Evelyn aus dem Waisenhaus

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3 Kapitel - 3.353 Wörter - Erstellt von: OneLove - Aktualisiert am: 2012-02-01 - Entwickelt am: - 5.465 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein Mädchen wohnt seit dem tödlichen Unfall ihrer Eltern im Waisenhaus. Sie war schon immer anders und niemand mochte sie. Eines Tages kommt der Brief aus Hogwarts, doch sie hält das alles für einen schlechter Scherz. Doch dann begegnet sie einer Frau, die sie vom Gegenteil überzeugen will. Nun geht die ganze Sache erst richtig los.

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„Evelyn für dich ist ein Brief angekommen! Schau mal!“ Das war die Stimme von Mrs. Helps, sie war die Leiterin des Waisenhauses in dem ich seit meinem dritten Lebensjahr wohnte.
Warum?
Naja, meine Eltern sind bei einem Unfall gestorben, zumindest wurde mir das erzählt, doch das hieß nicht, dass ich das glauben würde. Auf jeden Fall hatte ich sonst keine Verwandten, also landete ich im Waisenhaus in der Nähe von London.
Mittlerweile war ich 16 Jahre alt, 13 Jahre meines Lebens verbrachte ich hier in diesem Käfig. Und es hatte mich kaputt gemacht.
Ich war einfach gefangen und es hatte mich über die Jahre verändert. Keines dieser Kinder hier schien mich zu mögen, seit ich elf bin gehen sie mir aus dem Weg. Seitdem das passiert fühle ich mich stärker, aber es passieren unerklärliche Dinge, wenn ich an sie denke. Ich kann es mir bis heute einfach nicht erklären.
„EVELYN!“, schrie sie wieder die Treppen hinauf. „Komme ja schon“, flüsterte ich und schlich die Treppen hinab. Jedes der Kinder starrte mich an, als ich hinunter ging und ihr Blick bohrte sich in meinen Rücken. „Hier!“, mit dem Wort übergab sie mir den fast schon beigen Briefumschlag.
Leise setzte ich mich in eine Ecke des großen Wohnsaals und öffnete den Brief.
„Liebe Ms. Dempson,
ich freue mich ihnen mitteilen zu dürfen, dass sie eine Hexe sind.
Leider kommt der Brief verspätet und dafür entschuldige ich mich vielmals, die Eule muss ihn wohl übersehen haben.
Ein Lehrer wird sie abholen und mit ihnen die Winkelgasse besuchen, anschließend kommen sie an die Schule.
Ich freue mich ihnen hiermit sagen zu dürfen, dass sie an Hogwarts die Schule für Hexerei und Zauberei angenommen wurden.
Mit freundlichen Grüßen,
Albus Dumbeldore.“
Ungläubig schüttelte ich den Kopf. „Schlechter Witz!“, murmelte ich und machte mir den Weg auf in mein Zimmer.
Es war grau und trist und das Poster von Taylor Lautner war das einzige hier, das mich manchmal fröhlich stimmen konnte. Er grinste mich vom Bild an und ich wünschte mir, dass ich er wäre. Bei ihm sah alles so einfach aus.
Stattdessen war ich ich, das Mädchen mit den blonden, dünnen Strähnen, die ihr Gesicht umrahmten. Ich war kurvig und groß, doch hübsch wollte ich mich nicht nennen. Enge Klamotten zu tragen traute ich mich nicht, meine dünnen blonden Haare band ich zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen.
Das war das einfachste. Das was ich wollte, alles einfach.
Meine Gedanken schweiften ab zu dem Brief von vorhin, doch das energische Klopfen an der Tür ließ mich aufschrecken. „Eve! Darf ich rein kommen?“ Tim, er war mein einziger Freund hier im Heim, ihm machte es nichts aus, dass ich komisch war. Dass ich anders war als die anderen. Dass ich nicht viel sprach, wenn nur mit ihm. Dass ich andere ignorierte.
Dass ich ich war.
Ein unauffälliges, graues Mädchen.
Einfach Evelyn Dempson.
