Misaki - Meisterin der Luft - Teil 3

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8 Kapitel - 7.689 Wörter - Erstellt von: Takara - Aktualisiert am: 2012-05-15 - Entwickelt am: - 9.184 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.88 von 5.0 - 8 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Misaki zeigt Sasuke weiterhin die kalte Schulter, doch er lässt sich nicht beirren.
In einer heiklen Situation ist sie gezwungen ihm zu vertrauen. Hat diese Freundschaft doch noch eine Chance?

1
Neji
Gaara, Shikamaru, Misaki und ich sitzen nun schon mehrere Stunden beisammen und diskutieren über unser weiteres Vorgehen. Mit Sasuke als Gefangener ist das ganze etwas schwieriger, vor allem weil wir momentan nicht wissen, wie wir mit ihm umgehen müssen und sollen.
An sich ist der Befehl klar: töten. Er gilt schon länger als Nukenin und der Befehl ist offiziell geäußert worden. Dann gäbe es aber Ärger mit Naruto und Sakura, vor allem weil Sasuke behauptet, nach Konoha zurückzukehren und nun auf unserer Seite zu sein. Gleichzeitig hat er wahrscheinlich wichtige Informationen über den Typen mit der orangenen Maske, kennt seine Identität, seine Fähigkeiten und seine Strategie.
Demnach müssten wir das Hauptquartier eine Entscheidung treffen lassen, zu dem wir in unserer Situation aber keinen Kontakt aufbauen können. Dafür müssten wir also zu unserer Diversion zurückkehren. Allerdings ist unsere Gruppe zu groß, um unbemerkt voranzukommen, und zu klein, um sich aufzuteilen und eine ordnungsgemäße Überwachung Sasukes zu gewährleisten.
„Möglichkeit Nummer drei: Wir bleiben hier.“ Shikamaru nimmt sich ein weiteres Blatt und zeichnet eine grobe Skizze der Umgebung. Wahrscheinlich ist das unsere einzige Möglichkeit. „Das Haus lässt sich gut verteidigen und wir haben einen guten Überblick. Ein unentdecktes Anschleichen eines Gegners wird schwierig. Zudem werden wir auf personeller Ebene keine Schwierigkeiten haben. Wir sind sowohl genug, um mit dieser Situation zurechtzukommen, und haben auch die richtigen Fähigkeiten unter uns, die gewisse Aufgabengebiete hinreichend abdecken können.“ Shikamaru sieht uns nach einander an und fährt fort: „In den anderen Häusern lassen sich bestimmt noch Nahrungsmittel finden, ansonsten gibt der Wald genug Möglichkeiten zur Jagd. Wasser können wir aus dem Fluss schöpfen, sodass auch dieser Punkt kein Problem darstellt. Der einzige Nachteil: Wir sind auf uns alleine gestellt. Das heißt, keine Verstärkung, keine aktuellen Informationen zum Gegner oder dem Kriegsgeschehen und keine Weiterleitung von Informationen, wie zum Beispiel die Gefangennahme Sasukes.“
Wir lassen diese Informationen kurz auf uns wirken und bilden uns eine Meinung. Wir können weder als ganze, noch als geteilte Gruppe zu der Diversion zurückkehren. Um Leute zurückzulassen sind wir nicht genug, sodass nur die dritte Möglichkeit – hier zu bleiben und abzuwarten – in Frage kommt. Dennoch ist auch das ziemlich riskant. Wie hoch das jeweilige Risiko ist kann ich nicht beurteilen.
„Ich kann es nicht genau einschätzen. Alles könnte irgendwie funktionieren“, gebe ich meine Meinung bekannt.
„Oder ganz mies nach hinten los gehen“, wirft Misaki ein. Jetzt wird es unter uns vieren wohl darum gehen, wer die Diskussion gewinnt. „Mir persönlich wäre es lieber, wenn wir hier bleiben, gerade weil wir Sasuke bei uns haben.“ Sie sieht uns fest in den Augen. Das Argument ‚Sasuke’ hatte Shikamaru genutzt, um die ersten zwei Theorien – also zurück zur Diversion – zu bestärken. „Wir kennen seine Pläne nicht und haben keine Beweise, dass er wirklich wieder auf unserer Seite ist. Wir dürfen ihm in dieser Situation nicht unser Vertrauen schenken. Sollte das alles nur ein Trick sein, kann alles, was er mitbekommt, ganz böse Folgen haben. So kann er keine wichtigen Information zu unserer Kriegsstrategie erhalten und weiterleiten.“
