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Herr der Ringe - Liebesgeschichte mit Umwegen

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8 Kapitel - 26.772 Wörter - Erstellt von: BloodyRose24 - Aktualisiert am: 2011-07-15 - Entwickelt am: - 14.737 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.9 von 5.0 - 21 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Manchmal liebt man jemanden und bekommt einfach nicht die Gelegenheit es ihm/ihr zu sagen. So ist auch Aragorn am verzweifeln. Ob er es schafft und wem er es sagt? Findet es selbst heraus.

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Kapitel 1: Die Begegnung


Es regnete und die junge Frau trieb ihr Pferd immer schneller an. „Lauf Alagos, lauf!“, rief sie. Der Wind peitschte ihr ins Gesicht. „Wir müssen heute noch nach Bree, mein Freund, Gandalf hat uns eine wichtige Aufgabe gegeben.“, sagte sie zu ihrem treuen Begleiter. Das schwarze Pferd mit den wilden Augen verstand sofort und legte noch an Geschwindigkeit zu. Isilya musste von Gandalf aus, nach Bree um zusammen mit einem Mann der sich selbst „Streicher“, nannte, den Ringträger Frodo und seine drei Hobbitfreunde sicher nach Bruchtal zu begleiten. Von dem kleinen Hobbit Frodo sollte also nun das Schicksal Mittelerdes abhängig sein. Er trug den einen Ring. Alagos, preschte weiter über das Land und bald schon konnte Isilya die Lichter Brees erkennen. Vor den Toren hielt sie an und stieg ab. Es regnete immer noch und nur wenige Passanten waren auf den matschigen Straßen unterwegs. An einer Schmiede hielt sie an und rief dem Schmied zu, „Guten Abend, werter Herr, sagt mir doch bitte wo ich die Herberge zum tänzelnden Pony finde?“, der Schmied sah sie verwirrt an. Ihr Gesicht war von ihrem schwarzen Umhang versteckt, doch er sagte ihr, dass sie ein paar Minuten weiter geradeaus gehen musste. Sie bedankte sich und schritt eilig weiter. Alagos folgte ihr langsam. Als sie ihr vorläufiges Ziel erreicht hatte band sie ihr Pferd fest und strich sanft über seine Flanke, „Warte hier, ich bin bald zurück!“, flüsterte sie ihm zu. Ein schnauben seinerseits war die Antwort. In der Herberge war es voll und es roch nach Rauch und Bier. Sie ging geradewegs auf den Ausschank zu, wo der Wirt gerade einige durstige Soldaten bediente. „Guten Abend, Fremder. Kann ich euch helfen?“, begrüßte er sie. Wegen ihrem Umhang war es schwer zu sagen welches Geschlecht sich darunter verbarg. „Sicher mein Herr, ich suche eine Unterkunft für eine Nacht sowie Speis und Trank.“, sprach sie ruhig, „Oh, verzeiht, verehrte Dame, ich hielt euch für einen jungen Reiter, Zimmer, Speis und Trank sollt ihr haben.“. Er reichte ihr einen Schlüssel und nannte ihr die Zimmernummer, danach fragte er sie nach ihrer Bestellung. „Gebt mir bitte ein Bier, essen möchte ich erst später, wenn ihr gestattet?“, „Natürlich meine Dame, so wie es euch beliebt!“, sagte der alte und gab ihr ein volles Glas. Sie drehte sich nun um, die Herberge war wirklich voll und laut, trotzdem gelang es ihr einen freien Tisch zu finden, der etwas weiter von dem Trubel entfernt war. Lange saß sie allein. „Der Umhang ist praktisch, so habe ich wenigstens Ruhe vor diesen Trunkenbolden!“, dachte sie belustigt. Plötzlich sah sie wie eine Gestalt ein trat, auch er verbarg sich unter einem schwarzen Umhang. Doch seiner sah viel gebrauchter aus, als ihr eigener. Er sprach mit dem Wirt und drehte sich dann zum Schankraum und damit auch zu Isilya um. Er schien alles genauestens zu beobachten. Dann lief er zielstrebig auf die junge Frau zu, deren Gesicht immer noch verborgen war. „Verzeiht, meine Störung, ist der Platz an eurem Tisch noch frei?