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Lieder eines Epos

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1 Kapitel - 1.659 Wörter - Erstellt von: Fabula - Aktualisiert am: 2011-05-01 - Entwickelt am: - 1.726 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ie Halbelbe Fuia oder Poena, wie sie in der Menschensprache genannt wird, lebt ihn Bruchtal und macht Bekanntschaft mit den Gefährten und "dem Ring". Durch einen Zufall muss sie mit auf die Reise um das Böse zu vernichten auch wenn sie sich dabei ziemlich unsicher ist.

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Der Wind trug eine Melodie mit sich. Die klare Stimme einer jungen Frau sang das Lied. Es klang traurig und erfüllt einen dennoch mit inneren Frieden. Die Sängerin war gerade an der Arbeit. Eifrig putze die steinern Böden und sang leise vor sich hin. Der Tag hatte seinen Mittag erreicht und die Sonne stand in ihrem Zenit. Durch die Anstrengung den Boden sauber zu bekommen und die Sonne die ihr in den Rücken schien, ließ sie anfangen leicht zu schwitzen.
„Fuia!“
Sie hob ruckartig ihren Kopf. Schnell stand sie auf, nahm den Eimer mit dem Wasser mit und eilte in die Richtung, aus der der Ruf kam. Leicht außer Atme kam sie zum stehen. Eliliea stand vor ihr und bedachte sie mit einem abwertenden Blick.
„Du sollst im Zimmer putzen in dem der Hobbit liegt. Pass auf das du ihn nicht weckst du ungeschicktes Ding. Und mach auch sonst nichts kaputt! Das sollte nicht allzu schwer werden, noch nicht mal für dich.“
Mit einer Handbewegung wurde sie entlassen. Fuia nahm sich die Sachen wieder in die Hand und ging sich frisches Wasser holen. Bei einer der vielen Quellen, schöpfte sie das frische Wasser heraus. Der Bach plätscherte friedvoll und das Wasser glitzerte im Schein der Sonne. Nun ging sie zu dem Hobbit. Sie hatte natürlich schon von ihm gehört aber noch nicht gesehen. Er war vor einigen Tagen mit der Tochter von Elrond in Bruchtal angekommen. Es wurde erzählt, dass er mit der Klinge eines Nazgûl verletzt wurde. Durch Elronds Heilkräfte wurde er wieder geheilt. Er schlief schon seit einigen Tagen. Als sie vor der Tür stand, klopfe sie an. Sie wollte sicher sein, dass er schlief und sie ihn nicht störte. Als keine Antwort kam, schob sie die Tür auf. Zuerst warf sie einen Blick auf den Hobbit. Von der Größe, könnte er ein Kind, seine Füße erreichten nicht einmal die Mitte des Bettes. Sie stellte leise den Eimer ab und beugte sich darüber. Der Lappen wurde ordentlich ausgewaschen und dann begann sie den Bogen zu säubern. Ihre Knie begannen zu schmerzen, denn sie war schon den ganzen Tag dabei, die Böden zu reinigen. Sie hörte dem regelmäßigen ein- und ausatmen des Kranken zu. Nachdem er gekommen war, trafen auch weitere Personen ein. Drei weitere Hobbits und Aragorn. Fuia kannte ihn. Er war ein guter Freund von Elrond und ist in Bruchtal aufgewachsen. So wie es schien, hatte er Gefühle für Arwen. Gerade als sie fertig war und sie noch einmal einen Blick auf den Hobbit warf, um sicher zu gehen das es ihm noch gut ging, wurde die Tür aufgemacht. Erschrocken richtete sie sich auf und sah die Person an. Es war der Zauberer Gandalf der Graue. Schnell nahm sie sich den Eimer, verbeugte sie und verschwand eilends durch die Tür, neben der Gandalf stand. Über den restlichen Tag verteilt, hatte sie noch hier und da Aufgaben zu erledigen. Als die Sonne den Herbsthimmel in ein warmes Orange tauchte, wurde sie für den Tag entlassen. Sie spazierte zu einem kleinen Weiher. Sie war meistens dort. Nicht viele Elben gingen dort hin. Heute war es wieder besonders hart gewesen. Sie war daran gewöhnt, von den anderen geschnitten zu werden und die boshaften Anspielungen und Beleidigungen zu ertragen aber heute war es wieder schlimm. Ein kühler Wind bauschte ihren Rock auf. Sie atmete tief ein und starrte auf die Wasseroberfläche die sich kräuselte. Fuia griff nach dem Saum ihres Kleides und zog es sich über den Kopf. Dann zog sie das Band auf, das ihren Pferdeschwanz zusammen hielt. Nun fielen ihre Haare wie ein Wasserfall über ihren Rücken. Langsam lief sie in den Weiher und stand bis zum Bauchnabel in das kalte Wasser. Jetzt begann sie zu weinen. Es kam nur sehr selten vor, dass das passierte. Sie musste immer stark sein und wollte den Anderen nicht zeigen wie elendig und gedemütigt sie sich fühlte. Schluchzend stand sie im Wasser und umfasste ihren Oberkörper mit ihren Armen. Die Sonne verschwand hinter den Bergen und Fuia war bald von Dunkelheit umgeben. Auch viele Minuten nachdem sie sich in das Wasser begeben hatte, stand sie immer noch dort und