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Vampire, Wölfe und ich

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2 Kapitel - 7.655 Wörter - Erstellt von: Nessie123456789 - Aktualisiert am: 2012-04-15 - Entwickelt am: - 4.563 mal aufgerufen - User-Bewertung: 3.75 von 5.0 - 8 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hey!
Ich hab mich auch mal an einer Fanfiction versucht: D
Bitte nicht böse sein, wenn es nicht gut ist.

1
Als ich heute Morgen aufwachte, wusste ich das heute der große Tag war. Heute würde ich Umziehen. Ich würde aus dem warmen Florida nach La Push ziehen. Mürrisch packte ich die letzten Sachen zusammen. Ich ging die Treppen runter in unsere Küche. Es war totenstill im Haus, meine Eltern waren wahrscheinlich bei unseren Nachbarn, um sich von ihnen zu verabschieden. Ach, ich würde die Tomssens vermissen, sie waren wie Großeltern für mich. Miss Tomssen war eine alte etwas pummlige Frau mit der Neigung dazu kleine Stoffhündchen zu sammeln. Als ich kleiner war, hatte ich bei ihnen die Abende verbracht, in denen meine Eltern aus waren. Ich hatte diese kleinen Hündchen geliebt sowie ihre Besitzer. Jetzt liefen mir die Tränen über das Gesicht. All diese Erinnerungen, die 16 Jahre die ich hier gelebt hatte….
Ich konnte nicht daran denken, dass es vorbei sein sollte. Als ich mich beruhigt hatte nahm ich mir aus unserem Kühlschrank eine Flasche Orangensaft. Nun ging ich durch die Wohnung, ich wollte mich sozusagen noch einmal von meinem alten Leben verabschieden. Meine Freunde musste ich hier zurücklassen sowie meine ganze Kindheit. Meine Eltern sagten zu mir ich würde nun einen neuen Abschnitt in meinem Leben machen, ich würde neue Freunde finden. Klar das war mal wieder typisch von ihnen, sie konnten meine Freunde noch nie so richtig leiden. Ich hörte das Schloss unserer Wohnungstür. „Leila, hast du alles gepackt? Du weißt, wir müssen in einer halben Stunde los.“, das war mein Vater. Er konnte es kaum erwarten nach La Push zu ziehen. Er war dort schließlich aufgewachsen. Wir zogen nun dorthin da sein Freund Harry vor kurzem gestorben war und mein Vater meinte wir sollten uns dort dann ein bisschen um Sue, Harrys Frau, und ihre Kinder Seth und Leah kümmern.
„Ja, hab ich!“, rief ich aus meinem Zimmer. Ich schaute mich noch einmal in dem mir so vertrauten Zimmer um. Das würde nun zu meiner Vergangenheit gehören. Ich musste mir auf die Lippe beißen um nicht wieder loszuheulen. Ich hob die Tasche mit meinen restlichen Sachen vom Boden auf und ging langsam aus meinem Zimmer. Ich versuchte ein lächeln aufzusetzen, so dass es so aussah, als würde ich mich auf die Reise Freuen.
