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Kleiner Löwe wo ist dein Herz? (2) Naruto

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10 Kapitel - 10.798 Wörter - Erstellt von: Ida-93 - Aktualisiert am: 2011-04-15 - Entwickelt am: - 5.918 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 7 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Also, hier ist der zweiter Teil der Geschichte.
Leider ist das Ende noch nicht dabei, da ich in letzter Zeit nicht dazukam es zu schreiben, doch jetzt habe ich wieder Zeit und werde es dieses Wochenende schreiben und nächste Woche hochladen...:)
Ich hoffe sie gefällt euch trotzdem bis hierhin und viel Spaß beim Lesen.
Achja, danke an meine Beste Freundin das sie es wieder berichtigt hat: D obwohl du keinen Schimmer von Naruto hast und somit echt manchmal nicht wusstest was ich mit Jonin, Kunai und so meinte... ;D

    1
    (Achja, die Geschichte spielt nur kurz in der anderen Welt, eigentlich spielt sie sich mehr in Konoha ab.)

    <Kakashi ich möchte das du sie holst>, sagte der Hokage der fünften Generation. Der Jonin wurde hellhörig. <Welche "sie" soll ich holen, Tsunade?" Ein Lächeln huschte über das Gesicht der Frau.
    <Yoni Namikaze sollst du holen. Ich finde es ist langsam Zeit. Sie müsste um die 24 Jahre alt sein. Aber hier drüben ist sie erst 16 - 17 Jahre alt. Vergiss nicht, ihr Gedächtnis wurde ihr genommen. Doch nicht ganz, es wurde mit einem Jutsu geblockt, du musst es lößen. Dann wird ihr Körper auch dementsprechend zu einer 24-Jährige. Meinst du, du kannst es schaffen?>
    Kakashi war glücklich. Endlich,... endlich konnte er yoni wieder zurück holen. <Achja, sie hat einen anderen Namen. Du musst sie zuerst Isabel nennen, da dies ihr Name in der Welt ist. Du gehst in zwei Stunden los, in Ordnung?>
    <Ja>
    Er verbeugte sich ein wenig und ging hinaus. Kakashi konnte sein Glück kaum fassen. Er durfte Yoni holen.
    <Kleines, ich komme!>

    "Zur selben Zeit, in der anderen Welt"

    <Isabel, möchtest du wirklich nicht mitkommen?>, fragte ihre Mutter. Sie hatte ihren Kopf zur Tür reingesteckt und sah jetzt ihre Tochter an. <Nein, Mama. Ich habe keine Lust auf Kino. Ich habe mir heute so oder so ein Buch ausgeliehen und möchte es zu Ende lesen. Ich wünsche euch viel Spaß.>, sagte sie und hob das Buch wieder hoch zum Lesen. <Einverstanden. Aber wenn was ist, ich habe mein Handy dabei.>
    <Mhm>, machte das Mädchen nur. Ihre Mutter seufzte und ging weg. <Mama, kommt Isabel mit?>, hörte das Mädchen ihre kleine Schwester fragen. <Nein, sie möchte nicht. Na los komm schon, Thomas wartet schon im Auto. Tschüss Isa, bis später Liebling.> Sie seufzte und blätterte die Seite um. Doch sie konnte kein einziges Wort lesen, denn es klingelte an der Tür. <Oh mein Gott, jetzt sag mir nicht die haben etwas vergessen. Hoffentlich ist es etwas wichtiges>, schimpfte das Mädchen, während sie zur Tür ging. Ohne überhaupt nachzudenken riss sie die Tür auf und sagte etwas genervt: <Habt ihr etwas vergessen?> Erst dann sah sie hoch und war geschockt. Da stand niemand von ihrer Familie, sondern ein ihr fremder Mann. <Oh, Entschuldigung. Ich dachte Sie wären jemand anderes. Möchten Sie etwas?> Das Mädchen war erstaunt. Der Mann sah merkwürdig aus. Über seinen Mund und Nase war eine Maske. Ein Stirnband ging ihm über sein rechtes Auge (aus der Sicht des Mädchens). Einzig und allein sein linkes Auge war frei. Aber was sie erstaunte war seine Haarfarbe, sie war grau, der Mann konnte aber nicht älter als höchstens 30 sein. <Ich möchte mit dir reden... Isabel>, sagte der Mann.
    <Und Sie sind?>, fragte sie vorsichtig. <Ach entschuldige, mein Name ist Kakashi Hatake.> Er lächelte soweit man es wegen der Maske beurteilen konnte. Aber das Mädchen hatte ganz andere Sorgen, sie bekam plötzlich starke Kopfschmerzen. Sie fasste ihre Hände an ihren Kopf und schwankte. <Isabel? Isabel? Was ist los?> Ihr wurde schwarz vor Augen und das Mädchen wartete auf den Schmerz, wenn sie auf den Boden fiel, doch er blieb aus, denn Kakashi fing sie auf. Bevor sie das Bewusstsein verlor hörte sie ihn noch sagen: <Kleines?>. Warum kam ihr das so bekannt vor? Dieser Name Kakashi und das Wort <Kleines>. Was war nur los?

    Kakashi nahm sie auf den Arm, trug sie ins Haus und steuerte das Wohnzimmer an. Langsam und sanft legte er sie aufs Sofa. Er strich ihr übers Haar. <Kleines… es tut mir Leid. Ich wusste nicht, dass du so reagierst.> Er zog seine Hand abrupt zurück als er bemerkte das ihrer Augen sich bewegten und sich dann aufschlugen. <Was ist passiert?>, fragte sie.
    <Du bist kurz ohnmächtig geworden.> Sie zuckte, als sie seine Stimme hörte. <Was willst du von mir?> Warum verspürte sie keine Angst, warum hatte sie das Gefühl ihn zu kennen?
    <Ich möchte nein, wir möchte, dass du zurückkommst!> Das Mädchen sah ihn irritiert an. <Wohin soll ich kommen? Und wer möchte das?> Kakashi sah sie sorgenvoll an, wie viel konnte man ihr überhaupt zutrauen, ohne das sie ohnmächtig wurde? Vorhin hatte es nur seinen Namen bedurft. <Isabel, hör mir erstmal zu, bevor du etwas sagst.> Kakashi sah sie bittend an, dass Mädchen nickte und er fuhr fort: <Also wie gesagt, wir möchten das du zu uns zurückkommst. Wir, sind Konoha. Du, Isabel, kommst daher. Ich weiß du denkst du kommst aus dieser Stadt, das sind deine Eltern und deine Familie. Aber das stimmt nicht, du kamst aus einer anderen Welt. Wir haben dich hier hin gebracht, als du 8 Jahre alt warst. Du warst gefährdet, also brachten wir dich hierhin, verwandelten dich in ein Baby zurück, löschten dein Gedächtnis und setzten ein Jutsu ein, dass diese Familie denkt, du seiest ihr Kind. Dein Name ist nicht Isabel…>, er hielt inne. Die Augen des Mädchens waren groß. <Das ist doch unmöglich…> Sie stand auf, ging hin und her. Plötzlich blieb sie stehen und sah Kakashi an, der Platz auf den Sofa genommen hatte. <Was für eine Gefahr? Warum musste ich hier hin? Oh mein Gott, was sage ich da? Warum vertraue ich dir so sehr? Ah, ich bin verwirrt!> Sie strich sich durch die Haare. <Du warst gefährdet, da du eine besondere Gabe hast.> Er bemerkte wie das Mädchen den Kopf ein wenig schräg legte und ihn fragend musterte. <Und die Gabe wäre?>
    <Warte.> Er stand auf und ging zur ihr hin. <Ich kann dir das nicht sagen. Du musst dich vorher entscheiden, ob du dein richtiges Gedächtnis zurück haben möchtest oder nicht. Ach, ich vergaß zu erzählen. Ich sagte ja vorher du seiest 8 Jahre alt gewesen und wenn ich dir das Gedächtnis zurückgebe, dann wirst du auch deine richtigen Körper zurückbekommen. Du wirst dann 24 Jahre alt sein. Deine Haar- und Augenfarbe wird auch anders sein.> Kakashi hielt den Atem an, jetzt konnte sich das Mädchen gegen Konoha entscheiden. Doch sie lächelte Kakashi sanft an. <Ich möchte es zurück, denn wenn ich jetzt einen Rückzieher mache, dann werde ich es immer bereuen.>
    Er legte glücklich eine Hand auf ihren Kopf. <Okay, das könnte jetzt wehtun. Aber keine Sorge ich bin bei dir.> Er schloss die Augen und sah eine große Mauer vor sich, die er niederreißen musste. Kakashi schlug auf sie ein und schnell bekam sie einige Risse. Nebenbei bemerkte der junge Mann wie das Mädchen unter seiner Hand zuckte. Als die Mauer niedergerissen war öffnete er seine Augen und sah eine bildhübsche junge Frau vor sich. Sie hatte blonde Haare, deren Spitzen ca. 6cm rot waren. Ihre blauen Augen sahen ihn glücklich und fröhlich an. <Yoni?>, fragte Kakashi vorsichtig. Die junge Frau kicherte. <Was ist los Kakashi, sonst nanntest du mich doch immer Kleines!> Er wollte ihr antworten, doch Yoni umarmte ihn. <Danke Kakashi.> Der Mann war überrascht, aber glücklich. <Nichts zu danken Kleines. Dennoch, wir müssen jetzt gehen.> Plötzlich spürte er, wie Yoni in seinen Armen wegsackte. <Kleines?> “Verdammt“, dachte der junge Mann. Es hatte sie wohl mehr Kraft gekostet, als er gedacht hatte. Er legte sie kurz auf das Sofa und machte einige Fingerzeichen. Kakashi löste das Jutsu, dass die Familie glauben ließ das Yoni ihre Tochter war. Dann formte er andere Fingerzeichen, um wieder in seine Welt zu kommen. Er nahm Yoni auf den Arm und ging durch den Spalt, der sich geöffnet hatte.

