Kleiner Löwe wo ist dein Herz? (3) Naruto

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1 Kapitel - 9.783 Wörter - Erstellt von: Ida-93 - Aktualisiert am: 2011-05-01 - Entwickelt am: - 3.813 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Haiiiiiii:)

So endlich ist die Story fertig. Sry das ist doch so lange gedauert hat aber ich hatte das Ende noch einmal überschrieben. Es hat mir einfach nicht so gefallen:(, ich hoffe euch gefällt es so. Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe ihr gibt mir Feedback.

    1
    Achja, ich hab alles in ein Kapitel gequetscht:).

    „Nein!" Ich saß kerzengerade und total durchgeschwitzt auf meinem Bett. Tränen rannen über meine Wangen und durchnässten die Bettdecke.
    „Yoni, was ist?", drang eine Stimme an mein Ohr. Es war Pakkun, der nicht von meiner Seite wich, seit Kakashi auf der Mission war. Er sprang auf mein Bett und beim schwachen Sonnenlicht, nahm ich die Sorge in seinem Gesicht wahr. „Hattest du einen Alptraum?" Erst nickte ich, doch dann schüttelte ich den Kopf. Auch wenn ich anfangs glaubte es wäre ein schrecklicher Traum gewesen, erkannte ich es war mehr als das! Ich selbst hatte versucht mich zu warnen, was hatte ich gesagt? „Hilf ihm, bevor es zu spät ist!"
    „Wem?", fragte Pakkun. Erschrocken erkannte ich, dass ich es laut gesagt hatte, allerdings erschrak mich mehr die Bedeutung! Sofort sprang ich auf und suchte meine Kleidung. Augenblicklich musste ich zu Tsunade. Uns blieb noch wenig Zeit Kakashi zu retten, mir blieb wenig Zeit! Vielleicht würde Tsunade mich für verrückt halten, doch ich vertraute meinen Gefühl und dem Traum. Es war mir egal ob Pakkun da war, ich zog mich einfach um und wollte Richtung Badezimmer, als Pakkun mich zurück hielt. „Wo willst du hin?" Ich betrachtete ihn, würde er mir glauben? „Pakkun ich muss sofort zu Tsunade. Ich muss wissen wo Kakashi ist!" Er sprang vom Bett herunter und kam auf mich zu. „Warum denn das, hält's du es keinen Tag ohne ihn aus?" Ich schnaufte, ging in die Hocke und sah ihn, mit einem Tränenschleier in den Augen, an. „Pakkun, ich hatte einen Traum. Ich sah mich selbst, wie ich mich warnte, das ich jemanden helfen soll bevor es zu spät ist. Als sie bzw. ich verschwand gab sie mir den Blick auf einen Grabstein frei. Pakkun! Dort stand, hier liegt der Shinobi Kakashi Hatake. Er starb auf einer Mission, am 21. Juli xxxx. Und dieser Tag ist heute! Ich muss zu ihm." Der Hund sah mich ernst an. „Auf was warten wir noch? Los!"

    "Tsunade's Büro"

    „Und du glaubst wirklich nicht, dass es nur ein Traum war?" Stirnrunzelnd begutachtete mich der Hokage. Sie musste wohl glauben ich wurde Irre oder ähnliches. „Nein, ich glaube eher es war eine Warnung! Bitte, lass mich gehen. Wenn ich es nicht tue und ihm etwas zustieße, würde ich es mir niemals verzeihen."
    Resigniert vergrub sie ihren Kopf in ihre Hände.
    „Ich kann dich nicht allein gehen lassen. Du brauchst ein Team." Ich schüttelte den Kopf.
    „Nein, dafür ist keine Zeit und wenn, ich habe Pakkun!" Wütend schlug sie mit ihrer Handfläche auf den Tisch.
    „Nein, alleine und nur mit Pakkun nicht. Erstens: Du warst seit Ewigkeiten nicht auf einer Mission und zweitens: Vergiss nicht, du hast noch zwei Verletzungen." Als sie bemerkte wie sich Tränen in meinen Augenwinkeln sammelten, wurde sie sanfter. „Keine Sorge, ich habe ein Team zu mir bestellt. Sie sollten eigentlich eine andere Mission bekommen, aber nun ja. Sie müssten jede Sekunde kommen." Wie auf ein Stichwort betrat dieses besagte Team das Zimmer. Erstaunt starrte ich sie an, es waren Yamato, Naruto, Sakura und Sai. „Oh, hallo Yoni", begrüßte mich Yamato. Ich drehte mich zu Tsunade, stützte meine Hände auf ihren Tisch und sah ihr in die Augen. „Vergiss es, ich gehe alleine, nur Pakkun und ich! Ich brauche kein Team." Ich konnte förmlich die fragenden Blicke spüren, momentan aber war das mir relativ egal. „Das ist hier ist kein Wunschkonzert. Wenn ich sage du gehst mit einem Team, dann tust du das auch." „Und was wenn es sich als falsch herausstellt? Ich möchte niemanden unnötig in Gefahr bringen!"
    Unsere Tonlagen wurden immer lauter. „Du weißt ganz genau wie ich, dass du ein Gespür für solche Dinge hast. Kurz vor dem Tod deiner Eltern hattest du einen ähnlichen Traum, erinnerst du
    dich?"
    Zum zweiten Mal an diesem Tag ballte ich meine Hände zu Fäusten. „Na gut!" Ich stampfte aus dem Büro und sagte zu meinem aufgezwungenen Team: „In fünfzehn Minuten am Eingangstor von Konoha. Und Gnade euch Gott wenn ihr zu spät kommt!" Mit einem lauten Türknallen machte ich noch einmal deutlich, dass ich gegen ein Team war. Allerdings wusste ich auch, dass es eh nichts brachte, ich könnte auch mit einer Wand reden, stur bleibt einfach stur. Ich ging noch einmal zu mir nach Hause packte noch einige Gegenstände in meinen Rucksack und machte mich Richtung Stadttor. Dort angekommen erlebte ich eine Überraschung, das Team stand schon dort und wartete. Ich blieb aber einige Meter von ihnen entfernt. „Pakkun", bei diesen Worten kniete ich mich hin und fuhr fort. „Kannst du Kakashi's Geruch
    aufspüren?"
    Er schnüffelte. „Ja, schwach. Aber keine Sorge es reicht schon, ich soll euch führen ja?" Ich nickte und ging auf das Team zu. „Es ist mir relativ egal wer der Teamführer bei euch ist, jetzt bin ich es. Pakkun wird uns führen! Also los!" Der Hund setzte sich in Bewegung, dicht gefolgt von mir und nach einigen Sekunden die restlichen. Sie waren wohl von meiner harschen Art erstaunt, normalerweise war ich auch nicht so, nur... Ich ließ mich ein wenig zurückfallen, sodass ich auf gleicher Höhe war wie sie.
    „Es tut mir leid. Ich hätte euch nicht so anmachen dürfen. Wir müssen uns halt beeilen und ich bin gereizt." Erleichtert nahm ich zur Kenntnis, dass sie es mir nicht übel nahmen. „Was ist eigentlich los Yoni? Tsunade sagte du wirst uns schon alles über diese Mission erzählen.", fragte Yamato. Ich starrte nach vorne und erzählte von dem Traum. Alle, bis auf einer, schienen es ernst zu nehmen und legten an Geschwindigkeit zu. Dieser eine war Naruto. „Yoni das war nur ein Alptraum." Ich ließ meine Hand in meine Hosentasche gleiten und umklammerte den grauen Stein denn ich immer bei mir hatte. „Das habe ich bei den Traum, bevor meine Eltern starben auch gedacht, dann hatte ich wieder so einen Traum, paar Tage später starb mein Stiefvater (Isabel's Vater). Und so langsam glaube ich nicht mehr an Zufall, diesmal werde ich, die Person retten. Koste es was es wolle!" Je weiter ich sprach, desto stärker wurde meine Umklammerung und irgendwann spürte ich etwas Nasses. Ich bemerkte die Blicke der anderen. Ich fühlte das Mitleid. „Yoni es tut mir leid, dass wusste ich nicht", murmelte Naruto. Dessen ungeachtet holte ich meine Hand aus der Tasche und sah auf die Handfläche. Sie war blutverschmiert, wie der Stein scharfkantige Stein auch war.
    „Yoni du hast dich verletzt", rief Yamato aus.
    Ohne etwas zu erwidern, steigerte ich meine Geschwindigkeit und war bald auf gleicher Höhe wie Pakkun. „Da vorne ist Kakashi. Pass aber auf, er ist nicht allein." Ich nickte und lief in der Richtung, die er mir gezeigt hatte.

