücher und kamen irgendwann auf das Thema Kakashi.
"Wie war euer Tag?" fragte Jiraiya frei heraus.
"Naja, ich weiß nicht was ich von diesem Kerl halten soll, aber in der Stadt war es wirklich toll. Es gibt so tolle Sachen, die Leute sind so freundlich und es gibt leckeres Eis" lachte ich.
"Kakashi ist ein kluger Mann und ein sehr begabter Ninja. Er war damals bei den Anbu ehe er sich dem Training anderer widmete. Naruto, Sakura und damals auch Sasuke waren die ersten, die seine Prüfung bestanden und von ihm trainiert wurden. Er stellt hohe Anforderungen an seine Schüler, auch der neue Trainingsplan für Naruto stammt von ihm. Viele Frauen hätten heute sicher gern mit dir getauscht." erklärt Jiraiya mir.
Ich musste abermals lauthals lachen.
"Jiraiya keine Angst ich mache mich an den Typen nicht ran. Er ist eiskalt, gemein und pervers." konterte ich ganz klar.
"Was soll er sein?" überrascht schaute er zu mir. "Hat er dir etwas getan? Das war sicher ein Missverständnis."
Bei diesen Worten musste ich laut schnauben.
Da erzählte ich ihm, was Kakashi am Abend bei mir sagte, was am See passiert ist, wie Sakura ihn ebenfalls verteidigte und wie er mich so gruselig anschaute.
Nun lachte Jiraiya aus vollem Hals.
"Das siehst du falsch" brachte er lediglich hervor.
Schmollend schaute ich ihn an. "Wenn ich es dir doch sage."
"Ich glaube das ist das erste Mal, dass Kakashi sich so ausgiebig mit einer erwachsenen Frau beschäftigen musste. Lass Gnade vor Recht walten." sprach er und klopfte mir auf die Schulter.
"Er ist wirklich vernünftig. Nur weil er meine Bücher liest ist er noch lange kein unanständiger Kerl, bin ich doch auch nicht."
"Jiraiya..." ernst versuchte ich ihn anzuschauen bei dieser Lüge, musste aber breit grinsen.
Lachend diskutieren wir aus in welche Kategorie Mann wir Kakashi denn nun abstellen würden.
Wir einigen uns auf den klasse Ninja aber unerfahrenen Mann in Hinsicht auf die Frauen.
Hinterher erzählt Jiraiya mir von seiner Kindheit, seinen Verlusten, seiner Einstellung durch den Tod seines Vater und seiner Besinnung durch seinen besten Freund Obito.
"Von Obito hat er das Sharingan."
"Das was? War dieser Obito etwa ein Uchia? So wie Itachi auch?" frage ich ganz hellhörig.
"Ja." antwortet Jiraiya.
Dies war der Anlass für mich zu erzählen. Ich erzählte, wie viel Spaß ich bei Akatsuki hatte, wie nett die meisten doch waren. Allerdings achtete ich darauf nichts von ihren Plänen oder besonderen Fähigkeiten zu erzählen. Ich vertraute Jiraiya zwar, doch war ich diesmal nicht so offen wo ich doch wusste, dass Konoha und Akatsuki nicht gut aufeinander zu sprechen waren.
Das Thema drückte nun aber doch auf unsere Stimmung.
So gingen wir schweigend weiter, beide tief versunken in unseren Gedanken.
Ich wusste, dass Jiraiya sich Sorgen um Naruto machte und Angst hatte, ich würde etwas Schlimmes zulassen.
Ich hingegen musste an Akatsuki denken.
Egal welche Ziele sie hatten so waren sie doch alle ganz normale Menschen.
Nun gut - selbst das stimmte nicht ganz.
Ich schaute empor. Mittlerweile standen schon die Sterne hoch oben am Himmel.
Doch etwas anderes, dass sich in meinen Augenwinkel schlich, lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich.

