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Ein Jutsu im Zeichen der Liebe

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2 Kapitel - 19.919 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2011-12-15 - Entwickelt am: - 11.494 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.94 von 5.0 - 18 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Eine junge, hübsche Frau kehrt nach Jahren endlich wieder in ihrer Heimat zurück.

Schnell trifft sie alte Freunde wie Kotetsu und Izumo wieder, findet Freundinnen in Shizune und Kurenai, bestreitet Missionen mit Team 7 und findet den maskierten Jungen von damals wieder.
Mittlerweile ist er natürlich ein erwachsener Mann.

Wie sie ihr Leben in Konoha wieder aufnehmen möchte und was sie alles erwartet lest ihr hier.

Ursprünglich sollte es das Testergebnis eine Lovetest sein. Doch dazu ist die Story etwas zu lang.

Kakshi-Fans, sollten evtl. Gefallen an der Story finden.

1
Der erste Sonnenstrahl tanzte auf meiner Nase.
Es war mittlerweile schon Morgen geworden. Eine leichte Brise verwehte mein Haar, die Blätter tanzten auf dem Boden.
Das Gras tanzte rhythmisch mit dem Wind.
Die ersten Vögel zwitscherten.
Alles ging seinen gewohnten Lauf, alles schien ruhig und friedlich.
Ich wusste, bald würde ich den Wald verlassen und mein Ziel erreichen.
Jahrelang habe ich auf diesen Moment gewartet, Jahrelang an nichts anderes mehr gedacht.
Jetzt war der Tag da.
Endlich!
Doch mit jedem Schritt wuchs auch meine Angst.
Damals - vor so vielen Jahren, hatte ich die Möglichkeit bekommen wieder in mein Dorf zurück zu kehren. Würde man sich an dieses Versprechen erinnern? An das Versprechen das dieser Mann mit in sein Grab trug?
Würde mein Wunsch wahr werden - würde ich ihn, diesen einen, wiedersehen?
Es war so viel Zeit vergangen, soviel Zeit voller Leid aber auch Freude, soviel Zeit ohne meine Heimat, soviel Zeit ohne ihn.
Ich dachte an mein altes Leben, mein früheres Leben, meine Kindheit.
Ich wuchs in Konoha auf, meiner Heimat.
Meine Eltern starben früh, viel zu früh.
Aber sie starben in Ehre und ließen ihr Leben bei dem Versuch, meine Zukunft zu sichern und die, vieler anderer.
Trotzdem habe ich viele Freunde gehabt, viele Hände die mich umsorgten und sich meiner annahmen. Ich hatte Glück, mehr Glück als dieser Junge damals.

Wieviele Jahre ist es nun her? Zehn oder doch elf? Mehr?
Ich weiss es nicht mehr genau, aber ich kann mich noch genau an diesen einen Tag erinnern, als mein Leben sich veränderte.
Ich stand wie gewohnt auf und habe mich auf die Akademie vorbereitet. Ich bin gerne dort gewesen, habe gerne gelernt. Nicht zuletzt deswegen weil mir förmlich alles in den Schoß gelegt wurde.
Ich war Klassenbeste und dennoch hat mich niemand als Streber bezeichnet. Nein ich wurde sogar von meinen Freunden gelobt und bewundert.
Manchmal durfte ich sogar schon an Missionen teilnehmen obwohl ich noch nicht einmal ein Genin war.
Ich war doch nur ein Kind.
Und eines Tages habe ich ihn dann gesehen, diesen Jungen der all das Glück das ich hatte nicht haben durfte.

Er war schon etwas älter, fünfzehn oder sechzehn.
Oft habe ich ihn gesehen, ganz vermummt ging er durch die Straßen, sein Gesicht konnte man nie sehen.
Aber sein Blick war stets traurig und zugleich hart.
Ich wusste nicht viel von ihm, außer, dass seine Mutter sehr früh starb und sein Vater ihr einige später Jahre folgte, nachdem er im Dorf einen schlechten Ruf hatte und aus diesem Grund Selbstmord begann.
Der Junge litt sehr darunter und war allein. Er war ein Jonin, schon eine ganze Weile, ungewöhnlich für sein Alter.
Ich wusste auch, dass er einen Teamkameraden verloren hatte während der große Ninjakrieg herrschte.
Die Leute sagten, dass alles belastet ihn sehr, er sei alleine, habe niemanden und liese auch keinen an sich ran.
Er befolgt stets jeden Befehl, verhält sich niemals auffällig und ist immer alleine. Niemals verstößt er gegen das Gesetz der Ninjas.

Sein kalter Blick machte mir Angst doch eines Tages sah ich ihn alleine. Es war am See. An meinem See. Er lag versteckt hinter Bäumen und Sträuchern, die meisten wussten gar nicht, dass es ihn überhaupt gab.
Ich habe ihn einmal beim Versteckspiel entdeckt.
Die Dornen schmerzten an meinen nackten Armen, aber ich ging immer tiefer in das Gebüsch. Schließlich lag er da. Ein See, grün gefärbt von den Blättern die ihn versteckten. Glänzend durch die paar Sonnenstrahlen die sich einen Weg durch das Blätterdach bahnten.
Es war wunderschön.
Seit dem Tag, bin ich oft dorthin gegangen um zu träumen, wie Kinder es nunmal tun.
Doch eines Tages war ich nicht alleine. Der Junge bemerkte mich sofort und schaute mich nur an. Sein stechender Blick machte mir Angst, ich ging einige Schritte zurück.
Doch ich erkannte in seinem Blick nichts Böses, vielleicht dachte er ja, ich will ihn ärgern?
Also ging ich mutig mit hoch erhobenen Kopf auf ihn zu.
"Hallo - ich bin Misao und das hier ist mein See"
Das oder etwas in der Art muss ich wohl gesagt haben, denn sein Blick wirkte für einen kurzen Moment leicht belustigt.
"Hallo Misao" sagte der Junge, "Ich bin Kakashi Hatake und hoffe du bist mir nicht böse das ich an deinem See bin, doch es gefiel mir hier so gut und ich sitze oft hier um nachzudenken"
Im ersten Moment war ich sprachlos und überrascht. Doch der Junge drehte sich schon wieder um und beachtete mich nicht weiter.
Als ich ihn zaghaft fragte, ob er denn mit mir spielen würde lehnte er ab. Er sei zu alt um zu spielen - und so ging er.
Und in diesem Moment beschloss ich, dass mein Leben so nicht weitergehen darf. Ich muss lernen auf eigenen Beinen zu stehen, so wie dieser Junge es auch tat.

Oft dachte ich an seine traurigen Augen, daran wie einsam er sein muss.

Das regelmäßige Knirschen und Knacken der Zweige unter meinen Füßen verstummte.
Ich stand auf gepflastertem Boden, vor einem riesigen Tor welches zum Dorf führte, zu meiner Heimat. Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich dort ankam, so sehr war ich in meinen Gedanken versunken.
Zögernd tat ich den ersten Schritt, dann den zweiten.
Ich blieb stehen, lies die Eindrücke auf mich wirken.
Da - der Turm des Hokagen und da die Straße in die Stadt. Ob es den Süßigkeitswarenladen wohl noch gab?
Zu den Gesichtern an der Felswand ist das einer Frau hinzu gekommen.
"Hallo junge Frau wie können wir Ihnen helfen?"
Ich erschrak. War ich etwa gemeint?
Ich drehte mich nach rechts, dahin, woher die Stimme kam und sah zwei junge Männer in einem kleinen Häuschen sitzen.
Natürlich - sie schauen wer das Dorf betritt und wer es verlässt. Das hätte ich mir doch denken können. Damals hat immer ein alter Greis dort gesessen aber das ist lange her.

Ein junger Mann mit zerzaustem Haar schaute mich interessiert an. Er hatte etwas jungenhaftes an sich. Etwas Freches. Dabei war er sicherlich schon über 20. In meinem Alter also.
Der andere saß etwas gelangweilt neben ihn. Sein glattes, braunes Haar reichte bis zu seinen Schultern. Außerdem trug er ein Kopftuch.
Plötzlich blickte auch er auf und sah mich forschend an.
Wieso schaute er denn so, hatte er noch nie einen Menschen gesehen?
"Ohje" dachte ich nur "Ich habe ja noch kein Wort gesagt, was denken die denn wohl von mir"
"Also ich, ich..." stammelte ich.
"Ja?" schaute mich der Wuschelkopf mit einem herzlichen lächeln an.
"Mein Name ist Misao - Miaso Saito. Ich habe vor langer Zeit in Konoha gelebt und..."
"Misao? DIE Misao?" Ungläubig blickte mich der Wuschel an.
"Izumo, Izumo erkennst du sie?"
Der andere schaute mich an und erwiderte nur "Mh groß ist sie ja schon geworden."
Nun war ich dran perplex zu sein. Die beiden kamen mir kein bisschen bekannt, ich ihnen dafür wohl umso eher.
"Na erinnerst du dich denn gar nicht mehr an mich?" fragte der Wuschel etwas enttäuscht. "Wir waren zusammen in einer Klasse auf der Akademie und waren immerhin gut befreundet."
Er machte einen Schmollmund und da erkannte ich ihn endlich wieder.
"Nein!" quickte ich "Kotetsu!" Ein Strahlen breitete sich auf seinem Gesicht aus, sicherlich aber nicht größer als das meine.
Diesen Schmollmund hatte er damals schon gemacht wenn ich ihn bei einem Wettrennen geschlagen habe. Diese Miene würde ich nie vergessen!
Sofort sprang ich ihm entgegen und vor lauter Freude fiel ich ihm um den Hals.
Mindestens eine viertel Stunde hüpften wir umeinander herum, jauchzten und quietschen, lachten und redeten.
"Was machst du hier, wie geht es dir?" Tausende Fragen hätte ich ihm am liebsten gestellt.
"Na was soll ich hier machen, natürlich auf dich warten" sagte er mit einem schelmischen grinsen.
Nachdem wir uns beruhigt hatten stellte er aber nun mir die Frage
"Und nun schieß los - was treibt dich nach Konoha? Das du den Weg überhaupt noch gefunden hast."
"Na hör mal - immerhin ist das hier auch meine Heimat und ich habe immer gesagt ich werde wiederkommen. Und da bin ich"
Lächelnd begutachtete er mich.
"Wie lange willst du denn bleiben?"
Nachdenklich blickte ich zu Boden.
"Naja...ich weiss nicht so recht. Immerhin ist der Hokage der dritten Generation nicht mehr da und ich weiss ja nicht was der neue Hokage dazu sagen wird das ich überhaupt hier bin. Immerhin bin ich damals unter dieser einen Bedingung gegangen."
"Na Tsunade wird dir sicherlich erlauben hier zu bleiben wenn du wirklich ein guter Ninja geworden bist. Wenn du wirklich alle möglichen Länder bereist hast und wirklich soviel gelernt hast wie du es dir damals vorgenommen hast, wirst du eine Bereicherung für das Dorf sein."
Typisch Kotetsu - optimistisch wie immer.
"Na komm lass uns gleich zu ihr hingehen!" Schon fand ich mich an seiner Hand wieder und wurde schnellen Schrittes mitgezogen.
"HEY KOTETSU WAS IST MIT DER ARBEIT HIER!" hörte ich nur von dem anderen.
Kotesu lachte und zog mich weiter. "Die Arbeit ist eh so langweilig - das schaffst du doch alleine" und schon waren wir um eine Ecke verschwunden.
"Na das war aber wirklich nicht nett" versuchte ich ihn zu tadeln. Aber sein schelmisches Lachen ließ darauf schließen, dass er sowas nicht das erste Mal macht. "Er hat sich wirklich kaum verändert" denke ich mir mit einem Lächeln.
Doch als wir vor der Tür des Hokage stehen ist mir gar nicht nach lächeln zumute.
"Soll ich mit rein?" fragt Kotetsu mich.
"Nei nein. Das muss ich alleine machen" und klopfe an die Tür.
Ein genervtes "Herein" ist zu vernehmen. Na das fängt ja toll an. Zögernd betrete ich den Raum und sehe den neuen Hokage, Tsunade eine der 3 legendären Sanin.
Neben ihr steht eine junge Frau mit kurzen Haaren. Wenigstens sieht die freundlicher aus.
"Was kann ich für dich tun ich habe nicht ewig Zeit" kommt es vom Hokage.
Ich fasse all meinen Mut zusammen und beginne zu erzählen.
"Mein Name ist Miaso Saito und ich kehre nach über zehn Jahren in meine Heimat zurück. Wie versprochen habe ich die Welt bereist und meinen Weg gesucht. Ich habe ihn gefunden und bin ihn gegangen, nun bin ich bereit als Shinobi in meine Heimat zurückzukehren."
"Misao Saito - na sowas. Der Name kommt mir bekannt vor." redet der Hokage mehr zu sich als zu mir.
"Tsunade, dass ist das Mädchen welches damals mit Itachi Uchia zu den begabtesten Kindern des Dorfes gehörte. Nachdem sie die Akademie abgeschlossen hatte, hat sie das Dorf verlassen um alleine ihren Weg des Shinobi zu finden. Der Hokage der dritten Generation hat ihr dies erlaubt weil er sicher war, dass sie den Willen des Feuers in sich trägt und sie auf diesem Weg zu einem der begabtesten Ninjas Konoha werden könnte."
"Mh." War es vom Hokage nur zu hören.
"Du kehrst also in dein Dorf zurück...hat sich deine Reise denn gelohnt?" fragt sich mich herausfordernd.
"Ja sonst wäre ich nicht hier." antworte ich mit fester Stimme. "Ich bin durch viele Länder gereist und habe unglaubliche Menschen kennen gelernt und bei ihnen lernen dürfen. Ich denke ich bin bereit als Shinobi meinem Dorf zu dienen"
"Ich werde mich später darum kümmern ob du uns nützlich sein wirst oder nicht. Geh in dein Haus und warte dort, ich werde später jemanden vorbeischicken."
Damit wendet sich der Hokage wieder seinem Papierberg zu. Fassungslos so abgespeist zu werde, gehe ich.
"Und wie war's?" werde ich von Kotetsu überfallen.
"Mh sie scheint sich nicht sehr für mich interessiert zu haben. Ich soll erstmal nach Hause gehen. Ob das Haus überhaupt noch steht!" lache ich.
Nachdem ich mich draußen von Kotetsu verabschiedet habe, begebe ich mich auf den Weg zu meinem Haus. Tatsächlich steht es noch. Die Farbe ist ein wenig veraltete aber es sieht an sich noch aus wie früher. Und auch der Schlüssel liegt noch im Blumentopf vor dem Haus. Auch wenn die Blume längst verwelkt ist.
Drinnen ist es dunkel und ich rieche den Staub. Na das wird eine ganze Menge Arbeit soviel steht fest.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es wieder halbwegs sauber. Die Polstermöbel sind abgeklopft, der Boden gefegt und anschließend geschrubbt. Die Fenster stehen offen um frische Luft in das Innere des kleinen Hauses zu lassen.
Die Gardinen sind wohl hinüber. Die bekomme ich wohl nicht mehr sauber. Also hänge ich sie ab und will sie gerade beiseite tun, als ein Junge vor mir steht.
"Hey! Du, du musst mit uns mit auf eine Mission aber keine Angst die wird nicht schwer ich bin ja da, echt jetzt!"
Entgeistert schaue ich den Jungen an. Er sieht ganz niedlich aus. Ein breites Lächeln lässt sein jungenhaftes Gesicht freundlich und ehrlich wirken. Aber sich so vor mich hinzustellen hätte echt nicht sein müssen.
"Hey Naruto lass doch das Mädchen in Ruhe die muss ja Angst bekommen wenn du sie so anstarrst" höre ich von weitem eine junge Frauenstimme vorwurfsvoll rufen.
Kurze Zeit darauf kommen drei weitere Ninjas. Ein großer, blasser Junge, eine junge Frau mit kurzem rosa Haar und ein etwas älterer Ninja, wahrscheinlich ihr Sensei.
Nachdem auch diese drei mein Häuschen erreichen gibt es für den Jungen der Naruto gerufen wurde erstmal eine drüber. "Sakura das tut weh, lass das ich hab ihr doch nur gesagt das wir auf eine Mission gehen, Aua! Sakura! "
Endlos scheint es so weiter zu gehen.
"Könnt ihr euch denn nicht mal benehmen!" herrscht der scheinbare Teamführer die beiden mit einem Kopfschütteln an.
Dann wendet er sich an mich. " Hallo ich bin Teamführer Yamato und das sind Sakura, Naruto und Sai" Nacheinander nicken mir die Shinobis zu.
"Tsunade schickt uns, wir sollen dich auf eine unserer Missionen mitnehmen um dein Können zu testen. Wäre es möglich das du gleich mitkommst?"
Etwas überrumpelt nicke ich ihm zu. Schnell nehme ich meinen Rucksack - na Gott sei Dank habe ich noch nicht die Zeit zum auspacken gehabt - und los gehts.
Wir haben das Dorf noch nicht verlassen da redet der blonde Junge auch schon wieder los "Wer bist du überhaupt ich hab dich noch nie im Dorf gesehen, aber du trägst unser Stirnband also musst du ja zu Konoha gehören aber wieso kennt dich Oma Tsunade dann nicht? Ich hoffe die Mission dauert nicht lang und wenn wir zurück gehen lädst du uns auf eine Nudelsuppe ein weil wir auf dich aufpassen."
Ohne Punkt und ohne Komma brabbelt der Junge unentwegt weiter, bis ihm scheinbar der Gedanke kommt zu schweigen um sich neue Frage zu überlegen.
Diesen Moment nutze ich, ihm zuvor zu kommen.
"Ich heiße Miaso Saito und komme ursprünglich aus Konoha. Ich bin durch die Gegend gereist um neues zu lernen und nun wieder zurück gekehrt. Mein Aufbruch war vor der Zeit als Tsunade Hokage wurde aus diesem Grund kann sie mich also gar nicht kennen. Außerdem wüsste ich nicht wieso ich eine Nudelsuppe ausgeben sollte. Immerhin bin ich neu in eurem Team und werde wohl eher auf euch aufpassen" füge ich lachend hinzu.
"Genug gealbert" kommt es vom Teamführer. "Wir müssen jetzt aufpassen. Wir sind nahe am Beobachtungsposten wo die feindlichen Ninjas gesehen wurden, seid wachsam!"
Darum geht es also - feindliche Ninjas auf unserem Gebiet. Na so eine alberne Mission ist nun wirklich nichts für mich.
Aber achtsam sollten wir dennoch sein.
Der Teamführer bleibt stehen.
"Sai kannst du die Umgebung checken?" wendet er sich an den blassen Jungen.
Dieser holt eine Pergamentrolle hervor und malt mit einem Pinsel in einer unglaubliche Geschwindigkeit Mäuse. Plötzlich laufen diese los.
Nicht schlecht das muss selbst ich ihm lassen.
Kurze Zeit später kommen alle Mäuse zurück und sind wieder die gemalten Bilder auf dem Pergament.
"Im Haus auf der Lichtung sind sieben Männer, um das Haus herum sind drei verteilt. Einer ist direkt hinter dem Haus, der andere ist rechts im Wald und der dritte etwa 300 Meter links von uns."
"Gut" kommt es von Yamato "Sai du übernimmst den rechts. Sakura und Naruto ihr geht nach links. Miaso und ich werden uns den hinter dem Haus vornehmen.
Nachdem ihr fertig seid kommt ihr umgehend zu uns und wir stürmen das Haus. Ich werde dann versuchen die restlichen mit meinem Holzversteck voneinander zu trennen und ihr nehmt sie euch vor. Ihr bleibt aber in den genannten Gruppen. Sai du solltest das alleine schaffen oder?" Der blasse Junge nickt. "Gut. Naruto ich erwarte das du bei Sakura bleibst - und keine Alleingänge. Unser Auftrag ist klar sie zu vertreiben, nicht aber sie zu töten." Alle nicken und es geht los.
Yamato und ich gehen mit Sai nach rechts, laufen aber weiter um hinter das Haus zu kommen.
Nun kommt es drauf an.
Der Mann steht direkt hinter dem Haus, ist also vom Haus aus gut sichtbar. Das sieht schlecht aus. Aber für mich ist sowas kein Problem. Endlich kann ich zeigen was ich kann. Schnell aktiviere ich mein Jutsu.
"Du kannst ihn jetzt angreifen, die anderen im Haus können ihn nicht mehr sehen, allerdings hören." warne ich den Teamführer. Dieser schaut mich zunächst überrascht an zückt aber sein Kunai und bewegt sich schnell und präzise hinter den Mann. Mit der spitzen Waffe am Hals wagt er es nicht mal etwas zu sagen. Na das wird ja langweilig.