    "Kurzer Wechsel zu Kakashi"

    Gepeinigt schloss ich meine Augen. Ich wollte nicht sehen, wie ich starb.
    Der feindliche Ninja, hatte mich mit einem Jutsu so "gefesselt", dass ich bewegungslos auf dem Boden saß. Ich hörte wie er sich in Bewegung setzte, das Katana, bereit zu töten, in der Hand. Meine Gedanken schweiften wohl das Letzte Mal zu Person die ich am meisten liebte, Yoni. Ich wünschte, ich hätte es ihr sagen können, egal ob sie es erwidert hätte oder nicht, einfach nur das sie es weiß, bevor ich sterbe. Ich nahm wahr das er nur noch wenige Schritte von mit entfernt war und als ich mir sicher war das er mich jetzt töten würde, hörte ich fast gleichzeitig ein: „Niemals lass ich das zu!", und kurz darauf einen unterdrückten Schmerzenslaut. Ich spürte wie das Jutsu mich losließ. Ich schlug meine Augenlider auf und sah was passiert war. Jemand hatte sich vor mich gestellt, das Katana hatte die Person durchbohrt, die Spitze ragte rechts aus ihrem Rücken.
    Ich beobachtete wie es rausgezogen wurde und jetzt erkannte ich meinen Retter.
    „Kleines!"

    "Wechsel zu Yoni"

    Ich hörte hinter mir Kakashi erschrocken Kleines rufen. Aber meine Aufmerksamkeit galt nicht ihm, sondern dem Ninja vor mir. Es war derselbe der mir auf dem Hokagefelsen aufgelauert hatte. (Tsunade hatte mir erzählt, dass er von Akatsuki geschickt wurde um mich zu holen. Tja sie wollten sich wohl nicht die Finger schmutzig machen). Ich sah ihn an, das Katana blutverschmiert lag rechts von ihm auf dem Boden. Wollte er es nicht benutzen? Geistesgegenwärtig presste ich meine Hand auf die stark blutende Wunde. Auch wenn ich jetzt dabei starb, ich musste Kakashi beschützen!
    Plötzlich bekam ich mit wie die anderen aus meinem Team sich hinter mir befanden. Ich wollte nicht das sie sich einmischten.
    „Halt! Das ist mein Kampf, ihr greift nicht ein!"
    „Yoni spinnst du? Du bist schwerverletzt, du kannst nicht kämpfen!", schrie Naruto. Der feindliche Ninja lachte boshaft. „Du sollest auf deine Freunde hören!"
    Ich betrachtete ihn abschätzend.
    „Meinst du nicht, ich kann das nicht selbst entscheiden? Aber ich verspreche es dir, ich brauche nur einziges Jutsu." Er krümmte sich nun vor Lachen.
    Der würde jetzt sein blaues Wunder erleben. Ich sammelte in meiner Hand Chakra, bemerkte aber nebenbei wie es langsam anfing, dass sich bei mir alles drehte.
    Jetzt oder nie.
    Nicht mal eine Sekunde brauchte ich um direkt vor ihm zu stehen und sein Lachen jäh zu beenden. Ich hob meine Hand und rammte sie mit voller Kraft in sein Bauch. „Rasengan!" Sein Gesicht verzog sich schmerzvoll und er kippte schließlich ohnmächtig um. Ich stolperte einige Schritte rückwärts, meine Hand wieder auf die Wunde gepresst. Meine Beine gaben nach und ich fiel auf meine Knie. Mein Atem war nur noch unregelmäßig. Ich hob die Hand von der Wunde. Erschrocken über das viele Blut, erkannte ich, dass ich das niemals überleben würde. Ich warf einen letzten Blick zurück zu Kakashi, waren das Tränen in seinem Auge? Aus dieser kurzen Entfernung war es trotzdem schwer zu sagen...
    Es war das letzte was ich sah, bevor ich mein Bewusstsein verlor und mit einem dumpfen Knall auf den Boden prallte.

    "Kakashi's Sicht (nur kurz)"

    Ich sah wie sie zu Boden ging. „Nein...", hauchte ich. Die Tränen, die sich in meinen Augenwinkel gesammelt hatten, bahnten sich ihren Weg. Ich war erstarrt und sah wie die anderen auf sie zugingen. Sakura kniete sich neben ihr und ließ ihre Hände über die Wunde gleiten.
    „Schnell, sie muss nach Konoha! Nur Tsunade kann es vielleicht noch schaffen!"
    Bei diesen Worten löste sich meine Erstarrung, ich nahm sie auf den Arm und lief, so schnell ich konnte, Richtung Konoha.

    "Im Krankenhaus"

    „Ich kann nichts mehr für sie tun. Es liegt nur an Yoni. An ihren Überlebenswillen.", sagte Tsunade und sah sie an. Ich ergriff ihre Hand und hielt sie fest. „Bitte kämpfe", flüsterte ich.
    Das Piepsen des Herzgerätes wurde langgezogener. Mein Griff wurde noch fester.
    „Neinnnn, kämpf!", rief ich.
    Das Piepsen wurde schwächer, kaum noch hörbar...

    "Yoni's Sicht, kurz bevor ihr Herzschlag schwächer wurde"

