Die Geschichte der Thompson Schwestern

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2 Kapitel - 1.972 Wörter - Erstellt von: LadyCasura - Aktualisiert am: 2012-05-01 - Entwickelt am: - 2.116 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ich hoffe es stört euch nicht, wenn ich immer nur 2 Kapitel oder so hochlade. Ich bin nämlich selbst noch am schreiben und da ich alte Fanfiktion nicht verändern kann muss ich das wohl oder übel so machen...
Da ist das System nicht so gut ausgereift hier. Wen es stört, der kann sich das Fanfik auch hier durchlesen, da bin ich auch meistens weiter als hier.
http://www.fanfiktion.de/s/4f91a01b000257c0 067007d0

Aber jetzt kommen erstmal die ersten 2 Kapitel von Der Geschichte der Thompson Schwestern

    1
    Buch 1 – Eine neue Welt

    Kapitel 1 – Der Brief


    Mariah

    „Was ist das?“ Wir saßen gerade beim Frühstück als Mum mit der Post die Küche betrat und einen schweren, leicht vergilbten Briefumschlag neben meinen Teller fallen ließ. „Wonach sieht‘s denn aus?“ gab sie die Frage zurück und blätterte geistesabwesend die restlichen Briefe durch. Bei einem Katalog für Damenmode machte sie halt und ein erfreutes Lächeln machte sich auf ihren Lippen breit. „Ein Brief“, sagte ich. „Ach nee…“ kam es von Rose, die schlecht gelaunt am anderen Ende des Tisches saß zurück. Vor 11 Uhr war mit ihr nicht gut Kirschen essen. Ich schnitt eine Grimasse und richtete meine Aufmerksamkeit dann wieder auf den Brief. „Ist der für mich?“ fragte ich und war schon dabei die smaragdgrünen Schnörkel auf dem Umschlag zu entziffern. Mum blickte von ihrem Katalog auf „nein, für deine Cornflakes natürlich.“ Sie verdrehte die Augen und widmete sich dann wieder den Sale Aufschriften in ihrem Katalog. Vorsichtig, mit der Befürchtung der Brief könnte jeden Moment zu Staub zerfallen, öffnete ich den Umschlag und zog ein unglaublich wichtig aussehendes Stück Pergament heraus. Erwartungsvoll schaute ich in den Umschlag, doch mehr war nicht zu sehen. Irgendwie hatte ich mit mehr gerechnet. Ich faltete das Pergament auseinander und begann zu lesen.

    HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI

    Schulleiter: Albus Dumbledore
    (Orden der Merlin, Erster Klasse, Großzauberer, Hexenmeister. Ganz hohes Tier, Internationale Vereinigung der Zauberer)

    Sehr geehrte Miss Thompson,
    wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände.

    Das Schuljahr beginnt am 1. September. Wir erwarten Ihre Eule spätestens am 31. Juli.

    Mit freundlichen Grüßen

    Minerva McGonagall
    Stellvertretende Schulleiterin

    Vor Erstaunen hatte ich aufgehört zu Kauen und starrte ungläubig auf die Smaragdgrüne Tinte. „Du bist so ruhig, Riah.“ Ich hatte gar nicht gemerkt, dass sich mittlerweile auch Dad an den Tisch gesetzt hatte. Ich schluckte schwer das Stück Toast herunter und schaute auf. „Das muss ein Scherz sein“ begann ich, „Ich hab ein Brief von einer Hexenschule bekommen…“ Schon spürte ich wie mir das Papier aus den Fingern gerissen wurde. „Zeig mal her!“ grinste Rose, ihre Laune hatte sich schlagartig gebessert. Mum blätterte weiter in ihrem Katalog und Dad hatte begonnen mit einem Löffel vorsichtig auf sein Ei einzuhämmern. Hatten die beiden mir überhaupt zugehört? Rose begann zu lachen. „Das ist doch ein schlechter Scherz“ gluckste sie und ich war mir sicher, dieses Erlebnis würde in einer Stunde jeder ihrer facebook-Freunde kennen. Ich warf ihr einen warnenden Blick zu, doch Rose hatte sich mittlerweile das zweite Stück Pergament aus dem Umschlag geangelt und begann laut vorzulesen.

    HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI

    Uniform
    Im ersten Jahr benötigen die Schüler:
    1. Drei Garnituren einfache Arbeitskleidung (schwarz)
    2. Einen einfachen Spitzhut (schwarz) für tagsüber

    Rose hatte Mühe sich zu beherrschen „ein Spitzhut?“ kicherte sie, „nimm doch deinen alten von Halloween.“ „Halt die Klappe, Rose.“ Erwiderte ich angenervt und versuchte ihr den Brief aus den Händen zu schnappen, doch sie wich einen Schritt zurück und las breit grinsend weiter.

