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Leide ich an einer Persönlichkeitsstörung?

4.38 % der User hatten die Auswertung: Dissoziale (antisoziale) Persönlichkeitsstörung Personen mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung verletzen und missachten die Rechte anderer, zeigen eine geringe Introspektionsfähigkeit und Selbstkritik, sind gefühlskalt, egozentrisch, aggressiv und ihr Verhalten ist von Impulsivität, Verantwortungslosigkeit und fehlenden Schuldgefühlen geprägt. Dabei geraten Sie häufig mit dem Gesetz in Konflikt, müssen Haftstrafen absolvieren und sind als Kriminelle einzustufen. Ältere Ausdrücke wie „Psychopathen“ oder „Soziopathen“ sind wegen ihrer abwertenden Bedeutung aus den modernen Diagnosesystemen entfernt worden. Die antisoziale Persönlichkeit macht sich schon im Kindes- und Jugendalter durch Missachtung von Regeln und Normen (z. B. Schuleschwänzen, Vandalismus, Fortlaufen von Zuhause, Stehlen, häufiges Lügen) und die Unfähigkeit aus Erfahrung zu lernen, bemerkbar. Für Letzteres ist es wichtig zu wissen, dass APS (antisoziale Persönlichkeitsstörung) nicht oder kaum durch körperliche Schmerzen oder Bestrafungen konditionierbar sind. Im Erwachsenenalter führen Betroffene ihr Verhalten fort durch nur zeitweiliges Arbeiten, Gesetzesübertretungen, Gereiztheit und körperlich aggressives Verhalten, Nichtbezahlen von Schulden, Rücksichtslosigkeit und Drogenkonsum. Nicht selten landen sie dabei im Gefängnis. Kriminalität ist allerdings nicht notwendig für die Diagnose von APS, denn es gibt auch viele angepasste APS, die beruflich erfolgreich sind. In der Business-Welt kann die APS zum beruflichen Vorteil werden: Ergebnisse einer Studie weisen darauf hin, dass Führungspersonen von Unternehmen häufiger von dieser Störung betroffen sein könnten. Auch darf man nicht den Fehler begehen, bei jedem delinquenten Menschen von einer APS auszugehen. Es gibt viele Gründe für Delinquenz, und die APS ist nur einer davon. Personen mit einer APS sind impulsiv, leicht reizbar und planen nicht voraus. Darüber hinaus zeigen sie keine Reue für Missetaten. Ihre gefühlsmäßigen Beziehungen zu Personen sind so schwach, dass sie sich nicht in Personen hineinversetzen können und keine Schuldgefühle oder Verantwortungsbewusstsein kennen. Dadurch fällt es ihnen schwer, Personen abzugrenzen und auf sie Rücksicht zu nehmen. Dass sie auffällig werden und eine hohe Risikobereitschaft haben, könnte ein Versuch sein, ihre innere Leere auszufüllen. Ihr eigenes Gefühlsrepertoire (besonders das für negative Gefühle) kann beschränkt sein, weswegen sie Gesten von anderen Personen imitieren. Gefühle anderer hingegen nehmen sie gut wahr und können sie manipulierend ausnutzen, während sie selber außergewöhnlich charmant sind. Sie können aber auch eine spielerische Leichtigkeit ausstrahlen, und bei guter intellektueller Begabung unter Umständen recht geistreich, witzig und unterhaltsam sein.

