Gleich und gleich gesellt sich gern

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 7.762 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2011-12-15 - Entwickelt am: - 3.830 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Wer kennt ihn nicht?

Kotetsu - der liebenswerte Chaot und beste Freund von Izumo aus Naruto.

Doch was ist, wenn sich jemand anderes in das Leben des jungen Mannes einschleicht?
Jemand, der von sich aus keine Bindung eingeht, jemand, der in Kotetsus Leben nicht mehr als eine Bekannte sein sollte?

Das eigentliche Ergebnis eines Lovetest, gibt es nun als FF.

1
"Shinrái komm schon wach auf."
Meine Vorhänge werden aufgezogen und das Licht durchflutet mein Zimmer.
"Mhh..." grummel ich unter meiner Bettdecke hervor.
"Nun komm auf geht’s. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du bei den Anbu solange schlafen konntest also hopp." schimpft Izumo laut los.
Nörgelnd stehe ich auf und schaue meinen Bruder an.
"Hat dir schonmal jemand gesagt das du der grausamste Mensch auf der Welt bist?" frage ich ihn grummelnd.
Kopfschüttelnd sieht er mich an. "Nein das nicht eher das ich langweilig sei." gibt er nüchtern zurück.
"Mach dich fertig und komm runter. Ich muss bald los und möchte wenigstens mit dir gemeinsam frühstücken."
Seufzend mache ich mich auf den Weg ins Bad.

Unter der Dusche werden meine Sinne geweckt.
"Wie kommt Izumo nur dazu mich aus dem Bett zu werfen. Drei Jahre war ich nun weg um Informationen zu beschaffen und nun muss ich schon wieder früh aufstehen. Wie kann man nur so grausam sein." rede ich zu mir selbst.
Nachdem ich wach genug bin um mich anzuziehen steige ich aus der Dusche und mache mich fertig.
Unten in der Küche angekommen wartet Izumo bereits.
"Na endlich." lächelnd sieht er mich an und greift beherzt zu einem Brötchen.
Schweigend setze ich mich zu ihm.
"Nun guck nicht so grummelig. Drei Jahre war meine kleine Schwester weg, es ist doch nur verständlich das ich dich nun bei mir haben möchte oder?" fragt er entschuldigend.
Immer noch schweigend greife ich zu meiner Tasse.
"Mhhhh" entfährt es mir nach einem Schluck. "Heiße Schokolade"
Spätestens jetzt kann ich ihm einfach nicht mehr böse sein.
Lächelnd betrachtet er mich während ich meine geliebte heiße Schokolade trinke.
"Du wirst wohl ewig ein Schleckermäulchen bleiben oder?" tadelt er mich lachend.
Auch ich muss mittlerweile grinsen.

"Wo musst du denn hin?" frage ich meinen Bruder nach einiger Zeit.
"Hach ich muss mit Kotetsu nach vorne ins Dorf um zu schauen wer kommt und wer geht." gibt er träge von sich.
"Mit Kotetsu also, ja?" frage ich ihn lachend.
Die beiden sind seit ihrer Jugend unzertrennlich.
Damlas mochte ich Kotetsu überhaupt nicht da er sich oft einen Scherz daraus machte ich zu ärgern.
Später habe ich ihn kaum mehr gesehen da ich viel trainieren war und später nur noch mit den Anbu unterwegs war.
Doch laut Izumo sei er in der Hinsicht mittlerweile reifer. Aber ganz erwachsen wird er wohl nie.
"Komm doch einfach mal mit. Kotetsu liegt mir schon dauernd in den Ohren das ich dich mal mitbringen soll, immerhin habt ihr euch ja nun auch Ewigkeiten nicht gesehen."
"Na auf Kotetsu kann ich getrost verzichten, ich lehne dankend ab." lache ich Izumo an.
Doch letzten Endes schleppt er mich doch eh wieder mit, soviel ist schon jetzt klar.
"Ok ok bevor du mich gleich mitschleppst ein anderer Vorschlag. Ich gehe gleich ein paar Besorgungen machen und komme anschließend vorbei und bringe euch ein paar Leckereien ok?" versuche ich mit ihm zu verhandeln.
"Na sofern du auch was mitbringst was wir mögen und nicht nur Schokolade wie du sie liebst ist es ok" grinst er spöttisch während er sich zum gehen bereit macht.
Lachend lehne ich mich zurück und verabschiede ihn mit ausgestreckter Zunge.
So verklemmt mein Bruder auch sein mag, er ist trotzdem einfach nur toll.

Nachdem ich den Frühstückstisch aufgeräumt habe mache ich auf den Weg in die Stadt.
Nachdem ich eine ordentliche Summe Geld dagelassen habe begebe ich mich nach Hause und bereite einen Korb voller Leckereien zu.
Das Brot wird mit den feinsten Sachen belegt und verziert. Die Getränke im Korb verstaut und auch ein Salat mit Hühnerbrust wie mein Bruder ihn liebt ist darin zu finden.
Eine große Tafel Schokolade macht das Buffet komplett. Nachdem ich ein wenig Geschirr dazu gepackt habe und alles mit einem karierten Tuch abgedeckt habe, mache ich mich auf den Weg.
Die Sonne scheint hell und warm. Ideales Wetter zum Picknicken denke ich mir.
Kurz darauf erreiche ich den kleinen Wachposten meines Bruders. Noch bevor ich dort eintreffe höre ich ein gelangweiltes Gähnen das mich zum Schmunzeln bringt.
Als ich den Posten erreiche, sehe ich Izumo in einem Bericht vertieft und einen jungen Mann, scheinbar Kotetsu, dösend neben ihn.
Kurzerhand knalle ich den Korb auf die Ablage und schwinge mich anschließend graziös selber darauf.
Absolut erschrocken fährt Kotetsu in die Höhe. Izumo schaut langsam und vorwurfsvoll von seinem Bericht auf.
Doch kaum grinse ich ihn breit an muss auch er schmunzeln. Im Grunde genommen ist er ja gar nicht mal so streng und langweilig wie er immer tut.
Lachend blicke ich nun Kotetsu an. Doch anstatt mich direkt böse anzublaffen schaut er mich verwundert an.
Na so macht das ganze keinen Spaß denke ich mir.
"Na habt ihr Hunger auf was feines?" frage ich die beiden um die Stille zu durchbrechen.
"Worauf du wetten kannst, Kotetsu liegt mir die ganze Zeit in den Ohren das er Hunger hat da er mal wieder zu lange geschlafen hat um noch Zeit für sein Frühstück zu finden." erklärt mir Izumo mit einen Seitenblick auf Kotetsu.
Belustigt blicke auch ich ihn an.