    3. Ein Paar Schutzahndschuhe (Drachenhaut o.Ä.)
    4. Einen Winterumhang (schwarz, mit silbernen Schnallen)

    Bitte beachten Sie, dass alle Kleidungsstücke der Schüler mit Namensetiketten versehen sein müssen.

    Lehrbücher
    Alle Schüler sollten jeweils ein Exemplar der folgenden Werke besitzen:
    - Miranda Habicht: Lehrbuch der Zaubersprüche, Band 1
    - Bathilda Bagshot: Geschichte der Zauberei
    - Adalbert Schwahfel: Theorie der Magie
    Zugegeben, bei den Namen musste selbst ich innerlich ein wenig Grinsen.
    - Emeric Wendel: Verwandlung für Anfänger
    - Phyllida Spore: Tausend Zauberkräuter und –pilze
    - Arsenius Bunsen: Zaubertränke und Zauberbräue
    - Lurch Scamander: Sagentiere und wo sie zu finden sind
    - Quirin Sumo: Dunkle Kräfte. Ein Kurs zur Selbstverteidigung

    Mum und Dad schwiegen immer noch. Ich schielte zu Dad, der sich mittlerweile hinter einer großen Zeitung versteckte und an seinem Kaffee nippte. Was sollte der Mist? „Da hat sich einer aber ganz schön Mühe für dich gegeben“ Rose wedelte mit dem Pergament in der Luft und ihr Grinsen lies mich Böses ahnen. „Oh,“ rief Rose begeistert „auf der Rückseite geht’s ja sogar noch weiter!“

    Fernen werden benötigt:
    - 1 Zauberstab
    - 1 Kessel (Zinn, Normalgröße 2)
    - 1 Sortiment Glas- oder Kristallfläschchen
    - 1 Teleskop
    - 1 Waage aus Messing

    Es ist den Schülern zudem freigestellt eine Eule ODER eine Katze ODER eine Kröte mitzubringen.

    DIE ELTERN SEIEN DARAN ERINNERT, DASS ERSTKLÄSSLER KEINEN EIGENEN BESEN BESITZEN DÜRFEN

    (Quelle für den Brief aus Howarts: Harry Potter und der Stein der Weisen, „Der Hüter der Schlüssel)“

    Rose zog ihr Handy aus der Tasche und knallte das Pergament auf den Tisch. „Das muss ich fotografieren, sonst glaubt mir das keiner!“ lachte sie. Doch diesmal war ich schneller. Mit einem Satz riss ich ihr das Handy aus der Hand „vergiss es!“ zischte ich. Ihr Handy war ihr Heiligtum, mein geheimer Trumpf. „Riah! Gib mir das Handy sofort zurück!“ „Erst wenn du mir den Brief wiedergibst!“ Ein typischer Sonntagmorgen. Gleichzeitig drehten wir uns zu unseren Eltern. „MUUUM!“ brüllten wir wie aus einem Munde. Wütend funkelten wir uns an, kleine Schwestern waren echt zum kotzen!
    Endlich klappte Mum ihren dämlichen Katalog zusammen und sah auf. „Ich glaube ich hab ein Déjà-vu“ sagte sie amüsiert. „Vor 30 Jahren waren Onkel Peet und ich in derselben Situation“ kichernd schaute sie zu meinem Vater rüber, der nickend über dem Wirtschaftsteil brütete. „Hachja“ seufzend wendete sie sich erneut uns Mädchen zu und blickte in unsere fragenden Gesichter. „Hab ich das nie erzählt? Mein Bruder Peter ist auch ein Zauberer. Aber es scheint immer nur einen aus jeder Generation zu erwischen.“ Sie kratzte sich am Hinterkopf und schien ernsthaft zu überlegen, ob sie das je erwähnt hätte. „Naja“ sagte sie schließlich lächelnd. „Ich schätze wir müssen in die Winkelgasse, Mariah-Schätzchen. Da war ich ewig nicht mehr“ sagte sie und begann ihr Geschirr zu stapeln. „Da hat sich bestimmt einiges verändert. Was meinst du Henry? Soll ich Peet anrufen und fragen ob er uns begleiten möchte? Er kann Riahlein doch sicher seine Eule zur Verfügung stellen.“ Dad nickte nur ohne aufzuschauen, während Mum voller Vorfreude die Teller und Tassen in die Küche brachte und Rose und ich immer noch verdutzt auf den Brief und dann auf Rose‘ Handy blickten.

