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Drachenträne- Zusammenfassung

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1 Kapitel - 2.840 Wörter - Erstellt von: Lucinda - Aktualisiert am: 2011-11-01 - Entwickelt am: - 1.708 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier schreibe ich alles zusammen! Meine gesamte bisherige Story! Ich präsentiere:..... DRACHENTRÄNE!

    1
    Drachenträne

    1.Kapitel

    Keuchend fiel ich auf die Knie. Ich versuchte mit meinen Händen die Blutung zu stoppen, das viele Blut aufzuhalten, dass aus meinen Wunden rann. Doch den tiefen Verletzungen entwich viel zu viel Blut. Die Schmerzen und die unerträgliche Verzweiflung schüttelten meinen entstellten Körper, dem langsam das Leben entwich. Ich brach zusammen. Mein dunkelrotes Blut sickerte in den Waldboden und ließ mich nach Atem ringen. Ein erstickter Schrei entfuhr meiner Lunge, wurde zu einem Gurgeln als Blut und Speichel und einer unausweichlichen Erkenntnis: Es hatte alles keinen Sinn. Blut rann aus meinem Mundwinkel und ich hustete und spuckte, um das viele Blut aus meiner Lunge zu bekommen. Alles war zwecklos. Hier würde mir niemand helfen, immerhin lag ich mitten im Wald. Langsam schloss ich meine Augen und rang keuchend nach Luft. Die Schmerzen ließen nach und mir viel das Atmen immer schwerer. Ich war dem Tod nahen, doch ich würde meinen Körper nicht kampflos aufgeben. Jeder einzelne Muskel in meinem Körper wurde schwächer, ich gab mir Mühe, meine Muskeln anzuspannen, doch mein Körper war zu schwach. Ein letztes Mal stieß ich unsanft die Luft aus meinen Lungen, doch ich zog sie nicht wieder ein. Das letzt Stück Leben entwich meinem Körper und vor meinen Augen wurde es schwarz. Ich verstand erst viel zu spät, dass das Gift meine Nerven betäubte und das Leben aus mir heraustrieb. Ich verstand es erst viel zu spät, das ich starb. Hier und jetzt.
    Mit letzter Kraft schrie ich meine Schmerze und meine unermessliche Wut in die Welt hinaus. Dann fiel mein Körper leblos zurück, entstellt und voller Blut. Das war es gewesen. Für immer. Es war aus. Mir blieben vielleicht noch einige Sekunden. Mit geschlossenen Augen lauschte ich dem Rauschen der Blätter und wartete auf den Tod. Ich zähle die Sekunden: fünf, zehn. Plötzlich brühet mich etwas Weiches, ich spüre die sanfte Berührung von Schlangenhaut und der warme Atem auf meinem Gesicht ließ mich keuchen. Ich wusste was über mir stand, doch meine Neugier gewann die Überhand und ich öffnete schwach meine Augen. Der gewaltige, schuppige Körper, der über mir stand, senkte steinen Kopf und sah mich aus Augen an, in denen man sich verlor, so tief und blau waren sie. Schwach hob ich meine blutige Hand und strich über den schuppigen Kopf. Ich ließ sie sinken und setzte mich auf. Der Drache umkreiste mich, als wäre ich seine Beute und lebte sich dann neben mich. Die schlangenartige Zunge schoss vor seinen schmalen Lippen hervor und strich sanft über meine Wunden. Ein lauter Schmerzensschrei entfuhr mir, als der bläuliche Speichel des schuppigen Tiers in meine Wunde tropfte und sich in mein Fleisch brannte. Drachenspeichel. In unserem Dorf haben die Ältesten und Priester ihn mit Alkohol verdünnt über schwere Wunden gegossen, um sie zu reinigen. Ich blickte auf meine Verletzungen, die Haut war zugewachsen und eine lange Narbe zog sich über meinen Arm. Auch über meine entstelle Schulter zog der silberblaue Drache seine gespaltene Zunge, wobei ich einen Blick auf seine messerscharfen, langen Zähne erhaschte. Ich erstarrte. "Wer bist du?", fragte ich und gab mir Mühe, das meine Stimme nicht zitterte. Der Drache sah mich an und legte den Kopf schief. Misstrauisch fragte ich ihn: "Was meinst du damit? Ich verstehe dich nicht!" Ich weiß nicht wieso, aber der Drache sah plötzlich unheimlich wütend aus. "Was hast du?", fragte ich ängstlich. Das schuppige Tier legte die Ohren an und fauchte. Erschrocken zuckte ich zusammen und lief panisch hinter einen Baum. Langsam trat ich wieder nach hervor. "Danke...", flüsterte ich verlegen. Der Drache schien ruhiger geworden zu sein und schnaubte verächtlich. Plötzlich verspürte ich ein schmerzhaftes Stechen in der Brust und meine Schmerzensschreie verhallten im