Ich bin ich 2

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2 Kapitel - 3.828 Wörter - Erstellt von: Sunrise - Aktualisiert am: 2011-06-15 - Entwickelt am: - 3.198 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hallo noch mal! Mit diesem Teil ist die Einleitung endlich fertig.*sich freu* Bitte denkt nicht zu schlecht von Sayo. Sie hat vom echten Leben einfach keine Ahnung und überschätzt sich deshalb völlig. Aber mir ist sie trotz all ihrer Macken sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe euch geht es irgendwann genauso. Bitte unterstützt Sayo auch weiterhin tatkräftig!
Verbesserungsvorschläge könnt ihr mir jederzeit schicken, ich freu mich über Post.

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Es musste Nachmittag sein als ich nach 5 Tagen vor den Toren eines Dorfes ankam. Es war etwas größer als das Dorf aus dem ich kam und wie selbiges fast komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Unschlüssig stand ich vor der Tür des einzigen Gasthauses. Von drinnen hörte man die fröhlichen Stimmen von Menschen – von vielen Menschen. Ich konnte unmöglich abschätzen wie viele es genau waren was mir irgendwie Angst machte. Normalerweise waren höchstens drei, vier Menschen um mich herum, Menschenmengen überforderten mich. Wenn es auch noch Fremde waren konnte ich ihr Verhalten auch nicht einschätzen. Ich hatte Angst verletzt zu werden – wie immer. Diese Angst war auch einer der Gründe warum ich Menschen nicht leiden konnte. Menschen hatten mich immer nur verletzt, Menschen hatten mir das Schicksal auferlegt auf ewig in Einsamkeit zu Leben, Menschen hatten mir das wenige das mir etwas bedeutet hatte geraubt. In meinen Augen waren alle Menschen böse. Nach einer Weile, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, fasste ich mir schließlich ein Herz und trat ein. Augenblicklich verstummte das fröhliche Gelächter und Totenstille trat ein – wie überall wo ich war. In meiner Nähe herrschte immer Stille, selbst Tiere schienen in meiner Gegenwart keinen einzigen Mucks von sich zu geben. Alle Blicke klebten an mir während ich, langsam einen Fuß vor den anderen setzend, auf den Tresen zuschritt. Er schien einfach nicht näher zu kommen. Plötzlich fing ein Kind an zu weinen. Die Mutter nahm es in den Arm und streichelte es beruhigend. Dieser Anblick ließ mir einen Pfeil ins Herz fahren obwohl ich versuchte ihn zu ignorieren. Als ich endlich am Tresen angekommen war fragte ich den Wirt mit fast unmerklich zitternder Stimme: „Ist hier noch ein Zimmer frei?” Er sah mich einen Moment verwirrt an ehe er antwortete: „Nun, normalerweise haben wir hier keine Gäste, schon gar nicht so junge. Wie alt bist du denn?“ Verärgert über so eine dumme Frage und die Erkenntnis, dass die Menschen hier genauso waren wie alle anderen die ich bis jetzt kennen gelernt hatte, blies ich die Backen auf und blickte dem Wirt zornig direkt in die Augen. Sofort wich ihm jede Farbe aus dem Gesicht sodass eine Leiche im Vergleich zu ihm schon fast gesund wirkte. Dass er mich allerdings für jünger hielt als ich war lag einfach daran dass ich ziemlich klein war. „Ist nun noch ein Zimmer frei oder nicht“, zischte ich den Wirt an. „Äh, ja, sicher.“, stammelte der und suchte hastig nach einem Zimmerschlüssel. Als er endlich einen gefunden hatte gab er in mir und meinte ich müsse nur die Treppe hinaufgehen dann könne ich mein Zimmer gar nicht verfehlen. Er hatte Recht, das Zimmer lag genau am anderen Ende des Gangs. Es war… hübsch, statt abgestandener Luft, die ich erwartet hatte, roch ich einen leichten, unaufdringlichen Blumenduft und das Bett sah unglaublich einladend aus. Nachdem ich die Tür abgeschlossen und mich aufs Bett gelegt hatte schlief ich auch fast augenblicklich ein.
Als ich nach einigen Stunden wieder aufwachte blieb ich noch eine Weile liegen und starrte die Decke an, bis ich meinen knurrenden Magen nicht mehr ignorieren konnte. Ich musste also wohl oder übel noch mal nach unten gehen um mir etwas zu Essen zu bestellen. Die wenigen verbliebenen Gäste musterten mich misstrauisch als ich den Speisesaal betrat. Ich gab meine Bestellung beim Wirt, welcher inzwischen seine normale Hautfarbe wiederbekommen hatte, ab, setzte mich an einen Tisch der ganz in einer Ecke des Raums stand und starrte auf die Tischplatte. Die Zeit verging ohne dass der Wirt mir mein Essen brachte aber wenigstens hörten die anderen Leute auf mich zu beobachten und vertieften sich wieder mehr oder weniger in ihre Gespräche. Gerade als ich überlegte ob ich mich beschweren sollte hörte ich das Geräusch, das entstand wenn Holz über den Boden gezogen wird. Ich sah auf blickte aber statt in das Gesicht des Wirts in das eines jungen Mannes, der sich ohne zu fragen neben mich setze. Es war offensichtlich dass