    2
    Rose

    Und so begann es. Schleichend. Unscheinbar. Doch ich bereue nichts. Nichts von dem was geschehen ist, was ich getan habe und nichts von dem, was ich noch tun werden. Ich bereue Nichts. Mich trifft keinerlei Schuld. Gut, vielleicht war ich egoistisch. Vielleicht habe ich nur an mich gedacht. Doch mit all meinen Entscheidungen habe ich nie jemanden verletzten wollen. Ich kannte die Folgen nicht. Mit mir hat ja keiner mehr geredet. Ich wurde von einem auf den anderen Tag überflüssig, oder eher, unsichtbar. Mich trifft also keine Schuld.

    Jeder, der auf sein Leben zurückblickt, auf längst vergangene Tage und Nächte, der sieht irgendwo glückliche Zeiten. Ich mochte mein Leben. Ich war zufrieden mit dem was ich hatte. Es sollte sich nichts verändern. Doch es veränderte sich alles. Als Mariah den Brief bekam, spürte ich, wie ein Stück von mir abbrach. Ich war erleichtert, doch gleichzeitig fühlte ich, dass etwas fehlte. Ich konnte dieses Gefühl nicht zuordnen, verstand es nicht. Also verdrängte ich es. So wie ich es immer mache. Ich vergaß es. Doch es sollte mich noch oft einholen, bis ich es letztendlich doch erkennen konnte. Wir entfernten uns voneinander. Ich wünschte, ich hätte es früher bemerkt. Wenn ich damals verständnisvoller reagiert hätte, dann wären diese Geheimnisse die noch kommen sollten, vielleicht nie Geheimnisse geworden. Doch ich war dumm. Ich bin es immer noch, wenn ich glaube, dass ich es jemals verstehen könnte.

    Ich hasste sie. Aus tiefstem Herzen spürte ich den Neid. Was wäre gewesen, wenn Ich diesen Brief bekommen hätte? Wenn Mein Name auf dem Umschlag gestanden hätte und Ich auserwählt worden wäre? Hätte das Irgendetwas geändert? Ich sehe sie an, lese ihre Briefe, höre ihr zu, wie sie von dieser aufregenden neuen Welt schwärmt und denke mir: „Warum kann Ich nicht an Ihrer Stelle stehen? Warum bin Ich noch hier, und warum ist Sie so weit weg!“ Egal wie oft ich vorher gedacht habe sie zu hassen, wenn sie heimlich meine Sachen nahm und ich sie in der Schule mit einem Gürtel von mir rumlaufen sah. Oder wenn sie ein besseres Handy bekam als ich, oder als sie mehr Taschengeld bekam als ich. Als sie ihren ersten festen Freund hatte und ich nicht. Als ich sie das erste Mal heimlich ins Haus lassen musste, weil sie betrunken gewesen war. Als ich sie das erste Mal mit einer Zigarette erwischt hatte. Als sie mit ihrer Klasse nach Paris fuhr und ich zu Hause bleiben musste. Als ich an Silvester krank im Bett lag und sie nicht an meiner Seite saß, sondern draußen das neue Jahr begrüßte. All die Male hatte ich mir geschworen ihr das nicht zu verzeihen. Ich war all die Male enttäuscht, neidisch oder wütend gewesen, doch jetzt weiß ich, dass nichts davon auch nur ansatzweise so intensiv gewesen war, wie das Gefühl, dass ich an diesem Tag verspürt hatte. Und ich hatte Angst vor dieser Mischung aus Neid und Hass, die in mir aufquoll und wollte sie verdrängen. Ich wollte sie nie hassen. Ich dachte auch, ich hätte es geschafft diese Gefühle zu vergessen. Doch jetzt weiß ich, dass sie immer da waren. All die Jahre über habe ich mich von ihnen leiten lassen. Und ich bereu Nichts. Denn mich trifft keine Schuld. Alle meine Entscheidungen habe ich nicht mit der Begründung getan jemanden vorsätzlich zu verletzten. Ich kann nichts dafür. Ich muss mir keine Vorwürfe machen. Ich bin schließlich nur ein „Muggel“ wie sie uns nennen. Die Nichts wissenden. Doch ich weiß alles.

Kommentare Seite 1 von 1
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cara mia ( 70258 )
Abgeschickt vor 529 Tagen
Die Geschichte klingt ganz toll, du hast wirklich Talent .
Ich würde mich sehr darüber freuen ,würdest du bald weiter schreiben