Mh wenn man sich Kotetsu heute so anschaut kann man kaum glauben, dass das der gleiche Junge wie damals sein soll schießt es mir durch den Kopf.
Seine komische knubbelige Nase sieht nun ganz normal aus. Auch die seltsamen Pflaster im Gesicht hat er aufgegeben, stattdessen ziert ein Verband über seiner Nase sein jungenhaftes Gesicht.
Auch sein Lächeln, das er mittlerweile aufgesetzt hat steht ihm gut.
Alles in allem ist er ein wirklich attraktiver Mann geworden.
Nachdem ich mir mein erstes Bild gemacht habe, beginne ich das Picknick herzurichten.
Ich breite das Tuch aus und stelle alle Leckereien darauf.
Als die beiden Jungs da essen muss ich schon schmunzeln.
Während Izumo langsam und bedacht isst, schiebt Kotetsu sich das eine nach dem anderen in den Mund.
Die beiden sind scheinbar genauso unterschiedlich wie damals schon.
Nachdem die beiden fertig sind packt Kotetsu sich die Schokolade.
"Na hör mal die willst du doch wohl nicht auch noch essen oder? Die ist für mich." lache ich ihn an.
Beschämt möchte er sie wieder in den Korb legen.
Lachend gebe ich ihm einen Teil ab und nehme mir selber ein Stück.
"Wenn du weiterhin soviel Schokolade futterst wirst du dick und rund" mahnt Izumo mich streng.
"Achwas" gebe ich unbekümmert zurück.
"Na das wäre wirklich nicht gut, da siehst du schonmal gut aus und willst dir das kaputt machen." mischt sich nun Kotetsu grinsend ein.
Wusste ich es doch! Genau die gleiche spitze Zunge wie damals. Doch mittlerweile kann ich kontern.
"Na allemale besser als du sah ich schon immer aus." gebe ich grinsend zurück.
"Shinrái, Shinrái..." kopfschüttelnd sieht er mich an.

Ich will gerade den Mund aufmachen als Izumo mir zuvor kommt.
"Shinrái könntest du den Bericht bitte an Tsunade übergeben? Du willst doch sicher eh bald wieder los statt deinem grausamen Bruder Gesellschaft zu leisten. Damit hast du ja dann einen Grund." sagt er theatralisch.
"Grausam?" bestürzt sieht Kotetsu Izumo an.
"Ja stell dir nur vor, ich habe sie heute Morgen zum Frühstück geweckt und Prinzessin mochte das gar nicht." erklärt er Kotetsu.
Lachend lässt sich dieser auf seinem Stuhl zurück fallen.
"Tja Izumo auch wenn sie deine Schwester ist, hat sie nun wirklich nichts von dir. Aber einer von deiner langweiligen Sorte reicht auch wirklich." lacht er.
Gelangweilt habe ich mir das ganze angehört und eingepackt.
Ich schnappe mir den Bericht und will mich gerade auf den Weg machen.
"Hey Shinrái!" ruft Kotetsu mir hinterher. "Danke für das Essen, von mir aus kannst du gern wieder mit sowas vorbeikommen."
Kopfschüttelnd aber lachend verlasse ich die beiden und mache mich auf den Weg zu Tsunade um den Bericht abzugeben.

Wieder schlendere ich durch die Stadt, diesmal aber um nach Hause zu gehen.
Plötzlich werde ich beinahe über den Haufen gerannt und finde eine schreiende Person an meinem Hals.
"Shinrái! Shinrái! Wieso warst du noch nicht bei mir!" heftig werde ich durchgerüttelt so das ich kaum etwas erkenne.
Plötzlich stoppt das Gerüttel und Geschüttel und ich blicke in zwei vor Freude strahlende Augen.
"Anko!" schreie ich los.
Langsam rapple ich mich auf und schließe meine beste Freundin fest in die Arme.
"Oh ich hab dich so vermisst. Du glaubst gar nicht wie langweilig das alles war." beschwere ich mich direkt bei ihr.
An nach Hause gehen war nun nicht weiter zu denken.
Auf direktem Weg gingen wir in unser liebstes Cafe und bestellten.
Unermüdlich erzählten wir der anderen was uns wiederfahren ist und Anko erzählte mir aufregende Dinge aus Konoha die ich verpasst habe.
Stundenlang saßen wir da und kamen nun wieder auf das hier und jetzt zurück.
"Naja Kotetsu ist mit damals nicht mehr zu vergleichen. Er ist zwar immer noch ein Schelm aber er und Izumo sind die persönlichen Assistenten von Tsunade allzuviel Unsinn wird er also auch nicht anrichten können. Und wäre er nicht verantwortungsbewusst und erwachsen genug hätte er den Posten ja auch nicht bekommen." schließt Anko ihre Erzählung darüber wie sie so von ihm denkt.
"Da magst du Recht haben Anko. Äußerlich hat er sich ja auch sehr stark verändert. Mittlerweile ist er richtig attraktiv." gestehe ich ihr lachend.
"Na na komm mir nicht auf krumme Gedanken" mahnt sie mich.
So sitzen wir noch einige Zeit an unserem Tisch und reden.
Als es langsam dämmert verabreden wir uns für den nächsten Tag und ich gehe nach Hause.
Dort angekommen steige ich erstmal wieder unter die Dusche.
Nach einem so warmen Tag gibt es nichts tolleres.
Laut singend wickle ich mich in ein Handtuch und gehe nach unten.

