Anne auf Green Gables

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7 Kapitel - 6.904 Wörter - Erstellt von: Luisa1997 - Aktualisiert am: 2011-03-01 - Entwickelt am: - 2.345 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hallo. Ich habe mehrere Kapitel zu Anne auf Green Gables geschrieben.:)
Ich hoffe es gefällt euch. Es können auch noch weitere Kapitel folgen. & Bitte Bewerten!: D
Eure Sarah

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Anne auf Green Gables

Kapitel 1. Das Geständnis

Es war ein warmer Septembermorgen als Anne und Diana wieder einmal auf dem Liebespfad spazieren gingen. Man merkte deutlich das es langsam Herbst wurde, die Blätter fielen von den Bäumen, und mischte sich zu einer rötlichen Blätterpracht.

„ Ach Diana, Ist es nicht wunderschön an einem solchen Morgen leben zu dürfen? Der himmlische Duft von frischem Gras und der Wind der um die Bäume braust, einfach wundervoll. Findest du nicht?“

Diana schaute sich zu Anne um und strich sich eine schwarze Locke aus dem Gesicht. „Oh ja es ist schön. Endlich haben wir Ferien und ich muss nicht ständig Josies dumme Gerede hören. Meine Mutter hat mir neulich ein neues Kleid gekauft. Aber es war mir wohl ein bisschen zu weit. Nun hat es Mrs Rachel Lynde bekommen. Diana kicherte. „ Nun, ich hoffe dass sie nicht wieder diese dämlichen Rüschen auf das Kleid näht. Für so was bin ich allmählich zu alt.“

Anne schüttelte den Kopf. „Wie kannst nur so etwas sagen, Diana?
Man ist doch nicht zu alt für Rüschen. Diana, Es muss wundervoll sein ein weißes Kleid mit Rüschen zu besitzen und damit durch ein Blütenmeer zu spazieren, Mit Lilien, Rosen, Tulpen, Orchideen und noch vieles mehr. Also ich könnte von so einem Kleid nur träumen. Aber ich glaube nicht das Marilla mir jemals so ein Kleid nähen würde, Sie fand es ja damals schon nicht gut, weil ich so ein Aufstand mit Puffärmeln gemacht habe. Anne lächelte und blickte in den Himmel, Sie verstand Diana nicht, Diana war anders als sie. Sie war erwachsen und viel zu sehr damenhaft. Immerhin waren sie erst 13. Ob man mit 13 zu alt für Rüschen war? Niemals! dachte sie.

„Nun du scheinst ja immer noch deiner Fantasie nach zu hängen. Also ich könnte so was nicht. Wenn ich daran denke was alles auf uns zu kommen wird. Die ganzen Tests und Prüfungen mit Miss Stacy, dann kann man sich doch nicht einfach wegträumen“ sagte Diana

„Natürlich kann man das, wenn man die Gabe besitzt kann man alles. Das macht alles viel leichter und interessanter.“

„Wie du meinst“ entgegnete Diana.
„Anne, ich muss dir noch etwas sagen“ Dianas Gesicht wurde blass.

„Was denn? So schlimm kann es doch nicht sein. Du weißt doch dass du mit deiner Busenfreundin über alles reden kannst“ lachte Anne.

„ Es geht um Gilbert“ Ein Lächeln umspielte Dianas Lippen.

Anne erschrak, Was wollte Diana ihr jetzt wieder mit Gilbert auftischen?

„ Du weißt ja dass Gilbert auf dem Frühjahrsball mit mir Walzer getanzt hat und danach haben wir uns noch unterhalten. Du warst ja schon vorgegangen weil du Marilla noch helfen solltest. Nun ja jedenfalls hat er mich noch nach Hause begleitet und er hat mir viele Komplimente gemacht. Ach Anne, Ich weiß das klingt jetzt vielleicht verrückt aber ich fürchte ich habe mich verliebt.“

„ Verliebt? Du hast dich in Gilbert verliebt? Nur weil dieser arrogante Typ dich nach Hause begleitet hat und dich mit Komplimenten überhäuft hat. Er hat sich eindeutig bei dir eingeschleimt. Du weißt doch wie er ist, tut immer so einen auf Gentleman und in Wirklichkeit hängt er mit Josie ab. Du weißt nicht in welche Situation du dich gebracht hast, Diana! Annes Gesicht wurde rot vor Zorn.