    Meine Hand glitt über den Boden auf dem ich lag. Irgendwie rau, wie Holz. Ich öffnete meine Augen und sah über mir... Nebel.
    Wo war ich?
    Ich rollte mich auf die Seite und erkannte ein Brückengerüst aus Holz. Wieder schloss ich meine Augen und entspannte mich. Es war so schön hier... ohne Schmerzen! In der nächsten Sekunden stand ich auf den Beinen und sah auf meinen Bauch wo die Wunde gewesen war. Da war nichts. Wie war das möglich? Ich sah mich um. Wo war ich verdammt noch mal? Alles was ich erblickte, war außer der Brücke, wo ich darauf stand, nur Nebel. Man konnte nicht sehen wo sie hinführte. Als ich ein Schritt machte, ich wusste selber nicht warum es zog mich ans Ende der Brücke (ich wusste einfach, es war das Ende und hinter mir de Anfang), spürte ich einen Druck auf meiner Hand. Ich ballte sie zur Faust und ging einen weiteren Schritt. Immer mehr, immer näher. Ich wollte wissen was am Ende war, auch wenn ich dieses Gefühl nicht aus der Hand bekam. Ein Kribbeln das sich langsam auf meinen Körper ausbreitete, trotzdem konnte es diese andere seltsame Empfindung nicht verdrängen. Denn jeden Schritt den ich tat, hatte ich das Gefühl das etwas von mir... starb? Trotz allem es war mir egal, ich wollte dahin.
    „Willst du das wirklich?"
    Ich blieb stehen, fast hatte ich die Brücke überquert.
    „Wie meinst du das?" Ich drehte mich nicht zur der Person, der die Stimme gehört.
    „Weißt du eigentlich wofür eine Brücke da ist?"
    Ich grinste. Was war das denn für eine dumme Frage?
    „Eine Brücke verbindet zwei Straßen miteinander." Ein helles Lachen erklang, ein Lachen eines Kindes! Dennoch wagte ich mich nicht zu bewegen. „Ja, das auch, aber was verbindet eine Brücke noch?" Nachdenklich legte ich meinen Kopf ein wenig schief. Wofür konnte eine Brücke stehen? „Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst. Eine Brücke verbindet zwei Sachen und weiter?"
    Die Stimme hinter mir schwieg und ich tat einen winzigen Schritt nach vorn, wobei sich der Druck auf meiner Hand verstärkte. „Du weißt es. Hör auf dein Herz."
    Ich schloss meine Augen, konzentrierte mich auf die Hand und auf mein Herz.
    Dann begriff ich es, der Schmerz der weg war, warum ich hier war und schlussendlich woher ich wusste das ich dem Ende der Brücke zuging. „Du meinst doch nicht etwa, diese Brücke verbindet Tod und Leben, Jenseits und Diesseits?"
    „Ja genau das meine ich. Warum denn sonst hast du das Gefühl, dass bei jedem Schritt etwas in dir stirbt? Du gehst dem Tod entgegen."
    Ich schluckte.
    „Und warum hält's du mich zurück? Vielleicht ist meine Zeit ja gekommen!"
    Betroffen antwortete die Stimme: „Nicht ich halte dich zurück, sondern du selber. Dreh dich um und sieh mich an!"
    Ich tat was sie verlangte und holte erstaunt Luft. Einige Meter von mir entfernt stand ich selber, als Achtjährige. Eine Hand hielt sie hoch und schien jemanden an der Hand zu halten, doch die Person wurde vom Nebel so verdeckt, dass man sie nicht erkennen konnte.
    „Wie?"
    Doch ohne etwas zu sagen, zeigte sie auf meine Hand. Ich schüttelte sie ein wenig. Dieses Kribbeln hatte ich schon mal gehabt, aber wo? Und wann?
    „Merkwürdig.", dabei lachte Klein-Yoni.
    „Du selber hast mich gedanklich geschaffen, damit du nicht weitergehst, aber merkst du denn nicht, dass dich bzw. uns jemand nicht gehen lassen möchte?"
    Ich verstand. Dieser Druck, dieses Kribbeln, jemand hielt meine Hand, aber warum spürte ich es auch hier?
    „Die Liebe die wir für ihn empfinden, deswegen spüren wir sie." Erschrocken sah ich sie an, woher wusste sie was ich dachte?
    „Ich bin du, vergiss das nicht und weißt du, wenn ich meine?"
    Ich lächelte sanft.
    „Natürlich. Wir haben ihn schon immer geliebt, schon als kleines Kind. Wir haben Kakashi immer geliebt und werden es immer. Er hält mich zurück weiterzugehen, durch dich, stimmst? Es ist seine Hand, die ich spüre."
    Sie nickte und plötzlich verschwand der Nebel neben ihr und ich erkannte wer ihre Hand hielt. „Kakashi", flüsterte ich. Ohne nachzudenken lief ich auf ihn zu und alles begann zu
    verschwammen, bis sich sämtliches auflöste.

    Ich roch den desinfizierten Geruch eines Krankenhauses, spürte den stechenden Schmerz in meinem Bauch und hörte das Piepsen einen Herzgerätes, dass immer stärker und regelmäßiger wurde. „Das ist ein Wunder, ihr Herz hatte doch gerade aufgehört zu schlagen und jetzt?", vernahm ich Tsunade's Stimme. Hieß das, dass ich gerade für einige Sekunden tot gewesen war? Meine Gedanken wurden unterbrochen, als ich etwas Nasses auf meiner Hand Tropfen spürte, die JEMAND hielt.
    „Wann sie wohl aufwacht? Das wird wohl noch einige Zeit dauern.", sagte Tsunade wieder. Ich nahm ihr die Illusion, indem ich mich unter starken Schmerzen aufsetzte, dabei öffnete ich meine Augen und sofort huschten sie zu... Kakashi. Ich hatte also wirklich recht gehabt. „Kakashi... Warum weinst... du?"
    Er sah mich an, als wäre ich ein Geist. Ich lächelte bitter, fast wäre ich einer gewesen. Ich sah mich weiter um, ohne auf seine Antwort zu warten. Außer Tsunade und Kakashi, waren auch, Naruto, Sakura, Sai und Yamato anwesend. Ihre Blicke gingen von verstört bis hin zu überglücklich. Irgendwie traute ich mich nicht Tsunade anzusehen, ich spürte die Gewitterwolke auch so. Sicherlich war sie heilfroh das ich lebte aber nicht das ich mich in solcher Gefahr gebracht hatte. Ich holte tief Luft, was mich aber mit großen Schmerzen bestrafte. „Tsunade, ich weiß du bist sauer auf mich, ich kann es wirklich verstehen, aber", sie unterbrach mich und schrie: „Was aber? Du hast dein Leben aufs Spiel gesetzt. Ist dir das klar?" Ich rieb mir gespielt genervt das Ohr. „Meine Güte du brauchst nicht zu schreien." Ich konnte auch laut sein, aber so? Sie schnaubte und ich sah im Augenwinkel wie sie die anderen rausdrängte.
    „Yoni wir reden später, ruh dich aus. Kakashi du kannst bleiben." Und schon waren sie weg. Ich blickte ihn an und bemerkte das immer noch Tränen seine Wangen hinab liefen.
    Ich hob meine freie Hand hoch, beugte mich zu ihm, auch wenn der Schmerz dabei unerträglich wurde und wischte ihm die Tränen weg.
    „Weinen steht dir nicht." Er sah mich verblüfft an.

    "Wechsel zu Kakashi"

    Ich konnte es nicht fassen. Sie war gerade dem Tod von der Schippe gesprungen und sie sorgte sich ob mir Tränen standen. Yoni lehnte sich zurück und lächelte mich an.
    „Hör auf", dabei verschwand ihr Lächeln und ließ einend traurigen Glanz in ihren Augen erscheinen.
    „Womit Kleines?"
    „Dir Vorwürfe zu machen Kakashi!"
    Überrascht blickte ich zur Seite. "Wie könnte ich mir keine Vorwürfe machen?"
    Ich blickte sie wieder an. „Woher wusstest du das ich in Gefahr war Kleines?" Nun sah sie weg und während sie sprach jagte mir ein Schauer über den Rücken. „Ich hatte einen Traum. Ich sah mich selbst, ich warnte mich, ich sollte jemanden helfen, bevor es zu spät ist. Als mein anderes Ich verschwand, gab sie mir auf einen Grabstein den Blick frei. Kakashi", dabei sah sie mich an. „Auf dem Grabstein stand dein Name, dass du auf einer Mission gestorben bist und das heutige Datum." Ich war sprachlos, unfähig mich zu bewegen. Für einige Sekunden hatte ich das Gefühl die Welt stünde still und nur noch mein Herz war das einzige was sich bewegte.
    Ein Gähnen unterbrach die Stille. „Kleines du solltest dich ausruhen." Sie strich sich über die Augen und legte sich hin. Ich sah auf ihren Bauch, dort war ihre Wunde. „Hast du große Schmerzen?" Sie grinste und drückte meine Hand mit der ich sie hielt. „Es geht, mach dir keine Sorgen." Ich beugte mich zu ihr. „Danke, Kleines. Für alles." Kopfschüttelnd erwiderte Yoni:
    „Ich habe dir zu danken, ohne dich wäre ich weitergegangen." Irritiert huschte eine Augenbraue hoch. „Wie meinst du das?"
    Doch sie kam nicht zu Antwort, denn sie war eingeschlafen. Verübeln konnte ich es ihr nicht. Ich schloss meine Augen und spürte die Wärme ihrer Hand. Es war schön, wie die Wärme durch meine Haut sickerte und mich von drinnen wärmte. Ich lehnte mich zurück und dachte über alles nach.
    Schon zweimal hatte sie mir das Leben gerettet und dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt hatte. Das zweite Mal wäre es fast dazu gekommen und ich hätte sie verloren. Unbewusst drückte ich ihre Hand und ich wusste um Yoni zu beschützen musste ich mich von ihr abwenden. Aber wie konnte ich das schaffen? Ich liebte Yoni so sehr und eine Minute ohne ihr war die reinste Hölle.
    Und doch es wäre egoistisch nur an mich zu denken, ich musste Yoni beschützen auch wenn es nur so ging. Ich entzog ihr meine Hand, zog die Maske hinunter und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Es tut mir so leid."
    Ich setzte meine Maske auf und ging zur Tür. Als ich auf dem Flur war, sah ich die anderen, ging aber an ihnen vorbei, nach Hause.
    Ich hatte mal gehört, dass wenn man seine große Liebe trifft sie nicht vorbei ziehen lassen soll, sonst wäre sie für immer verloren.
    Erschöpft legte ich mich daheim in mein Bett und dachte über diesen Satz nach, in meinen Fall musste ich Yoni ziehen lassen um sie zu beschützen.
    „Ich liebe dich Kleines, aber ich kann dir nicht nahe sein..."