Mein Vater sah meine Mutter viel sagend an und räusperte sich, „Ich warte dann mal im Auto.“ Er nahm mir meine Tasche ab und ging aus dem Haus. Kaum hatte Dad das Haus verlassen fing meine Mutter schon an los zureden „Schätzchen, ich weiß das es für dich schwer ist dein Zuhause aufzugeben. Aber glaub mir es wird nicht so schlimm sein wie du es dir Vorstellst. Leah und Seth sind echt liebe Kinder.“ „Ich kenn die beiden doch noch nicht einmal!“ schrie ich sie fast an. „Ich weiß, aber Seth ist in deinem Alter und Leah ist zwar älter aber du wirst dich bestimmt mit ihnen verstehen.“ Das sagte sie mit ruhiger Stimme. Ich wünschte es würde stimmen was sie sagte. Da merkte ich, dass mir die Tränen über die Wangen liefen. Ich hatte mir doch vorgenommen nicht zu weinen, doch es ging nicht. Plötzlich spürte ich zwei Arme um mich, meine Mutter. Ich beruhigte mich langsam als wir von draußen ein Hupen hörten. „Komm wir müssen aufbrechen, du weißt, dass dein Vater gerne rechtzeitig am Flughafen sein will“. Ja, wenn es um so Sachen ging, war mein Vater etwas pingelig aber auch ich wusste, dass das Flugzeug nicht auf uns wartete. Plötzlich spielte ich sogar mit dem Gedanken extra den Flug zu verpassen, ich könnte auf dem Flughafen einfach durch die Toilette verschwinden. Schnell vertrieb ich die Gedanken aus meinem Kopf, würde ich diesen Plan durchziehen, würde mir das nichts als Ärger einbringen. Außerdem musste ich nun sagen dass der Gedanke an ein Neues Leben doch schon einen gewissen Reiz für mich hatte. Ich könnte eine ganz neue Person werden. Ich würde meinen Horizont erweitern. Ich könnte mich neu erfinden. Nun lachte ich, ich musste mir ein kichern unterdrücken. Meine Mom schaute mich prüfend an. „Ok mom, dann lass uns gehen.“
Nun war ich bereit für einen Neuanfang. Ich würde mein altes Leben einfach hinter mir lassen.
Als ich ins Auto einstig und auf der Rückbank Platz nahm trat mein Vater schon aufs Gas. Das war ja klar, dass er wie ein Verrückter Auto fuhr. Jedoch schaffte er es, nie von der Polizei angehalten zu werden. Ich schaute noch einmal zurück zu unserem Haus, zu meiner Heimat. Ich schaute so lange zurück bis ich das große weiße Haus nicht mehr sah. Es dauerte eine Stunde bis wir den Flughafen in Miami erreichten.
Es war eigentlich ein schöner Tag, die Sonne schien und der Himmel war Wolken los. Normalerweise war ich bei diesem Wetter besonders Gut gelaunt aber dieses Mal heiterte mich die Sonne nicht auf. Ganz im Gegenteil, sie machte mich traurig. Ich hatte viel über La push gelesen und über die Nachbar Stadt Forks, es sollte dort die meiste Zeit regnen. Ich nahm also nicht nur Abschied von meiner Heimat, ich nahm auch Abschied von der Sonne, der Wärme.
Ich hoffte nur, das es sich rentieren würde, dass alles hinter sich zu lassen.
Als Dad anhielt merkte ich, dass mich die Traurigkeit wieder überfiel. Ich musste laut schlucken dass ich nicht gleich wieder losheulen musste. Ich sagte zu mir selbst „Hey, es kann nur noch besser werden.“ Doch ich glaubte mir selbst nicht.
Als ich dann meine Koffer abgegeben hatte überkam mich die Vorfreude. Es war seltsam, ich wusste, dass ich hierher nie mehr zurückkehren würde. Aber ich konnte nicht mehr traurig und deprimiert sein. Es gab so viel neues das ich entdecken konnte. Ich war plötzlich so hibbelig, dass ich kaum noch etwas wahr nahm, vielleicht dachte ich, vielleicht hab ich ja nur einen Schock. Aber das erklärte es nicht.
Erst als ich im Flugzeug saß kam ich langsam zur Ruhe. Ich hörte Musik und schaute aus dem Fenster. Ich sah, wie Florida immer kleiner wurde. Es sah so aus, als könnte ich es in die Hand holen. Seit ich klein bin hatte ich mich schon für das fliegen interessiert, ich meine wer hat das denn nicht.
Nach längerer Zeit landeten wir, es regnete na toll. Langsam kehrte die schlechte Laune zu mir zurück.
„Sue holt uns ab, da wir ja hier noch kein Auto haben.“ Sagte Papa. Gut dann lerne ich nun Sue kennen dachte ich und setzte ein Lächeln auf.