“, fragte er leise. Seine Stimme war tief und männlich, aber sehr angenehm. Sie nickte nur und sah weiter dem Treiben in dem Raum zu. „Seid ihr der Reiter, der von Mithrandir geschickt wurde?“, hörte sie seine Stimme wieder. Sie sah in seine Richtung und nickte wieder. „Ja, der Graue Wanderer schickt mich. Dann seid ihr der den man Streicher nennt?“, sagte sie ebenso ruhig. Streicher schien sich kurz über ihre Stimme zu wundern, nickte allerdings. Lange saßen sie so beisammen und schwiegen, als sich die Türe wieder öffnete und vier kleine Gestalten eintraten. „Unsere Gäste scheinen angekommen zu sein!“, murmelte Isilya leise. Wieder nickte Streicher. Die vier Hobbits hatten nun den Nachbartisch ergattert und zwei von ihnen staunten mit offenen Mündern über die großen Bierhumpen. Isilya beobachtete sie unauffällig und lächelte unter ihrem Umhang. Sie lachten und sprachen aufgeregt durcheinander. Plötzlich kam es zu einer Prügelei unter den Soldaten und in dem Handgemenge stiegen Streicher und Isilya auf und gingen zu den Hobbits. „Kommt schnell, wir wollen doch nicht das einer von euch verloren geht.“, sprach Streicher ruhig. „Woher sollen wir wissen ob wir euch trauen können?“, sprach der Blonde Hobbit. „Gandalf schickte uns hier her um euch sicheres Geleit zu gewährleisten!“, flüsterte die junge Frau den vieren zu. Sie folgten ihnen. Streicher wollte einen Zimmerschlüssel holen, doch Isilya warf ihm, ihren zu. Er sah sie unter seinem Umhang an und lächelte. Schnell verließen sie den Raum und betraten das Zimmer im oberen Stockwerk. Isilya die, die Nachhut gebildet hatte, schloss die Tür. Streicher warf ihr nun den Schlüssel zu und sie schloss ab. „Zeigt uns eure Gesichter!“, verlangte der Hobbit mit den schwarzen Haaren. „Was bringt es euch Gesichter sehen zu wollen die ihr nicht kennt?“, fragte Isilya lächelnd. „Es würde es leichter machen euch zu vertrauen!“, antwortete der Hobbit skeptisch. Isilya holte tief Luft, Streicher hatte bereits seinen Umhang abgelegt und sah sie nun auch an. „Wie ihr wünscht, doch urteilt nicht danach was ihr seht!“, sagte sie geschlagen und nahm ihre Kapuze ab. Den vier Hobbits fielen die Kinnladen runter und auch Streicher sah erstaunt aus. „Ja, ich bin eine Frau!“, sagte Isilya etwas gereizt. Der blonde Hobbit schien seine Sprache als erstes wieder gefunden zu haben und sprach nun entschuldigend, „Ja das sehen wir, jedoch sahen meine Freunde und ich noch nie ein so bezauberndes Wesen wie euch!“, Isilya musste lächeln und antwortete, „Ihr schmeichelt mir mit euren Worten, jedoch werdet ihr in Bruchtal weitaus schönere Frauen als mich sehen!“. „Ist das denn überhaupt möglich?“, fragte nun der rothaarige und etwas kräftigere Hobbit. „Der Liebreiz der Elbenfrauen kann von keiner Sterblichen überboten werden, mein kleiner Freund!“, lachte die junge Frau jetzt herzhaft. Auch Streicher musste sich nun ein Schmunzeln verkneifen. „Wollt ihr uns nicht eure Namen verraten, meine Herren?“, fragte Streicher nun höflich. Die Hobbits nickten und stellten sich als Frodo, Sam, Merry und Pippin vor. „Nun möchten wir allerdings auch eure Namen erfahren!“, sagte Pippin und sah zu Streicher und Isilya. „Ich habe viele Namen, doch Streicher sollte euch für den Moment reichen.“, sie nickten Streicher zu und sahen nun zu der jungen Frau, welche sich offenbar nicht sehr wohl fühlte. „Mein Name spielt keinerlei Rolle und ich würde mich wohler fühlen ihn für mich zu behalten! Wenn ihr unbedingt einen Namen wollt, so gebt mir einen!“, sagte sie ruhig. „Wieso wollt ihr uns euren Namen nicht verraten?“, fragte der neugierige Pippin sofort und auch alle anderen schauten sie nun fragend an. „Meinen wahren Namen kenne ich selbst nicht und der Name den ich jetzt trage birgt viele Gefahren!