Pandora - Juno & Fynn ; Kapitel 1

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1 Kapitel - 1.337 Wörter - Erstellt von: Sayuri-chan - Aktualisiert am: 2011-08-15 - Entwickelt am: - 1.275 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

In der Provinz Pandora, des neuen Kontinents Neuasia, ist die Stimmung angespannt:
Rebellion liegt in der Luft
und zu allem Überfluss verschwinden in letzter Zeit zahlreiche Kinder und Jugendliche spurlos.
Als Sophie, die Freundin der 16-jährigen Waisin Juno, entführt wird, macht Juno sich auf die Suche nach den Verschwundenen.
Mit Hilfe des gleichaltrigen Fynn versucht sie das Geheimnis zu lüften.
Doch dann gerät Juno selbst in das Visier der Entführer...

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    1. Juno
    (Anmerkung: Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschildert: Junos / Fynns)

    Es war früher Morgen in Pandora doch die Straßen waren schon voller Menschen, die ihren allmorgendlichen Besorgungen nachgingen, bevor sie zu ihrer Arbeit auf den Feldern aufbrachen.
    Ich zwängte mich zwischen zwei Pferdefuhrwerken hindurch, Automobile hatten in diesem Teil der Stadt Seltenheitswert, denn nur die Reichen konnten sich solche leisten und diese liesen sich in den Vierteln oberhalb des Flusses selten blicken.
    Da ich noch zur Schule gehe bin ich offiziell von der Arbeit auf den Feldern befreit, doch den Kindern aus dem Plebs bleibt gar nichts anderes übrig als nach der Schule auf den Feldern zu helfen, um sich selbst und die Familie vor dem Hungertod zu bewahren.
    Mit fünf wurde man in Pandora eingeschult und lernte dann bis zu seinem 16. Lebensjahr neben rechnen, schreiben und lesen auch wie man Felder bestellte, Vieh züchtete und selbstverständlich was wir den reichen Patriarchen und dem Kanzler nicht alles zu verdanken hatten. Über die Entstehung Pandoras verriet man uns nicht viel, doch es war kein Geheimnis, dass die Patriachen uns Ureinwohner damals unterworfen und anschließend ausgeplündert hatten.
    Sie nahmen uns alles: unser Land, unsern Besitz, unser Kultur und auch unsere Religion.
    Man lehrte uns, dass Kriege und Katastrophen weite Landstücke zerstört und unbewohnbar gemacht hatten. So auch den Kontinent Europa, die Heimat der Patriachen. Daraufhin zogen die übrig gebliebenen gen Osten und gelangten in das schwach besiedelte Gebirge, indem unsere Vorfahren lebten.
    Sie waren den Technologien und Waffen der Europäer nicht gewachsen und so eroberten diese das Land und gründeten die drei Provinzen Pandora, Orion und Niat.
    Um zu verhindern, dass sich solch ein Krieg wiederholte, verbot man die Forschung und zerstörte die Waffen und das Wissen von Jahrhunderten.
    Heute, 200 Jahre danach ist nichts mehr davon übrig geblieben und bereits auf den Versuch der Forschung steht in allen drei Provinzen der Tod.
    Manchmal frage ich mich was das für Waffen sein sollen, die tausende Menschen auf einen Schlag vernichten und einen ganzen Kontinent auf einmal zerstören können. So gesehen ist es nur gut, dass man sie verboten hat.
    Fünf Minuten später stehe ich vor einem großen etwas heruntergekommen Gebäude aus grauem kalten Stein, die für die Kinder aus dem Plebs einzige Schule.
    Schon von klein auf, grenzt man uns von den Partiachen ab. Wir gehen auf unterschiedliche Schulen, haben kein Recht darauf eine höhere Schule zu besuchen und haben so auch keine Chance auf bessere Arbeit und ein höheres Einkommen.
    Zu allem Überfluss, werden wir in der Schule ausschließlich von Patriachen unterrichtet, die keine Gelegenheit auslassen uns zu schikanieren, um uns ihre Macht zu demonstrieren.
    ,, Hey Juno!", ich drehe mich um und schon von weitem erkenne ich meine beste Freundin Sophie, die mir grinsend zuwinkt.
    ,, Hi. Na, wie gehts?", fragte ich sie, als sie ein wenig außer Atem vor mir zum Stehen kommt.