Ich sah eine schwarzhaarige Frau die uns zu winkte. Das musste Sue sein, Mum hatte nicht übertrieben als sie von ihr erzählte. Sie hatte ein schönes Gesicht. Ich blickte mich um, ich dachte sie hätte eines ihrer Kinder mitgebracht jedoch war es nicht so.
Dann hatte ich ja noch Zeit mich auf das treffen mit den beiden vorzubereiten.
Als wir bei Sue standen umarmte sie uns mit einem breiten Lächeln. Sie schien nett zu sein. „Und du bist also Leila“, sagte sie und klang dabei echt freundlich. „Wo sind Seth und Leah?“ fragte mein Dad. „Sie sind mit Jake unterwegs“, sagte sie ruhig. Ich wusste da war etwas was sie verheimlichte, da sie mich dabei mit großen Augen anstarrte. Mein Dad nickte nur und ich wusste das er und Mum wussten worum es ging, bestimmt hatte es was mit Harrys tot damals zu tun gehabt. Mum und Dad waren ja damals ein Wochenende zu Sue gefahren und haben bei der Beerdigung geholfen. Na toll nur ich wusste es nicht, aber ich war mir sicher, dass ich es auch noch herausfinden würde.
Für eine Sekunde war es leise. Sue räusperte sich „Ich glaube wir sollten langsam los“.
Keiner hatte was dagegen, so folgten wir mit unseren Koffern in der Hand nach draußen zu ihrem Auto.
„Regnet es hier immer so viel?“ fragte ich Seth Mutter. „Ja, ich glaube daran musst du dich langsam gewöhnen. Es ist aber nicht so schlimm wie du vielleicht gerade denkst.“ Das verwirrte mich ich dachte sie kennt es halt nicht anders, da musste sie wohl so denken. Wir mussten ein Stück bis zum Auto gehen. Auf dem Weg fiel mir auf, dass jeder außer mir eine Jacke trug. War ihnen etwa kalt? Es war komisch, mir war tierisch warm. Normalerweise hätte meine Mum mich jetzt angemeckert, ich solle meine Jacke anziehen. Aber im Gegenteil sie schaute mich nur verständnisvoll an.
Das war bestimmt alles nur Einbildung. Plötzlich bekam ich doch kalt und zog meine Jacke an. Endlich, dachte ich als wir an Sues Wagen ankamen. Die Fahr kam mir Endlos vor, es regnete in Strömen. Sehr selten konnte man jedoch das Sonnenlicht erblicken. Es war, als würde die Sonne verstecken spielen. Nach einiger Zeit sah ich das Schild das uns in La Push willkommen hieß. Doch ich sah weit und breit nur Bäume, La push war also ein kleines Dorf, das von Wald umgeben war. Wenigstens, dachte ich, bin ich so in der Natur. Es wäre bestimmt schön, wenn es nicht regnete, draußen im Wald spazieren zu gehen. „So, hier wären wir.“, sagte Sue und riss mich aus meinen Gedanken. „Der Wagen der vor eurer Tür steht hat Harry gehört, ihr könnt ihn euch solange borgen, bis ihr einen eigenen habt.“ Sie lächelte uns an. „Danke“, sagte meine Mum, als sie die Koffer hineintrugen. „Steve, was hältst du davon, wenn ihr heute Abend zum Essen vorbei kommen würdet. Leah und Seth werden auch da sein.“ Der letzte Satz war eindeutig nicht an meinen Vater, sondern an mich gerichtet. Meine Eltern willigten ein und Sue fuhr wieder fort.