9.09 % der User hatten die Auswertung: Histrionische Persönlichkeitsstörung Charakteristisch für Histrioniker ist der Wunsch, im Mittelpunkt zu stehen. Betroffene sind meistens extravertiert, sozial ungezwungen und kontaktfreudig, haben aber nicht selten auch einen Hang zu Provokationen und zur Aggressivität. In ihrem Sozialverhalten neigen sie oft dazu, verschiedene Personen mit und ohne deren Wissen gegeneinander auszuspielen, was auch in der therapeutischen Interaktion von Belang werden kann. In von den Betroffenen selbst subjektiv als unangenehm erlebten Situationen reagieren sie oft mit Schuldabwehr im Sinne u.g. Bewältigungsstrategien wie auch Selbstbemitleidung, aber auch mit einem dem Anlass nicht angemessenen aggressiven Verhalten. Nicht selten suchen sie in derartigen Situationen zudem nach Selbstbestätigung und zeigen deutlich ein Bedürfnis nach sozialer Unterstützung. Als Abwehrmechanismus (als unbewusstes Gegenstück zur bewussten Bewältigungsstrategie) beobachtet man oft die Verschiebung, Verdrängung und Verleugnung sowie Projektion, aber auch weitere Mechanismen wie Ungeschehenmachen. Ihr Verhalten und ihre Denkweisen sind infantil, zu logischem Denken haben sie keinen Bezug. Belohnungsaufschub wird nicht toleriert, ihr ganzes Handeln ist auf sofortigen Erfolg ausgerichtet, ihre Bedürfnisse, die sich stimmungsabhängig ändern können und den Interaktionspartnern oft nicht mitgeteilt werden, müssen sofort erfüllt werden. Die Betroffenen sind angeblich sehr leicht zu hypnotisieren und fallen gelegentlich auch allein in Trance. Kindheitserinnerungen setzen vielfach erst sehr spät ein, und zwar so spät wie bei keiner anderen Störung zu beobachten. Das Selbstwertgefühl und das Persönlichkeitsprofil ist eher schwach ausgeprägt, was dem sozialen Umfeld und auch Therapeuten oftmals dank einer guten Fassade nicht auffällt dank des oben beschriebenen Verhaltens. Umgekehrt kann aber auch das schwache Selbstwertgefühl von Betroffenen instrumentalisiert werden im Sinne der Erzielung von Aufmerksamkeit. Sie können die eigene Bedeutung bei nur gering ausgeprägter Introspektionsfähigkeit und -motivation nur schlecht einschätzen, haben dafür aber ein sehr ausgeprägtes Gespür, wie sie durch ihr Auftreten andere manipulieren können. Zu dem Gefühlsleben ihrer Mitmenschen und den psychosozialen Auswirkungen ihres Agierens haben sie oft wenig Zugang. Entsprechend wichtig ist für Histrioniker die Bestätigung durch das Umfeld. Um diese Bestätigung zu erreichen, neigen sie zur exzessiven, oft theatralischen Selbstdarstellung, aber auch Affektualisierungen sind häufig. Im Gespräch fallen sie oftmals durch Wechselhaftigkeit, Ambivalenz und Mehrdeutigkeit in ihren Aussagen und Ansichten auf. Ihr Sprachstil ist dabei oberflächlich, detailarm, zuweilen impressionistisch und bedient sich auch sehr geschickt eingefügter Lautmalereien, ihre Wortwahl beschreibt den Sachverhalt oft sehr unspezifisch und allgemein. Dabei können für den Gesprächspartner Doppelbindungssituationen ("Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", "ich hasse dich, aber verlasse mich nicht" double bind) entstehen, die aber auch bei anderen Störungsbildern beobachtet werden. Betroffene sind extrem suggestibel und somit leicht durch andere beeinflussbar. Sie suchen meist nach Übereinstimmung und übernehmen vielfach Positionen des Gegenüber bzw. der Mehrheit, es kann aber auch das genaue Gegenteil geschehen, wenn dieses geeignet zur Selbstinszenierung ist. Gleichermaßen findet eine Anpassung an das jeweilige Umfeld statt, wobei sich die Persönlichkeit deutlich ändern kann. Sie suchen ständig nach Neuem und nach Stimulation. Dadurch können sie sich leicht in gefährliche Situationen begeben, wozu dann auch der schädliche Gebrauch von Suchtmitteln zählen kann, was häufig zum schleichenden Übergang in eine echte Abhängigkeit führt. Sie können schnell enthusiastisch Interesse an etwas gewinnen und es ebenso schnell wieder verlieren. Mit ihrem Enthusiasmus können sie dabei anfangs oft sehr mitreißend und motivierend auch auf Mitmenschen wirken und diese dabei auch gefährden oder zu gefährlichen Handlungen verleiten. Dies geschieht dann oft auch subtil im Rahmen sogenannter Projektiver