Glück auf Umwegen

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23 Kapitel - 28.221 Wörter - Erstellt von: Pfirsichflip - Aktualisiert am: 2011-04-01 - Entwickelt am: - 3.941 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die Geschichte handelt von Annabell, die mit ihren Geschwistern nach Frankreich fährt und dort jemand unerwarteten trifft. Wen? Tja, lest selbst ;)
Wird sie in dieser Person die wahre Liebe finden?

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Kapitel 1: Ankunft

Als ich das Schloss zum ersten Mal in Wirklichkeit sah, war ich noch beeindruckter, als ich es mir je hätte träumen lassen. Natürlich kannte ich diesen Bau bestens, aber doch nur aus dem Fernsehen! Meine Geschwister konnten meine Faszination für das Bauwerk zwar nicht nachvollziehen, geschweige denn teilen, doch trotzdem hatten sie sich bereit erklärt, einen Zwischenstopp hier einzulegen.
Ich veränderte meine Position auf dem Sitz, um das mittelalterliche Gebäude weiter im Blick behalten zu können und drückte meine Nase sprichwörtlich gegen die Scheibe. Der Blick meiner Schwester traf meinen und sie zog die Brauen hoch. Dann lächelte sie und sagte: „Du freust dich da echt voll drauf, was? Wir sind ja gleich da. Jetzt müssen wir nur noch einen geeigneten Parkplatz finden.“ Ich lächelte zurück und löste mein Gesicht von der Scheibe. Daniel, mein kleiner Bruder, grummelte etwas Unverständliches neben mir. Dann sagte er etwas lauter: „Warum bist du eigentlich so scharf darauf das Schloss anzugucken?“ Ich ignorierte ihn und starrte weiter aus dem Fenster. Die Türme erhoben sich genau vor uns, als wir auf den Parkplatz fuhren.
Das Wetter war heute nicht besonders gut, daher waren kaum Leute unterwegs. Der Parkplatz wirkte wie ausgestorben. Nur im Innenhof der Burg konnte man ein paar Leute sehen, die mit Regenschirmen über den Platz huschten. Julia drehte sich im Sitz zu mir um und fragte: „Willst du wirklich heute das Schloss besuchen? Es regnet doch in Strömen! Wir bleiben ja eh eine Nacht. Lass uns doch lieber morgen wieder kommen.“ Ich schüttelte den Kopf und sah meine Schwester an, während ich antwortete. „Wenn ihr nicht wollt könnt ihr ja schon zum Hotel fahren. Ich hab mir die Lage auf dem Plan angeschaut und das ist nicht so weit von hier. Dann geh ich mich hier umsehen und ihr fahrt schon ins Hotel. Ich komme dann nach.“ Angelo, mein Schwager und der Fahrer von unserem Auto, drehte sich nun ebenfalls zu mir um. „Ach quatsch, wir können dich doch nicht alleine hier lassen. Ich kann ja mal schauen ob ich ein paar Schirme finde.“ Mit diesen Worten stieg er aus und eilte zum Kofferraum, allerdings kehrte er kurz darauf mit leeren Händen zu seinem Sitz zurück. „Leider sind keine Schirme im Auto.“
In dem Moment mischte sich auch mein kleiner Neffe Emilio in die Diskussion ein indem er anfing zu weinen. Die ganze Fahrt über hatte er friedlich in seinem Kindersitz zwischen mir und meinem Bruder geschlafen, doch nun war er wach und hatte vermutlich Hunger. „So, damit wäre die Sache dann wohl entschieden.“, sagte ich bestimmt, zog meine Kapuze auf den Kopf und öffnete die Tür. „Bells warte, du kannst doch nicht alleine hier durch den Regen laufen“, rief meine Schwester mir zu. Ich sah sie streng an und zog die Brauen unglaubwürdig nach oben. „Julia“, antwortete ich, „ich bin 21 Jahre alt und lebe allein in einer Gr0ßstadt. Ich glaube ich kann ganz gut auf mich aufpassen. Außerdem wollte ich nur wegen dem Schloss hier her. Da werde ich mich jetzt bestimmt nicht im Hotel verkriechen.“ „Und was ist mit dem Regen?“, fragte mein Schwager. Doch diesmal antwortete meine Schwester für mich. „Sie liebt doch den Regen.“ Dann wand sie sich wieder mir zu und meinte resigniert: „Nagut, geh halt. Aber bleib nicht so lange draußen, sonst wirst du noch krank.“ Ich grinste sie an und nickte. Dann richtete ich mich auf, schlug die Autotür zu und winkte ihnen zum Abschied, als sie Richtung Hotel davon fuhren.
Der Regen prasselte auf meine Kapuze und die paar Strähnen, die sich darunter hervor wandten, waren schon bald tropfnass. Doch wie meine Schwester schon gesagt hatte liebte ich den Regen. Das Geräusch das die Tropfen machten, wenn sie auf eine Oberfläche trafen beruhigte mich. Der Geruch, den nasse Erde verströmte, war einfach unbeschreiblich schön, vor allem in Wäldern oder in deren Nähe. Wenn es regnete war es, als würde die Welt in einem Schleier versinken der alles einhüllt, die Zeit verlangsamte, die Erde reinwusch. Und dadurch, dass die wenigsten Menschen regen mochten, war es immer unglaublich still. Es war, als wäre man allein in einer völlig fremden Welt.
Ich hing meinen Gedanken nach, während ich mich auf das große Haupttor zu bewegte. Leider war es aufgrund von Dreharbeiten geschlossen. Ich seufzte und versuchte einen Blick auf die Schauspieler zu erhaschen, aber die waren natürlich bei dem Wetter alle drinnen. Also ging ich zurück, um wenigstens mal um das ganze Gebäude herum zu laufen. Als ich um eine Ecke bog merkte ich, dass mein Schuh offen war. Ich bückte mich, um ihn neu zu binden und da geschah etwas, dass den Rest meines Lebens verändern sollte.

Kommentare Seite 1 von 1
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Dark Devil 😈 ( 18077 )
Abgeschickt vor 577 Tagen
Die Geschichte war sau Mega !!
Sie war sooooo schön ... Ich habe sie verschlungen 😂
Oh das war eine der besten ff die ich bis jetzt gelesen hab !
Ganz großes Lob ! Du hast Talent nutze es und schreib noch viele Geschichten 😊
Lg dark
Swity ( 24401 )
Abgeschickt vor 649 Tagen
Is ja süß. :-) wenn das leben doch
nur so einfach wäre.
clary ( 26714 )
Abgeschickt vor 1061 Tagen
OMG due geschichte ist soooooooooooooooooooooooooooooooo süß
naomi ( 94792 )
Abgeschickt vor 1160 Tagen
So was von sweet echt grins