Drachenseelen I - Kapitel 1

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1 Kapitel - 1.395 Wörter - Erstellt von: RaiRyu - Aktualisiert am: 2011-06-15 - Entwickelt am: - 1.704 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Kapitel 1 von meiner Geschichte Drachenseelen

ich hoffe ihr schreibt mir an meine e-mail Adresse ob es euch gefällt, oder was ihr ändern würdet
Lia.Lithium@web.de

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Kapitel 1.

Der Fluss unter mir wurde immer breiter, bis er in einem See endete. Ich ging langsam in einen Sinkflug und landete sanft im Gras. Sorgsam legte ich meine Flügel an meinen Körper und ging gemächlich ans Ufer des Sees, senkte den Kopf und nahm ein paar kräftige Schlucke des klaren Wassers. Als ich meinen Kopf wieder anhob betrachtete ich mein Spiegelbild. Mir blickte aus dem Wasser ein schneeweißer schlanker Drachenkopf entgegen. Die rot-rosa Augen schauten mich leicht arrogant an. Den Kopf zierten zwei lange elfenbeinfarbene Hörner. Ich war anders als meine Artgenossen das wusste ich. Die anderen Drachen waren alle braun, grau oder schwarz und hatten bernsteinfarbene wütend glühende Augen. Ihre Hörner waren meist knöcherig dunkelgrau und geschwungen. Sie waren groß und kräftig gebaut, mit kurzen aber breiten Schwingen. Alles in Allem riesige und beeindruckende Wesen.
Ich im Gegensatz war klein und zierlich. Meine Hörner waren eher schlank und spitz, mein Körperbau schlank und ich hatte sehr große Flügel die perfekt für lange Flugstrecken waren. Und auch meine Farbe unterschied mich von den anderen, ich war ein Albino und stach somit schnell heraus.
Aber all diese Unterschiede machten mir nichts aus, im Gegenteil, ich war stolz drauf, anders zu sein.
Mir wehte eine Leichte Prise entgegen. Es war nicht der übliche frische Wind den ich kannte, es roch nach Tod und Verwesung. Neugierig wie ich war tappte ich leise durchs Gebüsch, immer dem Geruch nach. Ich schob die Äste beiseite und vor mir erstreckte sich ein Schlachtfeld. Blutlachen besudelten den Boden. Überall lagen Lanzen und andere Waffen der Menschen herum. Tode verbrannte Pferde und Leichenteile der Menschen waren über den ganzen Platz verteilt. Aber das störte mich wenig, ich hasste Zweibeiner. Mein Blick war jedoch auf etwas andere gerichtet. Unberührt schritt ich an den Toten vorbei – sie stanken widerlich. Ich rümpfte die Nase und schaute verächtlich auf die reglosen Körper. Dann wandte ich mich wieder dem großen reglosen Körper zu, der meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Es war ein toter Drache dessen Rücken zu mir gewandt war, seine schwarzen Schuppen glänzten in der Sonne. Er war bestimmt doppelt so groß wie ich und schon ausgewachsen, im Gegenteil zu mir, ich war sozusagen noch in der Pubertät. Bedächtig schritt ich um meinen toten Artgenossen herum um ihn weiter zu betrachten. Sein Kopf war an der Schläfe von einem imposanten gekrümmten Horn geschmückt, das auf der anderen Seite fehlte. Ich betrachtete die Stelle genauer und verzog knurrend mein Gesicht. Jemand muss es ihm abgenommen haben. Bestimmt ein Mensch, der es als Trophäe behalten wollte, dachte ich mit. Die Stelle sah nämlich aus, als ob das Horn abgesägt worden war. „Verdammte Zweibeiner“ brummte ich wütend „was fällt denen ein.“ Mein Blick wanderte zu seiner Brust, sie war mit Waffen aufgeschlitzt. Sein Herz wurde herausgeschnitten, es lag vor dem Toten, mit einem Schwer durchbohrt. Das war die einzige Möglichkeit uns Drachen zu töten. Wir hatten ausgesprochen gute Selbstheilungsfähigkeiten. Selbst wenn man uns den Kopf abtrennt sind wir noch nicht ganz Tod. Denn wir verfügten über die Kraft der Seelenwanderung. Wenn unser Körper stirbt wird unsere Seele in einem neuen Körper wiedergeboren. Leider ist der neue Körper nicht immer ein Drachenkörper. Es kann jede andere Lebensform sein, das Gute war, das wir trotzdem dann immer ein paar unserer Drachenfähigkeiten behielten, sodass wie uns an unserem Mörder rächen konnten. Die Seelenwanderung konnte aber verhindert werden, indem man dem getöteten Drachenkörper das Herz herausschneidet und es mit irgendetwas durchstößt. Leider haben die Menschen dies vor kurzem herausgefunden und waren uns Drachen so im Vorteil.