schluchzte. Unterdessen hatte sie ein Klagelied angestimmt und sag es. Dann, nachdem sie das Lied beendet war, ließ sie sich einfach in das Wasser fallen. Sie nahm das Klatschen wahr und dann öffnete sie ihre Augen und betrachtete die Wasseroberfläche. Das Wasser um sie herum dämpfte jedes Geräusch auf ein Minimum ab. Da sie fast jeden Tag hier ist und badet konnte sie die Luft viel länger als andere anhalten. Ihr persönlicher Rekord lag bei 3978 Sekunden. Sie bobachtete wie ihre Haare zu schweben schienen. Diese Dunkelheit und Isoliertheit gab ihr Sicherheit. Hier war sie für sich alleine und Keiner, der sie mit Verachtung und Hass strafte. Mit ihren Fingerspitzen berührte sie sanft den schlammigen Boden und wirbelte einige Partikel Schmutz auf. Sie ertastete eine Muschel. Sie nahm sie in ihre Finger und spielte blind mit ihr herum. In Gedanken war sie bei 126 während ich Tränen aus den Augen kamen. Plötzlich hörte sie in lautes Platschen und spürte eine Hand die nach ihr griff. Panisch versuchte Fuia an die Oberfläche zu kommen und die Situation einzuschätzen, vielleicht auch um zu fliehen. Jetzt verschluckte sie etwas von dem Wasser. Als die Hand und ihr dazugehöriger Besitzer, Fuia erkannte das an der Größe und der Kraft mit der zugepackt wurde, sie an die Oberfläche zog, hustete sie angesträngt und sah zu dem Mann. Der Mond, der fast voll war, warf seinen fahlen Schein auf die Person. Fuia wich zurück und erkannte nun wer vor ihr stand.
„Estel...“
Sie hauchte seine Namen und wich weiter in den Weiher zurück. Er streckte als unbewusste Geste seine Hand aus. Fuia machte einen Satz zurück oder versuchte es, denn das Wasser leistete einiges an Widerstand.
„Ist mit Euch alles in Ordnung?“
Sie legte ihre Arme wieder um ihren Körper um ihren Busen vor seinen Blicken zu schützen aber er hatte seinen Blick schon abgewandt. Das Wasser tropfte an seinen dunklen Haaren herunter.
„J..ja. Mir geht es gut.“ antwortete sie.
Seine Anwesenheit schüchterte sie nur noch mehr ein.
„Ich nahm an, dass Ihr ertrinken wärt, deswegen kam ich zu Euch um Euch aus dem Wasser zu holen.“ erklärte er sich und sah nun in ihr Gesicht.
Fuia wich seinem Blick aus und drehte sich etwas nach rechts.
„Warum seid Ihr hier, in diesem kalten Wasser?“
Etwas verlegen starrte sie auf ihre Haare, die auf dem Wasser trieben.
„Ich..ich wollte baden….“
Er drehte sich um und wartete aus dem Wasser.
„Kommt dort heraus. Ihr unterkühlt Euch noch.“
Zwar machte ihr die Kälte nicht aus aber sie wollte sich nicht widersetzten. Sie lief ihm entgegen und schaute auf den Boden. Er hob ihr Kleid auf und gab es ihr, ohne sie anzusehen. Sie nahm es und zog es sich schnell über.
„Danke…“ brachte sie leise hervor.
„Kann ich Euch eine Frage stellen?“
Jetzt drehte er sich zu ihr um. Fuia band ihre Haare zusammen und nickte.
„Warum habt Ihr geweint? Ihr saht so unendlich traurig aus. Und Euer Lied, es klang so schmerzerfüllt.“
Sie wich erneut zurück und sagte: „Es ist nichts. Mir geht es gut…“
Eigentlich wollte sie nicht lügen aber warum sollte sie ihn mit seinem Problemen belasten? Schließlich hatte er sicher Anders und Besseres zu tun, als sich ihr Sorgen anzuhören.
„Es ist alles in Ordnung….“ sagte sie noch einmal leise.
„Ich sage Euch ganz offen, dass ich Euch das nicht glaube. Aber Ihr werdet Eure Gründe haben, warum Ihr es verschweigt.“
Fuia sah in erstaunt an, nie hätte sie damit gerechnet, dass er so gerade heraus sagen würde was er denkt.
„Erlaubt Ihr mir eine letzte Frage.“
Etwas nervös nickte sie.
„Wie lauten Eure Namen?“
Fuia zuckte zusammen. Er hatte es also auch schon gesehen.
„Euer menschlicher und elbischer. Oder habe ich mich getäuscht?“ fragte er um sicher zu gehen.
Fuia schüttelte zaghaft ihren Kopf.
„Mein menschlicher Name ist Poena und mein elbischer lautet Fuia.“
Beschämt schaute sie zu Seite. Sie hatte ihn beobachtet und seine Reaktionen gesehen.
„Das sind beides keine schönen Namen. Ich werde Euch Poena nennen, er kling von beidem am lieblichsten.“
Jetzt sah sie wieder auf. Ein leichtes Lächeln huschte über ihre Lippen.
„Und Ihr seht noch schöner aus, wenn ihr lächelt.“
Poena verbeugte sich. Aragorn dagegen lächelte und sagte: „Geruht gut, Poena.“
Schnell lief sie in ihr Zimmer. Jetzt lächelte breiter und legte sich in ihr Bett. Er hatte sie glücklich gemacht. Es kam nämlich nicht oft vor, dass sie ein Kompliment bekam. Das erste Mal seit Wochen hatte sie keinen Alptraum.

Kommentare (1)

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Bella Dream (64038)
vor 901 Tagen
Deine Schreibweise ist suuuuuper und ich würde mich
total über eine Fortsetzung freuen