Wald. Keuchend fiel ich auf die Knie und sah panisch auf mein weißes Hemd. Es war noch kaum schmutzig und nur wenige, blutige Spritzer hatten sich in den Leinen gefangen, doch über meinem Herzen sammelte sich frisches, dunkelrotes Blut an und tränkte meine Kleider. Voller Panik riss ich mein Hemd auf. Blut quoll aus meiner Brust und ließ mich keuchen und schreien. Mein Herz war schwer verletzt. Tränen rannen mir über mein Gesicht. Ohne zu überlegen legte der Drache seinen Kopf auf meine Brust und schloss die Augen. Eine kristallklare, silberne Träne rann über seine schuppige Wange und tropfte auf meine Brust. Die Drachenträne vermischte sich mit meinem Herzblut und ich sah, wie sich mein Blut silbern färbte. Entsetzt schrie ich: "Nicht!" Doch es war zu spät. Der Drache war verschwunden, nur ein kleines Mädchen lag auch meiner Brust. Ihr braunes, lockiges Haar fiel ihr ins Gesicht und als sie ihre Augen öffnete, so verlor ich mich in ihrem tiefen Blau. Ihr nackter Körper lag auf meiner, von silbernem Blut überzogener, Brust und ihre schmalen Lippen lächelten.
    "Du hast mir das Leben gerettet?"
    Es klang eher nach einer Frage, als nach einer Feststellung, wie ich es gerne gehabt hätte. Die Kleine nickte und flüsterte kühl: "Wie wär’s mit Danke?" Verwirrt nickte ich und sagte schnell: "D-danke..." Das Mädchen stand auf und half mir hoch. "Ich... Nun ja, danke.", murmelte ich verlegen und drehte mich schnell um, um nicht rot zu werden. Ich zog meinen Mantel aus und hielt ihn ihr hin. Sie nickte dankend und schlang den Umhang um ihren nackten Körper. Eine Zeit lang sprach keiner von uns. "Wer bist du und... wieso hast du mir geholfen?", durchbrach ich schließlich das Schweigen. Das Mädchen blickte verwundert auf und sah ihn verständnislos an. "Das weißt du nicht? Aber... Ich heiße Vio und ich habe dir geholfen, weil... Du bist Train. Meister Train, du weißt doch noch, wer du bist!", schrie sie fast schon zornig und tippte mir gegen die Brust. "Du warst nicht immer so ein verweichlichter, menschlicher Junge, ein Elf warst du, um genauer zu sein, dass warst du! Und jetzt sieh dir an, wer du bist! Ein Elf- oder doch ein Mensch?", kreischte die Kleine energisch und stampfte wütend mit dem Fuß auf. Sie spuckte das Wort "Mensch" aus, als sei es eine Beleidigung. Plötzlich verengten sich meine Augen, ich stieß Vio weg, so dass sie umfiel, und brüllte: "Ich bin ein Elf, kein Mensch und ich werde niemals einer sein, niemals!" Vio's Augen weiteten sich erschrocken und sie flüsterte verwirrt: "A-aber... Das tut mir leid, ich wollte dich nicht beleidigen! Es... tut mir leid, Train!" Ich ließ mich neben Vio fallen und seufzte. "Schon gut.", murmelte ich und seufzte abermals. "Was machst du hier draußen? Bist du auf der Suche nach etwas? Im Norden soll doch eine neue Drachenherde gesichtet worden sein...", begann Vio, doch ich unterbrach sie: "Nein, um die Inishu-Herde kümmert sich Shin." Shin war ein Mensch. Sie und ihr Bruder Saian waren beide, wie ich Drachenmeister, doch wo Saian war, wusste ich nicht. "Ich suche nach einem Diamanten- der Drachenträne.", erklärte ich klangvoll. Vio sah mich bewundernd an. "Die Drachenträne?", fragte sie ehrfürchtig und schien sehr beeindruckt zu sein. Ich nickte und sagte leise: "Sie gibt Drachen wie dir ihre wahre Gestallt zurück." Vio sah mich sehensüchtig an und ich wusste, sie würde nur eines sagen: "Ich komme mit!"Doch dass konnte ich nicht tolerieren. "Nein!", sagte ich bestimmt. Vio starrte mich mit offenem Mund an und fragte verwundert: "Was? Aber ich-" Sofort unterbrach ich Vio: "Wir suchen im Dorf einen Platz für dich! Wenn ich den Stein habe werde ich ihn dir bringen, versprochen!" Jetzt lächelte ich sanft und schloss Vio in die Arme. "Du bist viel zu jung, in deiner menschlichen Gestallt bist höchstens 12.", erklärte ich. Beleidigt wollte Vio sich wegdrehen, doch ich hielt sie fest. Vio errötete. "Ich habe Angst um dich! Für einen Drachenmeister ist es unverantwortlich einen Drachen in Gefahr zu bringen.", erklärte ich, etwas neckisch. Doch Vio's Blick blieb hart. "Ohne mir wärst du jetzt Tod. Du brauchst mich, Train! Ich komme mit!"
    Und was kann man schon gegen den eisernen Willen einer jungen Frau tun?