Plötzlich lässt uns ein Ohrenbetäubender Knall zusammenfahren. Ein Mann stürmt auf die Lichtung und schreit "Ninjas aus Konoha!"
Alle Türen des Hauses gehen auf, plötzlich stehen drei weitere Ninjas vor mir und dem Teamführer.
Na endlich etwas Action. In Sekundenschnelle fliegen die erste Kunais auf Yamato doch bevor sie ihn erreichen ist er schon verschwunden.
Schnell ist er wirklich. Doch nun kommen sie auf mich zu. Na die haben Vorstellungen. Wieder aktiviere ich mein Jutsu. In Sekundenschnelle schießt eine hauchdünne Eisschicht aus dem Boden hervor. So dünn, dass sie wie ein Spiegel wirkt.
Die Männer sind eine Sekunde abgelenkt von meinem Jutsu.
Das ist meine Chance! Schnell bewege ich mich hinter die kleine Gruppe. Nach ihrer anfänglichen Verwirrung haben sie mich nun entdeckt aber es ist zu spät.
Ohne es zu Wissen sind sie in meinem Gen - Jutsu gefangen.
Ich habe es von einem alten Fischer in einem kleinen Dorf erlernt. Alles um uns herum wird langsamer. Die Männer kommen kaum vom Fleck. Es ist als würde die Zeit still stehen. Aber das ist nur der erste Teil. Ich will schon zum nächsten Schritt übergehen als der blonde Junge auf die Gruppe Männer zuschießt, mit etwas, wie einer Chakrakugel in der Hand. "RASENGAN!" schreit er nur noch. Die Männer fliegen im hohem Bogen davon. Na super mein Gen-Jutsu war für die Katz'.
Doch bevor ich mich richtig aufregen kann, kommt schon die nächste Horde auf uns zu, dicht gefolgt von Sakura.
Mit einer ungeheuren Kraft versucht sie einen der feindlichen Ninjas zu treffen. Dieser wendet sich flink, wird aber dennoch leicht gestreift.
Im hohen Bogen fliegt er durch die Luft.
Doch Sakura hat sich zu sehr auf diesen einen Ninja konzentriert. Hinter ihr saust ein weiterer feindlicher Ninja mit seinem Katana auf Sakura zu.
Na da ist Einsatz gefragt. So schnell wie ich kann benutze ich noch einmal mein Gen Jutsu. Genauso wie zuvor geschieht alles um den Ninja herum nun in Zeitlupe.
Um diesen Moment möglichst auszukosten sage ich möglichst lässig. "Hey Sakura geh doch bitte einmal zur Seite sonst kann ich den Typen hinter dir nicht fixieren."
Erschrocken dreht sich das Mädchen um. Leider sehe ich ihr Gesicht nicht, es hätte mich wirklich zu sehr interessiert wie sie wohl gerade schaut.
Yamato kommt an meine Seite "Brauchst du Hilfe?" fragt er besorgt.
Lässig antworte ich ihm "Nein nein nicht nötig dafür brauch man doch keine Unterstützung."
Aber es war gut das er da war, so sieht er zumindest was ich wirklich kann. Schnell schreite ich mit meinem Jutsu eine Stufe weiter. "Schmerz!" rufe ich.
Wie auf mein Kommando beginnt der Mann zu schreien und sich zu verbiegen.
Ich hasse es, dieses Jutsu so anzuwenden, aber es ist sehr wirkungsvoll und beweist welche Fähigkeiten ich habe. Außerdem ist es mein Lieblingsjutsu und ich habe es extra für diesen einen Jungen selbst weiterentwickelt...
Da ich den Mann nicht töten soll, löse ich das Jutsu wieder auf. Der Mann landet auf allen vieren auf dem Boden und keucht heftig.

Naruto stellt sich augenblicklich vor ihn "Wenn ihr noch einmal hier herumschleicht gibt es noch mehr davon! Schnapp dir deine Leute und verschwinde hier, nächstes Mal gibt es richtig einen auf die Glocke, echt jetzt!"
Der Mann reagiert gar nicht auf Narutos Worte, dafür seine Kameraden. Sie packen wortlos den angeschlagenen Mann und verschwinden im Wald.

"Gut gemacht Leute" lobt Yamato sein Team.
Ohne viele Worte treten wir den Rückweg an.
Auf dem Weg merke ich die ganze Zeit den Blick von Yamato auf mir ruhen. Warum bloß? Da ich keine Lust auf peinliche Diskussionen habe sage ich nichts.
Plötzlich meldet sich Sakura zu Wort. "Sag mal Miaso..." beginnt sie zögernd. "Was war das für ein Jutsu das du da angewendet hast. Es wirkte wirklich furchteinflößend." Auch die anderen im Team schauen mich nun an. Mein Jutsu hat seine Wirkung also nicht verfehlt. Aber es ist auch wirklich ein unglaublich mächtiges Jutsu. Ich war ja selber einst so beeindruckt.
"Weisst du Sakura, es ist ein Kombinationsjutsu. Im Prinzip ist es ein Gen-Jutsu mit verschiedenen Stufen. Auf dem ersten Level wird der Gegner in dem Jutsu gefangen. Alles wird um ein vielfaches verlangsamt. Ich habe es einst von einem Fischer erlernt."
"Von einem Fischer? Wieso braucht ein Fischer Gen-Jutsu?" Naruto kann wohl einfach nicht die Klappe halten. Aber ich lasse mich nicht beirren.
" Er hat es einst verwendet um die Fische, die aus dem Netz herausspringen zu verlangsamen und wieder ins Netz zu befördern. Er war damals ein angesehener Ninja aber inzwischen alt. Ich war unglaublich von dieser Technik überrascht und fand es auch ziemlich lustig. Damals habe ich die Stärke dieser Fähigkeit noch nicht ganz erkannt.
Er selber hat es aber nicht als Gen-Jutsu angewandt sondern als Nin-Jutsu um die Zeit zu verlangsamen. Als er mir beibrachte wie es funktioniert habe ich die Idee gehabt es für mein persönliches und unglaubliches Jutsu zu verwenden."
"Unglaubliches Jutsu? Und was soll das sein?" kommt es von Sakura.
"Uff das ist eine lange Geschichte. Ich habe mir damals vorgenommen ein unglaubliches Jutsu zu entwickeln. Mit der Zeit habe ich sehr stark zu Gen-Jutsus tendiert. Allerdings ist es auch nicht verkehrt andere Jutsus zu beherrschen. Also habe ich versucht es mit einem Nin-Jutsu zu kombinieren. So wie ihr es anfangs gesehen habt.
In der zweiten Phase habe ich mein mächtigstes Gen-Jutsu benutzt. Ich kann damit bestimmte Gefühle oder Emotionen herbeiführen. In diesem Fall Schmerz. Der Mann spürt unglaubliche Schmerzen auch nachdem ich das Jutsu aufgelöst habe. Er ist natürlich unverletzt da dieses Jutsu auf die Psyche wirkt. Trotzdem kann es tödlich enden da es ihn regelrecht um den Verstand bringen kann."
"Kannst du damit denn auch glückliche Gefühle hervorrufen?" kommt es von Naruto.
"Ja auch das. Allerdings habe ich diese Fähigkeit für eine bestimmte Person erlernt und möchte sie ungern zeigen. Da ich sie auch nie an Menschen getestet habe weiss ich also nicht mal ganz genau ob es funktioniert."

Den weiteren Weg schweigen wir. Dennoch spüre ich Yamatos Blick unentwegt auf mir ruhen.
"Aber gegen das Sharingan von Sasuke und Sensei Kakashi würdest du bestimmt nicht weit kommen" sagt Naruto plötzlich.
Hat er da gerade "Sensei Kakashi" gesagt? Nein - das kann nicht sein. Oder etwa doch?
"Sensei Kakashi?" frage ich nach.
"Ja - er ist im Krankenhaus und deswegen ist Yamato unser Teamführer im Moment. Weisst du, Kakashi hat in einem Auge ein Sharringan - und wer das hat durchschaut wohl jedes Gen-Jutsu."
"Na da wäre ich mir nicht so sicher. Immerhin besteht mein Jutsu auch zum Teil aus Nin-Jutsu." korrigiere ich ihn. "Zumal ich auch das Eis beherrsche - irgendwie würde ich das schon hinbekommen."
Daraufhin erwidert er etwas aber ich höre gar nicht mehr hin. Kann er wirklich den Kakashi meinen?

Kurze Zeit später treffen wir im Dorf ein.
"Auf zu Ichiraku ich will eine Nudelsuppe." und schon rennt Naruto los.
Ich will mich gerade umdrehen und nach Hause gehen als Yamato mich festhält.
"Komm bitte einmal mit mir zum Hokage - wir müssen Bericht erstatten"
Und damit war es das denn mit einem ruhigen Abend.

Wieder stehe ich vor dem Hokage. Nachdem Yamato seinen Bericht erstattet hat, sprach er gezielt über meine Arbeit. Tsunade schien recht wenig beeindruckt.
"Könnte sie ein Team leiten?" wendet sie sich an Yamato.
"Auf jeden Fall. Sicherlich würde sie auch den Anbu eine große Hilfe sein." entgegnet er.
"Den Anbu also - so so" redet Tsunade wieder mehr zu sich.
"Misao ich möchte, dass du dich morgen mit dem Training von Team 8 befasst. Da Kurenai ein Kind erwartet bleibt das Training oft auf der Strecke. Ich möchte, dass du es morgen unter meiner Beobachtung übernimmst."
"Gut - wann und wo?"

Ich bin auf dem Weg nach Hause. Nachdem ich nun noch ein paar Kleinigkeiten mit dem Hokagen besprochen habe, mache ich mich auf den Weg um ein wenig Schlaf zu finden. Auf dem Rückweg komme ich auch am Krankenhaus vorbei.
Ich muss an Narutos Worte denken "Ja - er ist im Krankenhaus..."
Naja nachfragen kann ich ja mal.
Ich betrete also das Krankenhaus. Eine junge Schwester mit Dutt läuft an mir vorbei. Etwas weiter entfernt, sehe ich den Empfang.
"Ähm, entschuldigen sie...ich...ich bin auf der Suche nach einem Herrn Kakashi...also Kakashi Hatake meine ich. Können Sie mir da vielleicht weiterhelfen?" bringe ich stotternd hervor.
"Oh Herr Hatake? Der ist vorhin wieder entlassen worden tut mir leid."
Damit gehe ich. Es ist also wirklich der Kakashi.
Ohne es zu merken bringen meine Beine mich nach Hause. Mechanisch springe ich unter die Dusche und lege mich anschließend schlafen.
Die ganze Zeit schwirrt mir der Gedanke im Kopf herum, ob er wirklich noch hier als Ninja lebt. Mit dieser Frage im Kopf schlafe ich ein.