    "Wechsel zu Yoni"

    Noch bevor ich richtig wach war, wusste ich, dass ich alleine im Zimmer war. Ich öffnete meine Augen, um Gewissheit zu bekommen. Wo war Kakashi?
    Ich setzte mich auf. Wie lange hatte ich geschlafen? Meine Hand glitt über den Verband an meinen Bauch. Der Schmerz hatte um einiges nachgelassen. Gerade wollte ich aufstehen, als mehrere Personen das Zimmer betraten. „Hoffentlich ist sie heute wieder wach.", sagte Naruto zu den anderen. Als sie mich sahen, hielten sie inne. „Yoni, du bist wach?", fragte Yamato überrascht. Ich war froh über den Besuch, aber nicht glücklich, da Kakashi nicht dabei war.
    „Warum sollte ich nicht wach sein?", fragte ich ein wenig frech. Yamato lachte und die anderen stimmten ein. „Du hast aber ziemlich lange geschlafen", sagte Yamato und kam zum Bett. Ich strich mir durch die Haare und fragte gespielt nebenbei: „Wie lange denn?" Es kam aber keine zu Wort, denn Naruto kam mir mit großen Schritten näher und sah mich durchdringend an.
    Was hatte der denn?
    „Alles in Ordnung bei dir, Naruto?" Er verschränkte die Arme. „Woher konntest du das Jutsu?" Meine Augenbrauen rutschten nach oben, was ging ihn das an? Auch wen wir blutsverwandt waren, ich musste mich doch nicht für das Jutsu rechtfertigen.
    „Welches Jutsu?", tat ich unwissend. Er verdrehte die Augen. „Na das Rasengan!"
    Ich kratzte mich am Kopf und verstand jetzt seine Neugier. „Ähm... mein Vater hat es mir beigebracht." Ich sah die Neugierde in den Augen der anderen aufblitzen. „Dein Vater? Woher konnte er das?", fragte Naruto. Ich antwortete nicht, da ich sah, wie die Tür geöffnet wurde. „Jiraya!", schrie ich freudig, sprang auf und umarmte ihn stürmisch. „Mein Gott, bist du groß geworden." Er befreite sich aus der Umarmung und betrachtete mich von unten nach oben. Er strubbelte mir nach einigen Sekunden durch die Haare. „Deine Haarfarbe ist so einzigartig wie immer." Ich wurde rot und sah zur Seite.
    „Woher kennst du Yoni?", wollte Naruto wissen. Ich lächelte.
    „Jiraya war der Lehrer meines Vaters." In Naruto schien eine Erkenntnis aufzuleuchten.
    „Ah verstehe, Jiraya hat deinem Vater das Rasengan beigebracht? Oder nicht?"
    Wie auf ein geheimes Stichwort fingen Jiraya und ich an zu lachen.
    „Nein...nein. Mein Vater hat es Jiraya beigebracht. Mein Vater hat doch das Rasengan entwickelt", brachte ich atemlos heraus. Ich merkte wie Yamato's Augen groß wurden. „Du bist die Tochter des vierten Hokages?"
    Ich nickte und allen (außer Jiraya) klappte die Kinnlade herunter. „Echt? Das ist ja cool", rief Naruto.
    Wenn er wüsste, dachte ich im Stillen. Laut sagte ich:„Hmh, kann sein." Mein Gedanken schweiften zu Kakashi. Wo er wohl war? War er vielleicht auf einer Mission? Ein sehnsüchtiger Seufzer entfuhr mir und ich bereute es augenblicklich, da alle mich fragend anstarrten. Aber zum Glück kam eine weitere Person herein, Tsunade.
    „Oh, Yoni du bist wach? Und wie ich sehe geht es dir besser."
    Ich grinste:„Ja, ich habe keine Schmerzen mehr." Tsunade sah die anderen an. „Ihr habt ihr nicht gesagt das sie knapp zwei Wochen nicht bei Bewusstsein war?" Ich erstarrte. Zwei Wochen? ZWEI WOCHEN?
    Schluckend legte ich meine Hand auf die Verletzung, Tsunade trat auf mich zu „Also ich untersuche dich jetzt und wenn alles in Ordnung ist kannst du gehen. Achja Yoni, tu so etwas nie wieder! Weißt du wie knapp du dem Tod entkommen bist?"
    Knapp? Ich war Tod gewesen, wäre Kakashi nicht gewesen. Argh, wo war er nur?
    "Hey, hey Yoni wenn alles in Ordnung ist, trainierst du mal mit mir? Vielleicht morgen?", fragte Naruto. Ich lächelte.
    „Gerne."

    Die Untersuchung ergab, dass es mir besser ging, ich konnte nach Hause, nur eine Narbe trug ich davon.
    Yamato, Naruto, Sakura und Sai begleiteten mich nach Hause, wobei mich Naruto die ganze Zeit volltextete. „Wo warst du eigentlich die ganze Zeit, Yoni?"
    Durfte ich ihm von einer anderen Welt erzählen? „Ähm, sagen wir mal nicht hier." Besser als nichts, dachte ich bei mir. Doch Naruto ließ nicht locker. „Und wo?" Ich verdrehte die Augen und schwieg. Als er merkte, dass ich nicht antworten wollte, fuhr er mit seinen Fragen fort.
    „Wie alt bist du?"
    „Man fragt eine Frau nicht nach seinem Alter, aber ich sag's dir, sonst nervst du mich, ich bin 24 Jahre alt."
    „Aha. Warum sind deine Haarspitzen rot? Färbst du sie?"
    Ich sah ihn entgeistert an. Meine Güte, was für Fragen stellte er nur? „Ähm, nein. Sie sind selber so. Meine Mutter hatte rote Haare. Ich glaub meine Gene konnten sich nicht für eine Haarfarbe entscheiden. Wenn ich jetzt das rote abschneide, kommen nach einigen Stunden wieder rote Spitzen in ca. 6 cm Länge. Frag nicht es ist einfach so." Ich verschränkte meine Hände und versuchte ein Gespräch mit Yamato anzufangen, doch Naruto ging dazwischen. „Hey, ich versuche das Rasengan, Jiraya hat es mir beigebracht, mit meinen Windelement zu manipulieren. Vielleicht kannst mit einen Tipp geben?"
    Interessant!
    „Den einzigen den ich dir geben kann ist, trainieren. Weißt du was? Ich zeig dir morgen beim Training, wie ich das Rasengan weiterentwickelt habe, ja?"
    Wir waren bei meiner Haustür angekommen und Naruto schien erfreut über die Aussage. „Echt jetzt?"
    „Versprochen. Danke fürs Heim bringen, bis morgen. Naruto, 10 Uhr Trainingsplatz und sei nicht zu spät."
    Ich drehte mich um, schlug die Tür hinter mir zu und lief die Treppe zu meiner Wohnung hoch. Ich achtete nicht auf meine Umgebung und lief prompt in jemanden hinein. Ich verlor mein Gleichgewicht und wäre nach hinten gefallen, hätte die Person mich nicht an der Hand festgehalten. Ich sah erschrocken in das Gesicht der Person und erkannte... Kakashi! Freudig wollte ich ihn umarmen, aber irgendetwas an seinem Blick hielt mich zurück. Er wirkte distanziert. Kakashi entließ meine Hand, ging an mir vorbei und meinte nur. „Pass das nächste Mal besser auf." Verwirrt starrte ich ihn an.
    „Bitte? Du hast auch nicht aufgepasst. Sag mal, welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?" Er drehte sich nicht mal um, sondern sagte verärgert: „Keine. Ich sage nur die Wahrheit. Pass einfach auf und sei nicht so gedankenversunken." Mit diesen Worten ließ er mich allein. Hatte ich mich geirrt oder ignorierte er mich? Er hatte ja auch jeden Augenkontakt vermieden. Ich zuckte die Schultern, vielleicht hatte er einen schlechten Tag. Ich lächelte und begann leise zu singen.
    Ich war froh zu Hause zu sein und vielleicht traf ich Kakashi morgen und er hatte bessere Laune. Das ich damit falsch lag, sollte ich morgen erfahren.

