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Dear Mr. President

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1 Kapitel - 543 Wörter - Erstellt von: Kitty Cat - Aktualisiert am: 2012-01-01 - Entwickelt am: - 1.343 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Lilly, eine neun jährige (von mir erfundene) Amerikanerin schreibt an den President einen Brief. Sie erzählt von ihrem Leiden. Ich habe zur Vorlage von Lilly's Brief das Lied "Dear Mr. President" von Pink! Genommen. Ich hoffe, es bringt euch ein bisschen zum Nachdenken.

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    Als President Barak Obama sein Büro betrat, fand er auf seinem Schreibtisch einen Umschlag. Er drehte ihn um, sodass er den Absender lesen konnte. Keine Adresse. Nur ein Name: Lilly Parker. Er wusste nicht, dass Lilly keine Adresse angegeben hatte, weil sie keine Heimat hatte.
    Er öffnete den Umschlag. Ein Blatt Papier fiel heraus. Er entfaltete es und begann zu lesen. Der Brief war in dem fehlerhaften Englisch eines neunjährigen Kindes geschrieben.
    "Dear Mr. President" So begann der Brief. Er las weiter:
    "Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde mich mit Ihnen treffen. Ich würde mit Ihnen spazieren gehen und Ihnen ein paar Fragen stellen. Wir könnten nachts durch die Stadt gehen und ich würde fragen. Warum sie all die Obdachlosen auf der Straße sehen und doch weiter gehen. Ich würde fragen, was sie fühlen, wenn sie sehen, wie die Menschen hungern müssen. Für wen von ihnen beten Sie, bevor sie Nachts zu Bett gehen? Wie können Sie schlafen, wenn der Rest der Welt weint? Könnten Sie mir in die Augen sehen und mir sagen, wieso? Sie sind der Vater von zwei Mädchen. Ich habe keinen Vater. Was sagt die First Lady dazu? Ist es für sie okay- oder ist es ihr egal? Wie können Sie mit erhobenem Haut gehen und wissen, wieviele Menschen sterben? Können Sie in den Spiegel sehen und sich gut fühlen? Jeder Mensch trägt seine Schuld. Und Sie sind sicher nicht für alles Leid auf dieser Welt verantwortlich. Aber Sie sind President. Sie können etwas ändern. Aber Sie tun es nicht. Können Sie mich ansehen und mir sagen, wieso? Nein. Das können Sie nicht. Bei allem Respekt; Sie würden nicht mit mir spazieren gehen." Barak Obama las den Brief sorgfältig zu Ende.
    "Yours, Lilly." So endete der Brief, den die kleine Lilly geschrieben hatte. Lilly war nicht sehr lange auf einer Schule gewesen. Ihr Vater hatte nicht genug Geld gehabt. Und sie hatte es trotzdem geschafft, diesen Brief zu schreiben. Der President warf das Stück Papier in den Kamin. Das Feuer zehrte an dem Blatt. Der President verließ den Raum. Wieso hatte er den Brief verbrannt? Weil Lilly recht hatte. Selbst wenn er nicht alle Schuld trug: er könnte etwas ändern. Vielleicht auch nur etwas. Aber alles braucht einen Anfang. Und Lilly's Brief war der Anfang. Wenn auch nur ein sehr, sehr kleiner... Lilly hatte den Mut aufgebracht, etwas zu sagen.
    Danke, Lilly. Vielen Dank...

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