Zwei Gesichter - Teil 3

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2 Kapitel - 1.818 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2011-12-15 - Entwickelt am: - 4.493 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Nach einiger Zeit hatte ich es endlich geschafft und tatsächlich ein ansehnliches Abendessen zubereitet.
Alle betrachteten das Servierte mit großen Augen und der blonde Junge wagte es doch tatsächlich direkt mit dem essen zu beginnen.
Doch die junge Frau war schneller und noch bevor der Junge etwas in den Mund stecken konnte, hatte er einen leuchtenden, roten Handabdruck im Gesicht.

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Die Revanche

Nach einiger Zeit hatte ich es endlich geschafft und tatsächlich ein ansehnliches Abendessen zubereitet.
Alle betrachteten das Servierte mit großen Augen und der blonde Junge wagte es doch tatsächlich direkt mit dem essen zu beginnen.
Doch die junge Frau war schneller und noch bevor der Junge etwas in den Mund stecken konnte, hatte er einen leuchtenden, roten Handabdruck im Gesicht.
Während die beiden laut miteinander diskutierten, entschuldigte ihr Sensei sich unaufhörlich bei mir und der blasse Junge nahm sich gesittet ein wenig von dem Gemüse.
Diese Gruppe war schon seltsam.
Ich beachtete sie nicht weiter und ließ das zweite Bad ein.
Die junge Frau hatte ihr Handtuch ordentlich in die Ecke gelegt und die Badewanne scheinbar einmal abgespritzt um mir die Arbeit abzunehmen.
Sie schien ein anständiges Mädchen zu sein aber vielleicht ein wenig hitzköpfig.
Und wieder trat ich in das angrenzende Wohnzimmer und verkündete, der nächste könne baden gehen.
Diesmal erhob sich der maskierte, scheinbar hatte er nichts gegessen, nickte mir dankend zu und verschwand im Bad.
Da auch ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte, nahm auch ich mir ein wenig von meinem zusammengewürfeltem Essen und lies es mir richtig schmecken.
"Ähm entschuldigen Sie" wandte sich abermals die junge Frau an mich.
Ich schaute sie fragend an.
"Wer sind sie eigentlich? Wieso haben Sie uns bei sich aufgenommen? Für eine junge Frau kann das doch gefährlich werden."
Ich musste unwillkürlich anfangen zu kichern.
Ich legte meine Stäbchen zur Seite, wischte mir den Mund an einem Tuch ab und begann zu erklären.
"Mein Name ist Kaya Nabuja. Wie bereits gesagt, bin ich damals viel umhergereist und habe jede bequeme Schlafmöglichkeit dankend angenommen. Euch bei dem Wetter draußen übernachten zu lassen, wäre eine Zumutung gewesen."
Ich schaute nach draußen, der Regen floss weiterhin unaufhörlich.
"Gefährlich." sagte ich und schaute ihr fest in die Augen.
"Bei mir gibt es nichts zu holen und meine Menschenkenntnis sagt mir, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Genügt das als Erklärung?" fügte ich lachend hinzu.
Stumm nickte sie mir zu.
"Und wen beherberge ich in meinem bescheidenen, viel zu großem Heim?" versuchte ich nun lachend das Gespräch aufzunehmen.
Plötzlich schien das Mädchen ganz erschrocken und bekam rote Wangen.
"Wir, wir haben uns noch nicht vorgestellt?" stammelte sie mehr zu sich selbst als zu mir.
"Ich bin Naruto Uzomaki und werde der nächste Hokage." plapperte der blonde los.
"Das hübsche Mädchen da ist Sakura Haruno und das hier, dass ist Sai." fügte er mit einen Blick auf den blassen Jungen hinzu.
"Und euer maskierter Begleiter ist wer?" bohrte ich nach.
"Ach das ist Sensei Kakashi." erklärte er.
"Wo bleibt der denn so lange?" fragte Sakura verwundert und blickte in Richtung des Badezimmers.
"Der liest bestimmt wieder sein blödes Buch vom kauzigen Bergeremit." sagte Naruto verständnislos.
Ich wurde aus dieser seltsamen Gruppe wirklich nicht schlau.
Naruto berichtete von einer Mission die sie hier in der Nähe hätten und langsam tauten wir alle auf.
Sakura berichtete von einer interessanten Ausbildung, die sie beim Oberhaupt des Dorfes aus dem sie kamen machte, im Bereich der Medizin. Es war wirklich interessant was sie aus ihrem Dorf erzählten.
Gerade schilderte mir Sakura was für ein Trottel Naruto doch sei und führte eine missliche Lage nach der anderen auf, in die der Junge bereits geraten ist.

Ich musste lauthals lachen und bemerkte gar nicht, wie sich die Tür des Badezimmers öffnete und der maskierte Kakashi hervor trat.
Auch die anderen bemerkten ihren Teamführer zunächst nicht.
Als dieser sich jedoch an uns wandte, mit den Worten was Naruto denn nun schon wieder ausgefressen habe, erstarrte ich ganz erschrocken.
Die anderen schien das heimliche auftauchen jedoch nicht zu beängstigen.
Erschrocken blickte ich zu ihm auf und unsere Blicke trafen sich einen Augenblick.
Ich kann wirklich nicht mehr sagen, was es war, aber sein Blick der sonst so freundlich und aufmerksam war, änderte sich schlagartig.
Ich weiss nicht was es war, doch ich glaube, in diesem Moment begriff ich, was es bedeuten sollte, dass die Augen der Spiegel der Seele wären.
Ich sah etwas, von dem ich bis heute nicht weiss was es war, sah etwas, dass die Beziehung zwischen ihm und mir vielleicht prägte und bestimmte.
Erst durch das Zurufen der anderen, kam ich wieder zurück in meine Welt, entfloh der Tiefe seiner Augen - oder zumindest dem einen, dass ich sehen konnte.