Ein lautes Gepolter weckt mich. Na toll! Am frühen Morgen hämmert einer rum.
Da die Sonne langsam aufgeht beschließe ich aufzustehen.
Ich probiere meine neue "Dienstkleidung" an die ich gestern von Tsunade erhalten habe.
Statt der grünen Weste darf ich die Kleidung der Anbu tragen. Sogar eine Maske hab ich bekommen. Aber diese werde ich noch nicht brauchen.
Mein langes blondes Haar, binde ich zu einem lockeren Zopf zusammen. Eine Strähne will nicht so ganz und hängt mich lässig ins Gesicht.
Da ich noch Zeit habe, beschließe ich in die Stadt zu gehen und bei der Gelegenheit gleich ein paar Einkäufe zu erledigen.

Mittlerweile ist es Mittag geworden, langsam wird es Zeit zum Trainingsplatz zu gehen.
Dort angekommen erwarten mich drei junge Leute und - ein riesiger Hund.
Diese drei sind auf den ersten Blick eine Kombination wie sie unterschiedlicher nicht sein kann.
Einer von ihnen ist vermummt, mit einem langen Mantel und Sonnenbrille. Ich erinner mich daran damals einen Mann gesehen zu haben der ebenfalls so gekleidet war. Es sei wohl das Markenzeichen des Aburame Clans - des Clans der Insekten im inneren ihres Körpers beherbergt und sie kontrollieren kann.
Eine gruselige Vorstellung.
Das Mädchen neben ihm wirkt, als würde sie am liebsten im Boden versinken.
Und der Junge mit dem Hund schaut fröhlich und munter und unterhält sich mit seinem riesigen Hund.
Ein wirklich seltsames Bild geben die ab.

Ich bin noch nicht ganz angekommen als Tsunade schon auftaucht.
"Team 8 - euer heutiges Training leitet Miaso Saito. Ich erwarte von euch höchste Aufmerksamkeit und absolute Diziplin." poltert sie direkt los.
"Hallo Sensei Miaso" beginnt der Junge mit dem Hund. "Ich bin Kiba und das ist mein Hund Akamaru." Ein lautes, freudiges Bellen ist zu vernehmen.
"Das hier sind Hinata Hyuga und Shino Aburame" Also wirklich ein Aburame geht es mir durch den Kopf.
"Hallo zusammen" begrüße ich sie. "Da wir uns nicht kennen und ich somit nicht einschätzen kann wie weit ihr seid habe ich den Hokage gebeten ein weiteres Team zu suchen gegen welches ihr heute kämpfen sollt. Euer Ziel dabei ist es nicht den Gegner zu verletzen sondern ihn lediglich mit euren Fähigkeiten einzuschüchtern. Anschließend werde ich noch einige Übungen mit euch durchgehen aber dazu später mehr. Soweit alles klar?"
"Ja!" ist es einstimmig zu vernehmen.
"Das zweite Team sollte jeden Moment kommen - ich denke mal ihr Sensei kommt wie immer zu spät" seufzt Tsunade.
So müssen wir warten. Währenddessen unterhalte ich mich mit den anderen um mir ein erstes Bild zu machen. Doch mitten im munteren Getuschel werden wir jäh unterbrochen.
"Hallo zusammen ich hoffe wir sind nicht zu spät aber Naruto hat noch geschlafen" höre ich eine Männerstimme.
"Sensei Kakaschi ich habe nur geschlafen weil du wie immer zu spät warst!" höre ich Narutos Stimme.
Plötzlich höre ich nur etwas zu Boden fallen.
Hinata liegt ohnmächtig auf der Erde.
"Keine Angst Sensei" versucht Kiba mich zu beruhigen "Das passiert immer wenn Naruto in der Nähe ist"
Ich kann den Blick von Hinata nicht abwenden. Wie gern würde ich jetzt ebenfalls ohnmächtig werden, einfach zu Boden gleiten.
Hinter mir steht Kakaschi...der Kakaschi...
Mein Puls rast. Wieso bloß? Es ist Jahre her und außer dieser einen Unterhaltung habe ich nie mit ihm zu tun gehabt.

"Kakashi, ihr werdet heute mit Team 8 trainieren. Es wird einen kleinen Freundschaftskampf geben um Miaso einen ersten Einblick ihrer Fähigkeiten zu gewähren."
Nun ist es an der Zeit mich umzudrehen und Kakashi zu begrüßen. Tief einatmen und wieder ausatmen. Nun umdrehen.
Uff geschafft.
Jetzt nur noch hoch in sein Gesicht blicken und irgendein Nicken zustande bringen.
Und da sehe ich ihn...oder vielmehr...sehe ihn nicht.
Da steht er vor mir. Hoch gewachsen, wie füher maskiert und immer noch sein Stirnband über das mysteriöse Auge.
Das andere Auge schaut mich freundlich und interessiert an.

"Ha...Hallo" bringe ich zaghaft hervor. Mein Gesicht wird ganz warm.
"Sensei ich glaube du machst ihr Angst. Die kollabiert ja gleich. Kein Wunder wenn du immer so vermummt rumläufst" plaudert Naruto los.
"Das ist ja fast so schlimm wie bei Hinata" kommt es stöhnend von Kiba.
Ich glaube wenn Kakashi mich weiterhin so ansieht liege ich gleich tatsächlich neben Hinata.
Dieser Moment ist so unendlich peinlich. Hört das denn nie auf? frage ich mich in Gedanken.
"Genug jetzt. Ihr sollt hier nicht quatschen sondern trainieren" wütet Tsunade.
Und auf gehts. Zunächst sind Kiba und Naruto an der Reihe. Beide scheinen sich zu freuen.
"Naruto wenn du gewinnst spendiere ich dir eine Nudelsuppe" höre ich Kakashis Stimme.
"Oh ja den Kampf gewinne ich" poltert Naruto überzeugt los.
"Na das kannst du vergessen Naruto ich kann mich doch vor meinem neuen Sensei nicht blamieren."
Und der Kampf beginnt. Naruto ist zwar gut aber viel zu leicht durchschaubar. Schnell wird klar das Kiba die Oberhand hat.
Im nächsten Gang sind die mittlerweile wieder fitte Hinata und Sakura dran.
Der Kampf ist spannend, da Hinata das Byakugan beherrscht, Sakura ihr aber dennoch ziemlich einheizt.
Nach einiger Zeit sind beide leicht erschöpft. Wir belassen es dabei da wir später noch trainieren wollen und entscheiden den "Kampf" als unentschieden.
Schließlich kommen Shino und Sai dran. Beide sind gut und immer wieder übertrumpft der eine den anderen.
Langsam wird es spät und so müssen wir auch den Kampf vorzeitig abbrechen.
"Damit wir nicht bis heute Nacht hier kämpfen gehen wir nun in den zweiten Teil über." übernehme ich das Kommando.
"Ich habe nun euren Kampfstil gesehen und möchte nun jeden von euch eine individuelle Prüfung machen lassen. Kiba! Ich möchte, dass du und Akamaru gegen mich antretet."
Kiba scheint zunächst erstaunt aber bald schon grinst er und begibt sich in Kampfhaltung.
Gerade wollen er und Akamaru angreifen als ich eines meiner Jutsus aktiviere. Ein Gefängnis aus Eis schließt sich um den Körper Akamarus.
"Akamaru" höre ich Kiba rufen. Blitzschnell zücke ich mein Kunai und stelle mich vor Kiba, das Kunai an seine Kehle gesetzt.
"Mh das war nicht sehr gut. Du baust die meisten deiner Angriffe mit Akamaru zusammen auf. Wenn er ausfällt, hast du keine Ahnung was du zu tun hast. Wie das enden kann siehst du hier.
Ich löse das Jutsu auf und senke meine Waffe.
Der sprachlose Kiba begibt sich zu seinem Hund.
"Shino - na los komm" rufe ich den zweiten.
Das wird nun kniffliger. Aber auch hier habe ich eine Idee.
Ich aktiviere mein Eisversteck und baue um uns herum ebenfalls ein Gefängnis aus Eis. Es wird unglaublich kalt. Ich verstärke das Jutsu. Mittlerweile friere ich unglaublich obwohl mir das Jutsu nicht sosehr zusetzt wie meinem Gegenüber.
Lässt er jetzt Insekten frei, frieren diese sofort ein. Außerdem muss seine Körpertemperatur imens gesunken sein. Das wird den Insekten zusätzlich zusetzen.
Nun ist schnelles Handeln gefragt. Ich aktiviere ein weiteres Mal mein Eisversteck und bilde einen riesigen Kristall aus Kreis um Shino. Würde ich diesen zerspringe lassen, wäre es aus mit ihm.
"Nun ich hätte mir mehr erwartet..." muss ich traurig zugeben. Mein Plan war zwar gut durchdacht aber ich hätte von Shino ein Ass erwartet.
Hinata wird durch mein Gen-Jutsu gefangen genommen. Ich lasse sie unglaubliche Trauer spüren und bald sitzt sie weinend am Boden.
Ich reiche ihr ein Stück Schokolade. "Hier die ist gut bei Trauer oder auch Liebeskummer" zwinkere ich ihr zu.

Damit war das Training beendet.
"Ich muss sagen, dass ihr noch viele Schwächen habt. Euer Kampfstil ist gut aber ihr dürft euch nicht nur auf eure Stärke konzentrieren. Das wäre fatal." gebe ich mein Fazit ab.
"Ihr werdet genug Zeit habe das zu ändern" kommt es von Tzunade. "Miaso du wirst das Team leiten und trainieren. Ich verlasse mich darauf." fügt sie hinzu.
Ich nicke ihr zu.
"So dann können wir ja jetzt eine Nudelsuppe essen gehen" kommt es mal wieder von Naruto. Der denkt wohl auch nur ans Essen.
Alle anderen sind aber ebenfalls von der Idee angetan und auch ich könnte etwas zu essen vertragen. Aber mit all den Kindern? Wie sieht das denn aus?
"Hey Sensei Kakashi pack das Buch weg und komm!" brüllt Naruto in Richtung Kakashi.
Ich drehe mich um und sehe ihn lässig an einem Baum lehnen, ein Buch in der Hand. "Das Flirtparadies" heißt es.
Ich kann mich an einen alten Greis erinnern den ich auf meiner Reise begegnet bin. Er hat dieses Buch auch gelesen und dabei unentwegt gesabbert.
Was soll ich nun davon halten? Ein leichtes grinsen huscht über mein Gesicht.
Kakaschi bemerkt scheinbar meinen Blick, denn plötzlich lässt er das Buch schnell in seine Tasche verschwinden und schaut mich etwas beschämt an.
Die anderen sind schon weit voraus und so stehe ich alleine mit Kakschi vor dem dunklen, verlassenen Trainingsplatz.
Wieder wird mir ganz warm im Gesicht. Beschämt schaue ich zu Boden.
Plötzlich merke ich, wie er vor mir steht.
Jeden Moment falle ich in Ohnmacht da bin ich mir absolut sicher. Mein Herz schlägt wie wild. Sicher hört er es. Oh was soll ich jetzt nur machen?
"Wir sollte den anderen mal lieber folgen meinst du nicht?" fragt er mich ruhig.
Ich bringe kaum ein Wort hervor und kann nur nicken.
Er geht los und ich folge ihm. Langsam beruhige ich mich wieder. Was ist nur los mit mir?
Wie gehen langsam und schweigend die Straßen entlang. Plötzlich laufe ich in einen...einen haarigen Frosch?
Etwas steht vor mir. Oder eher jemand. In einem Hautengen grünen Anzug und mit einem Kopf der mehr von den Augenbrauen als von allem anderen dominiert wird steht ein junger Mann vor mir. Dicht gefolgt von einem ähnlichen Mann - nur 20 Jahre älter und dementsprechend noch peinlicher.
Sofort entschuldigt sich der Junge bei mir und blickt zu seinem Sensei auf.
"Sensei Gai erhält eine junge Freundin die Kraft der Jugend länger?" wendet er sich an diesen.
"Das ist eine interessante Überlegung Lee. Kakashi wird alt und mit einer jungen Frau an seiner Seite wird er sich weiterhin jung fühlen und die Kraft der Jugend weiterhin in sich tragen." Die Zähne des Mannes spiegeln das Licht der Straßenlaterne wieder.
"Welch weise Worte Sensei" gibt seine Miniaturausgabe mit Tränen in den Augen von sich.
Bisher habe ich gar nichts verstanden. Aber langsam dämmert es mir.
Ich - jung - Freundin - Kakashi!
Alles dreht sich um mich herum. Mir wird noch heißer als vorhin. Langsam verschwimmen die Laternen und meine Beine wollen nicht mehr so wie ich will.
Nein bloß keine Schwäche zeigen Miaso, nicht umfallen versuche ich mir einzureden.
Langsam geht es dann auch wieder.
"...wird es Zeit das meine junge Freundin und ich uns auf zu Ichiraku machen ehe Naruto alles an Nudelsuppe weggegessen hat." vernehme ich Kakashis Stimme. Um Gottes Willen er hat den Irrtum nicht aufgeklärt.
Wieder wollen meine Beine nachgeben. Nein! Ich muss jetzt cool bleiben.
Aber wahrscheinlich ist er ein ziemlicher Lustmolch - wenn er doch das Flirtparadies liest. Kein Wunder also das er nichts sagt.
"Kakashi ich hätte dich gar nicht so eigeschätzt das du dir stets was Junges an der Seite hälst. Dafür bin ich mir aber nun doch zu schade sorry" sage ich lässig.
Er braucht sich hier ja nicht so aufspielen.
Unter seiner Maske meine ich ein belustigtes Lächeln zu erkennen.
So sah er früher nicht aus. Nie hat er gelächelt oder so.
Naja es sind eben viele Jahre vergangen. Er ist ein erwachsener Mann. Wie alt müsste er jetzt wohl sein? Um die 30 müsste er sich bewegen.
Dennoch sieht er ziemlich gut aus - besser als der Große der beiden Frösche.
Nachdem die beiden seltsamen Typen wie die Wilden weiter gerannt sind, machen Kakashi und ich uns wieder auf den Weg.
Mir ist unwohl so alleine in seiner Nähe und wie gerufen kommt meine Rettung um die Ecke.
,"Kotetsu!" rufe ich meinen alten Freund.
"Miaso was macht ihr denn da alleine, Kakashi ist doch viel zu alt!" rennt er mich lachend entgegen.
"Na du hast Ideen" kopfschüttelnd stehe ich vor ihm.
"Tsunade erzählte mir du warst auf einer Mission und ich wollte unbedingt wissen wie es war ich suche dich schon eine halbe Ewigkeit."
Auf einmal beginne ich, mich vor lachen zu schütteln. Ich weiss nicht wieso aber mir war plötzlich so frei ums Herz.
"Na was hast du denn jetzt? Ich wollte dich zwar gerade fragen ob du mit mir und ein paar anderen in die Bar möchtest aber wenn du jetzt schon so angeheitert bist, weiss ich nicht ob Sake dir gut tun würde" bemerkt Kotetsu schmunzelnd.
Lachend hake ich mich bei ihm unter "Na los komm." sage ich unter Tränen vom lachen.
"Kakashi kommst du auch mit? Asuma müsste auch da sein."
Plötzlich ist mir gar nicht mehr so nach lachen zumute.
Und wie der dumme Zufall es so will, kommt Kakashi gern mit.
So gehe ich zwischen den beiden Männern in Richtung Bar. Immer noch hänge ich an Kotetsus Arm aber mein Blick schweift immer wieder zu Kakashi.
Irgendwie kann ich mir kein richtiges Bild von ihm machen.

