Welcher biblische Personentyp bist du? II

  1. Erstellt von: Regula Aeppli

Hast du dich schon mal gefragt: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was heißt eigentlich „christlich leben“? Interessiert sich Gott für mein Leben?
Ein paar Fragen zu deiner Persönlichkeit, Religion und Lebenseinstellung schenken dir mehr Klarheit.

Frage 1: Kirche, Gottesdienstbesuch – wie wichtig ist das für dich?
Ich würde häufiger in die Kirche gehen, wenn die Gottesdienste ansprechender gestaltet wären.
Das ist für mich persönlich überhaupt nicht wichtig. Gott ist doch nicht bloß in einer Kirche anzutreffen, oder?
Der Kirchgang sollte für jeden Menschen, der sich Christ nennt, ein absolutes Muss sein. Ich gehe jeden Sonntag in die Kirche.
Ich besuche regelmäßig eine christliche Kirche oder Freikirche. Der Gottesdienstbesuch bedeutet mir viel.
Nur wenn es sein muss. Das anonyme Nebeneinandersitzen bringt mir nichts.

Frage 2: Betest du ab und zu?
Ja. Ich rede täglich mit meinem himmlischen Vater oder mit Jesus.
Ich weiß nicht so recht, wie ich beten könnte und kenne nicht mehr so viele Gebete aus meiner Kindheit.
Ja, das Vaterunser oder andere vorgefasste Gebete.
Gebet ist für mich eher eine Art Selbstgespräch.
Ich lasse lieber Freunde für mich beten, welche einen besseren Draht zu Gott haben als ich.

Frage 3: Hast du das Gefühl, dass du dich vor Gott einmal für dein Leben verantworten müsstest?
Ich glaube nicht, dass Gott mein persönliches Leben derart ins Detail interessiert, dass er sich meine Taten notiert hätte.
Ja. Aber bereits heute schon, nicht erst dann, wenn ich gestorben bin. Ich zähle dabei immer auf die Gnade und Vergebung Gottes.
Nein, es gibt keinen Gott und von daher muss ich mich auch nicht vor ihm verantworten.
Ja. Ich hoffe, dass meine guten Taten schwerer wiegen als meine schlechten.
Ich weiß nicht...

Frage 4: Glaubst du an ein ewiges Leben, an ein Leben nach dem Tod?
Ja. So wie es uns die heilige Kirche lehrt.
Nein, mit dem Tod ist alles aus. Darum will ich umso intensiver im Hier und Jetzt leben
Ob es nach dem Tod weitergeht, werden wir sehen, wenn es soweit ist.
Ich weiß nicht so recht. Wenn jemand vom Tod zurückkommen würde, dann könnte ich ihm eventuell glauben.
Ja. Der Mensch ist für die Ewigkeit erschaffen.

Frage 5: Kommen deiner Meinung nach alle Menschen in den Himmel?
Keine Ahnung. Wahrscheinlich schon alle, ja.
Wahrscheinlich nur diejenigen, welche genug gute Taten vorweisen können und möglichst wenig Sünden, oder
Nein, nur diejenigen, welche Jesus um Vergebung ihrer Sünden gebeten haben und ihm die Führung ihres Lebens anvertrauen.
Ich glaube, dass alle guten und getauften Christen in den Himmel kommen.
Nein, denn es gibt gar keinen Himmel. Das ist eine Erfindung der Kirche, um ihre Schäfchen schön ruhig und brav zu halten.

Frage 6: Angenommen, du müsstest heute sterben und Gott würde dich fragen: „Warum soll ich dich zu mir in den Himmel lassen?“ Was würdest du antworten?
Da es keinen Gott gibt, wird er mir auch keine solche Frage stellen und ich werde ihm keine Antwort geben müssen!
„Ich bin beeindruckt von deinem Leben, deinen Wundertaten. Ich war Zeit meines Lebens ein Fan von dir.“
„Siehe bitte auf meine guten Taten und nicht auf meine Sünden.“
„Ich habe versucht, ein guter Mensch zu sein.“
In etwa so: „Ich weiß, Gott Vater, dass ich ein sündiger Mensch bin. Ich habe den Himmel nicht verdient. Aber schau' bitte auf deinen Sohn Jesus: Er hat für meine Sünden die Strafe auf sich genommen. Er hat für mich bezahlt und durch ihn darf ich nun mit einem weißen Kleid vor dir stehen.“

Frage 7: Was denkst du über folgende Meinung: „Ich habe manchmal das Gefühl, Gott sei wie ein Polizist, der nur darauf wartet, dass ich etwas falsch mache und dann seine Freude daran hat, mich zu bestrafen. So nach dem Motto: Gott straft sofort!“
Ich habe manchmal Angst, dass Gott genau so ist. Ein Gott, der sehr auf meine guten oder schlechten Werke sieht und im Himmel ein Konto darüber führt.
Genau darum kann ich nicht mehr an einen Gott glauben. Jedenfalls ist dies einer der Gründe...
Ja, das habe ich oft genau so gesagt oder gedacht.
Ich frage mich, ob so eine Meinung Ausdruck einer Geistesstörung sein könnte? Schizophrenie oder Psychose
Wir strafen uns selbst wenn wir Gottes Gebote übertreten. Gott hat bestimmt keine Freude an unserem selbstverursachten Leid. Er ist ein liebender Gott, der nicht will, dass ich mich mies und unglücklich fühlen muss.

