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Stella Mamoru - Das zweite Ich

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13 Kapitel - 9.199 Wörter - Erstellt von: Lucy - Aktualisiert am: 2012-03-01 - Entwickelt am: - 1.169 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Und schon der dritte Teil, diesmal wird es sehr gefühlvoll. Lisas Eltern haben für die Winterferien einen Skiurlaub geplant, zu dem Lisa unbedingt Stella mitnehmen will. Tatsächlich bringt sie es fertig, dass sie am Ende gemeinsam mit ihr und ihren Eltern im Auto sitzt und sich sogar ein Zimmer mit Stella teilt! Allerdings passiert schon ein paar Tage später eine Katastrophe, bei der sich die beiden fast verlieren. Und als die Schule wieder beginnt, wird es keinesfalls ruhiger. Außerdem zeigt sich immer deutlicher, dass es zwischen den beiden ein schwerwiegendes Geheimnis gibt ...

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Lisa sollte recht behalten. Stella war wie ausgewechselt, ihr gegenüber. In der Schule spielte sie weiterhin die Starke, doch Lisa wusste, wie sie wirklich war.
Es war ein Mittwoch, und die beiden gingen gemeinsam nach Hause. Sie beschlossen, einen Umweg zu machen. Als sie über eine Brücke liefen, geschah es dann. Wie aus dem Nichts tauchte ein Lastwagen auf und raste direkt auf Lisa zu. Sie stand da wie angewurzelt; unfähig, sich von der Stelle zu bewegen. Doch Stella reagierte für sie. Sie packte Lisa und zog sie blitzschnell zur Seite. Dabei geriet sie ins Wanken und stolperte über das Brückengeländer hinaus. Sie ließ Lisa los und stieß sie zurück, so dass diese etwas unsanft auf dem Gehweg landete. Der Lastwagen brauste vorbei.
Sofort stand Lisa auf und lief zum Geländer hinüber. Ängstlich sah sie sich nach Stella um, die in den Fluss gefallen sein musste. Am Ufer lag jemand. War das etwa …?
„Stella!“
Lisa lief zu ihr. Stella lag auf der Seite und atmete stoßhaft. Sie hatte sich entgegen der Strömung ans Ufer gerettet und war nun vollkommen erledigt. Es dauerte eine Weile, bis sie sich gefangen hatte und aufrichten konnte. Ihre langen Haare hingen ungebändigt über ihre Schultern und im Gesicht.
„Stella, du … du hast mir das Leben gerettet!“, sagte Lisa ehrfurchtsvoll. Stella lächelte nur.
„Du bist verletzt!“, stellte Lisa erschrocken fest. Stella folgte ihrem Blick und sah eine Wunde am rechten Arm. Sie lächelte.
„Nicht so schlimm“, sagte sie und stand auf, „Lass uns nach Hause gehen.“
Lisa reichte ihr ihre Tasche, die ebenfalls auf dem Gehweg gelandet war; und die beiden machten sich auf den Heimweg.
Am Nachmittag kam Stella herüber. Sie trug inzwischen einen Verband über der Wunde. Lisas Eltern hatten sie darum gebeten, Lisa ein bisschen bei den Schulaufgaben zu helfen, da Stella ziemlich gut in der Schule war. Dem entsprechend freuten sie sich, dass sie gekommen war.
„Du bist ja schon wieder verletzt!“, war die Begrüßung von Lisas Mutter, auf die Stella nur lächelte und Lisa in ihr Zimmer folgte.
„Was hast du denn so Schwieriges auf?“, wollte sie wissen. Lisa schob ihr das Heft zu. Mathe.
„Ach, das ist nicht so schwer.“, meinte Stella; nachdem sie sich die Aufgabe durchgelesen hatte, „Dabei kann ich dir helfen.“
Und tatsächlich – was sie erklärte, verstand Lisa plötzlich. Sie wunderte sich darüber, dass Stella das alles noch wusste; immerhin war sie bereits vier Klassen höher.
„Wie kannst du dir das über so lange Zeit merken?“, fragte Lisa deshalb. Stella lachte.
„Wenn du denkst, ich habe das in deinem Alter gelernt und brauche es nie wieder, dann irrst du dich gewaltig.“
Da musste Lisa ihr recht geben. Auch Stella musste diese Dinge noch wissen, solange es auch her war.

Kommentare (2)

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Ruby (96290)
vor 641 Tagen
Lucy, das ist einfach nur fantastisch mach bitte weiter so!
cara mia (38045)
vor 921 Tagen
Toll 💛💙💜💚