Ich wandere direkt in die Küche und packe mir ein paar Schokoladenkekse die ich genüsslich esse.
Ich liebe diese Kekse einfach.
Anschließend tanze ich immer noch singend in das Wohnzimmer und blicke plötzlich in zwei Paar weitaufgerissener Augen.
Das eine sieht mich entsetzt und beschämt an das andere wiederrum bestaundend und belustigend.
"Izumo. Kotetsu. Ihr habt schon Feierabend?" frage ich meinen Bruder und dessen Freund.
"Schon?" fragt Kotetsu mich schmunzelnd. "Naja wir haben Ruhe seitdem du "Eine Wolke und ein Hase sitzen in der Schokolade" singst, weisst du."
Verblüfft schaue ich ihn an.
"Shinrái bitte tu mir den Gefallen und zieh dir etwas anständiges an statt diesem knappen Handtuch." fleht Izumo beinahe schon.
"Ach wieso Izumo, sie ist deine Schwester du kannst das ab und mir gefällts auch - vor allem wenn das Handtuch noch etwas weiter runter rutscht." mit einem endlos breiten Grinsen schaut Kotetsu mich herausfordernd an.
Mit zuckersüßer Stimme antworte ich an meinen Bruder gewandt "Natürlich Izumo."
Direkt wirbel ich zurück in mein Zimmer und greife nach meiner lieben Jogginghose - ich bin eben ein einfach gestrickter Mensch.
Für einen Moment halt ich inne, hänge die Hose zurück und greife zu einer kurzen Hot Pan und einem trägerlosen Top das eine Kurven betont.
So gehe ich zurück ins Wohnzimmer und setze mich zwischen die beiden auf das Sofa.
Izumo schüttelt deprimiert den Kopf und Kotetsus Augen weiten sich.
"Mh das gefällt mir persönlich besser als ein Handtuch" erkläre ich ihm und schlage meine langen Beine übereinander.
Kaum merklich fällt Kotetsu die Kinnlade runter. Eins zu null für mich denke ich triumphierend.
Nach einer Weile gehe ich aber wieder nach oben, steige nun doch in meine Jogginghose und setze mich an meinen Schreibtisch.
Ich schaue aus dem Fenster direkt in den Garten in dem wilde Rosen wachsen und der vom Licht im Wohnzimmer und dem Mond erhellt wird . Ich liebe diese Blumen und so beschließe ich, sie auf ewig in einem Bild festzuhalten.
"Wow das ist wirklich klasse geworden:" erschrocken fahre ich zusammen.
"Tut mir leid ich wollte dich nicht erschrecken aber ich habe Licht bei dir gesehen und als du auf mein Klopfen nicht reagiert hast bin ich einfach reingekommen." entschuldigt sich Kotetsu bei mir.
"Ich wollte nur eben Tschüß sagen da ich jetzt weg bin. Du kannst also wieder beruhigt anfangen zu trällern." Schelmisch blickt er mich an.
Ich nicke ihn nur zu und so verlässt er mein Zimmer wieder.
Ich mache mich wieder an die Arbeit und male noch etwas an meinem Bild.

Lautes Gerede, Gläserklirren und Musik dringt mir in die Ohren.
Ich suche Anko in der Bar in der wir verabredet waren.
Plötzlich höre ich ihr lautes Lachen und gehe direkt in die Ecke aus der es kam.
Allerdings ist sie da nicht allein. Izumo und Kotetsu saßen ebenfalls bei ihr.
"Hey Shinrái!" wild mit ihrem Arm fuchtelnd winkt Anko mich zu ihnen.
"Izumo was machst du denn hier?" frage ich meinen Bruder überrascht.
"Kotetsu und ich trinken häufiger hier und da trafen wir auf Anko." erklärt er.
Etwas verdattert meinen Bruder hier anzutreffen gleite ich neben Anko.
"Wie war dein Tag Shinrái?" fragt diese mich.
"Och soweit ganz gut, ich hab ein wenig trainiert um nicht aus der Übung zu kommen." plaudere ich munter los.
"Stimmt du bist doch bei den Anbu oder?" fragt Kotetsu interessiert.
"Ja." gebe ich zurück.
So kommt es, dass wir über verschiedene Missionen reden und immer weiter in die Vergangenheit gleiten.
Schließlich landen wir bei unserer Kindheit.
Wir alle hatten nun schon ein wenig getrunken. Vor allem Anko und Kotetsu war anzumerken, dass sie nicht mehr ganz nüchtern waren.
"Hach war ich damals in dich verliebt Shinrái." lallt Kotetsu. "Ich hatte immer Angst das du es merkst und hab dich deswegen geärgert. Das waren noch Zeiten"
Ich bin etwas überrascht von diesem Geständniss und muss lächeln.
Wie Kotetsu da sitzt mit etwas geröteten Wangen und seinem schiefen Lächeln.
"Du weisst schon gar nicht was du sagst Kotetsu. Ich glaube es reicht." warnt mein Bruder seinen besten Freund.
"Ich bin noch recht gut beisammen um zu wissen was ich sage Izumo. Außerdem ist das ganze lange her." gibt Kotetsu zurück, senkt aber direkt seinen Kopf.
"Eben" gibt die stark angeheiterte Anko von sich. Plötzlich drückt sie Kotetsu einen Kuss auf die Wange, der überrascht hochfährt. "Das ist alles lage her und jetzt ist er mein" sagt Anko lallend.
Schnell kommen wir zu dem Entschluss das es genug ist bei Anko und verlassen die Bar.
"Alleine könne wir Anko nicht nach Hause lassen, wer weiss was sie anstellt." sage ich besorgt zu den Jungs.
"Dann kommt sie mit zu uns." sagt Izumo.
Auch Kotetsu soll heute bei uns übernachten da er einen weiteren Weg hat und es wahrscheinlich auch nicht ganz alleine schaffe würde.
So machen wir uns zu viert auf den Weg.
Bald darauf ist Anko auf der Couch versorgt, Izumo liegt in seinem Bett und Kotetsu hat sich in meinem Bett lang gemacht.
Ich selber gehe in den Garten, lege mich auf eine Liege und atme den starken Duft unserer Rosen ein.
Kurz darauf schlafe auch ich ein.