er das nicht aus Menschenfreundlichkeit tat sondern weil ich ihm gefiel. Er sah mich an wie ein hungriger Wolf ein Rehkitz. Angewidert rümpfte ich die Nase und öffnete den Mund um diesem Idioten eine Beleidigung an den Kopf zu werfen doch er war schneller. „Was macht ein so hübsches Mädchen wie du allein an einem Ort wie diesem?”, fragte er süffisant. Ich drehte mich von ihm weg. „Hau ab.”, knurrte ich. „Wow, nicht so freundlich war ja nur ‘ne Frage. Hast du vor länger hier zu bleiben?” Dieser Kerl war ja penetranter als die Wespen, die Jahr für Jahr ihre Nester in unserem Haus gebaut hatten. Langsam drehte ich mich zu dem Typen um und sodass ich ihm in die Augen sehen konnte und fauchte: „Es geht dich zwar nichts an aber dieses Dorf und seine Bewohner stehen mir bis sonst wo also werde ich hier so schnell wie möglich verschwinden.” Aber obwohl ich all meine unheimliche Ausstrahlung in diesen wütenden Blick gelegt hatte wollte mich dieser Kerl einfach nicht in Ruhe lassen. Statt abzuhauen rief er. „Wahnsinn, ich hab noch nie ein Mädchen gesehen, das rote Augen hat! Das gefällt mir. Aber mal im Ernst, es ist keine gute Idee jetzt das Dorf zu verlassen. In der Nähe sollen sich Mitglieder von Akatsuki herumtreiben. Also vielleicht wartest du besser noch ein wenig und leistest mir Gesellschaft.“ Während er das sagte stahl sich ein schmieriges Grinsen auf sein Gesicht und ich hatte nicht übel Lust ihm eine reinzuhauen, was ich wahrscheinlich auch getan hätte, wäre in diesem Moment nicht endlich der Wirt mit meinem Essen gekommen. Er stellte den Teller auf den Tisch und verschwand wieder. Ich war froh, dass mich etwas von diesem Widerling ablenkte, denn ich wollte auf keinen Fall noch mehr auffallen als ich es eh schon tat. Die restlichen Mitglieder des Morishito-Clans würden sicher Himmel und Hölle in Bewegung setzen um mich wieder zu finden schließlich gehörte ich, wenngleich ich die Kräfte des Gobi nicht nutzen konnte, zu den besten Ninjas des Clans. Vorsichtig schnupperte ich an der mir unbekannten Speise und schob mir einen Bissen in den Mund. Mein Magen hätte wenn das möglich wäre sicherlich Luftsprünge vollführt, immerhin war das hier meine erste anständige Mahlzeit seit Tagen. In Rekordzeit schlang ich alles hinunter und mein Bauch antwortete mir mit einem zufriedenen Grummeln. Da bemerkte ich, dass der Typ immer noch neben mir saß und mich die ganze Zeit beobachtet hatte. Warum kapierte er nicht dass ich ihn nicht leiden konnte? Ich beschloss ihn zu ignorieren und wieder auf mein Zimmer zu gehen aber er folgte mir. „Was ist, bleibst du nun hier oder nicht?“ OK, jetzt war ich wirklich kurz davor zu explodieren. Nur mit eiserner Disziplin schaffte ich es mich zusammenzureißen und ihm nicht mindesten den Arm zu brechen. Ich bemühte mich möglichst ruhig zu klingen als ich ihm antwortete. „Nein. Ich weiß gar nicht was Akatsuki sein soll, allerdings ist es mir auch egal.“ „Waaas“, rief er entgeistert, „du kennst Akatsuki nicht? Die Leute in schwarzen Mänteln mit roten Wolken drauf?“ „Nein.“ „Das sind die meistgesuchten Nukenin der Welt!“ „Na und?“, erwiderte ich achselzuckend, „Ich kann sehr gut auf mich selbst aufpassen.“ Mit diesen Worten knallte ich ihm meine Zimmertür vor der Nase zu und schloss sie ab. Das war ja lächerlich. Wieso sollte ich vor ein paar Nukenin Angst haben? Ich gehörte wie gesagt zu den besten Ninjas meines Clans und das sollte schon was heißen. Ninjutsu beherrschte ich nahezu perfekt und mein Tai- und Genjutsu war auch nicht schlecht, hinzu kamen meine guten Sinne. Und sollte ich wider Erwarten doch einmal in Bedrängnis kommen hätte ich als letzte Trumpfkarte immer noch mein Kekkei Genkai gegen das sich niemand wehren konnte, egal wie gut er war. Kurz gesagt: jemand müsste schon eine mittelschwere Katastrophe auslösen um mich zu besiegen. Ich wollte mich gerade auf mein wundervolles, weiches Bett setzen als mir einfiel, dass ich noch Proviant für meine weitere Reise kaufen musste. Ich stöhnte. Ich hatte wirklich keine Lust noch mehr Menschen zu begegnen. Zwar wusste ich jetzt dass es sich nicht lohnte Angst vor ihnen zu haben, dafür konnte ich sie absolut nicht ausstehen. Diese Abneigung hegte ich schon mein ganzes Leben lang und sie hatte sich je älter ich wurde immer mehr in Hass verwandelt. Jetzt hasste ich, mich ausgenommen, jedes menschliche Wesen auf diesem Planeten. Trotzdem führte kein Weg daran vorbei dass ich nun einen Lebensmittelladen suchen musste, denn ohne Proviant konnte ich hier beim besten Willen nicht weg. Statt der Tür benutzte ich allerdings lieber das Fenster um mein Zimmer zu verlassen, denn irgendwie konnte ich mir gut vorstellen, dass der Typ von vorhin immer noch vor meiner Tür stand.

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