“, erwiderte Isilya traurig. „Einverstanden! Dann wollen wir euch lieber einen unauffälligen Namen geben!“, sagte Streicher sanft und sah zu den Hobbits. Diese steckten schnell die Köpfe zusammen und tuschelten, bis sie endlich, „Stern!“, sagten. Isilya lachte und nickte. „Nun solltet ihr schlafen!“, sagte Streicher und blickte aus dem Fenster. „Ich werde Wache über euch halten!“, sprach er weiter. Die Hobbits legten sich in vier Betten. Isilya hatte voraus gedacht und deshalb ein Zimmer für mehrere Personen gepachtet. Sie wollte sich gerade setzen, als Streicher sie fragend ansah, „Auch ihr solltet schlafen! Morgen haben wir einen langen Weg vor uns!“. Sagte er ruhig zu ihr. Sie sah ihn musternd an und legte sich schweigend hin. Streicher saß immer noch am Fenster und schaute nun die schlafenden an. Einer nach dem anderen. Zum Schluss jedoch verweilte sein Blick auf der jungen Frau. „Seltsam, wieso schickt Gandalf eine so schöne junge Frau auf eine so gefährliche Reise?“, fragte er sich in Gedanken. Er sah sie wieder an. Ihre Lieder waren geschlossen, doch ein unruhiger Schlaf schien sie zu quälen. Plötzlich schlug sie die Augen auf und fasste sich gedankenverloren an die Brust. „Könnt ihr nicht schlafen?“, fragte Streicher nun etwas besorgt. „Nein, habt ihr etwas dagegen wenn ich euch bei der Wache Gesellschaft leiste?“, fragte sie leise und sah ihn an. „Keineswegs!“, lächelte er. Sie stand auf und lief zum Fenster vor dem Streicher saß, in Gedanken sah sie hinaus in die regnerische Nacht. Sie hatte nun die Arme um ihren eigenen Leib geschlungen. „Ein Krieg scheint mir unvermeidbar. Was haltet ihr davon, Streicher?“, sprach sie nun leise ohne den Blick vom Fenster zu wenden. „Ihr habt Recht, doch jetzt sollten wir uns zuerst auf diese Aufgabe konzentrieren! Möchtet ihr mir vielleicht etwas über euch erzählen während wir hier auf den Morgen warten?“, antwortete er und lächelte. „Ich würde euch wirklich gerne mehr über mich verraten, doch müsste ich dann immer zu um eure Sicherheit fürchten! Verzeiht mir bitte wenn ich also lieber schweige.“, „Es gibt nichts was ich euch verzeihen müsste, wenn es an der Zeit ist werden wir vielleicht Gelegenheit haben in Ruhe zu sprechen ohne das ihr euch Sorgen um unsere Sicherheit machen müsst.“, sagte er und lächelte sie wieder ermutigend an. „Seltsam, eure Gewandung mag zwar die eines Waldläufers sein, doch eure Wortwahl, sowie eure Ausstrahlung sagen etwas ganz anderes.“, sagte Isilya und lächelte nun auch. „Wie bei euch, Stern!“, sagte er und sah sie nun musternd an. „Wie meint ihr das, Streicher?“, fragte sie nun sichtlich verwirrt, „Vorhin, unten in der Schänke, strahltet ihr Selbstbewusstsein und Kühnheit aus, doch jetzt und auch während des Gesprächs mit den Hobbits zeigtet ihr Wärme und Freundlichkeit. Ich bin gespannt was ihr uns noch zeigen werdet!“, sagte Streicher und lächelte wieder. „Ihr habt Recht ich sollte mich lieber in Kühlheit üben!“, sagte die junge Frau nun und wollte sich umdrehen. „Wartet doch bitte, so hatte ich es doch nicht gemeint! Ich wollte euch damit eher mein Kompliment aussprechen!“, sagte Streicher schnell und fasste nach ihrem Handgelenk. Er hielt sie fest, sie schaute ihn fragend an und sagte dann, „Ich weiß, doch genau deshalb sollte ich es tun. Versteht mich nicht falsch Streicher, eure Worte erfreuen mich durchaus, doch kann ich nichts damit anfangen, im Gegenteil, es könnte euch noch Kopf und Kragen kosten, sollte ich mich euch weiter offenbaren.“, „Ihr müsst viel gelitten haben, um eine Solche Angst zu empfinden!“, sagte er nun traurig, sie lächelte ihn schwach an und antwortete ihm, „Mehr als ihr euch vorstellen könnt!“.