Laute Musik dröhnt in meinen Ohren, die Stimmung ist heiter.
Kotetsu, Izumo, Shizune, Yamato, Asuma, Kurenei, Kakashi und meine Wenigkeit sitzen an einem Tisch.
Kurenai bleibt bei ihrem Wasser - immerhin ist sie schwanger. Kakshi hat noch gar nichts getrunken. Vielleicht will er ja nicht das man ihn ohne Maske sieht.
Und ich - ich sitze hier, und verstehe mich unglaublich gut mit Kurenai. Sie ist ein unglaublich herzlicher Mensch. Schnell kommen wir in die tiefsten Frauengespräche und auch die Männer sind eines unserer Themen.
Mit Asuma scheint sie einen ungeheuren Fang gemacht zu haben auch wenn sie es nicht so klar sagt.
Immer wenn sie über ihn redet glänzen ihre Augen, sie bekommt rote Wangen und sieht in solchen Momenten wie ein verliebter Teenager aus.
"Aber wie sieht es bei dir aus Miaso? Warst du all die Jahre über allein?" fragt sie mich plötzlich.
"Uff naja...was soll sich groß ergeben wenn man immer wieder umherzieht. Ich bin nicht so der Mensch der in eine Beziehung geht mit dem Wissen, sie geht bald vorüber. Lieber warte ich auf den Richtigen." beantworte ich ihre Frage.
"Eine hoffnungslose Romantikerin" kommt es lächelnd von Asuma.
"Na und wie soll Mr. Right so sein? Immerhin müsstest du doch jetzt auch schon 23 sein - langsam wird es Zeit sonst endest du als ewige Junggesellin wie Kakshi - und das wäre schade um eine so hübsche Frau wie dich." kommt es spitz von Kotetsu. Alle beginnen zu lachen, meine Wangen färben sich rot.
"Gerade so, siehst du unglaublich hübsch aus" kommt es von Kurenai. "Wie ein verliebter Teenager" lacht sie.
Na das sagt mir die Richtige.
"Na also hör mal - zuerstmal solltest du mich nicht älter machen als ich bin" wüte ich los. "Mit 22 bin ich noch längst nicht soweit, dass ich eine Familie haben muss. Und solange es nicht er ist..."
"Und wie ist "er" so?" fragt mich Asuma.
"Mh nunja...er soll...er soll einfach ehrlich und treu sein. Lieb und fürsorglich. Humor sollte er haben und kein Mensch der dauernd auf Achse ist. Er sollte etwas ernst sein aber nicht verklemmt. Er soll sich nicht einfach ein Betthäschen suchen und nach einer Weile wieder abhauen. Er soll einfach toll sein und zu mir passen" beginne ich laut zu träumen.
Plötzlich lacht Kotetsu lautstark los. Viele Blicke wenden sich ihm zu.
"Na du wärst das genaue Gegenteil von dem was ich meine" schaue ich ihn schmollend an.
Aber davon lässt er sich nicht beirren, nein er lacht nur noch heftiger weiter und schüttelt sich unaufhörlich dabei. Tränen kommen langsam aus seinen Augen.
"Na hör mal Kotetsu das klingt doch an sich vernünftig, ich weiss nicht was du daran so lustig findest" tadelt Asuma ihn lächelnd.
"Es ist nur...." beginnt Kotetsu unter prusten und lachen. "Naja ich habe sie vorhin alleine mit Kakashi aufgefunden..." lacht er weiter "...und naja jeder weiss das Kakashi auf jeden Fall ernst ist, aber nicht zu ernst um hier mit uns zu sitzen" Scheinbar schmerzen Kotetsu schon die Seiten aber dennoch lacht er weiter "Naja und ein Betthäschen sucht der ganz sicher nicht unser ewiger Junggeselle - Treu und fürsorglich ist er ja auch - wie er seinen Büchern ewig treu bleibt und aufpasst das nichts an sie rankommt..." Kotetsu kommt schon gar nicht mehr aus dem lachen raus. Immer heftiger schüttelt er sich. Auch Kurenei beginnt langsam zu grinsen. Immer mehr dämmert es den anderen, mir nur leider gar nicht.
"Ja und? " fordere ich ihn zum weiteren reden auf.
"Ich stelle mir gerade einfach dich und Kakashi vor...." weiter kommt er nicht da er in brüllendes Gelächter ausbricht.
"Na und!" brülle ich nun los. "Yamato ist um einiges jünger und stellt sich nicht so dumm an wie du es tust, wie kommst du jetzt auf Kakshi" fahre ich ihn zornfunkelnd an. "Außerdem bin ich kein Buch das man sich in die Seitentasche schiebt" füge ich lauter als nötig hinzu.
"Na wie du vorhin mit hochrotem Kopf neben ihm hergelaufen bist - bei der Mission mit Yamato hattest du doch noch eine normale Gesichtsfarbe oder?" grinst er mich triumphierend an.
Darauf fällt mir nichts ein. Langsam werden meine Wangen wieder rot. Oh Mist bitte nicht jetzt!
"Ertappt!" mit ausgestrecktem Zeigefinger zeigt er auf mich.
"Nun lass doch das arme Mädchen in Ruhe." entfährt es Asuma. In Gedanken danke ich dem lieben Gott das Asuma das Thema nun wechselt.
Dennoch traue ich mich den restlichen Abend nicht, Kakashi anzusehen.

Es ist spät in der Nacht als Kotetsu mich nach Hause begleitet. Er hat darauf bestanden mich zu Hause abzusetzen.
Es ist eine sternenklare Nacht.
"Sag mal..." beginnt er zögernd. "Mh?" erwidere ich immer noch mürrisch.
"Das mit Kakashi...hatte ich da eventuell etwas recht? Ich wollte dich wirklich nicht blamieren aber als du auf einmal so sprachlos da gesessen hast, mit deinen geröteten Wangen und den Rest des Abends nur noch auf den Tisch gestiert hast habe ich mir wirklich Sorgen gemacht." besorgt bleibt er stehen und schaut mich an.
"Ach ich weiss es doch auch nicht" gebe ich wütend von mir.
"Ich meine - naja er ist ein attraktiver Mann und jedes Mal wenn ich in sein Auge blicke kriege ich kein Wort heraus. Ich kenne ihn noch von damals und er tat mir so leid wie er da alleine und so hart zu sich selbst seinen Weg ging. Natürlich ist er heute ganz anders aber irgendwie bekomme ich keinen klaren Gedanken wenn er da vor mir steht. Ich weiss es doch selber nicht. Ich meine ich kenne ihn doch kaum" füge ich enttäuscht hinzu.
"Na das lässt sich ja ändern." entgegnet Kotetsu fürsorglich und legt mir seinen Arm um die Schulter. Ich will gerade den Mund aufmachen als er mir zuvor kommt "Nein nein keine Angst ich will dich weder verkuppeln noch blamieren. Sagen wir, ich helfe dir damit du mir die Frage nächstes Mal beantworten kannst ok?"
Nachdenklich nicke ich. Bald darauf kommen wir bei mir zu Hause an, verabschieden uns mit einer flüchtigen Umarmung und ich versinke direkt in meinem Bett.

Meine neuen Vorhänge wehen in dem leichten Wind der durch das geöffnete Fenster kommt. Langsam werde ich wach. Ich hatte einen seltsamen Traum aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Nachdem ich noch ein paar Minuten im Bett geblieben bin und über mein gestriges Gespräch mit Kotetsu nachgedacht habe, zieht es mich unter die Dusche. Das Wasser prasselt auf meinen Körper und ich genieße diesen Moment der Ruhe.
Nach dem Duschen zieht es mich nach draußen - Hunger habe ich nicht wirklich obwohl ich gestern gar nichts gegessen habe.
Ich mache mich auf den Weg zum Trainingsplatz, vielleicht ist mein Team ja dort, auch wenn wir für heute keinen Trainingsstunde ausgemacht hatten.
Mein leichtes, helles Sommerkleid weht mit meinen Haaren im Wind. Der Trainingsplatz ist verlassen und so beschließe ich ein wenig durch die Stadt zu gehen.
Auf meinem Weg komme ich auch an einer Bücherei vorbei. Ich betrete diese und sehe eine Frau mit einer riesigen Kiste voller Bücher an mir vorbeilaufen. Offenbar hat sie mich gar nicht bemerkt.
Ich schaue mich um, betrachte verschiedene Bücher. Plötzlich reißt der Boden des Kartons und unzählige Bücher landen auf dem Boden.
Schimpfend beginnt dir Frau damit die Bücher einzusammeln und sie oben in das Bücherregal zu stellen.
Schnell gehe ich zu ihr hin und gebe ihr die Bücher an.
"Oh Dankeschön. Ich habe gar nicht bemerkt, dass Sie gekommen sind." begrüßt sie mich.
Stillschweigend helfe ich ihr auch die restlichen Bücher in das Regal zu sortieren.
"Haben Sie vielen Dank junge Frau. Morgen erscheint der neue Band der Flirtparadies Reihe. Ich muss unbedingt ein Regal frei kriegen um die Bücher dort unterzubringen bevor die Männer morgen den Laden stürmen." erklärt sie mir ihr geschäftiges Treiben.
Lächelnd denke ich an Kakashi. Sicherlich wird er hier morgen als einer der ersten stehen.
Bald darauf verlasse ich mit einem Buch den Laden und schlendere weiter durch die Straßen.
Plötzlich stehe ich an einem alten Spielplatz. Hier habe ich früher oft mit meinen Freunden verstecken gespielt. Und plötzlich fällt er mir wieder ein.
Der See!
Ich muss ein wenig suchen, bis ich die große Eiche finde, neben deren Gestrüpp sich der Eingang in mein damaliges Traumreich befindet. Damals war ich noch klein und kam leicht hindurch, doch mittlerweile ist das Gestrüpp viel dichter. Da werde ich wohl nicht durchkommen.
Also versuche ich, zu klettern. Dann muss ich eben durch das Blätterdach durch.
Mit meinem Kleid ist das zwar nicht gerade einfach aber es geht.
Als ich mir einen Weg durch die dichten Baumkronen erkämpft hab, lande ich lautlos auf dem kühlen Gras.
Vor mir liegt der See, genauso wie damals. Der Baumstumpf der davor lag ist mittlerweile moosbewachsen und der kleine See funkelt grünlicher denn je. Trotzdem ist es ein wunderschöner Ort wie aus einer anderen Welt.
Ich setze mich auf das Gras und beginne in meinem Buch zu lesen. Es handelt von vielen verschiedenen Legenden und Sagen die sich um die großen Reiche bilden.
Es wird vom See der ewigen Jugend geschrieben. Das richtige für die beiden Frösche von gestern Abend denke ich mir lächelnd.
"Das lächeln steht dir beinahe noch besser als die Röte" vernehme ich auf einmal eine sanfte Stimme. Erschrocken drehe ich mich um.
Von einem Baum springt Kakashi - mit seinem Buch in der Hand.
"Tut mir leid ich wollte dich nicht erschrecken." entschuldigt er sich. "Stört es dich, wenn ich mich zu dir setze?" Fragend sieht er mich an.
"Nein, natürlich nicht" entgegne ich ruhig. Langsam lässt er sich neben mir nieder.
"Damals warst du ja ziemlich überrascht, dass ich an deinem See bin" beginnt er. Ein lächeln scheint sich unter seiner Maske zu verstecken.
Mit großen Augen schaue ich ihn an. Das er sich daran noch erinnert... Er weiss also wer ich bin.
Mein Herz macht einen kleinen Freudensprung.
"Hier am See habe ich oft geträumt und meinen Gedanken nachgehangen. Du hast damals immer so traurig gewirkt wovon heute nicht mehr viel zu merken ist. Ich denke ich kann nachvollziehen wieso es dich immer nach hier gezogen hat." Lächelnd schaue ich ihn an. Ich merke wie ich wieder rot werde, aber nur ein klein wenig wie mir scheint.
Verträumt blickt er auf das grüne Dach das uns umgibt.
Er sagt nichts, er macht nichts. Ich will ihn nicht stören und wende meinen Blick ab und wende mich wieder meinem Buch zu.
"So ich muss jetzt los." sagt er nach einiger Zeit. Verwirrt blicke ich auf. "Auf mich wartet noch eine Menge Arbeit und ich sollte mich beeilen damit ich morgen wieder hier bin." Sofort denke ich an das Buch das morgen erscheinen soll. Ich muss lächeln.
Er verabschiedet sich mit einem Kopfnicken und ist kurz darauf verschwunden.
Ich lasse mein Buch fallen, lege mich ins Gras und beginne wieder zu träumen.

Es ist Abend geworden. Die kühle Luft hat mich daran erinnert, das es bald dunkel wird. Ich raffe mich auf und begebe mich auf den Heimweg. Auf dem Weg komme ich an einem Restaurant vorbei und höre schon draußen Narutos Stimme "...auf einen von Akatsuki gestoßen. Er liegt jetzt mal wieder im Krankenhaus aber es ist wohl nicht ganz so schlimm." beendet er gerade seinen Satz.
Ích betrete das Restaurant und sehe Naruto mit einem äußerst pummeligen Jungen dort sizen. "Guten Abend Naruto, sag, wer ist verletzt worden? Doch nicht etwa jemand aus deinem Team?" besorgt schaue ich ihn an. Er wirkt allerdings recht munter.
"Nein nein, Kakashi sollte einer alten Frau etwas von Oma Tsunade bringen, auf dem Rückweg ist er geradewegs in die Hände von zwei fremden Akatsuki Leuten gelaufen."
Ich bin geschockt. Von Akatsuki habe ich gehört, auch das Itachi bei ihnen sein soll. Ich wage nicht zu fragen wie es Kakashi geht.
"Sensei ist alles in Ordnung?" fragt der kräftige Junge mich. Ich bin unfähig zu antworten.
"Sie ist Kakashis Freundin weisst du Choji sie macht sich nur Sorgen." entgegnet Naruto lässig und schlürft seine Suppe.
"Wenn du es genau wissen willst ist er nicht mein Freund und es interessiert mich auch nicht was mit ihm ist nur damit du es weisst, verstanden?" Wütend verlasse ich das Restaurant.
Doch ich berreue es direkt. Ich weiss nicht wie es Kakashi geht und fragen kann ich auch niemanden.
Aber doch! Kotesu! Er weiss ganz sicher etwas.
Überall suche ich ihn und finde ihn später gemeinsam mit Izumo auf dem Weg zum Hokagen.
Ich bin noch ich ganz angekommen da beginnt er auch schon "Du Miaso ich habe wirklich gerade keine Zeit. Ich komme aus dem Krankenhaus von Kakashi und muss Tsunade Bericht erstatten. Er ist auf zwei fremde Akatsuki Mitglieder gestoßen und hat einiges abbekommen. Er wird wohl ein paar Tage im Krankenhaus bleiben müssen und hat uns gerade alles geschildert. Du siehst ich muss los, wir sehen uns!" und schon ist er verschwunden.
Na wenigstens weiss ich Bescheid, dass Kakashi einigermaßen wohlauf ist. Erleichtert gehe ich zurück nach Hause.