Als ich in das Haus eintrat, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Das Häuschen war zwar kleiner als unser altes in Florida, aber dafür wunderschön. Ich konnte mir ein „Wow“ nicht unterdrücken. „Das Haus ist wunderschön!“ brachte ich schließlich hervor. Alle unsere Möbel hatten schon ihren Platz gefunden. Der moderne Geschmack meiner Eltern traf auf das alt modische Haus. Es war, als wäre alles für einander bestimmt. Auch ich fühlte mich mit diesem Ort als eins. Als wäre der Ort für mich gemacht, ich fühlte mich wie zu Hause. „Das Haus hatte früher deinen Großeltern gehört.“ Sagte mein Vater stolz. Ich wusste, dass er hier gewohnt hatte und bestimmt würde ich mir jetzt Wochen lang anhören, wie er in Erinnerungen schwebte. Ok, mir würde es bestimmt nicht anders gehen, in dieser Hinsicht hatte ich viel von meinem Dad geerbt. Ich erinnerte mich auch gerne an Dinge, die schon lange zurück lagen. „Komm, ich zeig dir dein Zimmer.“ Sagte meine Mutter und zog mich die Treppe hinauf. „Es ist mein altes Zimmer und das schönste“, ertönte es hinter mir. Dad untertrieb nicht, es war wirklich wunderschön, es hatte einen Balkon und Meerausblick. Ok, den Balkon könnte ich wohl nicht so oft nutzen aber ansonsten war es echt ein Traum. Ich musste wohl mehrere Sekunden in Gedanken und Staunen versunken sein, denn als ich mich umdrehte waren meine Eltern schon wieder weg. Vielleicht würde mein neues Leben hier doch nicht so schlecht sein. Das Zimmer war einfach ein Traum, ich würde es so lassen wie es war, denn sonst würde etwas fehlen. Ich hörte wie jemand die Treppen hoch kam. Es war mein Dad, er stellte mir meine Koffer ins Zimmer und lächelte mich an. „Danke“, brachte ich hervor. „Danke, es ist wirklich wunderschön.“ Jetzt lächelte er noch mehr. Er freute sich, dass es mir hier gefiel. „Ja, das stimmt“ antwortete er mir. „Deine Mum und ich dachten uns schon, dass dir dieses Zimmer am besten gefallen würde. Ich geh ihr jetzt helfen die Koffer auszupacken. Du kommst ja hier zu recht. Oder?“ „Klar.“
Als er ging, setzte ich mich zuerst aufs Bett. Ja, vielleicht wird mein Neuanfang doch nicht so schlimm wie zuerst erwartet. Dann fing ich an, meine Koffer auszupacken.
Es dauerte zwei geschlagene Stunden, bis ich fertig war. Ich fühlte mich hier nun richtig wohl. Ja, es fühlte sich so an, als wäre hier mein zu Hause. Meine Eltern waren vor einer halben Stunde zu unseren neuen Nachbarn gegangen. Es war so still im Haus, dass ich das Nieseln im Garten hören konnte. Ja, dass war nun mein neues zu Hause. Ich ging auf meinem Balkon, und genoss den schönen Ausblick. Er war einfach Atemberaubend.
Ich saß noch lange da und bekam noch nicht mal mit, wie meine Mum den Raum betrat.
Sie sagte nicht, sie stellte sich einfach nur zu mir und genoss mit mir den Ausblick.
Nach ungefähr zehn Minuten räusperte sie sich: „Machst du dich bitte langsam fertig, wir wollen in einer Stunde bei Sue sein. Sie hat uns ja zum Essen eingeladen“ Mit diesen Worten verließ sie meinen Raum.
Jetzt überkam mich die Hektik, ich wusste aber nicht warum. Ich ging also vom Balkon wieder in mein Zimmer. Was soll ich nur anziehen fragte ich mich laut. Zuerst wollte ich aber duschen, der Flug hatte so seine Folgen gehabt. Nach der heißen Dusche ging ich an meinen riesigen Kleiderschrank. Jetzt wusste ich erst recht nicht was ich anziehen sollte. Was zieht man denn normalerweise an, wenn man neue Leute kennen lernt. Ich wusste es nicht.
Schließlich entschied ich mich für etwas Schlichtes meine Lieblings Jeans und das dazu passende T-Shirt musste herhalten. Das mit meinem Outfit wäre dann mal geklärt. Als ich sah, dass ich nur noch eine viertel Stunde Zeit hatte glättete ich meine Haare nur notdürftig und ein schlichtes Make up überdeckte die Unreinheiten in meinem Gesicht.
