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Stella Mamoru - Stellas Geheimnis

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10 Kapitel - 8.592 Wörter - Erstellt von: Lucy - Aktualisiert am: 2012-05-01 - Entwickelt am: - 1.094 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der vierte und zugleich auch letzte Teil. Obwohl die beiden Mädchen nun auf getrennte Schulen gehen, hat sich ihre Verbindung keinesfalls aufgelöst. Noch immer sehen sie sich täglich und machen viel gemeinsam. Lisa schafft ihren Abschluss, und Stella muss sich nach ihrer Ausbildung nun ebenfalls nach Arbeit umsehen. Doch plötzlich gibt es eine völlig unerwartete Wendung - Stellas so lang gehütetes Geheimnis, das die beiden all die Jahre begleitet hat, kommt nun ans Licht ...

1
Die Jahre vergingen. Für Lisa und Stella ging das Leben fast so weiter wie zuvor, als beide noch dieselbe Schule besucht hatten. Nur wenige Dinge hatten sich geändert, so sahen sie sich meistens erst am Nachmittag. Dafür besuchten sie sich aber auch täglich, und an den Wochenenden kam Stella zum Essen. Manchmal erzählte sie von ihrer Ausbildung; den Aufgaben, die sie dort hatte oder die Probleme, die auftauchten. Auch an der neuen Schule war sie schnell zur beliebtesten Schülerin geworden und fand das – wie schon damals – gar nicht gut. Lisa meinte, dass das nur beweisen würde, dass sie etwas Besonderes war. In den Ferien begleitete Stella Lisas Familie eigentlich immer, denn die Ferienzeiten waren gleich. Es wurden abwechslungsreiche Ausflüge, da sich Lisas Eltern immer etwas Neues einfallen ließen; denn sie hassten es, zweimal am selben Ort Ferien zu machen. Im Grunde war es eine tolle Zeit, und man konnte sich sehr gut daran gewöhnen.
Doch auch diese Zeit neigte sich dem Ende zu. Stella würde bald ihre Ausbildung abschließen und danach wahrscheinlich die Stadt verlassen. Das wusste Lisa, sie hatte es von Anfang an gewusst. Dennoch wünschte sie sich, dieser Moment würde nie kommen, und Stella schien es ebenso zu gehen. Doch auch für Lisa wurde es ernst. Da sie keine Abiturklassen besuchen wollte, war die zehnte Klasse ihre letzte, und die Prüfungen standen unmittelbar bevor. Stella half ihr beim Lernen; doch die Angst, zu versagen, blieb trotzdem. Stella merkte das und versuchte Lisa zu beruhigen.
Endlich waren alle Prüfungen abgeschlossen. Gespannt wartete Lisa auf das Ergebnis. Es war ein Donnerstag, an dem ihr das Zeugnis ausgehändigt wurde. Angespannt las sie es sich durch. Es war im Großen und Ganzen gut ausgefallen, doch Lisa war dennoch enttäuscht. Sie hatte sich so sehr gewünscht, keine Vier auf dem Zeugnis zu haben, doch sie hatte eine. Und zwar in Geographie. Sie merkte, wie ihr Tränen in die Augen traten, und wäre fast an Stella vorbeigelaufen, die vor dem Schulgebäude auf sie gewartet hatte. Lisa freute sich sehr, doch sie konnte nicht einmal lächeln.
„Hey, was hast du denn?“, wollte Stella wissen, „So schlecht kann es doch nicht sein.“
Lisa reichte ihr stumm das Zeugnis und wies auf die Vier. Jetzt konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten. Stella legte den Arm um sie.
„Das ist doch nicht schlimm. Ich kann dich sogar verstehen.“, sagte sie.
„Wirklich?“
„Klar. Ich hatte ein ziemliches Problem mit diesem Fach.“
„Aber meine Eltern …“
„Sie werden das gleiche sagen wie ich, wollen wir wetten?“ Stella lächelte, „Komm, lass uns gehen.“
In dem Moment kam Selina mit ein paar anderen, darunter auch Robert, aus dem Gebäude.
„Seht mal, das ist doch Stella!“, rief ein Mädchen, „Wie cool, sie ist hier!“
Stella lächelte.
„Ich bin wohl immer noch bekannt.“, meinte sie, an Lisa gewandt. Die nickte. Niemand hatte Stella, das bewundernswerte, beliebte Mädchen; vergessen. Plötzlich trat Robert vor.
„Ich war eigentlich froh, dich eingebildete Ziege nicht mehr zu sehen.“, sagte er angriffslustig.
„Ganz meinerseits.“, erwiderte Stella mit ruhiger Stimme. Die anderen schwiegen erwartungsvoll.
„Bist du gekommen, um deinen Schützling abzuholen?“, fragte Robert frech, „Sie muss auch ohne dich klarkommen. Warum klammerst du dich so an eine von uns?“
Als Lisa vortreten wollte, hielt Stella sie zurück.
„Reg dich nicht auf.“, sagte sie, „Das ist er nicht wert.“
„Aber er hat dich …“
„Es ist okay.“
Lisa schwieg. Wie hielt es Stella aus, so behandelt zu werden? War sie es noch immer aus ihrer Vergangenheit gewöhnt?
„Ich habe nie viel von dir gehalten.“, fuhr Robert fort.
„Das stört mich wenig.“, gab Stella zurück. Sie schien auf irgendwas zu warten.
„Hör auf, dich so aufzuspielen!“, rief Robert, „Dazu hast du kein Recht! Du bist erbärmlich!“
Lisa wurde wütend. Langsam reichte es; und wenn Stella nichts tat, dann musste sie eben was tun. Sie ging ein paar Schritte auf Robert zu.
„Hör auf, Stella zu beleidigen!“

Kommentare (2)

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Ruby (96290)
vor 640 Tagen
Lucy, das ist einfach nur fantastisch mach bitte weiter so!
cara mia (38045)
vor 920 Tagen
Toll 💛💙💜💚