    ,, Gut soweit. Naja, Tommy hat immer noch diesen schlimmen Husten, aber das Fieber ist endlich weg." Tommy war Sopies kleiner Bruder und wie ich fand, ein ziemlicher Quälgeist, was ich Sophie, für die ihr kleiner Bruder das wichtigste auf der Welt war, natürlich nie erzählt hätte.
    Die Schulglocke erklingt. Wir unterbrechen unsere Unterhaltung und beeilen uns, noch vor dem zweiten Klingeln im Klassenraum zu sein, wohlwissend, dass Mr. McCartney keine Gelegenheit auslassen würde uns Nachsitzen aufzuhalsen.
    Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig und setzen uns auf unsere Plätze am Fenster, neben unserem Kumpel Joe Parker, der uns flüchtig begrüßt, als Mr. McCartney auch schon in das Klassenzimmer rauscht, wie immer mit seinem langen grünen Mantel, dem alten Bowler und seiner Aktentasche ausstaffiert.
    ,, Guten Morgen Klasse", begrüßt er uns unfreundlich.
    ,, Morgen", murmeln einige Schüler halbherzig.
    ,, Bitte, das können Sie doch besser", meint Mr. McCartney gehässig.
    ,, Guten Morgen Mr. McCartney!", sagen wir alle im Chor - den spöttischen Unterton in unserer Stimme übergeht er.
    Während er beginnt etwas über verschiedene Bodenformen zu schwafeln, gebe ich mir nur wenig Mühe, so auszusehen als würde ich zuhören, bis Sophie mich gegen Ende der Stunde mit ihrem Ellenbogen anstößt.
    Erschrocken fahre ich hoch, in der Angst Mr. McCartney hätte meine Abwesenheit bemerkt.
    ,, Wie Sie sicher Wissen, werden gegen Ende ihrer Schulzeit die Rekruten der Militäreinheit ausgelost. Ich bitte Sie daher sich in der Mittagspause in der Aula einzufinden", erklärt Mr. McCartney mit einem höhnischem Lächeln auf den Lippen,,, Ja, auch Sie Miss Peeks! Auch wenn Sie es offenbar nicht für Nötig halten meinem Unterricht zu folgen." Ich werde rot im Gesicht, ob dieser Demütigung, wobei ich vermutlich dankbar seien sollte, das ich keine Strafarbeiten aufbekommen habe.
    ,, Ich wusste nicht, dass Sie die Rekruten schon heute auslosen!", meint Sophie schockiert, als wir uns in der Mittagspause gemeinsam auf den Weg in die Aula machen.
    ,, Mach dir keine Sorgen, du weißt doch: Sie sagen sie losen die Leute aus, aber in Wahrheit schummeln sie, so dass nur die kräftigsten und stärksten rekrutiert werden!", ermuntere ich sie und mit einem Blick auf den ausgezehrt wirkenden Joe füge ich grinsend hinzu:,, Und um den musst du dir wohl auch keine Sorge machen."
    Ob der Unruhen zwischen Pandora und den anderen Provinzen, hatte man die Regel eingeführt, dass aus dem Abschlussjahrgang der Plebs-Schule jährlich 50 Schüler per Losverfahren zum Militärdienst rekrutiert werden sollten.
    Zugegeben, bei über 200 Abschlussschülern, war die Chance nicht all zu groß, ausgewählt zu werden und dennoch sahen die meisten Schüler beklommen drein, wie sie nun alle samt in der großen, kreisrunden Aula Platz nahmen.
    Nachdem die stellvertretene Schulleiterin Mrs. Patinkton, eine rundliche Frau um die vierzig, uns das Verfahren noch einmal kurz erläutert hatte ging sie zu der Glasurne mit den Zetteln hinüber und griff hinein.
    ,,200 Zettel. 50 werden gezogen.. und auf einem, steht mein Name", dachte ich und meine Nervosität stieg merklich an.
    >>Baker, Sam<<, rief Mrs. Patinkton mit ihrer piepsigen Stimme und ein stämmiger Junge aus der vorderen Reihe stand auf und verschwand durch die Tür hinter dem Podium. Offenbar hatte ich recht behalten, denn auch die folgenden Schüler waren alle samt gut genährt, stämmig und muskulös ..und es waren nur wenige Mädchen darunter.
    Ich beruhigte mich ein wenig und betrachtete die Aufgerufenen. Einige von ihnen ließen enttäuscht die Schultern hängen. Andere schienen noch zu schockiert und verließen wie benommen die Aula; und wieder andere schienen merkwürdig erleichtert, ja gar froh, ausgelost worden zu sein.
    Ich überlegte wie viele wohl noch gezogen werden mussten - viele konnten es nicht mehr sein - bis..
    >>Peeks, Juno<<

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