Drachenseelen I - Kapitel 7

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1 Kapitel - 1.585 Wörter - Erstellt von: RaiRyu - Aktualisiert am: 2011-08-01 - Entwickelt am: - 1.357 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Sooo und weiter geht es im Programm mit Kapitel 7

haha und ihr erfahrt immer noch nicht den Namen unserer Drachendame ;D
keine Angst, das kommt noch
und wieder gilt
: Kritik, Lob uns sonstige Äußerungen an: Lia.Lithium@web.de

um alle Kapitel gut geordnet und übersichtlich zu lesen: http://bloodsoularts.wv.to

liebe Güße und Küsschen
RaiRyu

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Kapitel 7:

Ich weiß nicht wie lange ich nun schon, über den Schultern des jungen Mannes hängend, durch die Gegend getragen wurde. Ich hatte vor mich hingedöst und nun ging die Sonne langsam unter. Sofort spürte ich, wie die Kälte in meinen Körper kroch und mich frösteln ließ. Als Drache hätten mich meine Schuppen und meine hohe Körpertemperatur vor der Kälte der Nacht geschützt. Doch nun, mit einem dünnen Stofffetzen um den Leib gewickelt und nur eine weiche Haut um den Körper gespannt zeigte die hereinbrechende Nacht ihre Wirkung. Wenn ich schon kurz nach Sonnenuntergang so fror, was sollte es dann erst in ein paar Stunden werden?
Bevor ich mir den Kopf weiter darüber zerbrechen konnte wurde ich auf den harten Boden fallen gelassen. Ich stand mit zittrigen Beinen auf und rieb mir den schmerzenden Hintern, was mir nicht schon alles für blaue Flecken und Schürfwunden in den letzten Stunden als Mensch geholt hatte.
Finster schaute ich dem Menschen, der mich mehr oder weniger gefangen hielt, dabei zu, wie er Feuerholz einsammelte und versuchte es anzuzünden. Ich setzte mich ihn gegenüber und schaute amüsiert zu: Feuermachen war nicht die Stärke der Menschen. Da fiel mir ein, dass ich noch gar nicht ausprobiert hatte, welche Drachenfähigkeiten mir seit meiner Seelenwanderung noch geblieben waren. Ich wollte es erst einmal mit etwas einfachem probieren: der Nachtsicht. Also fixierte ich meinen Blick in die Dunkelheit und Konzentrierte mich auf mein inneres Licht. Doch es geschah nichts. Nach mehreren Versuchen gab ich es frustriert auf, wenn ich nicht einmal so etwas einfach schaffte, würde ich wohl auch alle anderen Fähigkeiten verloren haben. Seufzend schaute ich wieder Tirian zu, wie er immer noch verzweifelt versuchte, das klamme Holz anzuzünden. Sein Blick wurde immer verärgerter und irgendwann warf er wütend die zwei Hölzer, die er aneinander gerieben hatte um Wärme zu erzeugen, weg und fluchte leise vor sich hin. „Dann müssen wir wohl heute im Dunkeln sitzen“ brummte er mir zu. Ich schlang den dünnen Stofffetzen enger um meinen Körper und schaute ihn verdrossen an, nicht mal Feuer machen konnte er, zu was wer er denn sonst gut.
Schon nach kurzer Zeit zitterte ich wie Espenlaub und meine Zähne klapperten aneinander, ich schaukelte vor und zurück um durch die Bewegung etwas Wärme in meinen Körper zu bekommen, doch es half nichts. Was sollte ich nur tun, bis morgen Früh bin ich bestimmt erfroren. Ein kalter Schauer ließ meinen kompletten Körper erzittern und dann fing auch noch meine Nase an zu Jucken. Ich versuchte es zu unterdrücken doch dann ließ ich ein lautes Niesen, das über die komplette Ebene, auf der wir uns befanden, schallte. Gefolgt von einer riesigen Stichflamme, die das Häufchen Holz, was der Junge vorhin versucht hatte anzuzünden, in Brant setzte. Tirian, der mir genau gegenüber gesessen hatte, gleich mit. Er rollte sich panisch auf dem Boden hin und her um seine Hose zu löschen, was ich natürlich sehr amüsant fand und somit in schallendes Gelächter ausbrach. Als seine Hose endlich gelöscht war, hatte sie ein riesen Loch im einem Hosenbein, der junge Mann stampfte wutentbrannt auf mich zu und hielt mich am Kragen das Mantels fest. „Was sollte das denn eben!“ schrie er mich zornig an „Willst du mich umbringen!“ Ich kicherte nur, „Kann ja auch nichts dafür wenn ich niesen muss.“
„Ach und warum kannst du bitte noch Feuer spucken? Ich dachte du bist nun ein Mensch!“ er ließ nicht locker. Ich daraufhin zuckte nur mit den Schultern „Ich schein wohl noch ein paar Fähigkeiten zu besitzen, welche ich aber noch behalten habe weiß ich selbst nicht“ gab ich wahrheitsgemäß zu. „Sei froh, jetzt haben wir wenigstens Feuer.“ scherzte ich. Tirian ließ mich wieder unsanft auf den Boden fallen. „Noch so eine Aktion und du bekommst mächtigen Ärger mit mir“ brummte er mir wütend zu und warf mir einen hasserfüllten Blick zu. „Gut zu wissen“ gluckste ich in mich hinein, rollte mich na am Feuer zusammen und genoss die wohltuende Wärme, kurz darauf war ich auch schon eingeschlafen.
