Ich bin ich 3

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5 Kapitel - 7.598 Wörter - Erstellt von: Sunrise - Aktualisiert am: 2011-07-01 - Entwickelt am: - 3.320 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hallo mal wieder! Endlich bin ich mit dem dritten Teil fertig! In ihm geht es darum... Ach lest es am besten selbst.
Ich wollte hier mal eine Erklärung zum Titel einschieben:
Er bezieht sich darauf, dass Sayo sich nicht von anderen Leuten verbiegen oder gar benutzen lässt. Sie ist wie sie ist, egal was andere von ihr halten. Wenn sie sich verändert dann nur weil sie es will und nicht weil andere es wollen.
Außerdem wollte ich euch mal fragen wie ihr Sayo eigentlich so findet. Also ob ihr sie mögt und wie ihr über sie denkt. Ich persönlich mag sie aber das liegt natürlich auch daran, dass ich der Autor dieser Geschichte bin und weiß wie es mit ihr weiter geht. Über Kommentare zu diesem Thema würde ich mich wirklich freuen. ^_^

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Im strömenden Regen stand ich vor Konohas Toren. Der Wolkenbruch hatte mich bis auf die Knochen durchnässt doch die Kälte spürte ich schon lange nicht mehr. Ich hatte längst aufgehört die Dörfer zu zählen die ich besucht hatte. Es war sowieso immer das gleiche: Die Menschen mieden mich obwohl sie überhaupt nichts über mich wussten, nicht mal meinen Namen. Sollte irgendwann einmal noch etwas menschliches in mir gewesen sein so war es jetzt unwiederbringlich zerstört. Ich hatte mich in das Monster verwandelt, das andere in mir sahen. Ich kümmerte mich nur noch um mich selbst und hatte keinerlei Gefühle mehr. Nur der Hass war geblieben. Im Prinzip war mein Körper nur eine leere Hülle, die von diesem Hass ferngesteuert wurde, ein Zustand der sich gut mit den Worten „lebendig tot” beschreiben ließ. Fernes Donnergrollen ließ die Luft und auch mich selbst vibrieren während ich durch das Haupttor schritt. Hier würde ich bleiben. Ich hatte es satt immer unterwegs zu sein und trotzdem niemals anzukommen. Seit Tagen regnete es ununterbrochen sodass sich Konohas Straßen in kleine Bäche verwandelt hatten. Da die Kanalisation überlastet war stand ich bis zu den Waden im Wasser. Noch nie hatte ich so viel Wasser auf einmal gesehen, es war widerwärtig. Ich fand es absolut abscheulich nass zu sein, die Klamotten klebten einem am Leib, sie waren schwer und überall war es rutschig und dreckig. Mühsam stapfte ich durch diese schier endlosen Wassermassen als sich mir plötzlich zwei schemenhafte Gestalten näherten, die ihre Gesichter hinter tierähnlichen Masken verbargen. Ausdruckslos starrte ich sie an. „Mitkommen!“, befahl der eine dessen Maske aussah wie ein Vogel, nachdem sie mich kurz beäugt hatten. Ich war zu erschöpft um zu protestieren und fügte mich dieser Aufforderung. Sie brachten mich zu einem Büro in einem prächtigen Gebäude. Konoha war eines der fünf großen Ninjadörfer die von einem Kage geleitet wurden also schlussfolgerte ich, dass es wohl das Büro des Hokage war. Die Maskierten öffneten die Tür und stießen mich unsanft in den Raum hinein. Auf dem Stuhl hinter dem hoffnungslos überladenen Schreibtisch saß eine Frau, was mich stutzig werden ließ. Bis jetzt war für mich vollkommen klar gewesen, dass Regieren Männersache war. Und was das für eine Frau war! Ich meine ich hatte mich ja daran gewöhnt, dass die Oberweiten anderer Frauen im Vergleich zu meiner immer größer wirkten als sie eigentlich waren, aber die Oberweite dieser Frau war wirklich gigantisch. Meiner Meinung nach hätte sie besser in eine verruchte Bar gepasst als in das Büro des Hokage. „Was soll denn das, sie tropft mir ja den ganzen Boden voll!“, krähte besagte „Bardame“ erbost. Ich setzte einen hochnäsigen Blick auf, wrang erst mein klatschnasses Haar aus und schüttelte mich anschließend wie ein Hund der ins Wasser gesprungen war. Was fiel denen eigentlich ein mich einfach anzufassen? „Das ist das Mädchen, Tsunade.“, erklärte sich einer der Kerle schnell. Tsunade hieß sie also. „Warum habt ihr das nicht gleich gesagt!“ Ihre Stimme ließ meine Ohren klingeln. Meine Güte hatte die ein lautes Organ… Ärgerlich winkte sie ab. „Geht jetzt.“ Dann fixierte sie mich und musterte mich von oben bis unten. „Wie ist dein Name?“ „Mein Name geht dich nichts an.“, erwiderte ich kühl. Tsunade erhob sich von ihrem Stuhl, funkelte mich wütend an und zischte: „Hör gut zu, Störenfriede können wir hier nicht gebrauchen!“ Wie konnte sie es wagen so mit mir zu reden. Meine Augen verengten sich zu wütenden Schlitzen. „Ich bin kein Störenfried. Ich bin ein ganz normales Mädchen, das gerade hier angekommen ist, übrigens nass ist und friert.