    "Der nächste Tag"

    Ich stand vor meinen Schrank und wusste nicht was ich anziehen sollte. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch 20 Minuten Zeit hatte. Minus zehn Minuten für den Weg, blieben mir nicht mal zehn fürs anziehen, schminken und Haare machen. Ich griff nach einer kurzen Hosen, die mir bis zu den Knien ging, ein bedrucktes Top und ein grauen Kapuzenpullover. Ich ließ den Reißverschluss des Pullovers offen und legte noch Kette um. Der Anhänger war ein kleines Herz aus grauen Stein, mit einem Stein in der linken Ecke. Ich kämmte mir meine Haare, band sie zu einem Pferdeschwanz und ließ mit meinen Pony schräg ins Gesicht fallen. Ich beugte meinen Kopf nach vorne und legte mir mein Stirnband um. Schnell legte ich noch Kajal und Mascara auf, schnappte mit meinen Mp3-Player und rannte aus der Tür. Auf dem Weg nach unten sah ich auf meine Armbanduhr... ich war zu spät dran. Ich hatte noch fünf Minuten, das hieß entweder ich lief den ganzen Weg und schaffte es doch rechtzeitig oder ich ging und kam zu spät. Ich entschied mich fürs erstere und schaltete ein schnelles Lied ein.
    „Da bist du ja Yoni", rief Naruto von weitem. Ich glaube, dass er das sagte, denn ich hatte die Musik laut aufgedreht. Ich bemerkte, dass nur Naruto und Yamato anwesend waren.
    „Hallo", schnaufte ich. Streckend sah ich beide an. „Worauf warten wir?"
    „Auf Kakashi.", sagte Yamato und betrachtete meine Reaktion. Meine Reaktion war, das mein Herz mir in die Knie rutschte und mir ein Teil meines Gehirns versuchte zu sagen, dass Kakashi sich so wie gestern verhalten wird: Distanziert.
    „Ich würde sagen wir fangen schon mal an, Kakashi wird eh später kommen. Wie immer!", seufzte Naruto und lenkte mich so von meinen Gedanken ab. „Na gut. Jutsu der Schattendoppelgänger." Neben mir erschien ein Doppelgänger von mir.
    Die beiden sahen mich neugierig an.
    Mein richtiges Ich machte ein Rasengan. „Weißt du Naruto, ich habe auch das Windelement, aber auch das Blitzelement. Als ich acht Jahre alt war, kam mir die Idee zur einer Kombination." Mein Doppelgänger blickte mich an und ich nickte. Sie bildete ein Chidori. Ich spürte einen bohrenden Blick in meinen Rücken, ließ mich aber nicht beirren. „Woher kannst du das Chidori, Yoni?" Ich grinste Yamato an und winkte nebenbei meinen Schattendoppelgänger zu mir. „Langes Training. Ich habe es mal bei Kakashi gesehen und dann kam mir die Idee." Sie legte ihre Hand mit dem Chidori über mein Rasengan und irgendwann ging es über. Das Rasengan sprühte jetzt von den Chidori förmlich. „Oh, Kakashi-Sensei sehen sie das?" Blitzartig drehte ich meinen Kopf zur Seite und erkannte Kakashi einige Meter hinter mir. Sein Blick war anerkennend und... sanft. Doch als er meinen Blick bemerkte, wurde er wieder distanziert. Unerklärlicherweise stieg Wut in mir auf, was hatte ich ihm angetan, dass er so abweisend war? Ich ballte meine Hände zu Fäuste und nun löste sich auch das Blitz-Rasengan auf.
    „Tolles Jutsu", sagte Kakashi kühl. Ebenso kühl murmelte ich ein Danke. Yamato und Naruto sahen zwischen uns hin und her.

    "Später..."

    Während Naruto trainierte standen Kakashi, Yamato und ich etwas abseits und beobachteten ihn. Obwohl Kakashi zwischen uns beide fünf Meter Abstand hielt. Langsam reichte es mir. Ich hatte ihm nichts getan. Als ich auf ihn zuging, um ihn zu Rede zu stellen, stolperte ich und landete direkt in Yamato's Arme. Es war mein Glück, dass wir nebeneinander gestanden haben. Mein Pech, dass Kakashi die "Umarmung" gesehen hatte. Er starrte in unsere Richtung und schien verletzt? Eifersüchtig? Ich konnte es nicht sagen. Ich wandte meine Aufmerksamkeit zu Yamato.
    Oh! Er war rot geworden. Auch wenn ich ihn nicht auf die Art mochte, süß war es allemal. „Danke", flüsterte ich und löste mich aus seinen Armen.
    Yamato und ich unterhielten uns, bis das Training zu Ende war. Das Kakashi uns beide die ganze Zeit beobachtete, bemerkte ich, schwieg aber.
    Als es vorbei war, verabschiedeten sich Yamato und Naruto von mir. Und als die beiden gingen, wollte Kakashi auch gerade gehen, doch ich ergriff seinen Arm und hielt ihn zurück.
    „Was soll das?", fuhr er mich an.
    In Ordnung, jetzt war ich definitiv sauer.
    „Was das soll? Sag mal, was soll das von DIR bitte? Für wie dumm hältst du mich? Denkst du ich merke nicht wie du mich ignorierst?" Kakashi wich zurück und sah mich traurig an.
    „Ich ignoriere dich nicht..." Humorlos lachte ich. „Und wie nennst du das dann?" Er kam wieder einen Schritt auf mich zu, doch diesmal wich ich zurück. „Kleines... Ich..."
    Ich war verletzt, er konnte mir nicht mal sagen, warum ich ihm auf einmal egal war. „Sag doch wenn meine Nähe dich stört oder du es nicht ertragen kannst. Aber du musst mich nicht so behandeln als wäre ich...", ich brach ab. „Ich, es tut mir leid", flüsterte er. Es sammelten sich Tränen in meinen Augen und bahnten sich ihren Weg. „Was tut dir Leid? Weißt du was mir Leid tut? Das ich dich so sehr mag, das ich dir nicht mal böse sein kann. Aber okay, ich habe es verstanden! Ich lasse dich in Ruhe!" Ich drehte mich mit diesen Worten um und lief weg. Und als würde der Himmel mit mir trauern wollen, fing es an zu regnen und spülte meine Tränen davon.
    „Kleines! Warte!", schrie Kakashi, doch ich dachte nicht daran. Ich lief und lief. Irgendwann blieb ich stehen und sah mich um. War ich etwa zum Friedhof gelaufen? Unbewusst ging ich zwischen den Grabsteinen hindurch, bis ich zu dem gelangte den ich suchte: Der meiner Eltern. Ich setzte mich davor, zog meine Beine an und legte meinen Kopf auf die Knie. Der Regen wurde für mich zu Nebensache, denn ich versank in meinen Gedanken.
    Hasste mich das Leben? Erst verlor ich meine Eltern, dann meinen Stiefvater und jetzt wollte Kakashi nichts mehr von mir wissen. Was hatte ich bloß getan? Ich blickte zum Himmel. „Warum?", flüsterte ich. „Warum verlassen mich alle, die ich über alles liebe?"
    Aber es kam natürliche keine Antwort...
    Ich wollte nur wieder das Achtjährige Kind sein, dass Eltern hatte und sich auf ihr Geschwisterchen freute.
    Meine Tränen begannen wieder stärker zu fließen.
    Kakashi... Wie sehr ich auch versuchte, ich konnte mein Herz nicht zwingen ihn nicht zu lieben. Ich würde ihn immer lieben.