    2
    Als sie hindurch geschritten waren, schloss er sich. Sie waren in einem Wald, mindest eine Tagesreise von Konoha entfernt. Seufzend lehnte er Yoni sitzend an einen Baum. Kurz sah er sich um und ging zu einem umgestürzten Baum, wo er seine Tasche versteckt hatte. Er nahm sie und trug sie zu Yoni, daraus holte Kakashi eine Decke und legte sie um die junge Frau.
    Einige Minuten später öffnete sie ihre Augen und sah sich irritiert um. <Wo bin ich?> Kakashi der sich neben sie gesetzt hatte, kam in ihr Blickfeld. <Ungefähr eine Tagesreise von Konoha entfernt.> Ihre Augen wurden groß. <Wirklich? Auf was warten wir dann noch!> Sie stand abrupt auf, doch schwankte ein wenig. <Ich glaube wir warten noch ein bisschen.> Sie setzte sich wieder neben Kakashi. <Geht es dir besser?> Yoni nickte.
    <Ja, mir ist nur gerade ein wenig schwindlig geworden. Wir können gleich losgehen.> Er winkte ab. <Es eilt nichts. Ruh dich erst ein bisschen aus, dann sehen wir weiter.> Yoni lächelte ihn an, lehnte den Kopf zurück und schloss die Augen. <Merkwürdig, heute morgen war ich in der Schule und jetzt sitze ich hier, und weiß das dies mein richtiges Leben ist.> Kakashi sah sie an. <Bereust du es Kleines?>, fragte er. Yoni öffnete ihre Augen und sah ihn an. <Nein, dass ist das Leben das ich immer schon wollte. In meinen Leben als Isabel hat mir immer schon etwas gefehlt, nur… ich konnte nie zuordnen was. Jetzt weiß ich es aber, ich habe mein Leben hier vermisst. Ich freue mich alle wieder zu sehen. Obwohl sie jetzt alle erwachsen sind, wie ich. Komisch es fühlt sich an als wäre ich mit einem Schlag 24 geworden, also von 8 Jahren. Mein Gott, das erste was ich machen werde, wenn wir in Konoha sind, ist shoppen gehen. Ich brauche dringend neue Klamotten.>, lachte sie. Kakashi schmunzelte, doch bedachte sie mit einem genaueren Blick. Sie trug eine dunkelblaue Jeans, darüber ein paar dunkelbraune Stiefel, mit ein wenig Absatz, ein weißes Top und ein brauner Schal rundeten das Outfit ab. <Ich finde deine jetzigen Klamotten aber auch hübsch>, sagte Kakashi. Yoni wurde rot und sah verlegen zu Boden.
    <Danke>, flüstere die junge Frau.
    Lange Zeit sagte niemand von den beiden etwas. Irgendwann bemerkte Kakashi das Yoni die Augen zufielen, aber sie dagegen ankämpfte. <Kleines? Schlaf ruhig. Wir gehen morgen los. Es eilt nicht, wie gesagt.> Er schnappte sich die Decke, die auf den Boden gefallen war und gab sie Yoni. <Deck dich zu, sonst erkältest du dich. Schlaf gut.> Sie nahm die Decke wortlos und schloss die Augen. Einige Minuten später konnte man ihr gleichmäßiges Atmen sehen. Kakashi blieb wach und hielt Wache. Nach einiger Zeit begann Yoni sich im Schlaf unruhig zu bewegen und einige unverständliche Worte zu murmeln. Kakashi rückte ein wenig näher um sie zu verstehen. <Nei…n sie können doch nicht tot sein. Mama…Thomas…Melli… Papa?> Er bemerkte das ihr Tränen über die Wangen liefen. Schon wollte er sie wecken, aber plötzlich schrie die junge Frau. <Tobias!>, und wachte dabei auf. Sie atmete stockend und Schluchzer waren zu hören. <Kleines?>, fragte Kakashi zaghaft. Die Angesprochne drehte den Kopf zu ihm. Er erschrak, ihre Augen zeigten so viel Schmerz und Trauer. <Es war nur ein Traum, aber er wirkte so real.>, sagte sie.
    <Doch, lass uns gehen.> Yoni stand auf und sah ihn an. Kakashi verstand, sie mochte nicht darüber sprechen und er es zu akzeptieren. <In Ordnung, na los.> Er packte schnell noch seine Decke in den Rucksack, schulterte sie und lief los.
    Schweigend liefen sie einige Stunden nebeneinander. Kakashi warf ihr gelegentlich einen Blick zu und sie tat so, als würde sie es nicht sehen. Doch nach einiger zeit wurde es ihr zu dumm. >Entweder du fragst, was los ist oder du starrst mich nicht so an! < Er sah sie erstaunt an. >Na gut, was ist los? Wovon hast du geträumt, dass du so schreist?> Ihr Blick heftete sich auf den Boden vor sich und sie begann zu erzählen: >Weißt du, dieser Traum verfolgt mich schon ein paar Wochen. Ich komme von der Schule und ich bekomme das beklemmte Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Also gehe ich langsam ins Haus und da sehe ich plötzlich meine Eltern, nein ich sehe meine beiden Eltern, meine leiblichen und Isabels. Bis jetzt wusste ich nicht, wer sie sind, aber jetzt weiß ich, dass es meine leiblichen sind. Kakashi, sie liegen tot am Boden, umgeben von Blut.> Yoni war stehen geblieben, ihre Augen waren weiterhin auf den Boden gerichtet. <Aber lass es uns vergessen. Es ist nur ein Traum, nicht die Wirklichkeit.> Unsicher hob sie ihren Blick und sah ihn glücklich an. Aus einem reinen Impuls heraus ging kakashi die wenigen Schritte auf sie zu und nahm sie in die Arme, auch Yoni schlang ihre Arme um ihn. Sie merkte wie ihr wieder Tränen in die Augen stiegen, deshalb löste sie die Umarmung und wischte sich verstohlen über die Augen. <Lass uns weitergehen. Komm, ich freue mich Konoha zu sehen.> Sie ging an ihm vorbei, Richtung Dorf und erinnerte ich an die Worte ihrer besten Freundin: <In manchen Momenten könnte man meinen, du wärst gefühllos. Du lässt niemanden so schnell an dein Herz. Sie hatte damals als Isabel dazugesagt: <Ich weiß selber nicht, warum ich das mache. Oder wie Tobias immer sagt: <Kleiner Löwe, wo ist dein Herz?> Lisa hatte angefangen zu lachen. <Er hat so was von Recht.>
    Yoni blinzelte mehrmals, um den Gedanken abzuschütteln. Trotzdem gab sie ihrer besten Freundin Recht, sie ließ niemanden so schnell an sich ran.
    <Kakashi-Sensei, sie sind wieder da. Endlich können wir weitertrainieren>, schrie ihnen jemand entgegen. Erst dann bemerkte Yoni, das sie nicht mal mehr als 25 m entfernt von dem Konoha Tor waren. Ihnen kamen zwei Jugendlich entgegen: Ein Mädchen, mit pinken Haaren und ein Junge, mit blonden Haaren. Als die beiden vor ihnen stehen blieben hielt Yoni die Luft an. Denn der blonde Junge hatte einen Biju Geist in sich. Das war Yoni’s Gabe, sie konnte Biju Geister in anderen Menschen sehen. Sie konnte sogar erkennen welcher Biju es war. Aber nicht das war der Grund warum Yoni die Luft anhielt. Sie atmete, so aus als wenn es Winter wäre, einen Eisatem. Dies tat sie die ganze Zeit in der Nähe eines Biju’s und sie wusste auch nicht, wie sie es abstellen konnte. Wie oft hatte Yoni es damals mit ihrem Vater geübt und doch nicht geschafft? Yoni sah noch einmal zu dem Jungen. Er trug den Neunschwänzigen in sich, also musste er Naruto sein.
    Ihr kleiner Bruder!
    <Kakashi-Sensei, wer ist denn diese Frau da?>, fragte er prompt. Langsam konnte Yoni nicht mehr die Luft anhalten. <Naruto, Sakura das ist Yoni Namikaze. Yoni, das sind Sakura Haruno und Naruto Uzumaki.> Naruto wandte sich zu ihr und lächelte Yoni an. <Hallo, wie Kakashi schon sagte ich bin Naruto Uzumaki. Merk dir den Namen gut, denn ich werde der nächste Hokage. Der Hokage der sechsten Generation!>
    Vergessen war das Anhalten des Atems.
    <Wie, der sechste? Ich dachte, nach dem Vierten kommt eine fünf und keine sechs. Was ist mit Sarutobi passiert?> Kakashi bemerkte sofort ihren Eisatem. <Sag mal Yoni wo hast du gelebt? Man weiß doch, dass der Hokage gestorben ist. Tsunade ist der Neue.>, sagte Naruto etwas übereifrig, denn eigentlich wollte Kakashi es ihr sagen. <Es tut mir Leid Naruto, dass Training müssen wir auf übermorgen verschieben. Um 10 Uhr beim Trainingsplatz. Komm Yoni, wir müssen zu Tsunade.> Bei diesen Worten schnappte sich Kakashi Yoni’s Hand und lief zum Hokageturm. Kurz davor blieb er stehen und drehte sich zur ihr um.
    <Entschuldige, ich hätte es dir sagen sollen.> Kakashi sah sie besorgt an, doch die junge Frau lächelte ein wenig. <Ach was, eigentlich hätte ich es mir denken können oder nicht? Es ist nicht so schlimm, wirklich nicht, Kakashi.>
    Während sie das sagte, fragte sie sich warum, warum log sie ihn wegen ihrer Gefühle an? Warum wollte sie niemandem ihre Gefühle zeigen? Natürlich nahm sie der Tod vom dritten Hokage mit. Aber wie immer machte Yoni “gute Miene zum bösen Spiel“. Trotzdem sagte das Gewissen mit vorwurfsvoller Stimme: <Kleiner Löwe wo ist dein Herz?>
    Erst Kakashi riss sie aus ihren Gedanken. <Yoni, lüg mich nicht an. Ich sehe dir an, dass du lügst!> Erschrocken über seine Aussage, fiel Yoni’s perfekte Fassade in tausend kleine Stücke.
    Plötzlich erinnerte sie sich an ein Gedicht das sie mal geschrieben hatte.