Am nächsten Morgen begebe ich mich auf den Weg zur Bücherei. Ich muss gleich zum Training möchte aber vorher noch etwas erledigen.
"Guten Morgen!" ertönt eine genervte Stimme. Sie gehört zur Ladenbesitzerin welche jetzt schon ziemlich geschafft aussieht.
Ich gehe zu dem vollgestellten Regal in dem eine unglaubliche Menge Bücher stehen - alle das neue Exemplar des Buches, dass Kakashi immer liest.
Ich nehme ein solches Buch aus dem Regal und möchte es bezahlen als die Frau mich mit großen Augen anschaut und dann das Buch betrachtet.
"Sind sie sicher das Sie..." beginnt sie zögernd. Ich lächel sie an und bestätige, dass ich genau dieses Buch für einen kranken Freund holen möchte. Was hat sie sich denn gedacht? überlege ich schmunzelnd.
Bald darauf stehe ich auf dem Trainingsplatz. Das Training wird hart für meine 3 Schüler. Immer wieder fange ich sie in einem Gen-Jutsu ein aus welchem sie sich befreien müssen.
Shino hat den Dreh bald raus und Insekten die ihn vor dem Gen-Jutsu schützen, Akamaru und Kiba arbeiten gut als Team und helfen sich gegenseitig aus der Klemme.
Hinata schafft es mit Hilfe von ihrem Byakugan das Jutsu zu durchschauen und geht in die Offensive.
Alles in allem haben die 3 sich gut gemacht und ich lade sie anschließend auf eine Portion Eis an diesem warmen Tag ein.
Anschließend gehe ich nach Hause und springe wieder einmal unter die Dusche. Auch für mich war es ein anstrengendes Training und die warme Anbu Kleidung macht es bei dem Wetter nicht besser.
Ich ziehe mir luftige kurze Sachen an und überlege ob ich Kakshi besuchen soll oder lieber das Buch am Empfang abgeben soll. Während meiner Überlegung treffe ich auf Kurenai. Als sie das Buch in meiner Hand entdeckt, lächelt sie mir zu, packt mich und bittet mich sie zum Krankenhaus zu begleiten wo sie zufällig jemanden besuchen wollte. So kommt es das ich vor der weißen Tür zu Zimmer 207 stehe und nicht weiss was ich tun soll.
Auf einmal wird die Tür aufgemacht und eine junge Schwester steht vor mir. "Oh Besuch." sagt sie und schaut mich an. "Sie haben Glück er ist gerade aufgewacht." Sie macht mir Platz damit ich eintreten kann. Nun gibt es kein Entkommen mehr.
Und da sehe ich ihn. Angeschlagen sieht er aus. Er liegt in dunkler Kleidung, immer noch mit seiner Maske im Krankenbett. Sein Stirnband liegt auf einer Kommode neben ihn und man erkennt die lange Narbe die sich über sein linkes Auge zieht.
Auf einmal dreht er seinen Kopf zu mir und schaut mich mit seinen beiden, unterschiedlichen Augen ernst an.
"Ich...ich wollte dich nicht stören ich.." Plötzlich wird sein Blick warm und die Röte steigt mir in die Wangen. Ich hasse diese Angewohnheit.
"Wie komme ich denn zu diesem überraschenden Besuch?" fragt er mit warmer Stimme. Na toll - davon werde ich nicht weniger rot.
"Naja...also...ich dachte mir,... dass du das hier....also das du es...." ich halte ihm das Buch hin.
"Miaso du bist ein Schatz!" ruft er aus und strahlt mich und das Buch abwechselnd an. Schnell will er sich aufsetzen sinkt aber mit einem Stöhnen wieder in die Kissen.
Schnell gehe ich zu ihm und lege das Buch auf die Kommode.
"Ich will auch gar nicht weiter stören..." schon will ich mich umdrehen. "Bleib doch noch etwas ein wenig Gesellschaft wäre schön"
Kann ich da etwa nein sagen! Ich drehe mich um und setze mich auf dem Stuhl neben sein Bett.
Ich glaube ein wenig Trauer in seinen Augen zu erkennen und habe plötzlich eine Idee....
"Ähm Kakashi...dürfte ich wohl einmal etwas testen?" frage ich ihn zögernd.
"Natürlich. Was auch immer du willst." entgegnet er.
Jetzt kommt es drauf an.
Kakashi blickt mich abwartend an. Schon aktiviere ich mein Jutsu. "Freude" gebe ich kaum vernehmlich von mir.
Plötzlich verändert sich sein Blick wieder. Er lehnt sich zurück und scheint zu träumen. Sein Blick wird dabei unglaublich warm und glücklich. Stundenlang hätte ich mir das ansehen können bis die Türe aufspringt und Naruto herein marschiert.
Ich bin so erschrocken, dass ich mich nicht mehr konzentriere und das Jutsu aufgelöst habe.
Auch Kakashi scheint einen Moment verwirrt.
Sakura, Sai und Naruto stehen nun im Zimmer. Sakura scheint etwas verlegen zu sein, vielleicht denkt sie sie stört uns gerade. Naruto hingegen kann sich sein breites grinsen nicht verkneifen. Ich will aufstehen und gehen als Kakashi mich festhält. "Warte." Ich drehe mich zu ihm um. "Was war das gerade?" fragt er mich.
"Naja es...es war ein Gen-Jutsu das sich auf die Psyche des Menschen auswirkt und so bestimmte Gefühle hervorrufen kann. In deinem Fall müsstest du Dinge gesehen habe die du dir wünschst, die dir die größte Freude bereiten."
Nachdenklich blickt er mich an. Lässt meine Hand aber noch immer nicht los. Wieder werde ich rot.
"Es war... wunderschön..." seufzt er.
"Hey ich dachte dieses Jutsu hast du für einen einzigen Menschen erfunden" wirft Naruto mir vor.
Strahlend sehe ich ihn an "Und ich habe es ihm gerade gezeigt." damit will ich das Zimmer gerade verlassen als Kakashi mich noch einmal aufhält.
"Danke für das Buch - dafür revanchiere ich mich sobald ich hier draußen bin."
Lachend verlasse ich das Zimmer.
Dieser Tag ist einfach wundervoll.

Die nächsten Tage sind recht ereignisreich aber dennoch langweilig. Ich trainiere viel mit meinem Team und ihre Fortschritte werden immer besser. Zwischenzeitlich hatten wir sogar eine kleine Mission die wir zu höchster Zufriedenheit ausgeführt haben. Bald darauf sollte ich erstmals mit den Anbu einen feindliche Ninja gefangen nehmen und nach Konoha bringen wo sich Ibiki um ihn kümmern sollte. Auch hier lief alles reibungslos.
Wenn ich Kakashi besuchen wollte waren immer Stimmen zu vernehmen, oder aber er schlief. Manchen Abend saß ich neben ihm und habe ihn dabei beobachtet.
So vergingen einige Tage.
Am Freitagnachmittag, ich kam gerade vom Training, gabelte Kotsu mich auf. "Miaso - heute Abend Bar!" ruft er mir zu und rennt an mir vorbei. Er ist eben einfach unverbesserlich.
Da ich mir für das Wochenende nichts vorgenommen habe und ich Kurenei gerne noch einmal sehen wollte habe ich mich also am Abend auf den Weg gemacht.
Meine langen hellblonden Haare habe ich ausnahmsweise mal leicht gelockt und zu einem dünnen, seidenen Cocktailkleid gegriffen.
So betrete ich die Bar und höre schon aus einer Ecke "Na Holla." Das konnte ja nur Kotetsu sein. Lächelnd will ich mich hinsetzen als ich auch die anderen sehe.
Unter ihnen auch Kakashi.
Ich denke an die Abende bei ihm im Krankenhaus. Wie oft ich ohne sein Wissen dort war. Wie immer laufe ich bei dem Gedanken rot an.
Bald daruf sitze ich zwischen Kurenai und Yamato und vereinbare mit Kurenai eine lange Shoppingtour für den nächsten Tag.
Bald soll das große Sommerfest starten und da ich an diesem Tag nur zu den Vorbereitungen im Dienst bin brauche ich für den Abend noch ein Kleid. Dieses wollen wir morgen zusammen mit Shizune aussuchen.
Ich freue mich schon wahnsinnig darauf.
Ich merke gar nicht die Blicke der anderen bis Kurenei mich leise anspricht "Na du hast dir ja ganz schön viele Bewunderer besorgt" bemerkt sie lächelnd.
Überrascht blicke ich sie an. "Kakashi und Yamato kommen ja gar nicht mehr von deinem Anblick los und Kotetsu ist auch ganz schön ruhig findest du nicht?" Überrascht drehe ich mich um. Kotetsu - naja der war schon immer von schönen Frauen beeindruckt auch wenn ich mich nicht wie eine fühlte und bei uns war schnell klar das wir auch jetzt nur gute Freunde waren. Das war absolut klar auch wenn es auf andere anders wirken mag.
Yamato. Ja der schaute häufiger mal aber er war nicht mehr als ein netter Gesprächspartner und Freund geworden. Und Kakashi...ja....ich blickte ihn direkt an und er wich meinem Blick nicht aus. Das irritierte mich nun doch. Schnell wandte ich meinen Blick ab und drehte mich wieder zu Kurenei.
"Mach morgen aber nicht zu lange ja?" wendet sich Asuma an sie "Wir wollten morgen Abend noch ins Kino nicht das du mir zulange shoppen gehst" fügt er lachend hinzu. "Ui was schaut ihr denn?" frage ich Kurenai schnell um die Gedanken um Kakashi zu vertreiben.
"So ganz genau weiss ich das nicht" antwortet sie "Es soll ein neuer Film sein indem eine Frau um die Welt reist um ihre Liebe zu finden. Sie singt jeden Abend in einer Bar in einer anderen Stadt ihr Liebeslied in der Hoffnung ihn zu finden"
"Hach wie romantisch" entfährt es mir direkt. Ich bin und bleibe nunmal eine hoffnungslose Romantikerin.
Mitten in Kurenais, Shizunes und meiner Unterhaltung wie der Film wohl endet werden wir jäh unterbrochen.
"Na das ist doch eine Idee Kakashi - aber das du kochen möchtest finde ich nun wirklich nicht gut. Ich dachte du willst ihr danken statt sie zu vergiften" lacht Asuma laut los und auch die anderen Männer schließen sich dem ganzen an.
Perplex schauen wir drei Frauen in die Runde.
"Miaso wie siehts aus möchtest du den Film gern sehen?" fragt mich Asuma
"Mh wenn du mich so fragst schon" gebe ich zurück. "Aber Kino alleine geht ja mal gar nicht" füge ich kopfschüttelnd hinzu.
"Dann gehst du mit Kakahi und anschließend gibt es was zu futtern ganz einfach" beschließt Kotetsu.
Verwirrt schaue ich ihn an.
"Ich wollte mich doch eh revanchieren für das Buch - also ist es abgemacht?" fragt Kakashi mich mit einem unglaublich lieben Blick.
Kurenai stupst mich an "Na los" wispert sie mir zu.
"Naja...also...naja...ok..." bringe ich fassungslos hervor.

Und wieder geht ein wundervoller Abend vorbei.
Diesmal begleitet mich Shizune auf dem Rückweg. Wir vereinbaren eine Zeit für den nächsten Tag und ich gehe nach Hause. Schlafen möchte ich noch nicht. Ich hänge mit meine Gedanken an Kakashis Blick...haben wir sowas wie ein Date? Ist es wirklich nur eine Geste als Dank? Oder was rein freundschaftliches? Was ziehe ich bloß an? Mit 1000 Fragen im Kopf nicke ich nun doch auf dem Sofa ein.

Früh am nächsten Tag beginnt dann die Shoppingtour mit meinen Mädels. Es bleibt nicht nur bei einem Kleid sondern es kommen noch viele weitere dazu.
Auch an Schuhen und Accessoires fehlt es uns nicht.
Plötzlich stehen wir vor einem Designerladen. Im Schaufenster ist das wundervollste Kleid das ich je gesehen habe ausgestellt.
Auch Shizune und Kurenai entdecken es.
"Na los anziehen" kommt es von Kurenei.
So kommt es, dass ich in einem unbezahlbaren Kleid vor den beiden stehe.
Das bordeux rote Kleid geht mir bis zu den Knien. Es ist etwas schräg geschnitten und der Rücken ist frei ebenso wie die Schultern.
Jede weibliche Kurve wird betont. Und selbst ich gefalle mir in diesem Kleid unglaublich gut.
"Das Kleid seht Ihnen hervorragend junge Dame" kommt es vom Schneider. Kurenei und Shizune nicken bestätigend.
"Aber das muss man sich erstmal leisten können" lache ich etwas enttäuscht.
Zwar habe ich noch genug Geld da ich sehr sparsam lebe, aber alles für ein Kleid rauswerfen?
"Nimm es dir mit und trage es am Abend des Sommerballs" sagt Kurenai. "Kakashi wird sicherlich auch da sein" fügt sie verschmitzt lächelnd hinzu.
Nach ein paar weiteren Argumenten verlasse ich den Laden nun mit einer Tüte mehr und einem wesentlich leichterem Geldbeutel.
"Das blaue Kleid das wir eigentlich für dich geholt haben kannst du ja dann heute Abed anziehen." erinnert mich Shizune an meine Verabredung.
Nachdem wir uns in ein Cafe gesetzt haben und die beiden mir sämtliche Kleidungs, Frisuren und sonstige Tipps gegeben haben, wird es Zeit für mich, mich fertig zu machen.
Ich gehe nach Hause und nehme ein ausgiebiges Bad. Eine Gesichtsmaske macht das Bild komplett. Auch eine Rasur schadet nicht.
Mit aalglatter Haut verlasse ich nach einer Stunde aufweichen die Badewanne und beginne mich fertig zu machen. Meine Fingernägel werden gefeilt und in einem dezenten blau lackiert. Anschließend kommt das blassblaue Kleid an die Reihe. Hinter meinem Nacken mach ich eine Schleife und betrachte mich damit im Spiegel.
Hübsch sieht es aus das muss man sagen.
Nun die Haare. Ich denke ich lasse sie wieder offen und ein wenig gelockt. Gestern Abend kam das auch gut an.
Ein wenig Kajal und Wimpertusche für den tollen Augenaufschlag wie Kurenai es vorgeschlagen hat folgt. Schmuck lege ich nicht an. Das wäre mir persönlich zuviel und passt nicht zu mir.
Nun bin ich fertig und begebe mich zu dem vereinbarten Treffpunkt.

