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Drachenträne

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1 Kapitel - 1.421 Wörter - Erstellt von: Lucinda - Aktualisiert am: 2011-09-15 - Entwickelt am: - 2.134 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Einfach mal lesen! Es ist der Beginn einer großen Reise!

    1
    Vorwort
    _______________
    Erst einmal Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, dass hier zu lesen. Es zu schreiben hat mich schlaflose Nächte gekostet. Es ist eine magische Liebesgeschichte und ich hoffe, euch gefällt es sehr! Also, hier ist erst einmal nur der Anfang.
    MLG, Lucinda

    Drachenträne

    1.Kapitel

    Keuchend fiel ich auf die Knie. Ich versuchte mit meinen Händen die Blutung zu stoppen, das viele Blut aufzuhalten, dass aus meinen Wunden rann. Doch den tiefen Verletzungen entwich viel zu viel Blut. Die Schmerzen und die unerträgliche Verzweiflung schüttelten meinen entstellten Körper, dem langsam das Leben entwich. Ich brach zusammen. Mein dunkelrotes Blut sickerte in den Waldboden und ließ mich nach Atem ringen. Ein erstickter Schrei entfuhr meiner Lunge, wurde zu einem Gurgeln als Blut und Speichel und einer unausweichlichen Erkenntnis: Es hatte alles jenen Sinn. Blut rann aus meinem Mundwinkel und ich hustete und spuckte, um das viele Blut aus meiner Lunge zu bekommen. Alles war zwecklos. Hier würde mir niemand helfen, immerhin lag ich mitten im Wald. Langsam schloss ich meine Augen und rang keuchend nach Luft. Die Schmerzen ließen nach und mir viel das Atmen immer schwerer. Ich war dem Tod nahen, doch ich würde meinen Körper nicht kampflos aufgeben. Jeder einzelne Muskel in meinem Körper wurde schwächer, ich gab mir Mühe, meine Muskeln anzuspannen, doch mein Körper war zu schwach. Ein letztes Mal stieß ich unsanft die Luft aus meinen Lungen, doch ich zog sie nicht wieder ein. Das letzte Stück Leben entwich meinem Körper und vor meinen Augen wurde es schwarz. Ich verstand erst viel zu spät, dass das Gift meine Nerven betäubte und das Leben aus mir heraustrieb. Ich verstand es erst viel zu spät, das ich starb. Hier und jetzt.
    Mit letzter Kraft schrie ich meine Schmerze und meine unermessliche Wut in die Welt hinaus. Dann fiel mein Körper leblos zurück, entstellt und voller Blut. Das war es gewesen. Für immer. Es war aus. Mir blieben vielleicht noch einige Momente. Mit geschlossenen Augen lauschte ich dem Rauschen der Blätter und wartete auf den Tod. Ich zähle die Sekunden: fünf, zehn. Plötzlich brühet mich etwas Weiches, ich spüre die sanfte Berührung von Schlangenhaut und der warme Atem auf meinem Gesicht ließ mich keuchen. Ich wusste was über mir stand, doch meine Neugier gewann die Überhand und ich öffnete schwach meine Augen. Der gewaltige, schuppige Körper, der über mir stand, senkte steinen Kopf und sah mich aus Augen an, in denen man sich verlor, so tief und blau waren sie. Schwach hob ich meine blutige Hand und strich über den schuppigen Kopf. Ich ließ sie sinken und setzte mich auf. Der Drache umkreiste mich, als wäre ich seine Beute und lebte sich dann neben mich. Die schlangenartige Zunge schoss vor seinen schmalen Lippen hervor und strich sanft über meine Wunden. Ein lauter Schmerzensschrei entfuhr mir, als der bläuliche Speichel des schuppigen Tiers in meine Wunde tropfte und sich in mein Fleisch brannte. Drachenspeichel. In unserem Dorf haben die Ältesten und Priester ihn mit Alkohol verdünnt über schwere Wunden gegossen, um sie zu reinigen. Ich blickte auf meine Verletzungen, die Haut war zugewachsen und eine lange Narbe zog sich über meinen Arm. Auch über meine entstelle Schulter zog der silberblaue Drache seine gespaltene Zunge, wobei ich einen Blick auf seine messerscharfen, langen Zähne erhaschte. Ich erstarrte. "Wer bist du?", fragte ich und gab mir Mühe, das meine Stimme nicht zitterte. Der Drache sah mich an und legte den Kopf schief. Misstrauisch fragte ich ihn: "Was meinst du damit? Ich verstehe dich nicht!" Ich weiß nicht wieso, aber der Drache sah plötzlich