    “Kleiner Löwe wo ist dein Herz?
    In der Dunkelheit verloren?
    Kein Pochen mehr zuhören.
    Und doch…
    Irgendwo ist ein kleiner Funken Wärme.
    Es wartet nur darauf ein Feuer zu werden.
    Kleiner Löwe wo ist dein Herz?
    Wo ist deine Liebe?
    Ist sie dir auf deinem langen Weg abhanden gekommen?
    Oder ist sie noch da,
    und wartet, dass sie jemand findet?
    Ist in dir auch die Hoffnung, kleiner Löwe?
    Das dort draußen jemand ist und dich wieder zusammensetzt?
    Tausende von Scherben liegen auf den Boden.
    Wer vermag sie zusammenzusetzen?
    Und dich, kleiner Löwe, wieder ganz zu machen?“
    (Das Gedicht habe ich wirklich selber geschrieben =) Ich hoffe es ist in Ordnung. )

    Nie hatte Yoni erzählt, dass sie sich selber in diesem Gedicht gemeint hatte und nie hatte jemand auch geglaubt. Sie sah ihn in das eine Auge. Nein noch konnte sie nicht zeigen was sie wirklich fühlte.
    <La…lass uns reingehen.> Sie ging an ihn vorbei auf die Tür zu, doch Kakashi hielt Yoni an der Hand zurück. <Wenn du jemanden zum reden brauchst, ich bin für dich da. Aber Kleines, belüg dich nicht selbst.> Er hatte recht, dachte sie bei sich. Jeden Tag belog Yoni sich wegen ihren eigenen Gefühlen! Niemals konnte sie zeigen, dass sie traurig, beunruhigt, geschockt oder sonst was war. Nur Fröhlichkeit, dass konnte sie zeigen. <Lass uns später reden, jetzt gegen wir zuerst zu Tsunade.> Kakashi holte tief Luft. <Na gut, aber später Kleines!>

    3
    "In Tsunade’s “Büro“ "

    <Yoni, es ist schön dich wieder zusehen.>, sagte der Hokage. Die Angesprochene schluckte. Das klang mehr danach, als wäre sie nur ein paar Tage weggewesen (und nicht 16 Jahre).
    Sie setzte ein freches Grinsen auf: <Ja, dich auch. Es ist einige Zeit her, du hast dich aber überhaupt nicht verändert.> Perplex sahen Tsunade und Kakashi Yoni an. Kakashi hatte die ganze Zeit gedacht, sie wäre selbstbewusst, aber nicht so. Irgendwie gefiel ihm diese Art.
    <Ähm ja, danke. Nun ja, wie gesagt, schön dich wieder zu sehen. Ich wette du hast tausend Fragen.>
    Yoni holte tief Luft, wie Recht sie doch hatte, aber irgendwie hatte Yoni das Gefühl, sich nicht öffnen zu dürfen. Deshalb setzte die junge Frau ein falsches Lächeln auf.
    <Naja, dann würde ich wohl sagen, Wette verloren.> Yoni hob unschuldig die Schultern und machte aus ihrem lächeln ein freches. Kakashi bemerkte wie Tsunade’s Hand zuckte. Oh, oh, sie wurde wütend. Doch noch hatte sie sich unter Kontrolle. <Nun ja, klären wir trotzdem einiges. Erstens hier..> Sie warf Yoni einen Schlüssel zu, den Yoni auffing. <Das ist dein Wohnungsschlüssel, alle deine Sachen von der anderen Welt sind in dieser. Dein komplettes Zimmer. Wir dachten uns, vielleicht hilft dir das beim Eingewöhnen. Und die Wohnung ist gegenüber der von Kakashi.> Diesmal war Yoni’s Lächeln wahr. <Das ist toll.>
    <In Ordnung, gut, dass du dich freust. Bevor du damals weggebracht wurdest, warst du ja Jonin, aber durch die lange Zeit weiß ich nicht wie es jetzt um deine Fitness und so was steht. Deswegen wirst du in den nächsten Tagen mit Kakashi trainieren, einverstanden?>
    Yoni nickte.
    <Na gut. Weiter im Programm. Ich weiß Yoni, du wirst jetzt erst nicht wissen was du sagen sollst, deswegen sollst du darüber bis morgen nachdenken. Es liegt bei dir, Naruto zu sagen, dass du seine Schwester bist. Wir haben ihm nie gesagt wer seine richtigen Eltern sind, zu seinem Schutz. Aber ich möchte nicht, dass du dich gezwungen fühlst ihn anzulügen.>
    Yoni schüttelte den Kopf. <Ich brauche keine Zeit. Ich werde es ihm sagen. Und auch wer seine Eltern sind, denn ich habe kein Recht es ihm zu verschweigen.> Tsunade lächelte. Sie hätte es sich denken können, dass Yoni so antworten würde. <In Ordnung, das kannst du morgen machen heute ruhst du dich aus. Kakashi begleitet dich.> Ohne ein weiteres Wort drehte sich Yoni um und ging zur Tür, Kakashi folgte ihr.
    Draußen vor dem Gebäude blieben sie stehen. Kakashi lehnte sich gegen die Wand und betrachtete Yoni mit einem durchdringenden Blick. <Wette verloren, hm?> Sie presste die Lippen aufeinander. Kakashi seufzte resigniert. <Na gut, dann gehen wir zu deiner Wohnung.>

    "Yoni’s Wohnung"