“ Na gut, das mit dem Frieren stimmte zwar nicht aber was machte das schon. „Erzähl keine Märchen, Mädchen!“, fauchte Tsunade, „Ich weiß dass du durch die Dörfer ziehst und überall Unruhe stiftest. Außerdem hast du einen Menschen getötet!“ Ich legte den Kopf schief und überlegte angestrengt. Ja richtig, das hatte ich komplett vergessen. Vor einiger Zeit hatte mich in irgendeinem Dorf irgendein Narr zum Kampf aufgefordert. Wo genau das gewesen war, daran erinnerte ich mich nicht, wohl aber daran, dass der Trottel dasselbe haselnussbraune Haar und dieselben schwarzen Augen hatte wie die Mitglieder des Morishito-Clans. Diese Tatsache hatte zwar nur unwesentlich dazu beigetragen, dass ich ihn schnell und grausam umbrachte, aber in gewisser Weise hatte ich ihn zum Stellvertreter derer gemacht, die mein Leben zerstört hatten, und die ich dafür nicht zur Rechenschaft ziehen konnte. Ich trat von einem Fuß auf den anderen. „Das war ein Versehen.“, log ich schließlich, „Und nur mal nebenbei, woher willst du so genau wissen dass ich das war obwohl du nicht mal meinen Namen kennst?“ Tsunade schnaubte amüsiert. „ Es gibt nicht so viele Menschen auf die die Beschreibung „klein, blond und rotäugig“ passt.“ OK da hatte sie Recht aber sie hätte mir wahrscheinlich selbst dann nicht geglaubt wenn ich die Wahrheit gesagt hätte. Mir machte das nichts aus, ich war es ja nicht anders gewohnt. Tsunade setzte sich wieder, lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und fuhr fort: “Es sind gefährliche Zeiten. Man weiß nicht mehr wem man trauen kann und wem nicht. Also entweder du sagst mir sofort“, das „sofort“ betonte sie besonders stark, „wer du bist, woher du kommst und was du hier willst oder du kannst gleich wieder verschwinden.“ Diesen Tonfall, den sie benutzte, kannte ich nur zu gut. Er bedeutete „pass auf, der Bogen ist überspannt“. Entweder die Personen meinten es dann ernst oder sie blufften nur. Tsunade gehörte jedoch nicht zu den Bluffern, das merkte sogar jemand mit so wenig Menschenkenntnis wie ich, also entschloss ich mich ihr wenigstens meinen Vornamen zu verraten. „Mein Name ist Sayo. Sayo Nakamichi.“ Den Namen Morishito würde ich nie wieder aussprechen, nie wieder. Ich hasste ihn. Ich hasste ihn so sehr, dass es nicht einmal Worte gab um diesen Hass zu beschreiben. Zusätzlich dazu wollte ich in Konoha ein neues Leben beginnen und mit einem Namen, mit dem so viel Leid verbunden war und dem der Dreck der Zeit anhaftete war das kaum möglich. „Ich komme nirgendwo her und will einfach hier bleiben.“ Zum ersten Mal während dieses Gesprächs sah ich Tsunade richtig an, darauf hoffend, dass sie erkannte dass ich zumindest diesmal die Wahrheit sagte. Forschend starrte sie zurück. „Ich will wissen wo du herkommst.“, sprach sie ruhig. „Das hab ich doch schon gesagt!“, rief ich mit heiserer Stimme. Meine Selbstbeherrschung war aufgebraucht, und ich kurz davor loszuheulen. Damit das nicht passierte senkte ich schnell den Kopf und massierte mir die Stirn. Erinnerungen an „mein“ Dorf und „meinen“ Clan verursachten mir sowohl psychische als auch physische Schmerzen. Diese Schmerzen äußerten sich mal als Kopfschmerzen, so wie jetzt, mal als Übelkeit und manchmal auch ganz anders. Tsunade antwortete erst nach einer ganzen Weile nachdem sie meine seltsamen Atemübungen beobachtet hatte. So seltsam das jetzt auch klingen mag, das half mir tatsächlich. „OK, ich vertraue dir – vorerst. Aber solltest du dich danebenbenehmen fliegst du sofort wieder raus. Hast du das verstanden, Sayo?“ Beim Klang meines Namens zuckte ich leicht zusammen. Wie lange war das wohl her dass mich jemand bei meinem Namen genannt hatte? Die letzte Person, die das getan hatte, war meine Mutter gewesen. Verstohlen wischte ich mir eine einzelne Träne aus dem Augenwinkel und schlang die Arme um den Körper. Stand man einige Zeit tropfnass in einem beheizten Raum war es doch enorm kalt. Ich vermutete, dass meine Lippen inzwischen blau angelaufen waren und das Blut in meinen Händen und Füßen gefroren war. „Shizune!“ brüllte Tsunade so laut, dass ich benommen zurücktaumelte. Toll, jetzt war bestimmt auch noch mein Trommelfell geplatzt. Beinahe sofort wurde die Tür aufgerissen und eine schwarzhaarige Frau stürmte in den Raum, gefolgt von einem kleinen Schweinchen, das eine Perlenkette um den Hals trug. Was war das hier denn für ein komischer Laden… „Was ist passiert Tsunade?“, fragte die Frau gehetzt. „Bring das Mädchen zu einem Haus in dem es wohnen kann.“, befahl Tsunade knapp und sachlich. Shizune verbeugte sich und antwortete: „Jawohl Tsunade.“

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