unheimlich wütend aus. "Was hast du?", fragte ich ängstlich. Das schuppige Tier legte die Ohren an und fauchte. Erschrocken zuckte ich zusammen und lief panisch hinter einen Baum. Langsam trat ich wieder nach hervor. "Danke...", flüsterte ich verlegen. Der Drache schien ruhiger geworden zu sein und schnaubte verächtlich. Plötzlich verspürte ich ein schmerzhaftes Stechen in der Brust und meine Schmerzensschreie verhallten im Wald. Keuchend fiel ich auf die Knie und sah panisch auf mein weißes Hemd. Es war noch kaum schmutzig und nur wenige, blutige Spritzer hatten sich in den Leinen gefangen, doch über meinem Herzen sammelte sich frisches, dunkelrotes Blut an und tränkte meine Kleider. Voller Panik riss ich mein Hemd auf. Blut quoll aus meiner Brust und ließ mich keuchen und schreien. Mein Herz war schwer verletzt. Tränen rann mir über mein Gesicht. Ohne zu überlegen legte der Drache seinen Kopf auf meine Brust und schloss die Augen. Eine kristallklare, silberne Träne rann über seine schuppige Wange und tropfte auf meine Brust. Die Drachenträne vermischte sich mit meinem Herzblut und ich sah, wie sich mein Blut silbern färbte. Entsetzt schrie ich: "Nicht!" Doch es war zu spät. Der Drache war verschwunden, nur ein kleines Mädchen lag auch meiner Brust. Ihr braunes, lockiges Haar fiel ihr ins Gesicht und als sie ihre Augen öffnete, so verlor ich mich in ihrem tiefen Blau. Ihr nackter Körper lag auf meiner, von silbernem Blut überzogener, Brust und ihre schmalen Lippen lächelten.
    "Du hast mir das Leben gerettet?"
    Es klang eher nach einer Frage, als nach einer Feststellung, wie ich es gerne gehabt hätte. Die Kleine nickte und flüsterte kühl: "Wie wärs mit Danke?" Verwirrt nickte ich und sagte schnell: "D-danke..." Das Mädchen stand auf und half mir hoch. "Ich... Nun ja, danke.", murmelte ich verlegen und drehte mich schnell um, um nicht rot zu werden. Ich zog meinen Mantel aus und hielt ihn ihr hin. Sie nickte dankend und schlang den Umhang um ihren nackten Körper. Eine Zeit lang sprach keiner von uns. "Wer bist du und... wieso hast du mir geholfen?", durchbrach ich schließlich das Schweigen. Das Mädchen blickte verwundert auf und sah ihn verständnislos an. "Das weißt du nicht? Aber... Ich heiße Jade und ich habe dir geholfen, weil... Du bist Train. Meister Train, du weißt doch noch, wer du bist!", schrie sie fast schon zornig und tippte mir gegen die Brust. "Du warst nicht immer so ein verweichlichter, menschlicher Junge, ein Elf warst du, um genauer zu sein, dass warst du! Und jetzt sieh dir an, wer du bist! Ein Elf- oder doch ein Mensch?", kreischte die Kleine energisch und stampfte wütend mit dem Fuß auf. Sie spuckte das Wort "Mensch" aus, als sei es eine Beleidigung. Plötzlich verengten sich meine Augen, ich stieß Jade weg, so dass sie umfiel, und brüllte: "Ich bin ein Elf, kein Mensch und ich werde niemals einer sein, niemals!" Jade's Augen weiteten sich erschrocken und sie flüsterte verwirrt: "A-aber... Das tut mir leid, ich wollte dich nicht beleidigen! Es... tut mir leid, Train!" Ich ließ mich neben Jade fallen und seufzte. "Schon gut.", murmelte ich und seufzte abermals. "Was machst du hier draußen? Bist du auf der Suche nach etwas? Im Norden soll doch eine neue Drachenherde gesichtet worden sein...", begann Jade, doch ich unterbrach sie: "Nein, um die Inishu-Herde kümmert sich Shin." Shin war ein Mensch. Sie und ihr Bruder Thor waren beide, wie ich Drachenmeister, doch wo Thor war, wusste ich nicht. "Ich suche nach einem Diamanten- der Drachenträne.", erklärte ich klangvoll. Jade sah mich bewundernd an. "Die Drachenträne?", fragte sie ehrfürchtig und sah mich beeindruckt an. Ich nickte und hauchte: "Sie gibt Drachen wie dir ihre wahre Gestallt zurück." Jade sah mich sehnsüchtig an und ich wusste, sie wollte mich nur eines fragen: Ob sie mich auf meiner Reise begleiten darf!

Kommentare (1)

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Swity (72780)
vor 760 Tagen
Du hast echt gut geschrieben. Schreib doch weiter
auch wenn es jetzt schon 4Jahre her ist;-)!