Herr der Ringe - die Nachgeschichte

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5 Kapitel - 6.210 Wörter - Erstellt von: Isilya - Aktualisiert am: 2012-02-15 - Entwickelt am: - 8.827 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Wollt ihr wissen, was nach dem Ringkrieg alles in Mittelerde passiert ist? Dann lest selbst...
Anmerkung: Nichts für Arwen-Fans! ;)

Ich hab jetzt noch Bilder dazu gemacht! Nein, GAR KEINE Schleichwerbung für Sims ;)

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Aragorns KrönungDas auf dem Bild ist Aragorn - die Sonnenbrille musste einfach sein ;)THARA Wie alle anderen starrte ich gebannt auf Gandalf - abgese
Aragorns Krönung

Das auf dem Bild ist Aragorn - die Sonnenbrille musste einfach sein ;)

THARA
Wie alle anderen starrte ich gebannt auf Gandalf - abgesehen von Merry und Pippin, die natürlich wieder mal nur Blödsinn im Kopf hatten. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie sie zwischen den Gästen umher rannten, die Leute mit kleinen Kieselsteinen bewarfen und so für einige Verwirrung sorgten. Außer mir hatte noch keiner bemerkt, dass die Hobbits die Schuldigen waren. Als Pippin Faramir traf, der daraufhin gegen Eowyn (seine Frau und eine gute Freundin von mir) prallte, konnte ich nicht anders - ich lachte laut los. Leider genau in dem Moment, als Gandalf Aragorn die Krone aufsetzen wollte. Jaja, ich und mein Talent für die perfekten Augenblicke! Alle, sogar Aragorn, drehten sich kurz zu mir um, während ich interessiert den Boden betrachtete und nebenbei bemerkte, dass Aragorn mit ausnahmsweise gewaschenen Haaren gar nicht so übel aussah. Aber er war und blieb nun mal ein König, und Könige sind - das weiß doch jeder - arrogant und egoistisch. Der kam für mich also schon mal nicht in Frage. Außerdem hatte er schon Arwen, diese hässliche glupschäugige Elbin, die aber leider, leider nach Valinor gezogen war. Eine echte Tragödie. Dann gab es da noch Eomer, naja, was soll ich sagen - er könnte echt mal wieder einen neuen Haarschnitt vertragen. Außerdem war da noch Legolas, aber er war nun mal ein Elb und somit einfach nicht mein Typ. Faramir hatte schon Eowyn, Hobbits waren mir einfach zu winzig, über Gandalf oder Gimli musste man ja gar nicht erst nachdenken... sah also so aus, als würde ich mal wieder leer ausgehen. Aber das war mir im Augenblick ziemlich egal, ich tat so als wäre nichts gewesen und verfolgte weiter die unglaublich spannende Zeremonie. Die Krone stand Aragorn überhaupt nicht - und jetzt fing er auch noch an zu singen! Wieso machte der sich freiwillig so zum Affen? Ich musste mich echt zusammenreißen, um nicht schon wieder loszuprusten.

ARAGORN
Ich hatte sie nur einen Moment ansehen müssen - und plötzlich war ich gar nicht mehr traurig, dass Arwen jetzt auf Valinor versauerte. Ich konnte mich gar nicht mehr richtig konzentrieren. Als Gandalf mir die Krone aufsetzte, brandete Applaus auf. Fragt mich nicht, was mich geritten hat, als ich mal eben aus dem Stand ein Ständchen anstimmte... Es muss ziemlich schief geklungen haben und trotzdem bekam ich wieder jede Menge Applaus. Hatte auch seine Vorteile, König zu sein. Meine Rede danach war bestimmt sehr philosophisch, obwohl ich gar nicht so richtig mitbekam, was ich da zusammenredete. Ich hatte nur noch Augen für sie. Und dann sah ich - sie. Nicht SIE sondern ARWEN! Och nee, die hatte mir ja gerade noch gefehlt! Möglichst würdevoll stieg ich sie eindrucksvolle Treppe hinab und ging auf Arwen zu. Wieso verdammt noch mal war sie nicht nach Valinor gegangen? Das hieß ja, dass sie die Unsterblichkeit aufgegeben und sich jetzt doch für mich entschieden hatte. Wie furchtbar romantisch. Sie starrte mich mit ihrem typischen Kuh-auf-Drogen-Blick an und erwartete wahrscheinlich noch, dass ich sie küsste! Na klasse! Ich hätte ihr am liebsten eine geklatscht, aber das war wohl kaum das, was man "eines Königs würdig" nennen konnte. Also musste ich mich wohl oder übel überwinden. Ich küsste sie kurz auf den Mund - ein König darf schließlich auch nicht übertreiben - und schritt dann mit ihr durch die Menge, um mich bei den Gefährten zu bedanken. Dabei versuchte ich die ganze Zeit, einen Blick auf SIE zu erhaschen (ihren Namen kannte ich natürlich noch nicht), musste aber feststellen, dass ich seltsamerweise bei jedem Atemzug von... Schätzungsweise 4726 Menschen beobachtet wurde. Ziemlich lästig, aber was will man machen?

