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Drachenseelen I - Kapitel 9

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1 Kapitel - 1.767 Wörter - Erstellt von: RaiRyu - Aktualisiert am: 2011-10-15 - Entwickelt am: - 1.701 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Juhuuu
endlich hab ich das 9. Kapital fertig ^.^
Ich dachte mir, dass ihr gerne mal was aus Shins Vergangenheit erfahren würdet
also e voila
viel Spaß beim Lesen

achja... Achtung es wird brutal und blutig o.Ô
so mehr oder weniger...


achja
: wie immer gilt
Kritik, Lob uns sonstige Äußerungen an: Lia.Lithium@web.de

um alle Kapitel gut geordnet und übersichtlich zu lesen: http://bloodsoularts.wv.to

liebe Grüße und Küsschen
RaiRyu

1
Aus Shins Sicht:

Die Reise verlief nun weitestgehend ruhig. Dieser Tirian hatte sich aber von nun an geweigert mich frei rumlaufen zu lassen und hatte sich an mich gebunden… im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einen Seil hatte er meine Hände gefesselt und das andere Ende hatte er sich um die Hüfte gebunden. Natürlich hatte ich protestiert und mich gewehrt, am Ende hatte er meinen zierlichen Menschenkörper einfach zu Boden gestoßen und mich gefesselt. Wie brutal er doch zu Artgenossen war. Nach einer Weile hatte ich aber aufgegeben an den Fesseln zu zerren, es hatte eh keinen Sinn, so trottete ich traurig dem jungen Mann hinter her. Noch immer hatten wir nicht wieder die Straße erreicht, durch meinen kleinen Fluchtversuch hatte ich uns ziemlich weit in die Wildnis geführt. Plötzlich fiel mir ein, dass ich doch vor meinem Fluchtversuch ein paar Dolche aus einen der Wagen gestohlen hatte. Hastig versuchte ich an diese zu gelangen, doch leider ließen es die Fesseln nicht zu, ich kam einfach nicht an die Dolche, die ich unter meinem Mantel an den Gürtel meines Kleides befestigt hatte, heran. Seufzend dachte ich nach, es musste doch eine Möglichkeit geben mich schnell zu befreien. Mir fiel ein, dass ich auch noch die Gabe des Feuerspeiens beherrschte. Doch leider konnte ich das Feuer nicht auf Befehl heraufbeschwören. Angestrengt starrte ich auf Tirians Rücken und lief ihm weiter hinterher. Es musste doch eine Möglichkeit geben, diese Fähigkeit wieder vollkommen und ohne Einschränkungen zu beherrschen.
Unwillkürlich erinnerte ich mich an meine Kindheit und mein Leben als einsames Drachenjunges…