Es ist schon erstaunlich wie sehr sie Sasuke misstraut und wie groß ihre Ablehnung ist. Aber hinter ihrer Argumentation steckt so viel mehr. Sie und Sasuke waren beste Freunde, dass ist uns bekannt. Dass sein Verrat sie mehr als nur gekränkt hat, ist auch verständlich. Aber ihr jetziges Verhalten ist so widersprüchlich. Naruto und Sakura werden damit völlig überfordert sein, denn eigentlich ist sie froh, dass Sasuke wieder zurück ist. Aber er hat sie verletzt, verraten und im Stich gelassen, dafür hasst sie ihn. Immer wieder schwankt sie hin und her, weiß nicht, was sie denken oder fühlen soll und entscheidet sich letztendlich für den schmerzvolleren Teil: Misstrauen, Ablehnung und Ignoranz.
Als keiner etwas hinzufügt, fragt Shikamaru: „Also bleiben wir hier?“ Ihm sind ihre Argumente verständlich, doch es behagt ihm anscheinend nicht sonderlich, dass diese Strategie umgesetzt werden soll.
„Also bleiben wir hier“, beschließt Gaara als ranghöchster.
Als nächstes dreht sich die Diskussion um die Aufgabenverteilung, um dieses Haus zu sichern und bewohnbar zu machen. Wir wissen nicht, wie lange wir hier bleiben werden und müssen mit allem rechnen. Es wird entschieden, wie die Räume genutzt werden und schließlich auch, wer sich um was kümmert: Sakura und Shikamaru übernehmen die Überwachung Sasukes, Naruto, Kankuro und Misaki werden in den anderen Häusern nach Gegenständen oder Lebensmittel suchen, für die wir Verwendung finden, während Gaara, Kiba und ich das Haus und die Umgebung von außen sichern.
Als wir unseren Aufgaben nachgehen, entgeht mir nicht, dass Kiba immer wieder zu Misaki sieht und über irgendetwas angestrengt nachdenkt. Auch dass Gaara einmal mehr zu Sasuke schaut, bleibt mir nicht verborgen.
Es ist schon witzig, wie sehr Misaki nach Sasukes Verschwinden von so ziemlich jedem Jungen unseres Jahrgangs beinahe volle Aufmerksamkeit genießt. Mit Naruto, Shino, Chouji und Lee hatte sie kaum etwas zu tun, sie kennt vielleicht ihre Namen.
Ihre Beziehung zu Kankuro und Gaara ist eine, die ich nicht so ganz verstehe. In der Nähe der beiden fühlt sie sich am sichersten, beruhigt sich schneller und lächelt öfter Mal. Viele haben auch immer wieder den Eindruck, dass sie mit Kankuro zusammen ist. Doch wenn man genauer hinsieht, kann man das ausschließen. Es ist eher so, als wären die zwei ihre älteren Brüder – Gaara unterstützt sie eher hinten herum, indem er andere in ihrem Verhalten bremst oder ermutigt, Kankuro geht mehr direkt auf Misaki ein, hört ihr zu, ist für sie da und zeigt ihr den richtigen Weg.
Dann ist da Shikamaru, der sie – wie ich – als gute Freundin sieht. Wir wissen beide nicht, wie wir ihr helfen können und versuchen einfach, was wir können und uns gerade in den Sinn kommt.
Und dann ist da Kiba, der jeden in Stücke reißen würde, der Misaki zu nahe kommt oder sie auch nur irgendwie verletzt. Es ist ein Wunder, dass er noch nicht über Sasuke hergefallen ist. Es ist absolut offensichtlich, dass er Misaki liebt, das weiß er, das wissen wir und das weiß wahrscheinlich auch Misaki. Aber es ist ihm egal, ob sie ihn liebt oder nicht. Er ist die ständige Bedrohung, mit denen sich andere auseinandersetzen müssen. Wer an Misaki heran will, muss an ihm vorbei. Ich denke, er wird immer ein Auge auf sie haben. Der Gedanke ist beängstigend, aber beruhigend zugleich.
Am Abend sind wir alle fertig: Das Haus ist eingerichtet und gesichert, jeder hat sein eigenes Zimmer und die Küche ist mit Lebensmittel und sämtlichen Küchengeräten ausgestattet.

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