Seufzend wandte ich mich von meinem toten Artgenossen ab. Immerhin hatte er viel Widerstand geleistet und einige dieser elenden Zweibeiner mit in den Tod gerissen. Ich schüttelte den Kopf so etwas würde mir nie passieren, ich würde nie durch die Hand eines Menschen sterben.
Mit einen Sprung und einigen kräftigen Flügelschlägen erhob ich mich wieder in die Lüfte. Es gab leider immer mehr Menschen, die sich als Drachentöter ihr Leben verdienten und so wurde die Auseinandersetzung zwischen Drachen und Menschen immer blutiger. Anfangs konnten wir die Menschen noch zurücktreiben und fern von unserem Land halten. Doch sie vermehrten sich wie die Ratten und schon bald hatten sie sich im ganzen Land niedergelassen und zerstörten unsere Heimat. Natürlich wehrten wir uns, doch die Burgen der Menschen waren schwer zu vernichten. So oft wir auch ihre Behausungen niederbrannten, wir erwischten immer nur wenige von ihnen, da sie sich unterirdisch unter ihren Burgen verkrochen. Es war zum verrückt werden, dass wir diese Wesen, die nicht Mal einem Raubtier ähnlich waren, nicht auslöschen konnten. Und sie töteten vergnügt immer mehr von uns mit ihren merkwürdigen Waffen. Ich musste wohl neidlos zugeben, dass wir mit so einem Feind nie gerechnet hatten.
Ich brauchte erst einmal Abstand und wollte zur Küste fliegen. Das Meer war immer ein Trost für mich und ließ mich meine Sorgen vergessen und die starke salzige Prise wehte immer meine Sorgen davon. Oft suchte ich die Strände auf, wenn ich solchen Schlachtfeldern begegnete. Also wandte ich mich Richtung Westen zum Meer, welches vielleicht 3 Flugtage von hier entfernt war. Gegen Abend hielt ich Ausschau nach einem geeigneten Platz für die Nacht und ließ mich auf einem großen Felsen, der aus der Graslandschaft herausragte, nieder. In einer Kuhle im Gestein kringelte ich mich zusammen und schlief ein.
Ich hatte eine unruhige Nacht, immer wieder sah ich die Schlachtfelder, die ich bis jetzt in meinem kurzen Drachenleben gesehen hatte. Erschöpft öffnete ich meine Augen. Der Himmel war hellblau gefärbt aber die Sonne lief sich noch nicht blicken. Langsam erhob ich mich und trottete über den Fels. In einer Spalte hatte sich Wasser gesammelt, welches ich mit einem Schluck trank. Danach streckte ich mich und mit einem gewaltigen Sprung erhob ich mich in die Lüfte. Es war bereits gegen Mittag als mir ein merkwürdiger Duft in die Nase geweht wurde. Der Geruch erinnerte mich an den Geruch auf dem Schlachtfeld, welches ich gestern entdeckt hatte. Es roch zwar nicht nach Tod, aber der Menschenduft war genau der Selbe. Ich knurrte wütend auf. Wen ich schon an dem Dorf vorbeikam, welches meinen Artgenossen getötet hatte, konnte ich auch den Menschen zeigen, was es heißt, sich mit einem Drachen anzulegen. Sie sollten nicht denken, dass sie ungeschoren damit durchkommen, wenn sie einen Drachen töten.
Ich schwenkte in die Richtung ab, woher der Geruch kam und kurz darauf sah ich am Horizont ein Dorf. Von dieser Entfernung konnte ich mit meinen Drachenaugen schon erkennen, dass es ein Drachenjägerdorf war. Ich erkannte die Wachtürme, Schleudern und vielen Waffen, die Wachen und Krieger. Ich knurrte wieder, diese Zweibeiner werden gar nicht wissen wie ihnen geschieht. Ich flog etwas höher, das Wetter war perfekt für mich, der Himmel war mit weißen Wolken bedeckt. So würde man mich nicht so schnell entdecken können und ich kann plötzlich aus dem Nichts angreifen.
Ich glitt geräuschlos durch die Luft bis ich über dem Dorf schwebte, dann ließ ich einen kräftigen wütenden Schrei los, der die Stille zerriss. Blanker Hass breitete sich in meinem Körper aus und ich spie eine riesige Feuerseule in Richtung Dorf als das Klingeln der Notglocke von den Wachtürmen und panische „DRACHEN!“ Rufe durch den Ort hallten. Ich wusste, ich würde keine Gnade walten lassen.

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Snowballcooky ( 29224 )
Abgeschickt vor 719 Tagen
Die Geschichte ist Klasse! Schreib bitte weiter.
Lolita ( 85634 )
Abgeschickt vor 753 Tagen
WOW das is echt der absolute Hammer!