Ein kleiner weißer Drache kroch aus der steinernen Höhle, hob prüfend die Nase und sog die Luft ein. Sein Kopf schwang hin und her, als es sich umschaute. Dann, Schritt für Schritt verlies es sein sicheres Heim und huschte in den Wald. Nach einer Weile erreichte das Kleine einen Bach und löschte dort seinen Durst. Die Augen wachsam auf die Umgebung gerichtet und die Ohren bis zum Äußerstem gespitzt trank es. Dann erhob es sich wieder und zuckte unter den Geräuschen des Waldes zusammen. Natürlich gehörte dieses Wesen zu den stärksten und größten Tieren des Landes, doch es war noch klein und schutzlos. Es hatte gerade einmal die Größe eines Fuchses und besaß noch nicht die Fähigkeiten seiner erwachsenen Artgenossen, es war nun einmal noch ein kleines Kind, gerade einmal 3 Monate alt. Zudem war es auch noch ein Waise, seine Eltern hatte es nie kennen gelernt, es war alleine, in der dunklen und feuchten Höhle die es immer noch bewohnte, geschlüpft. Fernab von jeglicher Zivilisation, nicht einmal seine Artgenossen wohnten in dieser Gegend, es war ganz allein.
Mit knurrendem Magen huschte es durch die Büsche, fliegen konnte es ja nicht, wer hätte es ihm denn beibringen sollen. Vorsichtig betrat es eine Lichtung, wo es die Witterung eines toten Kaninchens war genommen hatte. Hungrig stürzte es sich auf den Kadaver und riss das Fleisch von den Knochen. Als sein Hunger gestillt war, wollte es sich auf den Rückweg zu seiner kleinen Höhle machen.
Ein starker Windstoß fegte das Kleine von seinen Beinen, hart prallte es gegen einen Baumstamm und blieb regungslos liegen.
Ein riesiger schwarzer Drache mit glühend roten Augen näherte sich dem bewusstlosem Jungtier. Die Augen des Biestes zeugten jedoch nicht von Blutgier oder sonstigem brutalen Verhalten, sondern von Güte und Wärme. Das Wesen hielt seinen Kopf über das Junge und schnüffelte, dann sprach der Drache zu dem Jungtier, das langsam wieder zu Bewusstsein kam. „Was macht denn eine so kleine Drachendame wie du hier ganz alleine?“ die große schwarze Drachin stupste die Angesprochene leicht mit der Nase an. “Sind deine Eltern auch dem Krieg zum Opfer gefallen?“ Die kleine Weiße sah die riesige Schwarze mit großen Augen an und nickte. Da durchdrang die tiefe warme Stimme ihrer großen Artgenossin die Kleine wieder „Ah verstehe, na dann komm mit mir, ich werde mich um dich kümmern. Wie heißt du denn, meine Kleine?“ Die Weiße gab keinen Muchs von sich. Besorgte Blicke wurden auf sie herabgeworfen. „Du hast wohl noch keinen Namen“ ein Kopfschütteln des kleinen Wesens folgte „Dann werde ich dich Shin nennen. Und du kannst mir Malin nennen.“ Schon öffnete die große ihr Maul und schloss es um die kleine Shin, darauf achtend, dass die scharfen Zähne sie nicht verletzten. Dann, mit einem kräftigen Sprung Richtung Himmel, erhob sich Malin mit der kleinen Shin im Maul in die Lüfte. Das war der Tag ihrer Rettung und der Tag, an dem sie das erste Mal flog und fühlte, was Freiheit bedeutete.
In den nächsten Jahren wuchs Shin bei Malin auf, erlernte das Fliegen und später auch das Feuerspeien. Für beides brauchte sie sehr lange und Malin opferte einiges an Geduld für die kleine Shin.
„Du musst auf deinen inneren Drachen hören Shin“ hatte die alte Drachendame mal wieder gestöhnt, als Shin am Ende des Tages noch immer keine Flamme erzeugt hatte. Sie war nun schon 5 Jahre alt und schaffte es immer noch nicht einmal eine kleine Flamme oder Rauch zu erzeugen.