    <Du liest gerne?> Kakashi betrachtete das große Bücherregal. Yoni stellte sich neben ihn und strich sanft über einen Bücherrücken. <Oh ja, es ist wie, du hältst mich sicherlich für verrückt, aber es ist wie ein Film in deinen Kopf.>
    Er lächelte: <Warum sollte ich dich für verrückt halten?>
    <Weiß nicht, weil es so klingt.>, lachte Yoni. Kakashi stimmte in das Lachen mit ein. Yoni drehte sich vom Regal weg und ging zu ihrem Kleiderschrank. <Wenn ich richtig denke, dann habe ich noch dieselbe Körpergröße wie Isabel.> Sie zog einen dunkelgrauen Pullover mit Kapuze aus dem Schrank, schmiss schnell den Schal auf das Bett und zog den Pullover an.
    <Er passt, super.> Sie drehte sich zu ihren Spiegel am Schank und lächelte glücklich. Yoni strich sich durch die Haare. <Mensch, irgendwie kann ich mich daran noch nicht gewöhnen.> Kakashi trat zu ihr. <Wirst du schon mit der Zeit. Ach Yoni, hier ist dein Stirnband.> Er reichte es ihr, doch Yoni hielt es nur in ihren Händen und sah es unschlüssig an.
    <Ich… ich glaube, ich werde es erst tragen wenn ich weiß welchen Rang ich haben werde.> Mit diesen Worten legte sie es auf den Schreibtisch. Ihr Blick glitt darüber und blieb schließlich bei einigen Fotos hängen. Sie, mit ihrer Klasse, mit ihrer besten Freundin, mit der Familie und mit Tobias, wo er drunter geschrieben hatte: <Kleiner Löwe wo ist dein Herz?>
    Kakashi hatte sich wieder neben ihr gestellt. <Die Bilder sind schön.>
    <Danke.>
    <Der Spruch ist aber merkwürdig.> Yoni lächelte. <Naja, Tobi hatte ebenso eine Art. Er rief mich immer “Kleiner Löwe“, weil ich in diesem Sternzeichen geboren bin. Und das
    “wo ist dein Herz“ ist, weil ich manchmal gefühllos erscheine.> Kakashi war kurz sprachlos, Yoni bemerkte es und blickte traurig zur Seite. <Ich bin aber nicht gefühllos, sondern… ich kann einfach niemanden an mein Herz lassen. Ich will auch niemanden zeigen wie ich mich in Wirklichkeit fühle. Aber warum ich das alles tue, weiß ich selber nicht so genau. Vielleicht liegt es daran das meine Großeltern beide im selben Jahr gestorben sind. Ein Schalter legte sich um und ich verschloss mein Herz.> Kakashi legte eine Hand auf ihre Schulter.
    <Na, dann muss ich den Schlüssel finden und es wieder öffnen. Denn Kleines, du sollst es nicht verschließen.> Yoni schaute zu ihm und aus einem Impuls heraus umarmte sie ihn.
    <Danke Kakashi, danke für alles.> Auch er legte seine Arme um sie. <Du brauchst mir nicht zu danken.> Plötzlich spürte Kakashi wie sie ihren Kopf weiter in seine Weste vergrub. <Verdammt!>, fluchte sie. <Ich wollte eigentlich nicht mehr weinen! Nie mehr!> Sie riss sich aus der Umarmung und kehrte Kakashi den Rücken zu. Wütend wischte Yoni die Tränen hinfort. <Warum? Weinen ist doch nicht schlimm?>, fragte Kakashi verwirrt.
    <Doch ist es! Tränen sind ein Zeichen von Schwäche. Nichts weiter.> Kakashi sah sie schockiert an. Was war aus dem kleinen lebensfrohen, Optimistischen Kind geworden? Yoni hatte es damals verabscheut, wenn ein Mensch seine Gefühle nicht offen zeigen konnte.
    <Kleines?> Die Angesprochene schüttelte den Kopf. <Bitte, bitte lass mich allein Kakashi. Ich brauche Zeit für mich.> Sie drehte sich zu ihm und sah ihm in die Augen. Für einige Momente gab es niemand anderen als der jeweils andere. Erst als Yoni zur Seite sah, brach sie den Bann der sie gefangen gehalten hatte. Kakashi ging auf sie zu und beugte sich zu ihr.
    <In Ordnung, aber ich komme später dich abholen, dann lass uns etwas essen. Ich koche, einverstanden?>, flüsterte Kakashi an ihr Ohr. Dass er ihr dabei eine Gänsehaut verursachte, bemerkte er nicht. Yoni konnte nur nicken. Kakashi ging an ihr vorbei und trat hinaus. Yoni atmete aus und drehte ihren Kopf nach hinten. Was stellte Kakashi nur mit ihr an? Sie spürte immer noch ihre Gänsehaut und ein Bauchkribbeln als sie an seinen plötzliche Nähe dachte. Gab es das, Liebe auf den ersten Blick? Wenn ja, war es das? Das Gefühl, diese Wärme, die er in ihr auslöste.
    Wütend schüttelte Yoni den Kopf, was hatte sie da nur für Gedanken! Kakashi war nur ein Freund und er würde es auch immer bleiben!

    "Später"

    2:43 Uhr. Yoni sah vielleicht zum 100ten-Mal auf die Uhr. Sie hatte bei Kakashi zu Abend gegessen und war so schnell wie möglich verschwunden. Nicht, dass sie seine Nähe nicht wollte, nein ganz und gar nicht, sie wollte bei ihm sein, aber Yoni wusste, dass sie wirklich nur Freunde bleiben würden. Obwohl sie heute Mittag wütend über den Gedanken der Liebe gewesen war, jetzt war sie nur traurig.
    Yoni seufzte und rollte sich auf ihrem Bett auf die Seite.
    Freunde, nur Freunde, immer wieder dachte sie an diese Worte. <Ach, Gott! Mensch, wir kennen uns erst seit heute, okay wiedergesehen, aber wieso sollte er sich dann in mich verlieben!>, flüsterte sie vor sich hin. Genervt verdrehte sie die Augen, wow sie führte schon Selbstgespräche wegen ihm. Fest verschloss sie ihre Augen und befahl sich einzuschlafen. Das es Kakashi ähnlich ging, wusste Yoni nicht.

    <<Wechsel zu Kakashi>>

    Auch er war wie Yoni schlaflos. Auch er stellte sich die Frage, ob es Liebe auf den ersten Blick gab. Nein, sie konnte jeden haben, so hübsch wie sie war. Jeden auf dieser verdammt großen Welt, und warum dann sollte sie ihn lieben? Unwahrscheinlich. Sehr unwahrscheinlich. Mit diesen Gedanken schlief er schlussendlich ein.

    4
    "später beim Trainingsplatz"

    Yoni kickte wütend einen Stein weg. Kakashi war zu spät und das schon über eine halbe Stunde. Nervös und wütend zugleich strich sie sich durch die Haare. Auch wenn sie es nicht zugeben würde, Yoni war angespannt wegen des Trainings, <Entschuldige für die Verspätung.>, sagte jemand hinter ihr. Mit einem erschrocken Aufschrei fuhr sie herum.
    <Hast du dich erschreckt?> Yoni zog die Augenbrauen nach oben. <Nein überhaupt nicht. Ich schreie immer wenn ich jemand treffe und die Person mich von hinten anspricht.>
    Kakashi lachte. <Ja dann.> Yoni bemerkte wie er seinen Blick über sie gleiten ließ. Sie wurde rot und sah zur Seite. Nervös unter seinen Blicken strich sie sich durch die Haare. <Wow>, hauchte Kakashi. Blitzartig sah Yoni ihn an und glaubte, dass er rot wurde, schwer zu sagen bei der Maske. <Wow?>, fragte die junge Frau neugierig. <Ähm.> Ertappt blickte Kakashi nun zur Seite. <Ich naja, du siehst…naja hübsch aus!>, murmelte Kakashi. Schlagartig wurde Yoni noch röter. <Danke.> Kurz warf sie einen Blick auf ihre Klamotten. Ein weißes Top, eine dunkelblaue Jeans Hotpants, Handschuhe wie Kakashi und dunkel lila-schwarze Chucks. Ein peinliches Schweigen brach aus.
    <Ich glaube wir sollten mit dem Training anfangen.>, sagte Kakashi. Unfähig etwas zu sagen, nickte Yoni nur und folgte Kakashi, der sich bereits in Bewegung gesetzt hatte.
    Müde hatte sich Yoni gegen einen Baumstamm gelehnt. Schwer atmend schaute sie zu Kakashi, der sich neben sie gesetzt hatte. <Und?>
    <Hm… du bist fit und kannst alle deine Jutsu’s noch. Ich glaube ich muss dich nicht weiter testen du bist und bleibst ein Jonin.> Froh über diese Aussage lächelte Yoni in sich hinein. Schnaufend stand sie auf und hielt Kakashi eine Hand hin. <Komm, heute bin ich mit kochen dran.> Er ergriff ihre Hand und Yoni half ihm auf. <Nichts aber! Komm ich mache meine berühmte Lasagne.> Und schon ging sie los, Kakashi an der Hand ziehend. <Siehst du Naruto, ich sagte doch da ist etwas zwischen den beiden.> Augenblicklich ließen sie einander los und drehten sich um. <Ähm… das ist nicht>, versuchte Yoni zu erklären, hielt aber inne als sie die nebligen Schwaden vor sich sah. Verdammte Gabe.
    Naruto lachte. <Ach kommt schon, man merkt das ihr euch sehr mögt. Aber Yoni, sag mal ist dir kalt oder warum hast du einen Eisatem?> Yoni schloss ihre Augen. War jetzt der richtige Zeitpunkt ihm alles zu erzählen. Als sie noch keine Entscheidung hatte, nahm Sakura ihr diese ab: <Red keinen Unsinn, wir müssen zu Tsunade. Wir sehen uns später Kakashi-Sensei, Yoni.> Sakura ergriff Naruto’s Arm und zog ihn weg. “Peinlich“, dachte Yoni.
    <Komm!> sagte sie und ging los.
    “Naruto hatte schon Recht. Aber das beruht nur auf meiner Seite“, dachten sowohl Kakashi als auch Yoni, ohne es zu ahnen.