Ein Windhauch weckt mich. Verschlafen öffne ich die Augen.
"Hey Kleine." begrüßt Kotesu mich.
Die Sterne stehen noch am Himmel und ich bin etwas überrascht.
"Kotetsu. Was macht du hier?" frage ich schlaftrunken.
"Ich wollte ins Bad und hab dich aus dem Fenster im Flur hier liegen sehen. Da es mittlerweile recht kühl ist wollte ich dir nur eine Decke bringen."
Verlegen sieht er mich an.
"Möchtest du nicht lieber reinkommen?" fragt er auf einmal.
"Naja wir haben drinnen nur keine Schlafmöglichkeiten mehr." erkläre ich ihm.
"Naja dann geh du in dein Bett und ich mache mich mal auf die Socken." schlägt er vor.
"Kommt gar nicht in die Tüte." gebe ich zurück.
"Ich bin gern im Garten und das du mitten in der Nacht abhaust kommt nicht in Frage." Weiter komme ich nicht da ich heftig Niesen muss.
"Du kommst auf jeden Fall rein hier draußen ist es viel zu kalt für dich." gibt er bestimmt zurück.
So kommt es, dass ich dick in Decken eingehüllt in einer Ecke meines Bettes liege.
Neben mir schnarcht Kotetsu vor sich hin. Er wollte aufpassen das ich nicht wieder raus gehe und ist dabei kurzerhand wieder eingeschlafen.
Aber ich bin zu müde um aufzustehen und so gleite auch ich in den Schlaf.

Ein erschrockener Schrei weckt mich.
Ich will gerade die Augen öffnen als ich Kotetsu flüstern höre.
"Izumo bleib ruhig ich wollte sie ins Bett bringen und bin eingeschlafen genauso wie sie, alles ist gut." erklärt er meinem Bruder genervt.
"Na das sieht aber nicht nur nach einschlafen aus." stöhnt mein Bruder.
"Izumo sie schläft. Das hat nichts zu bedeuten okay?"
Was haben die zwei nur frage ich mich. Bin ich etwa nackt oder was soll das Theater?
Schlaftrunken öffne ich die Augen und sehe - Kotetsu.
"Guten Morgen Kleines, gut geschlafen?" fragt er freundlich.
"Ja so gut wie lange nicht mehr" gebe ich zu.
Izumo stöhnt erneut.
Ich will mich aufrichten und meine Hand auf dem Bett abstützen. Doch ich finde meine Hand auf Kotetsus Brust ruhen.
Verlegen blicke ich ihn an und hebe meinen Kopf - der scheinbar auf seiner Schulter lag.
Mit hochrotem Kopf richte ich mich auf und schaue ihn an.
Behände steht er auf und verlässt mit Izumo das Zimmer.
Verlegen bleibe ich nun alleine im Bett sitzen.
Nach einiger Zeit habe ich mich wieder gefangen und mache mich frisch. Anschließend gehe ich runter in die Küche und höre meinen Bruder eine Standpauke halten.
Nun kriegt Kotetsu wegen mir auch noch Ärger.
Als ich die Küche betrete schaue ich die beiden verlegen an und will mich gerade entschuldigen für das Geschehene als aus dem Wohnzimmer ein langer Seufzer zu hören ist.
"Man hab ich einen Kater." noch immer benebelt betritt Anko die Küche.
Kurz darauf sitzen wir zusammen am Tisch und frühstücken.
Von dem peinlichen Zwischenfall in der Nacht verlor niemand mehr ein Wort.
"Und was steht heute an?" fragt Kotetsu in die Runde.
"Ich geh nach Hause und werde schlafen" stöhnt Anko.
"Ich muss zu Tsunade, irgendwas an dem Bericht war nicht ok und ich wollte da noch einmal gucken" sagt Izumo
"Selbst am Wochenende gehst du der Arbeit nach? Ich fasse es nicht." kopfschüttelnd mustert Kotetsu meinen Bruder.
"Demnächst beginnen die neuen Chunin-Auswahlprüfungen auch du solltest dich mal darauf vorbereiten Kotetsu" fährt Izumo ihn an.
"Das ist doch eh jedes Mal das Gleiche" gibt der gelangweilt von sich.
"Shinrái was hast du vor?" richtet er das Wort nun an mich.
"Mh ich denke ich werde meinem Training nachgehen." gebe ich zurück. "Bald muss ich sicher wieder los, da habe ich fit zu sein." füge ich hinzu.
"Dürfte ich dir da was helfen?" fragt Kotetsu plötzlich. "Ich habe noch nie jemand von den Anbus so richtig in Aktion gesehen das wäre mal was anderes."
Ewas überrumpelt nicke ich ihm zu.
So machen wir uns kurze Zeit später auf den Weg.
Auf dem Trainingsplatz angekommen aktiviere ich direkt mein Jutsu des vertrauten Geistes.
"Was soll das werden?" fragt Kotetsu mich überrascht.
"Naja alleine trainieren ist immer etwas schwierig." zwinkere ich ihm zu.
Mittlerweile steht mein vertrauter Geist Kegawa vor mir.
Das riesige Pferd mit seinen dunklen Augen und dem langen Behang sieht mich freundlich an.
Er weiss was zu tun ist und das riesige Ungetüm prescht mit ungeheurem Tempo auf mich zu.
Gekonnt weiche ich ihm aus und verpasse ihm manchen Schlag. Aber das kann er ab.
Immerhin üben wir nur ein wenig.
Nach einiger Zeit verschwindet Kegawa wieder und ich will gerade gehen.
Kotetsu schaut mich enttäuscht an. "Das war's schon?" fragt er deprimiert.
"Na was hast du erwartet?" gebe ich zurück. "Soll ich meinen vertrauten Geist umbringen?"
"Nein aber ich habe etwas mehr Action erwartet" gibt er niedergeschlagen zurück.
Ermunternd sehe ich ihn an und versuche ihn zu trösten. "Irgendwann siehst du die Anbu mal richtig in Action ok?"
So verlassen wir den Trainingsplatz.