Jetzt war ich fertig. Ich wusste nicht warum aber ich war immer noch Aufgeregt und die Hektik legte sich nur langsam.
Ich ging zu meinen Eltern in die Küche. Mein Dad saß am Laptop und schaute sich neue Autos an. Aber nicht irgendwelche Autos, nein, er wollte unbedingt einen Sportwagen. Typisch Mann dachte ich und ging zu meiner Mutter.
„Und, wie gefällt es dir hier?“ fragte sie ohne mich dabei anzusehen. „Bis jetzt recht Ok. Aber warte erst mal bis die schule anfängt, dann wird es bestimmt schwerer für mich.“ Sie fing an zu lachen. „Du wirst dort ja nicht allein sein. Seth und Leah gehen auch im Reservat zur Schule.“ Ich verdrehte die Augen. Meine Mum hatte sich über meine neue Schule wohl schon Gedanken gemacht und wie immer versucht sie mir die Dinge gut zureden.
Gedanken verloren schaute ich mich in der Küche um als mein Vater den Laptop zuschlug und meinte, wir sollen jetzt langsam mal los.
Ich hatte nichts dagegen und folgte ihm Wortlos. In Florida hätte ich normalerweise um diese Uhrzeit keine Jacke gebraucht aber ich war ja nun in dem verregnetem kleinen Dorf La Push.
Die Fahrt zu Sue dauerte nur 5 Minuten. Als wir aus unserem Auto ausstiegen stand Sue schon an der Tür. Sie bat uns in ihr kleines Haus ein. Das Haus der Clearwaters war von den Grundzügen genauso wie unseres. Auch hier fühlte ich mich direkt wohl. Wir gingen durch den Flur in das kleine Esszimmer. Sue bot uns allen etwas zu trinken an und verschwand in der Küche. Eine Minute später kam sie mit vier Gläsern Cola zurück. „Seth und Leah werden bald zu uns stoßen“ sagte sie, als sie mir mein Glas reichte. „Sie sind noch immer mit Jake weg.“ Wer war dieser Jake überhaupt dachte ich. Ich würde ihn bestimmt bald kennen lernen, das Dorf war ja nicht grade groß. „Wie gefällt es dir denn bis jetzt in La Push?“ Sue sah mich wieder an. „Bis jetzt eigentlich ganz gut. Vor allem unser Haus.“ Ich lächelte sie an.
Während wir uns unterhielten, fing es draußen an immer stärker zu regnen. Es war fast eine Stunde vergangen, als sich die Haustüre öffnete.
Eine Gestalt betrat das Wohnzimmer, sie war von oben bis unten Nass. Plötzlich hatte sich das Zimmer schlagartig erwärmt. Als würde das Mädchen eine wärme von sich geben, die alles erglühen ließ. Das Gesicht des Mädchens war im Ganzen wunderschön, wäre da nicht dieser verbitterte Gesichtsausdruck gewesen. „Leila, das ist Leah.“ Sagte Miss Clearwater. „Hey“, sagte ich schüchtern. „Hi“, erwiderte Leah kühl. Und drehte sich wieder um und ging zur Treppe. „Ach ja, bevor ich es vergesse. Seth kommt gleich. Er sagte er müsse noch etwas erledigen. Frag besser nicht was.“ Sagte Leah beim Gehen.