"Jiraiya, das ist doch...das Zeichen..." ich musste mehrfach schlucken.
Sein Blick folgte meinem.
"Ja hier lebten die Uchias. Wie du siehst hat Itachi ganze Arbeit geleistet."
Vor uns lag eine große Siedlung. Darum herum lag eine Mauer und auf den Eingangstoren fand sich das Zeichen des Uchia-Clans wieder.
Itachi hatte mir einmal erzählt, dass er seinen Clan tötete.
Ich war so erschrocken, dass ich ihn mied bis Kisame mir die ganze Wahrheit erzählte, soweit er sie eben kannte.
Irgendwann traf ich Itachi draußen als ich wie so oft die Sterne beobachtete.
Ich hatte Angst, er war so still, kalt und ruhig.
Er erkannte meine Gefühle und wollte gehen. Da fasste ich den Mut und fragte ihn. Nur zögernd und nicht sehr ausführlich erzählte auch er mir dann die Wahrheit.
Irgendwann hatte ich all das herausgefunden was ich wissen musste um zu wissen, dass Itachi seinem eigenen Dorf zum Opfer fiel.
Erfuhr von Sasuke Uchia, erfuhr, dass er sich Orochimaru angeschlossen hatte und wie sehr Itachi unter alle dem litt.
In dieser Nacht habe ich bittere Tränen vergossen, die Itachi scheinbar nicht mehr hatte.
Dies war der Grund, der Moment in dem ich Itachi lieben lernte.
Es war aber nicht dieses typische.
Es war etwas ganz besonderes. Etwas so geheimnisvolles wie es auch bei Kakashi der Fall war.
Nie hatten Itachi und ich etwas getan, was ich nicht auch bei Kisame, Jiraiya oder wem anders getan hätte.
Und doch verband uns etwas besonderes, doch war alles anders.
Ich lernte Itachi anders kennen, sah Gefühle in ihm aufsteigen, wenn es doch auch meist nur Schmerz und Trauer waren.
Und doch sollte Kisame ihn niemals so aufgeschlossen und glücklich erlebt haben wir er mir einmal sagte.
Ich hatte soviel Spaß mit den beiden.
Und hier wurde Itachi so verachtet und gehasst.
Es war alles eine Lüge, eine riesige Lüge und ein Geheimnis das Itachi belastete.
Und dann musste Sasuke ihm auch noch den Schmerz zufügen sich Orochimaru anzuschließen.
Tränen trübten meinen Blick, das weinen schüttelte mich.

"Kaya was ist denn los? Erkennst du jetzt wie gefährlich und unberechenbar diese Typen sind?" fragte er tröstend.
Wütend schaute ich ihn an.
"Ihr verheimlicht die Wahrheit, belügt einander und spielt Itachi die schwarze Karte zu. Aber das ist unfair. Ich kenne die Wahrheit und weiß, dass ihr die Verbrecher seid die dafür verantwortlich sind. Und nein du brauchst gar nicht den Mund aufmachen" unterbrach ich meine eigene Rede als Jiraya etwas sagen wollte "ich weiß, dass Itachi mich nicht anlügt und nein es war auch keine gute Überzeugung. Dahingehend solltest du mir vertrauen. Wenn du das nicht kannst dann lass es, aber wage nie wieder so etwas Fürchterliches über ihn zu sagen wenn ich dabei bin. Itachi ist ein wundervoller Mensch mit mehr Rückgrat als manch einer von euch." vor Wut zitternd starrte ich ihn an.
Jiraiya schwieg und ging voraus.
"Wenn wir noch essen wollen sollten wir gehen." damit ließ er das Thema ruhen.
Stumm traten wir nun den Rückweg an.

Schon bald darauf erreichen wir Jiraiyas kleines Haus und wortlos machte ich mich an die Arbeit.
Das kochen machte mir keinen Spaß wie es doch sonst immer der Fall war.
Die ganze Zeit musst ich an Itachi, Kisame, Hidan, Konan und all die anderen denken.
Was machten sie wohl gerade? Ging es ihnen gut? Wie weit schritt Itachis Krankheit voran?
Tiefer und tiefer versank ich in meinen Gedanken.
Mechanisch richtete ich Jiraiya sein Abendessen an. Ich selber hatte gar keinen Appetit mehr und beschloss mich hin zu legen.
Da Jiraiya aber noch im Raum war beschloss ich vorher duschen zu gehen. Ich suchte mir meine Kleidung zum Schlafen aus meiner Tasche und ging in das kleine Bad.
Als ich das Bad verließ, war Jiraiya nicht mehr da. Sein Geschirr stand abgespült in der Küche.

So legte ich mich hin und starrte an die Wand.
Bei Akatsuki habe ich erstmals eine länger Zeit gelebt und mich auch sofort heimisch gefühlt. Es war einfach wundervoll.
Hier in Konoha war alles so schwierig. Die Stadt war toll doch es lebten so viele seltsame Leute hier. Sie waren alle so kompliziert und niemand ließ mich einfach mal in Ruhe. Vor allem Jiraiyas Fürsorge bedrängte mich.
Morgen würde ich zu Tsunade gehen und mir meine Wohnung zuweisen lassen und einen Job suchen solange ich noch nicht fest eingeplant war und kein Gehalt bekam. Meine Finanzen standen zwar besser als ich gedacht hatte, aber verschwenderisch musste ich wirklich nicht sein nach meinem riesigen Einkauf.
Morgen würde sich alles ändern, morgen wäre ich wieder ich.

Mit diesem Entschluss schlief ich ein.

Kommentare (10)

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Otakugirl (94141)
vor 546 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi (08807)
vor 782 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan (33960)
vor 920 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja (59062)
vor 1067 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar (31516)
vor 1103 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan (25325)
vor 1168 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl (99671)
vor 1277 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura (07743)
vor 1305 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea (53167)
vor 1321 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor (66147)
vor 1331 Tagen
höre bitte nicht auf