    "Beim Essen"

    <Das ist gut>, sagte Kakashi zwischen zwei Bissen. Yoni lächelte. <Danke. Meine Familie, ähm ich, Isabels Familie hat es geschmeckt. Aber wenn ich ehrlich bin, die ersten Male ist es mir misslungen.> Sie kicherte als sie an die Gesichter dachte, nachdem alle probiert hatten.
    <Nicht jeder ist sofort ein Meisterkoch.>, schmunzelte er. Yoni wollte auch schmunzeln, aber ihr Gesicht verzog sich schmerzerfüllt.
    “Diese Narbe. Sie tut immer noch weh wie am ersten Tag und das war aus Isabels Sicht knapp vier Jahre her.“
    Yoni spürte das Pochen und Jucken. Kakashi war ihr plötzlicher Gemütswechsel nicht ausgeblieben. <Was ist los?> Yoni wedelte mit der Hand. <Nichts, ich ähm überlegte nur wie ich es Naruto sagen soll.> Kakashi tippte sie mit einen Finger gegen die Stirn, ließ ihn dort ruhen und sah sie mit einem durchdringenden Blick an. <Lügnerin. Du denkst über etwas anderes nach!> Yoni seufzte, schnappte mit der Hand nach seiner und schob sie von ihrer Stirn weg. <Unglaublich, du bist wirklich der einzige der merkt das ich manchmal etwas vormache. Du hast recht, ich dachte wirklich nicht an die Sache mit Naruto, sondern an meine Narbe, die wieder wehtut.>
    <Deine Narbe? Welche Narbe? Woher hast du sie?>
    Doch Yoni schüttelte den Kopf. <Ich möchte nicht darüber sprechen.> Kakashi sah Yoni’s Traurigkeit, doch er akzeptierte ihren Wunsch und schwieg. Nachdem Essen stand er auf und ging zur Tür. Yoni stand ihm gegenüber und lächelte. <Danke, dass du nicht mehr nachgefragt hast.> Er trat nach draußen und drehte sich zur ihr um.
    <Aber irgendwann erzählst du es mir oder?> Yoni’s Lächeln wurde ein wenig breiter, sie verschränkte ihre Arme hinter den Rücken und trat nah an ihn heran. <Ich verspreche es dir.>, flüsterte sie in sein Ohr. Sie zog ihren Kopf wieder zurück und sah in sein Auge. Keiner wagte ein Wort zu sagen und diesmal den Bann zu brechen. Nach einigen Sekunden spürte Yoni wieder das Pochen, diesmal aber nicht nur von Narbe, sondern auch von ihrem Herzen. Und es wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Yoni holte innerlich tief Luft, beugte sich vor, gab ihm einen Kuss auf die Wange, (er hatte seine Maske noch unten vom Essen) und sagte schüchtern. <Danke, du bist einfach der Beste. Gute Nacht.> Grinsend ging sie in die Wohnung zurück und schloss die Tür hinter sich. Zurück ließ sie einen verblüfften Kakashi.
    <Wow.>, flüsterte er. Er war verliebt und das unwiderruflich, für immer…

    Zurück in der Wohnung setzte sich Yoni aufs Sofa und zog ihren linken Handschuh hoch. Die Narbe ging von links oben quer nach rechts unten. Sie strich mit den rechten Daumen über die Handfläche.
    <In einer perfekten Welt wärst du noch da.>
    Abrupt stand sie auf, ging in ihr Schlafzimmer. Schnappte sich ihre schwarze Weste mit dem tollen Fellmuster an der Kapuze und zog sie an. Sie schlüpfte in ihre schwarzgrauen Chucks (sie hatte viele davon, wie ich in Wirklichkeit auch *-* ich liebe Chucks) und wühlte in ihrer Westentasche nach dem MP3-Player. Sie wollte zu ihrem Lieblingsplatz aus Kindertagen gehen und dort über alles nachdenken. Yoni ging aus der Haustür und bemerkte nicht das Kakashi noch da stand. Sie hatte die Musik laut aufgedreht und ihr Gehirn abgeschaltet.
    Kakashi sah ihr erstaunt hinterher.
    Draußen vor dem Haus, hob sie die Mütze hoch und schlug den Weg zum See ein, während sie auf ihren Player ein bestimmtes Lied suchte.
    "Nach 10 Minuten"
    Sie sah hoch und bemerkte, dass sie da war. Schnell bewegte Yoni sich zum Steg und setzte sich an den äußeren Rand. Sie sah auf den See und irgendwann wurde ihr Blick trübe und verschleiert von den Tränen, die sich den Weg über ihre Wangen suchten.
    <Papa… Es tut mir so leid.> Endlich hatte sie das Lied gefunden eines ihrer Lieblingslied und seines. Leise sang sie ihren absoluten Lieblingspart mit.
    Ein Schluchzer unterbrach sie. <Kakashi du kannst dich ruhig neben mich setzen.> Sie spürte es wie er Platz nahm neben ihr. <Was ist Kakashi, warum bist du mir gefolgt?> Er zog ihr die Westenkapuze runter und sah ihr fest in die Augen. <Weil es dir nicht gut geht und ich dich alleine lassen kann.> Sie hörte die Sorge hinter seinen Worten und jetzt konnte sie es einfach nicht mehr zurückhalten. <Ich habe dich gestern angelogen, als ich sagte ich wisse nicht warum ich mich verschließe. Ich weiß es ganz genau, ich habe angefangen als mein Papa, also Isabel’s Papa, vor meinen Augen starb. Und ich bin schuld gewesen. Wir waren zusammen shoppen, ich hatte ihn mehrere Tage angefleht. Ich wollte in eine Stadt die 50 km entfernt war und endlich hatte er Ja-Gesagt. Auf dem Rückweg kam ein entgegenfahrender Autofahrer auf unsere Spur, Papa wich ihm aus aber prallte frontal gegen einen Baum. Er starb noch an der Unfallstelle. Und ich? Ich trug nur diese verdammte Narbe davon.> Wütend zog sie wieder den Handschuh aus und schmiss ihn in den See.
    Kakashi nahm sie in den Arm.
    <Nein Kleines, du hast keine Schuld. Es war ein Unfall, niemand hat Schuld.> Yoni schlang ihre Arme um ihn und vergrub ihr Gesicht in seine Weste. <Das schlimmste ist ja, dass vor einem Jahr Mama noch mit einem anderen Mann ankam. Als hätte sie Papa einfach so vergessen. Seitdem hatte ich mich endgültig distanziert.> Kakashi strich ihr liebevoll über den Rücken. <Scht Kleines. Das ist doch verständlich.>
    <Ich fühle mich einfach so schuldig, ich habe meinen Geschwister den Vater genommen und für mich war er die wichtigste Person. Er war alles für mich, wir haben so viel unternommen…>, sie brach ab. Kakashi drückte sie ein wenig fester an sich.
    <Kakashi?>, murmelte die junge Frau nach einigen Minuten. <Hmh?>, machte der Angesprochene und stützte sein Kinn auf ihren Kopf. Yoni genoss seine Nähe.
    <Weißt du, du bist die erste Person der ich das alles erzähle, auch mit den Schuldgefühlen. Ich möchte dich etwas fragen, wie hast du gemerkt das ich manchmal etwas vormache?>
    Kakashi lächelte unter seiner Maske und zog Yoni auf seinen Schoß. <Ich weiß nicht. Ich weiß es einfach wenn du etwas vorgibst zu sein und nicht bist.> Er zuckte mit den Schultern. Wieder schwiegen sie die Minuten zu Tode. Irgendwann merkte Yoni, dass sie müde wurde, doch sie wollte nicht von Kakashi weg. <Kakashi>, ein Gähner unterbrach sie. <Kleines, du schläfst gleich ein, ich glaube wir sollten wieder zurück.> Yoni zog ein missmutiges Gesicht, sie nahm ihre Arme zurück. Aber sie stand nicht auf, sondern schlang ihre Arme um seinen Hals und legte ihren Kopf gegen seine Schulter. <Ich find es aber auch so gemütlich. Lass mich bitte nicht alleine.>, nuschelte Yoni, bevor sie in den Schlaf hinüber driftete.
    Kakashi lächelte und hob sie hoch. <Niemals Kleines.>