Frage 8: Was verstehst du unter dem Begriff „Sünde“?
Mit Sünde wird das Böse bezeichnet, das uns Menschen nicht gut tut. Es ist aber eher ein altmodischer Begriff, den ich nicht im Alltagsvokabular trage.
Wenn ich das Wort „Sünde“ höre, bekomme ich grad ein schlechtes Gewissen....
Für mich ist dies ein hochbelasteter Begriff, der das Ziel der Einschüchterung des Gegenübers hat. Lieber wäre mir dafür der Begriff „Verbrechen“.
Ja, es gibt doch da die Todsünden und dann die weniger schlimmen. Aber ich kann die nun nicht so aus dem Stegreif aufzählen...
Zielverfehlung. Alles, was an Gottes Zielen vorbeigeht. Sünde schmerzt Gott, denn der Mensch schadet sich selber und anderen damit.

Frage 9: Glaubst an den Teufel und an eine Hölle?
Ich habe schon manchen Menschen habe ich dorthin gewünscht. Folglich müsste ich mir ja wünschen, dass es so was gibt. Aber ich weiß nicht sicher, ob ich das wirklich glauben kann...
Jaja und an das Fegefeuer. Darum bete ich ja für alle armen Seelen...
Ich glaube an die Hölle auf Erden.
Ja. An beides. Der Teufel ist ein gefallener Engel, ein Engel des Bösen und die Hölle ist der Aufenthaltsort für Menschen, welche Gottes Nähe verachten.
Weder noch. Das sind Erfindungen der Kirche, um den Menschen Angst zu machen und sie an die Institution Kirche zu binden.

Frage 10: Welcher Satz trifft am ehesten auf deine Glaubensüberzeugung zu?
„Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte." Nach dem Philosoph Friedrich Nietzsche
Ein Leben mit Jesus ist ein sinnerfülltes Leben und schenkt inneren Frieden.
„Tue Recht und scheue niemand.“
„Religion ist Opium fürs Volk“ (nach Marx)
An irgendwas muss man doch glauben!

Frage 11: Welche Eigenschaften sollte deiner Meinung nach einen guten Christ ausweisen?
Ein Christ fragt sich bei Entscheidungen, was jetzt Jesus tun würde. Er lässt sich von Jesus leiten und aufzeigen, ob er auf einem falschen Weg läuft.
Ein guter Christ spricht nicht nur von der Bibel, sondern ist in allem ein Vorbild.
Ein guter Christ geht zur Kirche und ab und zu zur Beichte.
Ein guter Christ sollte Toleranz Andersgläubiger gegenüber leben.
Wenn er sich schon als Christ bezeichnet, möchte ich Nächstenliebe von ihm sehen. Und Toleranz Andersgläubiger gegenüber.

Frage 12: Was verstehst du unter dem Begriff „religiös“ oder „Religion“?
Religion ist etwas ganz Wichtiges und ein religiöser Mensch ist zu bewundern.
Religion ist der Versuch, zu Gott zu kommen. Alle religiösen Anstrengungen, den Weg zum Himmel zu erkrampfen sind vergeblich. Gott hat den umgekehrten Weg gewählt: er kam zum Menschen. Er stieg in Jesus vom Himmel herab und überwand die sonst unüberwindbare Kluft, welche den Menschen von Gott trennt.
Religion ist aus dem Versuch geboren worden, sich Sicherheiten zu verschaffen, irgendwo Zuflucht zu finden, sich die Welt zu erklären. Aber Religion führt entweder in eine Abhängigkeit oder in eine Machtposition und ist von daher gefährlich.
Wenn ich den Begriff „Religion“ höre, denke ich spontan an Heuchelei.
Ohne Religion kann der Mensch nicht leben.

Frage 13: Jemand erzählt dir, dass er etwas Unglaubliches mit Jesus erlebt hat. Glaubst du ihm? Was denkst du über diesen Menschen?
Ja, ich glaube ihm. Ich frage mich nur, weshalb er mir dies erzählen will. Will er mich für eine Glaubensgemeinschaft gewinnen? Will er mir ein Buch verkaufen?
Ich glaube ihm, würde ihn aber eine Zeitlang kritisch beobachten und ihn evtl. vor einer Sekte bewahren helfen.
So etwas könnte mir zu fanatisch ankommen. Man muss aufpassen, dass man nicht religiös anfängt zu „spinnen“. Einfach nicht übertreiben....
Wenn es ihm Spaß macht, mir von so was zu erzählen, so soll er halt.
Natürlich glaube ich ihm, was er persönlich mit Gott erlebt hat und ich freue mich mit ihm darüber!

Frage 14: Was meinst du, wie wird man Christ?
Wahrscheinlich durch möglichst viele gute Werke.
Durch die Annahme der heiligen Sakramente.
Durch die Familienzugehörigkeit und Taufe.
Indem ein Mensch die Vergebung, welche Jesus bereithält für sich persönlich annimmt und mit Jesus zusammen leben will. Dies nennt die Bibel „Wiedergeburt“, nicht zu verwechseln mit Reinkarnation.
Es ist mir nicht wichtig, ob sich jemand als Christ, Buddhist oder wie auch immer bezeichnet, von daher finde ich, ist diese Frage unwichtig.

Frage 15: Wie ist dein Verhältnis zur Bibel?
Die Bibel ist wie ein Liebesbrief Gottes an mich persönlich. Ich lese oft darin und schöpfe daraus Kraft, Trost und manchmal Ermahnung.
Ein Buch mit sieben Siegeln.
Die Bibel kann nur von ordinierten Pfarrern oder Priestern ausgelegt und verstanden werden. Sie ist für uns Laien oft ein Buch mit sieben Siegeln.
Die Bibel ist eines der göttlich inspirierten Schriften. Es gibt noch andere, genauso wertvolle.
Menschenwerk. Sollte nicht wörtlich genommen werden.

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