"Man das kann doch wohl nicht sein." laut schimpfend gehe ich neben Izumo her. "Das ist SO unfair." beschwere ich mich bei ihm.
"Ich bin eine Anbu, wieso soll ich während der Chunin Auswahlprüfung beim schriftlichen Teil daneben dumm rumstehen?"
"Weil es die Kids einschüchtert wenn die Anbu dabei sind." erklärt Izumo mir zum siebten mal.
Wie konnte Tsunade mich, eine Anbu, nur dahinstecken!
So kommt es, das ich einige Tage später darauf mit meiner Anbukluft in dem stickigen Raum stehe um den angehenden Chunin Angst einzujagen durch meine bloße Anwesenheit. Einfach lächerlich ist das.
Währenddessen beginne ich unter meiner Maske zu träumen.
Gestern war ich wieder am Wachposten von Izumo und Kotetsu aber diesmal war die Stimmung gedrückt.
Izumo mochte es nicht wenn ich in Kotetsus Nähe war.
Kotetsu hingegen blieb so locker und fröhlich wie immer was Izumos Laune nicht besserte.
Ich muss unbedingt mit Izumo darüber reden das steht fest.
"So die Prüfung ist beendet." beginnt Ibiki seine Erklärung was es mit dem unlösbaren Test auf sich hat.
Damit habe ich Feierabend und muss wieder zu Tsunade, die mir nun einen neuen Auftrag geben wollte.
So mache ich mich unbemerkt auf den Weg.
Kurze Zeit darauf stehe ich mit ihr, Shizune, Izumo und Kotetsu in ihrem Büro.
"Shinrái ich weiss das du für die Fernaufträge zuständig bist und nicht für den Kleinkram." erklärt mir Tsunade genervt.
"Nein Tsunade, ich weiss das ich deinem direkten Befehlen folge zu leisten habe, aber ich habe nicht meine Anbu Ausbildung gemacht um so einen Kleinkram zu erledigen, den jeder Genin kann." wüte ich los. Diesmal lasse ich mich nicht wieder mit sowas abspeisen, dass werde ich dem Hokagen schon klar machen.
"Und erst recht nicht zusammen mit meinem Bruder." füge ich noch genervter hinzu.
"Die Situation im Moment ist nicht einfach." beginnt Tsunade erneut. "Ich muss momentan unglaublich viele Leute zu Missionen schicken aber darf den Schutz des Dorfes nicht vergessen - gerade jetzt nicht. Viele Ninjas unterstützen nun ihr Team oder überwachen die Prüfungen mir fehlt es einfach an Leuten. Mir wäre es auch lieber Izumo und Kotetsu hierzubehalten aber es geht nicht anders." Mit einem alles durchdringenden Blick schaut sie mich an.
Genervt stöhne ich, drehe mich um und will das Büro verlassen.
"Hey Shinrái wo treffen wir uns?" ruft Kotetsu hinterher.
"Eine Stunde, großes Tor." gebe ich knapp und genervt zurück.
Na das wird eine tolle Mission.
Auf direktem Weg begebe ich mich auf den Heimweg um meine letzten Sachen zu packen.
Als ich gehen will, betrete ich noch einmal den kleinen Garten.
Der Duft der vielen, bunten Rosen ist einfach nur berauschend.
Doch es wird Zeit. Izumo wird jeden Moment selber kommen um seine Sachen zu packen.
Ich stehe bereits am großen Tor als Izumo neben mir auftaucht.
"Musste dieser Ton Tsunade gegenüber sein? Sie hat es schwer genug im Moment." beginnt er auch direkt seine Standpauke.
"Izumo ich habe meine Meinung nicht geändert - ich bin eine Anbu und will demnach behandelt werden. Und mit einem dauernd nervenden Bruder an meine Seite wird es nicht schmackhafter das hier zu machen."
"Naja Kotetsu ist ja noch dabei." gibt er gereizt von sich.
Das ist die Gelegenheit.
"Was soll dein andauerndes Gerede über Kotetsu? Er braucht nur Hallo zu sagen und du rastest direkt aus. Was soll das Izumo was ist los bei euch?"
Izumo schnaubt. Normalerweise würde ich das ja lustig finden aber momentan regt es mich einfach nur auf.
Kotetsu hat nichts getan und er hackt dauernd auf ihm rum. Klar Kotetsu kann das ab aber ich hasse nichts mehr als wenn man auf anderen rumhackt und dann am besten noch auf Kranken oder Schwächeren, da ist bei mir einfach Schluß.
"Ansich ist mir das mit Kotetsu ja egal würdest du ihn nicht die ganze Zeit so angaffen." wütet Izumo plötzlich los.
Spätestens jetzt fällt mir die Kinnlade runter.
"Würde ich nicht WAS!" Jetzt ist Izumo vollkommen übergeschnappt, keinen Zweifel.
"Man Shinrái du bist eben ganz einfach gestrickt und gerade ich als dein Bruder sollte dich wohl kennen."
Unfähig etwas zu sagen schaue ich ihn einfach nur blöd an.
"Man gibt dir Schokolade, setzt dich mit deiner Jogginghose in den Garten, lässt dich zeichnen und dein Leben ist perfekt."
"Na und!" frage ich verdutzt. Was hatte das denn nun mit Kotetsu zu tun?
"Mittlerweile hast du mehr Freude daran Kotetsu anzuschauen wenn er einfach nur da sitzt, du benimmst dich ganz anders als anderen Männern gegenüber und merkst es nichtmal."
Da hatte er recht - ich merke da wirklich nichts von.