    5
    Träge schlug sie ihre Augen auf und erkannte im selben Augenblick, dass sie nicht bei sich in der Wohnung war. Sie setzte sich auf und sah sich um, hängen blieb ihr Blick an zwei Fotos. Sie wusste schlagartig, wo sie war.
    Kakashi’s Wohnung.
    Der besagte Wohnungsinhaber trat in diesen Augenblick und sah sie freundlich an. <Du bist wach.> Es war eher eine Feststellung als eine Frage. <Du hast einen gesunden Schlaf, weißt du das?> Yoni schaute verlegen zu Boden. <Wie meinst du das?>
    Er verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich gegen die Wand. <Wie ich das meine? Weißt du wie lange du geschlafen hast? Geschlagene 14 Stunden.> Yoni fiel die Kinnlade runter. <Bitte was?>, rief sie aus und stand auf. <Warum hast du mich nicht geweckt?> Yoni machte einen Schmollmund, sodass Kakashi anfing zu Lachen.
    <Das habe ich doch versucht. Du hast aber nur die Decke über den Kopf gezogen und gesagt ich soll dich in Ruhe lassen. Also dachte ich mir, lässt du sie halt in Ruhe und gehst zum Training, dass ich Naruto und Sakura versprochen habe.> Yoni merkte wie ihr die Röte ins Gesicht schoss. <Ich musste wohl… äh um Training müde gewesen sein. Ich sollte besser gehen.> Sie ging auf die Tür zu und wollte sich schon an Kakashi vorbeizwängen, doch er hielt sie auf, indem er ihre Hand ergriff. <Kleines warte doch.> Yoni hielt inne und betrachtete ihn. Erwartungsvoll.
    <Ich.> Er schluckte. <Ich soll dir von Tsunade ausrichten, also wie sage ich dir das am besten?> Eine Augenbraue hochgezogen sagte Yoni etwas spöttisch. <Ich hätte da eine Idee. Wie wär es mit “ich sag es dir direkt?“> Kakashi strich sich durch die Haare und Yoni fragte sich was so schlimm sein konnte, dass er es kaum sagen konnte? <Leichter gesagt als getan.>
    Seufzend löste Yoni Kakashi’s Hand und machte sich wieder in Bewegung zur Tür.
    <Na dann sag Bescheid, wenn es leichter ist.>
    <Nein warte, du sollst in meiner Nähe bleiben. Irgendwie hat Akatsuki von dir und deiner Gabe Wind bekommen. Und jetzt wollen sie dich zu sich holen, mit Gewalt wenn es sein muss. Also sagte Tsunade du sollst solange bei mir bleiben.> Yoni war erstaunt, Kakashi hatte ihr gestern während des Trainings alles über die Organisation erzählt. <Also ich mache uns erst einmal Essen.> Yoni kaute auf ihrer Unterlippe, als Kakashi an ihr vorbeiging sagte sie tonlos. <Ich brauche keinen Babysitter.> Kakashi blieb stehen. <Bitte? Ich tue das nicht als Babysitter sondern als Freund.> Er legte eine Hand auf ihre Wange, doch im selben Augenblick schlug sie sie weg. <Du tust das nicht aus Freundschaft, sondern weil es ein Auftrag ist. Nicht weiter.>, fauchte Yoni zornig. <Nein, du liegst falsch ich würde das auch ohne Auftrag machen und Kleines du weißt ich habe deinen Vater versprochen dich zu beschützen.> Der Stich in ihren Herzen war einfach zu stark um es zu ignorieren. Das war es, sie hatte die ganze Zeit gehofft vielleicht mochte er sie und sorgte sich wirklich. Aber jetzt wurde es klar, er hielt nur sein Versprechen gegenüber ihren Vater sie zu beschützen und auf sie aufzupassen. Verletzt und traurig stolperte Yoni zu Tür und zog ihre Schuhe an, die daneben standen.
    <Wohin gehst du?> Kakashi hatte sich hinter ihr gestellt. Yoni holte tief Luft um sich zu beruhigen und ihn nicht anzuschreien. <Ich sagte doch ich brauche keinen Babysitter.>, sie stand auf und drehte sich zu ihm. <Und wenn es der werte Herr nicht gemerkt hat, ich bin 24 Jahre alt und infolgedessen kann ich sehr gut auf mich selber aufpassen.> Mit diesen Worten verließ Yoni die Wohnung und schlug die Tür mit einem Knall zu. Kakashi war ebenfalls verletzt, er wollte sie doch beschützen, weil er sie liebte und nicht wegen etwas anderem.

    Wutentbrannt war Yoni zum Hokagefelsen gegangen, saß jetzt das oben und betrachtete das Dorf. Plötzlich hörte sie ein Knacken hinter sich. Abrupt drehte sie ihren Kopf in die Richtung; Erleichert atmete Yoni aus. <Oh mein Gott, hast du mich erschreckt Naruto!> “Irgendetwas ist merkwürdig“, dachte die junge Frau bei sich. <Hey Yoni, was machst du hier?> Yoni stand auf und ging einen Schritt zurück. Ihr war aufgefallen was nicht stimmte, ihr Eisatem fehlte. Das da vorne war nicht Naruto. Yoni lächelte, ging auf den blonden Jungen zu und blieb direkt vor ihm stehen. Sie ballte die Hand zu Faust und schlug ihn mit voller Kraft in die Magengrube. <Mich hältst du nicht für dumm, tut mir Leid.> Sie sollte Recht behalten, denn Naruto löste sich in einer Rauchwolke auf und zum Vorschein kam
    Kakashi.
    Krümmend vor Schmerzen fiel er auf die Knie. <Oh nein, Kakashi es tut mir Leid. Ich dachte du wärst ein Feind.>
    <In Ordnung, du hast Recht, du kannst auf dich selber aufpassen… Runter!> Er schmiss sich auf den Boden und zog Yoni mit. <Man, was sollte das?> Bevor Kakashi etwas erwidern konnte, hörte man ein Zischen. Yoni’s Mund öffnete sich und gab ein überraschendes
    “Oh“ von sich, als sie den Kunai sah. <Verdammt>, fluchte er und stand auf.
    <Komm Yoni lass uns hier weg.> Er streckte die Hand aus und sah sie auffordernd an.
    <Wie bitte?>
    <Meine Güte, jetzt komm Yoni wir haben für so was keine Zeit.> Jetzt hatte es endlich verstanden, jetzt verstand sie dieses mulmige Gefühl das sie hatte, seitdem sie Kakashi vorhin getroffen hatte. Aber es war nur eine Vermutung, noch konnte man es nicht sagen, also streckte sie ihre Hand aus um seine zu ergreifen.
    <Halt!> Erstarrt in der Bewegung, blickte sie zu der Stimme und sah… Kakashi. <Kleines geh da weg.>, schrie dieser Kakashi. Und in diesen Moment fiel ihre Entscheidung. Sie erwachte von der Starre und ergriff die Hand des Kakashi der vor stand. <Du hast dich richtig entschieden Yoni.>, freute sich dieser. <Weißt du, es war eigentlich recht einfach.> Sie ließ seine Hand los, als sie stand, und schlug ihn mit der Faust ins Gesicht. Er fiel zu Boden aber Yoni beachtete es nicht, sondern lief zu dem “richtigen“ Kakashi. Sie fiel ihm um seinen Hals und flüsterte ihn zu: <Dein Gesicht vorhin war echt zum schießen.>
    <Wie…?>, fragte Kakashi, doch wurde unterbrochen da Yoni ihn zur Seite stieß und er auf den Boden fiel. Bevor er überhaupt etwas tun konnte bzw. sehen konnte, durchschnitten mehrere Stimmen die Stille, indem sie seinen oder Yoni’s Namen schrien. Aber Kakashi achtete nicht mehr auf seine Umwelt, als Yoni ihn fragte “ob es ihm gut ginge und ob er sich verletzt hätte beim Sturz“ und er daraufhin sich ihr zuwendete. <Kleines? Nein Kleines!> Er fing sie auf bevor die junge Frau den Boden erreichte. Er sah die blutigen Kunais auf dem Boden, die Yoni kurz zuvor aus einer tiefen Wunde im Bauch und eine in der rechten Schulter gezogen hatte. <Kleines, bitte du musst durchhalten. Oh Gott, lass den Typen keine lebenswichtigen Organe getroffen haben. Kleines hörst du mich, du musst durchhalten.> Er legte seine Hände auf ihren Bauch und versuchte die Blutung zu stoppen.
    <Keine Sorge…an…so einer Ver…letzung werde ich schon…nicht…sterben>, hauchte sie mit dünner Stimme und verlor daraufhin das Bewusstsein. Kakashi bekam nicht mit wie Sakura, Yamato und Naruto zu ihm kamen. Es war für ihn wie in Trance, der Weg zum Krankenhaus, das Warten, bis er schließlich davon erwachte, als Tsunade zu ihnen kam und sagte Yoni ginge es gut und sie wäre am Schlafen.