Ok, ich hätte mir das treffen mit ihr anders vorgestellt. „Leah ist seit ihr Vater gestorben ist so drauf. Sie ist zu jedem so.“ versuchte Sue zu erklären. Nach zehn Minuten öffnete sich die Tür ein weiteres mal. Diesmal kam aber nicht Leah sondern Seth hinein. Er war ein großer und Gutaussehender Junge. Ich fühlte mich von ihm angezogen. Plötzlich fing sich der Raum für einen Moment an zu drehen. Ich merkte, dass er mich genauso ansah wie ich ihn. In seinem Blick lag Neugier und Interesse. Verlegen blickte ich weg. Draußen hatte es in zwischen aufgehört zu regnen. „Leila, das ist mein Sohn Seth“, Sue lächelte. „Hey, ich hab schon viel von dir gehört“ sagte Steh. Auch er lächelte, bei diesem Lächeln musste man einfach grinsen. Langsam kam die Sonne wieder zum Vorschein. „Seth wärst du so nett und würdest Leila ein bisschen das Dorf zeigen?“ Das war Sue, sie sah ihren Sohn mit großen Augen an. „Klar“, sagte Seth „sollen wir?“ Diese Frage war an mich gerichtet. „Ok“ mehr brachte ich nicht raus. Automatisch griff ich nach meiner Jacke und wir marschierten aus dem kleinen Haus der Clearwaters.
Unentschlossen standen wir nun da, als wären wir angewurzelt. „So, wo willst du denn hin?“ fragte mich Seth. „Ich weiß nicht. Überrasch mich.“ Erwiderte ich. „Also Ok, wie wär's, wir fahren zum Strand oder besser gesagt laufen. Es ist ja nicht grad weit. Dort gibt es echt schöne Plätze.“ Er sah mich fragend an. „Ok, das hört sich toll an.“ Brachte ich mit heißerer Stimme hervor. Man, Seth hatte mich total aus der Fassung gebracht wie es noch nie ein Junge getan hat. Es dauerte eine Weile bis wir den Strand erreichten. Seth hatte Recht, der Strand war toll, ich konnte sogar von hier aus mein neues Zuhause erkennen. „Wie gefällt es dir hier? Es ist ja eine riesige Umstellung vom warmen Florida ins verregnete kalte Dorf La Push zu ziehen.“
„Na ja, es ist eigentlich keine große Umstellung. Mir gefällt es hier sogar fast besser als in Florida. Außerdem ist es hier ja gar nicht so kalt wie ich es erwartet hatte.“ Ich lächelte.
Wir gingen den Strand bestimmt eine Stunde hinauf und wieder hinunter. Während wir über die Schule unsere Freunde und hauptsächlich über mein altes Leben sprachen. „Du, Seth. Ich hab mal eine Frage. Wer ist eigentlich Jake?“ „Ach Jake, der ist ein guter Freund von mir.“ „Und auch einer von deiner Schwester oder was?“ „Ja, das könnte man so sagen. Obwohl wir finden, dass sie schon ziemlich nervt. Aber dann holt Sam sie immer in Schutz.“ Er stockte, als hätte er schon zu viel erzählt. Ich fragte nicht warum, ich nahm es einfach so hin. Wir gingen immer noch den Strand entlang als ich anfing zu zittern. Seth merkte es anscheinend und fragte mich ob mir kalt sei. Ich log „nein, mir ist nicht kalt“. Das überzeugte ihn nicht, da ich beim Sprechen anfing mit den Zähnen zu klappern. Was er wohl jetzt über mich dachte?
Er kam näher und legte mir einen Arm um die Schultern. „Ich darf doch oder?“ fragte er mich. Ich nickte nur, durch die angenehme Wärme die sich jetzt in mir ausbreitete bekam ich eine Gänsehaut. Ich merkte, wie ich mich immer noch von ihm angezogen fühlte und fragte mich ob es ihm genauso ging. Plötzlich hörten wir hinter uns drei Stimmen. „Hey Seth! Wer ist denn da deine Begleitung. Sie sieht nicht nach Leah aus!“ die drei Lachten. Sie waren ebenfalls wie Seth groß und gut aussehend. Sie lachten immer noch als sie auf uns zukamen. Seth schaute sie genervt an. „Hey, Leila, dass sind Jake, Quil und Embry.“ Alle drei grinsen mich an. Ich lächelte verlegen zurück und schaute auf die Uhr. Wow, wir waren schon fast drei Stunden unterwegs. „Wir sollen euch von Sue sagen, dass ihr heim kommen sollt.“ Sagte Jake gleichgültig. „Ja, wir waren grade auf dem Weg“ erwiderte Seth. „Na klar. Es sah aber nicht danach aus. Es sah nach etwas ganz anderem aus Seth. Weiß Leah davon Bescheid?“ das war Quil. „Sie geht es gar nichts an“ sagte Seth und wurde rot. „Komm, wir gehen Leila.“ „Kommst du heut Abend? Oder wirst du beschäftigt sein?“ Embry lachte. „Klar komm ich.“ Sagte Seth nun in einem ernsteren Ton und nahm den Arm wieder von mir weg. „Bis später“ sagte er zu den drei Jungs die lachend davon gingen.