    Ehrlich gesagt, ich weiß nicht wie lange ich so im Regen dagesessen habe. Vielleicht eine, zwei oder sogar drei Stunden?
    Meine Haare tropften und ich fror, durchnässt bis auf die Haut war ich auch. Langsam stand ich auf. Der Regen war leichter geworden, sowie meine Tränen. Hin und wieder kam noch eine, doch auch diese versiegten. Ich bewegte mich mit kleinen Schritten vom Grabstein weg und ließ einen Teil meines Kummers zurück, jedenfalls für den Augenblick...
    Zu Hause angekommen, zog ich mich um und legte mich ins Bett. Ich versuchte einzuschlafen, der Realität zu entfliehen, doch ich konnte nicht. Sie streckte immer wieder ihre Hände nach mir aus und zog mich zurück. Schwer seufzend setzte ich mich auf und strich mir über die rot verquollen Augen, die bereits wieder begonnen hatte zu Tränen...
    Wieviel konnte ein Mensch an Verlusten ertragen?
    Ich schüttelte energisch meinen Kopf. Was tat ich hier nur? Ich versank in Selbstmitleid. Ich musste an das Gute in meinem Leben denken, ich durfte nicht so werden wie Tobias, der mal zu Isabel's Mutter gesagt hatte:
    „Mama, ich mache mir große Sorgen um Isabel!" Ich hatte damals als Isabel vor der Tür gestanden und heimlich gelauscht.
    „Ich doch auch Tobias!", hatte meine Stiefmutter geantwortet.
    „Nein du verstehst mich nicht, ich mache mir Sorgen, was passiert wenn sie wieder einen Verlust durchmacht, sei es auch wegen eines Freundes der Schluss macht.", mein großer Stiefbruder klang panisch und ich hatte damals zusammengezuckt vor Erschrecken, denn ich hatte die Tragweite der Wörter verstanden. Er hatte Angst das ich meinen Verstand verlieren würde, dass ich depressiv würde.
    „Mom, du weißt ganz genau wie sehr sie sich verändert hat. Ja ich ich weiß wegen Papas Tod, ich weiß auch das sie sich die Schuld gibt, aber Mom, es ist jetzt zweieinhalb Jahre her. Ich hatte gehofft sie würde wieder ein wenig werden wie früher, aber nichts. Gar nichts. Ich würde sagen, wir schicken sie zu einem Therapeuten, auch wenn sie sich strikt weigert." Sekunden lang war Stille. „Ja du hast Recht, sie kann sich nicht ewig weigern."
    „Gut, denn ich habe Angst das sie zerbricht und ich glaube dann kann ihr niemand mehr helfen!" Ich hatte verstanden, was er damit meinte und dies war der Moment, in dem ich anfing etwas vorzugeben, was ich eigentlich nicht war...
    Ich wollte nicht das sich jemand Sorgen um mich machte. NIEMAND.
    Es klopfte an meiner Tür und ich setzte ein gefälschtes Lächeln auf.

    "Kakashi's Sicht"

    Ich hatte sie verletzt. Zutiefst verletzt. Ich rannte los und versuchte sie zu finden. Ich musste ihr alles erklären. Immer wieder gingen mir ihre letzten Worte durch den Kopf: „Das ich dich so sehr mag, dass ich dir nicht mal böse sein kann."
    „Das ich dich so sehr mag..." Stimmte das? Nachdem ich einige Stunden gerannt war und vergeblich gesucht hatte, kam Izumo auf mich zu gerannt. Mist, eigentlich wollte ich noch zum Friedhof und dort nachsehen. „Kakashi, Tsunade schickt mich. Du sollst zur ihr wegen einer Mission."
    Nicht jetzt!
    „Aber ich glaube du solltest dich erst einmal umziehen.", sagte Izumo grinsend. Für so etwas hatte ich eigentlich keine Zeit, aber ich konnte mich Tsunade ja schlecht widersetzten. Also nickte ich nur und machte mich auf dem Weg um mich umzuziehen und zu Tsunade zu gehen.
    Als ich bei meiner Wohnung war, klopfte ich auch bei Yoni an, doch niemand öffnete.
    „Mist! Mist! Mist!", fluchte ich immer wieder.
    Ich rannte zur Tsunade's Büro und blieb schwer atmend davor stehen. Ich klopfte an und vernahm Sekunden später ein „Herein". Langsam öffnete ich die Tür und wollte gerade eintreten als ich jemanden erblickte und erstarrte. Sie war auch Bewegungsunfähig. Meine Lippen formten lautlos ihren Spitznamen für sie, „Kleines". Keiner von uns sagte ein Wort, ich sah genauer hin und erkannte ihre geröteten Augen. Wütend biss ich mir auf die Lippe. Ich verdammter Idiot!
    Auch wenn sie versucht hatte mit Schminke ihre Augen zu kaschieren, funktioniert hatte es nicht ganz. Doch ehe ich weiter denken konnte, räusperte sich Tsunade geräuschvoll und lenkte unsere Aufmerksamkeit so auf sie. „Ihr habt euch glaube ich lange genug angestarrt." Ich wurde augenblicklich rot und im Augenwinkel sah ich, dass es Yoni nicht besser erging. „Also kommen wir sofort zur Sache. Ich habe euch beiden zur mir gerufen, da eine Mission ansteht und ich denke ihr beiden ergänzt euch gut. Und ein anderes Problem, dass momentan keine anderen Jonin's frei sind; sonst würde ich dich, Yoni, so kurz nach deinem Krankenhausaufenthalt nicht dazu beauftragen, aber leider muss ich jemanden schicken.", kurz hielt sie inne. „Ist schon in Ordnung, mir geht's gut."
    "Lügnerin", dachte ich nur. „Tsunade, ich kann doch auch ohne sie gehen. Yoni sollte sich wirklich noch ausruhen." Doch das war ein Fehler, Yoni drehte wütend ihren Kopf zu mir.
    „Ich glaube ich kann wohl am besten entscheiden, ob es mir gut geht oder nicht und ob ich auf die Mission gehen kann." Bevor ich etwas erwidern konnte schnitt Tsunade mir das Wort ab: „Also, ihr beiden geht zusammen auf die Mission, keine Diskussion mehr, verstanden? Die Mission ist, dass Akatsuki in der Nähe Konoha's gesehen wurde. Naja, Nähe ist übertrieben, sie wurden eineinhalb Tagesreisen entfernt gesehen. Geht dorthin und findet heraus was sie dort gesucht haben. Falls ihr auf sie trifft nimmt sie gefangen, nur im äußersten Notfall tötet sie, wenn es wirklich nicht anders geht! Nun geht!" Wir beiden nickten ohne Widerworte und gingen hinaus. Yoni ging stumm voran Richtung Konohator. Ich konnte nicht die richtigen Worte finden und sie schien auch mit sich zu kämpfen, doch irgendwann schien sie es nicht mehr auszuhalten. „Kakashi, du sollst mich nicht wie ein kleines Kind behandeln!" Verwirrt blickte ich sie an.