    6
    <"Darf ich zu ihr?">, fragte er hoffnungsvoll.
    Tsunade’s Gesichtszüge wurden sanft. <Ja, nur du, sie braucht die Ruhe.> Kakashi hörte gar nicht mehr zu, sondern ging Richtung Yoni’s Zimmer. Als er es betrat, blieb er erstaunt am Türrahmen stehen, Yoni war wach, hatte sich aufgesetzt und sah aus dem Fenster. <Du bist schon wach?> Erschrocken fuhr sie zusammen, bereute es aber sofort als Schmerzen ihren Körper durchzuckten.
    <Aua>, drang ein Stöhnen durch ihren Mund. <Das nächste Mal, erschreck mich nicht>, sagte sie gespielt gereizt. Kakashi grinste, nahm sich einen Stuhl und setzte sich an ihr Bett.
    <Ach was, du bist einfach zu schreckhaft.> Lachen erfüllte den Raum, doch wieder war ein Schmerzausruf zu hören. <Aua! In Ordnung, zu dem “nicht erschrecken“ kommt noch “nicht zum Lachen bringen“ dazu, verstanden Kakashi!> Der Angesprochene versuchte angestrengt ein Lachen zu unterdrücken. <Was darf ich dann?> Yoni tat so als würde sie ernsthaft überlegen. <Ich würde mal hmh… zum Reden tendieren.> Kakashi prustete los, doch es endete abrupt als Yoni ihre Hand auf seinen Mund legte. <Nein, sonst muss ich auch und dann habe ich schmerzen, also mehr als ich jetzt habe.> Kakashi nahm ihre Hand, löste sie von seinen Mund, hielt sie aber fest. <Na gut, reden wir. Woher hast du gewusst das ich der Richtige war?> Einige Sekunden war Stille, da Yoni mit roten Kopf auf ihre Hand ansah, die Kakashi hielt. <Äh, weil… also eigentlich.>, stammelte sie aufgeregt. Yoni konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, ihr Herz raste und die Schmetterlinge in ihren Bauch waren Irre geworden und flatterten demensprechend.
    “Das konnte doch nicht sein, bin ich bzw. habe ich mich so sehr in ihn verliebt, in der kurzen Zeit? Ach, auch wenn! Er wird nicht dasselbe für mich empfinden, er ist nur ein Freund und verhält sich wie einer. Er tröstet mich ja nur, naja oder hält meine Hand. Oh mein Gott, er HÄLT meine HAND. Ok, Take it easy und Relax. Yoni benimm dich deinem Alter entsprechend und nicht wie ein verliebtes verrücktes Huhn…“, dachte sie bei sich.
    <Kleines? Hallo?> Kakashi riss sie aus ihren Gedanken. <Was ist denn los? Warum so aufgeregt Kleines?> Tief einatmend sah sie ihn an. <Äh… nichts! Also ich wusste, dass der Typ nicht der Richtige sein konnte, weil nun ja er nannte mich die ganze Zeit beim Namen. Und ach ja er war irgendwie herrschsüchtig, keine Ahnung. Ich hatte das einfach im Gefühl.>
    Dass sie bei diesen falschen Kakashi kein Bauchkribbeln verspürt hatte, behielt sie lieber für sich. Beide schwiegen einige Minuten, bis Yoni wieder das Wort ergriff. <Kakashi. Es tut mir wegen heute Morgen leid. Ich, naja, ich weiß nicht was in mich gefahren ist.> Leise und kaum hörbar fügte sie hinzu. <Vielleicht lag es daran das du nur bei mir bist, wegen einem Versprechens und nicht wegen etwas anderem.>
    <Kleines“, flüsterte Kakashi und wollte sie mit seiner freien Hand berühren, als plötzlich jemand zur Tür rein stürmte. Erst jetzt bemerkte Yoni die nebligen Schwaden und befreite abrupt ihre Hand. <Naruto, Sakura. Hallo.> Doch es waren nicht nur die beiden es kamen noch zwei weitere herein. <Hallo Yoni, wie geht es dir?>, bei diesen Worten trat Naruto an ihr Bett. <Gut.>, antwortete sie knapp.
    <Freut mich das zu hören. Darf ich dir vorstellen, dass sind Sai und Yamato.>
    Sie stellten sich ebenfalls ans Bett und begrüßten sie freundlich.



    7
    [So, ein kleiner Perspektivwechsel vom Allwissenden zur Ich; ein Tausch zwischen Yoni und Kakashi =) ]

    <<Yoni>>

    <Hallo…>, flüsterte ich verlegen. <Sag mal Yoni>, bei diesen Worten kam mir Naruto mit seinem Gesicht recht nahe. <Wieso hast du eigentlich einen Eisatem= Dir kann wohl schlecht kalt sein.> Alle, ausschließlich Kakashi, sahen mich neugierig an. Kurz schloss ich meine Augen und durchdachte alles. “Irgendwann musste ich es erzählen, also warum nicht jetzt?>, kam mir der Gedanke.
    <Äh…ich habe den Eisatem weil…> Hilfesuchend sah ich zu Kakashi, dieser erwiderte meinen Blick und nickte. <Also Naruto, Klei…äh ich meine Yoni hat den Eisatem, weil sie eine Gabe besitzt. Naruto sie kann erkennen wenn jemand einen Biju-Geist in sich trägt. Das drückt sich äußerlich durch diesen Eisatem aus. Achja auch kann sie erkennen welchen
    Biju-Geist jemand in sich trägt.> Dankend lächelte ich Kakashi zu. <Wirklich? Das ist ja cool, echt jetzt. Also wusstest du es die ganze Zeit, hmh?>, sagte Naruto etwas traurig zum Schluss. <Ja, aber was solls, wichtig ist nicht was du für ein Biju in dir trägst sondern wer du bist, verstanden?> Aber bevor er oder überhaupt jemand etwas erwidern konnte, kam Tsunade und brüllte schon: <Hey, alle raus hier. Yoni braucht ihre Ruhe. Alle raus!> Sofort machen sich alle auf den Weg, außer Kakashi, er zögerte. Ich legte, aus welchem Grund auch immer, meine Hand auf seine und sah ihn flehend an. <Bitte bleib noch ein wenig.> Tsunade bekam es mit, seufzte. <Na gut, Kakashi fünf Minuten.>, mit diesen Worten verließ sie den Raum und schloss die Tür hinter sich. Ich blickte in sein eines Auge und mein Bauchkribbeln verstärkte sich. Erst sehr verspätet fiel mir ein, dass ich immer noch seine Hand hielt.
    <Oh…ähm tut mir Leid.> Errötet zog ich sie zurück.
    <Leg dich hin.> Irritiert sah ich ihn wieder an. <Bitte was?>
    <Du sollst dich hinlegen oder kannst du im sitzen schlafen?> Ich schüttelte den Kopf, legte mich hin, aber murmelte trotzig: <Auch wenn ich liege, schlafen kann ich trotzdem nicht.>
    <Ach was?> Kakashi beugte sich zu mir und sein Gesicht schwebte nur wenige Zentimeter über meinem.
    <Mach die Augen zu>, flüsterte er und ich tat was er sagte. <Und jetzt Kleines denk an was Schönes.>
    <An was Schönes?>, fragte ich atemlos, da Kakashi mir durch seine Nähe den Atem raubte. <Ja an was Schönes.> Plötzlich spürte ich Lippen auf meiner Stirn und kurze Zeit später hörte ich sein Flüstern an meinem Ohr, sein Flüstern: <Achja ich bleibe nicht bei dir wegen eines Versprechens wie du sagtest, sondern>, hier machte er eine kurze Pause und ich hatte den Drang ihn anzusehen, aber verkniff es mir. <Ich bin bei dir weil du mir wichtig bist. Und jetzt Kleines schlaf ein, ich komme morgen wieder, versprochen.> Ich hörte wie er sich in Bewegung setzte, die Tür sich öffnete und sich wieder schloss.
    Was hatte er gesagt? Ich war ihm wichtig? Aber bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, überkam mich Müdigkeit und ich driftete in eine Traumwelt.