Auf dem ganzen Heimweg redeten wir nicht. Ich erwischte mich aber immer wieder wie ich ihn anstarrte, auch er schaute mich immer öfters an. Aber wenn sich unsere Blicke trafen, schaute ich verlegen weg.
Nach einiger Zeit standen wir vor Seths Haus, doch anstatt hinein zu gehen drehte er sich lächelnd zu mir um und schaute mich an. Ich muss zurücklächeln, wir schauten uns ein paar Sekunden schweigend an, es war ein wundervolles Gefühl. „Ich muss dich nach dem Abendessen wieder allein mit meiner Schwester lassen“, sagte Seth mit einem seufzen. „Egal was sie zu dir sagt, nimm es nicht ernst, ignorier sie einfach.“ Er lächelte noch einmal, drehte sich um und betrat das Haus.
Nun saßen wir zu fünft in dem kleinen Wohnzimmer und aßen Pizza. Es war, als wäre es wie früher, doch damals waren es nur Franzi, Mandy und ich gewesen. Ich fühlte mich hier zu Hause. Als wir alle fertig waren räumten Seth und ich den Tisch ab, Leah hatte sich derzeitig in ihrem Zimmer verkrochen. Seth und ich trugen das dreckige Geschirr in die Küche. Wir stellten die Sachen ab und Seth griff nach einem Stück Papier. Er schrieb etwas auf und gab mir den Zettel. „Das ist meine Handy Nummer und die von hier“, sagte er „ wenn irgendetwas ist, ruf einfach an.“ Er lächelte und ich lächelte zurück. „Das wird ich machen!“ entgegnete ich. „Ich geh dann mal.“ Murmelte er. Ich nickte. „Ich ruf dich morgen an“, sagte er im Gehen und war schon wieder verschwunden. Ich schaute das Blatt mit Seths Nummer an, dann faltete ich es und steckte es in meine Hosentasche. Danach ging ich zurück ins Wohnzimmer und setzte mich zu Leah. „Wo ist Seth?“ fragte sie mich mit einem fast schnippischen Ton. „Der ist mit Freunden weg“ entgegnete ich ohne sie dabei anzuschauen.
Der Abend kroch nur so dahin und das einzige was mir durch den Kopf ging war Seth. Ich musste andauern an ihn denken. Ohne ihn fühlte ich mich so leer, als hätte er ein Stück von mir mit sich genommen. Als die Sonne unterging kam Charlie Swan, ebenfalls ein alter Freund von meinem Vater. „Hey Leila, Wow, bist du groß geworden“, er musterte mich mit großen Augen und lächelte mich dabei mit einem breiten Grinsen an. „ Ich glaube du erinnerst dich wohl nicht an mich. Ich bin Charlie, der Vater von Bella. Du hast, als du einmal hier den Sommer mit deinen Eltern verbracht hast, mit ihr gespielt.“ Ich konnte mich daran nur vage erinnern, ich war ja damals erst drei Jahre alt gewesen.
Den Rest des Abends faltete ich den Zettel mit Seths Nummern immer wieder auf und zu. Ich konnte es kaum erwarten ihn wieder zu sehn. Er fehlte mir, ich wusste nicht warum, aber es stimmte. Mir kam es so vor, als würden die Sekunden wie Minuten verziehen. Wäre Leah wenigstens mal nett zu mir, dann würde der Abend bestimmt schneller vergehen. Doch ihre schlechte Laune, machte die ganze Situation nur noch schlechter. Mir fiel auf, dass sie mich immer wieder anschaute, als gehöre ich hier einfach nicht hin und solle verschwinden. Ich versuchte diesen Gedanken zu vergessen, ich war doch vorher so gut gelaunt gewesen, doch seit Seth weg war, war meine Laune im Keller.