Wütend stapfte Shin durch den Wald, murrend, weil sie es einfach nicht schaffte. Zwar spürte sie die Wärme in ihrem Brustkorb, doch ihr Atem wollte sich einfach nicht entzünden. Nach erfolglosen Trainingsstunden zog sie sich immer schlecht gelaunt auf eine Lichtung zurück und dachte nach. Spät am Abend machte sie sich, wie immer, wieder auf den Rückweg. Doch diesmal war etwas anders als sie die Felssäule erreichte, in der sich die Höhle von ihrer Lehrmeisterin Malin befand. Mit einem Satz und einigen Flügelstößen erreichte sie den hoch gelegenen Eingang des Verstecks. Blut klebte am Boden und Leichenteile lagen verstreut vor dem Eingang. Mit mulmigem Gefühl beschnupperte Shin eine Gliedmaße. Fell hatte dieses Wesen, dem es gehörte, nicht, nur eine weiche, rosafarbene Haut. Einige silberne Schuppen lagen daneben. Shin berührte diese glänzenden Dinger, metallisch klirrte es, und es war eiskalt. welches Lebewesen hatte denn nur eine Haut und ein paar glänzende Metallschuppen? Diese Frage konnte sich Shin nicht beantworten. Leise schritt die junge Drachendame weiter, tiefer in die Höhle hinein und blieb zusammengekauert hinter einer Ecke sitzen, spähte dabei in den großen Raum, den die Höhle bot. Dort lag Malin, schwer verwundet auf dem Boden, gefesselt mit Eisenkennten, die um ihren gesamten Körper geschlungen waren. Ihr Atem ging nur stoßweise und ihre Augen waren halb geschlossen. Vor ihr standen merkwürdige Wesen, sie hatten dieselbe rosafarbene Haut und Metallpanzer, die Shin schon entdeckt hatte, liefen auf zwei Beinen und hatten komische Stöcker mit silbernen Spitzen in ihren Vorderklauen. Ein wenig Fell trugen sie auf ihren Köpfen und buntes um ihre Körper. „Sag, wo ist sie Drache“ ertönte die Stimme eines dieser Wesen und piekste Malin mit einem dieser Stöcker. Die Spitze Bohrte sich in ihre Schulte und die alte Dame grollte, sodass die Steinwände der Höhle erzitterten. „Das werde ich euch elenden Menschen garantiert nicht sagen.“ donnerte sie „Ihr werdet die Reinheit und Tiefe des Herzens nie bekommen.“ „Na wenn das so ist“ ertönte die Raue Stimme es Zweibeiners und stieß abermals mit seiner silbernen Waffe zu, diesmal mitten in den Brustkorb der Drachendame, diese stöhnte schmerzhaft auf und verdrehte ihre Augen. Blut quoll aus der Wunde und suchte sich seinen Weg über den kalten Steinboden. Der Körper der alten Drachendame zitterte und, noch bevor sie sich in der Dunkelheit verlor, wurde ihr, unter lautem Knacken und ächzten der Knochen, gewaltsam der Brustkorb geöffnet und das Herz entfernt. Unter wirrem Gelächter der Zweibeiner wurde das noch schlagende Herz wieder von einer Waffe durchstoßen und dann achtlos neben den regungslosen Körper Malins geworfen.
Heiße Tränen nahmen Shin die Sicht, Trauer, Wut, Verzweiflung und viele Fragen kamen in ihr hoch, wühlten sie auf und ließen ihr Blut kochen. Durch einen Schleier der Raserei vernahm sie nur noch die gequälten Schreie ihrer Opfer, roch das fremde Blut, dass sich über ihren Körper ergoss, spürte die Hitze des Feuers, das aus ihrer Lunge kam und alle Feinde niederbrannte. Der Hass in ihr loderte und sie wollte Rache, Rache an all den Zweibeinern die sich Menschen nannten, sie wollte dass jeder einzelne so leidet, wie Malin es vor ihrem Ableben getan hat, alle sollten diesen Schmerz spüren den sie gespürt hatte und Shin würde dafür sorgen.
Sie erhob sich von den verbrannten Leichenteilen ihrer Opfer, trat zum Eingang der Höhle und spannte ihre Flügel auf, mit einem Schrei voller Qualen, der aus ihrem Herzen kam erhob sie sich in die Lüfte, bereit nun auch in den Krieg zu ziehen, so wie es viele ihrer Artgenossen schon getan hatten. Doch nach einigen Metern des Fluges versiegte die Raserei wieder, Erschöpfung und Wellen der Müdigkeit durchfuhren ihren Körper und zwangen sie zur Landung. Ihr war nicht klar, wie sehr die Raserei an ihren Kräften gezehrt hatte. Nun forderte sie ihren Tribut, ohne etwas dagegen tun zu können schlief die junge Drachendame auf der Lichtung, auf der sie gelandet war, ein.
Nun hatte sie zwar das Feuerspeien gelernt, doch zu einem sehr hohen Preis…

Kommentare (2)

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Snowballcooky (29224)
vor 929 Tagen
Die Geschichte ist Klasse! Schreib bitte weiter.
Lolita (85634)
vor 963 Tagen
WOW das is echt der absolute Hammer!