„Eve?“ „Oh, ja klar komm rein!“, antwortete ich. „Was war das für ein Brief?“, Tim war noch nicht im Stimmbruch, er war 13 Jahre alt. Er verstand mich einfach besser als die gleichaltrigen.
Ich stand auf und zog den Brief aus meiner Sockenschublade und übergab ihn diesen schmunzelnd. Er las ihn kurz durch und dann lachte auch er.
„Was ist denn das für ein Witz?“, lachte er nun los. Ich zuckte mit den Achseln. „Das glaubst du doch nicht, oder? Das war jetzt sogar für dich etwas zu strange!“ „Nein, das glaub ich doch nicht. Erst wenn ich es mit eigenen Augen sehe!“, dann boxte ich ihm leicht gegen die Schulter.
Ich hielt meine Nase in die Luft und schnupperte lautstark. „Es gibt Essen!“, erklärte ich mein Verhalten. Ich drängte mich an ihm vorbei und ging wieder so leise es ging die knarrenden Stufen ins Erdgeschoss.
Essen.
Ich aß nicht viel, aber ich war kurvig.
Ich saß wie immer allein, denn sogar Tim hatte hier Freunde.
Jeder hat Freunde. Nur ich nicht.
Dafür verfluchte ich mich schon ein wenig, aber ich war einfach nicht aufgeschlossen genug.
Irgendwie wusste ich, dass meine Eltern nicht durch einen Unfall gestorben waren. Zumindest kein gewöhnlicher Autounfall. Aber wem sollte ich das sagen? Diese Idee war einfach Gefühl, es gab keine Anhaltspunkte, nur mein Hirn redete mir ein, dass es das nicht war.
Tim konnte ich das nicht sagen, er würde mich für verrückt halten. Wenn er das schon nicht tat. Viel zu viel.
Sogar beim Abendessen starrten mich alle an.
War ich wirklich so schlimm? War ich so offensichtlich anders?
Ich ging die Treppen nach oben in mein Zimmer, das Poster grinste mich frech an und ich schmiss mich auf mein Bett. Es war klein und hölzern, es knarrte, wenn ich mich darauflegte und besonders bequem. Aber schließlich hielt ich es schon 13 Jahre aus, also noch zwei darauf und ich konnte hier raus.
Die Welt sehen und mich nicht weiter so verstecken. Jemand muss auch anders sein, so wie ich und wir würden Freunde werden.
Ich würde endlich nicht mehr alleine sein und mich fehl am Platz fühlen, denn es gab Leute die so waren wie ich.
Anders.
Ich schüttelte den Kopf. Genug Trübsal geblasen, Eve. Du hast ein Leben zu führen. Verrückt bleibt verrückt. Ich kramte einen karierten Zettel aus meinem Schreibtisch und kritzelte mit dem Füller eine Antwort.
„Sehr geehrter Mr. Dumbledore,
ich glaube ihnen nicht, hexen?
Das kann man nur in schlechten Filmen, aber nicht in der Realität.
Reales Leben ist hart und nicht einfach.
Beweisen sie es mir.
Mit freundlichen Grüßen,
Evelyn Dempson“
So nun ist er geschrieben und wie soll ich ihn abschicken? Mit der normalen Post. Nein, das sicher nicht. Doch bevor ich lange überlegen konnte klopfte eine Eule mit dem Schnabel gegen mein kleines Fenster. Ein Zeichen.
Also gut, ich band den Brief unsicher an das Bein des Tieres und es flog davon.
Jetzt hieß es nur noch warten.
Solange bis dieser schlechte Witz geklärt ist und solange verkriech ich mich in meine Traumwelt. Zu meinen traumhaften Freunden, zu allem traumhaften was man sich nur vorstellen kann.

Kommentare Seite 1 von 1
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Kerstingarde 1611 ( :1b23 )
Abgeschickt vor 601 Tagen
Bitte schreib weiter! Die Geschichte ist zu gut um jetzt aufzuhören!
ShyGirl ( 1.252 )
Abgeschickt vor 651 Tagen
Bitte schreib weiter. Du schreibst so toll.
Lg ShyGirl
Lissi ( 0.148 )
Abgeschickt vor 841 Tagen
Da MUSS ich Rose recht geben!! Bitte schreib weiter.
Rose ( 0.150 )
Abgeschickt vor 999 Tagen
Gehts noch weiter? Ist super geschrieben ;)