"Und was ist daran so schlimm? Ja gut Kotetsu ist ein attraktiver, humorvoller Mann geworden und könnte durchaus mein Interesse wecken aber was wäre daran so fatal?" bohre ich nach.
"Man Shinrái er ist mein bester Freund und du bist meine Schwester. Wenn das nicht gut geht stehe ich automatisch dazwischen. Noch dazu wirst du demnächst eh wieder weg müssen. Du hast Tsunade ja nun klar gemacht was du davon hältst unmittelbar in Konohas Nähe arbeiten zu müssen. Und damit wäre Kotetsu Geschichte für dich."
Diese Worte treffen mich hart. Es stimmt: Würde ich wieder los müssen könnte ich nicht einfach den Jungs was vorbeibringen oder mit Anko beisammen sitzen. Vor allem würde ich Kotetsus lächelndes Gesicht nicht sehen wenn ich singend die Treppe runtersteige und er zu besuch ist, nicht sein lachen hören wenn er der Arbeit entflieht und Izumo mit ihm schimpft
"Siehst du - das meine ich" sagt Izumo nachdem ich nur noch schweigend da stehe.
Ich will gerade antworten als Kotetsu auftaucht.
"Sorry ich bin spät dran ich weiss aber wir können direkt los." keucht er.
Ich schaue ihn an. Wie er da halb in der Hocke sitzt, die Hände an die Knie gestützt und keucht. Noralerweise würde ich jetzt einen Spruch loslassen aber es stielt sich abermals ein Lächeln auf mein Gesicht - verdeckt durch meine Maske.
Hatte Izumo Recht? Wird mir jetzt erst klar, dass ich wirklich mehr für Kotetsu übrig habe als nur eine Freundschaft oder so?
Verwirrt drehe ich mich um und mache mich auf den Weg.
Selbst Kotetsu ist auf dem Weg sehr ruhig.
Nachdem wir einige Stunden gelaufen sind höre ich hinter mir Kotetsu rufen.
"Shinrái bleib stehen wir können nicht mehr."
Langsam gehe ich zu den beiden zurück. Sie sehen wirklich fertig aus.
Da es langsam bereits dämmert beschließe ich unser Nachtlager aufzuschlagen.
Nachdem Izumo ein Feuer gemacht hat und Kotetsu noch ein paar Fische im nahegelegenen Fluss ergattert hat wird gegessen, anschließend fällt Kotetsu direkt in den Tiefschlaf.
Auch Izumo fallen langsam die Augen zu und so beschließe ich, Wache zu halten.
Während ich da sitz spiele ich die verschiedensten Möglichkeiten durch.
Ich könnte wieder gehen und ein aufregendes Leben fernab von Konoha führen. Ich könnte aber auch in Konoha bleiben und Feinde die in unser Land eindringen in Gewahrsam nehmen. Oder ein Team leiten könnte ich. Immerhin sind die Prüfungen bald vorbei und manche Teams bekommen anschließend einen neuen Sensei.
Aber wieso mache ich mir darüber Gedanken? Will ich denn in Konoha bleiben nur um Kotetsu zu sehen und mir irgendwann schmerzhaft darüber bewusst zu werden das ich ihn wirklich liebe? Einer unerwiderten Liebe? Nein! Ich will und brauche keinen Mann das geht doch eh nur daneben.
Lässig werfe ich meine glatten lilanen, kurz gehaltenen Haare zurück.
Es wird mal wieder Zeit eine andere Farbe zu wählen - ich liebe es mit meinen Haaren zu experimentieren.
"Hey Kleine soll ich dich ablösen?" Kotetsu erscheint neben mir.
Ich antworte nicht sondern schaue ihn nur an.
"Ist alles ok? Du bist di ganze Zeit so ruhig und Izumo scheint auch schonmal bessere Laune gehabt zu haben." fragt er vorsichtig.
"Es ist alles ok." gebe ich monoton zurück.
"Izumo sagt das du bald wieder auf einer längeren Misson bist. Ich weiss es ist gerade nicht unbedingt der beste Zeitpunkt sowas zu fragen aber würdest du vielleicht vorher mit mir ausgehen? Bevor du wieder los musst meine ich." verlegen schaut er mich mit einem Seitenblick an.
Total verdattert sitze ich neben ihm.
"Naja es war nur eine Frage und ich meine ich kann verstehen das du nicht willst oder so..." mitten in seinem Satz hält er inne.
"Shinrái? Wieso weinst du?" erschrocken schaut er mich an.
Ich fasse mir an meine Wange. Tatsächlich, meine Hand wird nass. Was ist nur los mit mir?
"Shinrái ich bin dir nicht böse, jetzt hör doch bitte auf zu weinen." hektisch versucht Kotetsu mich zu beruhigen.
"Izumo!" mit festem Blick schaue ich Kotetsu an.
"Izumo? Der schläft. Shinrái verdammt was ist los?" besorgt schaut er mich an und packt mich an den Schultern.
"Izumo. Er will das nicht. Ich darf das nicht." gebe ich monoton zurück.
Verdutzt sieht Kotetsu mich an aber dann scheint er zu verstehen.
Wut schleicht sich in seinen Blick. Er steht auf, dreht sich um und geht wieder zurück.
Ich warte was kommt. Aber scheinbar legt er sich wieder schlafen.
Am nächsten Tag geht es weiter. Nachdem wir beim Feudalherren eingetroffen sind und ihm die Botschaft von Tsunade überbracht haben machen wir uns direkt auf den Rückweg.
Abends erreichen wir das Dorf.
"Ich werde Tsunade Bericht erstatten." mit diesen Worten lasse ich die beiden Jungs stehen.
Nachdem ich Tsunade Bericht erstattet habe mache auch ich mich auf den Heimweg.