Identifikation. Hinsichtlich ihres Arbeitsverhaltens fallen sie sowohl dienstlich wie privat oft dadurch auf, dass sie für Arbeitsleistungen, die manchmal nicht einmal Entwurfqualität haben, grenzenlose Bewunderung und Dankbarkeit ihres Umfeldes erwarten und ihnen die Notwendigkeit der Nachbesserung der Arbeit dabei nicht zu verdeutlichen ist. Viele sind offen für oft wechselnde sexuelle Beziehungen, innerhalb derer sie sogar in körperlicher Hinsicht treu sein können, aber sich destruktiv verhalten. Die Kontaktaufnahme zu neuen Partnern fällt ihnen leicht, da sie sich in Szene zu setzen wissen und viel Zeit und Geld in körperliche Attraktivität investieren. Typischerweise besteht ein ausgeprägter innerer Drang, zu flirten und sich (sexuell) verführerisch zu verhalten, was sich auch in einer sehr eleganten Motorik ausdrücken kann. Sie sind sich dabei ihrer Wirkung auf das andere Geschlecht und den eigenen Partner oft nicht bewusst. Dabei ist die umfassende Liebe der Zielperson das Motiv, weniger die sexuelle Befriedigung. Innerhalb einer sexuellen Beziehung weicht anfängliche, überschwängliche Begeisterung oft gar nicht viel später der Enttäuschung, wobei die jeweiligen Partner nicht viel mehr als Objekte der emotionalen Manipulation sind und keinen Einfluss auf den Gefühlsumschwung haben. Es sollte aber beachtet werden, dass viele Histrioniker in monogamen Beziehungen oder ganz ohne Partner leben; Promiskuität ist daher kein sicheres Symptom. Innerhalb der Partnerbeziehungen werden immer wieder Liebesbeweise gefordert, was in extremen Fällen zu Spannungen führt und die Partner auch in gefährliche Situationen bringen kann. Je nach sonstiger Auslenkung der Persönlichkeit des Betroffenen können Beziehungen mit Histrionikern unabhängig davon, ob es sich um eine Partnerschaft oder eine sonstige Beziehung handelt, für den Partner sehr angenehm sein, wenn die Betroffenen sich anpassen und eher zur Grundgutmütigkeit neigen und/oder sogar die Persönlichkeit, Werte und Ziele des Partners unbesehen übernehmen. Die Beziehung kann aber auch destruktiv sein, insbesondere, wenn noch eine narzisstische Auslenkung (Narzissmus) hinzukommt. Hinsichtlich Partnerschaftsverhaltens fällt bei weiblichen Betroffenen auf, dass sie in verschiedener Funktion mehrere Partner haben können. Der Sexualpartner ist dabei derjenige, auf den am ehesten verzichtet wird und der austauschbar ist. Weiterhin haben sie oft einen väterlichen Freund, der oftmals über jeden Zweifel erhaben ist, sowie einen Freund, der als Ansprechpartner in allen Notlagen dient, die Rolle eines großen Bruder hat, dabei aber nie als Sexualpartner herangezogen wird. Diese beiden letztgenannten Beziehungstypen zerbrechen häufig auch sofort, wenn Sexualkontakte hinzukommen. Suizidversuche, deren Motiv ebenfalls die Beachtung unabhängig von der Gefühlsbewertung durch das soziale Umfeld ist, sind je nach Komorbidität und begleitenden Lebensumständen unterschiedlich zu werten. Trotz ihres meist apellativen Charakters sollten sie ernst genommen werden, sind aber oftmals einer paradoxen Intervention zugänglich, wobei diese Therapieform nur diagnostisch geschultem Personal zu überlassen ist. Da es sich um Impulshandlungen im Rahmen der gestörten Persönlichkeit handelt, ist die Vermeidung weiterer Versuche schwierig, die akzidentell oder beabsichtigt tödlich enden können. Die statistische Lebenserwartung bei der HPS ist dadurch verkürzt. Die Diagnose dieser Störung hängt im Gegensatz zu anderen weniger von der Dispositionierung als von der Kultur ab. So fallen Histrioniker seltener auf, wenn ihr Gemütsbereich und sexuelle Freiheit als normal angesehen wird, wie heutzutage im Westen. Das theatralische Auftreten wird in verschiedenen Kulturen unterschiedlich akzeptiert. Es wird von zwei bis drei Prozent Betroffenen ausgegangen, der Anteil an der Gesamtbevölkerung kann aber höher sein, da viele Histrioniker sozial angepasst leben und daher nicht auffallen oder andere psychiatrische Komorbidität führt bzw. auffälliger ist. Die Störung wird bei Frauen sehr viel häufiger diagnostiziert als bei Männern, was aber nichts über die wahre Verteilung aussagt und wobei von geschlechtsunspezifisch gleicher Verteilung ausgegangen werden darf.