    2. Kapitel


    "Gehen wir noch lange?", fragte Vio ungeduldig. Ich trat gegen einen kleinen Stein und verdrehte genervt die Augen. So ging das schon seit zwei Stunden. "Ja.", knurrte ich gereizt. Ängstlich und sehr, sehr leise hauchte Vio: "Was hast du nur, Train?" Ich antwortete nicht und ging stumm weiter. "Train... Es wird schon langsam dunkel.", vernahm ich Vio's leise Stimme. Ich konnte ihre Angst förmlich spüren... Das war verständlich. Ich war ein Drachenmeister, ausgebildet für den Kampf. Sicher hatte sie schon viel von mir gehört. Ich konnte töten, ohne auch nur hin zu sehen. Ich blieb stehen und sagte dann mit fester Stimme, ohne mich umzudrehen: "Das nächste Dorf ist nicht mehr weit. Und noch ist es nicht dunkel." Ich hörte Vio seufzen. Vielleicht war ich zu hart. Immerhin war sie ein Mädchen und als Drache war sie immer geflogen, jetzt musste sie laufen. Vio war stehen geblieben. Sie war zu erschöpft um weiter zu gehen. Es dämmerte schon. Ich seufzte und blieb stehen. "Na gut, wir können hier übernachten.", gab ich nach und legte meinen Rucksack unter einen Baum. Vio ließ sich ins hohe Gras fallen und seufzte glücklich. "Ich bin so müde!", sagte sie und verschränkte die Arme gähnend hinter dem Kopf. Ich lehnte mich an den Baum und gab Vio eine Decke. Sie wickelte sich dankbar darin ein. In meinem dünnen Mantel fror sie. Auch ich nahm mir eine Decke und schloss die Augen. "Müde?", hörte ich Vio fragen. Ich murmelte etwas, von dem ich selbst nicht wusste, was es bedeutete. Leise begann ich zu summen. Das Lied des Windes, hatte meine Mutter es genannt und mich damit in den Schlaf gesungen, als ich noch ein Kind war. Elfen können schöner singen als jedes andere Geschöpf. Ich war gerade am schlafen, als sich jemand räusperte. Ich verstummte abrupt und sah auf. Ein Augenpaar, so braun wie geschmolzene Schokolade, fixierte mich. Es gehörte einem jungen Mädchen. Sie sah mich durchdringend an und fragte zögernd: "Wer seid ihr?" Es war einfach hinreißend, wie ihr blondes Haar im Wind wehte. "Mein Name ist Train. Das schlafende Mädchen dort ist Vio. Sie lag alleine im Wald, doch glücklicher Weise konnte ich sie retten!", sagte ich mit einem angeberischen Grinsen und wies mit dem Kopf auf Vio, die im Gras schlief. "Was tut ihr hier draußen? Es ist gefährlich! Kommt, das nächste Dorf ist nicht weit. Wecke deine Freundin doch bitte auf und lasst uns gehen! Ich habe ein kleines Wirtshaus, nicht weit von hier. Wollt ihr nicht mitkommen?", bot sie freundlich an. Ich nickte und stand auf. "Ja, sehr gerne!", bedankte ich mich und ging zu Vio, um sie zu wecken. Verwirrt hob sie ihren Kopf und fragte verschlafen: "Ist es schon Morgen?" Ich schüttelte bedauernd den Kopf und sagte: "Nein, aber dieses nette, junge Fräulein hat uns ein Nachtquartier angeboten. Ich merkte, dass die junge Frau errötete. Vio stand langsam auf und schlang die Decke um sich. "Kommt!", rief das Mädchen uns zu. Ich nahm den Rucksack und ging zu Vio. Sie hatte sich mit geschlossenen Augen an einen Baum gelehnt. Ich stieß sie leicht an und sagte: "Komm, wir gehen... Vio?" Sie war eingeschlafen. Ich lächelte und hob sie sanft hoch. Das blonde Fräulein stieß einen grellen Schrei aus: "Die Kleine ist ja fast nackt!" Ich schwieg und folgte dem Mädchen. Es so dunkel, dass ich nicht mal meine eigene Hand vor Augen sehen konnte. "Wie heißt du?", fragte ich das Mädchen schließlich, ohne sie anzusehen. "Alice.", sagte sie und lächelte freundlich. Ich konnte es nicht erwidern. Es gab nichts zum Lächeln. Diese gespielte Höflichkeit der Menschen ließ mich vor Zorn zittern. Doch ich konnte mich im Zaum halten, denn irgendwie wirkte Alice doch ganz nett. Für den Anfang.