Plötzlich sahen sie einige vermummte Gestalten in den gegenüberliegenden Zimmern. „Wir müssen fort!“, sagte Streicher und lief zu den schlafenden Hobbits. Isilya tat es ihm gleich und machte sich ebenfalls daran die schlafenden zu wecken. „Was'n los?“, brummte Merry gähnend, „Beeilt euch wenn ihr Bruchtal lebend erreichen wollt.“, sagte Streicher nun eilig. „Hat man uns entdeckt?“, fragte Frodo und sah die beiden panisch an. „Seid unbesorgt, Streicher und ich werden euch sicher zu Gandalf bringen.“, sagte die junge Frau nun schnell und sah zu Streicher. Streicher sah prüfend auf den Gang, vor dem Zimmer. „Zu Gefährlich! Wartet hier!“, sagte Isilya und öffnete bereits eines der Fenster. Die fünf Männer sahen ihr fragend nach, als sie einfach und elegant aus dem Fenster sprang. Schnell und unauffällig rannte Isilya zum Stall in dem ihr stolzer Rappe Alagos schon unruhig mit den Hufen schürte. „Du hast sie also auch bemerkt, mein Freund!“, sagte sie und band ihn schnell los. „Hör mir gut zu, wir müssen nun unsere Aufgabe erfüllen. Oben sind vier Hobbits die einen Sprung niemals überleben würden, dürfen sie deshalb auf deinen Rücken springen?“, fragte sie ihren Begleiter nun und sah ihm in die schwarzen Augen. Das kluge Pferd nickte und stellte sich bereit, doch dann sah sie eine Leiter, die groß genug war um alle heil auf den Boden bringen. „Danke mein Freund, ich glaube ich war zu voreilig!“, lächelte sie Alagos nun an. Sie lehnte die Leiter, Geräuschlos gegen die Hauswand und Streicher der oben am Fenster gestanden hatte, verstand. „Schnell runter da. Stern ist unten und wartet auf euch!“, sagte er zu den Hobbits. Einer nach dem anderen kletterte nun die Leiter runter. „Schnell lauft!“, trieb sie Isilya an nachdem alle unten waren. „Im Wald können wir unentdeckt bleiben!“, rief Streicher ihr zu. „Ihr habt Recht, außerdem kenne ich dort eine geheime Höhle, die uns Unterschlupf geben kann!“, antwortete sie ihm, „Gut dann bringt uns dorthin! Und dann besprechen wir den weiteren Weg!“, sagte Streicher, „Einverstanden!“, rief sie ihm zu.