    "Yoni's Sicht"

    „Ich meine das vorhin bei Tsunade", sagte ich als ich seinen Blick bemerkte. Verlegen kratzte er sich am Kopf und mein Herz machte einen Satz, bei dieser simplen Bewegung. "Verdammt! Hör auf! Er hat mit doch deutlich gezeigt, dass er nichts von mir wissen möchte", sagte ich innerlich immer wieder.
    „Dir geht es nicht gut.", flüsterte er. Ich weiß nicht ob ich es hören sollte, aber ich tat es.
    „Mir geht es gut! Und jetzt, lass mich bitte in Ruhe."
    Und so vergingen weitere Stunden bis es Nacht wurde oder besser gesagt, Abend.
    „Ich glaube wir sollten hier ein Lager aufstellen", sagte Kakashi und ich nickte zustimmend. Nachdem wir es aufgeschlagen hatten, saß ich vor dem Lagerfeuer und starrte in die Ferne.
    „Du wirkst so abwesend!" Ich schreckte hoch und bemerkte erst jetzt, dass Kakashi sich neben mich gesetzt hatte. Unbewusst rückte ich ein wenig ab. „Und du scheinst einen doppelten Charakter zu besitzen."
    „Wie...? Ach ich verstehe."
    „Du verstehst?", fragte ich sarkastisch. „Bitte, lass es mir dir erklären... bitte!"
    Überrascht sah ich ihn an. Er flehte ja beinah schon.
    „Ich habe dich nicht ignoriert weil ich dich hasse. Sondern... du hast zweimal mein Leben gerettet und dabei deines immer aufs Spiel gesetzt. Ich konnte einfach keinen anderen Weg sehen, als dich zu ignorieren. Du hättest sonst irgendwann dein Leben verloren, um mich zu beschützen. Wenn ich dir aber vorgemacht hätte, dass ich dich hasse, dann hättest du dich irgendwann abgewandt und nicht dein Leben geopfert." Sprachlos starrte ich ins Feuer und verdaute seine Worte. Aber jetzt musste ich ihm etwas sagen. „Kakashi... ohne dich
    wäre ich aber nicht mehr am Leben." Jetzt war es an der Zeit das er mich sprachlos ansah. „Als ich von dem Katana durchbohrt wurde. Ich... ich wachte auf einer Brücke auf, ohne Schmerzen. Ich ging an das Ende der Brücke, aber ich spürte das irgendjemand meine Hand hielt. Ich ignorierte es aber und ging einfach weiter, bis mich eine Stimme aufhielt, es war mein Achtjähriges Ich. Sie meinte, ich hätte sie gedanklich geschaffen, doch jemand anderes hält mich zurück und seinen Druck spürte ich die ganze Zeit. Wie du meine Hand hieltest, hieltest du auch ihre. Kakashi es warst du, der mich nicht gehen lassen wollte, ohne dich wäre ich Tod gewesen." Er war immer noch sprachlos, aber langsam gewann er seine Fassung wieder. „Meinst du das Ernst?"
    „Ich würde wegen so etwas nicht lügen...", sagte ich gekränkt. Er schien es zu bemerken, denn er rückte näher uns streckte seine Hand aus. Allerdings rückte ich weg, noch war ich wegen allem gekränkt. Er hätte mir seine Sorgen anvertrauen sollen.
    „Kleines...", begann Kakashi, unterbrach sich aber, da es wie aus Kübeln begann zu regnen.
    Wütend starrte ich zum Himmel. Hatte es denn nicht genug geregnet? Seufzend wendete ich meinen Blick zu dem Zelt, dass wir vorsichtshalber aufgebaut hatten. Kakashi hatte meinen Blick gefolgt, denn er sagte: „Lass uns ins Zelt gehe und schlafen legen. Es scheint so, als würde es dauern bis der Regen aufhört." Ich nickte nur. Als wir im Zelt waren, schlüpfte ich unter meine Decke und kehrte Kakashi den Rücken zu. War es egoistisch von mir, ihm nicht zu verzeihen zu können? Egoistisch, weil ich nicht über meinen Schatten springen konnte?
    Schlussendlich schlief ich ein.

    "Traum"

    Wieder stand ich im Hausflur, wieder lagen da meine Familien, sowohl Isabel's als auch meine Wirklichen.
    Tod und Bewegungslos...
    Wieder bekam ich das Gefühl des Verlassen seins.
    Mir liefen Tränen über die Wange, wie oft hatte ich in letzter Zeit geweint?
    Ich konnte nicht mehr, hier musste doch irgendwo Leben sein! Nicht mehr auf die Personen achtend ging ich zur nächsten Tür und als ich eintrat, schrie ich auf, denn dort lagen alle Freunde von Isabel, Tod...
    Doch plötzlich verschwamm der Traum vor meinen Augen und ein neuer bildete sich. Ich stand wieder im Hausflur, jedoch diesmal war er nicht mit Leichen übersät, trotzdem bekam ich wieder dieses Gefühl, dass ich hier allein war.
    War ich wirklich so allein?
    Als würde jemand meine Worte bestätigen, tauchten vor mir Personen auf: Naruto, Sakura, Yamato, Sai, Jiraya, Tsunade...
    Ja, ich hatte Menschen verloren, doch ich hatte auch welche gefunden. Man konnte keine Menschen ersetzen, doch man konnte neue in sein Herz lassen.
    Ich blickte mich suchend um, eine Person fehlte doch!
    „Kakashi?" Langsam ging ich durch den Raum und suchte ihn.
    Da!
    Er hatte sich an die Wand gelehnt und betrachtete mich mit aufmerksamen Augen, äh mit einem aufmerksamen Auge.
    „Kakashi..." Der Angesprochene blickte zur Seite, doch ich legte meine Hand auf seine Wange und drehte seinen Kopf zu mir. Sein Auge war merkwürdig, es zeigte Schmerz, Verlust, ein bedrückendes Gefühl.
    Und dann verstand ich...

    "Traum Ende"

    Noch bevor ich meine Augen aufschlug, spürte ich einen Arm um meine Hüfte und wusste wessen Arm es war. Ich setzte mich auf, wobei der Arm auf meinen Schoß rutschte und betrachtete Kakashi, der durch meine Bewegung aufgewacht war.
    „Äh, ich kann das erklären, du warst so unruhig im Schlaf", sagte er und setzte sich ebenfalls auf. Ich schüttelte den Kopf und umarmte ihn. „Du bist nicht allein", flüsterte ich.
    Ich hatte es verstanden. Ich war nicht der einzige Mensch der geliebte Menschen verloren hatte. Kakashi hatte seinen Vater, besten Freund, seinen Lehrer, Teamkameradin... alle verloren!
    Ich hatte die ganze Zeit meine Verluste gedacht und niemals an andere. Kakashi kannte meinen Schmerz, wie kein anderer. Und doch hatte ich egoistisch gehandelt, er brauchte auch Trost, vielleicht sogar mehr als ich.
    Jetzt verstand ich auch sein Handeln gegenüber mit, denn wenn du viele Menschen verlierst, willst du nicht noch mehr verlieren.
    „Es tut mir Leid", sagte ich mit brüchiger Stimme. „Was tut dir Leid Kleines?", fragte er verständnislos. „Alles...", antwortete ich. Er zog mich näher an sich. „Dir muss rein gar nichts Leid tun."
    „Oh doch. Ich war dumm, du hast auch Menschen verloren. Ich habe es aber verdrängt und nur an mich gedacht."
    „Kleines...", fing er an, doch ich unterbrach ihn, indem ich meinen Kopf zurück zog und ihn betrachtete. „Nein... ich habe mich einfach dumm verhalten..." Lange sahen wir uns in die Augen und ich spürte mit jeder Sekunde wie sehr ich ihn liebte, das Problem dabei war nur, dass ich wusste, dass ich nicht wusste wie er fühlte. Trotzdem streckte ich instinktiv meine Hand aus, legte sie an seine Wange, wo sie aber nur kurz verweilte, weil ich langsam seine Maske runterzog. Unsere Lippen kamen sich immer näher, bis sie sich schlussendlich berührten. Ich weiß nicht wie lange wir uns küssten, ich weiß nur, dass es wunderschön war. Als wir uns trennten, beugte sich Kakashi vor und flüsterte an mein Ohr: „Ich liebe dich." Mein Herzschlag ging noch schneller bei diesen Worten und ich flüsterte zurück: „Ich liebe dich auch."
    Er grinste nur und küsste mich wieder, diesmal leidenschaftlicher...
    Ein Lächeln huschte über meine Lippen als ich am nächsten Morgen aufwachte. Ich hatte mich eng an ihn gekuschelt und er hatte seinen Arm wieder um meine Hüfte gelegt. Vorsichtig drehte ich mich um, nur um zu bemerken, dass er schon wach war. „Guten Morgen, Kleines." Immer noch grinsend gab ich ihm einen Kuss. „Guten Morgen, Großer." Wir lachten.
    Er strich mir sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ich glaube, wir müssen uns langsam auf den Weg machen."
    Es stellte sich heraus, Akatsuki war nie in diesem Dorf gewesen und als wir zurück zu Tsunade gingen, hieß es, dies war nur eine "Übungsmission". Doch als wir aus dem Raum gehen wollten und Kakashi meine Hand ergriff, sagte Tsunade: „Wusste ich doch, dass es klappt!" Naja, soviel zur Übungsmission.
    Als wir aus dem Gebäude gekommen waren, lehnte ich mich an die Wand und grinste. Kakashi grinste ebenfalls und stellte sich vor mich. „Woran denkst du Kleines?" Mein Grinsen wurde breiter. „Naja Übungsmission?" Lachend kam er näher und legte seine Hände an meine Hüfte. „Ich glaube nicht das es eine war." Ich schlang meine Arme um seinen Hals. „Und was war es für eine?"
    „Verkupplungsmission!" Ich zog eine Augenbraue nach oben. „Und es hat funktioniert." Meine eine Hand bewegte sich wieder zu seiner Maske, manchmal nervte mich das Teil, doch es gehörte zu Kakashi. Als meine Finger gerade dabei waren sie runterzuziehen, sah ich mehrere Personen einige Meter entfernt stehen.
    „Was ist?", fragte Kakashi, als er merkte, dass ich in der Bewegung inne gehalten hatte. „Ich glaube wir werden beobachtet."