Dort angekommen blicke ich auf die große Parkuhr. Ich bin wirklich etwas zu früh und Kakashi wird wohl sowieso nicht pünktlich kommen.
Plötzlich kreuzen Naruto und Sakura meinen Weg. "Sensei Miaso" begrüßt Sakura mich verwundert. "Sie sehen toll aus".
Ich will ich gerade bedanken als ich Kakshis Stimme höre. "Toll ist wohl nicht so ganz getroffen. Wunderschön würde es besser treffen."
Wieder laufe ich rot an und drehe mich zu ihm um. Da steht er - in normaler Ninjakluft.
Wie dumm von mir mich so aufzubrezeln. Es ist nur eine Geste der Höflichkeit das er mit mir ins Kino geht wozu unnötiger Aufwand. Bevor ich richtig traurig werden kann kommt Sakura schon dazwischen "Was man von ihnen nicht gerade sagen kann Sensei Kakashi" Böse und vorwurfsvoll blickt sie ihn an.
"Ja was soll ich sagen, Kurenai stand vor meiner Tür und war überrascht mich zu treffen sie hat mich sofort hierher geschickt, da blieb nicht viel Zeit um mich umzuziehen." redet dieser sich wieder verlegen raus. In Gedanken muss ich über Kurenai lachen. Ich kann mir regelrecht vorstellen wie sie vor ihm steht und ihm eine Standpauke hält.
Naruto grinst so breit, das ich Angst habe sein Gebiss fällt ihm gerade aus. Bei dem Gedanken muss ich noch mehr schmunzeln.
"Darf ich bitten junge Dame?" vernehme ich Kakashi neben mir der mir seinen Arm hinhält.
Ich mache einen leichten Knicks und hake mich unter. Wir verabschieden uns von seinen beiden Schülern und machen uns auf dem Weg.
Hinter uns höre ich leise Sakuras Stimme "Sie geben wirklich ein süßes Paar ab."
Wieder werde ich rot. Ob Kakashi es wohl auch gehört hat?
Vor dem Kino angekommen treffen wir auf Asuma und Kurenai, die mich strahlend anschaut.
Wir holen unsere Karten und setzen uns in den großen Saal. Kurenai und ich sitzen nebenaneinander in der Mitte. Zu unserer anderen Seite sitzt jeweils "unser" jeweiliger Mann wie sie sich ausdrückt.
Während wir warten müssen plaudern wir und immer wieder spüre ich Kakashis Blick auf mir Ruhen.
Die Vorstellung beginnt, das Licht geht langsam aus und der Film beginnt.
Die Geschichte erinnert mich an mich, wie ich einst durch die Gegend zog und statt zu singen mein Jutsu für Kakashi erschuf.
Als die Frau im Film ihre große Liebe findet erinnert dieser sich nicht an sie und sein altes Leben. Ich muss seufzen. Immer passiert sowas den liebenden.
Kakashi muss mein seufzen falsch interpretiert haben denn plötzlich legt er einen Arm um mich und versucht mich zu trösten.
Doch ich kläre diesen Irrtum nicht auf, es gefällt mir wie er mich an sich zieht und beruhigend auf mich einredet.
Am Ende des Film begeben wir uns alle nach draußen, Kakshis Arm immer noch lässig auf meiner Schulter.
Wie beschließen alle ein Stück gemeinsam zu gehen ehe Asuma und Kurenai sich auf den Weg nach Hause machen.
Wir gehen an einem Imbiss vorbei indem ich Sushi rieche. Direkt bekomme ich Hunger und auch Kurenai bleibt eine Moment stehen.
Kurenai schlägt vor etwas zu essen und auch "unsere Männer" haben nichts dagegen einzuwenden.
Da es spät ist und bald zugemacht wird, sind wir aber dazu gezwungen das Essen einpacken zu lassen und nach Hause zu gehen.
Ich wette Kurenei wusste es...
So bleibt uns nichts anderes übrig, als das ich mit Kakshi zu mir gehe da ich in der Nähe wohne.
Ich stelle die Tüte mit dem Sushi direkt auf den Wohnzimmertisch, schlüpfe aus meinen Schuhen und kuschel mich auf die Couch. Kakashi habe ich für den Moment ganz vergessen. Doch als er sich zu mir setzt fällt es mir wieder ein.
"Oh entschuldige." stammel ich auch schon los "Ich esse meistens hier und da ich dabei alleine bin...oh es tut mir so leid das war so unhöflich..."
Lächelnd schaut er mich an, macht den Fernseher an und zippt ein wenig durch. Er bleibt bei einem Sender auf dem über Legenden gesprochen wird denen man auf den Grund geht.
"Sowas magst du doch oder? Dein Buch handelte doch von so etwas oder?" fragend schaut er mich an.
"Äh ja...." ganz perplex schaue ich ihn an. Währenddessen packt er das Essen aus und reicht mir meine Stäbchen. "Dann wird das jetzt ein Abendessen wie jeden Abend bei uns beiden" und nimmt sich seine Stäbchen.
Schon habe ich den ersten Bissen im Mund. Gerade will ich Kakashi fragen was er von dem Film hielt als er seine Maske runterstreift.
Nun sehe ich endlich sein wahres Gesicht. Aber möchte er das? Will ich es sehen? Halten meine Nerven das aus? Sicherlich sieht er wunderhübsch aus. Das würden meine Nerven nicht überstehen.
Schnell wende ich mich ab und esse mein Sushi. Anschließend konzentriere ich mich ganz auf die Serie die tatsächlich ziemlich interessant ist. Es geht um eine meiner Lieblingslegenden weswegen ich es gar nicht mitbekomme als Kakshi seine Stäbchen niederlegt und mich nur noch anschaut.
Ich merke seinen Blick und er merkt das ich es merke. Ich drehe mich um und schaue ihn an. Seine Maske hat er inzwischen wieder hochgezogen. Langsam beugt er sich zu mir rüber. Ich spüre seinen Atem durch die Maske nahe an meinem Hals. Ganz leise und mit einer unglaublich samtenen Stimme flüstert er mir ins Ohr "Danke für diesen wundervollen Abend." Ich spüre Stoff auf meiner Wange. Durch diesen Stoff hindurch strömt ein warmer Atem während er mich durch seine ewige Maske auf die Wange küsst. Wieder laufe ich rot an. Kakaschi lehnt sich wieder zurück und schaut mich liebevoll an. Er steht auf und macht sich zum gehen bereit.
"Wieso bedankst du dich für den Abend?" will ich von ihm wissen. "Immerhin hast du dich nur revanchiert und ich sollte mich bei dir bedanken."
"Erzähl keinen Unsinn" sagt er zärtlich und nimmt mich in seinen Arm. Ich weiss nicht was ich davon halten soll. Er haucht mir ein leises "Gute Nacht" zu und ist auch schon verschwunden.
War das wirklich alles wahr oder war dieser ganze Abend nur ein Traum?
Beflügelt mache ich mich auf den Weg ins Bett, noch lange liege ich wach ehe ich in die wunderschönsten Träume gleite.

Am nächste Morgen fühle ich mich so gut wie schon lange nicht mehr. Alles ist wundervoll und am liebsten würde ich die ganze Welt umarmen.
Obwohl ich gestern spät ins Bett kam, bin ich recht fit und begebe mich daher gemütlich zum Trainingsplatz.
Doch satt meiner drei Schüler sehe ich dort auch Naruto, Sakura und Sai.
"...ziemlich hübsch aus, echt jetzt!" höre ich Naruto.
Doch kaum komme ich näher verstummen sie.
Ich kann mir schon denken worum es geht aber ich bin viel zu gut gelaun um etwas zu sagen und begrüße alle mit einem herzlichen Hallo.
Zur Reaktion kommt von den meisten ein breites grinsen. Aber das kann mir heute gar nichts.
Es stellt sich heraus das Naruto und sein Team heute auch auf diesem Trainingsplatz trainieren wollten. Da das Geläde ziemlich groß ist, macht das aber keine Umstände
"Sensei Kakashi ist wirklich spät dran heute, vielleicht war er ja gestern zu lange wach." Mit einem breiten grinsen schaut Naruto mich an.
"Ja es war gestern wohl etwas später." erwidere ich höflich.
Kiba fällt die Kinnlade runter und auch Shino blickt auf. Na wenn die mich hier in Verlegenheit bringen wollen, drehe ich den Spieß mal um.
Nichts kann mir heute die Laune verderben.
Kurz darauf taucht Kakashi auf und begrüßt unsere Teams. Mich begrüßt er mit einem dieser Wahnsins-Kakashi-Blicke wie ich es nenne.
Doch als wir mit dem Training beginnen wollen taucht ein Mitglied der Anbu auf.
"Misao wir haben einen Eilauftrag von Tsunade wir brauchen dich unbedingt mit deinem Team. Das gleiche gilt für dich und dein Team Kakashi"
Sofort sind wir bereit und machen uns mit dem Anbu Mitglied auf den Weg.
Unterwegs erklärt der Anbu mit Namen Masaru die Situation.
"An unserer Westgrenze ist eine Frau mit 2 Männern aufgetaucht. Sie haben unsere Wachen dort einfach besiegt und sind auf den direkten Weg nach Konoha. Wir befürchten, dass sie vorhaben den Gefangenen zu befreien den wir dort festhalten. Der Bursche war ein zäher Brocken noch drei davon ist wirklich nicht gut. Leider haben wir kaum Teams momentan da die meisten verschiedene wichtige Gäste zum Sommerfest eskortieren. Unser Befehl lautet klar sie gefangen zu nehmen oder zu töten."
Bald darauf sind wir nahe der Westgrenze.
Oberste Vorsicht ist geboten.
Plötzlich steht eine junge Frau vor uns mitsamt zwei Männern. Die Frau hat eine unglaubliche Ausstrahlung. Wie eine Elfe steht sie vor uns, zart und zerbrechlich sieht sie aus. Der Mann rechts von ihr ist ziemlich klein, kahlköpfig und schaut uns ziemlich gierig an. Der andere ist ein riesiger Muskelprotz mit einem unglaublich breitem Rücken. Wie ein Riese sieht er aus und knirscht bedrohlich mit den Zähnen.
Na toll. Nun stehen wir ihnen direkt gegenüber, nicht mal einen Plan konnte wir machen.
Sofort übernimmt Kakashi das Kommando.
Naruto, Sai, Kiba - ihr nehmt euch den Dicken vor. Hinata, Shino ihr euch zusammen mit Masaru den kleinen. Ich kümmere mich um die Frau. Sakura du hältst dich zurück eventuell brauchen wir dein medizinisches Können. Miaso du achtest auf Sakura."
Was sollte das denn! Meine Schüler sollen kämpfen während ich, ein Anbumitglied rumstehe und Kakashi alleine kämpft! Was soll das denn!
Ich will gerade protestieren als er mich ansieht, sein Stirnband mittlerweile schon hochgeschoben.
"Ich will nicht das dir etwas passiert, verstanden?" wendet er sich mit einem flüstern an mich.
Total verdattert von dieser offen gestandenen Sorge schau ich ihn mit Knopfaugen an.
Dann geht es auch schon los.
Der Dicke scheint ungeheure Kräfte zu haben. Ein direkter Schlag und ich sehe schwarz für unsere Jungs. Aber sie machen ihre Aufgabe gut obwohl der Feind das Metall beherrscht und Schuriken bei ihm absolut uneffektiv sind.
Der Kampf zwischen Hinata, Shino und Masaru gegen den kleinen ist auch nicht ohne. Wie eine Spinne versucht er sie mit Chakrafäden zu fangen. Doch mit Hinatas Byakugan, Shinos Insekten und Masarus erstklassiger Ausbildung als Anbu sind sich auch diese Gegner ebenbürtig.
Anders der Kampf zwischen Kakashi und der Frau.
Sie kämpft mit Gift in jeder Variante. Ihr Waffen sind damit getränkt und auch einige spezielle Jutsus beherrscht sie. Selbst mit seinem Sharingan kommt er da nicht sehr weit. Wieder greift die Frau an. Kakashi ist flink und zögert nicht sie anzugreifen. Doch plötzlich löst die Frau sich in einem Giftnebel auf - es war ein Doppelgänger. Schneller als jeder von uns reagieren kann greift sie Kakashi von oben mit ihrem Katana an.
Kakashi weicht zurück, wird aber an seiner Brust gestreift.
Blut spritzt, Kakashis Augen weiten sich.
NEIN! Alles in meinem inneren schreit.
Da lieg er, versucht sich wieder auszurappeln.
"Sakura!" schreie ich schrill. Sakura läuft bereits zu ihm hin. Nun muss ich nicht mehr aufpassen und stürze mich auf dieses Miststück.
Sie ist gut und schnell, selbst ich habe immense Schwierigkeiten Luft zu holen, mein Ge-Jutsu kriege ich so schnell nicht aufgebaut.
Also bleiben nur meine restlichen Waffen.
Mit meinem Eisversteck kann ich mich gut verteidigen, komme aber kaum zum Angriff. Purer Hass treibt mich dazu an mich immer weiter an sie heran zu bewegen um sie in den Nahkampf zu verwickeln.
Ich höre ein stöhnen...Kakashi! Nein.
Egal was passiert, schnell drehe ich mich um, Schweißperlen rinnen seine Stirn runter, er keucht heftig.
Die Frau beginnt laut zu lachen "Keine fünf Minuten und der Mann ist tot! Und das soll der legendäre Kopierninja sein? Lächerlich!"
Jetzt reicht es mir.
Ich habe einen Großteil Chakra verbraucht, der Kampf der anderen dauert noch an, Sakura ist mit Kakashi beschäftigt genug, sie kann nicht kämpfen.
Ich benutze mein Jutsu des vertrauten Geistes und Takeru, der König der Raubkatzen erscheint an meiner Seite.
"Takeru! Ich brauche deine Stärke! Hilf den andere bei ihrem Kampf und kümmere dich anschließend um Kakashi"
Ohne viele Worte mischt er mit und versucht gegen den Großen zu kämpfen. Ich weiss, dass er Kampfgeist hat und den anderen eine große Hilfe sein wird. Er ist stark und schnell. Genau das was die anderen brauchen können.
Aber meinen Kampf bringt das nicht viel weiter. Ich muss schnellstmöglichst diesen Kampf beenden um Kakashi zu helfen, schießt es mir durch den Kopf.
Mein Gen-Jutsu kann ich nicht anwenden, in Nahkampfreichweite bekomme ich sie nicht, vor allem nicht auf die Schnelle. Mein Eisversteck dient nur der Verteidigung und bringt mich nicht weiter.
Eine Möglichkeit habe ich noch, eine einzige Möglichkeit bevor ich endgültig am Ende bin mit meinem Latein.
Aber ich will dieses Jutsu nicht anwenden. Nicht vor den anderen.
Aber ich muss....
Schnell ziehe ich mich zurück. Ich stehe neben Kakashi und Sakura und schaue Sakura mit angsterfülltem Blick an. Sie ist voll und ganz auf die Wunde fixiert und scheint alles möglich zu versuchen, aber ihre Mine ist verbissen.
Ich muss es tun...wie ich es hasse...
Ich lege den Großteil meiner Kleidung ab, die Schutzpanzer, die Schuhe, das Stirnband bis ich nur noch in einer leichten Hose und Top da stehe. Ich spüre Kakashis Blick und auch den einiger anderer auf mir ruhen.
Ich hasse es.
Von Takeru kommt ein wildes fauchen "Bist du sicher...?" beginnt er. Ich drehe mich zu der gewaltigen Raubkatze um und sie faucht erneut. Er weiss ich muss es tun, er weiss wie dringend diese Lage ist.
Er springt an meine Seite.
Ich aktiviere mein Jutsu zeitgleich mit ihm. Er mag das Jutsu genau so wenig wie ich, aber es muss sein.
Wir werden in Rauch gehüllt und nun stehe ich meinem Gegner wieder gegenüber. Doch diesmal mit einem anderen Blick, dem Blick einer wilden Bestie.
In sekundenschnelle rase ich auf sie zu, nutze meine neuen, starken Sprunggelenke um mit einem offenen Maul und wild gebleckten Zähnen auf sie zuzuspringen.
Nur um haaresbreite weicht sie aus.
Plötzlich lächelt sie, und rennt auf Kakashi und Sakura zu. NEIN entfährt es mir aber außer einem ohrenbetäubendem fauchen ist nichts zu hören.
Ich renne, renne wie um mein Leben von der anderen Seite auf sie zu, diesmal packe ich sie mir.
Sie zückt ihr Katana und schießt auf Kakashi los, das schaffe ich nicht mehr.
Ich setze zum Sprung an doch plötzlich bleibt sie stehen hält das Katana in die Höhe und ich springe genau auf die Spitze ihrer Waffe zu. Ich kann nichts mehr machen da ich mitten im Sprung bin. Es war eine Falle. Sie hat es von Anfang an so geplant.
In mir merke ich die Unruhe von Takeru, auch er hat den Plan durchschaut.
Ich setze über Kakashis Körper hinweg, geradewegs auf die tödliche Waffe zu. Ich spüre wie sie mir den Bauch aufschlitzt und höre einen unglaublichen, leidenden Schrei. Aber ich kann nicht zuordnen zu wem er gehört. Das Schwert steckt noch nicht ganz in meinem Körper, dennoch fühle ich mich unwohl, benebelt.
Doch nun bin ich genau über ihr, genau über dieser Hexe.
Ich neige meinen Kopf nach unten, wohl wissend, das ich mir damit nur noch mehr Schmerzen zufügen werde und packe sie.
Mit den riesigen Fangzähnen einer Wildkatze packe ich sie und beiße mit letzten Kräften zu.
Gemeinsam landen wir auf der Erde. Sie bewegt sich nicht mehr. Ihre Augen sind glanzlos und vom Schock weit geöffnet.
Ich versuche aufzustehen, ich kann nicht mehr. Alles dreht sich. Aber ich muss....
Das Jutsu löst sich auf schleppend versuche ich zu den anderen zu robben.
Sakura zieht mich herrüber, versucht irgendetwas an meinem Bauch...
"Nicht..." kriege ich krächzend hervor. "Kakashi..."
Meine Stimme versagt. Alles wird schwarz und dunkel.