Bald hatten sie die Höhle erreicht die Isilya vorgeschlagen hatte. Sie war gut getarnt durch das Blätterwerk und selbst Streicher hätte sie nicht auf Anhieb gefunden. Drinnen ruhten sie sich etwas aus. Die Höhle war groß genug, so konnte Alagos getrost mit ihnen hinein. „Ein kluges Pferd habt ihr da!“, sagte Streicher und begutachtete den Stolzen Hengst. „Ja, Alagos begleitet mich schon seid…“, brach sie ihre Antwort plötzlich ab. Die Hobbits und Streicher musterten sie jetzt ausgiebig. „Seid?“, fragte Streicher nun nach. „Verzeiht, doch dieser Teil meiner Vergangenheit gehört zu jener die euch gefährlich werden könnte.“, sagte sie nun schnell und ging zum Eingang der Höhle. „Ich werde die Wache übernehmen, ruht euch aus!“, sagte sie und verschwand aus der Höhle. „Seltsame Frau!“, sagte Sam und sah ihr noch nach, „Ja, aber solange sie uns hilft habe ich nichts dagegen!“, sagte Frodo und sah ihr ebenfalls nach. „Was sie wohl durchgemacht hat?“, fragte Merry traurig. „Sorgt euch nicht um sie. Gandalf wird gewusst haben warum er sie geschickt hat!“, sagte Streicher nun, doch auch ihn beunruhigte das Verhalten der jungen Frau. Sie beschlossen über die Wetterspitze zu gehen und dann auf direktem Weg nach Bruchtal. Isilya konnte ihre Diskussion hören und war ganz Streichers Meinung.

Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg. Isilya schwieg die meiste Zeit. Auf der Wetterspitze geschah es dann. Frodo wurde bei einem Angriff der Nazgûl schwer verletzt. „Die Wunde wird ihn töten wenn wir nicht schnell eine Lösung finden.“, sagte Streicher zu Isilya, nachdem sie in Sicherheit waren. „Ihr habt Recht auch befürchte ich, dass uns die Ringgeister bereits auf der Fährte sind.“, sagte diese und sah nun zu Frodo, dessen Kopf auf ihrem Schoss lag. „Ich werde mit ihm nach Bruchtal reiten!“, entschied sie schnell. Streicher sah sie skeptisch an, doch etwas Besseres fiel ihm auch nicht ein. „Gut ich werde die drei anderen dort hinführen. Reitet schnell und kommt gesund dort an!“, sagte er nun. „Sorgt euch nicht, Alagos ist das schnellste Pferd in ganz Bruchtal. Nicht Umsonst nannten ihn die Elben Sturmwind!“, lächelte Isilya schwach. Alagos verstand wie üblich sofort und lies sie aufsteigen. Streicher hob Frodo hoch und setzte ihn vor die junge Frau. „Wir werden uns alle hoffentlich schnell in Bruchtal wieder sehen!“, sagte sie und ritt los.

Ihre Befürchtungen sollten wahr werden, noch nicht lange nachdem sie sich von Streicher und den anderen Hobbits getrennt hatten, wurden sie, Alagos und vor allem Frodo verfolgt. Sie trieb ihr Pferd immer weiter und erreichte bald die letzte Brücke. Eine schwarze Gestalt stand am anderen Ende der Brücke, doch Isilya erkannte sie sofort. Arwen! Sie ließ Isilya über die Brücke reiten und beschwor das Wasser, welches die Verfolger mit sich riss. „Danke, Onóne, (Schwester), Frodo braucht schnell die Heilenden Kräfte deines Vaters.“, erklärte sie der Elbin. Diese nickte und stieg auf ihr eigenes Pferd, zusammen ritten sie schnell nach Bruchtal. Dort wurden sie sofort von Elrond in Empfang genommen. „Er wird es überleben! Dank deinem schnellen Handeln.“, sprach er zu Isilya, doch diese schüttelte den Kopf, „Nein, Herr Elrond, durch Alagos Ausdauer.“, sagte sie und lächelte erschöpft. „Bescheiden wie immer!“, lächelte nun auch der Herr über Bruchtal. „Ruh dich aus. Ich werde dich wecken lassen wenn Streicher mit den anderen Hobbits ankommt.“, sagte er und sah sie an. „Wenn ihr gestatten Herr, würde ich gerne warten bis sie ankommen. Immerhin war es meine Aufgabe die Hobbits zusammen mit Streicher hier her zu bringen!“, sagte sie entschlossen. „Wie du möchtest. Gandalf hat dich wahrlich zu einer entschlossenen und pflichtbewussten jungen Frau erzogen!“, „Das hat er und ich kann ihm nicht oft genug dafür danken, ebenso wenig wie euch und Herrin Galadriel.“, sagte sie und verbeugte sich nun vor ihm und ging eilig hinaus zu den Toren, wo sie lange wartete.