15.15 % der User hatten die Auswertung: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung Betroffene leben in einer extremen und auch labilen Gefühlswelt. Äußern kann sich das in kurzwelligen Stimmungsschwankungen und in tiefen emotionalen Krisen. Die Reizschwelle liegt niedrig. Bereits kleine Ereignisse können starke Gefühlsimpulse auslösen, und bestimmte Reize können nur schwer verarbeitet werden. So kann es leicht vorkommen, dass sich negative Erfahrungen wie z. B. Kränkungen oder Blamagen emotional und gedanklich festsetzen. Sie tauchen als Flashbacks wieder auf und wandeln sich erst lange Zeit später zu normalen Erinnerungen. Unabhängig von solchen Empfindlichkeiten erleben Betroffene äußerst quälende und diffuse Spannungszustände, wobei sie unterschiedliche Emotionen nicht differenziert wahrnehmen. Zu anderen Zeitpunkten werden solche diffusen Spannungen durch Gefühle von innerer Leere kontrastiert. Durch die extreme Gefühlswelt ergeben sich hartnäckige Schlafstörungen. Nicht jeder Betroffene hat diese Probleme permanent und gleich stark, aber jeder hat früher oder später damit zu kämpfen. Im Umgang mit anderen Menschen fällt es Betroffenen meist schwer, Nähe und Distanz zu regulieren. Dabei spielen die kontrastierenden Ängste vor Nähe und Ängste vor dem Alleinsein eine entscheidende Rolle (siehe dazu im Abschnitt “spezifische Ängste“). Es kommt vor, dass Betroffene andere kränken, auch unbewusst. Das kann eine Form von Autoaggression darstellen, oder es kann durch Angst vor Nähe ausgelöst werden. Durch die extreme Gefühlslage kann es zu impulsiven Verhaltensweisen kommen, speziell bei schmerzhafter oder vermeintlicher Kränkung sowie bei zwischenmenschlichen Konflikten. Solchen sozial kritischen Situationen wird individuell begegnet, zumeist jedoch affektiv. Insbesondere im Zuge von Auseinandersetzungen sind neben Wutausbrüchen auch andere Reaktionsweisen möglich, wie z.B. Verleugnung, Verachtung und/oder Rückzug. Konflikte werden daher häufig unzureichend oder nicht dauerhaft gelöst. Unabhängig von diesen Aspekten kann es vorkommen, dass Betroffene sonderbare bis exzentrische Verhaltensmuster an den Tag legen. In einigen Fällen weisen BPS-Betroffene ein Muster an häufig wechselnden Sozialkontakten und/oder Sozialkreisen auf. Auch im sexuellen Bereich kann es zu BPS-bedingtem abnormem und/oder riskantem Verhalten kommen, wie z. B. zu abwechselnden Phasen von Anhedonie und Promiskuität, was eine Form von Selbstschädigung darstellen kann. Das kommt speziell bei Betroffenen vor, die früher Opfer von Missbrauch oder Vergewaltigung wurden. Manipulatives Verhalten und das Bedürfnis, Beziehungen zu kontrollieren, sind weitere Merkmale, die sich in verschiedenen Bereichen wiederfinden. Manipulationsversuche können zum Beispiel dem Zweck dienen, Bezugspersonen nicht zu verlieren. Außerdem werden andere Menschen manchmal durch die unter Denkmuster beschriebene projektive Identifikation einbezogen, um das eigene innere Gleichgewicht zu stabilisieren. Das kann sich belastend auf Beziehungen auswirken. Bei Konversationen untersuchen Betroffene die Äußerungen und Kommunikationssignale (Gestik, Mimik, Sprechweise) sehr intensiv auf bestimmte Merkmale; in Beziehungen auf vermeintliche oder tatsächliche Abweichungen des Verhaltens (Tragen von Schmuckstücken, Arbeits-Ende). Das kann aus Misstrauen (resp. Angst) geschehen oder wegen möglicher Kränkungen (resp. brüchiges Selbstbild)