Erneut merke ich den stechenden Schmerz, kann nicht sprechen, nichts sehen.
Aber ich kann hören. Ein stetiges Piepen ist zu vernehmen, Stimmen und geschäftiges Treiben.
Licht dringt durch meine geschlossenen Augenlieder, ich bin an einem hellen Ort.
Da! Ich höre Stimmen, vertraute Stimmen. Kurenai! Kotetsu!
Wo bin ich...
Ich spüre etwas...meine Hand, jemand hält meine Hand.
Alles wird klarer, die Stimmen lauter.
Da ist noch jemand. Shizune...sogar Takeru höre ich.
Ich werde aus ihren Worten nicht schlau aber will ihnen antworten, will wissen wie es Kakashi geht, den Mann den ich liebe.
Ich versuche die Augen zu öffnen. Einen Spalt...ja einen Spalt schaffe ich es.
Ich höre lauter werdende Stimmen.
Ich will antworten, öffne meinen Mund ein wenig, aber ich kriege keinen Laut hervor.
Ich kann nicht mehr, wieder sinke ich in diese Dunkelheit und spüre nichts.

Nach einer gefühlten Ewigkeit versuche ich es wieder....ich kriege die Augen auf und sehe grelles Licht. Plötzlich wird das Licht verdeckt und ich sehe Gesichter die über mich gebeugt sind. Ich höre weit entfernt Rufe, aber ich verstehe sie nicht. Langsam werden sie deutlicher.
"Gott sei Dank bist du wieder wach was tust du nur was soll das..." höre ich Kotetsus vorwurfsvolle und tränenerstickte Stimme.
Ich sehe Hinatas sorgenvollen Blick, sehe Shizune wie sie mich erleichtert ansieht. Sehe Kurenais schockgeweitete Augen.
Aber das wichtigste Gesicht fehlt. Ich will die Augen wieder schließen, da spüre ich neben mir eine Bewegung. Meine Hand bewegt sich ohne das ich etwas mache und plötzlich sehe ich das schönste Gesicht von allen...
"Kakashi..." meine Gedanken kommen aus meinem Mund. Er lebt. Es geht ihm gut. Gott sei Dank.
Wieder versinke ich im Dunkeln.

Es sind nun 2 Wochen vergangen in denen ich in diesem Dämmerzustand war.
Mittlerweile bin ich wieder halbwegs fit muss aber das Bett noch hüten solange ich die Verletzung habe.
Täglich bekomme ich Besuch. Mein Team besucht mich regelmäßig und bekommt von mir stets zu hören, dass sie bloß weiter trainieren müssen bevor Tsunade mich noch feuert.
Kurenai sitzt oft bei mir. Sie erzählt von ihrem Kind das sich erstmals in ihrem Bauch bewegt hat, davon was ich alles verpasse, davon, dass das Sommerfest schon vorbereitet wird.
Und wenn weder mein Team noch Kurenai da ist, so sitzen Sakura, Naruto oder auch Kotetsu bei mir.
Nur Kakashi den habe ich nicht mehr gesehen.
Eines Tages frage ich Kurenai warum er nicht kommt.
Traurig blickt sie auf den Boden. "Weisst du, er macht sich unglaubliche Vorwürfe das dir das passiert ist. Hätte er dich kämpfen lassen wäre das Ganze ein Klacks geworden aber er hat dein Wohlergehen über die Mission gestellt - wie sein Vater damals. Damals kamen auch Menschen ums Leben dadurch und du bist nun schwer verletzt und warst dem Tode nahe. Er ist unglaublich deprimiert, Asuma versucht ihm zu helfen aber er macht zu..."
Mein Blick verschwimmt, Tränen bilden sich und ich will sie nicht aufhalten. Viele Stunden liege ich auf Kurenais Schoß und weine all das Leid heraus.

In den nächsten Tagen bitte ich jeden Besucher nach kurzer Zeit zu gehen. Ich will mit diesem Leid alleine sein.
Meine Medikamente nehme ich kaum noch. Alles ist mir egal.
Plötzlich klopft es an meiner Zimmertür, besorgt steckt eine Schwester ihren Kopf herein. Ich schaue sie teilnahmelos an und hoffe das sie bald verschwindet. Hinter der Schwester erkenne ich Kurenais Kopf.
Warum lassen sie mich denn nicht in Ruhe, ich drehe mich weg.
Die Tür wird geschloßen, ich höre Schritte auf mein Bett zukommen aber will mich nicht umdrehen. Ich will Kurenai nicht sehen, ich will alleine sein.
Wieder steigen mir die Tränen in die Augen.
"Du solltest deine Medikamente wirklich besser nehmen..." höre ich eine niedergeschlagene Stimme.
Meine Augen weiten sich, dass kann doch gar nicht sein.
Langsam drehe ich mich um, ganz langsam. Zuerst sehe ich eine weiße Strähne, dann noch eine und schließlich ein schräges Stirnband.
Ein graues Auge und eine Maske. Nein... Das ist nicht wahr.
Mit aufgerissenen Augen und weiterhin weinend schaue ich Kakashi an. Fertig sieht er aus, müde, erschöpft.
"Du siehst ja furchtbar aus. Was...was ist passiert? Soll ich eine Schwester rufen?" entfährt es mir ängstlich. Ich kann es immer noch nicht fassen.
Kakashis Blick wird noch trauriger sofern das denn möglich ist.
"Du hast hier im sterben gelegen und bist unglaublich übel zugerichtet worden und willst mir eine Schwester rufen?" fassungslos starrt er mich an. Beinahe wütend.
Noch mehr Tränen kommen mir hoch. Ich habe ihn wütend gemacht. Warum mache ich denn nur alles falsch?
Ich muss schlucken. Das schluchzen klettert meine Kehle hinauf.
"Bitte, nicht weinen, bitte" entfährt es Kakashi erschrocken.
Die Trauer in seinen Augen, springt auf mich über, am liebsten würde ich laut losschreien.
Ich schaue ihn an. Teilnahmelos, ängstlich, traurig und erschrocken erwidert er meinen Blick.
Ich muss lächeln. Wieder kommt mir der Gedanke wie beim letzten Mal, als er so traurig Aussah.
Wieder lasse ich mein Gen-Jutsu auf ihn wirken, wieder schweift sein Blick ab und wird glasig, wieder ist er in einer anderen, schöneren Welt.
Nach einiger Zeit löse ich das Jusu auf, es strengt mich sehr an.
Hoffnungsvoll schaue ich ihn an. Er schaut verwirrt und dann unglaublich bekümmert auf mich herab.
"Mach das bitte nie wieder..." sagt er knapp.
Ich fühle mich wie vor den Kopf gestoßen.
"Warum...?" frage ich ihn. "Du siehst die schönsten Dinge die es geben sollte. Du hattest soviel Freude daran beim letzten Mal. Wieso willst du das nicht?"
"Weil ich anschließend wieder dein Leid sehen muss und diese Wünsche und Träume niemals wahr werden also was bringt es mir!" fragt er mich kalt.
"Wenn es so schrecklich ist mich zu sehen, wieso bist du dann hier?" Ich kann das schluchzen nicht mehr zurück halten und lasse den Tränen freien Lauf.
Überrascht schaut er mich an, er scheint zu überlegen, mit sich zu ringen. Aber er sagt nichts.
Lange sitzt er so da, schaut mich einfach nur an.
Er will aufstehen
"Nicht..." flehend schaue ich zu ihm auf.
Er seufzt, setzt sich aber wieder hin und nimmt meine Hand.
Ich spüre Wärme auf meinen Wangen doch ausnahmsweise ärgert es mich nicht. Ich muss lächeln.
"Warum freust du dich so wenn ich da bin?" fragt er mich. Er klingt als würde es ihm wehtun das es so ist.
"Aus demselben Grund aus dem du hier bist" entgegne ich mutig.
Er lächelt scheinbar und schüttelt den Kopf. Er merkt das ich ihm darauf keine konkrete Antwort geben werde solange er sie mir nicht gibt.
Wir sitzen eine ganze Weile so da.
"Was ist mit deinen Medikamenten? Wirst du sie nehmen?" fragt er mich ruhig.
"Weiss ich nicht - wenn du wiederkommst vielleicht" Ich setze nun alles auf eine Karte.
Er streicht mir über den Kopf, wie bei einem kleinen Kind.
"Hey!" beschwere ich mich.
Er lacht, sein Blick wird wieder warm...Gott sei Dank.
"Diesmal habe ich eine Überraschung für dich" kommt es plötzlich von ihm.
Gespannt schaue ich ihn an. Er zieht ein kleines Buch aus seiner Tasche, mein Buch!
Er schlägt es auf und beginnt zu lesen. Er liest eine Geschichte die ich bereits kenne, doch ich schweige. Ich genieße es seine Stimme zu hören.
Als er endet schaut er mich an.
"Misao...Wieso hat die Frau sich dazu entschieden zu ihm zu gehen wenn sie doch genau wusste das es sie umbringt. Sie wusste das sie sterben wird bevor sie bei ihm ankommt.Warum tut sie es?" fragend sieht er mich an.
"Ganz einfach - weil ein Leben ohne ihn kein Leben für sie ist. Lieber stirbt sie mit dem Gedanken das sie zum ihm gehört statt das sie ohne ihn lebt das ist doch ganz einfach." entgegne ich ganz logisch.
Lächelnd sieht er mich an. Nachdem er mir diese persönliche Frage gestellt habe, möchte ich auch etwas von ihm wissen.
"Was siehst du in meinem Jutsu?"
Perplex schaut er mich an, fängt sich aber wieder und setzt wieder so einen unwiderstehlichen Kakashi-Blick auf.
"Ich sehe nicht etwas, sondern jemanden." entgegnet er verträumt.
Ich muss an den See denken wo auch ich oft geträumt habe, meist von meinen Eltern.
Wahrscheinlich schmerzt ihn dieses Jutsu deswegen so.
Seit diesem Abend sitzt Kakashi oft bei mir und liest mir vor. Von Tag zu Tag geht es mir besser und bald ist nur noch eine hauchdünne Narbe zu sehen.
Am Tag meiner Entlassung fallen mir seine damaligen Worte ein "Danke für das Buch - dafür revanchiere ich mich sobald ich hier draußen bin." sagte er.
Nun bin ich wohl an der Reihe Danke zu sagen!

Es sind un schon einige Tage rum seit meiner Entlassung. Das Training mit dem Team habe ich sofort wieder aufgenommen und nehme sie härter ran denn je.
Bei praktischen Übungen halten sie sich zurück, zu groß ist ihre Sorge das ich noch nicht ganz fit bin.
Wir trainieren oft mit Kakashis Team, nicht zuletzt darum damit er mir immer wieder Aufgaben abnehmen kann auch wenn ich wieder fit bin.
Eines Abends nach dem Training kommt Sakura auf uns zu. "Sensei Kakashi, Sensei Misao, werden wir auch morgen trainieren? Immerhin beginnt das große Sommerfest und naja..."
Lächelnd blicke ich sie an. "Nein Sakura morgen und übermorgen habt ihr frei. Sensei Kakashi und ich werden nämlich ebenfalls auf dem Fest sein."
"Super!" entgegnet Sakura und teilt den anderen die frohe Botschaft mit. Narutos grinsen nach, hat sie ihm aber nicht nur das verraten.
"Ach bin ich wirklich da?" fragt Kakashi.
"Ja - ich muss mich nämlich noch revanchieren" antworte ich ihm mit zuckersüßer Stimme.

Ich bin auf dem Weg zu Kurenai. Na super! Ich Holzkopf! Morgen ist das große Sommerfest, ich bin quasie mit Kakashi verabredet und habe eine Überraschung versprochen und keine Idee was ich tun kann. Na herzlichen Glückwunsch.
Als ich bei ihr ankomme, schildere ich ihr die Situation.
"Naja....du könntest Glück haben. - Viele Läden haben einen kleinen Stand aufgebaut. Der Buchladen hat meines Wissens nach eine Sonderedition vom "Flirtparadies" in der Details stehen die es in den normalen Büchern nicht gibt. Asuma erzählte mir davon aber ich bin mir nicht ganz sicher."
Das klang ja schonmal sehr gut.
"Und was muss ich tun um es zu kriegen?"
Kurenai druckste rum.
"Naja....wie du dir denken kannst ist die Aufgabe auf das Buch bezogen. Naruto hatte da wohl seine Finger mit im Spiel."
"Soll heißen?" bohre ich nach.
"Derjenige mit dem beste Sexy-Jutsu soll es bekommen - das Jutsu ist eine Erfindung von Naruto - tut mir leid Misao"
Das war doch wohl nicht Kurenais Ernst. Wer kommt auf so eine bescheuerte Idee sich eine SOLCHE Aufgabe auszudenken?
Na toll - wieso hasst mich das Schicksal nur so.
Betrübt mache ich mich auf den Rückweg und komme wie immer an Ichirakus Nudelsuppenrastaurant vorbei.
Da kommt mir die geniale und gleichzeitig dumme Idee.
Ich betrete den kleinen Laden und treffe - natürlich - auf Naruto. Ich setze mich neben ihn und beginne mit meinem Plan.
"Ähm Naruto" beginne ich mit zuckersüßer Stimme
Ein lautes schlürfen kommt als Antwort.
"Ich habe von deinem Jutsu gehört - dem Sexy Jutsu" fahre ich langsam fort.
Verwundert schaut er von seine Suppe auf. "Ich dachte du hast Kakashi was willst du dann mit meinem Jutsu?" Misstrauisch blickt er zu mir rüber.
"Naja ich dachte mir, du könntest es morgen beim Wettbewerb anwenden um zu gewinnen und mir den Preis dafür geben." fahre ich unschuldig fort.
"Wieso will jeder das ich ihm das Jutsu zeige oder es selber mache?" genervt wendet er sich seiner Suppe zu.
"Naja weil ich dir dann soviele Nudelsuppen ausgeben würde wie du essen kannst."
Entgeistert schau er mich an. "Soviel ich essen kann?"
Juhu ich hab es geschafft! geht mir durch den Kopf.
"Ja soviele du essen kannst - sofern du gewinnst und mir den Preis gibt es und niemand davon Wind bekommt."
Ein Strahlen breitet sich auf Narutos Gesicht aus. "Ich gewinne! Ech jetzt!"
Ich bezahle Narutos bisherige Rechnung um ihn einen Vorgeschmack zu geben und verschwinde dann wieder.
Na das wäre schonmal geklärt, denn wer sollte das Jutsu besser beherrschen als der Erfinder?