„ Aber Anne du klingst ja fast so als wärst du eifersüchtig. Ich finde ihn jedenfalls sehr nett und das er mit Josie und Ruby abhängt, Das stimmt doch gar nicht. Er hat sich in Letzter Zeit sehr zurückgehalten.“

„ Eifersüchtig, Paaah…auf Gilbert? Nie im Leben. Ich wollte dir nur einmal die Augen öffnen. Mir soll es Recht sein. Aber jammere mir nachher nicht die Ohren voll wenn Gilbert dir das Herz gebrochen hat.“ Anne schwieg, Sie konnte es einfach nicht zulassen dass Gilbert ihr ihre beste Freundin wegnahm.

Anne ließ Diana einfach stehen. Sie lief nach Hause. Schon in der Ferne sah sie Green Gables, wo langsam die Sonne unterging. Anscheinend kochte Marilla gerade, da aus dem Kamin Qualm kam. Anne rannte immer noch, Ihr ging nur eins durch den Kopf Diana & Gilbert…Schließlich außer Atem kniete sie sich auf das Gras um ein paar Blumen zu pflücken.

Als Anne auf Green Gables eintrat, saß Marilla in ihrem Schaukelstuhl und strickte. Auf dem Herd kochte heißes Wasser. Wahrscheinlich machte sie sich einen Tee. Marilla schaute sie an. „ Anne wo warst du denn nur so lange? Wir hatten doch ausgemacht dass du um 6 hier bist. Du bist jetzt schon eine halbe Stunde zu spät.“

“ Tut Mir Leid, Marilla. Aber Diana und ich haben uns ein wenig zerstritten und da ist mein Temperament mit mir durchgegangen. Ich weiß auch nicht.“
„ Ach Anne. Ich habe ja nichts dagegen wenn du noch ein bisschen länger draußen warst, aber nur wenn wir es vorher miteinander besprochen haben. Ich habe die ganze Zeit gewartet, weil du gesagt hattest dass du mir heute beim Kochen helfen wolltest. Schließlich habe ich es selbst getan. Solange kann ja kein Mensch warten. Martin wird auch gleich vom Feld nach Hause kommen. Er hat sicher Hunger

„ Ja ich weiß.“ Anne schaute aus dem Fenster und spielte mit den Gardinen
„ Anne? Was ist mit dir? Du gefällst mir gar nicht. Was ist denn nur Kind? „Oh Marilla. Die Freundschaft zwischen mir und Diana ist endgültig vorbei und nur wegen Gilbert.“ „ Wegen Gilbert? Wieso? Was hat er damit zu tun?
„ An allem ist Diana Schuld. Musste sie sich ausgerechnet in Gilbert verlieben.
„ Er wird mir meine Busenfreundin nicht wegnehmen. Wäre doch gelacht.
Marilla schwieg. Sie wandte sich wieder ihrer Strickarbeit zu. Zudem hatte sie nicht viel zu sagen. Sie wusste nicht was richtig und was falsch war. Ihrer Meinung nach hatte keiner Schuld. „Was sagst du denn dazu, Marilla?
„ Ich finde ihr sollte deshalb nicht eure Freundschaft aufs Spiel setzen, wegen einem Gilbert. Du solltest es so hinnehmen wie es ist. Du hast Diana die Augen geöffnet und sie weiß es. Sie wird dir auf keinen Fall Schuld geben, Anne.
Sie kennt deine Meinung und das ist wichtig. So und jetzt vergessen wir das Thema und du hilfst mir beim Kochen.“ Marilla stand auf und ging zum Herd.
„ Das geht nicht. Man kann unmöglich kochen, wenn man mit der Welt zerfallen ist und gerade begreifen muss dass man gerade seine beste Freundin verliert.
Anne brach in Tränen aus und rannte nach oben in den Ostgiebel von Green Gables wo ihr kleines Zimmer lag. Marilla schüttelte nur den Kopf und widmete sich dem Kochen. Ihrer Meinung nach übertrieb Anne mit dieser Ganzen Sache ein wenig. Sie würde sich schon wieder beruhigen. Wie lange allerdings würde ihr Kummer anhalten? Da war sich selbst Marilla nicht sicher…

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