    3. Kapitel

    Alice's Wirtshaus war zwar recht klein, aber sehr gemütlich. Das größte in dem niedrigen Raum war wohl der Ofen. Darin brannte und knisterte ein Feuer. Ich hatte die schlafende Vio auf die Holzbank gelegt und mit einer dicken Wolldecke zugedeckt. Für einen kurzen Augenblick öffnete sie ihre Augen und lächelte dankend, bevor sie wieder in einen tiefen Schlaf verfiel. Alice schenkte mir Schnaps ein und gab auch mir eine Decke. "Wärme dich erstmal auf!", sagte sie und setzte sich ans Feuer. Ich nahm neben ihr Platz und trank mein Glas auf Ex. "Ich danke dir für deine Gastfreundschaft!", bedankte ich mich dann und verschränkte die Arme hinter meinem Kopf. Alice wurde rot und kicherte kindisch, wobei sie sich die Hand vor den Mund hielt. "Wieso lachst du?", fragte ich und gähnte. Alice lachte abermals stand schnell auf und sagte: "Wir sollten vielleicht etwas schlafen." Mit hoch rotem Kopf verließ sie das Zimmer. Manchmal konnte ich Frauen einfach nicht. Ich musste zugeben, ich war recht müde. Naja, bald wurde es ja wieder Morgen. Ich schloss meine Augen und verfiel alsbald in einen seltsamen Traum:

    Kühler Wind blies mir ins Gesicht, als ich über die spitzen Felsen kletterte. Ich sprang über eine Spalte, Rutsche ab und fiel- auf eine Wiese. Roter Mohn umgab mich und die Sonne schien in mein Gesicht. Da ertönte ein greller Schrei. "Vio!", schrie ich und rannte los. Ein ungewolltes Gefühl stieg in mir hoch. Ich wusste nicht, was es zu bedeuten hatte- Doch langsam wurde es mir klar: Ich hatte Angst. Um Vio. "Vio!", brüllte ich verzweifelt und sah mich um. Vor mir öffnete sich eine Spalte und ich fiel auf die Knie. "Train...", hauchte Vio. Ihre zarte Hand klammerte sich um einen Felsen. Ich versuchte sie hoch zuziehen, doch diese lächelte nur sanft, schloss ihre Augen und flüsterte: "Nicht..." Dann ließ sie meine Hand los und fiel in die Tiefe. Ihre dunklen Haare umrandeten ihr hübsches Gesicht, ich beugte mich vor- und stürzte ebenfalls in den Spalt.

    Mit einem lauten Schrei erwachte ich und meine Hand schoss unmittelbar zu Vio. Sie schlief. Alice kam in den Raum gelaufen und kreischte erschrocken: "Was ist passiert?" Vio schreckte hoch und sah fragend in die Rund. Ich schüttelte den Kopf und gestand heiser: "N-nur ein Albtraum. Es ist alles okay. Einen Moment lang war es unangenehm Still, doch dann ging Alice zu Vio, half ihr hoch und sagte: "Komm, ich gebe dir etwas zum Anziehen. So kannst du unmöglich bleiben!" Ich erhob mich ebenfalls und begann unseren Rucksack einzupacken. Alice und Vio verließen den Raum und ich war für einen Moment alleine. Aber nur für einen Moment. Ein lauter Hilfeschrei ertönte. Reflexartig ergriff ich mein Schwert und stürmte in Richtung Alice's Zimmer. "Alice, Vio! Was ist passiert!", rief ich erschrocken und riss die Türe auf. Kichernd standen die Mädchen im Raum und konnten sich vor Lachen kaum noch halten. Vio trug jetzt eine lederne Hose und ein blaues, trägerloses Oberteil. Ihre schwarzen Stiefel glänzten in der Sonne, doch besonders gefährlich wirkte es hier nicht. Ich ließ mein Schwert sinken und starrte die Mädchen fragend an. Vio lachte: "Du hättest dein Gesicht sehen sollen, Train! Einfach köstlich!"

    DANKE FÜRS LESEN!:)

Kommentare (1)

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Swity (72780)
vor 761 Tagen
Du hast echt gut geschrieben. Schreib doch weiter
auch wenn es jetzt schon 4Jahre her ist;-)!