Die darauffolgenden Tage verliefen eher unspektakulär. In mir hatte sich die Hoffnung geregt, dass ich noch weitere Drachenfähigkeiten entdecken würde, och ich wurde leider enttäuscht. Nach mehreren Fluchtversuchen gab ich nun auch dies vorerst auf, immer wieder wurde ich von Tirian geschnappt, man konnte ihm einfach nicht entkommen. So hatte ich meine Hoffnungen auf die Stadt West Bostêv gelegt, vielleicht konnte ich ihm im Menschengetümmel endlich entkommen. So hatte ich es jedenfalls geplant.
Mit jedem Tag veränderte sich auch die Landschaft um uns herum. Schon längst hatten wir die karge und nasskalte Graslandschaft, die mit wenigen Büschen gespickt war, hinter uns gelassen. Nun wehte uns ein etwas wärmerer Wind entgegen, der uns einen salzigen Geschmack auf die Zungen legte. Die kargen Büsche verschwanden und wunderschöne grüne Büsche mit rosa blühenden Blüten säumten die Landschaft. Das Gras war nun etwas härter und man musste aufpassen dass man sich nicht daran Schnitt. Die gerade Ebene wurde Hügeliger und der Untergrund bestand nun größtenteils aus weichem feinem Sand. Irgendwann verließen wir die Trampelpfade und betraten eine von Menschen angelegte Straße aus rundem Kopfsteinpflaster. Wir reihten uns hinter einer Karawane aus einigen Planwagen ein und trotteten ihnen hinterher. In der Nacht fuhren diese an die Straßenseite um zu rasten. „Werden wir nicht schlafen gehen?“ unsicher schaute ich Tirian von der Seite her an. Mir missfiel es, auf Anweisungen zu hören, doch nun, wo hier einige Menschen in der Nähe waren, konnte ich ihm nicht einfach so entfliehen. Hier gab es einige bewaffnete Männer und ich musste aufpassen was ich sagte, ich hatte keine Lust am Ende von einer Meute Menschen verfolgt zu werden. Ich hatte irgendwie große Angst, in einen Kerker eingesperrt zu werden, das war Momentan wohl das schlimmste, was ich mir vorstellen konnte, neben dem Menschsein natürlich. “Nun“ riss mich Tirian aus meinen Gedanken, „Hier bei den Karawanen zu übernachten kann gefährlich werden, da diese oft auf Handelsstraßen, wie dieser, des Nachts angegriffen werden. Also gehen wir weiter.“ Er griff nach meinen Arm und zog mich hinter einen abgestellten Karren „Aber zunächst besorgen wir was ordentliches zum Anziehen für dich, so kannst du nicht in eine Stadt gehen“ er musterte mich von oben bis unten. Ich zog eine Augenbraue hoch „Machst du dir etwa Sorgen um mich?“ spottete ich höhnisch. „Natürlich nicht, aber du erregst schon wegen deinem Aussehen zu viel Aufmerksamkeit. Da muss ich mich sonst nachher auch noch mit der Garde anlegen, weil du so halbnackt öffentlichen Ärger erregst. Ich hab keine Lust wegen dir in den Kerker geworfen zu werden.“ erklärte er mir. Ich grinste „Also ich hätte damit ein Problem“ Du würdest dann natürlich auch in den Kerker geworfen werden“ Ich schaute auf „Dann lass uns schnell Sachen für mich besorgen.“ änderte ich prompt meine Meinung. Der junge Mann blickte mich etwas verdutzt an, nickte aber nur und wir krochen heimlich in einen Planwagen, der Kleidung transportierte. Nach kurzem Suchen hatte ich auch etwas gefunden, ein Schwarzes Samtkleid mit schöner Spitze und es passte wie angegossen. Glücklich sah ich an mich hinab, Menschsein hatte anscheinend auch ein paar schöne Seiten. Zufrieden grinste ich über meinen Fund, ein Kleid, was dem Erscheinungsbild eines Drachen würdig war. Etwas eingebildet hob ich meinen Kopf und wanderte elegant durch den Planwagen zu Tirian, der einen Umhang suchte, um ‘mein auffälliges Aussehen‘ zu verbergen. „Hast du was gefunden“ brummte er mir zu, als ich mich ihm näherte – er hatte für einen Menschen ein wirklich gutes Gehör. „Ja habe ich“ nickte ich zustimmend. „Ok dann wirf dir diesen Umhang hier über.“ meinte Tirian, drehte sich zu mir um und hielt mir den Umhang entgegen. Ich strahlte als er mich Fassungslos mit offen stehendem Mund ansah. „Dir fallen gleich die Augen aus“ war meine trockene Antwort und schnell sammelte sich der Bursche wieder. Ich riss ihm derweil den Umhang aus der Hand und warf ihn mir über um gleich darauf meinen Kopf mit dem weißen gewellten Haar unter der Kapuze zu verbergen. „So nun zufrieden?“ meinte ich genervt. Kommentarlos stieg Tirian aus dem Karren, dicht gefolgt von mir. So wanderten wir weiter auf der Handelsstraße Richtung West Bostêv.

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Snowballcooky ( 29224 )
Abgeschickt vor 722 Tagen
Die Geschichte ist Klasse! Schreib bitte weiter.
Lolita ( 85634 )
Abgeschickt vor 756 Tagen
WOW das is echt der absolute Hammer!