"Man Izumo ich weiss es, sie ist nur eine gute Freundin und deine kleine Schwester und dabei wird es auch bleiben..." wütend blafft Kotetsu meinen Bruder an.
"Gut dann sind wir uns ja darin schonmal einig" unterbricht dieser Kotetsu.
Ich stehe mit der Klinke in der Hand vor unserem Haus.
Doch nachdem ich das gehört habe, habe ich kein Verlangen mehr das Haus zu betreten.
Ich drehe mich um und laufe. Ich weiss nicht wohin aber ich laufe, laufe die halbe Nacht.
Irgendwann sinke ich erschöpft zu Boden.
Spätestens jetzt ist es mir klar geworden was ich nicht wahrhaben wollte.
Ich war wirklich verliebt. Gerade ich die von Männern bloß nichts wissen wollte. Fassungslos durch diese Erkenntnis beginne ich zu weinen. Lasse all das Leid, all den Schmerz aus mir heraus.
Die Sterne funkeln am Himmel, es regnet.
Der Himmel weint mit mir. Weint mit mir die ganze Nacht.
Es dämmert bereits. Ich muss mich auf den Rückweg machen bevor irgendwer mich so findet.
Leise und heimlich mache ich mich auf den Rückweg und schließe leise die Tür auf.
Izumo wird sicherlich noch schlafen. Wenn ich leise genug bin kann ich unbemerkt nach oben.
Doch kaum öffne ich die Tür, springt Izumo mir schon an den Hals.
"Shinrái wo warst du, was ist passiert? Ich habe mir solche Sorgen gemacht." feste drückt mein Bruder mich an sich.
Nachdem er mir von seinen Todesängsten erzählt hat packt er mich an den Schultern und geht einen Schritt zurück. Doch seine Sorge verschwindet, stattdessen breitet sich Angst auf seinem Gesicht aus.
"Um Gottes Willen was ist passiert?" erschrocken sieht er mich an.
Aber ich schaue an ihm vorbei und sehe Kotetsu, der erschöpft und deprimiert auf den Boden blickt. Wieder fließen die Tränen einfach so los.
Izumo bekommt davon nichts mit uns beginnt wieder mit seiner Fragerei.
"Wo warst du? Nachdem du nicht gekommen bist wollten wir zu Tsunade aber haben deinen Schlüssel in der Tür steckend gefunden. Als wir zu Tsunade gingen sagte diese das du schon eine ganze Weile weg warst. Wir haben uns solche Sorgen gemacht.Wir dachten schon das du...ach egal" obwohl ich klatschnass war kam Izumo wieder näher und umarmte mich.
Es wunderte mich das er seinen Satz nicht zuende gebracht hat. Aber ich wusste was er sagen wollte.
"Ich möchte ins Bett." gebe ich monoton und mit tränenerstickter Stimme von mir und löse mich aus seiner Umarmung.
Ausnahmsweise hält er mich nicht fest und lässt mich gehen.
Nachdem ich in meinem Zimmer bin, entledige ich mich der nassen Sachen und beschließe duschen zu gehen.
Vielleicht kriege ich den Kopf so wieder frei.
Nachdem ich geduscht habe gehe ich wieder in mein Zimmer, setze mich auf das Bett und schluchze wieder drauf los.
Immer wieder und wieder fließen die Tränen über meine Wangen.
Plötzlich klopft jemand an der Tür.
Schnell packe ich mir ein Kissen und packe es mir ins Gesicht um das schluchzen zu unterdrücken.
Doch da wird die Tür geöffnet.
Kotetsu betritt den kleinen Raum und schaut mich mit seinem niedergeschlagenen Blick an.
Wortlos setzt er sich zu mir, legt seinen Arm um meine Schulter und zieht mich zu sich.
Ich kann mich nicht länger beherrschen und beginne abermals hemmungslos zu weinen. Kotetsu drückt mich fester an sich, ich spüre wie sein Körper leicht zittert und sich verkrampft. Noch heftiger werde ich von meinen Tränen geschüttelt, noch heftiger wird der Schmerz in meiner Brust.
"Was ist passiert? Bitte Shinrái..." weiter kommt Kotetsu nicht. Seine Stimme versagt. Er legt seinen Kopf auf meinen und beginnt abwesend mit seinen Fingern über meine Schulter und meinen Arm zu streichen.
So fest in seinem Arm, so nah bei ihm geht es mir langsam besser. Ich weiss es ist nur freundschaftlich gemeint und ich weiss, sobald er wieder geht fühle ich mich einsamer als jemals zuvor aber dennoch genieße ich diesen kurzen Moment den ich ihn bei mir habe.
Nach einiger Zeit wendet er sich von mir ab, packt meinen Kopf und zieht ihn so, dass ich ihm direkt in die Augen blicke. Wieder trüben Tränen meinen Blick.
Sein Blick ist weiterhin abwesend. Doch ich erkenne die Enttäuschung, den Frust und den Schmerz in seinem Blick.
"Was hast du gestern Abend gehört?" fragt er mich frei heraus und mit einer Bestimmtheit die mich verkrampfen lässt.
Ich senke meinen Blick, wieder fließen Tränen.
Doch er zwingt mich ihn anzusehen.
"Genug um zu wissen das sich nichts ändern wird." antworte ich mit tränenerstickter Stimme.
"Was genau hast du gehört?" abermals blickt er mich an.
"Das ich Izumos Schwester bin und deine gute Freundin, dass Izumo und du euch absolut einig darüber seid." Weiter komme ich nicht, meine Stimme versagt und wieder schüttelt es mich.
"Warum weinst du dann? Hättest du lieber etwas anderes gehört?" fragt er mich plötzlich mit einer gewissen Wärme in der Stimme.