19.74 % der User hatten die Auswertung: Zwanghafte Persönlichkeitsstörung Bei der zwanghaften Persönlichkeitsstörung, auch als anankastische Persönlichkeitsstörung (vom altgriechischen ανάγκη, anánke, „Zwang“, „Zwangsläufigkeit“) oder Zwangspersönlichkeitsstörung bezeichnet, handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die durch Rigidität, Perfektionismus, ständige Kontrollen, Gefühlen von Zweifel sowie großer Vorsicht gekennzeichnet ist. Betroffene sind oft kaum lösbaren Konflikten ausgesetzt. Sie streben ständig nach Vollkommenheit. Auf Grund ihrer selbstgesetzten übertrieben strengen und oft unerreichbaren Normen können sie jedoch ihre Aufgaben und Vorhaben nur schwer realisieren. Tendenziell sind sie mit eigenen Leistungen nie endgültig zufrieden. Eine übermäßige Beschäftigung mit Regeln, Effizienzfragen, unbedeutenden Details oder Verfahrensfragen stört ihre Übersicht. Dadurch kann die eigentliche Aktivität in den Hintergrund treten. Zwanghafte Persönlichkeiten nutzen ihre Zeit schlecht. Wichtige Dinge werden bis zum letzten Augenblick aufgeschoben. Auch Freizeitaktivitäten müssen exakt geplant werden. Arbeit und Produktivität werden meist über Vergnügen und soziale Beziehungen gestellt. Oft versuchen sie, ihr Tun logisch und rational zu rechtfertigen. Emotionales bzw. affektives Verhalten anderer wird nicht toleriert. Durch ihre ausgeprägte Unentschlossenheit werden Entscheidungen immer wieder hinausgeschoben, was Ausdruck einer übertriebenen Furcht vor Fehlern ist. Diese kann dazu führen, dass Aufträge und Vorhaben überhaupt nicht erledigt werden können. Auch sind sie außerordentlich gewissenhaft und spielen gerne den „Moralapostel“. Bei sich und anderen nehmen sie alles sehr genau, auf Kritik von Autoritätspersonen reagieren sie außergewöhnlich sensibel und verletzt. Betroffene neigen zu Depressionen und weisen oft Symptome anderer Zwangserkrankungen auf, wobei ein innerer Zusammenhang zwischen den Störungen nicht unmittelbar zu erkennen ist. Die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen ist häufig vermindert. In zwischenmenschlichen Beziehungen wirken Betroffene dementsprechend kühl und rational. Die Anpassungsfähigkeit an die Gewohnheiten und Eigenheiten der Mitmenschen ist eingeschränkt. Vielmehr wird die eigene Prinzipien- und Normentreue auch von anderen erwartet. Sie sind nicht in der Lage, sich von abgetragenen oder nutzlosen Dingen zu trennen, auch wenn sie keinen Erinnerungswert haben, und geizen mit Geld. Es ist anzumerken, dass die zwanghafte Persönlichkeitsstörung sich deutlich von der Zwangsstörung unterscheidet und Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, die diese definieren, nicht einschließt. Obwohl die Verwendung der beiden ähnlichen Begriffe nahe legt, dass die beiden in Beziehung zueinander stehen, ist es nicht klar, dass sie das tun. Nach einer verbreiteten Theorie ist die zwanghafte Persönlichkeitsstörung oft Folge von unbehandeltem ADHS, da Betroffene ihre Desorganisiertheit häufig dadurch zu kompensieren versuchen, dass sie sich zur Ordentlichkeit und Strukturiertheit regelrecht zwingen, um mit ihrer Detail- und Planungsversessenheit Fehler und Misserfolge zu verhindern.

51.64 % der User hatten die Auswertung: Selbstunsicher Vermeidende Persönlichkeitsstörung Die ängstliche (vermeidende), auch selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (selten: generalisierte soziale Phobie) ist gekennzeichnet durch Gefühle von Anspannung und Besorgtheit, Unsicherheit und Minderwertigkeit. Es besteht eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiert werden, eine Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik mit eingeschränkter Beziehungsfähigkeit. Die betreffende Person neigt zur Überbetonung potentieller Gefahren oder Risiken alltäglicher Situationen bis zur Vermeidung bestimmter Aktivitäten Charakteristisch für vermeidende Persönlichkeiten ist, dass sie sich unsicher, gehemmt, unattraktiv und minderwertig fühlen und aus Angst vor Kritik, Zurückweisung und Verspottung soziale Kontakte meiden. Dabei geraten sie nicht selten in soziale Isolation. Ihr geringes Selbstvertrauen wird von anderen meist positiv oder gar nicht gesehen, weil sie sich nicht in den Vordergrund drängen, bescheiden, „pflegeleicht“ und verlässlich sind, problemlos zu gängeln, trauen sie sich doch ohnehin nichts zu, insbesondere nicht, „Nein“ zu sagen. Nicht selten genießen diese Menschen sogar ein hohes Ansehen bei ihren Mitmenschen, da sie stets versuchen, ihren vermeintlich minderwertigen Charakter durch sehr gute Leistungen im Beruflichen