Abgabenordnung - Grundlagen

Die Abgabenordnung wird häufig als Mantelgesetz bzw. als Grundgesetz des Steuerrechts bezeichnet. Sie befasst sich mit vorwiegend steuertechnischen Fragen und dient der Entlastung der Einzelsteuergesetze. Jeder Steuerzahler ist betroffen, sei es im außergerichtlichem Rechtsbehelfverfahren oder im Steuerstrafverfahren. Der Einblick lohnt. Viel Spass beim Quizzeln :o)!

Frage 1:Aus wieviel Teilen besteht die Abgabenordnung?
Sie besteht aus 9 Teilen
Sie besteht aus 5 Teilen
Sie besteht aus 8 Teilen
Sie bestehte aus 12 Teilen
Frage 2:Welcher Teil gehört nicht zur Abgabenordnung (AO)?
Allgemeine Bewertungsvorschriften
Steuerschuldrecht
Vollstreckung
Außergerichtliches Rechtsbehelfverfahren
Durchführung der Besteuerung
Frage 3:Welcher Abschnitt des 1. Teils der Abgabenordnung gehört nicht dazu:
Zuständigkeit der Finanzbehörden
Steuerbegünstigte Zwecke
Steuergeheimnis
Anwendungsbereich
Steuerliche Begriffsbestimmungen
Frage 4:Die Reichsabgabenordnung war der Vorläufer der Abgabenordnung. Welche Aussage ist richtig?
Sie trat am 12.09.1917 in Kraft und war wesentliches Werk von Rudolf Hilferding
Sie trat am 23.12.1919 in Kraft und war wesentliches Werk von Bernhard Dernburg
Sie trat am 12.09.1917 in Kraft und war wesentliches Werk von Reichsfinanzminister Erzberger
Sie trat am 23.12.1919 in Kraft und war wesentliches Werk Enno Beckers
Frage 5:Welche Aussage ist wahr? (Hinweis: § 3 Abs. 2 AO)
Realsteuern sind die Grundsteuer und die Gewerbesteuer
Realsteuern sind die Grunderwerbsteuer und die Gewerbesteuer
Realsteuern sind die Grunderwerbsteuern und die Grundsteuer
Frage 6:Steuerliche Nebenleistungen sind keine Steuern. Sie werden im § 3 Abs. 3 AO einzeln aufgeführt. Welche der unten aufgeführten Auswahlkriterien zählen nicht zu den steuerlichen Nebenleistungen?
Solidaritätszuschlag (§§ 346-359 AO)
Kosten (§ 178, §§ 337-345 AO)
Zinsen (§§ 233-237 AO)
Säumniszuschlag (§ 240 AO)
Verspätungszuschlag (§ 152 AO)
Frage 7:Welche Aussage ist richtig?
Die AO gilt nicht für Steuererstattungen
Die Investitionszulage ist keine Steuer sondern eine Steuervergünstigung, daher sind die Vorschriften der AO nicht anwendbar.
Realsteuern unterliegen grundsätzlich nicht der AO
Die AO gilt kraft Verweises auch im Prämienrecht, der Berlinförderung und bei Investitionszulagen
Frage 8:Der Begriff Steuer kommt aus dem Althochdeutschem -stiura- und heisst soviel wie Unterstützung, Beihilfe. Welches Tatbestandmerkmal entspricht nicht dem des § 3 Abs. 1 AO?
Steuern dienen als Ausgleich der Staatsausgaben
Steuern sind Geldleistung
Steuern sind keine Gegenleistung für eine besondere Leistung
die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein
Steuern werden von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen auferlegt
Frage 9:Welche der unten aufgeführten Aussagen ist zutreffend?
Soweit Steuern nicht in Naturalleistungen geleistet werden handelt es sich um keine Steuer
Freiwillige Leistungen können niemals Steuern sein
Zölle und Abschöpfungen sind keine Steuer (Hinweis: § 3 Abs. 1 S. 2 AO)
Vorauszahlungen sind niemals Steuern
Frage 10:Die Steuerhoheit ist in Art. 105 ff. GG geregelt. Welche Aussage ist falsch?
Die Steuerhoheit ist ein Teil der Finanzhoheit
Die Steuerhoheit umfaßt die Rechtsprechung
Die Steuerhoheit umfaßt die Gesetzgebungshoheit
Die Steuerhoheit umfaßt die Ertragshoheit
Die Steuerhoheit umfaßt die Verwaltungshoheit

Dieses Quiz wurde von Jens-Peter Lochschmidt erstellt.