    "Kakashi's Sicht"

    Ich drehte mich um und sah Naruto und die anderen. Nebenbei bemerkte ich, wie Yoni sich neben mich stellte.
    „Ich sagte doch sie kommen zusammen!", schrie Naruto und Sakura nickte zustimmend. Verlegen sah ich zur Seite. "Was geht ihnen mein Liebesleben an?", dachte ich bei mir. „Meine Güte Naruto. Warum machst du nicht gleich ein Schild mit: Kakashi und Yoni sind zusammen, und rennst mal zu den anderen Dörfern, die haben dich wahrscheinlich noch nicht gehört.", sagte Yoni mit etwas genervter Miene, doch entspannte sie sich schnell und fing an zu lachen. Wir anderen stimmten nach einigen Sekunden ein. „Also seid ihr wirklich
    zusammen?", fragte Sakura. Im Augenwinkel merkte ich, dass Yoni's Mundwinkel zuckten und ich ahnte jetzt müsste eine eher fiese Antwort kommen. „Ja, Sakura.", sagte ich daher rasch. „Kommt schon Leute, wir müssen zu Tsunade", meinte Yamato und lächelte uns im vorbeigehen zu. "Danke!", dachte ich nur.
    „Du bist gemein Kakashi.", schmollte Yoni. „Hmh?", machte ich verwirrt. „Du kennst mich zu gut. Du wusstest, dass die Antwort gegenüber Sakura nicht so nett ausfallenl wird."
    Schmunzelnd ergriff ich ihre Hand und zog sie zu mir nach Hause.

    "Epilog"
    (Ungefähr ein Jahr später)

    Sie hatte sich mit dem Rücken zu mir gestellt und blickte auf Konoha. Ich ging zur ihr und legte meine Arme um sie. „Hey", sagte Yoni nur und ich platzierte mein Kinn auf ihren Kopf. „Na, wie war das Training mit Naruto, Kleines?" Sie hatte, kurz nachdem wir zusammen gekommen waren, ihm erzählt das sie Geschwister waren. Naruto war überrascht gewesen, doch schlussendlich hatte er sich riesig gefreut.
    „Gut und was hast du gemacht?"
    Ich lächelte. „An dich gedacht." Sie stieß mir ihren Ellenbogen leicht in die Seite und lachte. „Du schmeichelst mir." Ich zog sie näher zu mir. „Dafür brauchst du mich nicht zu hauen."
    „Das zeigt nur meine Zuneigung.", erklärte sie mir, immer noch lachend.
    Während sie lachte, kam mir eine Erinnerung, die ich wohl nie vergessen werde.
    "Flashback"
    „Kakashi, danke.", sagte sie unvermittelt.
    „Wofür?" Sie hatte ihren Kopf auf meine Brust gelegt, drehte ihn aber dann zu mir und sah mich glücklich an.
    „Ich hatte immer das Gefühl gehabt, in tausend Stücke dazuliegen und niemand wird es je schaffen sie wieder zusammenzusetzen. Aber du hast es geschafft Kakashi." Ein Glanz erschien in ihren Augen, trotzdem fuhr sie fort. „Du hast dem kleinen Löwen sein Herz wiedergegeben, indem Moment als ich dich traf. Ich liebe dich Kakashi." Sanft strich ich ihr die Träne fort, die sich aus ihrem Auge stahl. „Und du bist das Wichtigste in meinem Leben. Ich könnte nicht ohne dich leben." Ihre Lippen legten sich sanft auf meine.
    "Flashback Ende"

    "Ungefähr 7 Jahre später"
    (Wieder stehen die beiden auf dem Hokagefelsen)

    „Die Jahre sind sehr schnell vergangen, nicht Kakashi?", fragte Yoni. Ich legte meinen Arm um ihre Taille und zog sie zu mir. „Und mit jeden Tag wird meine Liebe zur dir größer", sagte ich liebevoll. Meine Frau lachte und kam mir mit ihren Gesicht näher, sodass uns nur noch 2-3 cm trennten. „Ich liebe dich auch, so sehr." Ihre Hände glitten zur meiner Maske, zogen sie runter und sie küsste mich. Erst zärtlich, dann immer leidenschaftlicher. „Papa, Mama! Hört auf!", riefen zwei Stimmen. Yoni und ich ließen voneinander ab und sahen unsere Söhne an, die unsere Tochter in die Mitte genommen hatten. „Papi!", schrie sie und lief auf mich zu. Ich nahm sie auf den Arm und lächelte. „Na meine Süße." Ich kitzelte sie ein wenig und quietschend vergrub sie ihren Kopf in meiner Weste. „Papa, Natsuki ist richtig vernarrt in dich", meinte einer unserer Söhne, Minato. Wir hatten ihn nach Yoni's Vater benannt, wie wir denn anderen nach meinen Vater benannt hatten, Sakumo. Die beiden waren Zwilling. Minato hatte aber blonde Haare und Sakumo graue. Als wir die beiden, heute sechsjährigen, zum ersten Mal nach der Geburt gesehen hatten und ihre unterschiedlichen Haarfarben, hatte Yoni die Idee sie so zu nennen.
    Geistesabwesend setzte ich Natsuki, sie war vor kurzem drei geworden, auf meine Schulter.
    „Meinst du vernarrt ist nicht ein wenig zu extrem?", fragte Sakumo seinen Bruder. Er war eher der ruhigere von den beiden, aber sie waren ein perfektes Team, sowohl im Alltag als auf Missionen. Minato schüttelte nur den Kopf und deutete auf seine Schwester. „Suki ist halt ein richtiges, damit meine ich richtiges, Papakind, Sakumo." Yoni sah mich an und zwinkerte mir zu. Das Thema hatten wir auch schon, Yoni hatte nur gesagt, sie könnte Suki verstehen, dass sie in ihren Vater so vernarrt ist.
    Ich gab Yoni einen Kuss, was mir ein genervtes Stöhnen auf der Seite meiner Söhne einbrachte.
    „Kommt lasst uns nach Hause gehen, ihr beiden müsst morgen doch auf eine Mission." Die Zwilling nickten und liefen schonmal voraus. Sie waren schon Chunins.
    Yoni ergriff meine Hand und ich ließ unsere Tochter wieder auf den Boden, die ihren Brüdern hinterherlief. „Komm Suki, wer zuerst zu Hause ist", rief Minato.
    „Jaaa!", kreischte Natsuki fröhlich.

    Am Ende war doch alles gut geworden...

    The End:)

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