bzw. sehr hohe Aufopferungsbereitschaft innerhalb des Bekanntenkreises zu kompensieren. Schon früh macht sich bei ihnen eine belastende soziale Gehemmtheit bemerkbar, Unfähigkeitsgefühle, Überempfindlichkeit gegenüber negativer Kritik, Schüchternheit, leichtes Erröten und schnelle Verlegenheit. Immer häufiger werden aber auch biogenetische Ursachen diskutiert, vor allem eine persönlichkeitstypische Vulnerabilität (= Verwundbarkeit) in Form innerer Unruhe, Anspannung, Nervosität und damit mangelhafter Realität und schließlich Verletzbarkeit. Oder kurz: Eine genetische Prädisposition (erblich bedingte Anlage), die bei ungünstiger Kombination durch die drohenden negativen psychosozialen Einflüsse im Alltag schließlich lebenslang belastet. Persönlichkeitsstörungen werden oftmals von Verwandten 1. Grades weitervererbt und zudem liegen somit auch pathogene (krankmachende) Familienverhältnisse vor, die dann zum Ausbruch der Störung beim Kind führen. Sie können dabei in einen Konflikt zwischen Bindungs- und Autonomiebedürfnis verfallen. Einerseits sehnen sie sich nach Nähe und Sicherheit, andererseits vermeiden sie enge Beziehungen. Die betreffenden Kinder zum Beispiel fallen entweder durch ein schnell reizbares und überdrehtes („cranky“) Interaktionsmuster oder aber durch ein verschlossenes und in sich gekehrtes Verhalten auf. Zudem können sie von den Eltern zurückgewiesen und abgewertet werden, ebenso von Freunden und anderen nahe stehenden Personen. Das könnte zur Folge haben, dass sich die zunächst nur von außen erfahrbaren Zurückweisungen und Abwertungen in Selbstabwertung und Selbstentfremdung fortsetzen, Selbstwert kann dadurch nicht aufgebaut werden. Freundschaften und soziale Bindungen können dadurch kontinuierlich abgesetzt werden. Zusätzlich unterschätzen sie ihre eigenen interpersonellen Fähigkeiten und haben in Stresssituationen oft ungünstige, negative und selbstkritische Gedanken. Ihr Verhalten ist Ausdruck von Angst und Hilflosigkeit gegenüber den elterlichen Erziehungspraktiken; bisweilen später Entfremdung. Eltern werden als unterdrückend, einengend, emotionsarm und wenig einfühlend erlebt (siehe auch Doppelbindungstheorie). Unter solchen und ähnlichen Erziehungsbedingungen würde sich die Persönlichkeitsentwicklung eines solchen Kindes fast zwangsläufig in Richtung Ängstlichkeit und soziale Vermeidung sozialer Herausforderungen bewegen. Die natürlichen Energien und Möglichkeiten seien dadurch bald erschöpft. Die Zurückweisungen und Abwertungen mündeten notgedrungen schließlich in eine Selbstabwertung und Selbstentfremdung. Und dies alles führe schließlich dazu, dass Freundschaften und soziale Bindungen kontinuierlich gemieden würden oder zumindest zunehmend angstbesetzt seien, was letzten Endes auch zu der verhängnisvollen Vermeidungs-Strategie beitrage. Die gelegentlich irreführend selbstsichere Erscheinung ist eine Art „äußere Maske“ als Folge einer darunterliegenden chronischen Anspannung zum Schutz der leicht aktivierbaren Vulnerabilität. Es entsteht bei ihnen eine ständige Angst und Anspannung, die zum Rückgang von sozialen Kompetenzen führen. Dies wiederum erzeugt einen Teufelskreis, so dass sie sich entweder gar nicht mehr auf soziale Beziehungen und berufliche Aufgaben einlassen oder nur noch dann, wenn sie sich sicher sind, dass sie dabei nicht verletzt werden. Ständige Selbstzweifel plagen sie. In Gesprächen mit anderen halten sie keinen Augenkontakt, sondern fixieren andere Regionen des Gegenübers oder Gegenstände im Raum. Zu neuen Erfahrungen oder für alternative Möglichkeiten sind sie immer weniger bereit. In sozialen Kontakten wirken sie unzufrieden, gequält, distanziert, der Redefluss ist zu zäh und stockend. Potentielle Partner müssen bei ihnen oft jahrelange „Prüfungen“ durchlaufen, um wirklich intim zugelassen zu werden. Beziehungen sind daher selten und oft Konflikt beladen. Starke Verlassensängste und Abgrenzungsprobleme führen oft zu Beziehungszusammenbrüchen und damit eine Wiederholung ihrer Befürchtungen.