    8
    "Am nächsten Tag"

    Ich spürte irgendetwas Nasses meine Wangen hinunter rinnen. Augenblicklich öffnete ich meine Augen und entließ meiner Kehle einen Schreckensschrei. Vor mir hockte ein kleiner Hund, der ein Stirnband von Konoha trug. <Kakashi sagte das du schreckhaft bist aber so, naja. Übrigens ich bin Pakkun.> Ich blinzelte mehrmals. Er konnte sprechen? Na gut, was für Schmerzmittel haben dir mir gegeben, wenn ich schon so etwas halluziniere, dann fiel es mir ein. Er war ein vertrauter Geist, deswegen. Trotz dieser Erkenntnis, wischte ich mich angewidert über meine Wange. <Eklig, das nächste Mal sabber mich nicht voll.> Ich vernahm ein Lachen neben mir und drehte meinen Kopf blitzartig dahin. <Kakashi? Ist das deiner?>
    <Ja, aber es tut mir Leid ich wollte nicht das er dich weckt.> Ich sah den Hund an aber stellte Kakashi die Frage, die mir auf der Zunge brannte. <Und warum ist der da?> Kakashi kratzte sich verlegen am Kopf. <Naja, er sollte dir eigentlich sagen wenn du aufwachst, dass ich auf einer Mission bin, für ca. eine Woche.> Ich wurde traurig. Eine Woche ohne Kakashi?
    Ich hatte mich schon so an seine Nähe gewöhnt. Aber ich konnte ja schlecht sagen “Kakashi bleib hier“, also seufzte ich innerlich und nickte ihm zu. <Ich muss jetzt los, tut mir Leid. Tschüss Kleines, bis ca. in einer Woche.> Er ging zur Tür und öffnete sie. Und dann passierte es, mein Mund war schneller als meine Gedanken. <Aber Kakashi, bitte, pass auf dich auf und komm heile zurück.> Erschrocken schloss ich meinen Mund. Verdammt! Warum warf ich mich nicht gleich an seinen Hals und sagte “Ich liebe dich, bleib hier“. Kakashi zerstreute meine Gedanken, indem er seinen Kopf ein wenig zu mir drehte und mich sanft ansah.
    <Versprochen Kleines.> Mit diesem Versprechen ließ er mich allein.

    9
    Verträumt starrte ich die Tür an, bis ich ein lautstarkes Lachen neben mir hörte, <Was ist?>, blaffte ich Pakkun an, der auf meinem Bett saß. <Du bist in ihn verliebt, stimmt’s?> Mir stieg die Röte augenblicklich ins Gesicht. <Was? N…nein! Wie kommst du darauf.>
    Du meine Güte! War das so offensichtlich?
    <Man sieht es dir an, Kleine.> Ich hob eine Augenbraue und tat unwissend. <Was sieht man mir an? Das ich verliebt sein soll?> Er verdrehte theatralisch die Augen. <Tust du nur so dumm oder bist du es?> Ich blies meine Wangen ein wenig auf und ließ die Luft zischend hinaus. <Ich bin nicht dumm, nur ich kenne, nun ja, ich meine, ich habe ihn nach 16 Jahren wiedergesehen, …>, ich brach ab. Wartend blieb Pakkun stumm, bis ich schlussendlich das Wort ergriff. <Und ich bin erst seit vier bis fünf Tagen hier und habe mich sofort in ihn verliebt. Pakkun das ist doch Irre.> Der Hund schüttelte den Kopf. <Ich finde das nicht Irre. Das ist Liebe auf den ersten Blick, Kleine.>
    Ich strich mir die Haare zurück und runzelte die meine Stirn. Redete ich da gerade mit einem Hund über meine Gefühle?
    Aus reinem Drang strich ich ihm über den Kopf. Auch wenn er ein Tier war, irgendwie schien er mich zu verstehen. <Du bist niedlich, Pakkun.> Trotzig schüttelte er den Kopf. <Hey ich bin nicht niedlich.> Ich lächelte, doch ging nicht darauf ein. <Sag mal, bleibst du die ganze Zeit bei mir bis Kakashi wieder kommt oder gehst du bald?>
    <Naja, eigentlich bis Kakashi kommt, ich finde dich lustig bzw. interessant.>
    Innerlich freute ich mich, ich mochte Pakkun, auch nach der kurzen Zeit. Äußerlich hab ich mich gelassen und fragte. <Interessant?> Aber er kam nicht dazu zu antworten, denn Tsunade platzte in das Zimmer. <Hallo Yoni.> Ich begrüßte sie mit einem Nicken.
    <Ich habe eine gute Nachricht. Wenn ich dich gleich untersuche und alles in Ordnung ist, kann ich dich morgen entlassen.> Ein glückliches Gefühl breitete sich in mir aus. Endlich konnte ich hier raus, ich mochte keine Krankenhäuser. Ich hasste die ständige Beobachtung und nicht die Freiheit zu haben einfach so raus zu spazieren. Während der Untersuchung hatte Pakkun seinen Kopf weggedreht, da ich mein Oberteil auszog, damit Tsunade an den Verband an meiner Schulter rankam. <Und?>, fragte ich endlich nach dem sie fertig war. Kurz starrte sie mich nachdenklich an, dann entspannte sie sich wieder. <Also es scheint gut auszusehen, die Verletzungen heilen gut, du kannst morgen entlassen werden. Du kommst aber übermorgen zur Nachuntersuchung.> Freudig nickte ich und sie ließ mich alleine mit Pakkun.

    10
    "Zeitsprung, Yoni ist bei sich zu Hause, es sind 2 Tage vergangen, sie liegt in ihrem Bett nd versucht einzuschlafen"

    Ich rollte mich auf die Seite und verschloss meine Augen. Warum wurde ich dieses mulmige Gefühl nicht los, etwas sei passiert oder wird passieren. Mein Herz begann immer schneller zu schlagen, mein Atem passte sich an. Was war das nur? Ich versuchte mich zu beruhigen, erst zählte ich von 20 runter. Als das nichts brachte dachte ich an ihn, Kakashi.
    Daraufhin beruhigte ich mich, allerdings im Halbschlaf, bemerkte ich, dass ich das ungute Gefühl bei den Gedanken an Kakashi verstärkte. Dennoch hatte ich nicht mehr die Chance darüber nachzudenken, denn ich schlief ein.

    "Traum"

    Ich sah mich um. Wie war ich hier hergekommen? Ich stand inmitten einer Wiese, jedoch, wie ich mit Schaudern merkte, war sie tot. Nichts war grün, alle Bäume in der Nähe waren kahl und hinterließen den Eindruck, dass dieser Ort von Traurigkeit zeugte. Auf einmal entdeckte ich hundert Meter entfernt eine Person. Sie hatte mir den Rücken zugekehrt und schien mich auch so nicht zu bemerken. Ich fasste mir ein Herz und bewegte mich auf sie zu.
    Je näher ich kam, desto mehr drängte sich das Gefühl auf, dass ich sie kannte!
    <Hallo? Kannst du mir sagen wo ich bin?> Keine Antwort, obwohl uns nicht mehr als drei bis vier Meter trennten. Verärgert, dass sie mich scheinbar ignorierte, legte ich die wenigen Meter schnell hinter mir und stand nun direkt hinter ihr. Entsetzt fiel mir auf, dass die Person dieselbe Haarfarbe wie ich hatte.
    Leicht zitternd legte ich meine Hand auf ihre Schulter. <Hallo? Kannst du mir helfen?>
    Nach und nach drehte sie ihren Kopf zu mir und je mehr ich erkennen konnte, desto größer wurde mein Entsetzen.
    Die Person war ICH.
    Sie sah mich aus unendlich traurigen Augen an. Die Tränen, die immer noch hinab liefen, hatten die Augen und Wangen erröten lassen.
    <Hilf ihm!>
    Ich fuhr zusammen. <Wem?> Der Tränenstrom wurde stärker.
    <Hilf ihm, bevor es zu spät ist!>
    Ehe ich nachfragen konnte, löste sie sich auf. Ich bekam keine Zeit darüber nachzudenken, weil entdeckte, wovor oder warum sie hier gestanden hatte. Vor mir war ein Grabstein und als ich las was darauf stand, erfasste ich das blanke Entsetzen.
    <Nein! Unmöglich!>
    Ich stolperte einige Schritte zurück. Mir stiegen Tränen in die Augen und meine Hände begannen zu zittern, sodass ich sie zur Faust ballte.
    <Das ist unmöglich, nicht wahr!“, flüsterte ich immer wieder.
    Auf dem Grabstein stand geschrieben:
    “Hier ruht der Shinobi, Kakashi Hatake.
    Er starb auf einer Mission, am 21. Juli xxxx.“

    "Traum Ende"

    So das war es erst mal, den Rest stelle ich dann die nächste Woche hoch ;)…

Kommentare (1)

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Naomi (08988)
vor 1252 Tagen
schreib weiter bitte das ist so gut