Aber das hat er sich so gedacht. Niemals werde ich ihm das sagen, niemals offenbaren was er wirklich für mich ist. Immerhin brauche ich ja keinen Mann und erst recht nicht Kotetsu wie die beiden finden.
Ich sage nichts und konzentriere mich darauf meine Tränen zurückzuhalten was mir leider nur mäßig gelingt.
"Was wäre, wenn das mein Verstand sagen würde, mein Gefühl aber sagen würde das ich dich liebe und aus diesem Grund auch nach der Verabredung gefragt habe?" fragt er mich. "Und du natürlich zum falschen Zeitpunkt gekommen und wieder gegangen bist um das mitzukriegen?" fügt er mit einem gezwungenen Lachen hinzu.
Ich weiss nicht warum er denkt ich falle auf sowas rein. Ich bin doch nicht in einem Kinofilm. Nur da gibt es sowas.
Doch nun fällt es mir leichter nicht mehr zu weinen.
Dieses Wunschdenken das es wirklich so war lässt mich zur Ruhe kommen, obwohl ich doch genau weiss es ist nur eine Illusion.
Fragend sieht er mich an.
"Dann würde ich es dir dennoch nicht glauben." bringe ich matt hervor. Ich bin erschöpft und müde. Lange halte ich das nicht mehr durch.
"Hier, nimm." er reicht mir ein Stück Schokolade. "Die war ja eigentlich für mich." verschmitzt schaut er rüber.
Beherzt greife ich zu.
"Schokolade soll ja angeblich helfen wenn man traurig ist oder Liebeskummer hat. Und bei dir wirkt es ja sowieso immer." aufmunternd lächelt er mir zu.
Ein Stück weit getröstet esse ich genüsslich meine geliebte Schokolade.
"Wieso brauchst du dann Schokolade?" frage ich gerade heraus.
"Habe ich dir das nicht gerade mehr oder weniger erklärt?" mit einem schiefen Lächeln und warmen Blick sieht er mich an während ich weiter an meiner Schokolade knabbere.
Ich blicke ihn an, und anschließend das kleine Stück Schokolade das ich noch in meinen Händen halte.
Ich sehe wie die Schokolade immer weicher wird und langsam ihre Form verändert. Schnell stecke ich auch das letzte Stück in den Mund.
Naja recht hat Kotetsu schon damit - helfen tut die Schokolade vorerst und bei mir ja sowieso.
Mitten in meinen Gedanken packt Kotetsu meine Hand und führt sie zu seinem Gesicht.
Auf einmal nimmt er meinen Finger und legt ihn vorsichtig an seine Lippen.
Verdutzt schaue ich ihm zu wie er die geschmolzene Schokolade von meinem Finger nimmt.
Nachdem er damit fertig ist, sieht er mich an.
Aber wie.
Wie ein großer Bruder der seiner kleinen Schwester gerade Salbe auf eine Wunde geschmiert hat nachdem sie hingefallen ist.
Aber irgendetwas ist bei ihm anders als bei Izumos Blick.
In Kotetsus Blick liegt eine andere Art Wärme und Faszination.
Leicht errötend blicke ich ihn an.
Wieder klopft es an meiner Tür. Wieder gebe ich keine Antwort und Kotetsu blickt mich nur weiterhin an.
Und wieder öffnet sich die Tür, diesmal steht Izumo in meinem Zimmer.
"Shinrái Anko war gerade hier und hat von einem Film im Kino erzählt zu dem sie...naja...zu dem sie mit mir wollte." mit gesenktem Kopf und rot angelaufen steht er auf der Türschwelle.
"Naja der Film klang ganz schön lahm. Also so wie du es magst. Und naja...ähm...du wolltest doch sicherlich mit Kotetsu ausgehen oder? Naja vielleicht können wir ja zu viert gehen?" beschämt und flehend sieht mein Bruder mich an.
Erst hält er mir Vorträge und dann kommt er mit meiner besten Freundin an?
Aber ich bin geduldig und ruhig. Ich fahre nicht so schnell aus der Haut.
Wieder blicke ich Kotetsu an der seinen Blick noch immer nicht von mir abgewendet hat.
Ich bringe ein mattes Lächeln zustande und nicke Izumo zu.
Ein breites Lächeln zeichnet sich auf Kotetsus Gesicht.
Wieder zieht er mich zu sich, doch diesmal lande ich nicht in seinen Armen sondern mit meinen Lippen auf seinen.
Dieses Gefühl ist noch besser als der Genuss feinster Schokolade denke ich mir, ehe ich seinen vorsichtigen, aber gefühlsvollen Kuss erwiedere.
Izumo schaut sich das Geschehen verlgen an eher es sich mit den Worten "Dann solltest du noch etwas schlafen um heute Abend fit zu sein." von uns abwendet.
Nach einiger Zeit löst Kotetsu sich von mir.
"Izumo hat recht, du solltest schlafen." sagt er mit sanfter Stimme.
Und so aufgeregt ich doch bin, meine Lieder werden tatsächlich immer schwerer.
Doch mit fällt etwas ein.
"Tsunade!" schießt es mir durch den Kopf. "Ich musst mir ihr reden, ich will nicht weg, ich darf nicht weg."
Beruhigend legt Kotetsu mir einen Finger auf den Mund.
"Ich kläre das mit ihr und du schläfst ok?" fragt er mit sanfter Stimme.
Ich nicke ihm zu, obwohl ich ihn lieber bei mir hätte.
Als ob er meine Gedanken lesen könnte schaut er mich zärtlich an, haucht mir einen Kuss zu und wispert leise: "Wenn du wach wirst liege ich bei dir, versprochen."
Und so gleite ich in die schönsten Träume und gleichzeitig einer wundervollen Zukunft entgegen.

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.