Nachdem sie gegangen war trat Arwen zu ihrem Vater und sagte, „Sie ist stärker als der Fluch der auf ihr lastet, Vater.“, „Und doch bereitet eben jener Fluch ihr selbst die höchsten Qualen! Ich bete Nacht für Nacht, dass wir bald eine Lösung gegen Sarumans Fluch finden mögen.“, sagte er nun traurig. Arwen legte ihm tröstend die Hand auf die Schulter.

Nach weiteren Stunden des Wartens, bemerkte Isilya wie ihr jemand Gesellschaft leistete. „Frodo, verdankt dir sein Leben! Er wird wieder gesund, doch seine Schulter wird leider nie wieder so sein wie früher.“, sagte Arwen leise. „Ich weiß, doch etwas viel schlimmeres wartet bereits jenseits von Bruchtal auf ihn.“, antwortete Isilya knirschend. „Ja leider. Ich soll dir von meinem Vater ausrichten lassen, dass du am Ringrat in drei Tagen anwesend sein sollst. Anscheinend legen sie großen Wert auf dein Urteil.“, sagte die Elbin nun lächelnd. „Vielleicht. Vielleicht wollen sie auch nur eine falsche Fährte für Saruman legen. Du weißt, dass er, sollte er jemals versuchen den Seelensplitter zu benutzen, alles durch meine Augen und mit meinen Emotionen sehen kann! Daher verstehe ich auch nicht wie man mich überhaupt losschicken konnte um den Ringträger zu begleiten, Saruman könnte mich jederzeit als Marionette benutzen!“, sagte Isilya traurig. „Isilya, wir wissen alle wie sehr du dich davor fürchtest, doch solange du Stark bleibst kann nichts geschehen, mein Vater, Gandalf und die Herrin Galadriel haben deinen Seelensplitter in eine elbische Schutzfassung gesetzt, sodass Saruman keinen Zugriff mehr auf dich haben sollte!“, sagte Arwen aufmunternd, doch Isilya sah weiter in die Ferne. „Du sagst es ja selbst, er sollte keinen Zugriff mehr haben, was allerdings nicht bedeutet, dass er es nicht noch hat!“, sprach sie weiter. Arwen verstand ihre Sorgen und auch ihre Qual, doch sie würde nicht weiter darüber sprechen, denn nun sahen sie am Horizont vier Gestalten auf sie zukommen. Die Hobbits stürmten nun auf sie zu und riefen, „ Stern! Wie geht es Frodo?“, „Er wird wieder!“, rief sie ihnen zu und lächelte nun. „Stern?“, murmelte Arwen belustigt. „Sie gaben mir diesen Namen, da ich meinen nicht verraten wollte.“, „Du versteckst dich also lieber hinter einem falschem Namen?“, sagte die Elbin nun neckend, doch Isilya sah sie lächelnd an und nickte, „Weil sie dadurch nicht meinetwegen in Gefahr geraten können!“, antwortete sie ihrer besten Freundin. Als die vier Männer angekommen waren, brachten Arwen und „Stern“, sie zu Frodo, welcher sich bereits aufgesetzt hatte. Erst jetzt sahen sie sich Arwen genauer an. Isilya musste schmunzeln und sagte, „Ich sagte euch doch, dass es die Schönheit der Sterblichen nicht mit der, der Elben aufnehmen könnte. Außerdem ist es äußerst Unhöflich jemanden so anzustarren!“, schimpfte Isilya gespielt. „Entschuldigt, Herrschaften. Lady Isilya und Herr Streicher, sie möchten mich bitte zu Herrn Elrond begleiten.“, unterbrach sie einer der Diener. „Ha, nun wissen wir euren Namen doch!“, lachte Pippin laut und auch die anderen mussten lachen. „Das tut ihr wohl!“, lächelte nun auch Isilya. Sie und Streicher folgten nun dem Elben der sie zu Elrond führte. „Ihr habt eurer Wort gehalten und Frodo sicher hier her gebracht, Lady Isilya!