Es ist früh am nächsten Tag, ich habe noch Einkäufe zu erledigen.
Gegen Mittag kommen Shizune und Kurenai vorbei. Wir wollen uns gemeinsam fertig machen.
Wir ziehen unsere Kleider an und kommen aus dem Staunen nicht raus.
Shizune sieht in ihrem langen braun-weißen Kimono einfach bezaubernd aus. Kurenais Kleid spannt sich an ihrem Bauch.
"Als wir die Kleider ausgesucht hatten war am Bauch noch etwas mehr Luft." sagt sie liebevoll.
Und ich stand wieder in diesem atemberaubenden Kleid da.
"Pass bloß auf das kein Kind daran zupft sonst stehst du ohne Kleid da" warnt mich Shizune scherzend.
Naja rech hat sie - einmal ziehen und das Kleid wäre runter.
Nun geht es wieder an das Make Up und die Haare. Shizune wird mit Spangen verziert, Kurenais Haare werden geglättet und kunstvoll frisiert.
Meine Haare werden mal wieder gelockt, dann aber hochgesteckt. Eine Strähne will wiedermal nicht und hängt mir locker ins Gesicht.
Ich will mir die silberne Kette anlegen die ich mir gekauft hat, aber die anderen zwei sind strikt dagegen.
Letztes Mal gefiel es ihnen doch so.
Als wir fertig sind und gerade losgehen wollen packt Kurenai etwas aus ihrer Tasche und überreicht es mir.
"Ein Geschenk?" verwundert sehe ich sie an.
"Naja...Misao du hast Geburtstag, da ist sowas üblich." verlegen lächelt sie mich an. "Wir wussten nicht was wir dir holen sollten naja...da dachten wir das gefällt dir."
War ich nun wirklich schon 23? Durch den Krankenhausaufenthalt bin ich in den Wochen wohl etwas verrutscht.
Ich packe das Geschenk aus und heraus kommt ein kunstvoller Bilderrahmen mit einem Foto unserer lustigen Truppe.
Das Bild wurde durch Zufall geschossen als wir alle mal wieder in der Bar hingen. Vorne im Bild war Kakashi zu sehen, wieder mit seinem unglaublichen Blick.
Sprachlos schaue ich das Bild an.
"Es ist nichts großes ich weiss aber..." weiter lasse ich Kurenai nicht kommen. Ich packe mir die beiden Mädels links und rechts unter den Arm und bringe nur noch ein leises "Danke" hervor.
Dieses Geschenk war einfach wundervoll.
Vergnügt machen wir uns auf dem Weg.
Es ist mittlerweile schon Abend, es dämmert bereits aber hunderte Lampions erhellen die Festwiese.
Shizune macht sich auf den Weg zu Tsunade während Kurenai und ich nach Asuma und Kakashi suchen.
Nach einiger Zeit haben wir sie immer noch nicht gefunden.
"Kurenai ich muss los, ich muss Naruto suchen der Wettbewerb ist lägst vorbei." damit verschwinde ich und suche Naruto.
Der ist schnell gefunden denn auch Ichitaku hatte meines Wissens nach einen Stand.
"Und Naruto wer darf bezahlen?" begrüße ich den blonden Jungen herzlich.
"Du natürlich isch hab geschagt isch gewinne." nuschelt er.
Stolz überreicht er mir das Buch.
"Naruto ich danke dir, danke danke danke danke danke." Überglücklich bitte ich Ichiraku mir Narutos Nudelsuppen in Rechnung zu stellen ich würde sie später bezahlen wenn er fertig sei.
Und so geht es wieder zurück. Diesmal Kurenai, Asuma und Kakashi zu finden.
Bald darauf finde ich die 3 und bleibe sprachlos stehen.
Neben Kurenai steht er. Er trägt eine lange dunkle Hose, Einen engen Pullover mit unglaubliche Kragen - umfunktioniert zur Maske.
Sein Strinband hat er wie einen Gürtel um die Hüfte gelegt und schaut mit seinen beiden so unterschiedliche Augen gerade in meine Richtung.
Er sieht unglaublich gut aus.
Seine Augen weiten sich und auch Asuma dreht sich zu mir rum und bestaunt mich mit großen Augen.
Kurenai lächelt mit mir um die Wette. Schnell komme ich auf die drei zu.
"Du siehst...Wow." kommt es von Asuma.
Ein roter Hauch bildet sich wiedermal auf meinen Wangen.
Kakashi starrt mich weiterhin an.
Kurenai zieht Asuma weg und ich stehe alleine mit Kakashi in dem Getummel auf der großen Festwiese.
"Ach...ich hab dir da ja was versprochen" fange ich an um die peinliche Stille zu durchbrechen.
Ich überreiche ihm das Buch, und wenn er vorher große Auge gemacht haben soll, dann ist das nichts zu dem was jetzt kam.
Plötzlich riss er mich hoch, drückte mich an sich, drehte sich einmal herum und lies ich wieder runter.
Sein eigenes Auge strahlte mit meinen Augen um die Wette.
Wir schlenderten ein wenig über das Fest, tanzten auch den ein oder anderen Tanz auch wenn meine Füße dabei in Mitleidenschaft gezogen wurden, trafen auf verschiedene Freunde und hörten um uns herum das Getuschel der anderen Leute über uns.
Aber es kümmerte uns nicht, dieser Abend gehörte uns.

Schließlich waren wir einmal überall, mittlerweile war es fast Mitternacht.
"Bevor dieser Abend zuende geht, möchte ich dir auch noch etwas überreichen" fängt Kakashi an als wir an einer abgelegenen Ecke der Festwiese stehen.
"Schließe bitte deine Augen"
Ich schließe etwas ängstlich meine Augen.
Was kommt jetzt? Ich spüre wie er mir etwas um den Hals legt.
"Jetzt kannst du sie wieder öffnen."
Ich blicke direkt an mir herab und sehe einen azurblauen Anhänger in Form einer Rose an meinem Hals baumeln.
Fassungslos schaue ich das Schmuckstück an.
"Die Rose steht für die Liebe, die blaue Farbe für die Träne der Meerjungfrau aus der Geschichte" haucht Kakashi mir ins Ohr. "Alles Gute zum Geburtstag"
Fassungslos stehe ich vor ihm.
Kurzerhand stelle ich mich auf Zehenspitzen und küsse ihn durch seine Maske. Ein leises "Danke" kriege ich noch hinterher.
Stillschweigend, in Gedanken vertieft gehen wir durch die Straßen bis wir bei mir ankommen. Eigentlich wollte ich noch nicht nach Hause.
Er scheint genauso überrascht als er vor meiner Haustüre steht.
"Mh was hältst du von einer Mahlzeit? Wir holen uns etwas und essen noch eine Kleinigkeit. Zum schlafen gehen ist es mir noch viel zu früh" versuche ich möglichst locker von mir zu geben.

Als er einverstanden ist, machen wir uns auf den Weg zurück zur Festwiese, holen uns etwas zu essen und gehen wieder zu mir.
Dort angekommen entledige ich mir meiner Schuhe und klettere wieder auf die Couch. Kakashi tut es mir gleich.
So sitzen wir wieder da vorm Fernseher schauen irgendeinen Action Film mit 5 Ninjas die ein ganzes Land überfallen wollen und packen wieder unser Essen aus.
Diesmal bin ich darauf gefasst Kakashis Gesicht zu sehen. Aber er scheint gar nicht die Absicht zu haben sich diese runter zu ziehen da er die ganze Zeit auf mich schaut.
Wieder begegne ich seinem unglaublichen Blick, laufe rot an, doch diesmal schaue ich nicht weg.
Ich weiss nicht wie lange wir da so saßen. Doch plötzlich verändert sich etwas in seinem Blick.
Er zieht mich zu sich, drückt mich fest an sich, legt seinen Kopf auf mein Haar. Die kunstvolle Frisur löst sich auf, locker fallen mir meine Haare auf den nackten Rücken.
Ich bekomme Gänsehaut. Noch fester drückt er mich an sich. Zögernd lege ich meine Arme um ihn und kuschel mich mit meinem Kopf tief an seine Brust.
"Misao..." mit einer unglaublichen Zärtlichkeit spricht er mich an.
Aber es ist nicht Zeit der großen Worte. Ich richte mich auf und klettere auf seinen Schoß. Unsere Nasenspitzen berühren sich beinahe, sein Atem dringt durch die Maske zu mir. Langsam lege ich meine Hände an seine Wangen und streiche mit meinen Daumen langsam, aber bestimmt die Maske runter.
Gerade, männliche Gesichtszüge zeigen sich, ein Gesicht von Gott persönlich geschaffen liegt in meinen Händen.
Ich bin sprachlos, schaue diesen Mann an und kann meinen Blick nicht von ihm abwenden. Mein Staunen muss ihn belustigen, er formt ein schiefes, unwiderstehliches Lächeln.
Ich neige meinen Kopf zu ihm, nicht in der Absicht ihn zu küssen sondern einfach um ihm näher zu sein.
Er lächelt immer noch dieses wunderschöne Lächeln.
Langsam neigt auch er seinen Kopf zu mir, schaut mir tief in die Augen eher er seine schließt und seine Lippen meine berühren.
Ich bin unfähig zu reagieren. Unfähig den Kuss zu erwidern.
Dieses Gefühl ist berauschend und gleichzeitig so unwirklich. Wie ein Traum.
Langsam lässt er von mir ab, schaut mich an und hebt meinen Kopf mit seiner Hand.
"Alles in Ordnung?" fragt er zaghaft aber mit einer unglaublichen Zärtlichkeit in seiner Stimme.
Ich bringe nur ein ruckartiges, schnelles Nicken zustande.
Meine kunstvolle Frisur verliert sich nun endgültig im nirgendwo und eine weitere Strähne schleicht sich in mein Gesicht.
Er lacht leise vor sich hin, streicht mir die Strähne aus dem Gesiicht und legt seine Hand an meine Wange.
"Ich liebe es wenn du mit deinen großen, glänzenden Augen und den roten Wangen vor mir stehst." flüstert er leise.
"Und ich liebe dich" entfährt es mir.
Seine Augen weiten sich ein wenig. Er scheint überrascht. Ich bekomme es mit der Angst zu tun. Aber er küsst mich abermals.
Diesmal erwidere ich seinen sanften Kuss.
Es ist ein berauschendes Gefühl, meinetwegen dürfte die Zeit ewig still stehen.
Sanft wendet er sich von mir ab.
Verwirrt schaue ich ihn an, diesen wundervollen Mann vor mir.
"Es tut mir so leid was dir passiert ist, hätte ich..." weiter lasse ich ihn nicht kommen.
"Ich liebe dich" etwas anderes bin ich nicht imstande von mir zu geben.
Wieder drückt er mich an sich.
Niemals soll diese Nacht vorüber gehen denke ich mir während ich seinem Herzschlag lausche.
Immer wilder werden unsere Küsse, immer leidenschaftlicher und verlangender.
Sein Haar ist nun endgültig zerzaust ebenso wie meines, mein Kleid ein gutes Stück runter gerutscht und auch seine Triebe melden sich.
Lächelnd betrachte ich die Wölbung seiner Hose.
Langsam streiche ich mit meinem Finger darüber und grinse ihn schelmisch an.
Wieder zieht er mich an sich. Liebevoll flüstert er mir ins Ohr "Das habe ich in deinem Jusu gesehen."
Und wieder küsst er mich.
Doch auch die schönste Nacht geht einmal vorbei, draußen dämmert es bereits, die Sonne geht langsam auf.
Keuchend sitzen wir eng umschlungen auf dem Sofa und wollen vom anderen einfach nicht ablassen.

Plötzlich klingelt es.
Wir beide schauen reflexartig zur Tür.
"Vielleicht ist es wichtig..." beginne ich meinen Satz.
"Na so wie du aussiehst aber sicherlich nicht." entgegnet er lächelnd und fährt mit seinem Finger meinen Hals hinab über meine Schulter, kommt nach vorne und fährt mir leicht über den Busen.
Er packt mich und setzt mich auf dem Sofa ab, steht auf, zieht seine Maske wieder über und geht an die Tür.
Mein Herz schlägt wie wild.
Er öffnet und ich höre schon Narutos Stimme.
"Sensei Kakashi was machst du denn hier!" brüllt der Junge direkt los.
"Nun Naruto ich bin zu Besuch und es wäre den umliegenden Nachbarn sicher sehr lieb wenn du um diese Uhrzeit nicht so rumschreien würdest." beginnt Kakashi mit seiner üblichen Stimme. Ich würde ja nun zu gern Narutos Gesicht sehen.
"Und was machst du hier?" fährt Naruto ihn direkt wieder an.
"Nun das könnte ich dich auch fragen, die Sonne ist nicht mal ganz aufgegangen."
"Kotetsu hat mich geschickt weil Sensei Misao gestern Abend nicht auf dem Fest zu finden war und keiner wusste wo sie war. Er hat sich Sorgen gemacht." gibt er beleidigt zurück.
Ich versuche mein Kleid einigermaßen zurecht zu ziehen, schüttle meine Haare einmal und gehe dann an die Tür.
"Guten Morgen Naruto - hier ist alles in bester Ordnung, wir haben nur meinen Geburtstag gefeiert, Kotetsu braucht sich also keine Sorgen machen. Würdest du ihm das bitte ausrichten?" bitte ich ihn mit Unschuldsmine.
Knallrot geworden, dreht er sich um und verschwindet.

Kommentare (5)

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Akina Minaru Akbadain ( von: Akina Minaru Akbadai)
vor 112 Tagen
Wow! Also ehrlich, dass ist die beste FF, die ich je gelesen habe! *.* Ich liebe es. ❤
May14 (04964)
vor 773 Tagen
Soooooo süüüüüüüßßß💞
ChaniVloggt (07076)
vor 928 Tagen
1 Wort: WOW :3 Die Geschichte ist der HAMMER!!! *-*
LuniiStar (10368)
vor 1245 Tagen
Ich habe zuerst deine FF "Zwei Gesichter" gelesen und jetzt diese. Ich merke einige Gemeinsamkeiten heraus (: und das hat mir sehr gefallen! :D du bist, meiner Meinung nach, sehr gut im Schreiben von FFs. ^^ Ich wünschte du würdest noch viele weitere schreiben! Hut ab!
lxvxoxl (15752)
vor 1292 Tagen
*.* die ff war der hammer ! ich liebe sie