Nach einer Stunde, meinte mein Vater es sei nun an der Zeit nach Hause zu fahren. Ich war nicht sonderlich traurig darüber, im Gegenteil ich war sogar sehr froh. Da sich Leah ja weigerte eine Unterhaltung mit mir zu führen war es mir lieb nach Hause zu fahren.
So stand ich auf und wir verabschiedeten uns von allen. Ich wollte nicht unhöflich sein und sagte auch Leah tschüss, ich bekam von ihr ein kleines, mürrisches „bye“ zu gemurmelt.
Dann gingen mein Familie und ich zu unserem Auto.
Im Auto unterhielten sich meine Eltern angeregt, ich hörte ihnen nicht zu. Ich war noch hell wach als wir endlich bei uns zu Hause ankamen. Meine Eltern gingen direkt schlafen, sie sagten mir noch gute Nacht und gingen dann aus meinem Zimmer. Es war ungewöhnlich warm, deshalb ging ich zu meinem Balkon, öffnete die Tür und setzte mich nach draußen. Es war eine Sternenklare Nacht, man hörte keine Autos, es war abgesehen von dem Meeres rauschen leise. Ich genoss die Stille, sie hatte etwas Beruhigendes an sich. Ich war ganz versunken, in den Natur Geräuschen, als ich plötzlich aus Richtung des Waldes ein heulen hörte. Es war laut und schrill, es verunsicherte mich. Mein Körper zuckte bei diesem Geräusch zusammen. Ich hätte darauf vorbereitet sein sollen, es war klar, dass ich mitten in der Nacht Tiergeräusche aus dem Wald hören würde. Das seltsame war jedoch, dass ich so gar nicht darauf vorbereitet war. Ich hatte so viel über La Push gelesen, hatte aber in keinem Text je davon gelesen, dass in dem Wald Wölfe gab. Plötzlich hörte man ein lautes Kurren, dann wieder Gejaule. Es schien, als würde sich das geschehen direkt vor unserem Haus abspielen. Ich dachte: Die streiten sich bestimmt nur um ein totes Tier.
Nach einer Weile war das Geheul wieder verstummt und es war wieder totenstill.
Langsam merkte ich, dass ich doch müde wurde. Ebenso wurde es auf einmal ganz kalt um mich herum. So ging ich wieder in mein Zimmer, schloss die Tür und legte mich in mein Bett. Als ich da so lag, ließ ich den ganzen Tag an mir zurück passieren angefangen von dem Moment als die Wölfe angefangen haben zu heulen bis zu meiner letzten Stunde in Florida. Ich konnte es nicht glauben, mein neues Leben würde nun richtig anfangen.

Kommentare (7)

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Cora luna (18803)
vor 407 Tagen
Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiite schreibe weiten bite Bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte
Sue (83514)
vor 864 Tagen
Alter wo ist der zweite Teil
Ich möchte so schnell wie möglich weiter
Lesen bitte bitte bitte bitte bitte bitte
Snow (83514)
vor 874 Tagen
NEIN!!!!!!! Es kann doch jetzt nicht aufhören
Schreib bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte
Bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte weiter
Susi (75384)
vor 890 Tagen
Was? Es kann doch nicht in der Mitte aufhöre du
musst unbedingt weiter schreiben bitte bitte bitte
Rose 123 (83514)
vor 937 Tagen
Ok ich weis nicht wie lange ich schon auf den 2 Teil
Warte.
Aber schreib bitte weiter
nightmare (44712)
vor 1151 Tagen
wieso muss man immer bei den spannendsten szenen aufhören zu schreiben das ist nicht fair
moon (89242)
vor 1332 Tagen
schreib, bitte, weiter