THARA
Irgendwann war mir das Ganze zu langweilig geworden. Man könnte denken, so eine Krönung wäre wenigstens ein kleines bisschen spannend. Aber Fehlanzeige. Es war etwa so interessant wie Privatunterricht bei meinem Bruder Thesor. Und ich meine jetzt nicht sowas wie Reiten, Kämpfen oder so, sondern - Geschichte. Wer brauchte das schon? Jepp, keiner. Und wenn ich es mir überlegte, war die Krönung sogar noch schlimmer, zumal man da ja noch nicht mal laut lachen durfte! Also war ich abgehauen und schwang mich schnell auf meinen dunkelbraunen Hengst, der wahrscheinlich dachte, ich hätte was ausgefressen, denn er jagte gleich wie von der Tarantel gestochen los.

Der Weg kam mir endlos lang vor. Von Minas Tirith nach Rohan war es eben doch 'ne ganze Ecke. Und für diese lahme Krönungsfeier hatte es sich echt nicht gelohnt. Aber es war meine eigene Entscheidung gewesen und meine Mutter hatte sich gefreut und gemeint dass ich "ruhig mal etwas Abwechslung" vertragen konnte. Da hatte sie wohl recht - den ganzen Tag Zuhause zu hocken und mich um den Haushalt zu kümmern, war echt nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Aber es ging nicht anders, meine Mutter war krank und mein Bruder musste das Geld verdienen. Seit mein Vater, der zu den Reitern Rohans gehört hatte, im Ringkrieg gefallen war, gab es bei uns nicht mehr viel zu lachen. Was mir - von Geburt an mit fröhlicher Natur gesegnet - so überhaupt nicht in den Kram passte. Aber mein Vater hatte uns nichts als das Haus und das Pferd hinterlassen, unser Leben war nun mal hart. Das Pferd hatte den Krieg überlebt und war dann treudoof wie es war zu uns zurückgekommen (auch wenn ich den Verdacht hatte, dass das hauptsächlich am guten Futter lag, das er immer von uns bekommen hatte). Zu Lebzeiten meines Vaters hatte der Hengst keinen Namen gehabt, also taufte ich ihn passenderweise Aryon - das ist elbisch und heißt "Erbe".

Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, hatte ich unsere kleine, windschiefe Hütte am Rand von Rohan erreicht. Ich sprang von Aryon und ließ ihn durch das Tor in den winzigen Garten. Wie immer war ich ohne Sattel und Trense geritten, das brauchte ich schon lange nicht mehr. Ich hob bedauernd die Schultern, um mich für die fehlenden Möhren zu entschuldigen - für solchen "Schnickschnack" reichte das wenige Geld nicht. Aryon konnte sich ja kaum beschweren, in unserem Garten bekam er täglich Riesenladung frisches Gras. Ich tappte den Weg aus zerbrochenen Steinplatten entlang und blieb vor dem Eingang der Hütte stehen. Da wurde das einfache Tuch, das uns als Türvorhang diente, schon zur Seite gerissen. "Thara, da bist du ja endlich! Komm rein, es ist wichtig!"

Kommentare Seite 1 von 1
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Jojo Midnight ( 98165 )
Abgeschickt vor 392 Tagen
Gibt es schon einen zweiten Teil?
carina ( 93827 )
Abgeschickt vor 409 Tagen
gute Geschichte
Weiter so
mellon ( 93405 )
Abgeschickt vor 547 Tagen
Du schreibst echt gute Geschichten. Auch wenn das schon gesagt wurde:
Schreib bitte weiter !!!!! Die Story ist echt Hammer !😉
Talia ( 13215 )
Abgeschickt vor 840 Tagen
Bitte schreib weiter
Luckymau ( 02506 )
Abgeschickt vor 851 Tagen
Bitte schreib weiter