Verwirrt stand ich auf und räumte wie mechanisch das benutzte Geschirr zusammen und brachte es in die angrenzende Küche.
Ich merkte nicht, wie die anderen mir nach und nach Schüsseln und weiteres Geschirr brachten.
Ich bekam es nicht mit, als Sakura mir eine gute Nacht wünschte, hörte nicht wie das zweite Bett rübergebracht wurde.
Ich war in Gedanken und dachte doch an nichts.
Irgendwann gesellte sich zu meinem eintönigen Rhythmus des Spülens ein weiterer Ton hinzu.
Ich blickte zu meiner rechten und sah stumm und vermummt den Teamführer neben mir, bewaffnet mit einen Trockentuch.
Wir sagten nichts und selbst als wir unsere Arbeit beendet hatten, schwiegen wir.
Ich ging zurück in das Wohnzimmer und setzte mich an meinen Schreibtisch.
Vor mir lag eine große Karte die die Ninjawelt darstellte.
An manchen Flächen waren jedoch Kreise und Namen, manche Stellen waren bunt und manche waren vom selben braun wie das Papier auf dem die Karte gezeichnet wurde.
Neben der Karte fanden sich Pergamente mit weiteren Namen.

"Was ist das?" freundlich schaute der maskierte über meine Schulter auf die Karte und dann zu mir.
Es gefiel mir nicht ihn so nahe an meiner Seite zu haben.

"Es ist eine Karte." erklärte ich mechanisch.
Naja das wird er wohl auch schon bemerkt haben und so fügte ich schnell hinzu:
"Die bunt angemalten Flächen, sind die Orte an denen ich war. Die runden Kreise sind kleine Dörfer die nicht eingezeichnet waren mit dem jeweiligen Dorfnamen.
Und die Liste hier neben mir, sind die Namen jener Leute die ich kennengelernt habe auf meinen Reisen."

Er überflog die Karte, schaute auf jeden Punkt und jede Fläche.

"Das Feuerreich hast du nicht bereist?" fragte er plötzlich staunend.
Es überraschte mich, dass dieser fremde Mann mich plötzlich per du ansprach.
Doch im Nachhinein denke ich, dass durch die Situation nach dem baden, direkt ein besonderes Verhältnis zwischen uns herrschte.
"Nein dahin habe ich es bisher nicht geschafft" gab ich nun enttäuscht zurück.
Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter.
"Na na wer schmollt denn da? Du kannst doch jederzeit dorthin." versuchte er mir gut zuzureden.

Ich kam mir vor, wie ein kleines Kind, dass gerade vertröstet wurde.
Mit großen Kulleraugen sah ich zu ihm auf.
Doch die Trauer packte mich wieder und ich begann zu erzählen.
"An sich wäre das sicher möglich, ja. Doch ich weiss nicht was mich dort erwartet und ich habe nicht mehr viel erspartes. Was ist wenn ich keine neue Arbeit finde?"
"Eine junge, hübsche und tüchtige Frau wie du, wird sicherlich etwas passendes finden." gab er nun von sich.
Er dachte wohl, mich mit Komplimenten aufzumuntern.
Dieser Fehlversuch brachte mich dann doch tatsächlich zum kichern.
"Ich werde aber nicht auf gut Glück ein neues Land bereisen ohne zu wissen wo ich hinkomme:" schloss ich das Gespräch.

"Manchmal muss man dem Glück eine Chance lassen." warf er mir hinterher.
"Auf das Glück ist aber kein Verlass" konterte ich und breitete eine Decke über dem Sofa aus - meinem heutigen Bett.
"Du hast uns davor bewahrt in diesem Unwetter umherzuwandern, wir bewahren dich davor, hier zugrunde zu gehen wo du doch eine Reisende sein willst. Kommt mit uns in unser Dorf. Arbeit wirst du ganz bestimmt finden." bot er mir freundlich an.
Ich wollte gerade den Mund aufmachen als er auch schon weiter sprach.
"Naruto musste viele Hindernisse in seinem Leben überwinden, musste oft etwas wagen wovon er nicht wusste was es bringt. Er wäre empört eine erwachsene Frau so sprechen zu hören."

Ich stellte mich dem ernsten Blick.
Meinte er das ernst? Er schien gar nicht der Typ Mensch jemanden Hals über Kopf mitzunehmen nur weil es ihm in den Kram passte.
"Und wieso sollte ich das tun?" fragte ich nun säuerlich.
"Wie bereits gesagt - du hast uns geholfen und wir helfen dir. Dann sind wir quit."

Kommentare Seite 1 von 1
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Otakugirl ( 94141 )
Abgeschickt vor 428 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi ( 08807 )
Abgeschickt vor 664 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan ( 33960 )
Abgeschickt vor 802 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja ( 59062 )
Abgeschickt vor 949 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar ( 31516 )
Abgeschickt vor 985 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan ( 25325 )
Abgeschickt vor 1050 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl ( 99671 )
Abgeschickt vor 1159 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura ( 07743 )
Abgeschickt vor 1187 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea ( 53167 )
Abgeschickt vor 1203 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor ( 66147 )
Abgeschickt vor 1213 Tagen
höre bitte nicht auf