“, sagte Streicher während sie durch die Hallen Bruchtals gingen. „Findet ihr es nicht ungerecht, mich mit meinem Namen anzusprechen mir euren jedoch zu verschweigen mein Herr?“, lächelte die Frau ihn an. „Gewiss, doch möchtet ihr ihn den auch erfahren, denn auch mein wahrer Name birgt Gefahren in sich!“, lächelte er sie nun an. „Ich denke ich werde die Gefahren schon überstehen können, die euer Name mit sich bringt.“, sagte sie nun entschlossen. „Gut, wenn ihr euch dessen so sehr bewusst seid, werde ich ihn euch gerne nennen. Ich bin Aragorn, es freut mich sehr euch kennen zu lernen!“, „Meinen Namen kennt ihr ja bereits, doch auch mich freut es euch kennen zu lernen Herr Aragorn!“, lächelte sie wieder. Kurz schwiegen sie doch dann musste Isilya kurz lachen, worauf Aragorn sie von der Seite musterte. „Ich wusste doch, dass ihr etwas Königliches an euch habt!“, sagte sie erklärend und schwieg, da sie nun in die Halle traten in der Elrond auf sie wartete. Doch auch jemand anderes wartete in dem Raum. „Gandalf!“, rief Isilya freudig und schritt schnell durch den Raum. Aragorn folgte ihr und begrüßte die beiden Männer. „Elrond erzählte mir bereits von deinem Ausflug! Ich bin stolz auf dich.“, lächelte der Graue und sah sie strahlend an. „Ihr wolltet mit uns aber gewiss über etwas anderes sprechen!“, lächelte sie nun die Herren vor sich an. Elrond nickte und bat sie und Aragorn zu Tisch. „Lasst uns beim Essen darüber sprechen.“, lächelte er noch. Sie setzten sich und Elrond begann zu sprechen. „In ein paar Tagen wird der Ringrat über das Schicksal Mittelerdes entscheiden. An dem Rat nehmen alle noch freien Völker teil. Und ich bitte euch beide hiermit ebenfalls daran teil zu nehmen. Isilya, Arwen hat mir von deinen Befürchtungen berichtet, allerdings bin ich vom Gegenteil überzeugt. Du bist Stark genug dafür!“, „Wie könnt ihr an etwas glauben, was so unsicher ist? Ich weigere mich hiermit auch nur in die Nähe des Ringrates zu gehen!“, rief sie sauer und verließ das Zimmer. „Wie wir es erwartet hatten!“, lächelte Gandalf traurig. „Entschuldigt bitte meine Neugier, doch ich verstehe nicht ganz! Warum weigert sie sich denn?“, fragte Aragorn verwirrt. Elrond seufzte und sah zu Gandalf. „Aragorn, ich will dir gerne die Geschichte von Isilya erzählen doch ich bitte dich um absolute Verschwiegenheit!“, sagte jener nun ernst. „Ich schwöre es bei meinem Leben!“, sprach Aragorn in der Elbensprache. Und so begann Gandalf zu erzählen.

Kommentare (6)

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Jenny (50431)
vor 51 Tagen
einfach toll und schön geschrieben ich würde mich total freuen wenn du so eine enliche Geschichte mit Frodo machen könntest BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!?????????????
legolas 03 (19800)
vor 167 Tagen
Einfach wundervoll!Hoffe du machst noch weitere solcher super Geschichten
Lya (55964)
vor 725 Tagen
Ich weiß nicht was ich sagen soll...einfach super toll.Es war mega spannend.Ich konnte nicht aufhören zu lesen.Einfach wow
Luthien (20389)
vor 1146 Tagen
Richtig genial! Danke!
Lydia (12961)
vor 1174 Tagen
Wundervoll~!! Einfach toll~!!! -^.^-
Alex (55715)
vor 1216 Tagen
Hammer Story, super geschrieben. Ich kann sie echt immer wieder lesen. :-)